Autor: Anna N.

  • Exklusive Videopremiere: Iuna Lux und „Monsters“

    Exklusive Videopremiere: Iuna Lux und „Monsters“

    Anfang des Jahres hat Anna euch ja bereits Iuna Lux im Interview vorgestellt. Damals stand der Regensburger Bedroom-Producer kurz vor dem Release seiner Debüt-EP „All of my answers“. Die EP hat sich bei mir mittlerweile einen Platz in der Kategorie „Kann ich eigentlich 24/7 on repeat hören“ verschafft. Im Juli deutete sich mit dem Release der Single „Memory Lane“ dann EP Nr. 2 an. Und ich kann’s nicht anders sagen: Ich bin sehr hyped und bereit für neue Musik von Iuna Lux. I prodly present you: Die neue Single „Monsters“ von Iuna Lux und das zugehörige Musikvideo.

    “Get in your dress to dance!”

    Warum ständig in der Wirklichkeit leben, wenn man sich an so viele schönere Orte träumen kann? Genau nach dieser Devise fantasiert Iuna Lux über eine Nacht in einen Club mit der Partnerin seiner Träume. Die beiden tanzen, lachen, haben Spaß. Aber leider ist das Ganze dann doch nur ein Traum.

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    Re­gis­seu­rin Emely Hardt entführt in die Traumwelt von Hauptdarstellerin Thess Martini: Weite, staubige Landschaften und ein Geländewagen erinnern an ein Hinterland irgendwo in den Vereinigten Staaten und gehen über in neblige und düstere Club-Szenen. Hier durfte das Team in einem Regensburger Club filmen, der eigens für den Dreh aus dem Lockdown-Winterschlaf geholt wurde.

    Optik à la Stranger Things

    Von der Aufmachung des Videos bin ich sehr an einen Mix aus Stranger Things und Pulp Fiction erinnert. Das dürfte wohl hauptsächlich an dem 80er-Jahre Flair liegen. Naja, der Titel „Monsters“ trägt auch seinen Teil dazu bei. Ich feier das Gesamtpaket aber sehr. Die Stimmung des Videos löst das akute Bedürfnis zu Tanzen in mir aus.

    Bei melancholischen Texten, die mit einer ordentlichen Portion Synthesizern untermalt werden, hat man mich ja meistens sowieso schon überzeugt. Das Gefühl, das „Monsters“ in mir auslöst ist, kann ich in eigenen Worten nur schwer beschreiben. Es ist irgendwie eine ganz absurde Mischung aus Behaglichkeit, Träumen, Trauer und Zukunftsangst zugleich.

    Als würde man schon im schönsten Moment seines Lebens an die Depression danach denken, während im Hintergrund ein Feuerwerk an Synthesizern eine 80s Ballade schmettert.

    Wer sich jetzt noch fragt, wer eigentlich hinter dem Künstlernamen Iuna Lux steckt, sollte schnellstmöglich das Interview lesen. Keine Sorge, ich stell euch den Künstler natürlich auch hier kurz vor. Iuna Lux heißt eigentlich Christoph Hundhammer und ist neben seiner eigenen Musik vor allem als Live-Gitarrist des Regensburger Indie-Künstlers Telquist zu sehen. Mit seinem Bedroom-Soloprojekt Iuna Lux entwickelte er seinen ganz eigenen Stil irgendwo zwischen der Lässigkeit von MGMT und einer Melancholie, die er in eingängige Melodien verpackt.

    „ein Gefühl zwischen Rausch und Verliebtsein“

    So beschreibt Christoph seine Musik. Er therapiert sich mit der Musik selbst und lässt hier und da einen Einblick in sein nachdenkliches Innenleben zu. Das gibt seinen Songs eine extrem authentische Note.

    Monsters“ ist nach „Memory Lane“ die zweite Single der neuen EP, die im Dezember erscheinen wird. Bis dahin könnt ihr die bisher veröffentlichten Songs von Iuna Lux auf Spotify rauf und runter hören bis ihr sie im Schlaf mitsummen könnt. Dann sind wir nächstes Jahr alle bereit für Konzerte, Deal? Ich zähle auf euch!

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    Fotocredit: Denis Mnich

  • SIALIA verpackt gefühlvolle Dramatik in dunklem Indie-Pop-Mantel auf ihrer Debut Single “Ecstasy”

    SIALIA verpackt gefühlvolle Dramatik in dunklem Indie-Pop-Mantel auf ihrer Debut Single “Ecstasy”

    Ich weiß ja nicht wie es euch geht, aber der Herbst macht so einiges mit meinem musikalischen Hörverhalten. Wenn es draußen kalt, windig und regnerisch wird, dann tausche ich doch gerne mal sommerliche Gute-Laune-Hits gegen etwas mehr Melancholie und dunklen Sound aus. Ganz oben mit dabei ist das London Grammar Album „Truth Is A Beautiful Thing“. Diese unterschwellige Dramatik in London Grammar Songs, mit der mich die Band immer wieder abholt, finde ich sonst irgendwie nur sehr selten.

    Zwischen Nostalgie und Zukunftsklang

    Umso gespannter war ich als ich die Mail von Marvin, Drummer der Band SIALIA, in meinem Postfach entdeckt habe. Er stellt die Band wie folgt vor:

    SIALIA ist eine vierköpfige Alternative-Pop-Band aus Münster. Das Quartett macht Pop Klänge im dunklen Stil mit Rock Wurzeln und Indie Kunstfertigkeit. Inspiriert von London Grammar, Nothing But Thieves, Aurora und Florence + The Machine erschafft die Band einen bewegenden Sound zwischen Melancholie und Euphorie.

    Mehr brauchte es auch eigentlich gar nicht, um mich zu überzeugen direkt einmal in ihren Song „Ecstasy“ reinzuhören. Irgendwie hatte ich von Beginn an das Gefühl, der Song kommt mir bekannt vor. Natürlich kann das nicht sein, denn er war zu dem Zeitpunkt noch gar nicht veröffentlicht.

    Ohrwurmpotential

    Die starke Stimme von Sängerin Nicole klingt wie eine Mischung aus Florence Welch, Leadsängerin von Florence + the Machine, und Hannah Reid, Stimme von London Grammar. Sie fesselt Hörer:innen von der ersten bis zur letzten Sekunde des Songs. Zusammen mit einem ohrwurmverdächtigen Gitarrenriff baut sie eine Spannung auf, die durch den Refrain etwas aufgelöst wird.

    „Ich möchte mit unserer Musik faszinieren, überraschen und verstören! Die Songs erzählen phantastische oder mysteriöse Geschichten von persönlichen Dramen, inneren Kämpfen oder Träumen mit ungewissem Ausgang, behandeln das Wechselspiel von Tod, Schmerz, Hoffnung, Liebe und allem anderen, dem man sonst so gerne aus dem Weg geht.“

    Und auch das sehe ich in dem Song. Ja, ich fühle mich sogar irgendwie ein bisschen bloßgestellt – auf eine gute Weise, versteht sich. Der Songtext erinnert mich an Emotionen und Gedanken, die ich gerne des Öfteren unterdrücke, die aber bei solch mitfühlenden Songs dann doch an die Oberfläche treten. Aber hey, dafür hört man doch auch melancholische Songs, oder? Wenn ihr übrigens noch auf der Suche nach einer Playlist voller Melancholie, Herzschmerz und entspannten Vibes seid, dann schaut doch mal bei unserer Untold melancholic tunes Playlist vorbei.

