Conic Rose. Diesen wunderschönen Bandnamen dürft ihr euch alle merken, erst Recht, wenn ihr ihn vorher noch nie gehört habt. Warum, erfahrt ihr jetzt.
Ein instrumentelles Musikerlebnis voller Emotionen feat. diese eine Trompete (aka Flügelhorn)
Conic Rose sind eine überaus talentierte Band aus Berlin, die so völlig unbemerkt Musikrichtungen verändern. Am ehesten wahrscheinlich im modernen Jazz anzuordnen, es ist immerhin alles rein instrumental, haben Conic Rose diese Gabe, dieses Gefühl für Musik, welches sie ebenfalls zugleich im Indie tanzen und mit elektronischen Elementen spielen lässt.
5 Instrumente sind es, die diesen einzigartigen Conic Rose Klang auf ihrem heute erschienenden Debütalbum „Heller Tag“ erzeugen: ein Flügelhorn, gespielt vom sonst auf Clueso Bühnen rumhüpfenden Mastergenie Konstantin Döben, eine Gitarre, die so zauberhaft nur von Bertram Burkert gespielt werden kann, der fette und ultracoole Bass von Franzi Aller, die volle Wucht eines experiemtierfreudigen Johannes Arzbergers an Keys und Snyth und DIESES SCHLAGZEUG, gespielt von dem Lieblingsdrummer aller Drummer da draußen, Silvan Strauß.
Dieser Klang, der sich aus dieser Kombi ergibt, gießt sich aus in Emotionen sobald der erste Ton erklingt und die erste Snare angespielt wird. Und immer wenn man denkt, wow okay, das ist ultra schön, dann kommt Konstantin mit dem Flügelhorn, dessen Sound das alles so perfekt abrundet. Kommt dann noch die Gitarre dazu.. ihr könnt es euch vorstellen:
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Was sich liest wie eine unbeschämte Liebeserklärung, ist auch eine. Conic Rose sind das, was alle anderen nicht sind, sie sind wie das Vakuum, in das man flüchten kann, wenn alles zu viel ist. Conic Rose sind eine musikalische Oase, sie eröffnen Atmosphären, in denen man sich einfach mal ausruhen kann. Ab und zu kracht’s auch mal und auch das ist geil.
Wisst ihr, was das alles aber noch toppt? Live-Shows. Deshalb, ohne weiter um den Punkt zu schwärmen, kommt vorbei wenn Conic Rose in einer Stadt in euerer Nähe spielen! Bringt eure Freund*innen mit, eure Tante, die sonst nur Jazz hört, alle wirklich, besonders die, die es lieben neue Musik auf Konzerten zu entdecken. Hier könnt ihr euch dann kollektiv in diese Band mit dem wunderschönen Bandnamen verlieben:
Und wer bis dahin noch ein wenig reinhören mag, das Debütalbum der Band kam heute raus! Und ja, es ist genauso schön wie das Cover vermuten lässt.
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Tolle News für alle Deutschpop-Fans: Paul Weber geht auf seine erste eigene Headliner-Tour. Ja, das war jetzt sehr unverblümt, aber diese Katze wollte einfach direkt raus aus ihrem Sack. Ab Ende März 2023, kurz nach Veröffentlichung seiner kommenden EP „Von all dem nichts gewusst“, habt ihr in 5 deutschen Städten die Chance auf tolle Konzert-Abende. Und da wir nicht weit sind, wenn es um Paul Weber geht, präsentieren wir euch diese Tour von Herzen gerne.
Paul Weber gehört eindeutig zu den Künstler*innen, die wir schon seit langer Zeit auf unserem Radar haben. Weil er uns mit seinen Songs immer wieder genau da abholt, wo wir gerade stehen. Im März 2021 hat Jule euch nicht nur eine Review zu seinem Song „Auf und davon“ kredenzt, Paul stand auch Paula in einer gemeinsamen Folge untold tea time Rede und Antwort. Seitdem ist eine ganze Menge passiert. Einige Konzerte wurden gespielt und einige Songs, die letztendlich die EP „Alles im Arsch“ mündeten, haben das Licht der Welt erblickt.
Am 24.03.2023 schreibt er seine Geschichte weiter, denn an diesem Tag wird die neue EP „Von all dem nichts gewusst“ erscheinen. Was wir aber jetzt schon wissen: Es erwarten uns Songs, die uns in den Arm nehmen werden und das in typischer Paul Weber-Manier: Offen und ehrlich, berührend und wärmend, aber eben nicht pathetisch. Nach Supports für Jeremias, Provinz oder Sam Fender wird es nun Zeit für die erste eigene Headliner-Tour, die nur wenige Tage nach EP-Release losgehen wird. Gemeinsam mit seiner Band wird uns Paul, der auch alleine und nur mit seiner Gitarre verzaubern kann wie kein Zweiter (Tipp: schaut euch die Livesession zum Song „Von all dem nichts gewusst“ an!), wunderbare Abende bescheren, die wir bestimmt ganz lange in guter Erinnerung behalten werden. Wann und wo? Na hier:
Wir können es jetzt schon kaum abwarten, euch in Scharen vor der Bühne zu treffen. Und vor allen Dingen gemeinsam eine tolle EP und natürlich Paul Weber zu feiern. Wenn wir uns jetzt noch komplett durch seine Diskographie hören, dann vergeht die Zeit bis zum Tourbeginn auch viel schneller, untoldency-Ehrenwort:
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Im Oktober 2022 hat der amerikanische Singer-Songwriter Old Sea Brigade sein inzwischen drittes Album „5am Paradise“ veröffentlicht. Anfang 2023 geht er damit auf Europa-Tour und spielt dabei auch drei Konzerte in Hamburg, Köln und Berlin – präsentiert von untoldency. Alle Infos zur Tour findet ihr hier.
Ben Cramer, wie Old Sea Brigade im echten Leben heißt, ist nicht nur Sänger, Songwriter, Produzent und Multi-Instrumentalist aus Nashville, sondern auch schon seit langer Zeit auf unserem Radar. Und wenn man sich mal die nackten Zahlen anschaut, dann geht es ca. 3 Mio. Menschen auf der ganzen Welt genauso. 2019 veröffentlichte er sein Debütalbum „Ode to a Friend„ und setzte damit, wenn auch ein melancholisches, Ausrufezeichen bei Fans und Kritiker*innen gleichermaßen. Kurze Zeit nach Albumrelease ging er u.a. mit Passenger, Wild Rivers oder Luke Sital-Singh auf Tour. Im Jahr 2021 folgte dann mit „Motivational Speaking„ sein zweites Album, mit dem er sowohl all diejenigen, die seiner Musik sowieso schon verfallen waren, aber auch die, denen Old Sea Brigade bisher noch kein Begriff hat, abgeholt hat.
