Im Mai 2022 veröffentlichte die nicht-binäre Avant-Pop-Künstler*in Jon Darc die Single „The Womb“. Im nachfolgenden Text macht Jon Darc einen sehr eindrucksvollen Deep Dive in den Song. Weshalb wir hier gar nicht lange quatschen wollen, und euch einfach nur viel Spaß beim Lesen wünschen!
Jon Darc – nach dem heroischen Vorbild der Jungfrau von Orléans – ist eine tiefsinnige Kunstfigur. Ein ganz entscheidendes Detail macht beide Persönlichkeiten aus und verbindet quasi die Vergangenheit mit der Gegenwart: das Polarisieren. Zu sich zu stehen, für seine Ideale einzustehen – das verlangt Stärke, Mut und Überzeugtheit. Es bedeutet aber auch weiterzumachen in Momenten des Alleinseins und das Aufstehen in niederdrückenden und ausweglosen Situationen. Genau das ist die Welt von Jon Darc: Inmitten von hellen und dunklen Episoden erhebt sich seine farbenprächtige Person voller bestärkender Leidenschaft. So wandert Jon Darc auf dem schmalen Grat zwischen intensivem und intimem Erlebnis und nicht greifbarer Unnahbarkeit.
Mit „The Womb“ machen wir uns auf einen imaginierten Tauchgang in die Tiefen der Ozeane. Wir sind eingeladen, Zeuginnen und Zeugen zu sein, die unglaubliche Unverhältnismäßigkeit unseres Umgangs mit unserer Umwelt und deren Verschmutzung und Zerstörung innerhalb der letzten Jahrzehnte zu sehen. So ist es gleichsam die unvermeidbare Erkenntnis und damit verbunden die laute Klage über die schrecklichen Dinge, die wir der Erde angetan haben. Sie ist es, die uns die Möglichkeit gab, sie zu bevölkern, ja mehr noch: Hier wurden wir zu dem, was wir jetzt sind. Hier wurden wir zu Menschen. Vieles ist bereits verloren, jedoch keinesfalls Alles. Doch kann es nicht weitergehen wie bisher, das finale Ultimatum hat längst begonnen. Die Abrechnung wird zum Aufruf; nicht leise und verhalten, aber auch nicht aggressiv schreiend, sondern eindrücklich laut und gefasst, beinahe gewaltvoll intensiv.
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Im Musikvideo kommt diese Intensität nochmal verstärkt zur Geltung.Jon Darc gleitet als Meerjungfrau durch die Weiten der Ozeane, umgeben von Fischschwärmen, Meeresschildkröten und Quallen. In spannungsgeladenen Bewegungswechseln erscheint Jon Darc elegant und sanft gleitend und bereits im nächsten Moment ekstatisch-verzerrt und gekrümmt. Die vermeintlich friedliche Welt wird durch grell aufscheinendes Licht und todbringende Fischernetze bedroht. Ein Kampf beginnt. Ein Kampf mit ungleichen Mitteln – ein Kampf, welcher schließlich in menschlicher Gefangenschaft in einem beengten Aquarium endet.
Und nun, was nun? Ist dies bereits das Ende? Nein. Zumindest noch nicht. Aber dafür müssen wir aufstehen und unseren Gedanken die Freiheit lassen, zu Taten werden zu können. Denn nur, wenn wir unserer Umwelt respektvoll und verhältnismäßig begegnen, können wir weiterleben. Nur dann bliebe das Ultimatum in gewisser Art abstrakt und würde nicht zur überwältigenden Realität werden. Aber nur so kann es funktionieren. In jedem anderen Fall werden wir es nicht vermeiden können, an unserer eigenen Menschlichkeit zu scheitern.
Hier könnt ihr euch „The Womb“ von Jon Darc auf Spotify anhören:
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Wir kriegen das natürlich auch mit: Die Mehrheit traut sich aktuell noch nicht wieder so richtig, Konzertkarten zu kaufen. Aber wir haben heute eine Tour-Präsentation für euch in petto, bei der wir euch zwar nett, aber zwingen möchten, Tickets zu kaufen. Wir garantieren, dass ihr einen superguten Abend haben und zutiefst bereuen werdet, solltet ihr nicht dabei gewesen sein. Wir reden natürlich von PBSL, die nächsten Monat auf „Kreuzförmig nach vorn“-Tour gehen. Alle Infos zur Tour bekommt ihr natürlich hier.
Die ganz Aufmerksamen unter euch wissen natürlich längst, dass PBSL irgendwie zu untoldency gehören. Schließlich verbringt Sänger und Gitarrist Lukas seine Zeit nicht ausschließlich mit seiner Band, sondern auch damit, bei uns als Redakteur zu glänzen. Und wenn man als Musikmagazin schon mal quasi eine eigene Band hat, dann unterstützt man die natürlich auch kompromisslos und aus vollem Herzen – Eigentum verpflichtet, oder wie war das?
