Leute, alles wird gut. Also wirklich. Es sind wieder Konzerte in Aussicht. Ihr wisst schon – diese Veranstaltungen, bei denen ihr mit euren Freund:innen zu eurer liebsten Musik gesungen und getanzt habt. Im Interview von vor ein paar Tagen hat Jule ja schon angekündigt, dass es bald richtig gute News gibt. Und was wir versprechen, das halten wir auch, na klar. Deshalb verkünden wir heute feierlich: Kicker Dibs gehen auf „Vagabund“ Tour 2022 und wir dürfen euch diese mit der allergrößten Vorfreude präsentieren. Nachfolgend erfahrt ihr alles, was ihr rund um die Tour wissen müsst!
Was früher sowas wie „normal“ war, war zuletzt undenkbar und rückt langsam wieder in die Spalte „machbar“: Auf Tour gehen, nachdem man ein Album veröffentlicht hat. Wenns danach geht, haben die Kicker Dibs alles richtig gemacht. Auch, wenn wir auf ihr Debütalbum „Vagabund“ ziemlich lange warten mussten. Uns und euch erwarten wunderbare Konzertabende, an denen es mal ruhiger sein wird, aber vor allen Dingen wird es eins: rockig. Und wer die Jungs schon etwas kennt, der weiß, dass auch der Spaß nicht zu kurz kommen wird. Einen kleinen Vorgeschmack darauf bekommt ihr zusätzlich in dem heute erschienenen Musikvideo zur gleichnamigen Single „Vagabund“, das ihr euch hier anschauen könnt:
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Ganz schön energiegeladen, oder? Deshalb wollen wir euch gar nicht weiter zappeln lassen und verraten euch nachfolgend, wann ihr wo sein solltet, um euch die volle Dosis Kicker Dibs zu geben:
20.03.2022 | Berlin – Kantine am Berghain 03.06.2022 | Köln – Stereo Wonderland 04.06.2022 | Düsseldorf – The Tube 05.06.2022 | Worpswede – Open Air 11.06.2022 | Göttingen – Nörgelbuff 01.07.2022 | Braunschweig – B58 06.08.2022 | Erlangen – E-Werk Open Air 25.08.2022 | Hannover – Bei Chez Heinz 07.11.2022 | Dresden – Groovestation 08.11.2022 | Wien (AT) – Chelsea 09.11.2022 | München – Substanz 11.11.2022 | Jena – Rosenkeller 12.11.2022 | Leipzig – Neues Schauspiel 15.04.2023 | Essen – Weststadthalle
Und bis zum Start der Tour sind ja noch ein paar Tage Zeit, um alle Songs ihres Debütalbums „Vagabund“ auswendig zu lernen, also let’s go:
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Wir sind super, super aufgeregt, euch folgende News mitzuteilen: untoldency fängt an, Touren zu präsentieren! Das ist nicht nur super aufregend für uns, weil das heißt, wir sind jetzt auch offiziell „cool“ im Musikbuiz unterwegs, sondern es heißt auch, es gibt wieder Touren und Konzerte zum Präsentieren! So richtige Konzerte, wie damals in 2019, wisst ihr noch. Mit anderen real life Menschen, mit Rumspringen und Tanzen, dröhnendem Bass, und einem puren Endorphinen-Level, was man nur durch Live-Musik bekommt. All das, was wir seit über einem Jahr nicht mehr erlebt haben, das kommt jetzt e-n-d-l-i-c-h wieder. Ganz echt und ganz in person. Auch wenn folgende Tour erst nächstes Jahr stattfindet, so sind wir mehr als glücklich, dabei sein zu dürfen und freuen uns sehr verkündigen zu dürfen: untoldency proudly presentsLUI HILL und die „Creatures“ Tour 2022.
LUI HILL könnte euch die letzten Wochen in unseren new untold releases über den Weg gelaufen sein. Und falls, dann seid ihr bestimmt nicht über einen Ohrwurm vorbeigekommen, jedenfalls geht uns das so. Mit dieser immer leicht unberechenbaren Mischung aus Elektronik, Indie, Jazz und Funk hat sich LUI HILL dann doch sehr beständig in unser Herz geschlichen. Denn auch wenn das Wetter gerade noch nicht so ganz anklingen lässt, dass es bald Juni ist, so tut das LUI HILL auf jeden Fall. Sommer, gute Laune, Roadtrips mit Fenster auf, all das sind die Vibes, die man vor allem auf der neusten Single Sidewinder finden kann.