Mit dem nun dritten Album (guter Schnitt für eine Zeitspanne von drei Jahren, oder?) meldet sich Ben jetzt also zurück. Entstanden ist es jedoch nicht in seinem gewohnten Studio in Nashville – und zwar ganz bewusst. Er wollte sich genau davon entfernen, um als Old Sea Brigade eine neue Perspektive auf das Leben zu gewinnen. Also schloss er sich mit samt seinen Produzenten in einer Waldhütte außerhalb von Asheville, North Carolina ein. Dort bauten sie ihr provisorisches Studio im oberen Stockwerk auf – was ihnen dank der direkten Sicht auf die Blue Ridge Mountains zusätzlich Inspiration geben sollte. Herausgekommen ist ein Album, das zum Mitsingen verleitet. Eins, das morgens eine Tasse Kaffee trinkt und sich freut, den Tag nicht verschlafen zu haben. Old Sea Brigadeist erwachsen geworden und zelebriert das mit Synths, Gitarren und Fanfaren. Ein Album, das ihr euch unbedingt anhören solltet, falls ihr das noch nicht getan habt. Ihr werdet eine gute Zeit haben, versprochen!
Apropos „gute Zeit“. Eine besonders gute Zeit werdet ihr dann auch haben, wenn ihr Old Sea Brigade auf einem seiner Deutschland-Konzerte besucht. Holt eure Kalender(app) raus und notiert die folgenden Dates:
Wir freuen uns schon sehr auf diese Tour – und zum Glück ist das ja auch gar nicht mehr so lange hin. Die Zeit bis dahin können wir uns ja einfach mit „5am Paradise“ versüßen, was meint ihr?
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2022 hat viel bewegt, es ist so viel passiert. Es ist der dritte Jahresrückblick post 2019, das dritte Mal Reflektieren über diese Missstände der Welt, die wir alle so viel extremer wahrnehmen – oder die extremer geworden sind? Seit Jahrzehnten herrscht Krieg auf der Welt, doch er war noch nie so nah. Es werden seit Jahrzehnten Menschenrechtsverletzungen auf der ganzen Welt begangen, doch selten stemmt sich ein halbes Volk gegen die tödliche Diktatur eines Menschenrechtsverletzers. Es haben sich auch noch nie Klimaaktivist*innen auf die Straße kleben müssen. Und wie fühlt sich die Inflation für euch an? Mietet ihr noch oder solidarisiert ihr euch mit Disarstars Aufruf nach einem Schutzraum für Menschen, die auf der Straßen leben müssen? Und habt ihr Tickets für die Tour eurer Lieblingsnewcomer*in gekauft oder um abgesagte Konzerte getrauert?
Point being: 2022 war ein sehr bescheidenes Jahr. Aber wann immer alles in der Welt den Bach runter geht, wisst ihr, auf was da immer Verlass ist so wie das Amen in der katholischen Kirche, die erst dieses Jahr ihre Verjährungsfrist auf Sexualverbrechen aufgehoben hat? Musik. Und was dieses Jahr an Musik rauskam, das mussten wir erstmal ein wenig sammeln. OG Keemo’s Album zum Beispiel, das kam am 02. Januar. Das war dieses Jahr?! Solche Momente hatten wir oft und sind zurückblickend doch sehr dankbar über jeden Song und jedes Album, das uns durch die Wochen und Monate gebracht hat.
Und all diese Songs haben wir euch in eine Playlist zusammengefasst! (Genau genommen war das unmöglich und wir haben persönliche Jahresrückblicke verfasst mit persönlich liebevoll gestickten best of-Playlisten.) Von Harry Styles und TEMMIS über FKA twigs und Elena Steri – hier könnt hier hoffentlich viele Songs wiederfinden, die euch 2022 auch vom Hocker gefegt haben, und neue direkt dazu entdecken! We did a lot of overthinking for this one so we do hope you like it:
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Normalerweise nehmen wir uns hier auch immer noch ne Minute, um wirklich das ganze Jahr kurz Revue passieren zu lassen. Die musikalischen Höhepunkte, die Songs, die uns aus dem Nichts erwischt haben, die tollen Künstler*innen und Bands, die wir entdeckt haben. Das halten wir jetzt aber ein wenig kürzer. Uns geht’s ehrlich gesagt wie vielen von euch und wir brauchen nach diesem rasanten und turbulenten Jahr kurz mal Pause. Deshalb weniger Worte, sondern mehr Musik. Die Playlist ist ein kleiner großer runder Pool geworden und wenn ihr unsere New Release Playlist ab und zu hört, wisst ihr ungefähr was ihr darin findet werdet: grandiosen Pop, fetzigen Punk, dröhnende Neue Neue Deutsche Welle, schwebenden Indie in all seinen Formen, hier und da eine Prise Soul, Hip Hop und Rap und versteckt auch der zerbrechliche Herzschmerz unserer liebsten Singer-Songwriter*innen.
Wer aber Worte mag: ihr könnt, das empfehlen wir auch ganz objektiv, die Jahresrückblicke aller unserer liebsten und coolsten Redaktionsmitglieder lesen. Hier für euch verlinkt.
Wir legen uns jetzt in den Feiertags-Kühlschrank, damit wir uns nächstes Jahr „in aller Frische“ wiedersehen. Unsere Hoffnungen für 2023 sind gerade noch gemäßigt, aber auf die Musik freuen wir uns jetzt schon.
Es ist inzwischen schon das dritte Mal, dass wir (Jule und Anna) uns in einem geteilten Google Doc zusammensetzen, um über die Künstler*innen und Bands zu philosophieren, die die Musiklandschaft des nächsten Jahres verändern werden. Wenn wir uns so unsere artists to watch-Auswahl aus dem letzten Jahr angucken (Novaa, Schmyt, Paula Hartmann, Edwin Rosen, …) und die aus dem Jahr davor (Arlo Parks, Betterov, Mele, Anaïs, …) dann sind wir mit unserem Bauchgefühl doch ganz zufrieden. Manche haben uns mit neuer Musik zwar ein wenig länger warten lassen als erhofft (@ Betterov, looking at you here), andere könnten auch noch nochmal aufgenommen werden (@ Mele, bald reißt du alles ab). Sie sind alle ein absoluter Geheimtipp für eure privaten Playlisten und die eures Freundeskreises.
2022 war auch wieder ein Jahr, in dem wir – obwohl so grauenvoll durchwachsen – viele neue Künstler*innen und Bands entdeckt und in unsere Herzen geschlossen haben. Und ihr habt in diesem Jahr hoffentlich auch viel neue Musik über uns finden können! Vor zwei Jahren, als wir dieses süße Magazin hier gegründet haben, war nämlich genau das unsere Prämisse: Wir wollten Musik teilen, die wir gut finden. Ob groß, ob klein, egal welches Genre, Hauptsache gut. Dass wir alles, was wir finden, inzwischen schon mit so vielen Leuten teilen dürfen, ist ein absolutes Privileg und wir werden immer noch ab und zu emotional darüber. Aber es ist bald Weihnachten, also können wir da schon nochmal Danke sagen! <3
Doch genug rum-gefühls-duseliert, ihr seid hier! Genau wie all die brillanten Künstler*innen, die darauf warten, von uns und euch gehört zu werden. Und diese 10 Artists hier könnten 2023 einen großen Schritt in ihrer Karriere weiterkommen – jedenfalls haben wir das so im Gefühl und wünschen uns es sehr.
(Hier klicken, um unsere artists to watch 2023 parallel zu hören.)