Wer PBSL noch nicht kennt (wir verzeihen das ein allerletztes Mal), den bringen wir hier nochmal fix auf den Stand: Neben Lukas besteht die Band aus Jan, Nils, Patrick und Timo. Gemeinsam haben sie 2019 das Album „Tropfen Traenen“ veröffentlicht – auf dem ihr z.B. auch den Kracher „Vermissen“ findet. Zuletzt erschien ihre Single „Waage“, bei der wir uns die Videopremiere natürlich auch direkt unter den Nagel gerissen haben – Eigentum verpflichtet!!! PBSL überzeugen mit bittersüßen Texten und eingängigen Instrumentals, von denen sich Indiepoprockirgendwas-Deutschland gut und gerne zwei bis siebenunddreißigkommafünf Scheiben abschneiden kann. Ob lachen, weinen, Baumkunde, Kapitalanlagen oder Magie – die Fünf sind für alle Eventualitäten vorbereitet. Ab September geht’s dann damit (und vielleicht ja auch mit neuer Musik?) quer durch Deutschland. Würden wir uns ja lieber nicht entgehen lassen. Bitte vorab beachten: Tanzschuhe und Antitranspirant einpacken, könnte wild werden.
Die Dates der „Kreuzförmig nach vorn“-Tour
03.09.2022 – Pünderich, Oben Air Festival 03.09.2022 – Mannheim, JH Schönau 10.09.2022 – Jena, Haus auf der Mauer 12.09.2022 – Bamberg, Live Club 15.09.2022 – Oldenburg, Die Flänzburch 16.09.2022 – Köln, Tsunami 17.09.2022 – Trier, Queergarten 24.09.2022 – TBA 08.10.2022 – Bonn, Namenlos 22.10.2022 – Hamburg, Marias Ballroom
Stimmt, ist gar nicht mehr so lange hin, aber wir sind auch schon ganz ungeduldig. Um die Zeit bestmöglich zu nutzen raten wir dazu, PBSL auch auf Instagram zu verfolgen, dann verpasst ihr auch einfach nichts mehr, wie cool isses? Ansonsten auch gerne Spotify leerhören, bevor es andere machen (wir z.B.):
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Schon vor ein paar Wochen haben wir Euch das Sziget Festival 2022 in Budapest vorgestellt. Kurz zusammengefasst: Ein unschlagbares Line Up aus internationalen Mega-Stars und etablierten Indie-Pop Größen, eine entspannte Atmosphäre und ein ausgelassenes Publikum voller Menschen, die ihre Leidenschaft für unfassbar gute Musik teilen. Dazu gibt es ein umfangreiches Rahmenprogramm von Kunstbeiträgen bis hin zu Yoga am Strand. Genaueres gibt es für Euch noch einmal hier nachzulesen. Wen das alles noch nicht überzeugt (seien wir ehrlich, es gäbe sicher niemanden, der an dieser Stelle noch nicht überzeugt ist), für den haben wir noch ein Ass im Ärmel.
Ein besonderer Ort des Sziget
Wer sich unseren vorangegangenen Artikel zum Festival noch einmal vor Augen führt und das Line Up Revue passieren lässt, mag sich fragen: Gehen die ganzen Newcomer*innen zwischen den wirklich großen Nummern nicht unter? Eine klare, ehrliche Antwort darauf ist: Nein! Eigens für ausgewählte und sehr vielversprechende Newcomer*innen gibt es die ibis x ALL Europe Stage. Genauso große Nummern eben.
Bei der Bühne geht es ausschließlich um die besten internationalen Nachwuchsbands und neuesten Sensationen ungeachtet der Genres uns Styles. Auf dieser Bühne wird somit zusätzlich ein farbenfrohes, aufregendes Programm geboten. The Island Of Freedom schreibt selbst dazu: „Hier findet ihr die härtesten Rockbands, gefolgt von umwerfenden elektronischen Sets und aufregenden neuen Talenten aus allen erdenklichen Genres. Werde Teil dieses einwöchigen Musikerlebnisses und lerne die Stars der Zukunft kennen.“
Ja wer denn nun?
Mit jenen Stars der Zukunft sind beispielsweise Alina Pash (Ukraine), SYML (USA), Nova Twins (UK) oder French79 (Frankreich) gemeint. Aber auch die beiden Deutschen Acts Shelter Boy und Pabst werden auf dieser Bühne mit dem Publikum dieses Festival feiern. Das soll trotzdem noch nicht alles gewesen sein, denn insgesamt umfasst das Line Up der Ibis x ALL Europe Stage 29 Newcomer*innen. Für uns also genau das Richtige.
Einmal mehr zeigt das Sziget 2022, dass für jeden was dabei ist und sich die Reise nach Budapest wirklich lohnt! Wer mehr über diese und alle anderen Bühnen wissen möchte, wird hier definitiv fündig. Um die Festivalsaison also nun komplett zu machen, bleibt nur noch eins übrig: Plündert Eure Sparschweine, durchforstet auch die Ritzen Eurer Sofas, legt alles zusammen und kauft dieses Ticket! Es ist es wert.
Auch mal wieder Lust auf plattgestampfte Füße, bluttige Lippe, ein komplett taubes und ein schwer geschädigtes Ohr? Ne? Okay, fair. Aber was, wenn du morgens aufwachst und denkst: boa… das war’s wert! Wenn die Band, die du letzte Nacht mit deinen Freunden im Lido gesehen hast, alle Erwartungen an eine Liveband neu definiert hat? Dann sprechen wir ganz sicher von Botticelli Baby!