    Won’t you cry for me

    It’s the end

    Won’t you fight for me

    ‚Cause I can’t escape

    Diese Zeilen des Refrains bekommen im Musikvideo zu „Ecstasy“ einen ganz besonderen Nachklang und wirken deutlich eindringlicher. Grund dafür sind die Flashlights, Infrarot-Optik und verschwommene, schnell wechselnde Bilder. Wie die ganzen dunklen Gedanken, die auf einmal aus der hintersten Ecke deines Kopfes angekrochen kommen …

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    Die Debut Single „Ecstasy“ von SIALIA hat mich auf jeden Fall direkt abgeholt und ich bin super gespannt auf weitere Songs. Angekündigt sind die allerdings erst fürs nächste Jahr. Bis dahin wird dann wohl „Ecstasy“ auf Repeat gehört!

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    Fotocredits: Leon Huesmann

  • EASY EASY im Interview: »Die besten Texte habe ich in unter 20 Minuten geschrieben«

    EASY EASY im Interview: »Die besten Texte habe ich in unter 20 Minuten geschrieben«

    Bei Indie Surf Pop denkt man jetzt nicht direkt an Köln. Die Band EASY EASY zeigt allerdings, dass entspannter Surf Pop nicht immer aus Australien kommen muss, sondern genauso gut aus NRW funktioniert. Vielleicht kommt euch die Band ja aus unserer „on the rise“-Playlist bekannt vor. Ich hab den Sänger Carlo im Interview getroffen und mit ihm darüber gesprochen, wie es zu dem Sound von EASY EASY kam und was wir in Zukunft noch so von den Newcomern erwarten können.

    EASY EASY im Interview

    Anna: Hi, cool, dass du hier bist. Magst du dich und die Band zu Beginn vielleicht einfach erst einmal vorstellen?

    Carlo: Hi, ich bin Carlo. Ich sing bei EASY EASY. Und ja, wir sind so eine Indie Band aus Köln. Es sind noch sechs andere Jungs mit am Start. Auf der Bühne sind wir aber nur zu fünft. Zwei von uns sind Producer. And that’s it.

    Anna: Ok, danke, kurzer Abriss zu eurer Bandhistorie: Ihr habt das Bandprojekt ja erst letztes Jahr gestartet. Ich würde mal sagen, das ist jetzt eher ein ungewöhnlicher Zeitpunkt. Also für mich war das eher so eine Zeit, wo irgendwie alle erst mal selbst auf sich klarkommen mussten und auf ihr Leben. War das für euch irgendwie eine Art des Umgangs mit der Pandemie, um sich auf die Musik fokussieren zu können? Oder wie ist das entstanden?

    Carlo: Ach nee, es war eigentlich eher zufällig, dass die Pandemie war. Also wir hätten uns auch zum genau gleichen Zeitpunkt wahrscheinlich gegründet, wenn die Pandemie nicht gewesen wäre. Dass die jetzt war, war insofern Fluch und Segen gleichzeitig, als dass wir viel Zeit im Studio verbringen konnten, weil wir ja uns nicht darum kümmern mussten, irgendwo live zu spielen. Genau, aber um mal an den Anfang zurückzuspringen: Ende 2019 hat Leon uns auf einer Party angesprochen, weil der so ein Song von unserer alten Band gehört hat, wo Luis und ich mitgespielt haben und Merdi. Und den fand er irgendwie gut. Das war dieser „all about u“-Song und dann wollte er den aufnehmen mit uns. Dann bin ich irgendwann zu ihm gefahren und das hat dann so viel Spaß gemacht und die andere Band zieht sich dann auch aufgelöst zu dem Zeitpunkt, dass wir gesagt haben „lass doch einfach weiter so Songs aufnehmen“. Und dann irgendwann erst nachdem wir auch die ersten Songs rausgebracht haben und alles wieder so ein bisschen gelockert wurde und man wieder Konzerte spielen konnte, da haben wir dann noch Robin und Julien in die Band geholt. Einfach, weil es mittlerweile eine Live-Band brauchte. Ja und seitdem sind wir eine große Familie.

    Aus Zufall wurde eine Band wie eine Patchwork-Familie

    Anna: Kanntet ihr euch eigentlich alle schon vorher und wart befreundet oder ist das quasi durch die Band entstanden, dass ihr jetzt so eine Familie seid?

    Carlo: Ja, den Luis kenn ich schon ganz lange, bestimmt schon seit 7 Jahren oder so. Damals in der Schule waren wir schon Homies. Und dann haben wir so vor 2 Jahren oder so angefangen Musik zusammen zu machen. Darüber haben wir Merdi, den anderen Gitarristen kennengelernt. Mit dem haben wir dann in anderen Formationen gespielt. Das war aber irgendwie alles auch super beschissen und so und dann hat sich das dann irgendwie aufgelöst. Bis wir dann auf der einen besagten Party die beiden Leons kennengelernt haben. Mit denen haben wir dann ne Weile rumgehangen und übers Internet haben wir dann erst Julien und Robin kennengelernt. Und seitdem hängen wir viel zusammen rum.

    EASY EASY beim Familienfoto

    Anna: Gibt es bei euch eine bestimmte Aufteilung: Also zum Beispiel, dass du immer die Songs schreibst und Luis sich um den Sound kümmert oder ist es eher so, dass jeder was beisteuert und dann zusammen halt geschaut wird, was man daraus macht?

    Carlo: Also jeder trägt trägt auf jeden Fall seinen Teil irgendwie bei und jeder hat so seinen kleinen Aufgabenbereich gesucht. Aber zum Beispiel die Songs schreiben Luis und ich und produzieren die dann mit den beiden Leons. Robin zum Beispiel macht den Merch Julien kümmert sich um diese ganzen Sachen wie Steuern, GbR und den ganzen Scheiß. Merdi macht viel Booking. Irgendwie hat so jeder seinen eigenen Stuff, aber schaut auch mal bei dem anderen mit über die Schulter.

    Anna: Euch gibt es jetzt seit einem Jahr und ihr haut einfach direkt eine komplette EP raus. Kam das einfach so, dass ihr so einen Schreib-Produktions-Flow hattet und gesagt habt „So, jetzt hauen wir einfach mal direkt die Songs alle raus“? Oder wie kommt das zustande?

    Carlo: Ja, wir hatten wir einfach viele Ideen rumliegen und so. Dann hatten wir wie gesagt auch echt das Glück, dass wir ja keinen externen Produzenten bezahlen mussten oder in einem Studio bezahlen mussten, sondern dass wir einfach da mit den beiden Leons produktiv sein konnten. Und die hatten irgendwie auch Bock auf ne EP. Und dann haben wir das einfach gemacht. Also ehrlich gesagt sind wir da jetzt auch gerade schon wieder so ein bisschen dabei. Wir produzieren schon wieder vor. Wir wollen, wenn’s gut läuft, vielleicht so Mitte bis Ende Dezember unsere zweite EP raushauen.