Brockhoff
Unser erster und somit auch diese Liste anführender musikalischer Geheimtipp für 2023 ist Brockhoff. Dabei ist Brockhoff nicht, wie das erste Google-Ergebnis anzeigt, der “größte lokale Gewerbemakler in Deutschland”, sondern empowernder Indie-Garagen-Rockder Hamburgerin Lina Brockhoff. Ihre Debüt-EP “Sharks” hat nicht nur uns aufblicken lassen, sondern hat sie wie in einem kleinen Wirbelsturm vom Tempelhofer Sounds bis hin zum Reeperbahn-Festival getragen. Überall war ihr Namezu hören – und das zu Recht! Wir haben sie für euch im Juni schon mal im Interview gehabt, in dem ihr auch mehr darüber erfahren könnt, wieso FLINTA* Präsenz auf Festivals und im ganzen Rock-Kosmos so wichtig ist. Brockhoff ist für uns auf jeden Fall ein safe bet, genau diesen Kosmos in Deutschland um so einiges zu erweitern. Nächstes Jahr geht sie auf ihre erste Tour, veröffentlicht noch mehr Musik und bringt neben Größen wie beadbadobee, Holly Humberstone oder Snail Mail endlich mehr Frauenpower im Indie-Rock-Game. 2022 war der Start, nächstes Jahr geht’s weiter. Wir können es kaum erwarten.
Sharktank
Kommen wir zu einer unserer Herzenbands aus Österreich, die ihr wahrscheinlich (hoffentlich?) alle schon auf dem Schirm habt: Sharktank. Mit ihrem Debütalbum “Get It Done” haben sie sich 2021 in einer Nische etabliert, die auf die sehr coole Genre-Einordnung “HipHop meets Indie” hört – oder so ähnlich. Müssten wir es beschreiben, würden wir sagen: „Sharktank? Die hören sich an, als hätten sich zwei aufbrausende Liebesaffären ineinander verloren und ein Baby gezeugt, das mit Feel-Good-Vibes, leichtlebigen Indiegitarren und gesellschaftskritisch englischsprachigen Rap daherkommt“. Anhand der Beschreibung merkt ihr vielleicht: wir sind Fan. Aber wie auch nicht? Die musikalischen Hintergründe der Band bewegen sich in derselben Bubble wie Oehl, Leyya und Bilderbuch – die österreichische Elite des Newcomer-Indie-Pops sozusagen. Das Motto der Band: Musik machen, weil es Spaß macht. Und das hört man! Sharktanks Musik ist an den richtigen Momenten lässig, frei, geballt, komplex und dann wieder leicht, schön und einfach nur cool. Für 2023 ist ihr zweites Album angekündigt und das ist für uns ein großer Grund zu sagen: hört euch das an! Es könnte sich durchaus zu einem musikalischen Highlight des nächsten Jahres mausern.
TEMMIS
Es wäre ein kleiner Skandal, würden wir TEMMIS nicht mit in diese Liste aufnehmen. Die Newcomer-Band aus Tübingen, die mittlerweile Hamburg-based ist, ist der Beweis dafür, wie wahnsinnig cool deutsche Musik sein kann – vor allem, wenn sie fast mehr zufällig entstanden ist. Hier das Rezept: Post-Punk meets New-Wave meets tiefgehende-Ratlosigkeit-einer-Generation. Das und die richtige Prise “fuck it, wir versuchen das einfach mal” ergibt diese Wundertüte, die auf den Namen TEMMIS hört und sehr, sehr wahrscheinlich 2023 einmal alles komplett durchrütteln wird. Den Anfang haben sie dieses Jahr mit ihren EPs “Wenn du da bist” und “Klinge” gemacht, und wenn sogar Casper sie auf sein renommiertes Zurück Zu Hause-Festival in Bielefeld einlädt, dann hat er da schon den richtigen Riecher. Im Umfeld von Edwin Rosen, Flawless Issues und Max Rieger (Die Nerven) werden TEMMIS das Game der neuen neuen deutschen Welle maßgeblich beeinflussen – und eventuell werden wir sie dafür Anfang Januar in einem Interview mal zu ausquetschen! Stay tuned also.
Dilla
Und wenn wir schon bei „stay tuned“ sind, richten wir unser Augenmerk direkt weiter zu Dilla. Seit 2021 veröffentlicht die in Berlin lebende Münchnerin ihre Songs und hat mit „photosynthese“ oder zuletzt mit dem futurebae-Feature „Sektfrühstück“ für extrem gute Stimmung in unseren Ohren gesorgt und es mit „Avenue“ vor einigen Wochen auch auf das Cover unserer new untold releases-Playlist geschafft. Die Sängerin, Produzentin und Songwriterin trifft mit ihren Hyperpop-Techno-Beats einfach genau den musikalischen Gute-Laune-Punkt, der uns in den letzten Jahren gefehlt hat. Fleißige Festival-Besucher*innen konnten in diesem Jahr schon auf so einigen Bühnen des Landes mit Dilla feiern – und im März 2023 geht es für sie dann auf große Headliner-Tour. Ihre Songs leben von massiven Augenzwinkern (“klingt billig und ist auch einfach nicht so gut”, sagt ihre Spotify-Bio), ihre Lyrics sorgen gerne für Lacher und all das, obwohl sie in ihrer Musik durchaus die tiefgründigen Themen unserer Generation aufgreift. Klingt für uns nach einer nahezu perfekten Kombination und einem erfolgreichen Musikjahr 2023 für Dilla.
ENNIO
Eine extrem steile Kurve legt derzeit auch ENNIO hin – Ende absolut nicht in Sicht. Seit gerade einmal knapp einem Jahr veröffentlicht der Münchner, der sich vorher als Emotional Club einen Namen gemacht hat, seine Musik und trotzdem kommt seine im März 2022 erschienene zweite Single „Kippe“ schon auf unfassbare 5,6 Mio. Streams. Das ganze Jahr über hat er sich z.B. als Support für Provinz und MAJAN und verschiedensten Festivals in die Herzen seiner Fans gespielt und wurde völlig verdient nicht selten als einer der spannendsten Newcomer*innen aufgezählt. Am 02.12.2022 veröffentlichte er sein Debütalbum „Nirvana“ und spätestens seitdem gibt es wirklich kein Halten mehr. Aktuell ist ENNIO mit diesem Album auf hochverlegter und trotzdem ausverkaufter Tour. Mit seiner Bandbreite an musikalischer Raffinesse und Vielfalt hat er bei allen Indie-Fans einen Nerv getroffen und bereichert unsere heißgeliebte Bubble, als wäre er einfach schon immer da gewesen. Sein Kalender für nächstes Jahr ist auch schon massig gefüllt, so dass ein Vorbeikommen an ihm quasi ausgeschlossen ist. Wenn 2023 also so weitergeht, wie 2022 endet, dann wird das für ENNIO ein krasses Jahr.