Die Dampfmaschine des Jazz Undergrounds feiert eine fette Party und du bist eingeladen! Und das Schöne ist, du musst gar nicht mehr lange warten. Am 21.08.2022 gastiert die Band im Lido in Berlin und hat gleich noch Bobby Rausch als kräftigen Support-Brühwürfel im Gepäck. In diesem Fall verderben mehrere Köche sicherlich nicht den Brei, wohl eher kochen sie gemeinsam den Hexenkessel richtig sprudelig.
Botticelli Baby konnte uns letztes Jahr bereits voll und ganz von ihrem neuen Album „SAFT“ überzeugen (könnt ihr hier nachlesen). Und auch im Interview zu ihrer letzten Tour bestachen sie nicht selten mit ihrem witzigen Ruhrpottcharme. Musikalisch dürfte uns live, gelinde gesagt, der absolute Abriss erwarten. Wir jedenfalls können selbst über Kopfhörer kaum die Füße still halten und fangen jetzt schon an, das erste T-Shirt durchzuschwitzen. Bei rasanten Uptempo-Tracks wie „Lucilla“ oder „Let’s fall in love“ werden sich die Beine den Abend über wahrscheinlich mehr in der Luft, als auf dem Boden befinden. Aber voll gut so! Denn der Floor ist spätestens nach Bobby Rausch sowieso Lava.
Das Berliner Trio Bobby Rausch versteht es sicherlich wie keine zweite Band, euch richtig auf diesen Abend vorzubereiten. Nur mit Bassklarinette, Saxophon und Drumset im Werkzeugkoffer, liefern die drei Musiker ein Vollholzbrett wie frisch aus dem Sägewerk. Mit ihrem Sound aus Hip-Hop Grooves und der Virtuosität des Jazz, seid ihr also hoffentlich nach der ersten Band schon reif für die Falle. Aber Stopp! Am 21.08. gibt es keine Ausreden, da wird Schicht geschoben, so wie es sich in Essen und Umgebung gehört. Denn Botticelli Baby haben nicht nur ihre Klassiker im Gepäck, sondern auch ihre neuen Stücke, die unbedingt live gehört werden müssen. Dieser Abend verspricht ein Festmahl der alternativen Blas- und Tanzmusik zu werden, und ihr solltet unbedingt davon naschen!
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Auch, wenn der Sommer die Hauptsaison für Festivals ist und man so am liebsten richtig gute Musik genießt und neue Acts entdeckt, heißt das nicht, dass der Herbst weniger zu bieten hat. Die Tage werden kürzer, das Wetter milder, die Getränke wärmer und die Konzerte kuscheliger. Also eine der Festivalsaison ebenbürtige Atmosphäre, in der man auf Newcomer-Entdeckungstour gehen kann. Wir stellen vor: die INDIEAN SUMMER TOUR 2022.
Nach coronabedingter Pause findet vom 19. bis zum 21. September 2022 die INDIAN SUMMER TOUR 2022 statt. Die Konzerte spielen in den drei deutschen Städten Berlin, München und Köln. Mit dabei sind dieses Jahr HYPHEN HYPHEN, Liz Lawrence und Hazlett. Aber auch wir von untoldency sind dabei und stellen euch die Künstler*innen und Venues vor.
Das Line Up
HYPHEN HYPHEN
Dass das Trio live eine absolute Macht ist, beweisen Ehrungen wie die Auszeichnung „Bühnenoffenbarung des Jahres“ im Rahmen des französischen Musikpreises „Victoire de la Musique“. Mehr als 400 umjubelte Konzerte auf den größten europäischen Festivals spielte HYPHEN HYPHEN in den letzten Jahren. Das Bestärken zukünftiger Generationen in deren Streben nach uneingeschränkter Gleichberechtigung, das Zelebrieren von Vielfalt und Selbstakzeptanz sowie sexueller Freiheit ist tief in ihren Songs verwurzelt. Dabei hat die aus Frankreich stammende Band eine große Mission: Die Welt mit ihrem Popsounds durch gemeinsame Erlebnisse beim Tanzen, Singen und Feiern zu vereinen.
Zuletzt wurde ihr Song „Too Young“ zur offiziellen Hymne der UEFA Women’s Euro 2022.
LIZ LAWRENCE
Bereits in ihrer Jugend sammelte die englische Sängerin, Songwriterin, Multiinstrumentalistin und Produzentin Liz Lawrence erste Erfahrungen in diversen Bands, bevor sie als eine Hälfte des Elektro-Pop-Duos Cash+David und Solokünstlerin bekannt wurde. Ihr drittes Album „The Avalanche“ ist erneut ein gelungenes Manifest für Female Empowerment. Selbstbewusst verbindet Liz Lawrence in Songs wie „Where The Bodies Are Buried“ oder „Down For Fun“ durchdachte Lyrics mit einem ausgeprägten Gespür für echte Ohrwurm-Hooks.