    Selbstgezeichnete Cover passend zum Song

    Anna: Sehr cool, da bin ich gespannt! Was ich bei euren Singles und EPs auch immer total cool finde ist das Artwork. Also wie kommen eure Cover zustande?

    Das Cover zu „Hony Tawk“ von EASY EASY

    Carlo: Achja, das ist das eine Freundin von mir und die ist einfach lieb genug uns ihre Zeichnungen zur Verfügung zu stellen. Sie malt generell einfach super viel und gerne und und ganz ganz toll. Und dann habe ich sie einfach ganz am Anfang mal gefragt. Mir gefallen ihre Bilder generell total gut. Seitdem hat sich das irgendwie so eingependelt, dass ich sie frage, immer wenn wir was neues releasen. Obwohl ich auch ein bisschen das Gefühl hab, dass ich sie so langsam auch ein bisschen nerve. Entweder sie hat noch so Bilder rumliegen oder sie hat gerade neue gemacht oder ob Bock was zu zeichnen. Sie ist einfach so eine sweete Person und sagt immer „klar“. Dann schicke ich ihr den Song und dann hört sie sich den an und malt. Es kommt auf jeden Fall immer was krasses dabei raus. Checkt sie mal auf Insta aus unter @artbydanai.

    Anna: Nice! Das check ich doch gleich mal aus. Ich habe gelesen, ihr labelt euer Genre von Musik Indie Surf Pop. Mal abgesehen davon, dass Genres oft Interpretationssache sind. Aber wie seid ihr auf dieses Genre gekommen? Surfen liegt ja jetzt irgendwie nicht so nahe in Köln.

    Carlo: Also wir hatten einfach das Gefühl, dass die Musik so relativ surfig klingt. Ich glaube es liegt auch daran, dass Luis und ich eine Zeit lang unglaublich viel so Mucke gehört haben, die sich im Surf Rock Genre einordnet. Zum Beispiel sowas wie Hockey Dad, Peach Pit, Skeggs oder Vanilla Gorilla, diese typischen australischen Bands. Und wenn man da guckt auf Spotify, dann werden die auch irgendwie immer in Surf Rock Playlists gepackt. Dann haben wir einfach beschlossen, dass wir uns auch dort einordnen. Aber in unserer Band fließen auch extrem viele verschiedene Musik Einflüsse zusammen, weil wir alle extrem unterschiedlichen Kram hören. Je nach Song hat dann irgendwie einer mehr Einfluss als der andere. Größtenteils machen wir aber einfach das, worauf wir Bock haben.

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    Das Video zur neuesten Single „right“ von EASY EASY

    Anna: Und wie sieht es bei den Texten aus: Habt ihr da bestimmte Themen, die ihr favorisiert? Oder gibt es sogar irgendwas, wo du sagen würdest, dass du darüber nicht schreiben kannst oder es nicht so gerne in einem Song behandeln möchtest?

    Carlo: Ich tue mich schwer mit so Love Songs, weil ich da irgendwie einfach das Gefühl habe, ich kann das nicht gut schreiben. Aber ansonsten viel Party, viel Bier trinken, Skateboard fahren, Sonnenschein. Ich mag das auch einfach manchmal, wenn man an einem Text nicht so geisteskrank lange überlegt. Ich finde die Texte, die mir am meisten Spaß machen, sind auch immer noch die, die ich in unter 20 Minuten geschrieben habe. Auch so völlig ohne, dass ich in dem Moment wusste, worüber ich die geschrieben habe. Ich mag es manchmal auch, wenn der Text sich selber nicht zu ernst nimmt. Und vor allem jetzt mal hands down: Gerade bei uns in Deutschland, wo sehr viel auch auf Deutsch veröffentlicht wird, da hört man bei einer Band wie uns mit englischsprachigen Texten ja jetzt auch nicht geisteskrank auf den Text. Und wir haben auch Songs geschrieben, wo wir einfach nur eine Strophe geschrieben haben. Oder wenn wir mit der zweiten nicht weitergekommen sind haben wir uns gesagt „fuck it, wir singen einfach die erste noch mal“ Und das ist bis heute auch keinem aufgefallen.

    „Deutsche Texte klingen sehr schnell kitschig. Da habe ich Angst vor.“

    Anna: Okay wow, das ist mir tatsächlich auch noch gar nicht so genau aufgefallen. War es für euch eigentlich eine aktive Entscheidung, dass ihr auf Englisch schreibt oder haltet ihr es euch auch offen, Songs auf Deutsch zu schreiben?

    Carlo: Ist immer noch offen, ich habe auch mit meinen Homies auch schon mal Texte auf Deutsch geschrieben. Die klingen aber irgendwie bisher immer noch blöder. Vielleicht schreiben wir mal irgendwann einen auf Deutsch. Ich glaube, dass wir uns da nicht so extrem festlegen. Aber aktuell glaube ich, fühlen wir uns ganz wohl mit Englisch. Ich glaube, Deutsch ist immer die größere Herausforderung. Ich glaube, als Muttersprachler kann dich ein deutscher Text krasser berühren als ein englischer Text. Also ich glaube, ein gut geschriebener deutscher Text ist gefühlvoller als ein gut geschriebener englischer Text für deutsche Zuhörer:innen. Aber man ist im Deutschen auch extrem dazu geneigt sehr kitschig zu klingen. Da habe ich ein bisschen Angst vor. Denn wenn man auf Deutsch singt, achtet man ja sofort viel stärker auf den Text. Das wäre doch irgendwie komisch, wenn ich mich auf die Bühne stelle und singe „Ich liebe dich unterm Sternenhimmel“. Das ist direkt so privat. Mann kann gar nichts mehr verstecken.

    Anna: Das kann ich sehr gut nachvollziehen. Was würdest du sagen, ist für euch so die größte musikalische Inspiration momentan?

    Carlo: Das ist schwierig so allgemein zu sagen. Also ich kann jetzt erst einmal von mir reden, das ist dabei bei uns allen sieben irgendwie bei jedem anders. Ich glaube bei mir hört man momentan die Musik, die ich gerne höre nicht aus der Musik heraus, die ich mache. Ganz am Anfang von unserer Band habe ich zum Beispiel extrem viel Skeggs gehört. Diese australischen Surf Skate Punkbands fand ich extrem cool letztes Jahr. Und dann muss ich selber mal gucken, was habe ich denn hier heute gehört? (schaut in seinem Spotify Verlauf nach) Ich habe heute die 2018er Platte gehört von Das Paradies. Kennst du die?

    Anna: Nee, sagt mir tatsächlich gerade nichts.

    Australian Surf Pop als Inspiration für den EASY EASY Sound

    Carlo: Kannst du dir auf jeden Fall mal anhören, die ist richtig nice. Ansonsten habe ich in letzter Zeit super viel Sports Team gehört. New Order finde ich im Moment aber auch wieder krass. Ja so, die Bands würde ich so aktuell nennen, aber es ist doch immer sehr tagesformabhängig bei mir. Ich. Finde schwierig zu sagen, welcher Künstler einem die größte Inspiration war. Ich glaube die erste Band, die bei mir ausgelöst hat, Musik zu machen war damals Sticky Fingers.

