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Die Mode mit “Spür mein <3": Da hilft kein Arzt, da hilft nur tanzen

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Aufgepasst, dieser Artikel serviert euch einen astreinen Ohrwurm, der von Die Mode kreiert wurde und auf den Namen „Spür mein <3“ hört. Fans des gepflegten Synthie-Pops und Indie-Rocks, die wie Jule nicht nur die Texte, sondern auch die Instrumentals ihrer Lieblingssongs gerne sehr laut mitgröhlen, werden hier mit hoher Wahrscheinlichkeit extrem auf ihre Kosten kommen. Aber lest und hört selbst.


Mir ist aufgefallen, dass ich neue Musik in letzter Zeit vermehrt über Instagram entdecke. So ist mir das auch glücklicherweise mit dem Duo Die Mode passiert. Producer Justus Fischer und Sänger Max Stulle haben sich Anfang 2019 in Berlin zusammengetan und am 12.02.2021 ihre erste Single „Spür mein <3“ veröffentlicht. Durch wen oder wie genau ich auf die Jungs und ihren Song gestoßen bin, weiß ich leider nicht mehr. Aber Fakt ist: Ich bin mir sicher, hier mal wieder die Anfänge von etwas zu beobachten, was mal ganz groß werden kann. Schon ein Blick auf ihren Instagram-Account reicht aus, um ein Gefühl dafür zu bekommen, mit welcher Art von Menschen man es hier zu tun hat. Herzlich, offen und mitunter wirklich unfassbar witzig. Spoiler: Genau diese Attribute finden sich übrigens auch in dem Song wieder. Très chic.

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Der Song beginnt extrem sympathisch mit den Zeilen: „Ich kann den Text nicht mehr, glaub ich. Aber das macht nichts, ich improvisiere den Text“. Ich liefere dazu auch gerne eine kurze Erklärung: Wenn Max seine Vocals an Justus schickt, baut er gerne ein paar lustige Impros mit ein, die Justus beim Produzieren dann einfach wild pitcht. Über diese Ergebnisse amüsiert sich Max dann wiederum sehr. Also einfach mehr Spaß für alle.

Und so wird es wahrscheinlich auch diese Zeile in den Song geschafft haben. Als Max dann anfängt zu singen fällt mir sofort seine Stimme auf, die habe ich sofort richtig lieb. In „Spür mein <3“ geht es, Quarantäne und Lockdown geschuldet, um die Leere, die man während der Isolation gespürt hat und immer noch spürt. Um das Gefühl, man selbst sei der/die Einzige, der/die alleine Zuhause rumhängt, während wahrscheinlich alle anderen Spaß haben – und man ist nicht dabei. FOMO, wir kennen’s inzwischen alle, oder?



„Meine Freunde gehen heute aus
Doch ich fühl mich viel zu taub“


Aber anstatt in Angst und Leere zu versinken, umarmen Die Mode diese Feelings lieber mit Sounds, bei denen man schon fast gezwungen wird, gute Laune zu bekommen. „Spür mein <3“ teilt sich stimmungstechnisch in so viele verschiedene Ebenen auf, viel mehr wäre in 3:40 min. fast nicht möglich gewesen. Die Synthies sind erst sanft und entwickeln sich dann zu einem kleinen Rave für Zuhause. Zwischendrin gibt’s melodisch-rockige E-Gitarren-Riffs und dazu eben Max‘ süße Stimme – die singt, dass er bei mir vorbeikommen soll, aber seine Beine so schwer sind. Wenn ich ehrlich bin, fühl ich total. Aber du bist natürlich trotzdem herzlich willkommen, wenn das mit deinen Beinen wieder besser ist! (Ja, wenn jemand meinen Namen in einem Song erwähnt, fühle ich mich persönlich angesprochen, das ist richtig).

Also mich hat „Spür mein <3“ völlig abgeholt. Seit Tagen pfeife ich die Synthies in den mir höchstmöglichen Tönen nach, singe den Refrain vor mich hin und baue die Lyrics in meinen Alltag ein. „Man ey, wo habe ich denn jetzt schon wieder meine Socken hingepackt? … Ich weiß es auuuch nicht meeehr, nz nz nz nz“. Oder auch: “Ich find das Salz, find das Salz nich”. Dieser Song macht einfach in so vielen Situationen Spaß. Für mich ist er ein absoluter Hit. Und schon nächsten Monat veröffentlichen Die Mode ihre nächste Single „Monaco“. Außerdem ist für Ende 2021 eine EP geplant. Das sind doch rosige Aussichten, oder? Ich bin mir sicher, dass wir von den Jungs in Zukunft noch viel hören werden. Und da freue ich mich drauf.

Bis dahin einfach gerne „Spür mein <3“ pumpen, ihr werdet es nicht bereuen!


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