Im Sommer 2019 veröffentlichte SALÒseine erste Single „Tränen zu Wein“. Im letzten Jahr folgte dann die gleichnamige EP. Mit seiner aktuellen Single „Oxytocin“ befindet sich der Österreicher gerade auf dem Weg zur zweiten EP, die „120 Jahre Einsamkeit“ heißen wird. Jule nimmt euch daher heute mit in die verrückte Soundwelt von SALÒ und wirft auch ein Auge auf das grandiose Musikvideo zu „Oxytocin“.
Das erste Mal bin ich auf SALÒ aufmerksam geworden, als seine EP in meiner Bubble die Runde machte. Laut seinem Pressetext macht er „Musik für Hundestreichler*innen, Arbeitsverweigernde und alle, die sonst noch Gefühle haben“. Da fühle ich mich auf mehreren Ebenen angesprochen. Bis heute gehört „Elektroplasma“ übrigens zu einem meiner Lieblingssongs – und befindet sich deshalb auch in unserer Team-Playlist unter den drei von mir ausgewählten Hits. Der in Wien lebende SALÒ vereint mit seinem Sound eine wilde Mischung aus EBM, Pop und verträumtem Elektropunk. Es klingt irgendwie dreckig, aber liebevoll und ehrlich. Seine Texte handeln zu einem hohen Prozentsatz von der, wie er sie nennt, schönsten Geisteskrankheit der Welt: Liebe.
„Da wo ich heute hin will ist verbotenes Revier, ich will zu dir“
Auch in „Oxytocin“ geht es um Liebe bzw. darum, diese in Zeiten des Lockdowns und Alleineseins höchstens virtuell, aber nicht körperlich zu erleben. Oxytocin ist das sogenannte „Kuschelhormon“, das der Körper sowohl bei der Geburt als auch bei jeglicher Form von körperlicher Nähe ausschüttet. SALÒ beschreibt in dem gleichnamigen Song gnadenlos seine Erfahrungen mit dem plötzlichen Wegbrechen sozialer Kontakte und den kalten Entzug von eben jenem Hormon. Ein Aspekt seiner Musik, die sie für mich eben so besonders macht, ist die Lyrik, mit der SALÒ seine Geschichten erzählt. Seine Wortwahl ist unmissverständlich, manchmal sogar brachial. Aber sie ist so ehrlich, dass ich immer das Gefühl habe, sein pures Innerstes präsentiert zu bekommen. Ein persönlicher Pluspunkt: Ich habe einen kleinen Crush auf seinen österreichischen Akzent, den man hier und da mal raushören kann.
Der Sound von „Oxytocin“ ist geprägt von elektronischen Beats, die eindringlich hämmern und mir durch ihren psychedelischen Klang tatsächlich das Gefühl eines Entzuges vermitteln. Der dazu von SALÒ fast wie eine Offenbarung vorgetragene Text und das immer wieder laut nach Luft schnappen wirkt so eindringlich auf mich, dass ich das bestechende Bedürfnis habe, ihn einfach mit einer herzlichen Umarmung aus seinem Kampf zu befreien. Das klingt extrem pathetisch, i know, ist aber genau das, was „Oxytocin“ in mir auslöst.
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Das Musikvideo zu „Oxytocin“ erzählt die Geschichte dann noch einmal auf einem völlig anderen Level. Aufgrund der fehlenden sozialen Kontakte und Zuneigungen stürzen wir uns gezwungenermaßen in die digitale Welt. Versuchen dort (meistens kläglich) das zu bekommen, was uns im realen Leben gerade fehlt. In dem Video, das von Marlon Nicolaisen gezaubert wurde, rennt ein animierter SALÒ wie ein wildgewordener Sims-Charakter durch ein altes Windows-Betriebssystem. Auf einem absurd großen Mauscursor surft er vorbei an all den abgelegten Ordnern seiner Festplatte – ständig auf der Suche nach dem so schmerzlich vermissten Oxytocin. Eine Bildsprache, die nicht passender zum Song hätte passen können.
Checkt SALÒ auf jeden Fall mal aus. Ein Vöglein hat mir gezwitschert, dass wir auch gar nicht mehr lange auf den nächsten Vorboten zur „120 Jahre Einsamkeit“-EP warten müssen. Und bis dahin könnt ihr euch entweder das Musikvideo in Dauerschleife reinziehen, oder den Song ganz easy in eure Spotify-Playlist packen!
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Aufgepasst, dieser Artikel serviert euch einen astreinen Ohrwurm, der von Die Mode kreiert wurde und auf den Namen „Spür mein <3“ hört. Fans des gepflegten Synthie-Pops und Indie-Rocks, die wie Jule nicht nur die Texte, sondern auch die Instrumentals ihrer Lieblingssongs gerne sehr laut mitgröhlen, werden hier mit hoher Wahrscheinlichkeit extrem auf ihre Kosten kommen. Aber lest und hört selbst.
Mir ist aufgefallen, dass ich neue Musik in letzter Zeit vermehrt über Instagram entdecke. So ist mir das auch glücklicherweise mit dem Duo Die Mode passiert. Producer Justus Fischer und Sänger Max Stulle haben sich Anfang 2019 in Berlin zusammengetan und am 12.02.2021 ihre erste Single „Spür mein <3“ veröffentlicht. Durch wen oder wie genau ich auf die Jungs und ihren Song gestoßen bin, weiß ich leider nicht mehr. Aber Fakt ist: Ich bin mir sicher, hier mal wieder die Anfänge von etwas zu beobachten, was mal ganz groß werden kann. Schon ein Blick auf ihren Instagram-Account reicht aus, um ein Gefühl dafür zu bekommen, mit welcher Art von Menschen man es hier zu tun hat. Herzlich, offen und mitunter wirklich unfassbar witzig. Spoiler: Genau diese Attribute finden sich übrigens auch in dem Song wieder. Très chic.
Der Song beginnt extrem sympathisch mit den Zeilen: „Ich kann den Text nicht mehr, glaub ich. Aber das macht nichts, ich improvisiere den Text“. Ich liefere dazu auch gerne eine kurze Erklärung: Wenn Max seine Vocals an Justus schickt, baut er gerne ein paar lustige Impros mit ein, die Justus beim Produzieren dann einfach wild pitcht. Über diese Ergebnisse amüsiert sich Max dann wiederum sehr. Also einfach mehr Spaß für alle.
Und so wird es wahrscheinlich auch diese Zeile in den Song geschafft haben. Als Max dann anfängt zu singen fällt mir sofort seine Stimme auf, die habe ich sofort richtig lieb. In „Spür mein <3“ geht es, Quarantäne und Lockdown geschuldet, um die Leere, die man während der Isolation gespürt hat und immer noch spürt. Um das Gefühl, man selbst sei der/die Einzige, der/die alleine Zuhause rumhängt, während wahrscheinlich alle anderen Spaß haben – und man ist nicht dabei. FOMO, wir kennen’s inzwischen alle, oder?