Hazlett
Ein weiterer Künstler, den wir euch für 2023 ans Herz legen wollen, ist Hazlett. Der in Stockholm lebende Australier dürfte euch als Teil des wunderbaren Line Ups derAcoustics Concerts 2022 bekannt sein – und vielleicht hat sich eine Person unserer Redaktion dabei so sehr in seine Musik verliebt, dass er laut Spotify Wrapped ihr beliebtester Künstler 2022 war. Seit 2019 veröffentlicht er seine eigene Musik, nachdem er vorher als Ghostwriter lieber anderen Artists das Spotlight überlassen hat. Hazlett verarbeitet in seinen Folkpop-Songs seine intimsten Gedanken, wunden Punkte und Schmerzen und glänzt dabei mit ungeschönter Ehrlichkeit. Und dabei verpackt er seine Gefühle und Erlebnisse in wunderschöner Poesie und Melancholie. Wir fühlen also mit allen, bei denen er und seine Stimme in Songs wie „Everybody Hates Me“ oder „My Skin“ (oder allen anderen) eine Million Emotionen hervorruft. In diesem Jahr hat er die Side A seines im nächsten Jahr erscheinenden Debütalbums veröffentlicht. Und bis dahin versuchen wir einfach, emotional etwas stabiler zu werden, um uns dann aber doch wieder von Hazlett mitreißen zu lassen.
Willow Parlo
Und wenn ihr euch schon emotional mitreißen lasst, könnt ihr hiermit direkt weitermachen. Vier Songs auf einer EP hat die Hamburger Dream-Pop-Band Willow Parlo bisher veröffentlicht, alle in diesem Jahr, mit dem unsagbar wunderschön-verträumten „Silver Screens“ als Debütsingle. Und wir sind begeistert! Ein wenig verliebt. Und absolut überzeugt, dass was auch immer da nächstes Jahr kommen mag, wir möchten es sehen – und hören. Mit sehr viel Fingerspitzengefühl schaffen Willow Parlo akustische Melodien, die so kraftvoll nach vorne gehen, dass wir uns beim Zuhören fast ein wenig verlieren. Die self-titled Debüt-EP der Hamburger*innen ist nur ein Vorbote für eine vielversprechende Musikkarriere, die wir sehr gerne ab jetzt schon gespannt verfolgen. Es ist der zugegeben kleinste Geheimtipp auf dieser Liste, aber vielleicht gerade deswegen so besonders.
Blush Always
Wenn ihr aus Kiel kommt oder aber große Fans der Leoniden seid, dann dürfte euch Blush Always kein Fremdbegriff sein. Erst vor ein paar Monaten hat sie Support in der Columbiahalle in Berlin für die Band gespielt und alle waren – zu Recht – völlig begeistert. Indie-Rock hat Zukunft! Das haben wir so empfunden, als wir sie live in genau dieser großen Halle gesehen haben und als sie ihr Debütalbum “You Deserve Romance” für den 03.02.2023 (das ist ein schönes Datum) angekündigt hat. Die EP “Postpone” kam dieses Jahr schon raus und setzt auch ganz gut den Ton für die musikalische Einordnung. Geballte Hook-Kraft nach vorne wird mit persönlich berührenden Themen gebündelt, dann kommen da noch grungige Gitarren á la Snail Mail, Paramore oder Soccer Mommy dazu und schon hat man einen sehr soliden Newcomerinnen-Tipp aus Norddeutschland, bereit sich beständig und mit einem gewissen Überraschungsmoment sich in der Indie-Rock Szene zu etablieren. And we’re here for that.
Zimmer90
Eine Band, die wir schon länger auf dem Schirm und bei der wir im Gefühl haben, dass sie 2023 einen noch größeren Sprung machen werden, ist Zimmer90. Seit 2018 veröffentlichen die drei Jungs aus Stuttgart gemeinsam Musik und haben dann 2021 mit ihrer Debüt-EP „Fall Back“ das erste große Ausrufezeichen gesetzt. Ihr Mix aus Indie und Electro-Pop strotzt nur so vor Vielfältigkeit, hat aber trotzdem – vielleicht auch durch die unverkennbare Stimme des Sänger Joscha – einen unfassbaren Wiedererkennungswert. Wir hatten sie im Sommer 2021 auch schon mal im Interview, das könnt ihr euch an dieser Stelle gerne noch einmal durchlesen. Für Januar 2023 haben Zimmer90 ihre neue EP „Spaces“ angekündigt und nutzen die, um 2023 fett auf Tour zu gehen – 12 Städte im Frühjahr und dann nochmal 13 Städte im Herbst. Das klingt doch ganz danach, dass die Band sich ordentlich was vorgenommen hat. Und wir freuen uns tierisch, sie bei diesem wilden Ride begleiten zu können und sind uns sicher, dass die Sterne für Zimmer90 dafür ganz besonders gut stehen.
Nils Keppel
Zu guter Letzt wollen wir einmal ganz im Speziellen den imaginären Hut vor all den erstaunlichen Acts ziehen, die wir dieses Jahr im Rahmen der neuen neuen deutschen Welle entdeckt haben. Wir haben mit unserer new wave universe-Playlist dem Ganzen dieses Jahr schon zwei Mal sehr ausführlich unsere tief sitzende Begeisterung ausgesprochen. Seitdem beobachten wir ununterbrochen fasziniert, wie sich diese Szene gerade aufbaut, verändert, wächst. Mit Nils Keppel haben wir am Ende unserer artists to watch 2023-Liste jemanden aus genau dieser Szene gepackt. Den aus der Pfalz stammenden Künstler durften wir schon auf dem KiezKultur-Festival in Hannover kennenlernen, und ganz im engen Umfeld von auch TEMMISbefindend können wir euch sagen: merkt euch diesen Namen. Meist bleibt so ein Mythos um Künstler*innen nicht lange erhalten (Nils gibt auch noch keine Interviews), deshalb genießt mit uns die ein wenig nervenaufreibende Spannung vor dem “break”. Denn ob ein berauschendes Feiern auf dunklen Beats oder ein melancholisches Nachdenken auf kollabierenden Synth-Klängen, all das und mehr gibt uns Nils Keppel schon jetzt. Und wir können kaum erwarten, was 2023 hält.
Und damit haben wir sie! Unsere 10 artists to watch 2023: Brockhoff, Sharktank, TEMMIS, Dilla, ENNIO, Hazlett, Willow Parlo, Blush Always, Zimmer90 und Nils Keppel. Vielleicht wird 2023 genau ihr Jahr. So oder so lohnt es sich, sie für eure Musikempfehlungen und Playlisten im Auge zu behalten. Wir tun’s auf jeden Fall.
Hier könnt ihr euch unsere artists to watch 2023 noch einmal gesammelt anhören, viel Spaß!
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Wie spannend kann Female Rap sein? Seeeeeeeeehr!! Das beweist uns unsere heutige Konzertpräsentation. Denn wir laden euch ein zum Konzert von Shygirl am kommenden Dienstag, den 06. Dezember 2022 im Astra Kulturhaus. Die britische Künstlerin hält auf ihrer World Tour in nur 5 europäischen Städten und Berlin gehört glücklicherweise dazu! Bevor also der Hype um die unglaubliche versatile Künstler*in zu groß wird, um Tickets zu bekommen, schlagt noch schnell zu über unsere Ticketverlinkung!
Es ist irgendwie immer das Gleiche: Das Essen ist scheiße, aber die Musik unglaublich gut. Während die USA immer besser darin wird, massenweise weichgespülten Hip Hop durch die Radios zu schleusen, bringt Großbritannien, insbesondere London, immer wieder spannende musikalische Projekte hervor (Ed Sheeran ausgenommen). Shygirls erste Singles umspielten ganz intuitiv dem sich allmählich etablierenden Hyperpop. Doch auf dem zuletzt erschienenen Album „Nymph“ zeigt die Sängerin und Rapperin ihre Vielfältigkeit. Alles ist möglich und nichts klingt erzwungen! Die Leichtigkeit mit der Shygirl ihre Stimme butterweich über die genre-bending Instrumentals legt, macht unglaublich viel Spaß! Zudem umgibt die Britin eine unglaublich spannende Künstlerpersönlichkeit, die sekundenweise mit veralteten Stereotypen bricht. Ach, es ist eigentlich ganz leicht: Holt euch Tickets und genießt mir euren eigenen Ohren und Augen!