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Heute hat LUI HILL seine EP Creaturesveröffentlicht und eigentlich gibt es keinen schöneren Aufhänger. Während Sidewinder als volles Energiebündel hervorsticht, so wird’s auf dem gleichnamigen Track Creaturesein bisschen funkiger, während How Many Moonsund Loving To Lose Youdie melancholischen Seiten der Creatures EP anspielen. 6 Tracks, 6 „Creatures“ und zusammen gehen sie nächstes Jahr auf Tour:
Ansonsten, pumpt die EP oder? Und dann sehen wir uns auf Tour, wir freuen uns!!
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Die modernen, tanzbaren Instrumentals und der positive Vibe des Gesangs sind für mich die beiden markantesten Merkmale der Musik von Lord.SYE aka Simon Klar. Mit seiner letzten Veröffentlichung „…Is Not Gold“ vervollständigte der 24-jährige seine Dance-Pop-Doppel-EP zusammen mit dem ebenfalls 2020 erschienenen „All That Glitters…“. Ich hatte das große Glück, mit ihm über die EPs reden zu dürfen und bekam weitere Einblicke in bisher unveröffentlichtes Material und in die Gefühlswelt des jungen Songwriters.
Lord.SYE im Interview
Vince: Hi Simon! Ich freue mich, dass du hier bist und natürlich, dass du deine Doppel-EP rausgehauen hast, über die wir später noch reden werden. Vielleicht magst du dich erstmal kurz selbst vorstellen? Mich persönlich würde ja unheimlich interessieren, was genau hinter deinem Pseudonym steckt! Wer ist Lord.SYE?
Lord.SYE: Hi, ja ich freu mich auch! Also, Lord.SYE bin auf jeden Fall ich. Ich heiße eigentlich Simon Klar, ich bin Songwriter und Sänger und studiere Popularmusik an der HdpK und bin damit auch fast fertig. Ich hatte mich eine Weile lang nur SYE genannt und Anfang des Jahres kam das Lord dazu. Die Geschichte dazu war, dass eine Bekannte, die in einem Restaurant arbeitet, sagte: „Wie krass wäre es denn wenn man einen Titel hätte, durch den man immer den besten Tisch bekommen würde“. Sie sagte das so und meine beste Freundin und ich haben uns direkt angeguckt und irgendwie war das dann einer dieser schrägen Telepathie-Momente. Wir haben dann beide gleichzeitig ausgedrückt, wie witzig das als Zusatz für meinen Namen wäre. Dann habe ich einfach impulsiv gesagt: „Ja, gut, dann nenne ich mich jetzt Lord.SYE„. Klingt auch gut und umso mehr ich darüber nachgedacht habe, desto vielschichtigere Bedeutungen bekam der Name für mich. Am Anfang wirkt er ja ein bisschen komisch zusammengesetzt, aber weil ich viel mit Maskulin und Feminin spiele und Gegensätze gut finde, fand ich das irgendwie cool vertreten durch das Lord.
Lord.SYE: Das S ist einfach eine Abkürzung für meinen Namen: „S“ wie Simon. Das Y und E war das Ergebnis einer anderen Session, von vor zwei Jahren. Da haben wir uns nach ner Probe ins Neue Ufer gesetzt und gesagt: „So, wir brauchen einen Künstlernamen“. Das kann so nicht weitergehen. Dann haben wir ein Blatt genommen, unsere Namen aufgeschrieben, die Buchstaben auseinander gezogen und dann anders wieder zusammengesetzt, so dass das einen möglichst interessanten Künstlernamen ergibt. Da kam dann irgendwann S.Y.E. dabei raus! Genau so kam der Lord.SYE zustande. Ich bin da sehr reingewachsen in diesen Namen und das Image. Wie man das manchmal bei diesen Drag-Künstlern hat; die erstellen sich eine Persona und damit eine gewisse Symbiose zwischen dieser und dem Menschen dahinter. Ich glaube nicht, dass ich da etwas erschaffen habe, was ich nicht bin. Ich würde nicht sagen, dass ich eine Kunstfigur bin oder eine erschaffen hätte. Sondern… das bin schon ich! Man kann da total viel Selbstbewusstsein draus ziehen, was ziemlich cool ist.
Vince: Ist eine Kanalisierung von gewissen Teilen von dir, oder?
Lord.SYE: Ja genau! Absolut! Macht einfach Spaß sich seine liebsten Merkmale zu nehmen und die auf die Spitze zu treiben.
Vince: (lächelt) Wie geht’s dir heute?