„Meine Freunde gehen heute aus Doch ich fühl mich viel zu taub“
Aber anstatt in Angst und Leere zu versinken, umarmen Die Mode diese Feelings lieber mit Sounds, bei denen man schon fast gezwungen wird, gute Laune zu bekommen. „Spür mein <3“ teilt sich stimmungstechnisch in so viele verschiedene Ebenen auf, viel mehr wäre in 3:40 min. fast nicht möglich gewesen. Die Synthies sind erst sanft und entwickeln sich dann zu einem kleinen Rave für Zuhause. Zwischendrin gibt’s melodisch-rockige E-Gitarren-Riffs und dazu eben Max‘ süße Stimme – die singt, dass er bei mir vorbeikommen soll, aber seine Beine so schwer sind. Wenn ich ehrlich bin, fühl ich total. Aber du bist natürlich trotzdem herzlich willkommen, wenn das mit deinen Beinen wieder besser ist! (Ja, wenn jemand meinen Namen in einem Song erwähnt, fühle ich mich persönlich angesprochen, das ist richtig).
Also mich hat „Spür mein <3“ völlig abgeholt. Seit Tagen pfeife ich die Synthies in den mir höchstmöglichen Tönen nach, singe den Refrain vor mich hin und baue die Lyrics in meinen Alltag ein. „Man ey, wo habe ich denn jetzt schon wieder meine Socken hingepackt? … Ich weiß es auuuch nicht meeehr, nz nz nz nz“. Oder auch: „Ich find das Salz, find das Salz nich“. Dieser Song macht einfach in so vielen Situationen Spaß. Für mich ist er ein absoluter Hit. Und schon nächsten Monat veröffentlichen Die Mode ihre nächste Single „Monaco“. Außerdem ist für Ende 2021 eine EP geplant. Das sind doch rosige Aussichten, oder? Ich bin mir sicher, dass wir von den Jungs in Zukunft noch viel hören werden. Und da freue ich mich drauf.
Bis dahin einfach gerne „Spür mein <3“ pumpen, ihr werdet es nicht bereuen!
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Kaltenkirchen aus Wien haben letzten Freitag eine neue EP veröffentlicht. Sie ist die erste von insgesamt vier EPs (!), die in einem 7-wöchigen Rhythmus (!) erscheinen und jeweils 3 bis 4 Songs beinhalten werden. Thematisch werden die Phasen, die Sänger Philip mit seiner Panik verbindet, und der Umgang damit behandelt. Den Grundstein für dieses Konzept legten Kaltenkirchen schon mit der im letzten Herbst erschienene Single „Trocken“. Den Anfang des EP-Quartetts macht nun aber erst einmal „PHASE 1: PANIK“, deren drei Songs sich Jule seeehr aufmerksam angehört hat (und dabei nicht wenig überrascht wurde).
Bevor wir aber mit der EP starten, gibt’s noch etwas, was ich unbedingt noch loswerden möchte: Kaltenkirchen ist keine Onemanshow – sondern ein musikalisches Duo. Neben Sänger und Songwriter Philip Maria Stoeckenius gibt es da nämlich auch noch Produzent Niklas Pichler. Ohne den einen funktioniert das andere nicht, versteht ihr? Das geht leider manchmal etwas unter, deshalb: Niklas, I see you!
Jetzt geht’s aber wirklich los: Es ist Freitagabend vor zwei Wochen, als ich mir „Phase 1: PANIK“ das erste Mal anhöre. Ich habe einen völlig (und damit meine ich: völlig) beschissenen Tag hinter mir. Mir geht’s schlecht und ich habe eine Stunde lang geheult, peace. Da ich aber weiß, dass mich eigentlich immer alles, was mit Kaltenkirchen zu tun hat, aufmuntert, beschließe ich, mich mit der EP auf andere Gedanken zu bringen.
Nur noch 5mm.. bis meine Kinnlade den Boden erreicht
Der erste Song heißt „5MM“ und klingt in den ersten Sekunden nach dem mir vertrauten Kaltenkirchen-Sound. Sanfter, elektronischer Beat, leichter Hall auf der Stimme, lieb ich. Aber dann der Refrain… Ich glaube, in diesem Moment in der Küche gestanden zu haben, als ich kurz ziemlich perplex bin. Das ist nicht unbedingt mein musikalisches Fachgebiet, aber ich lausche gerade astreinen Rap-Vibes? Ich kann mich im ersten Moment gar nicht auf die Lyrics konzentrieren, weil ich das erstmal verarbeiten muss. Es ist anders, wirklich komplett anders als alles, was Kaltenkirchen bisher war. Ich bin ehrlich, ich muss „5MM“ repeaten, um mich auch den Lyrics widmen zu können.
„Noch 5mm, bis der Faden reißt Nur noch 5mm, bis zum Knochen im Fleisch“
Was man dem Text sofort anhört: Er kommt aus einer ganz anderen Stelle des Herzens als beispielsweise die Texte des Debütalbums „Im Namen der Liebe“. Es ist nicht das Verarbeiten von Situationen, die man passiv miterlebt. Es ist vielmehr das Verarbeiten höchstpersönlicher Gefühle. Man hört aus den Strophen die Verzweiflung und Machtlosigkeit sprechen. Warum schaut ihr nur zu? Warum helft ihr nicht? Warum kann ich mir gerade selbst nicht helfen? Ich würde hier am liebsten sämtliche Zeilen zitieren, weil sie mehr sagen als ich es je könnte. Das ist auf jeden Fall ein soundmäßig komplett überraschender und äußerst berührender Opener. Ich bin all in, weiter geht’s.
Panik und Ausgelassenheit – der Twist macht’s
Auf den zweiten Song der EP bin ich persönlich sehr gespannt. Denn „PANIK“ ist ein Feature mit Anoki, den ich euch auch schon als heißen Tipp bei unseren artists to watch 2021 ans Herz gelegt habe. Der Song startet mit überraschend fröhlichen Upbeats, die Stimmung ist eine völlig andere als noch eben bei „5MM“. Ich, immer noch in meiner Küche stehend, kann mir ein kleines Tänzchen jetzt absolut nicht verkneifen. Und dann folgt diese Textzeile: „Du bist Panik, ich bin Philip / aber irgendwann ist Schluss“. Also wer hier nicht wenigstens mal kurz zusammenzuckt, ist wirklich frei von sämtlichen Gefühlen. Ich unterbreche mein Rumgezappel und werde mir kurz, aber intensiv, wieder der Realität bewusst. Ich bin hin- und hergerissen zwischen Philips lieblicher Stimme, Anokis erstem Mal, sich musikalisch mit seinen Panikattacken auseinanderzusetzen, und dieser geilen Melodie.