    Anna: Was meinst du wäre für eure Band ein Traum-Feature Artist? Oder lieber keine Features?

    Carlo: Auf jeden Fall Features! Ich glaube, man hätte eine sehr gute Zeit mit Mac DeMarco. Ich glaube, das macht Spaß mit dem zu produzieren. Ansonsten, was wäre noch krass … (überlegt) 
    Ja, LCD Soundsystem wäre für mich aktuell krass, das höre ich sehr viel im Moment und mit James Murphy im Studio zu stehenwäre schon krass. Ich glaube, dass wir mit dem einen richtigen Dance-Song produzieren könnten.

    EASY EASY auf der Bühne

    Anna: Oha, ja, das sind beides krasse Künstler! Aber zurück zu euch: Wie war für dich und euch als Band denn so der Sommer jetzt? Ich habe gesehen, dass ihr eure erste kleine Tour gemacht und die Songs live gespielt habt. Wie fühlt sich das an?

    Carlo: Es hat einfach so Spaß gemacht! Da haben wir auch wieder gemerkt, dass wir fünf Jungs einfach eine Live-Band sind. Merkt man denn auch bei allen so, dass das genau der Grund ist, warum wir das machen. Also klar, Musik im Studio machen ist auch toll, aber live ist nochmal was anderes. Das ist das geilste Gefühl, was du durch Musik bekommen kannst. Und Ende August haben wir zum Beispiel ein Konzert gespielt mit den Boys von Sakropolis zusammen hier bei uns in Köln in so einem Kiosk. Auf einmal kamen ganz viele Leute , sodass es am Ende um die 100 waren alleine in dem Kiosk! Und dann haben die auch so die Texte mitgesungen und das war krass. Das hat so Spaß gemacht und da geht man auch wirklich runter von der Bühne und ist den ganzen Abend happy. Da singen einfach Leute die Texte mit, die man teilweise nachts um 5 Uhr im Suff geschrieben hat. Darauf musst du erstmal klarkommen. Ist ein krasses Kompliment irgendwie.

    Das Glücksgefühl nach einem Live-Konzert ist nicht zu toppen

    Anna: Ist denn für die Zukunft schon mehr geplant?

    Carlo: Auf jeden Fall! Im Oktober spielen wir noch vier oder fünfmal, drei Mal in Köln und einmal (hoffentlich zweimal) in Hamburg. Und dann im Januar gehen wir auf unsere erste richtige, größere Tour. Hoffentlich. Mal schauen, ob das funktioniert, da sind wir gerade noch in der Planung.

    untold story

    Anna: Sehr cool! Okay, letzte Frage für heute: Was ist eure EASY EASY untold story? Untold stories sind bei uns in Interviews Geschichten von Bands und Künstler:innen, die sie noch nie in einem Interview erzählt haben, die aber eigentlich total lustig, spannend, interessant zu erzählen sind. Fällt dir da zufällig etwas ein?

    Carlo: Doch, es fallen mir auf jeden Fall ein paar Geschichten ein. Das Problem ist nur: Die Geschichten, die wir in Interviews nicht erzählen, die können wir auch nicht erzählen. Aber es gibt Sachen, dass man selber keinen Gefallen mit, wenn wir das erzählen, beziehungsweise die sollten wir lieber niemandem erzählen (schmunzelt). Aber du hast Glück: Da gibt es doch noch eine aktuelle Story, die ganz lustig ist. Und zwar habe ich mir den Fuß verbrannt auf der Bühne vor ein paar Wochen. Da haben wir auf auf dem Bulli Summer Festival gespielt am Freitag und das hat den Veranstaltern so sehr gefallen, dass sie uns gefragt haben, ob wir am Samstag noch einmal spielen wollen. Und natürlich hatten wir Bock! Dann sind wir noch kurz vor knapp zum Baumarkt gefahren, also Schlafsäcke hinzu geholt, uns da ein Zelt organisiert, alle da gepennt und dann am nächsten Tag mit so zwei Stunden Schlaf und übertrieben verkatert noch so drei Sets gespielt. Eins von den Sets war wirklich so extremst in der Sonne und ich war so gut drauf, da hab ich gesagt „So Leute, ich spiele jetzt barfuß“. Dann bin ich da so ein bisschen rum gezappelt, wie ich es halt immer auf Konzerten mache. Und irgendwann habe ich so gedacht, ich jetzt einen nicen Move und wollt so ganz cool, meinen Fuß so vorne auf den Monitor drauf stellen. Und dann habe ich aber nicht bedacht, dass der halt zwei Stunden lang in der prallen Sonne die ganze Zeit stand, da ich meinen Fuß so drauf und dann so direkt meinen Fuß übelst verbrannt. Es hat wirklich eine ganze Woche lang übertrieben wehgetan. Kann ich also nicht empfehlen. Aber ansonsten hat Luis sich zum Beispiel auf der Bühne einmal fast übergeben. Ich weiß nicht, ob er seine Haare oder eine Zigarette verschluckt hatte, eins von beidem. Und dann musste er fast kotzen auf der Bühne. Das war lustig – also für uns zumindest, für ihn eher weniger.

    Anna: Aua, so einen verbrannten Fuß stelle ich mir echt sehr schmerzhaft vor. Aber danke, dass du die Stories mit mir geteilt hast und danke für das Interview. Bis zum nächsten Mal!

    Hier könnt ihr in die Debüt-EP „Lemon Squeezy“ von EASY EASY reinhören!

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    Fotocredit: Marco Peters (letztes Foto)

  • Playlist: on the rise

    Playlist: on the rise

    Gibt es ein besseres Gefühl als einen Song zu entdecken, den du so richtig fühlst? Das ist ehrlich gesagt schwer zu toppen. Aber es gibt einen Glücksmoment, der für mich noch das Sahnehäubchen bildet. Und das ist der Moment, in dem ich entdecke, dass die Künstler:innen nur fünf monatliche Hörer:innen auf Spotify haben. Das ist meistens auch der Moment, indem meine Freund:innen die Augen verdrehen und mich wieder zurück in die Musiknerd-Schublade verfrachten. Aber ihr wäret ja nicht hier in unserer untoldency-bubble gelandet, wenn ihr nicht selber eine Schwäche für nischiges Musikwissen aus erster Hand hättet.

    Deswegen haben wir unsere geballte Teamkompetenz gesammelt und eine Playlist zusammengestellt mit Künstler:innen, die ihr nicht in jeder zweiten Indie-Playlist auf Spotify findet – sozusagen die feinste Auslese. In der Playlist findet ihr alles von Pop, Rock über New Wave bis hin zu Hip Hop und Lo Fi. Der Fokus liegt darauf, Künstler:innen und Bands vorzustellen, die unserer Meinung nach großes Potential haben und bisher erstaunlicherweise wenig Reichweite dafür.

    Starker Indie-Rock made in Germany

    Die erste Band, die ich euch vorstellen möchte ist VAN HOLZEN. Die drei Ulmer Florian, Jonas und Daniel erinnern mit ihrem klassischen Alternative Rock an eine deutsche Variante von den Foals. Ihre Songs sind voller Emotionen und Energie, die ein starkes Bedürfnis zum lauten Mitgröhlen auslösen. Zudem gibt es bald Neues von den drei Jungs. Das dritte Album von VAN HOLZEN erscheint am 12. November und beinhaltet unter anderem auch die Single „Gras“, die ihr in der Playlist findet.