HAZLETT
Sänger, Songwriter und Vollblutmusiker, aber vor allem ist Hazlett ein Geschichtenerzähler. Der in Australien geborene und in Stockholm lebende Multi- Instrumentalist begann seine Karriere als Tournee-Musiker sowie Ghostwriter und zog es vor, hinter den Kulissen und außerhalb des Rampenlichts zu bleiben. Erst als einer seiner Originaltitel von seinem engen Freund und Produzenten Freddy Alexander entdeckt wurde, war sein eigenes Soloprojekt in einem Stockholmer Studio geboren. Für Hazlett ist das Songwriting eine Form der Therapie und der Ausdruck für seine sensible Seele, die die Aufmerksamkeit scheut. Bisher veröffentlichte Hazlett zwei EPs und tourte durch Australien und Europa. Zu Beginn der Pandemie im Jahr 2020 traf er dann die Entscheidung, alles zu unterbrechen, sich zu verkriechen und in Ruhe an seinem ersten Album zu arbeiten. Einen ersten Vorgeschmack geben die 2022 veröffentlichten Singles „Please Don’t Be“, „Even If It’s Lonely“ und „My Skin“.
Hazlett war auch schon bei den von uns präsentierten Acoustic Concerts vertreten.
Die Locations
Den Anfang der Tour am 19. September macht der Privatclub in Berlin. Am 20. öffnet die Kranhalle in München die Türen und einen Tag später, am 21. geht es zum Abschluss der Tour in das Kölner Artheater.
Alle nötigen Infos stehen komprimiert noch einmal ganz übersichtlich unten in der Grafik. Die Tickets zu den Shows gibt’s hier. Zudem könnt ihr dort auch noch einmal alles über die Tour und die Künstler*innen nachlesen. Kommt also gern vorbei, wir und die INDIEAN SUMMER TOUR 2022 freuen uns auf Euch!
Nach zwei Jahren Pause zeigen sie sich in neuem Gewand und mit sichtlicher Weiterentwicklung: Cinemagraph sind endlich zurück! Wir sind sehr glücklich dabei sein zu sein dürfen und euch hiermit ihre „do you know what we’re supposed to do?„-Tour im kommenden Herbst präsentieren zu dürfen. Gestern kündigten die vier Mannheimer neben ihrer Tour vorrangig auch ihre nächste EP mit dem selben Titel an, die am 02.09.2022 erscheinen wird. Einen Vorgeschmack darauf durfte die Welt bereits mit den Singleauskopplungen I Hate We’ll Be Strangers In A While und 301 erfahren.
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Die kommende EP bildet die dritte in der Diskografie von Cinemagraph und wir alle dürfen gespannt darauf sein, welche neuen Einflüsse die Corona-Pause gebracht hat. Denn obwohl Cinemagraph auch auf ihren ersten beiden Veröffentlichungen schon einen eigenen, wieder erkennbaren Sound hatten und mit Smiling Face bereits einen kleinen Indie-Hit landeten, hat man das Gefühl, mit der neuen Ära beginnt es für sie nun erst so richtig. Der neue Look, der durch ihre Postings, Cover und Pressefotos strömt, ergänzt perfekt den Stil der neuen Songs. Offensichtlich inspiriert von dem Sound der großen britischen Indie-Bands, gelingt es ihnen sich selbstsicher von dem restlichen deutschen Indie abzugrenzen und für sich einzustehen.
I Hate That We’ll Be Strangers In A While lädt zum schmerzvoll glücklichen Mitschreien auf der nächtlichen Autofahrt ein. Und knüpft damit sogar da an, wo bei den großen britischen Bands vielleicht schon ein wenig die Luft raus ist. Mit diesem frischen Wind und der fortgeschrittenen Selbstfindung stehen ihnen alle Türen offen. Passend dazu, dass die Band selbst so wirkt, als hätten sie sich gerade gefunden und neu erfunden, behandelt auch die EP ähnliche Themen. Die Suche nach der eigenen Identität und der Versuch, sich selbst zu verstehen, leiten uns durch ihre neuen Songs. Wir können es kaum erwarten zu sehen und zu hören, was noch auf uns zukommt!
Nach dem sie in den vergangenen Jahren Support für Bands wie Von Wegen Lisbeth, JEREMIAS und Betterov gespielt haben, kommen sie nun mit ihren eigenen Shows und neuen Songs im Gepäck in die Clubs! Hier findet ihr alle Dates:
Und bevor wir uns auf der Tour sehen, könnt ihr euch in der Zeit noch an den bereits veröffentlichten Songs von Cinemagraph erfreuen. Der perfekte Soundtrack für den Sommer, versprochen!
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Die Acoustics Concerts gehen in eine neue Runde: Auch in diesem Jahr findet die akustische Konzertreihe natürlich statt und wir freuen uns tierisch, auch in diesem Sommer wieder für euch dabei zu sein und euch die vielleicht schönsten Open Air-Konzerte des Jahres – 39 sind es insgesamt – und die Künstler*innen vorstellen und präsentieren zu dürfen. Alle Infos zu den Acoustics Concerts gibt’s hier.
Akustisch, hautnah und handgemacht. Vor inzwischen bereits 12 Jahren entstanden die Acoustics aus der Leichtigkeit einer spontanen Idee: 3 Newcomer-Bands, jeweils 30 Minuten, rein akustisch. Outdoor. Auf einer kleinen Bühne eines bekannten Clubs. Aus einer einmaligen Show auf der Außenfläche vor dem Knust in Hamburg hat sich eine etablierte Reihe in ganz Deutschland entwickelt. Der Pandemie zum Trotz fanden die Acoustics Concerts 2021 in sieben Städten mit insgesamt 126 Konzerten auf 42 Veranstaltungen statt. Und in diesem Jahr wird die Geschichte weitergeschrieben.