„Ich bin eins mit meiner Panik Ich hab Angst sie zu verlieren Bin allein auch wenn sie da ist Was wär ich nur ohne sie?“
Mit „PANIK“ haben Kaltenkirchen und Anoki einfach abgeliefert. Dieser Twist aus Panik fühlen und sich darauf einlassen, sie ja eigentlich sogar zu feiern – ich brülle. Der Vibe könnte gegensätzlicher fast nicht sein und ergibt dennoch so eine harmonische Symbiose. Dieser Song macht einfach völlig Sinn. Ich erwische mich dabei, dass ich ihn noch drei bis siebzehn Mal höre, bevor ich mich dem letzten Track widmen kann. „PANIK“ hat mich völlig in seinen Bann gezogen. An dieser Stelle auch einfach ehrlich ein heftiges shout out an Niklas. Dieser Mann ist einfach ein Hits produzierendes Genie, ich kann’s nicht anders sagen.
Gib‘ uns einfach noch mehr Risiko
Der letzte Song der EP heißt „RISIKO“ und kratzt wieder etwas mehr an den früheren Sounds von Kaltenkirchen. Wobei das geschulte Ohr auch dezente Kummer-Vibes raushören kann. Textlich hebt sich dieser Song total von den beiden davor ab – er verfällt nämlich dem von mir immer noch sehr geliebten Muster, Interpretationsspielraum zu lassen. Der Song thematisiert das Spielen mit den Extremen, um von der Panik loszukommen. Die Leichtigkeit von eben weicht einem Adrenalinstoß, der dich einfach nur ausbrechen lassen will.
„Komm wir springen jetzt hier rein Vergessen Raum, vergessen Zeit Spürst du auch dass du so leicht bist? Spürst du auch, dass du soweit bist?
Nicht, dass es bei „5MM“ und „PANIK“ nicht so wäre, aber ich kann mir „RISIKO“ einfach so richtig geil in live vorstellen. Die Melodien und der Refrain laden förmlich dazu ein, laut mitzugröhlen und zum Beat durch einen stickigen Club zu springen. Ich kann’s jedenfalls kaum abwarten, bis das endlich so weit sein wird. Und dann will ich euch alle sehen und hören. Das wird wunderschön.
Fazit
Also wer diesen Artikel aufmerksam gelesen hat, dem ist mehr als bewusst, wie begeistert ich mal wieder von Kaltenkirchen bin. Der Sound hat sich verändert, so wie auch die Menschen dahinter sich verändert haben. Eigentlich tu ich mich mit Veränderungen immer etwas schwer, aber hier hat sie mich einfach nur von den Socken gehauen. Mir ging es beschissen, bevor ich die Songs gehört habe. Aber danach war alles einfach nur noch halb so schlimm.
Mein absoluter Favorit der EP ist obviously „PANIK“, weil er durch seine Gegensätzlichkeit ganz spielerisch und wie von allein Freud und Leid miteinander verbindet. Er zeigt ganz wunderbar, dass man dem Leid auch immer etwas Positives abgewinnen kann, auch wenn’s schwer fällt. Und weil er einfach ein absoluter Hit ist, ich Anoki total feier und dieses Feature mich einfach nur glücklich macht. Nicht mehr und nicht weniger.
Die Intention hinter allem, nämlich den offenen Umgang mit dem Thema Panikattacken bzw. mental health im Allgemeinen zu fördern und den Diskurs voranbringen, kann für uns alle, ob betroffen oder nicht, nur förderlich sein. Und ich bin mir sicher, dass Kaltenkirchen mit „PHASE 1“ wieder ein paar mehr Menschen an die Hand genommen hat. Mich allemal.
Und übrigens, noch eine kleine Bitte: Ihr könnt aktuell beim österreichischen Radiosender FM4 die Neuvorstellungen für die FM4 Charts wählen. Und nu ratet mal, für welches tolle Feature ihr da abstimmen könnt? Exakt. Einfach hier klicken und etwas Gutes tun. Danke!
Wer jetzt die „PHASE 1: PANIK“-EP von Kaltenkirchen hören möchte, der kann das hier tun:
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Die deutschsprachige Indiepop-Szene hat einen neuen Song zum in Dauerschleife hören: Paul Weber, der wahrscheinlich einzige Mensch, an dem Rollkragenpullover wirklich toll aussehen, hat nach seiner 2019 erschienen EP endlich wieder Musik veröffentlicht. Sein neuster Streich heißt „Auf und davon“ und hat mich direkt ein bisschen in Aufbruchsstimmung versetzt. Wieso, weshalb, warum? Das lest ihr jetzt.
Die Freude im Hause Jule war riesengroß, als angekündigt wurde, dass eine neue Single von Paul Weber auf dem Weg ist. Wie oben schon erwähnt ist seine letzte EP „Ein neuer Tag“ nämlich schon knapp 1,5 Jahre alt. Meiner persönlichen Fan-Meinung nach war das daher jetzt aber auch echt allerhöchste Eisenbahn. Das Livestream-Konzert, welches er im Dezember im Rahmen unseres Adventskalenders gespielt hat (das findet ihr auf unserem IGTV, gern geschehen), hat mich noch etwas ungeduldiger gemacht. Ihr könnt euch also vorstellen, wie ich auf „Auf und davon“ gegeiert habe. Also nicht lang schnacken, lasst uns den Song einfach direkt starten.
Ich packe meinen Koffer und nehme mit…
Bevor ich auf Play drücke, erwische ich mich kurz bei der Hoffnung, dass der Song mich bitte irgendwohin entführen wird. Schon der Titel „Auf und davon“ sagt halt genau das aus, wonach ich mich gerade sehne. Die wichtigsten Dinge und Personen einpacken und einfach mal für ein paar Tage raus. Raus aus den vier Wänden, die man sich nun wirklich sattgesehen hat, und endlich mal wieder irgendwas entdecken. Als der Song dann beginnt, wirft er mich genau in diesen Modus. Ich habe Paul noch keine einzige Textzeile singen gehört, aber habe trotzdem schon die entsprechenden Roadtrip-Vibes. Kräftige Drums und energische Gitarren, die, wie ich, mal wieder was von der Welt sehen wollen. Der Sound beschwingt mich und erzeugt sofort gute Laune.
„Lass uns irgendwo hin, wo uns kein Netz erreicht. Wo braune Haut türkises Wasser streift.“
Paul Weber hat es schon immer irgendwie geschafft, mich mit seinen Texten mitzureißen. Sei es mit Herzschmerz, Verbundenheit oder Ausgelassenheit. Er hat eine ganz wunderbare Art, mit seinen Texten bei mir die entsprechenden Emotionen hervorzurufen – ohne dabei schmierig oder gar theatralisch zu sein. Bei ihm klingt’s einfach immer.. echt. Ich bin überzeugt, dass wir beide einfach gerade dasselbe Fernweh fühlen und aus unserem seltsamen Lockdown-Alltag ausbrechen wollen. Man könnte sich sogar die Lyrics von „Auf und davon“ kurz wegdenken und würde den Vibe trotzdem fühlen, weil nur die Instrumente ihn schon absolut greifbar machen.