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Verfolgt Shygirl auf all ihren Socials wie zum Beispiel Instagram oder Spotify und denkt daran euch Tickets für das Konzert am 06.12.22 zu holen. Noch ist der Hype überschaubar und die Ticketpreise moderat.
Nicht lang schnacken, kauft Shygirl Karten!
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NEMESIS ist ein frisches Kollektiv aus Berlin. Aber nicht nur irgendeins, sondern ein fe*male collective. So wie der Name schon sagt, finden wir hier geballte FLINTA-Power, die ihren Schwerpunkt auf genau diese Artists aus der deutschen New Wave Szene legen.
“NEMESIS will fe*male Artists miteinander verbinden und einen Raum schaffen, in welchem sich Musikerinnen über Erfahrungen austauschen und gegenseitig supporten können”
Das Kollektiv will sich bewusst gegen das existierende Konkurrenz-Denken in der Branche stellen und es Künstler:innen ermöglichen, sich in einem dahingehend geschützten Raum zu präsentieren.
“NEMESIS möchte einander ermutigen, musikalische und künstlerische Visionen umsetzen, sich dabei gegenseitig unterstützen und Sichtbarkeit für Talente schaffen. Das soll vor allem auch abseits von Social Media geschehen. Wir möchten einen Safe Space kreieren, in welchem eine kleine Community zusammenwächst”, ist Teil ihrer Vision.
Seit Monaten befinden wir uns in dem Hype der deutschen New Wave-Szene, FLINTA-Künstler:innen fanden bislang jedoch nur wenig Aufmerksamkeit auf diversen social media und analogen Plattformen. Das soll und muss sich ändern!
Wir freuen uns somit umso mehr, die Debüt-Veranstaltung von NEMESIS am Samstag, den 03.12.2022 im Humboldthain in Berlin präsentieren zu dürfen.
Bis Samstag gekommen ist, hört doch mal bei allen Artists rein!
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*Durch das Sternchen zwischen „fe“ und „male“ wird ein Raum sichtbar, in dem sich Menschen, die sich nicht den binären Geschlechtern zugeordnet fühlen einordnen können.
Am 26.11.2022 ist es endlich wieder so weit: Nach 3 Jahren findet das ALL ROOMS Festival wieder statt – und wir freuen uns sehr, euch dieses Festival auch in diesem Jahr präsentieren zu dürfen. Im Berliner Cassiopeia öffnen sich nämlich die Türen für (sage und schreibe) sechs Artists, die ihr alle an einem Abend live und hautnah erleben könnt. Mit dabei sind TUYS, Flora Falls, BUBE, Jupiter Flynn, SKUPPIN und NOTH. Alle Infos und Tickets für das Festival findet ihr hier.
Zugegeben, die drei Jahre Pause des ALL ROOMS Festivals waren mehr eine Zwangs- als Erholungspause. Aber Schwamm drüber. Dafür wird in diesem Jahr einfach dreimal so doll gefeiert, oder? Denn wann erlebt man schon mal sechs großartige Künstler*innen an einem Abend, ohne 6x die Location wechseln zu müssen? Eben, fast nie. Am 26.11.2022 haben wir aber alle die Chance, genau das zu erleben. Ein Abend, eine Location. Und eben sechs Artists, die wir euch hier einmal kurz vorstellen wollen:
TUYS (LU/DE)
Foto: Pit Reding
Zwischen energiegeladenen Liveshows und kinematographischen Videos formen TUYS eine ansteckende Mischung aus künstlerischer Raffinesse und Pop-Hooks. Die Band wurde 2007 von Grundschulfreund*innen in Luxemburg gegründet und ist nach wie vor ihr Lebensprojekt – mit neuer Basis in Berlin. Sie schreiben treibenden Art-Rock und gefühlvollen Psych-Pop mit klirrenden Gitarren, Synthesizern und vielschichtigen Vocals. Sie haben schon The 1975, Everything Everything, Imagine Dragons, Thirty Seconds to Mars und The Kooks supportet und auf Festivals wie dem MS Dockville, The Great Escape und dem Reeperbahn Festival gespielt. Das neue Album “Reality Management Ltd.“ veröffentlichen TUYS im Laufe der nächsten Monate in insgesamt sechs Teilen und das sogar samt Kurzfilm.
Flora Falls (CAN/AUS)
Foto: Petra Valdimarsdóttir
Der Grundstein für Flora Falls wurde 2019 gelegt, als sich Singer-Songwriterin Brea Robertson und Folk Road Show-Mitglied Dominique Fricot bei einer Open Stage in Berlin trafen und dabei eine Songwriting-Session planten, die den Grundstein für das legte, was bald zu zu Flora Falls wurde. Ihre Songs enthüllen Herzensangelegenheiten, ihre fesselnden Harmonien und ehrlichen Texte wecken nostalgische Gefühle, während sie die Hörer*innen auf eine Reise durch Erinnerungen, Liebe und Sehnsucht mitnehmen. Mit einem Sound, der an Künstler wie Angus and Julia Stone und The Civil Wars erinnert, versteckt sich Flora Falls nicht hinter Produktionsschichten. Ihr Folk-Sound ist roh und minimalistisch und unterstreicht ihre Ehrlich- und Verletzlichkeit.
BUBE (DE)
Foto: Flor Rajo
BUBE geben nicht viel auf feste Wohnorte, sie sind lieber auf Tour. Verhältnismäßig oft werden sie aber in Berlin und Leipzig gesichtet. Irgendwo zwischen Indie, Funk und Disco und lateinamerikanischen Rhythmen findet die vierköpfige Band dort ihren markanten Sound. Dazu mehrstimmige Gesänge, prickelnde Texte und unter allem ein Beat, der wirklich niemanden still stehen lässt. Während ihre Musik Anleihen an dem Funk und Soul der 70er und 80er nimmt, ist ihre Einstellung in den Texten alles andere als rückwärts gewandt. Vieles dreht sich bei BUBE um Love. Dabei ist es nicht immer nur die zwischenmenschliche Liebe, sondern vielmehr die Liebe zum Leben und der unbedingte Wille, alles in vollen Zügen zu genießen. Lebenslust in Zeiten der Apokalypse, ein beständiges Ja gegen die vielen Neins dieser Zeit.
Jupiter Flynn (DE)
Foto: Leander Stöckl
Jupiter Flynn ist Singer-Songwriterin, geboren in Amsterdam hat sie aber auch schon in New York, Tokio oder Sydney gelebt. Erste musikalische Erfahrungen macht sie, als sie sich die Titelmelodie ihrer Lieblings-Cartoon-Serie „Adventure Time“ auf der Ukulele beibringt. Später schreibt sie Lieder, um persönliche Krisen wie das Verschwinden einer Freundin oder das erste gebrochene Herz zu bewältigen. Jupiter Flynn Kompositionen sind von einer zerbrechlichen, leichtfüßigen Indie-Pop-Qualität, während ihre heisere Stimme und die dunklen Coming-of-Age-Texte einen starken Gegenpol bilden, der ihr eine fesselnde Tiefe verleiht. Ihr gerade erschienenes Debütalbum „moon“ hat sie mit dem Produzenten Pola Roy (Wir Sind Helden) in Berlin aufgenommen.