Lord.SYE: Heute geht’s mir ganz gut! Ich bin jetzt nach der Arbeit tatsächlich ein bisschen erfüllter als vor der Arbeit, weil ein Kollege heute so nett war. Mit dem habe ich schon lange nicht zusammen gearbeitet. Vorm Arbeiten wusste ich nicht so ganz wie ich mich fühlen soll. Diese Lockdown-Zeit hat mich natürlich auch ein wenig mitgenommen. Ich war beruflich zwar viel unterwegs zwischen Hamburg und Berlin, aber ich habe total das Bedürfnis, mal da oder dort hinzufahren, selbst nur für ein- oder zwei Tage. Gestern ist mir etwas sehr aufgefallen: Ich kann nicht so lange an einem Ort bleiben, sonst komme ich wieder in dieses Tief. Kommt mir ein wenig so vor, als wäre das ein Weglaufen von der Pandemie. Dann habe ich noch erfahren, dass mein Ex-Freund einen neuen Partner hat. Es stört mich nicht, aber es ist ein komisches Gefühl. Und da war ich heute Morgen noch ein wenig nachdenklich und lag viel im Bett. Aber jetzt nach der Arbeit, wenn man den Kopf wieder frei hat, weil man mal nicht die ganze Zeit aufs Handy schaut, ist es schon wieder besser. Gestern war ich viel am Handy und mit jeder Minute habe ich gemerkt, es ist richtig anstrengend und macht rastlos, aber wenn man mal was zu tun hatte, dann geht’s einem danach viel besser!
Vince: Mit diesen Einschränkungen meinst du bestimmt, dass man nichts mehr so recht unternehmen kann und dass man gewissermaßen nur noch funktioniert zur Zeit?
Lord.SYE: Ja auf jeden Fall, genau!
Vince: Oh ja.. Das stört mich auch ziemlich. Ich versuche mich mit verschiedenen Arbeiten abzulenken. Es ist hilfreich, wenn man mehrere Leidenschaften oder Hobbys hat.
Lord.SYE: Ja die Musik hilft mir in so Momenten wie jetzt unheimlich!
Vince: Du hast ja inzwischen, die zweite Hälfte von deiner Doppel-EP „All That Glitters…“„…Is Not Gold“ rausgebracht. Ich finde übrigens, dass dein Sound unheimlich catchy ist! Wie fühlst du dich jetzt mit der letzten EP-Hälfte: „…Is Not Gold“?
Lord.SYE:„…Is Not Gold“ ist natürlich eine Fortsetzung zu „All That Glitters…“. Also wie der Spruch: „Es ist nicht alles Gold, was glänzt.. Das ist mir vor allem innerhalb meiner letzten Beziehung sehr klar geworden. Dass die Dinge selten so sind wie sie auf den ersten Blick scheinen und dass man oft erst durch verschiedene Zwiebelschichten durch muss, um zum eigentlichen Kern zu gelangen. Also die erste EP-Hälfte fängt etwas fröhlicher an, hat zwar auch seine ruhigeren, traurigen Parts, aber insgesamt ist es eher die fröhlichere EP. Die zweite EP-Hälfte entstand dann nach der Trennung von meinem Ex-Freund und thematisiert vor allem wie, ich mit der ganzen Situation umgegangen bin. Und wie meine Coping-Mechanismen, die nicht immer ganz gesund sind, funktionieren. Es geht ums Weglaufen, um lähmende Traurigkeit, aber auch um den Weg da wieder raus, später zum Ende der letzten EP mit „Paradise“. Ich wollte einen jeweiligen Spannungsbogen innerhalb jeder EP, aber auch, dass die beiden thematisch verbunden sind, weshalb die Idee mit der Doppel-EP ganz gut gepasst. Übrigens werden gerade CDs gemacht, durch Crowdfounding finanziert! Die wird ab April 2021 da sein und wer möchte, kann gerne bei mir eine, oder ein paar erwerben!
Vince: Du hattest auch noch eine Single rausgebracht, zwischen den beiden EPs, richtig?
Lord.SYE: Ja, dazwischen kam „Ritual“ raus! Das war eine Stand-Alone-Single, wie „Heartattack“, „Walk Me Home“ und „Liar“ auch. Bei „Rituals“ geht’s um die Suche nach Erfüllung in einer schwierigen Zeit.
Vince: Ich find’s stark, wie du über diese schwierigen, persönlichen Themen so frei und offen reden kannst! Auch, weil man ganz klar merkt, dass Lord.SYE, nichts Gefälschtes ist, sondern einfach der Simon, so wie ich ihn auch kennenlernen durfte! Magst du noch ein wenig sagen, womit man bei dir in Zukunft noch rechnen kann?