Für mich kommt der „Auf und davon“ also genau im passenden Moment. Durch seinen uptempo-Beat erzeugt er schöne Gefühle von Freiheit. Und auch, wenn die nächste Welt-Erkundungstour wohl noch ein bisschen auf sich warten lässt, Paul Weber hat auf jeden Fall einen tollen Song geliefert, der die Wartezeit bis zum nächsten Kofferpacken um Einiges erträglich macht.
Auch im dazugehörigen Musikvideo werden die Roadtrip-Vibes übrigens toll dargestellt. Es stammt mal wieder aus der Feder von Marian Hirschfeld, mit dem Paul Weber eigentlich schon seit Anbeginn der Zeit zusammenarbeitet. Vielleicht ist das auch der Grund dafür, dass die Videos einfach immer super harmonisch zu den Songs passen. Aber schaut’s euch doch gerne einmal selbst an und lasst euch auf die Reise mitnehmen. Viel Spaß!
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Heute gibt’s mal wieder was für alle Newcomer-Liebhaber: Am 05.02.2021 haben Friday the Fifth ohne große Vorankündigung ihre erste EP „Fresco“ rausgehauen. Und bestätigen damit meine seit langem bestehende These: Kassel gehört einfach zu den Top-Musikstädten Deutschlands. Punkt. Was die EP mit einer Pizza, Pokémon und O.C. California zu tun hat, lest ihr jetzt in der Review.
Zwar ist es das erste richtige musikalische Lebenszeichen des Trios, kennen tun sich Friday the Fifth, die aus Chris Umbach, Tobias Kolle und Leonard Hildebrand bestehen, aber schon ewig. Und wer den Youtube-Channel mal auscheckt, der findet auch raus, wie lange „ewig“ schon ist. Wer aber denkt, dass viel Zeit dafür draufgegangen ist, den gemeinsamen Sound zu finden, der irrt sich. Laut eigener Aussage dauerte es genau eine Probe, bis sie sich dessen sicher waren. Seitdem haben sich die Jungs aber auch ausgiebig darum gekümmert, die perfekte vierte Zutat der „Cheezi Margherita“ zu finden. Was ich da laber, fragt ihr euch? Ja, da muss ich wohl etwas ausholen: Die „Cheezi Margherita“ ist eine Wunschpizza, die man mit vier Zutaten nach Wahl belegen lassen kann. Bei Ananas, Gorgonzola und Jalapenos waren sie sich einig. Aber welche Zutat macht die Pizza nun zu einer perfekten? Ihr fragt euch abermals, was ich da laber und wieso? Wartet ab, das macht gleich Sinn. Denn wisst ihr, wo man diese „Cheezi Margherita“ bekommt? Bei Pizza Fresco in Kassel.
Ja, das habe ich gerade wirklich geschrieben. Ich konnte es im ersten Moment auch nicht glauben. Aber nachdem ich kurz Dr. Google gefragt habe, bin ich tatsächlich auf Pizza Fresco gestoßen und auch die erwähnte „Cheezi Margherita“-Pizza habe ich gefunden.
Wir merken uns also erst einmal: Friday the Fifth haben ihre erste EP tatsächlich einer Pizzeria gewidmet. Dass man bei der „Cheezi Margherita“ eben aus vier Zutaten wählen kann und auch die „Fresco“-EP mit vier Songs belegt ist, ist übrigens reiner Zufall… Aber dann lasst uns jetzt doch mal abchecken, ob’s schmeckt und ob der Käserand ballert:
Schon zum Anfang lautet die Devise: „Getting Higher“
So wie meistens, wenn ich mir neue Musik anhöre, hänge ich sitzliegend auf der Couch, als ich auf Play drücke und „Getting Higher“ starte. Doch es dauert nur ein „one, two, three, four“ und ich naja, ich stehe jetzt. Ich bin in einem Universum voll von E-Gitarren und Drums und spüre direkt meine große Konzert-Sehnsucht. Für die einsetzende Strophe wird’s bisschen softer und ich kann mich kurz wieder setzen. Inhaltlich geht es um den Wunsch, aus seinen Ängsten auszubrechen, weil es doch noch so viel mehr gibt. Aber es ist manchmal gar nicht so einfach, über seinen Schatten zu springen und das Ziel von higher getten zu erreichen. Irgendwie aufmunternd bricht „Getting Higher“ im Refrain wieder aus – und ich stehe erneut tanzend vor meiner Couch. Lyrics und Vocals stehen stimmungsmäßig in einem krassen Kontrast zu den Instrumentals. Der Gesang könnte nämlich auch problemlos als Ballade verpackt werden. Das sind genau die Spielereien, die ich liebe!
„Getting Higher“ ist auf jeden Fall ein catchy Opener und ein Song, der so richtig abgehen wird, wenn Friday the Fifth den irgendwann mal live spielen dürfen und man nicht alleine im Wohnzimmer feiern muss. Denn er fordert ganz von allein zum Tanzen auf und dazu, einfach mal kurz alles von sich abzuschütteln. I like that schon mal sehr.
„Mew“, also so wie das Pokémon. Oder?
Weiter geht’s mit einem Song, der mich mit einem starkem Bass-Beat begrüßt, der sich von meinen Ohren direkt in meine Bauchregion katapultiert. Kennt ihr dieses Basskribbeln? Wie auch immer. Die Lyrics von „Mew“ holen mich sofort völlig ab, weil sie eigentlich genau die Mood wiedergeben, in der ich mich seit einem Jahr befinde. Der Song klingt lediglich zu 200 % belebter und beschwingter als ich es zwischenzeitlich war, naja.
„Don’t ask, just live, there is so much to give Do not hesitate, there is a chance to take“
Neben dem Text finde ich aber noch einen Aspekt des Songs richtig geil: Die Melodie des Refrains. Die ist irgendwie so völlig anders als das, was man aus „typischen“ Pop-Refrains kennt. Ich gebe zu: Ich habe „Mew“ das komplette Release-Wochenende über in Dauerschleife laufen lassen, weil ich einfach nicht genug von der Melodie bekommen konnte. Und während ich das hier gerade tippe, summe ich sie schon wieder vor mich hin. Auf jeden Fall mein persönlicher Favorit der EP und ein Song, von dem ich jetzt schon weiß, dass er mich noch ganz lange begleiten wird.
Was genau er aber nun mit Miauen oder dem gleichnamigen Pokémon zu tun hat, weiß ich nicht so genau. Ich habe nach der Pizzeria-Hommage aber auch ein bisschen Angst vor der Antwort, muss ich sagen. Ich finde den Song auf jeden Fall mega geil und nur darauf kommt es ja letztendlich an (ja, das habe ich mir gerade schön geredet, gut kombiniert).