Der Städte-Fahrplan umfasst in diesem Jahr Leipzig (Moritzbastei), Dresden (Groovestation), Berlin (Zenner), Hamburg (Knust), Essen (Weststadthalle), Magdeburg (Moritzhof) und Offenbach (Hafen 2).
Das Line up
Auch in diesem Jahr zählt für die Acoustics Concerts der Newcomer*in-Gedanke, so dass ihr sowohl etablierte Künstler*innen im Line up findet, als auch kleine Diamanten, die im Licht des Sonnenuntergangs auf der Acoustics-Bühne strahlen werden. Freut euch also auf Artists wie Elena Steri, Julian Brown, Luca Vasta, Ottolien, Stanovsky, Varley und viele, viele mehr.
Auch in diesem Jahr werden wir euch diese tollen Künstler*innen im Rahmen unserer euch schon aus dem letzten Jahr bekannten Formate Quickfire, 3 Fakten über und 3 Fragen an vorstellen, die ihr ab Juli 2022 auf dem Instagram-Kanal der Acoustics Concerts finden könnt. Und natürlich wird es auch auf unserer Website wieder ein paar schöne Interviews geben – damit ihr schon vor den Konzerten wisst, wie die Artists so ticken.
Für den besonders schnellen Überblick haben wir euch die einzelnen Künstler*innen hier in ihrer vollen Pracht aufgelistet:
Hiergibt’s alle genauen Daten und Informationen zu den Acoustic Concerts, die ihr braucht. Und Tickets für die einzelnen Shows bekommt ihr hier. Die Konzerte in Offenbach und Essen sind übrigens kostenlos, kommt einfach gerne vorbei. Wir und die Acoustics Concerts freuen uns auf euch!
Und um sich darauf schon einmal ordentlich einzustimmen, gibt’s hier noch die passende Playlist:
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Seid ihr bereit für eine alles verändernde Live-Erfahrung? Seid ihr bereit für Musik, die es eigentlich gar nicht geben dürfte, weil sie so klingt, als sei sie einem geheimen experimentellen Soundlabor entwischt? Dann haben wir etwas für euch, denn der dunkelste aller Magier an den modularen Synthesizern, ZOUJ, geht dieses Jahr auf seine erste Headliner-Tour und wir sind mehr als stolz, euch diese präsentieren zu dürfen!
Steil bergauf
Uns kommt es vor wie gestern: ZOUJ alias Adam Lenox veröffentlicht seine ersten Singles und sorgt damit schon mächtig für Fuore unter den Musiknerds. Denn diese Songs sind einfach etwas Besonderes, alles klingt so neu und kein Track ist an innovativer Energie zu übertreffen. Tatsächlich ist das auch noch gar nicht so lange her, erst letztes Jahr im Sommer erschien sein erstes Mixtape „Tagat“ beim preisgekrönten Label City Slang (untoldency berichtete). Wir waren damals wie heute baff. Das ist Musik, die wie unseren Freunden zeigen wollten, um sie zu überwältigen. Tighte Drums, gewaltige Syntheziser-Wände und funkige Hooks lösten bei uns eine regelrechte Sucht nach mehr aus.
Es ist viel passiert, ZOUJ veröffentlichte unter anderem noch drei weitere Singles, spielte als Support für JAGUWAR und schließlich nahmen ihn sogar die legendären ÄTNA ins Vorprogramm ihrer Tour. Wenn das mal keine steile Karriere ist? Als Support von JAGUWAR durften wir ihn letztes Jahr dann auch das erste Mal live erleben und wurden von den Haarspitzen bis zu den Zehennägeln von seinen und den Fähigkeiten seiner Band überzeugt. Live brilliert er mit einer absolut groovigen Performance und richtig fetten 808s, die wahrscheinlich jeden Speaker da draußen zerbersten lassen. Alleine sein einzigartiger Tanzstil ist es wert, eine seiner Shows zu besuchen. Einen kleinen Vorgeschmack gibt’s hier vorab in der ESNS-Festival Liveperformance:
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Die Welt ist nicht genug für ZOUJ, deswegen gibt es nicht nur ein paar Dates in unserer Bundesrepublik, sondern auch noch jeweils Shows in Amsterdam, Paris, London, Zagreb, Ljubljana und Budapest zu erleben! Und jetzt los, staubt ein paar Tickets ab und schaut euch das an, sowas habt ihr noch nicht gesehen:
23.09. | Amsterdam, Cinetol 25.09. | Leipzig, Naumanns 27.09. | Köln, Jaki 28.09. | Berlin, Berghain Kantine 05.10. | London, Shacklewell Arms 10.10. | Paris, Supersonic 11.10. | Mainz, Schon Schön 13.10. | Nürnberg, Kantine 18.10. | Zagreb, Kset 19.10. | Ljubljana, Kino Šiška 20.10. |Budapest, A38
Für Musik und weitere Infos empfehlen wir euch dringend ZOUJs Instagram Accountund seine Videos auf YouTube, die für sich genommen allesamt schon Kunstwerke sind. Lasst euch also entführen in die wilde und unberechenbare Fantasie von ZOUJ (und kehrt nicht mehr zurück). Viel Spaß!