SKUPPIN (DE)
Foto: Christian Tung Anh Nopper
Der Chemnitzer Musiker SKUPPIN widmet sich in seiner Musik düsterer Romantik, lässt sich mit seinem Synth-Pop unter anderem von Depeche Mode inspirieren und passt damit insgesamt bestens in die heißgeliebte Kategorie Neue Neue Deutsche Welle. Hinter dem geheimnisvollen Sound aus traumhaften Synths, sanfter Melancholie und purer Leidenschaft stecken persönliche Geschichten vom Lieben und Scheitern. SKUPPIN verzaubert seine Zuhörer*innen dabei mit seiner sanften, beunruhigend ruhiger Stimme. Erst im Oktober 2021 hat er seine Debüt-EP „Neue Romantik“ veröffentlicht, aber schon am 25.11.2022 erscheint mit „Garten Eden“ seine nunmehr zweite EP, in der er auf intimste Art und Weise die Schönheit und Begierde besingt, die mit dem vermeintlichen Paradies einhergeht.
NOTH (DE)
Foto: Rebecca Krämer
Die Band NOTH hat zwei geniale Köpfe: Linus Kleinlosen und Luis Schwamm. Kaum haben die beiden sich im Jahr 2020 kennengelernt, lernen sie auch Arndt kennen und beginnen simultan seine Geschichte zu vertonen. Der Ausgang ist ungewiss: biografisches Musical oder gesungene Biografie, Charakter- oder Milieustudie, psychotische Office-Operette oder akustische Road-Novel? Versuchen das rauszufinden kann man auf ihrem Debüt-Konzeptalbum „Die Wahrheit über Arndt„, das in diesem Jahr erschienen ist. Mit einer musikalischen Untermalung zwischen Folk, Avantgarde-Pop und Jazz sind NOTH auf jeden Fall nicht nur etwas für Literaturnerds, sondern auch für Liebhaber*innen gut durchdachter musikalischer Arrangements.
Jetzt habt ihr die zauberhaften Künstler*innen also ein bisschen kennenlernen dürfen. Und ihr wisst, dass ihr sie alle am 26.11.2022 live in Berlin beim ALL ROOMS Festival erleben könnt. Der Fahrtplan ist also klar, wir sehen uns. Fehlt eigentlich nur noch ein gut drappierter Ticketlink, oder? Kein Problem:
Wenn mir im Sommer die Sonne erbarmungslos auf den Kopf ballert, brauche ich Pommes rot-weiß im Prinzenbad, kaltes Gösser auf der Bank vor meinem Späti und neue Nikes – dann kann Sommer sein und dann bin ich bereit. Natürlich muss das alles auch von einem angemessenen Soundtrack unterlegt werden, denn jeder Sommer ist ja „the summer of my life“. Und ob nun Yaya Beyoder Ravyn Lenae, gute Musik gibt es auch in diesem Jahr für diese Momente. Allerdings halten sich die „The Sun is shining, the weather is sweet“-Yeahs nur solange, bis sich der erste Sonnenbrand auf der eigenen Gefühlswelt zeigt – und der kommt meistens sehr schnell. Spätestens im Juli schon schmecken die Frites pappig, das Radler ist zu süß und die Sneakers riechen irgendwie dann doch nur nach billigem Plastik, dessen Geruch mich an Bilder von brennenden Fabriken in Bangladesch erinnern. Die Summertime Sadness droppt rein – und in der Playlist läuft nur noch „Cruel Summer“ (Bananarama), „Summertime Sadness“ (Lana Del Rey) und „Moments in Love“ (The Art Of Noise) auf endlos Repeat.
Wobei ich mit dem letzten Song bei Grim104 und seinem 3. Soloalbum angekommen bin. Denn dieser lässt mit dem besagten „Moments of Love“ sein 10-Track starkes „Imperium“ untergehen. Während Testo – die eine Hälfte von Zugezogen Maskulin – sich im Frühjahr mit „Nullerjahre“ durch den deutschen Feuilleton knüppelte und all denen eine Stimme gab, die Kohl und Schröder mundtot machten, arbeitete Grim104 an seiner Dekonstruktion der „Blühenden Landschaften“. Dabei stehen auf „Imperium“ – anders als zuvor – keine wiederbelebten Leichen und „Graue Grafen“ im Mittelpunkt sondern Ü30 Männer und ihre zerfallenden Reiche. Grim104 beleuchtet mittelalte weiße Männer, die dabei zusehen, wie vergessene Limousinen („Honda Legend“) einrosten, veraltete TV-Stars („Bam Margera“) sterben und erarbeitete Statussymbole („Voo Store“) Klassengrenzen dennoch nicht aufbrechen können. Er verhandelt auf „Imperium“ die Frage: Was macht ein „Nischenrap-Überboss“-Star, wenn die Dinge, die ihn prägten, verschwinden und alles, für was sie gestanden haben, bedeutungslos geworden ist? Gibt es für einen mitte-dreißig „Weirdo- Rap CEO“ noch andere, alternative Lebensentwürfe oder bleibt nur die große Midlife- Crisis?
Too Sad to Flex
Potente Selfmade-Storys sind eng mit Rap verbunden. Dieses Genre vereint schillernde „Machertypen“, „Karrierefrauen“ und „Erfolgsmenschen“ und stellt sie im besten Social-Media-Licht dar. An diesen Erzählungen hatten ZM von Beginn an kein Interesse. Konsum-Gehabe diente ihnen immer dazu, aufzuzeigen, dass Menschen bei der Star- bzw. Boss-Transformation auf der Strecke bleiben, arme Fans reiche Stars reicher machen („Fans“) und für Musiker*innen nach dem Rausch nur kalte Asche bleibt („Exit“). Ging es um Status, ging es ihnen dabei auch immer um dessen Reflexion.