Nicht nur die Liebe geht „Different Ways“
Dem nächsten Track, „Different Ways“, hört man schon in den ersten Sekunden an, dass der Vibe hier ein völlig anderer ist. Etwas lieblicher, aber ohne auf die prägnanten (geilen!) Riffs zu verzichten. Ganz offensichtlich geht’s hier um das mal mehr, mal weniger schöne Thema Liebe. Die Lyrics erzählen eine bisschen süße Geschichte, die trotzdem irgendwie resigniert vorgetragen wird. Das Song-Tempo ist etwas reduzierter als zuvor. Ich konzentriere mich deshalb auf eine völlig andere Art auf die Stimme von Sänger Tobias – die für meine Ohren übrigens eine unfassbar schöne Klangfarbe und einen krassen Wiedererkennungswert hat. Ein riesiges Highlight des Songs ist aber auch das Ende: Friday the Fifth liefern da nämlich einen astreinen Gitarrenslot ab, der für mich noch ewig hätte weitergehen können. Hach, ich kann euch gar nicht sagen, wie sehr ich das live hören möchte…
Als vorletzter Song gibt „Different Ways“ der EP einen richtig gut gesetzten Twist. Nachdem ich erst getanzt und dann einen neuen Ohrwurm in meinem Gehirn begrüßt habe, bekomme ich hier die nötige Portion Emotion gereicht, die trotz des Pizza-Hintergrunds der EP nicht cheesy wirkt. Super geil umgesetzt.
Ein Waldspaziergang mit „Autumn Girl“
Der letzte Song der „Fresco“-EP beginnt abermals mit einem geilen Bass-Riff. Ich bemerke also erneut, wie geil ich gepflegte E-Bass-Riffs finde. „Autumn Girl“ beamt mich ziemlich fix an einen leicht grauen Herbsttag und einem lonely Spaziergang im Wald, bei dem man versucht, seine Gedanken zu ordnen. Die Bildsprache der Lyrics tut da ihr Übriges. Der Sound selbst ist aber auch ziemlich spannend, geht er doch teilweise schon fast ins Jazzige. Friday the Fifth zeigen also auch hier wieder einen völlig anderen Aspekt ihre Musik.
„All the leaves become brown, desiccate and then fall down. Wishing you were here by me to end this fucking misery“
Kennt hier eigentlich noch jemand O.C. California? Wenn ja, dann kennt ihr sicher auch noch die Songs, die da immer liefen. Und jetzt soll mir mal jemand sagen, dass „Autumn Girl“ nicht perfekt in den Soundtrack passen würde? Zwar würden die Protagonisten nicht zwingend einen herbstlichen Waldspaziergang machen, aber auch am Strand von Newport Beach kann man ja gedankenverloren langspazieren, während das perfekt gewellte Haar leicht im Wind weht.
„Fresco“ ist cheesy, ohne kitschig zu sein
Das war’s also, ich bin also durch mit der Debüt-EP von Friday the Fifth – und sie hat mich durch die Bank weg komplett überzeugt. Das beginnt mit der Pizza-Story, geht über den geilen Miau-Song, weiter zu meiner neu entdeckten Liebe für E-Bass und endet in einem Villenviertel in Kalifornien. Viel mehr kann man von vier Songs eigentlich nicht erwarten, oder? Dann noch der Umstand, dass die Jungs ernsthaft eine MySpace-Seite führen… Dieses Konzept unterhält mich extrem und holt mich und mein 14-jähriges Ich völlig ab.
Mit „Fresco“ zeigen die Jungs schon mit ihrem Einstieg, wie versiert, aber doch gradlinig ihr Sound ist. Mir war nicht eine Sekunde lang langweilig, weil die Instrumentals mich einfach mit auf eine Reise genommen haben. Und wenn die mal eben durchatmen, dann sind da immer noch die tollen Vocals, die mich liebevoll auffangen.
Dieses Debüt ist also ohne Abzüge völlig gelungen. Und wie ich schon mehrfach erwähnt habe: Wartet mal ab, bis ihr die Songs live auf einer Bühne hört, das wird nochmal ein ganz anderes Level. Und ratet mal, wer nach Kassel fahren und bei Pizza Fresco eine „Cheezi Margherita“ ausprobieren wird, sobald das wieder möglich ist…
Von mir gibt’s jedenfalls eine absolute Hörempfehlung und zwar umgehend, denn iht könnt euch „Fresco“ von Friday the Fifth direkt hier anhören, viel Spaß:
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Kennt ihr diese Menschen, die unfassbar gut mit Worten umgehen können? Die die komplexesten Situationen mit bildlicher Sprache so gut wiedergeben können, dass man sich so fühlt, als wäre man mittendrin im Geschehen? Falls nicht, dann solltet ihr euch unbedingt Mosaik und seine am letzten Freitag erschienene Single „KONTRAST“ anhören. Ein Song, der von Gegensätzlichkeiten handelt, die doch untrennbar zusammengehören. Denn fast alle harmonischen Dinge auf dieser Welt beruhen auf der perfekten Balance zweier Extreme.
Der 23-jährige Wahl-Regensburger Mosaik, der mit bürgerlichem Namen Konstantin Franz heißt, macht seit unglaublichen 10 Jahren Musik. Angefangen hat er als Kind mit dem Schreiben von Kurzgeschichten und alternativen Enden seiner Lieblingsbücher. Als ihm das nicht mehr ausreichte, fing er an, Songs über die Liebe und den ersten Liebeskummer zu schreiben. Inzwischen hat er zwei Alben („Dreidimensional“ (executive produced von AREAH) und „Bon Voyage“) rausgebracht, die er in Eigenregie und mit Unterstützung von 1eighty und Jhange produziert hat. Gemeinsam kreiert das Künstlerkollektiv den einzigartigen Sound von Mosaik. So richtig einordnen lässt sich dieser Sound aber tatsächlich nicht. Irgendwie Indie, irgendwie Hip Hop, irgendwie Pop. Aber wie wir schon lange wissen: Genreschubladen sind eh komplett überholt. Aber kommen wir mal zum Song „KONTRAST“:
Und setz mich ab, mit Vollgas in die Wand
Der Song beginnt mit einer Melodie, von der sich so manche Telefon-Warteschleife mal eine Scheibe abschneiden könnte. Die beruhigend wirkenden Klänge verabschieden sich aber, als der Beat einsetzt. Und als Mosaiks tolle raue Stimme ertönt, die sofort meine volle Aufmerksamkeit gewinnt. Irgendwas befiehlt mir, dass ich jetzt gut zuhören und mit ihm über die Gegensätzlichkeiten von Emotion und Kognition philosophieren sollte. Der kraftvolle immer wiederkehrende Ausbruch des Beats bildet dazu einen tollen Rahmen für die Lyrics. In völlig nachvollziehbaren Beispielen beleuchten sie die Ironie der Balance, die erst durch das Zusammenspiel zweier Extreme entsteht.
Gauloises teeren den Weg zur Freiheit, unsere Stadt riecht nach Fritten und Weißwein. Aber unser Zeitgeist ist scheinbar nicht genug, doch Nostalgie steht uns gut.