Lord.SYE: Ja, vielen Dank erstmal! Also gerade bin ich dabei meine Uni abzuschließen. Da muss ich noch ziemlich viel Arbeit reinstecken, die kommenden Monate. Deswegen kann ich leider nicht so viel Zeit in das Projekt stecken, wie ich es gerne wollen würde. Aber ich bin gerade dabei, eine Remix-EP zusammenzustellen, bestehend aus Songs von „All That Glitters Is Not Gold“. Die mache ich, weil mir in den letzten Monaten aufgefallen ist, dass die wenigen besonders schönen Momente meistens dann waren, wenn ich alleine Zuhause oder mit einer Freundin zusammen getanzt habe. Dieses Gefühl dabei möchte ich gerne weiter kultivieren und dafür habe ich ein paar befreundete DJs und Producer gefragt. Die wird wahrscheinlich Ende April, evtl. Ende Mai rauskommen. Damit hoffentlich im Sommer dazu ein bisschen getanzt werden kann! Es wird wahrscheinlich auch ein ganz neuer Track drauf sein, aber hauptsächlich Remixes. Ah, dazu noch eine kleine Sache: Ab April wird meine eigene Webseite online gehen! Da kann man dann meine CDs kaufen und Merch. Noch mehr Lord.SYE-Merch!!! (lächelt)
Vince: Gerade auf die Remix-Sachen bin ich ziemlich gespannt! Danke für deine Zeit und den tollen Dance Pop, den du uns bescherst!
Lord.SYE: Sehr gerne!
Hört hier in die Doppel-EPs „All That Glitters…“ und „… Is Not Gold“ rein:
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Ein ereignisreiches Jahr 2020 geht zu Ende und in unseren Rückblicken haben wir es schon Revue passieren lassen. Doch anstatt in Erinnerungen zu schwelgen, wollen wir lieber in die Zukunft blicken. Genauer: In die Zukunft von 12 fantastischen Künstler:innen, die unserer bescheidenen Meinung nach 2021 richtig aufgehen werden – und deshalb unbedingt auf euren Radar sollten. Artists to watch – you heard it here first.
2021 wird das Jahr von…
Arlo Parks
Wenn wir eine Prognose für nächstes Jahr geben müssten, dann würden wir alles auf Arlo Parks setzen. Die erst 20 Jahre alte Londonerin wird vermehrt schon als heißester Newcomer gehandelt und wir schließen uns dem vollkommen an. Kein vermeintlicher Mainstream-Hype, sondern ehrliche berührende Musik, die eine einzigartige Spanne zwischen R’n’B-Vibes und cozy Dream-Indie-Klängen schafft. Einmal hören und verlieben.
Doch wer ist sie eigentlich? „Arlo Parks is the favourite artist of your favourite artist. She’s going to be the biggest star in the world one day.” – diese Worte sind geliehen von Anna Fliege, aber so zutreffend wahr, dass wir sie zitieren mussten.
In her words she spent most of school feeling like that black kid who couldn’t dance for shit, listening to too much emo music and crushing on some girl in her Spanish class.
Arlos Texte sind voller ehrlicher und persönlicher Geständnisse, an die sich ihre verträumte Musik anpasst. Sie schafft einzigartige Soundwelten, in denen man sich nur verlieren kann. In England schon voll etabliert, wurde sie letztes Jahr als BBC Introducing Artist Of The Year gekürt. Wenn man ihre Songs hört, weiß man auch, warum. Der Sprung auf die große Bühne ist deshalb nicht weit – unsere Prognose: 2021 ist es so weit. Debütalbum: Collapsed In Sunbeams am 29.01.2021.
Jeremias
Ihr kennt sie alle und deshalb sind wir uns bei der nächsten Prognose auch alle einig: JEREMIAS werden nächstes Jahr ganz Deutschland erobern. Dieses Jahr haben sie sich mit einer EP und weiteren Single-Auskopplungen schon auf den großen Indie-Radar in Deutschland geschlichen. Was dieses Jahr Provinz war, sind nächstes Jahr JEREMIAS.
Mit Liedern wie schon okayoder hdlspielen sie sich in immer mehr Herzen – und bleiben. Wer sie jetzt schon feiert, weiß, dass da ganz viel Potential für mehr drinsteckt. Die poppigen Indie-Riffs, Jeremias‘ erkennbare Stimme und das Gefühl für die richtigen Melodien – all das kombiniert macht den Sound von JEREMIAS, den man, einmal gehört, nicht mehr los wird.
Wenn Konzerte nächstes Jahr stattfinden (fingers crossed), werden die Jungs ganz schnell ganz groß. Nervt eure Freunde jetzt schon mit ihnen, denn nächstes Jahr wird’s nur noch besser. Neue Musik in Arbeit.
anaïs
Aus der Bubble der Jeremias-Jungs entsprang in diesem Jahr anaïs. Im Juli 2020 veröffentlichte die erst 20-jährige ihre erste Single, die melancholische Pop-Ballade My World So Blue und hat damit so viel Zuspruch bekommen, wie ihn nur wenig Newcomer:innen bekommen. Die Hannoveranerin mit belgischen Wurzeln ist trilingual aufgewachsen und verwöhnt uns regelmäßig auf ihrem Instagram-Kanal mit Songs in englischer, deutscher und französischer Sprache.