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Wir schreiben das Jahr 2022 und es ist Pride Month. Ganz Gallien hat die Regenbogenflagge gehisst, sogar die alten weißen Männer in ihren Chefetagen entstauben feierlich die Wimpel auf ihren Cocobolo-Schreibtischen und spielen uns wenigstens die nächsten 30 Tage ganz fortschrittliche Lebewesen vor. Ganz Gallien? Hm, nee. Denn da ist ja auch noch Rock am Ring.
Im Musikbusiness sieht es leider noch schlechter aus, als in so manchen milliardenschweren Wirtschaftsunternehmen, die verstanden haben, dass diverse und feministische Inhalte zur Zeit wenigstens ein guter PR-Gag sind. Solch gigantische Festivals wie Rock am Ring oder Rock im Park stehen zwar schon jahrelang in der Kritik, weil in den Line-Ups FLINTA+ Artists noch nie angemessen vertreten waren, passiert ist allerdings nichts. Jucket.
Darauf angesprochen sagt der Chef der Rock am Ring-Veranstalterfirma DreamHaus, Matt Schwarz: „Wir haben zentrale Bereiche und Führungspositionen bei Rock am Ring weiblich besetzt, von der Veranstaltungs- und Festivalleitung, Ticketing-, Marketing- und PR-Leitung über das komplette Festivalproduktionsbüro, das Akkreditierungsteam und diverse Produktionsleiterinnen der einzelnen Bühnen. Wir werden dieses Thema also in Zukunft weiter maßgeblich priorisieren und haben damit in den laufenden Programmplanungen für das kommende Jahr bereits begonnen.“ Klar sei jedoch auch, „dass ein Festival Diversität nicht alleine umsetzen kann“. Nötig sei dafür das strukturelle Handeln aller Mitspieler*innen wie etwa der Plattenfirmen, Bandmanagements und auch der Medien.
Also zuerst: Es ist super, dass FLINTA+ in den vielen Bereichen des Festivals eingebunden werden, wobei das im Jahr 2022 auch ehrlicherweise absolut kein Punkt mehr ist, für den man besonderes Lob erwarten sollte. Nichtsdestotrotz ändert das nichts daran, dass das Booking bei Rock am Ring und Rock im Park in den letzten 10 Jahren aus durchschnittlich gerade einmal 4 % FLINTA+bestand. Dass man da leider nichts tun könne und dass es nur ein Abbild der Realität sei, ist eine wirklich schwache Begründung. Wer genau ist nochmal für das Booking verantwortlich? Wenn trotz aller Kritik die immer gleichen männlichen Bands auf den Bühnen stehen, dann ist das schon etwas, wo man mal was tun könnte. Nicht nur, dass FLINTA+-Personen und -Bands unter dem Deckmantel, es würde ja kaum welche geben, von Rock am Ring quasi ausgeschlossen werden. Man verhindert für diese Gruppe wichtige Chancen. Man verweigert ihnen ein Sprungbrett. FLINTA+ wird also auf der einen Seite gesagt, sie haben keine Bühnenerfahrung und können deshalb nicht spielen, auf der anderen Seite gibt man ihnen aber keinen Space, um eben diese Erfahrung zu sammeln. Merkste selber.
Cock am Ring gegen Lippenbekenntnisse
Zahlen, Statistiken und Fakten wurden pünktlich zum Start des RaR/RiP-Wochenendes endlich mal gebündelt und kanalisiert. Jetzt könnte der Grundstein für Veränderung in die Steinschleuder gespannt worden sein, denn die frisch aufgestellte Initiative Cock am Ring prangert die Ignoranz im Booking von Rock am Ring jetzt öffentlich an. Unter der Schirmherrschaft von Kulturstaatsministerin Claudia Roth veröffentlichte die Initiative nicht nur umfassende Informationen über die Unsichtbarkeit von FLINTA+-Personen in Festival-Line-Ups, sondern gleich noch einen tollen Sampler dazu. Auf diesem Sampler covern 24 Bands mit FLINTA+-Anteil die Songs jener Männerbands, die dieses Jahr bei Rock am Ring gebucht wurden.
Und der bittersüße Coup: Die Einnahmen durch die Streams der Coverversionen gehen nicht an die Künstler*innen, weil sie vollständig an das für die Organisation von Rock am Ring verantwortliche Unternehmen DreamHaus gespendet werden. Dazu meint Cock am Ring: “Mit dem Geld können sie [DreamHaus] sich dann hoffentlich für Rock am Ring 2023 etwas mehr diverse Beteiligung leisten. Unser Team arbeitet dabei übrigens ehrenamtlich und aus schierem Idealismus. Wir stehen für Vielfalt und Diversität − und wünschen uns das auch auf den Bühnen dieser Welt.” Das ist der erste Treffer ins Auge und ein kluger Schachzug, der DreamHaus ganz schön alt aussehen lässt.
Der zweite Treffer (und damit ganz ehrlich k.o.) sind die wirklich tollen und allesamt hörenswerten Neuinterpretationen auf dem Cock am Ring-Sampler. Im Grunde zeigen uns die FLINTA+-Artists hier, worauf es hauptsächlich ankommt. Nämlich Perspektiven zu verschieben und blind spots sichtbar zu machen. Diese Compilation schafft das alleine durch die Songauswahl im Kontext der, wir müssen es so sagen, Diskriminierung von FLINTA+.