Dass wir es bei Mosaik mit einem Psychologiestudenten zu tun haben, dürfte niemanden überraschen, der sich den Song in seiner Gänze angehört hat. Ich, die ich leider keine allzu große (means: gar keine) Ahnung von Psychologie habe, musste mir „KONTRAST“ tatsächlich mehrfach aufmerksam anhören, um seine volle Genialität verstehen zu können. Ich hatte bisher wenig Anreize, mir darüber Gedanken zu machen, aber: Es scheint so, als findet der Mensch erst inmitten zweier Gegensätze das perfekte Gleichgewicht. Und daraus ergab sich für Mosaik nach dem Texten noch eine weitere Erkenntnis: So wie wir die Balance brauchen, brauchen wir auch mal den Ausbrauch aus genau dieser, um zu uns selbst (wieder) zu finden.
In Beständigkeit ruhen, Daylife im Loop
Ich muss zugeben, die lyrischen Aspekte von „KONTRAST“ haben es mir ein bisschen doll angetan. Ich habe es geliebt, mir den Song immer und immer wieder anzuhören und ihn von Mal zu Mal besser zu verstehen. Der kräftige Sound steht in einem sehr passenden Gegensatz zu dem ziemlich deepen Thema. Auf die hohen, weiblichen Harmonien könnte ich persönlich zwar sogar fast verzichten. Auch, wenn sie doch irgendwie wie die Faust aufs Auge passen, wenn es um Kontraste geht. Ich finde es auch super sympathisch und zum Song passend, dass er nicht wie ein zu 3000 % ausproduzierter Chart-Hit klingt. Man hört das Handwerk raus und, dass hier beim Produzieren viel Detailarbeit geleistet wurde.
Mosaik ist auf jeden Fall ein Künstler, den man auf seiner Liste haben sollte. Überzeugt euch gerne selbst davon und hört euch hier „KONTRAST“ an:
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Heute servieren wir euch mal wieder einen Song, der gerade erst das Licht der Welt erblickt hat. Whitepaper haben nämlich heute ihre neue Single „Tokyo“ veröffentlicht – und schreiben damit ein weiteres Kapitel auf ihrem musikalischen Stück Papier. Fans des gepflegten Indie-Rocks mit Vorliebe für mitreißende Gitarrenriffs, denen es nicht an Emotionen fehlt, kommen hier voll und ganz auf ihre Kosten. Es folgt: ein untoldency-Geheimtipp!
Wie gewohnt gibt’s zum Beginn aber erstmal ein paar hard facts zur Band. Die Geschichte hinter Whitepaper bzw. die Geschichte, die sie über sich erzählen wollen, ist nämlich alles andere als Band-typisch. Und das beginnt schon bei ihrem Namen. Sehr häufig haben die gewählten Bandnamen eine tiefe Bedeutung. Whitepaper hingegen definiert als „weißes Papier“ die Undefinierbarkeit. So kommt es auch, dass sich Max, David, Jo und Luis mal im Indierock („Hiraeth“) austoben, um im nächsten Augenblick eine Klavierballade abzuliefern („Superheroes“).
Worauf die Anfang 20-jährigen Jungs im Übrigen (zum Glück) auch keinen Bock haben, ist sich dem „klassischen Bandcharakter“ von nur einer Frontfigur hinzugeben. Max und David sind vielmehr zwei gleichwertige Sänger, mit sehr markanten Stimmen, die sie auch beide zeigen dürfen. Wer in diesem Atemzug dann auf die Idee kommt, nach irgendwelchen Band-Rollenverteilungen Ausschau zu halten, der sucht auch hier vergebens. So gibt es z.B. Songs, die aus Max’ Feder stammen, „Tokyo“ hingegen wurde von David geschrieben. Whitepaper lassen sich selbst also jeglichen Raum, um sich völlig auszuleben.
Kontrast zwischen Nähe und Ferne
Als ich „Tokyo“ dann das erste Mal höre, fallen mir sofort die starken E-Gitarren auf. Riffs, die powern und sich gleichzeitig wohlig an gefühlvolle Keys schmiegen. Und schon mit der ersten gesungenen Strophe macht sich hoffnungslose Melancholie breit. Der Song handelt von dem Gefühl, sich nach jemandem in der Ferne zu sehnen. Und dieses Gefühl kommt nicht von ungefähr: David hat „Tokyo“ nach einem Auslandssemester – in Japan! – geschrieben. Für geschlagene 7 Monate waren Whitepaper auf der ganzen Welt verteilt, bevor sie den Song zurück in Deutschland arrangierten und ihm seine ganz besondere Note verliehen.
We’re driving through the streets in different lives Missing us and each other on the other side
Es ist uneingeschränkt immer großes Kino, wenn Künstler:innen oder Bands es schaffen, ihre Inspirationen und Gefühle 1 zu 1 an die Hörer:innen weiterzugeben. Aber „Tokyo“ füllt die Plätze meines persönlichen Kinosaals, als wäre es das Leichteste der Welt. Whitepaper vereinen mit diesem Song auf eine ganz wunderbare Weise die mit ihren bisherigen Releases kreierten Soundwelten – und zeigen damit ganz nebenbei eine große stilistische Ausdruckskraft. Durch die offene Art mit ihrer Kunst zu spielen, folgen sie keinem festgefahrenen Klangbild. Trotzdem haben ihre Songs ein hörbares gemeinsames Zuhause: Emotionen.
Ich kann euch also nur empfehlen, Whitepaper mal ein Ohr, ach am besten sogar zwei Ohren zu schenken. Es lohnt sich, versprochen. Ich hoffe wirklich sehr, dass wir in Zukunft noch viel mehr von den Jungs hören werden. Da steckt einfach ganz viel Potential drin, wenn man mich fragt. Aber überzeugt euch doch am besten selbst davon und hört euch „Tokyo“ hier an:
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Es ist mal wieder Zeit für eine freshe Newcomer-Vorstellung: Der 21-jährige Dally aus Ludwigsburg veröffentlicht heute seine erste Single „Nur für dich“. Seinen Sound beschreibt er als modernen deutschsprachigen Pop mit R’n‘B- und Hip Hop-Einflüssen. Jule durfte den Song schon vorab hören und teilt hier und jetzt ihre Meinung mit euch.
Wer mich und meinen Musikgeschmack ein bisschen kennt, der weiß, dass der eben beschriebene Sound nicht unbedingt zu meinem favorite kind of genre zählt. Da mich sein Debütsong aber ziemlich gecatched hat, möchte ich euch Dally heute näherbringen. Allerdings ist er, trotz seines noch sehr jungen Alters, kein unbeschriebenes Blatt in der Musikszene. Unter seinem bürgerlichen Namen Danyiom hat er bereits seit 2014 regelmäßig Songs veröffentlicht (hört euch mal Rollin Roundan, lieb ich) und war sogar schon mit Lena auf Tour.