    Cinema Nova schließt sich mit ihrem verträumten Indie-Psychedelic Sound quasi fließend an. Kein Wunder, denn die Jungs lassen sich von Bands wie VAN HOLZEN, den Foals, Tame Impala und Alt-J inspirieren. Sie haben bisher drei Singles veröffentlicht: „Wildfire„, „Metaphosis/Anïs“ und „June„. Das Album mit den Tracks steht aber bereits in den Startlöchern, wie sie mir in einem Interview für das Campusradio Hannover verraten haben, und wird „Into the Blue“ heißen. Für mich können die Songs von Cinema Nova locker mit den bekannten Indie Größen mithalten und ich bin immer wieder überrascht, dass die Band gerade einmal rund 400 monatliche Hörer:innen auf Spotify hat. Vielleicht ändert sich das ja bald!

    Alte Bekannte

    Der aufmerksamen untoldency-Leserschaft sollte der ein oder andere Song bekannt vorkommen. „Methadon“ von Lyian hat Jule euch in ihrer Review bereits einmal genauer vorgestellt. Auch Power Plush sollte euch aus dem Interview mit Dascha etwas sagen. Aber auch unsere quasi Team-eigenen Bands PBSL, mit unserem Redakteur Lukas als Sänger, und Die Mode, mit unseren Graphikern Max und Justus. Beide Bands bringen geballte Indie-Pop Kompetenz mit deutschen Texten zusammen, die gesellschaftliche Strukturen in Frage stellen und ihre Gedanken reflektieren. Für mich eindeutig ein Beweis, dass der deutsche Indie-Pop so viel mehr zu bieten hat als „nur“ die Headliner vom Reeperbahn Festival (don’t get me wrong, auch die lieben wir).

    Was geht in der europäischen Nachbarschaft so?

    Die meisten Sänger:innen in der Playlist kommen aus Deutschland, aber auch das Ausland hat so einiges zu bieten. Irgendwie habe ich oft das Gefühl, dass 80 Prozent meiner Playlists voller deutscher Künstler:innen sind. Auch wenn die meisten Songs trotzdem auf Englisch sind, ist es irgendwie schade, dass so wenige internationale Artists es in meine Favoriten schaffen. Im letzten Jahr habe ich deshalb beim Campusradio Göteborg eine Show gestartet, in der ich mit den anderen beiden Hosts zusammen Künstler:innen aus unserer europäischen Nachbarschaft raussuche, die weniger als 100 tausend monatliche Spotify-Hörer:innen haben. Das war eine ziemliche Challenge, aber dadurch kenne ich mittlerweile so einige eher unbekanntere Artists aus den verschiedensten Ländern.

    Zum Beispiel habe ich dadurch auch die italienische Künstlerin Voodoo Kid entdeckt, die mit ihrem modernen Indie-Pop beweist, dass gute Musik keine sprachlichen Grenzen kennt. Aber auch das slowenische Trio Luvver habe ich sehr ins Herz geschlossen. Wer hätte schon gedacht, dass Slowenien Musik á la The Neighbourhood, Lorde und The Weeknd zu bieten hat? Ich war zumindest gänzlich überrascht bei diesem Fund. Mein neuester Lieblingsfund ist allerdings Chez Ali aus Schweden, den ich letztens auf einem Konzert kennengelernt habe. Seine Songs klingen wie eine verträumte Hochzeit aus dem Sound von Mac de Marco und Tame Impala. Synthige Gitarren gemischt einem Hauch von Jazz und Soul zu seichten Gute-Laune Lyrics machen die Musik von Chez Ali für einem echten Highlight in jeder Playlist.

    „Ich frage mich: Fragst du dich auch?
    Wie sieht es auf der Sonnenseite aus?
    Ist da noch Platz?
    Und reicht der auch für zwei?“


    Die letzte Band, die ich euch vorstellen möchte, nennt sich Ottolien. Die beiden Brüder Leo und Jonas machen seit ihrer Kindheit gemeinsam Musik und seit Ende 2018 auch ganz offiziell als Duo Ottolien – das ist übrigens der Nachname der beiden. Ehrliche Texte mit fast poetischen Anmutungen sind das Fachgebiet der beiden. Besonders interessant wird es durch den Mix aus Leo’s weicher Singer/Songwriter Stimme und Jonas‘ Rap-Parts, den man in deutschen Songs so eher selten findet. Irgendwie schaffen die Ottolien es, dass ich bei jedem Hören wieder eine neue Zeile entdecke, über die ich so vorher noch gar nicht nachgedacht habe. Aber hört doch einfach mal selbst rein in der Live-Session zur EP „Zwei Sekunden Pause“:

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    Leider kann ich in diesem Artikel nicht jede Band und jede Künstler:innen einzeln vorstellen, auch wenn sie es alle mehr als verdient hätten. Also lasst ein bisschen Liebe da für kumult, Dolphin Love, jesko, Branda Blitz, Sacropolis, Golf, Fritzi Ernst, Apollo Sissi, The Komets, Alehlokapi, FORWARD, THALA, Tigermilch, Annie DiRusso, Zimmer90 und viele mehr.

    Hier kommt ihr zur Playlist:

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  • Mavi Phoenix gibt mit „Leaving“ einen Vorgeschmack auf seinen neuen Sound

    Mavi Phoenix gibt mit „Leaving“ einen Vorgeschmack auf seinen neuen Sound

    Mavi Phoenix dürfte den aufmerksamen untoldency-Leser:innen bereits ein bekannter Name sein. Der österreichische Sänger hat im Frühjahr letzten Jahres sein Debütalbum „Boys Toys“ veröffentlicht. Anna’s Review zum Album findet ihr hier. Mit „Boys Toys“ eröffnete Mavi einen exklusiven Einblick in seine Gefühlswelt rund um die Gender-Identitätsfindung. Während das Album sehr geprägt ist von Trap-Beats, Cloud-Rap und R&B, kommt Mavi dieses Jahr mit einem neuen Sound daher. Die neueste Single „Leaving“ habe ich einmal genauer unter die Lupe genommen und versucht zu verstehen, was hinter dem neuen Sound steckt.

    Als im April – gut einem Jahr nach „Boys Toys“ – die Single „Grass And The Sun“ rauskam war mir direkt klar: Das ist ein neuer Mavi Phoenix Sound. Dieser neue Sound klingt nach Indiepop, Lo-Fi, Spuren von Folk und Rock. Also ein ziemlicher Kontrast zu den alten Songs von Mavi. Das kommt allerdings nicht von ungefähr. Der 26-jährige Österreicher möchte mit „Leaving“ eine neue Richtung vorgeben und macht deutlich: So will er ab jetzt klingen.

    the new main indie pop boy

    Passenderweise kommentiert er dazu in einer Insta-Story: „On my way to become a main indie pop boy“. Als Marlon, wie Mavi mit bürgerlichem Namen heißt, Anfang September den Amadeus Austria Music Award in der Kategorie Urban/Hip-Hop gewinnt, freut er sich natürlich total, betont aber im gleichen Atemzug, dass er sich dem Alternative/Indie-Genre zugehörig fühlt. Wem das immer noch nicht deutlich genug war: Mavi Phoenix macht jetzt Indie Pop Musik.