Wir stellen euch unsere vier Highlights hier vor:
Kochkraft durch KMA – “Mein schöner Hodensack” (Die Kassierer)
Wie könnte ein solcher Sampler passender beginnen, als mit den buchstäblichen Kronjuwelen des Patriarchats? Dem höchstwahrscheinlich einzigen Grund für diese Missstände? “Mein schöner Hodensack” der Punk-Urgesteine Die Kassierer ist sicherlich nie 100% ernst gemeint gewesen (wobei?), allerdings spielt das Licht, in dem ein solcher Song steht, eine entscheidende Rolle. Grölen diesen Song 25.000 besoffene Männer vor der Bühne bei Rock am Ring, hinterlässt das halt einfach ein Geschmäckle. Performt diesen Song allerdings Mitinitiatorin Lana Giese mit ihrer klanggewaltigen Electro-Punk Band Kochkraft durch KMA, ist er am Ende vor allem eines: bloßstellend. Jeder Mann im Line-Up sollte sich bei diesen Zeilen doch einmal kurz an die eigene Nase fassen und diese Worte auf sich wirken lassen. “Ich habe kein besonderes Talent, bin eher etwas inkompetent” ist spätestens ab jetzt kein Augenzwinkern mehr. Es ist Fakt.
ELL – “Let Me In“ (Beatsteaks)
Was ELL aus dem 2002 von den Beatsteaks veröffentlichten „Let Me In“ gemacht haben, spricht eigentlich schon ganz allein für sich. Das selbsternannte Krach-Pop-Duo hat den im Original auf Englisch geschriebenen Song ins Deutsche übersetzt – und auch, wenn der Inhalt des Songs gar nicht verändert werden musste, gibt es ihm in dem hier zu interpretierenden Sampler-Zusammenhang fast schon einen ikonischen Hymnen-Charakter. Denn alles, was ELL und ihre Kolleg*innen wollen, ist genauso wie ihre männlichen Kollegen auf die großen Bühnen des Landes gelassen werden. Sie verstehen (zu Recht!) nicht, warum man sie nicht sieht – oder sehen will. Eingehüllt von lauten Gitarren und Drums kommt in diesem Song die jahrelang angestaute Wut in ihrer vollen Pracht zur Geltung.
Wenn einer lügt dann Wir – “Bayern” (Die Toten Hosen)
Sehr gelungen auf dem Sampler sind die Ebenen, die die Texte der Coversongs gewinnen. Gerade bei Texten von den Kassierern oder hier von den Toten Hosen, die sich auch sowieso schon selbst so ironisch und mega lustig finden, gibt die Neuinterpretation den eigentlichen Twist. Auch bei der Version von “Bayern” der Punkband Wenn einer lügt dann Wir, die die Aktion zusammen mit ihrem Label Ladies& Ladys co-initiieren. Nur begleitet von E-Gitarre und sanften Basstönen, wirken die Lyrics einmal mehr wie hohle Phrasen. Die einzige Bedeutung verleiht diesen dann glücklicherweise die Autotune-Performance von Sängerin JK, durch die die nächste große Männerdomäne, Fußball, ebenfalls vorgeführt wird. Dieser Song war noch nie gut, jetzt ist er es.
Mina Richman – “Red Flag“ (Billy Talent)
Eine Band, die ungefähr schon 1 Mio. Mal bei Rock am Ring gespielt hat, ist Billy Talent. Und ihr Song „Red Flag“ ist einer, den wir in unserer Jugend fast alle zu Tode gehört haben. Fair enough, guter Song. Mina Richman hat daraus eine ruhigere, soulige und reggae-angehauchte Nummer gemacht und rückt den Song damit in ein emotionales Licht: Egal wie unbedeutend deine Stimme auf dich wirken mag, sie wird etwas verändern. Hör niemals auf damit laut zu sein. Und Mina Richman macht einmal mehr sehr einnehmend darauf aufmerksam, dass es mehr als an der Zeit ist, sich von dem loszumachen, was vielleicht am einfachsten und angenehmsten scheint, das eigentliche Riesenkackproblem damit aber nicht einmal im Ansatz bekämpft. Immer wieder wirklich bemerkenswert, was Musik so kann.
Ohne Diversität kein safe space
Wie wird es jetzt weitergehen? Rock am Ring ist in jedem Fall auf dem sicheren Weg, vielleicht nächstes Jahr schon einer grenzüberschreitenden Massenkirmes, einem Volksfest of Doom, in nichts mehr nachzustehen. Vielleicht kostet dann die Maß auch dort 14 Euro. Da hätte selbst die breite Masse einen Grund, sich über etwas zu beschweren! Leider dürfte die Wahrscheinlichkeit, dass die Bierpreise um 10 % sinken, höher sein, als dass die FLINTA+ Acts um 10 % ansteigen.