Ein Sound, der dunkle Stunden erhellen kann
Aber widmen wir uns mal dem Star des Tages: „Nur für dich“. Der Song beginnt mit einem kurzen dreamigen Intro und geht dann über in einen mich an Oldschool-Reggaeton erinnernden Beat. Dieser Beat geht dann auch sofort ins Ohr – und besonders in die Beine. Ich bekomme sanfte Sommervibes, obwohl ich tatsächlich zu denen gehöre, die die aktuell kalten Monate sehr genießen. Als Dally dann die ersten Zeilen der Strophe singt, offenbart sich mir ein astreiner Ohrwurm. Den von ihm beschriebenen Sound des deutschsprachigen Pops mit R’n‘B- und Hip Hop-Einflüssen kann ich voll und ganz unterschreiben.
Schließe meine Augen und kann dich sehen Du und ich, du und ich Nur für dich bring ich diese Welt zum Drehen
Dally fängt mit „Nur für dich“ nochmal völlig von vorne an. Und das mit 21 Jahren, nachdem er auf eine knapp 7-jährige Karriere zurückblicken kann. Trotzdem (oder gerade deshalb?) klingt der Song jung, frisch, locker. Obwohl man hört, dass hier kein Anfänger am Werk war, klingt es wirklich nach Neuanfang. Auch sein Instagram-Profil sieht aktuell sehr nach a new beginning aus. Dally sagt, dass ihm das Gesamtpaket aus Musik und Visuellem, also Styling, Video und Artwork, sehr wichtig ist. Seine größten Inspirationen sind hier A§AP Rocky, Jaden Smith oder Tyler, The Creator. Also auch das Auge hat allen Grund, gespannt zu sein.
Dally hat bereits angekündigt, dass „Nur für dich“ erst der Anfang ist. Man sollte ihn daher auf jeden Fall auf dem Radar behalten. Ich bin mir sicher, dass da im Laufe des Jahres noch viel Schönes auf uns zukommen wird.
Und bis dahin könnt ihr euch hemmungslos dem Ohrwurm des Tages hingeben:
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Das Ende des Jahres 2020 hatte doch noch einen kleinen Moment der Freude für mich übrig: RAZZ haben drei Jahre nach ihrem letzten Album Nocturnal eine neue Single veröffentlicht: 1969 – Conrad. Wie sie klingt, was dahintersteckt und ein paar Hintergrundfacts lest ihr jetzt.
Drei Jahre sind ganz schön lang. In dieser Zeit ist natürlich auch eine Menge passiert. Und es war zugegebenermaßen auch viel Müll dabei, besonders politisch. Das alles einzuordnen, zu verarbeiten und für sich selbst zu reflektieren, fällt da nicht immer leicht. Manche schreiben Songs drüber. So auch RAZZ. Im Interview mit hoers.de hat Sänger Niklas erzählt:
„Ich glaube, als ich den Text angefangen habe, gab es irgendein Zitat von Björn Höcke mit einem Wortlaut von wegen „… die Jungs von ’45 …“. Deswegen bin ich auf diesen ganzen Text gekommen, auf das Thema Fake News und einfach dieses Zurechtrücken der Wissenschaft und dieses die Dinge so hinzulegen, wie es einem gerade passt.“
„Bang my head against the wall, I’m tired of it“
Dass drei Jahre lang keine Songs von RAZZ erschienen sind, bedeutet nicht, dass die Jungs keine Musik gemacht haben. Vielmehr befanden sie sich in einem Prozess, ihrenSound weiter zu finden und auszuarbeiten. Side fact: Ich bin ein absoluter Routine-Mensch. Ich mag es zu wissen, was mich erwartet, wenn ich etwas anfasse, aufschlage oder anhöre. Daher liegt Freud und Leid sehr nah beieinander, wenn ich lese, dass Künstler:innen und Bands ihren Sound überdenken – und auch ganz natürliche Entwicklungsprozesse machen mich immer ein bisschen (means: ganz schön doll) nervös.
Als ich 1969 – Conrad dann aber das erste Mal höre, bin ich mehr als beruhigt. Der Sound klingt super vertraut – einfach nach RAZZ. Spätestens als Niklas‘ Stimme ertönt, weiß ich auch wieder, warum ich die Jungs schon seit ihrem 2015 erschienen Debütalbum With Your Hands We’ll Conquer feier. Rockige Gitarrenriffs, sanfte Synthies, sehr geile Bass-Highlights und Drums,die mich sofort mitreißen. Der Song ist zwar „nur“ 2:39 min. lang, dafür aber mit Unmengen der fürdie Jungs nicht untypischen musikalischen Spielereien gespickt. Wer da beim Hören nicht laut mitsingen und tanzen will, der hat’s einfach nicht verstanden.
RAZZ können‘s noch.. und wie!
Die obige Beschreibung von Sänger Niklas zur Songinspiration hört man auf jeden Fall raus. 1969 – Conrad durchlebt genau die Stadien, die man auch durchmacht, wenn man die von ihm zitierten Sprechdurchfall-Aussagen von sog. „Politikern“ liest. Fassungslosigkeit, Wut und Resignation par excellence in einen Song umgewandelt. Ich bin wunschlos glücklich.
Zusammenfassend kann ich also sagen: Die soundtechnische Weiterentwicklung hört man natürlich. Aber 1969 – Conrad zeigt ziemlich eindrucksvoll: RAZZhaben ihren Sound längst gefunden. Liegt vielleicht auch daran, dass die Jungs bereits seit 2012 und damit seit früher Jugend zusammen Musik machen. Sie haben alle Weiterentwicklungen, Präferenzen und Wünsche gemeinsam angepackt und erlebt – und das hört man auch. Auf Instagram haben sie sich sichtlich berührt dafür bedankt, dass ihre Hörer:innen auch nach drei Jahren noch so am Start sind. Wundert mich nicht, haben sich RAZZ doch in den letzten Jahren eine wirklich große und gefestigte Fangemeinde erspielt. Und wir (ja, ich zähle mich absolut zu dieser Fangemeinde) sind halt sau gespannt, was uns in Zukunft von den Jungs erwarten wird.
Als RAZZ-Fan der fast ersten Stunde ist mir natürlich auch das Songtitel-Spiel aufgefallen. Auf ihrem ersten Album gibt es einen Song, der immer der Eröffnungssongs bei Konzerten war: 1953 – Hillary – benannt nach dem ersten Menschen auf dem Mount Everest. Und nun gibt es eben 1969 – Conrad, benannt nach dem dritten Menschen auf dem Mond. Es ist also ein Song, den man gut und gerne als Einleitung für das dritte Album von RAZZ sehen darf. Mindblowing, oder?