    Kommen wir jetzt aber mal zu „Leaving“. Beim ersten Hören musste ich direkt erstmal stutzen: Kommt mir der Anfang nicht bekannt vor? Für mich klingen die ersten paar Akkorde wie eine Akustikgitarrenversion von „Nothing Good“, der zweiten Single von Mavi in 2021. Da ich den Song aber auch schon ziemlich gefeiert habe, stört mich das nicht weiter. Ansonsten klingt Mavi in „Leaving“ ungewohnt ruhig. Der Song baut sich langsam auf und die Gitarre wird immer mehr unterstützt.  

    „Ich wusste gleich, dass dieser Song etwas Besonderes ist. Das könnte der beste Song sein, den ich je geschrieben habe.“

    Leaving“ ist letztes Jahr entstanden – also mitten in einer Zeit, die geprägt von Ungewissheit, Abwarten und einer Menge Selbstreflexion war. Mavi sieht den Song daher als eine Art Neuerfindung seiner Musik. „Ich kann gar nicht beschreiben, wie sehr ich mich über die Veröffentlichung des Songs freue, denn er hat mich nach einer schwierigen Phase wieder an mich, als Künstler glauben lassen“,erklärt Mavi.

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    Das Musikvideo zu „Leaving“ kommt in minimalistischer schwarz-weiß Ästhetik daher. Die Aufmerksamkeit soll auf der Musik liegen. Mavi selbst ist immer eher klein zu sehen und wirkt etwas verloren in der „großen“ Welt – meiner Meinung nach sehr passend zu den Lyrics.

    It’s the same old story for us all. When you love someone and they just don’t.“ 

    Diese Zeile aus dem Song fasst den Kern des Songs ganz gut zusammen und lässt wahrscheinlich auch ziemlich viele ganz gut mit ihm identifizieren. Den Rückschlag einer nichterwiderten Liebe zu verkraften ist nicht einfach, aber in „Leaving“ verarbeitet Mavi dieses Gefühl und findet den Weg zurück in ein ausgeglichenes Selbstwertgefühl. „Ich bin zu der befreienden Erkenntnis gekommen, dass man die Kontrolle über sein Leben und seine Gefühlswelt wiedererlangen kann, indem man Situationen, Menschen und/oder andere Dinge die schlecht für einen sind einfach verlässt,“ sagt Mavi.

    Ende Juli hat der österreichische Künstler ein Video auf YouTube gepostet, wo er die Entwicklung seiner Stimme festgehalten hat nachdem er ein Jahr lang Testosteron nimmt und man merkt einfach total, wie er im Laufe deutlich glücklicher wirkt und sich wohler fühlt mit seiner Stimme und auch in seinem Körper. Zusammen mit der Message hinter „Leaving“ macht es mich ebenfalls sehr glücklich zu sehen, wie Mavi zu sich selbst findet.

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    Ich bin auf jeden Fall sehr gespannt, was von Mavi Phoenix als nächstes kommt und bin ziemlich gehyped auf den neuen Indie Pop Sound. Für mich bleibt Mavi trotz veränderten Klang weiterhin ein super interessanter Künstler, der einfach mehr Aufmerksamkeit verdient. Wenn ihr also den neuen Song „Leaving“ noch nicht gehört habt, dann könnt ihr das jetzt hier mal ganz schnell nachholen:

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    Fotocredit: Randy Kambodscha

  • Maple & Rye im Interview: »Playing live is addictive, you can’t get these emotions in daily life«

    Maple & Rye im Interview: »Playing live is addictive, you can’t get these emotions in daily life«

    Zum Abschluss unserer Interview-Reihe zu den Acoustics Concerts stelle ich euch die Band Maple & Rye vor. Maple & Rye – das sind Milton, Leo, Henrik und Gustav. Die vier Jungs kommen aus Göteborg, Schweden, und haben sich dort und in der Scandifolk-Szene bereits etabliert. Für die Acoustics Concerts am 06.09. in Berlin und am 08.09. in Hamburg packen die Schweden ihren Van voll Equipment und machen sich auf den Weg nach Deutschland. Ich habe Maple & Rye vorher bereits in Göteborg auf ein Interview getroffen. Ja, ihr lest richtig – so ganz in real life und vor Ort. Ihr könnt euch vorstellen, wie glücklich wir alle waren, nach über einem Jahr endlich mal wieder Interviews in Person führen zu können. Ich habe mit Milton, Leo, Henrik und Gustav über neue Musik und alte Songs gequatscht und nachgehakt, wie es ist eigentlich so ist in einer musikalischen Stadt wie Göteborg eine Band zu starten.

    Maple & Rye im Interview

    Anna: Hej guys, nice to meet you, hope you’re all good! To anyone who has not listened to your music before: Describe the sound of Maple & Rye in one sentence.

    Milton: At least we get one sentence. Usually it’s like one word (laughing). There’s one description that we have previously used a little tag of folk inspired indie-pop. Yeah, I guess that’s still pretty true. We tried to combine all the genres we play into one phrase.

    Anna: So, it’s been a little bit more than a year now since you released your first album. How do you feel about it now? If you would have done the same album again, would you have done something differently? Or still completely stand behind it as it is?

    Leo: Great questions (starts thinking about it). I mean, we have better songs now.

    Gustav: Exactly. Yeah, that’s where I always go in as well. We could like replace songs with those.

    Milton: I agree, we do have some new songs that we’ve written since we recorded and released the album that we like even more, but at the same time, the package of that album makes a lot of sense. I think the songs, there’s a common theme in the entire album musically and somatically, production-wise, instrumentally. Yeah, I wouldn’t exchange any of the new ones for that album. But I’m very excited to release the new stuff. That’s gonna be a new package.

    Henrik: Yeah, no if we did the same album at the same time, like one year ago again, not like now: Then I would probably have done the same.

    Anna: It’s probably also like capturing that time, like how you felt about the music at that time.

    Henrik: Yeah, exactly. And it’s hard, I mean: Would you would you have done anything differently? Maybe, but that’s what you felt like doing at that time. So why dwell on that really?

    Milton: Any improvements we can apply to the next thing. We should write a song about that.

    „We’ve reached a point where we have a certain sound“ – Is there gonna be change in the future?

    Anna: So, when is the next album going to be released?

    Maple & Rye Untoldency Interview

    Henrik: It’s not on the horizon just yet. We have loads of material. But we haven’t started really recording and producing anything yet. But that’s next on the agenda.

    Milton: Yeah. And then we’ll see, I guess, if it is a full album that we’ll do or if we’ll do an EP. I think we feel that we’ve reached a point to a little bit where we have a certain ‚Maple & Rye‘ sound. And there still is a clear kind of common theme towards where we’re developing into, but it’s a little bit of turning a page with what we’re doing next. And it might be that maybe an EP or a couple of singles to kind of introduce this maybe slight change of genre or tweak and what we’ve done before, might be a good little taster before going for the full album. We’ll see, we have a lot of strategy discussions to that.