Das ist auf „Imperium“ genau so. Sicherlich hat Grim104 immer noch klassische Flex-Momente: „[…] Ey, das ist AMI Paris, mein Parfüm von Diptyque […]“. Diese werden aber in den meisten Fällen nicht stehengelassen sondern eher lustig gebrochen: „[…] Du trägst […] Fishbone – wieso bist du so beliebt? […]“. Auf diese Weise ist sein Album auch kein verstaubter Vortrag aus dem Rosa-Luxemburg-Haus. Er doziert und moralisiert nicht – oder wie es in „Sonnenuntergang“ heißt: „[…] Was denn für mich links ist? Nicht das Suzie Grime-Links. Moralisch-überlegen-passiv-aggressive Instaslide-Links […]“). Vielmehr entwaffnet er sich selbst ehrlich und schonungslos. In „Voo Store“ schreibt er: „[…] Und vielleicht ist auch mein Ringen nach Klasse ein Zeichen dafür, dass ich doch gefangen bin in meiner Klasse […]“. Der Besitz und das Wissen über Upper Class-Symbole führen also nicht nur nicht zum Glück, sie verdeutlichen auch, dass ein Next-Level-Klassenaufstieg faktisch nicht möglich ist. In „Numb“ heißt es dazu: „[…] Alles tut weh, die Jobs, die wir machen, die Schulden, in den wir stecken seit Jahr’n […]“. Oder man muss schmerzlich erfahren, dass da an anderer Stelle deutlich mehr Kapital vorhanden ist: „[…] Wenn ich Yin Kalles Instagrampage auschecke. Wieso haben die mit zwanzig jetzt Geld für Dior? […] Ich kam mir damals mit Fred Perry wie ein Millionaire vor […]“. Das ist treffender Rap über die soziale Undurchlässigkeit in Deutschland. „[…] Kann da noch so viel Jil Sander gegen ankaufen. Im Voo Store seh‘ ich aus wie grad eben verlaufen. Der Preis, er ist hoch für ein Markenschwein sein. Ich geb‘ die Scheine gerne aus, sie bewahren den Schein […].“ Grim104 lässt auf diese Weise das neoliberale Narrativ „Vom Bordstein bis zur Skyline“ im Sand versinken oder – um es in einem anderen sprachlichen Bild auszudrücken – spült es wie ein heftiges Sommergewitter davon. Das ist für mich ernüchternd aber wohltuend.
Rave the Summertime Sadness
Warum „Imperium“ am Ende dann aber doch kein Midlife-Crisis-Totentanz ist, liegt vor allem an der Produktion von Kenji451. Insgesamt bieten die meisten Tracks trappige Hi-Hats und warme Synthie-Sounds, die mal verspielt vor sich hin zwitschern („Numb“), mal euphorisch die Gesangsmelodien begleiten („Abrakadabra“) und mal die ästhetische Chord-Fläche eines Songs bilden („Voo Store“).
Wenn sich Grim104 zurücknimmt und die Musik ohne Rap-Parts durchläuft, fühle ich mich schnell in Momente versetzt, in denen ich etwas matt aber irgendwie glücklich durch eine warme Berliner Sommernacht fahre. Unterstützt wird dieses Gefühl auch durch Grim104s Entscheidung, weitestgehend auf seinen überschlagenden Wut-Rap („Rap.de“ vom ZM) zu verzichten und zum singenden Erzählen („Imperium“) zu wechseln. Die Teenage-Wut ist bei ihm gewichen und so wandelt er sich zu einem desillusionierten Ü30-Texter, dem man jetzt aber irgendwie lieber zuhört – nicht, weil man sich vor unbequemen Wahrheiten verschließt, sondern um Luft zu holen und nachzudenken, wie man diesen weiterhin begegnet. LGoony, einer der wenigen Gaststars auf dem Album, singt an dieser Stelle treffend: „[…] Ich krieg keine Luft, ich kann nicht mehr laufen. Ich brauch eine Pause, lass mich kurz chillen […].“
Wie wichtig diese musikalischen Kurztrip-Retreat-Urlaube für mich sind, wird deutlich, wenn Songs wie „Bam Margera“, „Komm und Sieh“ und „Das Versprechen“ mich mit Themen wie Tod und Vergänglichkeit konfrontieren. Der Sensenmann sorgt bei mir nämlich selten für tropical Vibes. Hinzu kommt, dass die angesprochenen Tracks von tiefen Synthie-Bässen musikalisch untermalt werden. Die Bassheads unter den Hörer*innen wird es freuen.
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Die größte musikalische Überraschung bietet der Track „Ü30 Männer im Club“ (feat. Kaiii). Hier stolpert Grim104 mit seinen Rap-Parts einem housigen Disco-Song hinterher. Gehetzt und aber nie wirklich cool, versucht er in der Musik anzukommen, ohne es wirklich zu schaffen. Das irritiert beim ersten Hördurchgang, macht beim zweiten aber schon wieder Sinn, da es die Deplatziertheit des Lyrischen Ichs im Club exakt musikalisch widerspiegelt. Sicherlich sollte die Tanzkultur grundsätzlich einen freien Raum für jede/ jeden anbieten und frei von Ageshaming sein. Grim104 stellt hier aber eine Figur aus, die weniger unbeholfen als viel mehr unangenehm ist. Das zeigt auch das Ende des Tracks:
»Ich kann mir ein Taxi leisten und besoffen was zu Essen, ihr müsst auf den Nachtbus warten und kriegt nachher hoffentlich noch richtig auf die Fresse«
Aus diesem Grund gelingt es Grim104, aus einer untighten House-Nummer ein Statement zu machen. Weißer Rap hat in einem Genre der Black Community so wenig zu suchen, wie ein besoffener, reicher und gehässiger Ü30 Mann auf einer Party.
Eine Alternative für Weirdo-Rap CEOs
Rap-Musik steht in der Regel für Gegenwärtiges. Futuristische Versionen – ob nun textliche oder musikalische – werden eher in anderen Genre verhandelt. Sicherlich gibt es Ausnahmen wie Missy Elliott und Zebra Katz, der Großteil der Künstler*innen arbeitet sich aber am Hier und Jetzt ab.
Das ist auf „Imperium“ auch nicht anders – fast jedenfalls. Bereits auf dem letzten ZM-Album wurde die Frage aufgemacht, was für einen Musikerbleibt, wenn man „[…] alles schon erzählt […] [und] bei Rock am Ring gespielt [hat]“ („Exit“). Den Strang nimmt Grim104 wieder auf und überrascht mit einem neuen Motiv. Gleich im ersten Song „Abrakadabra“ wird es mit dem Vers eingeführt: „[…] Ich bin ein Blatt, getragen vom Wind, wo trägt’s mich hin? Trägt es mir in meine Arme ein Kind? […]“. Der „Weirdo-Rap CEO“ („Voo Store“) setzt sich zaghaft mit dem möglichen Vatersein auseinander. Das ist für Deutschrap neu.
Tatsächlich gibt es Musiker wie Sido, die über ihre Vaterschaft rappen. Dabei geht es aber immer schon darum, dass man Verantwortung für ein bereits lebendes Kind hat. Die Möglichkeit Vater zu werden, wird im Rap dagegen nie als Alternative zur Sinnfrage des Lebens aufgemacht. Grim104 versucht sich hieran, ohne dabei aber unglaubwürdig und pathetisch zu werden. Vielmehr spielt er verschiedene Szenarien durch und reflektiert deren Wirkung auf sich. In „Sonnenuntergang“ schreibt er: „[…] Ich bin […] eines Tages sicher Vater eines Kindes, das mich fragen wird, was denn für mich links ist […]?“. Die omnipräsente Summertime Sadness kann er damit auf „Imperium“ auch nicht vertreiben. Er schafft aber einen Grundton, der die Hörer*innen hoffen lässt, dass es nach dem Sommer noch etwas gibt, worauf man sich freuen kann. Der brennende Horizont – so auf dem Cover zum Album zu sehen – wartet vielleicht doch mit etwas Schönem auf.