Passenderweise greift dann auch das Musikvideo zu 1969 – Conrad den Songtitel-Bezug bezüglich Mond wieder auf. Falls ihr also mal kurz entsprechende Vibes braucht, gerne auschecken:
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Das Jahr 2020 war wohl das beschissenste Jahr seit langem. Da sind wir uns wahrscheinlich alle einig. Aber wenn es für mich einen positiven Aspekt hervorgebracht hat, dann den, dass ich mich noch mehr mit Musik beschäftigt habe, als ich es sonst schon tue. Laut meinem Spotify Wrapped 2020 habe ich 220.289 Minuten mit Musikhören verbracht. 220.289 Minuten, das sind fast 153 Tage. Ich denke zwar immer noch, dass das eigentlich echt nicht sein kann, aber sei es drum. In den 153 Tagen des Jahres 2020, die ich also mit aufgedrehten Boxen in meiner Wohnung verbracht habe, hatte ich dementsprechend auch viel Zeit, ausgiebig in Neuerscheinungen reinzuhören. Und in diesem Jahr waren für mich ziemlich viele geile Alben und EPs dabei. Da eine Auswahl für einen Jahresrückblick zu treffen, war also extrem tricky, but let’s try:
Blond – Martini Sprite
Ich kann mich noch ziemlich genau erinnern, wie ich am Nachmittag des 31.01.2020 auf dem Weg nach Hause das erste Mal das Debütalbum Martini Sprite von Blond durchgehört habe. Ich saß in den Berliner Öffis und musste mir ständig das Lachen verkneifen. Manchmal habe ich einfach in meinen Schal gelacht. Zwar waren die wirklich witzigen Songtexte irgendwie zu erwarten, trotzdem haben sie mich äußerst positiv überrascht. Auch ist mir sofort aufgefallen, wie unfassbar gut produziert Martini Sprite ist – darüber war ich vielleicht noch ein bisschen mehr überrascht. Insgesamt haben mich die Songs wunderbar durch das Jahr begleitet. Meine Highlights des Blond-Albums: Las Vegas Glamour (gute Besserung, Nina), Nah bei dir und natürlich Sanifair Millionär.
KYTES – Good Luck
Im Februar haben dann die KYTES ihr Album Good Luck rausgebracht. Und ich war, wie viele andere auch, von diesem Werk echt überrascht. Dass es sich zu eins meiner meistgehörten Alben 2020 mausern würde, hätte ich vorher auch nicht unbedingt gedacht. Auch wenn manche das anders sehen, aber ich feier den „neuen Sound“ total. Auf diesem Album gibt es für mich absolut keinen einzigen Skip-Song, so doll feier ich den „neuen Sound“. Und ich liebe es, dass ich die älteren Songs der KYTES sofort mit meinem jüngeren Ich assoziiere, während Good Luck sich einfach, wie ich, weiterentwickelt hat. Die Songs, die ich hier am lautesten mitgesungen habe, sind Runaway, Emily und Alright.
Betterov – Viertel vor Irgendwas
Kommen wir zu einer EP, auf die ich mich in diesem Jahr am meisten gefreut, und die ich wohl auch am meisten gehört habe: Viertel vor Irgendwas von Betterov, die im März erschien. Nur wenige haben mich musikalisch so konstant begleitet, wie er. Laut Spotify war Angst mein meistgehörter Song – gibt es einen passendere Überschrift für das Jahr 2020? Ich glaube nicht. Bereits in meiner Review habe ich prognostiziert, dassereiner DER Künstler ist, auf die wir in Zukunft unbedingt achten sollten. Im September habe ich Betterov dann endlich live auf einer Bühne sehen dürfen – das war wunderschön und einer meiner wenigen Highlights in diesem Jahr. Und ich bin gespannt, was das Jahr 2021 für ihn und uns bereithält. Meine Gänsehaut-Songs sind Viertel vor Irgendwas, Angst (obviously) und Irrenanstalt.
Ma Fleur – Big Dreams
Keine 2020-Rückschau von mir, ohne mindestens eine*n Künstler*in aus Kassel zu nennen, oder? Die Big Dreams EP von Ma Fleur hat in den letzten Monaten auf jeden Fall eine Menge zu meiner allgemeinen Glückseligkeit beigetragen. Mit seinen Songs hat er mich auf einer für mich völlig neuen Gefühlsebene gepackt. Ich habe während des Hörens durchgehend das Gefühl, er würde seine Geschichte nur ganz allein mir erzählen. Die Kombination aus seiner unverwechselbaren Stimme und den eingängigen Sounds habe ich einfach wirklich lieben gelernt. Während der Song meines Sommers Big Dreams war, ging es im Herbst mit de melancholisch-traurigen Songs While The Lights und Look weiter. Auch bei Ma Fleur bin ich auf das Jahr 2021 gespannt. Denn ich bin mir sicher, dass auch er ein Künstler ist, den man ganz dringend auf dem Zettel haben sollte, wenn man mitreden möchte!
Trille – Phase
Trille. Eigentlich sagt der Name doch schon alles. Falls es hier echt noch jemanden gibt, der ihn nicht auf dem Schirm hat: Ändere das bitte! Für mich hat er mit Abstand die heftigsten Lyrics des Jahres abgeliefert, denn er ist ein umwerfender Texter. Und ich bin ihm unsäglich dankbar, weil er mit seinen einzigartigen Sounds meinen musikalischen Horizont extrem erweitert hat. Dank ihm höre ich heute Songs, die ich vor einem Jahr wohl eher geskipped hätte. Von Trille gab es keine einzige Vorab-Single, die ich nicht gefeiert habe. Als diese dann im Oktober in der Phase EP mündeten und ich ihn glücklicherweise bei seinem Release-Konzert noch einmal live hören konnte, war ich eine sehr glückliche Jule. Die größten Ohrwürmer hatte ich von Santa Monica, Los Angeles und Jede Nacht, einem Feature mit Anoki, den ihr btw auch dringend mal auschecken solltet!
Yukno – Im Stream der Zeit
Zu guter Letzt noch eine Band, die ich vor einem Jahr zwar natürlich kannte, für mich persönlich aber nicht unbedingt auf dem Schirm hatte: Yukno. Bereits mit den vor dem Album erschienen Singles haben sie mich völlig überrascht und begeistert. Die dollsten „Ich-höre–denselben-Song-für-dreizehn-Tage-auf-repeat“-Phasen hatte ich eindeutig mit ihren Singles. Sobald es irgendwann wieder möglich ist, stehensie auf meiner Go-To-Konzerte-Liste daher ganz weit oben. Entsprechend gespannt war ich dann auf Im Stream der Zeit – und wurde sowas von nicht enttäuscht. Yukno ballern auf diesem Album nur heftige Sounds – das muss man gehört haben, um es zu verstehen. Zuerst hat sich Brumm, Brumm (feat. Oehl und Autodrom) in mein Hirn gebrannt, weiter ging es mit dem Lina Maly-Feature Haut und auch der Song Das Leben ist schön ist ein richtiger Hinhörer.
Falls ihr nach dem Lesen nun auch ein akustisches Gefühl für meine Alben und EPs des Jahres bekommen wollt, dann ist das gar kein Problem: Alle genannten Songs findet ihr in der unten verlinkten Playlist. Ich wünsche euch viel Spaß beim Hören und uns allen ein mindestens ebenso geiles Musikjahr 2021.
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