    Anna: At least you have a strategy!

    Henrik: Yeah! And at least we have music. That’s the baseline, that we didn’t lose our inspiration on the way.  I mean, that happens to a lot of artists.
    So we’re really lucky that we’re still creating a lot.

    Milton: Absolutely. I’m always excited to release the next thing. But it’s also slight curse, because it means that the second you release something you’re already over. You’re excited for the next idea.

    Henrik: From what I’ve heard, that’s basically always true for musicians because it takes so long from the moment you write something to the moment you finish it, and then you record it, and then produce it and mix it. And then, like, you have a release date, but then it’s like, three months until we can actually release it. And then by that time, you heard the song like 200 times. And listened to every minimal detail. So yeah, I’ve heard a lot of people working in music saying that they hate every song they release, like they love it, when they start doing it. And they had to remember that they do actually have that feeling. But then when they release it, like, I don’t want to hear that song for a long time. But then they like remarried a song after a while, and they’ve gotten some distance to it. And like, okay, yes, that was actually a great song.

    Milton: Because it kind of sucks because as soon as you release it, that’s when it’s life starts. Yeah, that’s when everyone else gets to hear it. We have to go promote it and go on tours. And that’s why it’s really important to write songs that you like playing live. Because that’s what you’re going to have to do, for the most part.

    Love stories à la Maple & Rye about relationships and remarrying songs

    Anna: Do you sometimes feel like that with songs, certain songs, that you can’t really play them anymore at concerts?

    Milton: We’ve definitely had songs like that, where we’ve been like, okay, this song is now over and done. But then we’ve often remarried to where we’ve, with a little bit of space in between that song and the present. You’re able to look back at it and think that okay, well, this is a song that at least got this reception. Or you could think back to how you felt when you released it. And then it’s okay to start playing it again. Like we’ve had one or two songs like that, which we thought, okay, we’re never playing this again. And we did stop playing them for a long time. And now already in this summer, like last, for example, our first song that we ever recorded and released. There was a time where we didn’t play it at all for two years, maybe. And now we’ve played it a little bit as like, the third encore song when you have to chuck something else out in there. Yeah, that’s been fun.

    Henrik: There’s always also, it’s been for us at least, when you go to play live, when you hear people say that they want you to play certain songs. And a lot of the time, there’s songs that we have, like not even thought about playing. Like ’no, doesn’t really fit the live set‘. But you know, people have relationships to all the songs on our album, even though we think that maybe that’s not like the most common song that people will like, there’s always some people who do like it and want to hear it live. So therefore, we kind of pick them up and need to be ready to play them anyway. And that also is a reason I think that some of them get like reintroduced to us as well. And like, okay, yeah, I actually do like the song more than I thought.

    Playing songs live vs. recording an album: the differences

    Anna: Do you have your favourites on the album? Like, very personal songs or so? That’s probably individual, I guess and differs for each one?

    Maple & Rye Untoldency Interview

    Henrik: Yeah, it does. I think we have some that are high, all of our individual lists, but they’re definitely individuals.

    Milton: I think there’s definitely a common one that we each enjoy. I think all of us like to play that one live: ‚Con of the Century‘. Now speaking for everyone, but it looks like I’m getting some nods. It’s a song that we’ve played live since before we started the band almost. You know, it’s been with us since the very beginning. And we’ve been waiting to release it to try and find the right album and the context and producer and everything like that. And then we did release it on the album. And we continued to play it live and it’s one of the highlights.

    Henrik: Yeah, it’s a very special very live song, a very good song to play live. It works well in that context. Although we have changed it quite a lot. We actually play it as it was originally played. That’s what we continue playing live, which differs from what we actually recorded, like instrumentally. It’s quite different. Both because we don’t really have brass instruments with us all the time when we go out on the road and stuff, because none of us play it. And it’s really expensive to hire musicians to go with you. We do like to have them with us when you’re playing bigger shows, because it really brings a lot of awesome stuff in a live set. But that’s one of the things that differs quite a lot. But then also when you play live, it’s more heavy drums, like more classic punk rock feel, sort of. But like the other recordings, like just a kick drum and some tambourine really is the rhythm section. And here is more like a full drum kit.

    Gustav: And it’s a drum solo as well.

    Henrik: And it’s really like a sing along song. Instead of, I don’t know if you know the song, but the hook that’s played by brass instruments on the recording, but that whole thing we just sing the melody.

    „All four of us write music and we share experiences – there is always something to write about“

    Anna: Sweet. So, this is more of like a typical question that you probably get a lot, but where do you draw inspiration for when you write songs?

    Henrik: And you’re going to get the most boring answer that everyone says: Everywhere! Life! (laughing) But I don’t know. Like, that is true, it’s sort of everywhere. But I think we have some more common ones. Like stories from other people, books, movies, stuff like that. We have a couple of songs that are written very explicitly, like, sort of, not about a book but drawn straight from a book, like the inspiration for it. Yeah, stuff like that. We have a couple of those.

    Gustav: And also emotions!

    Milton: Yeah. Like, I think they’re, they’re a couple of things that we have recurring at least were one of them is definitely you know, books or movies and stuff like that, where it could either be about the book, or it is an adaptation of the book. So like the story told by the book, the character in the book or something like that, and we write a song about that person with that story. And like you said, emotions, there’s certain times that we’ve just heard a word about an emotion. For example, ‚Monterey‘, which is about, I can’t remember it’s got a really cool word, namely, this emotion. Anyways, it’s the emotion of not feeling good enough. And always feeling like you don’t live up to your own or other people’s expectations. It’s almost like a phobia. No, it is a phobia, an inadequacy. I think it’s really interesting, just emotions. Because it’s something that absolutely everyone feels, at some point to certain degrees. You know, like, if you’re in a relationship and you’re worried that that person is gonna leave you because you’re not good enough. You’re in a job and you’re scared of not doing well enough to get a promotion or to stay in your job. Or you’re playing in a football team, and you feel like you missed a pass and you made the team lose. There are so many examples in everyday life. And I think one good thing that we have, is that there’s four of us in the band. All four of us write music, and lyrics. So we can all pick different things from our own lives or experiences we share or discussions we’ve had and stuff like that. And since it’s four people, it means that the breadth of things, the stories we want to tell, is wider. And it also means that if one of us has no inspiration, there’s three other people to kind of pick up the slack.

    Maple & Rye Untoldency Interview
    Das Interview mit Maple & Rye habe ich bei Milton im Wohnzimmer geführt. Leo war leider noch in Quarantäne und über FaceTime hinzugeschaltet. Man beachte, dass alle vier unabgesprochen im Partnerlook aufgetaucht sind!

    Anna: Would you say that maybe living in Gothenburg influences you and your music? Because I feel like there’s always lots of music around. Different types of music and lots of live music. And in general, I feel like people here are very, creative and you’re not so judged in what you do. I hope that makes sense to you.