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Wir haben heute einen ganz besonderen und besonders intimen Artikel für euch: Moritz Ley teilt exklusiv und sehr detailiert in Logbucheinträgen den zweijährigen Entstehungsprozess seiner am 16.09.2022 erschienenen Debüt-EP „Emotionale Amnesie“.Solch tiefe Einblicke in die Arbeit von Künstler*innen erhält man ja eher selten. Deshalb wollen wir hier auch gar nicht lange schnacken und wünschen euch daher einfach nur viel Spaß mit dem nachfolgenden Text. Vielen Dank fürs Teilen, Moritz! 💚
Mein Name ist Moritz Ley und ich bin Sänger und Gitarrist aus Hamburg. Das sind die Fakten – alles Weitere ist mir auch nicht immer ganz klar. Über die letzten zwei Jahre habe ich eine EP geschrieben und in meinem WG-Zimmer aufgenommen und produziert. Sie heißt „Emotionale Amnesie“ und stromert von verträumten Synthesizerlandschaften über funkige Gitarren hin zu einfühlsamen Tracks mit ehrlichen Texten. Für diesen Beitrag bei untoldency darf ich euch mit auf die Reise nehmen, die in meiner Debüt-Platte kulminierte. Dazu kommen hier ein paar retroperspektivische Logbucheinträge – enjoy.
Logbucheintrag No. 1 – September 2020 Stage: Songwriting I
Ich ziehe aus meiner Heimat Hamburg weg nach Osnabrück, um dort am Institut für Musik Gitarre, Gesang und Musikproduktion zu studieren. Zuvor habe ich in Hamburg ein Jahr an einer Musikschule gearbeitet, um über die Runden zu kommen. Der Umzug ist bitter nötig, um aus den altbekannten Strukturen in Hamburg auszubrechen – jedoch ist er nicht optimal getimed. Ein harter Winter im Lockdown steht bevor, alles und jede*r sind mir fremd in der neuen Stadt. Ich habe Probleme, mich gegenüber den Menschen, die mir im Leben nahestehen, zu öffnen und fühle mich manchmal, als würde mein Herz in der Brust zu einem unförmigen Gesteinsbrocken verklumpen – die Songs „Ehrlich sein“ und „Alles gut“ entstehen. Zudem entwickle ich für ein Uni-Projekt den Instrumentaltrack für „Droge“ – dass dieser es später auf die EP schaffen wird, weiß ich damals jedoch noch nicht.
Logbucheintrag No. 2 – April 2021 Stage: Songwriting II
Ehrlicherweise muss man sagen – das Leben ist ein wenig trist im April 2021. Man hat Online-Uni, darf sich von Zeit zu Zeit mit bis zu fünf Personen aus zwei Haushalten treffen und die Kulturszene steht still. Ich sitze in meinem WG-Zimmer, gucke aus dem Fenster bei einer imaginären Kippe und schwelge in den Erinnerungen an Konzerte, Partys, Shows. Erinnerungen, die bereits beginnen, in mir zu verblassen – es ist die emotionale Amnesie. Der Song „Fenster“ ist in weniger als einer halben Stunde fertiggeschrieben, da die Zeilen praktisch von allein auf dem Blatt Papier erscheinen.
Foto: Lina Rocktäschel
Logbucheintrag No. 3 – Juni bis Oktober 2021 Stage: Produktion + Recording
Das Projekt nimmt mittlerweile Form an. Schlagzeug und Bass nehme ich gemeinsam mit anderen Studierenden der Musikhochschule auf, die von jetzt an auch meine Liveband bilden. Über den Sommer 2021 entstehen auch etwas weniger melancholische, sondern Tracks mit mehr Lockerheit und Freiheit wie „Bei mir“ und „High“, die den Weltschmerz der bisherigen Songs etwas abrunden. Gitarren, Vocals und Synths recorde ich alleine in meinem Homestudio (a.k.a. Zimmer) … aber meine Mitbewohner*innen sind entspannt, was den Lärm angeht. Glück gehabt.
Logbucheintrag No. 4 – November 2021 bis März 2022 Stage: Planung und Post-Produktion
Zack! Alle Spuren sind im Kasten, die letzten Ecken und Kanten werden abgeschliffen und nun beginnt der große Planungsprozess für den EP-Release und das bevorstehende Jahr 2022. Das Datum 16.09. wird schon sehr früh rot im Kalender eingekreist, von dort aus rechne ich zurück und erstelle einen Zeitplan für Single-Releases, Musikvideos, Live-Sessions und alles, was dazugehört. Die Platte muss auch immer noch gemischt und gemastert werden – ein Prozess, der etwas anstrengender ist und sich länger hinzieht als geplant. Ich glaube, alle Musiker*innen kennen das Gefühl, wenn man die eigenen Songs irgendwann zum tausendsten Mal hört und sich nur noch fragt, was für einen Müll man da eigentlich fabriziert hat. So ging es mir auch während der Mixing-Phase, und zwar nicht zu knapp. Aber das Gebot ist: Durchhalten, das Licht am Ende des Tunnels ist nah. Und wenn man dann die fertigen Masters in der Hand (bzw. auf dem Laptop) hat, gewinnt man auch die Liebe zu den Songs zurück und ist dankbar für das eigene Durchhaltevermögen – so war es bei mir zumindest.
Logbucheintrag No. 5 – Juni bis August 2022 Stage: Single-Releases, Musikvideos, Promo, Artwork
Es ist nicht ganz einfach, wenn man kein Label hat und als One-Man-Army probiert, ein konkurrenzfähiges Produkt zu Produktionen von großen Industrieapparaten auf die Beine zu stellen. Mein Vorteil aber: Ich bin gar nicht allein. Viele Freund*innen helfen mir mit ihrem Können bei z.B. den Cover-Artworks für die Singles und die EP, bei Musikvideos und bei der EP-Promo. Ohne sie wäre ich komplett aufgeschmissen und hätte das Projekt in dem Umfang nicht stemmen können. Ich bin dankbar. Ungefähr im Monatstakt erscheinen die Singles „Bei mir“, „Du fehlst mir“ und „High“. Alles arbeitet auf den Showdown im September hin – den EP-Release!
Logbucheintrag No. 6 – September 2022 Stage: EP-Release und Konzerte
Alle Singles sind erschienen, der große Tag der EP-Veröffentlichung steht nur etwas mehr als eine Woche bevor und ich bin so krank wie seit Jahren nicht mehr. Auf der Zielgeraden hat mein Körper anscheinend keine Lust und Kraft mehr, ich kann mich kaum aus dem Bett bewegen. Bis drei Tage vor der Releaseshow in Osnabrück am 15.09. gehe ich davon aus, das Konzert verschieben zu müssen. Doch dann kommt gerade rechtzeitig der Aufwärtstrend, ich schleppe mich durch die Generalproben und werde pünktlich zum Konzert wieder fit genug, um die Show spielen zu können. Der Auftritt läuft famos, der Laden ist voll, es fühlt sich an wie im Traum. Zwei Jahre Arbeit finden einen gebührenden Abschluss. Danach steht noch eine kleine Releasetour aus sieben Konzerten an, fünf davon sind bereits gespielt. Meine letzten beiden Auftritte für dieses Jahr sind in Hamburg am 13.10.2022 im Grünen Jäger und beim Kiezkultur Festival in Hannover am 22.10.2022. Falls euch mein kleines Logbuch hier – oder noch besser, meine EP – gefallen hat, dann schaut doch mal bei einer Show vorbei. Bis dann!
Und hier kommt ihr auf direktem Weg zur „Emotionale Amnesie“-EP:
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