Eine weitreichende Folge des schlechten Bookings: Auch für FLINTA+ im Publikum kann kein safe space geschaffen werden, wenn das Line-Up diese nicht verkörpern kann. Hinzu kommt nämlich, dass die meisten der gebuchten Bands bei Rock am Ringmit ihrer Attitüde schon auf eine bestimmte Sorte Männer abzielen. Die Sorte, die sich hemmungslos besäuft und dann, ups, auch mal die Hände nicht bei sich lassen kann. Sehen können wir das tatsächlich auch schon, obwohl wir uns gar nicht auf dem Festivalgelände befinden. Die hässlichen Kommentare unter dem Twitter-Post unserer Redakteurin Dascha beweisen es.
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Doch, sollten wir wirklich versuchen, Rock am Ringzu bekehren? Offensichtlich ist die Kritik der letzten Jahre angekommen. Offensichtlich wurde aber auch nichts verbessert, während ein paar andere Festivals mit offenen Karten spielen und ihre Line-Ups sichtlich diverser gestaltet haben. Müssen wir als Konsument*innen dann davon ausgehen, dass FLINTA+ auch im Publikum nicht erwünscht sind? Am Ende ist das leider ein Grund, dieses Festival einfach lieber zu canceln und zu boykottieren, wie wir es ja auch zum Beispiel mit Rechtsrock-Festivals machen würden. Denn wir sehen da in puncto Toleranz, um ehrlich zu sein, keinen Unterschied mehr.
Wir müssen und wollen an dieser Stelle aber noch einen Deckanstoß geben: Es gibt im Line Up weit oben stehend Künstler, die sich sehr für die Sichtbarkeit von FLINTA+ einsetzen, die bedacht FLINTA+-Personen und -Bands als Supportacts auf ihre Touren mitnehmen oder diese auf vielen verschiedenen Wegen unterstützen und sichtbar machen. Künstler, die eine große Reichweite haben und mit nicht allzu viel Aufwand einen Teil dazu beitragen könnten, dass Geschlechtergerechtigkeit auch auf den großen Festivalbühnen ankommt. Warum seid ihr hier so ruhig? Wo ist euer supportive spirit hin, wenn es um Rock am Ring geht? Ihr seid damit ebenso Teil genau des Problems, das ihr das restliche Jahr über kritisiert. Niemand verlangt, dass Festival-Gigs abgesagt oder Anfragen abgelehnt werden. Aber wir sind uns sicher, es gibt Wege, die für euch gangbar sind und mit denen ihr weder eure Ansichten über Bord werfen, noch Auftritte absagen/ablehnen müsst und trotzdem für FLINTA+ einsteht.
Wer sich noch ein bisschen mehr mit Cock am Ring beschäftigen möchte, kann das hier tun.
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Es ist endlich Sommeranfang. Es wird warm, die Sonne scheint. Endlich gibt es wieder Vitamin D – und das nicht aus der Apotheke-. Das macht sich auch an unseren Launen bemerkbar! Leider sind wir hier nicht im zweijährigen Urlaub (ja, schlechter Wortwitz) und Sonnenstrahlen keine Selbstverständlichkeit. Für die Tage, an denen die Sonne eben nicht so scheint und uns nicht mit ausreichend mit Vitamin D versorgt, kann ich euch dringendst empfehlen, auf Vitamin TYVzurückzugreifen.
Endlich Urlaub
Two Year Vacation sind eine fünfköpfige Band aus Schweden und machen rhythmischen, radiofreundlichen Indie-Pop. Und da Schweden ja auch nicht unbedingt für das hammer Wetter bekannt ist, haben sie sich ihre eigene Glückshormonbombe zusammengebastelt und lassen glücklicherweise den Rest der Welt daran Teilhaben.
Im Gegensatz zum Namen scheinen sie selbst allerdings wohl eher weniger Urlaub zu machen. 2021 und auch in 2022 haben sie die EPs Getting Into Real Estate und High Hopes / Low Expectations veröffentlicht. Jetzt wird es endlich Zeit, diese auch auf der Bühne performen zu können!
Wie schon erwähnt, sind unsere Sonnentage ja auch nur sehr begrenzt. ABER: Two Year Vacation sind so freundlich und nehmen den langen Weg von Schweden auf sich und beglücken uns im Herbst live mit ihrer Musik!
Tourdates, Baby!
11. Oktober | Hannover – Lux 12. Oktober | Nürnberg – MUZ 14. Oktober | Ulm – Gold * 15. Oktober | Bad Neustadt – Juze * 16. Oktober | Leipzig – Neues Schauspiel * 18. Oktober | Dresden – Ostpol * * Support: Figure Beach
++ In Ulm und Bad Neustadt gibt es keine Tickets im Vorverkauf! ++
Wirklich sehr passende Unterstützung bekommen die Schweden an ein paar Tourstops von den lieben Figure Beach (welche wir hier schon im Interview hatten). Die aus Nürnberg stammende Indie-Pop Band hat ebenfalls erst frisch ihre EP „No Drama“ veröffentlicht, welche ich wärmstens empfehlen kann. Wer Two Years Vacation mag, wird auch von Figure Beach sehr angetan sein.
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Ja, ja. Bis Oktober ist’s noch ein bissl hin. Aber wir wissen ja, Vorfreude ist die schönste Freude. Also: Solange, bis ihr euch die gute Laune direkt von der Bühne ins Gesicht blasten lassen könnt, könnt ihr ja mal das Instagram der Band abchecken, oder euch die Zeit mit der neusten EP „High Hopes / Low Expectations“ vertreiben.
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