Die Zerbrechlichkeit in ihrer Stimme ist wirklich einzigartig und mitreißend. Natürlich völlig zweit- oder sogar drittrangig, aber wenn man zu der akustischen Melancholie auch das bildhübsche Antlitz von anaïs erblickt, dann ist man ganz schnell verzaubert. Kurz vor Weihnachten hat sie ihre zweite Single Yellow Hearts, ein Feature mit Dillistone veröffentlicht, mit der sie eine weitere Facette von sich gezeigt hat. Es bleibt also spannend, in welche Richtung sich ihr Sound so entwickeln wird. Ihr stehen aktuell auf jeden Fall alle Türen offen.
Wenn anaïs am Ball bleibt und uns 2021 vielleicht sogar mit einer EP beschenkt, dann dürfte ihr aus unserer Sicht eine steile Karriere sicher sein. Wir bleiben auf jeden Fall dran.
Trille
Genauso, wie wir das ganze Jahr über an Trille drangeblieben sind. Er ist studierter Musikwissenschaftler, Tonmeister und hat zudem auch noch einen Master in Popular Music. Und nachdem wir uns gefragt haben, wie und wann der 29-jährige das geschafft hat, erklärt genau das doch die Qualität seiner Musik. Irgendwie Indie, irgendwie Trap, irgendwie Pop und irgendwie Rap. Aber immer große Emotionen, sowohl stimmlich als auch textlich. Nicht selten haben wir gelesen, dass Hörer:innen weinen, wenn sie seine Songs hören.
Nachdem niemand geringeres als Fynn Kliemann seinen Song Phase gesampelt hat, sind glücklicherweise noch viel mehr Menschen auf ihn aufmerksam geworden. Im Herbst erschien nach mehreren Singles dann die Phase EP – sein Jahr 2020 war daher schon ziemlich erfolgreich. Aber da schlummert noch so viel mehr in Trille, das dringend raus in die Welt und rein in unser Ohr muss.
Wir sind auf jeden Fall große Fans von ihm und hoffen für das Jahr 2021 ganz doll auf ein Debütalbum oder eine neue EP, hauptsache voll von 808s, Vocoder- und Autotune-Sounds. Sollten unsere Hoffnungen in Erfüllung gehen, dann steht Trille mit Sicherheit ein großartiges Jahr bevor.
Anoki
Wo wir doch gerade bei Trille und seiner Phase EP waren.. Der folgende Künstler ist auf eben jener EP mit einem Feature vertreten: Anoki. In Utrecht geboren und in Schweinfurt aufgewachsen, landete er nach mehreren Zwischenstopps letztlich in Berlin. In seiner Jugend von Indie und Punk umgeben, macht er inzwischen urbanen HipHop, der seine früheren Einflüsse aber nicht verschweigt.
Jule ist auf Anoki aufmerksam geworden, als dieser aus vorgenanntem Grund bei Trille’s Release-Konzert im Oktober aufgetreten ist – und er hat sie schon in der ersten Sekunde voll von sich überzeugt. Drei Songs gibt es aktuell von ihm auszuchecken, die allesamt ziemlich geil sind (Profitipp: Winter in Berlin anhören). Er liefert ohrwurmlastige Texte und catchige Beats, gepaart mit einem krassen Flow. Und all diese Attribute begründen unseren Wunsch nach mehr Spotlight für ihn.
Wir wissen nicht genau, was Anoki für das nächste Jahr geplant hat, aber wir halten sowohl Augen als auch Ohren offen. Egal mit was er uns dann 2021 versorgt, wir sind uns ziemlich sicher, dass es ein weiterer großer Schritt in Richtung unsäglicher Berühmtheit sein wird.
Pessimist
Weiter geht’s mit Pessimist, einem Künstler aus Saarbrücken, der schon seit 2019 regelmäßig Songs veröffentlicht – aber trotzdem noch immer irgendwie unter dem Radar läuft. Seine Songs bespielen super viele Genres. Sie pendeln von schmusigem Pop in ballernde Gitarrenriffs und weiter zu funkigen Synthie-Beats, die durch seinen Gesang allesamt einen Rapflow bekommen. Es geht genauso um good times wie um bad times, alles in sehr persönlichen Texte verpackt.
Der Grund, weshalb wir ihn in dieser Liste aufzählen, ist, wenn man sich seine Diskografie mal komplett reinzieht, ziemlich obvious: Pessimist wird einfach von Song zu Song besser. Punkt. Die Songs klingen ausproduzierter, klarer und haben für sich genommen inzwischen eine richtig straighte Linie. Es ist super spannend, Künstler:innen bei ihren Entwicklungen zuzuschauen und bei ihm macht es uns besonders viel Freude.
Nach fast zwei Jahren kontinuierlichem Releasen darf es nun also ruhig mal soweit sein, dass Pessimist die Aufmerksamkeit bekommt, die er sich verdient hat. Und wenn er 2021 so weitermacht, wie er 2020 aufgehört hat, dann stehen die Chancen wirklich gut.
MELE
Girlcrush-Alarm! Auch ein heißer Tipp fürs nächste Jahr ist MELE. Die 25-jährige, die in Osnabrück am Institut für Musik studiert, dürfte vielen bereits bekannt sein. Mit Songs wie deine cousine oder Rosalie hat sie sicherlich auch schon einen Platz in eurer Playlist gefunden. Falls nicht: dringend ändern. Sie macht unverblümte Popmusik und nimmt in ihren Songs kein bis wirklich gar kein Blatt vor den Mund.
Wenn man ihre Musik hört, hat man einfach eine gute Zeit. Besonders gut wird die dann, wenn man MELE mit ihrer Band live spielen hört – war in diesem Jahr ja leider eher selten möglich. Aber auch abseits der Musik ist sie die Art von Mensch, die man einfach liebhaben muss. Sie ist witzig, herzlich und einfach nur sweet.
Im Zuge unseres Adventskalenders hat sie uns im Livestream-Interview verraten, dass für das nächste Jahr eine EP geplant ist. Wir haben hohe Erwartungen aber wissen, dass die easy erfüllt werden. Und wenn dann Livespielen auch wieder möglich ist (fingers are still crossed), könnte 2021 wirklich MELEs Jahr werden.
WizTheMC
WizTheMC ist auch einer unserer absoluten Newcomer-Tipps, den ihr nicht verpassen wollt. Der in Südafrika geborene und in Lüneburg aufgewachsene Rapper ist auf der Schwelle zum Durchbruch und das interessanterweise nicht unbedingt in Deutschland. Mit 17 ist er nach Kanada gegangen, mit nur einem Mikro, Laptop und Keyboard im musikalischen Gepäck. Inzwischen ist er 21 Jahre alt und kurz davor, Nordamerika zu erobern.
Und auch die Genre-Schublade „Rap“ scheint er immer mehr aufzubrechen. Er hat dieses Jahr zwei EPs rausgebracht, die auch immer mehr von energetischen Indie-Pop Elementen aufgemischt werden. Mit dem Ziel, sich immer weiterzuentwickeln, macht WizTheMC genau das:
“Ich arbeite gerade an neuer Mukke und habe alleine musikalischkrasse Pläne für das nächste Jahr. Ich bin gespannt darauf,meine Musikevolution mit der Welt zu teilen.”
WizTheMC hat als er angefangen hat, Musik zu machen, sich selbst einen 10-Jahresplan zu seinen Träumen aufgestellt. Nach 5 Jahren ist er jetzt schon bald da. Ihn jetzt schon auf dem Schirm zu haben, lohnt sich.
MAJAN
Ebenfalls krasse musikalische Pläne für nächstes Jahr hat MAJAN. Als Bester Newcomer Act bei der 1Live-Krone nominiert, dürfte er auch schon das ein oder andere Mal über euer 2020 gehuscht sein. Letztes Jahr hat er schon angekündigt, dass er gerade ein bisschen mehr Wind aufnimmt und noch viel zu erwarten ist. Ein Song, der 2019 in absoluter Endlosschleife lief: Tag Ein Tag Aus.
2020 vor allem als großer Feature-Gast unterwegs, hat er Beats von BLVTH seine Stimme geliehen, zusammen mit Ahzumjot gearbeitet und zuletzt auch eine Single mit LEA gedroppt. Wenn das keine Ansage nach oben ist, wissen wir auch nicht. Für jeden, der sich in der deutschen Indie-Rap Szene wohlfühlt, könnte MAJAN jedenfalls der nächste große Hit sein. Laut Spotify was für Fans von badchieff, Kelvyn Colt, Tua, Bruckner und JEREMIAS.
Nächstes Jahr sollte auf jeden Fall auch das Jahr von MAJAN werden. Wir sind unfassbar gespannt, was da noch alles kommt. Auf endlich wieder guten Deutschrap abseits von Capital und Co. oder?
Betterov
Wir wären super inkonsequent, wenn wir Betterov in unserer watch out 2021-Liste nicht erwähnen würden, oder? Der 26-jährige ist ausgebildeter Schauspieler und hat Ende 2019 angefangen, regelmäßig Musik zu veröffentlichen – die von Tim Tautorat produziert wird, der u.a. auch mit Faber oder AnnenMayKantereit zusammenarbeitet.
Er hat mit seinen Songs geschafft, einen perfekten Bogen zwischen Lethargie und Herzschmerz zu spannen, ohne kitschig oder ermüdend zu wirken. Sein Sound lebt von peitschenden Gitarrenriffs, wummernden Drums, aber vor allen Dingen von seiner tiefen, unverwechselbaren Stimme. Im März erschien seine EP Viertel vor Irgendwas, die (zu Recht) großen Anklang fand. Aber sich darauf auszuruhen kam für Betterov nicht in Frage – inzwischen hat er bereits zwei weitere Singles veröffentlicht.
Auf Instagram war zu sehen, dass er vor dem Lockdown wieder im Studio war. Vielleicht erwartet uns 2021 also eine weitere EP oder sogar ein Album von Betterov? Wir wünschen uns das jedenfalls. Und wenn das so ist und er so weitermacht, wie er angefangen hat, dann wird auch er richtig große Erfolge feiern.
Steiner & Madlaina
Zugegeben, Nora Steiner und Madlaina Pollina aus Zürich, die zusammen das Duo Steiner & Madlaina bilden, sind alles andere als Newcomerinnen. Ihre Diskografie reicht schließlich bis in das Jahr 2015 zurück. Während die ersten EPs Ready to Climb und Speak noch hauptsächlich auf Englisch gesungen wurden, haben sie mit ihrem 2018 erschienenen Album Cheers das Augenmerk auf deutsche Texte gelegt, den Song Herz vorus id Wand singen sie sogar auf Schwyzerdütsch.
In den vergangenen Jahren haben die beiden sämtliche Bühnen der Lande bespielt – eigene Touren und Auftritte auf diversen Festivals, wie dem Deichbrand, Kosmonaut oder auch Lollapalooza. Für Kenner sind Steiner & Madlaina also längst etabliert. Ihr Sound bewegte sich zuletzt in der folkigen Popmusik. Und da kommen wir auch schon zu dem Grund, warum wir Nora und Madlaina hier aufzählen: Die in den letzten Wochen erschienenen Singles lassen erahnen, dass sich der Sound der beiden abermals weiterentwickelt hat.
Am 29.01.2021 erscheint dann endlich ihr neues Album Wünsch mir Glück und wir sind unfassbar gespannt, was uns darauf erwartet. Wir prognostizieren, dass dieses Album und das Jahr 2021 der Beginn einer neuen Steiner & Madlaina-Ära ist.
Luke Noa
Den Abschluss unserer 2021 Prognosen bildet Luke Noa. Wer ihn jetzt noch nicht kennt, wird ihn nächstes Jahr auf jeden Fall kennen lernen, da führt wenig dran vorbei. Erst vor Kurzem hat er seine Single Roccastrada veröffentlicht, die ihn auch auf unseren Radar gebracht hat. Was sich nach astreinem britischen Indie-Rock anhört, kommt aus Süddeutschland und mischt einfach so die ganze Szene einmal ordentlich auf.
Luke Noa macht nicht nur mit diesem Song große Ansagen. Auch mit der Ankündigung seines Supports bei der Fil Bo Riva Tour nächstes Jahr steht fest: Wir beobachten gerade einen Senkrechtstart in unsere geliebte Indie-Szene. Mit einer rauchig-verträumten Stimme lässt er bald alle Herzen weich werden und wir müssen sagen, wir sind dem schon vollkommen verfallen.
Luke Noa – definitiv einer der heißesten Newcomer des englischsprachigen Indies aus Deutschland. Wer jetzt nicht dabei ist, wird’s bereuen.
Das war’s also – unsere artists to watch 2021. Von ganz groß bis klein, von bereits geliebten Künstler:innen zu noch ungeschliffenen Diamanten. In allen sehen wir das Potential, 2021 zu ihrem Jahr zu machen und Wellen von neuen Fans anzuziehen. Weil aber Worte nur Worte sind und nur die Musik selbst so richtig überzeugen kann, ist hier die Playlist zu den Prognosen.
Watch out artists 2021 prognostiziert von eurem neuen Musikmagazin des Vertrauens – untoldency.
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„Ein Cyberfurby, arrogante Himmelsdudes, viel pink und ein wenig Schminke.“ – so beschreibt das Gesicht von Flyde (Lukas Przybilla) den Inhalt des entzückenden Videos zur neuen Single Fly, erschienen Ende November 2020.
Und hinter der Schminke? – Abgründe der menschlichen Seele
In einem kurzen Interview über den neuen Song und das Musikvideo berichtete Lukas, dass es um die Schwierigkeiten des Loslassens, z.B. von einem guten Freund, geht:
„Wer wirklich gut für wen ist zeigt sich manchmal erst nach Jahren, aber dann ist man oft schon so dicke miteinander, dass unter Umständen, eine emotionale Trennung extrem schwierig werden kann.“
Vielleicht ist ein genereller Grund dieses Problems die schwach ausgeprägte Fehlerkultur hier zu Lande, oder dass der Begriff der Freundschaft mehr und mehr inflationiert wird. Eins ist jedoch ganz sicher: der Song Fly ruft unmissverständlich dazu auf Fehler zu machen um daraus zu lernen, mutig zu sein und sich gegebenenfalls helfen zu lassen.
Dass das Video es schafft diese ernsten Themen auf humoristische, augenzwinkernde Art und Weise darzustellen, macht die sozialkritische Kost leichter verdaulich und süßer als das bittere, schwermütige Wehklagen, welches man schon zu genüge bei anderen Produktionen schluckt. Stichwort: Liebeskummer in Songs.
Tanzbare 80er Jahre Klänge vereint mit ernster Botschaft
Auch die dufte Soundästhetik der neuen Single ironisiert und verballhornt die zum überwiegenden Teil traurige Wahrheit, die hinter vielen schnelllebigen Beziehungen steckt. Durch die Einflüsse von David Bowie, Peter Gabriel, Phil Collins, Joy Devision, Fleetwood Mac und Tears For Fears und viele, viele mehr, hat sich Flyde eine Klangwelt erschaffen, die besagte 80er Jahre Größen zwar als referenzielles Fundament nutzt, dabei aber seine ganz eigenen Regeln folgt:
„Mir ist es sehr Wichtig dass es Abwechslung gibt. Ich stehe zwar voll auf Pop, aber ich mag so ’ne A, B, C, D Struktur. In fast keinem Song (des kommenden Albums) sind zwei identische Strophen, was die Melodie betrifft. Mir ist’s wichtig dass das nicht allzu repetitiv ist. Es ist nicht einfach 80er Sound und Text sondern eine Symbiose aus allem was ich bisher so gehört und gemacht hab.“
Und so stellt die erste Single des im nächsten Jahr erscheinenden Albums eine Symbiose aus 80er Jahre Pop, Psychedelic – und Progressive Rock und dem ein oder anderen Dreampopeinfluss dar, welche den Schulterschluss mit einfühlsamen und persönlichen Themen übt und meiner Meinung nach auch wunderbar vollzieht.
An dieser Stelle sollte noch gesagt sein dass die Lyrics recht allgemein gehalten sind und Raum für Interpretationen offen halten, was durchaus gewünscht ist und jeden zum Denken anregen kann, aber nicht muss. Man kann die Musik von Flyde auf verschiedenen Ebenen genießen: Entweder man hört ganz genau hin und arbeitet sich rein, oder man lässt sich von den tollen Arrangements und Sounds davontragen und hört auf seine eigene innere Stimme, welche in Fly ganz besonders angesprochen wird.
Das Multitalent
Mich hat besonders interessiert wie der Prozess des Songwritings bei Lukas aussieht, da er vom Arrangement, über die Aufnahmen der verschiedensten Spuren/Instrumente, bis hin zum Abmischen alles im Alleingang macht. Auf die Frage wie die Arbeit an einem Song aussähe antwortete er:
„(…)Ich schick ’ne Gitarre durch fünf bis sechs Pedals und verfremde das und dadurch entstehen dann wieder ganz neue Dinge. Darüber jamme ich dann mit meinem Gesang. Die Texte hole ich aus meinem kleinen Textbuch.“
Obgleich hier die Arbeit mit Synths und Drums aussen vor gelassen wird; dieses kurze Exzerpt bringt’s für mich auf den Punkt: Wenn man Talent und seinen eigenen Workflow gefunden hat, entstehen die Tracks wie von selbst. Das ganze äußert sich dann in einem homogenen Sound der kompromisslos und einzigartig ist. Lukas – das Gehirn von Flyde – hat diese Eigenschaften. Man sollte auf jeden Fall ein Auge auf den aufstrebenden Newcomer, welcher ohne Label und großem Studio tolle Musik macht, werfen. Von dem und seiner kleinen Entourage an Livemusikern wird in Zukunft noch zu hören sein! Bis dahin vertröstet die neue Single Fly und natürlich das bereits 2018 erschienene Debütalbum (Flyde) alle die bock auf 80er – PsyProgDreamPop haben!
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