    Milton: I think definitely, Gothenburg is a very open city where there’s people of all kinds and types and backgrounds and cultures doing different things and expressing themselves in different ways. And traditionally at least, Gothenburg has been a very open place for that. Which is I think one of the reasons which has created Gothenburg the music city or the art city. That is quite predominant, at least in Sweden. We always look at Germany and think: Hamburg and Berlin is the Mecca of creative things in Europe, you know? (grin on his face) But I think that has been very important for us. We’ve found each other here in Gothenburg. It made us Maple & Rye. It’s not like any of us really were deep in the culture scene in Gothenburg before we started playing music, but when we found each other and found this joint ambition, being in Gothenburg already opened up certain doors. In a way that there were people around us, there were music studios, we could go to. There were live music venues that we could play at. Everything from tiny little places where we had our first ever shows to the larger venues, where we’re now maybe playing and hopefully at some day, even larger arenas and stuff like that, which would be the dream.

    „People in Gothenburg were always using music as a way to tell their stories“

    Henrik: But I think in terms of getting inspiration from Gothenburg, I totally agree that it’s a very cultural city. I think it started long ago, like early 1900s. Maybe like the 20s, or something, I don’t even know. I think that sort of where Gothenburg’s music heritage started. And it’s just been present all the time. And I think that it gets out into everything around the city. And because of that, there’s so many people that really put their hearts and put a lot of effort into the music scene, to make it work, to make all these small places be able to run so that small bands and artists can get somewhere to play. That’s where they can find the crowd and then grow. So yeah, I think that really is quite inspiring, just to be in that sort of energy.

    Milton: I think it’s also very tied to the kind of political and social economic history of Gothenburg in many ways because it’s always been this working class town with the big harbour, being like the big source of income. And historically, the music scene has been very tied to that as well with like, you know, the progressive rock. People were using music as a way to tell their stories.

    „Playing live is addictive“

    Anna: That’s a lovely view of the city, I can only agree. How important is it for you to be able to play live?

    Gustav: Of course, it is a major part of playing music. And I think it’s also connected to, at least for me, motivation for writing music and everything that is connected to music – it’s playing for other people. So, yeah, it’s a major part.

    Milton: Yeah, I think, it’s been tough the last year. I think, for everyone, just getting that motivation. A lot of people have been really innovative and found different ways of sharing their music through livestream things and, you know, getting inspiration in other ways and thinking outside the box. But overall, I think it’s been shit for everyone.

    Gustav: And it’s also hard to find another place in your life where you get all these kind of emotions when you play and get that rush of adrenaline. And that’s there is a very rare thing in daily life.

    Milton: Oh yeah, it’s addictive. You kind of like you go into some heroin withdrawal and then you get reminded again of how it feels.

    Henrik: And I mean, we are a live band. We’ve always been a live band. We like to write our music so that we can play live. And therefore, the songs are organic, and are meant to be played live by us, you know. So, yeah, it’s a really big part of what we are as artists – of what Maple & Rye is.

    Anna: What would you say was your best live experience so far? Was there one that really stood out?

    Gustav: A lot of them. But I would say the show at Pustervik (concert venue in Gothenburg). When we released our EP and we didn’t realise that it was going to be sold out. That was just such an extreme experience.

    Maple & Rye Untoldency Interview
    Maple & Rye auf ihrem Konzert in Pustervik, Göteborg, 2018.

    Henrik: Yeah, definitely. That was just such a jump up from the venues we have played before. Everything was so much more professional. Everything around it, you know, all the arrangers and audio technicians and everything’s like a completely different level. So yeah, that was definitely a memory.

    Milton: Standing backstage just before going on to stage, and we’re all just sitting there scared shitless but also, just the adrenaline pumping. The doors would open sometimes with people sorting things out, and you see the crowd. That was pretty unbeatable.

    Henrik: Yeah, it was. But more of a recent one, I really remember is playing in Norway.

    Anna: Oh, yeah, I saw a video of that concert. The scenery was just incredible!

    Henrik: Yeah, when you’ve seen that footage … like, do I need to saw more? Yeah, that scenery, and just having a stage there. It’s just insane. So memorable in two completely different ways.

    Milton: But there have been a couple of those where we were just in some incredible places. And then other ones where we’re just somehow ended up in some weird, incredible place, because we play music and we have to stop and be like ‚What is going on?‘ It’s been like Norway, where you’ve got this beautiful stage. And this beautiful scenery. Or when we went to California and played, there were pretty small gigs that we were playing. But we were also like, we’re on the other side of the planet. It’s 30 degrees warm, and we’re walking around Los Angeles, and we’re gonna play a pretty small gig. But we’re still playing in front of Americans all of a sudden, because we play music. Just small things like that, which are really special and memorable. In completely different ways.

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    Das ist das Video über Norwegen, von dem wir sprechen. Es ist zum Musikvideo für den Song „Monterey“ von Maple & Rye geworden. Anschauen lohnt sich!

    Anna: I’m very curious right now because I always keep asking this questions to German bands aswell if they sing in English. Was it an active decision for you to sing in English? Because I think the Swedish indie scene is even more focused on performing in their mother tongue, aka Swedish. So I feel like that’s really big thing. Was that ever up for discussion?

    Milton: I think we’ve all just naturally written in English.

    Henrik: I don’t even remember it. We have definitely talked about it. Sort of in the bypass.

    Milton: But there it’s been more: Should we write something in Swedish?

    Henrik: Yeah, maybe to just try it out. That could be fun. But it’s not really been like ‚oh, we should switch to Swedish‘. I don’t think that’s on the agenda, not for now at least. But you never know.

    Milton: I think it could be really fun to do something in Swedish. It would be a whole different process. My brain isn’t wired in that manner.

    Henrik: Yeah. You know, like one of the biggest Swedish bands ever: Kent. They used to write in English at first and trying to go big outside of Sweden. And then they switched to Swedish and became the biggest Swedish band ever. So maybe that’s what we should do. We’ll see. (laughing)

    Matching tattoos and the album cover

    Anna: Haha, keep me updated! But to wrap it up: At the end of an interview, we always have a question that we kind of established to ask in every interview by now. You can take some time to think about it. Do you have an untold story of yours? It could be band related, so a special Maple & Rye story or something you want to say privately as a group of friends that you have never mentioned in any interview before. Kind of like a fun fact or so.

    Milton: I’m always really bad at coming up with stuff like that. It’s just like my brain just freezes completely.

    Album Cover "For Everything"

    Henrik: Well, we do all have matching tattoos. That could be an interesting background story to tell. We got them before we made the album. Or kind of when we were in the decision of the cover for the album. Yeah, we were in the process of the album. And then we all got these tattoos at a festival where we played. And when we had decided … wait or was it after?

    Leo: No, I think we just made that decision when we did it. We all got small record players tattooed. And then we looked at each other and we’re like, I guess we know what we’re putting on our album cover.

    Henrik: And then we did this for the cover, but a lot more stuff. But yeah, that was like the basis on the album cover.

    Anna: Okay, cool, that’s it for me then. Thanks a lot for the interview and I’m looking forward to the next opportunity to see a live performance of Maple & Rye!

    Hier könnt ihr in das Album „For Everything“ von Maple & Rye reinhören!

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    Fotocredit: Emil Daniel (1,2 & 4), Anna Niere (3)

  • Playlist: let’s talk about politics

    Playlist: let’s talk about politics

    Die Bundestagswahl steht vor der Tür. Während die einen schon wissen, welcher Partei sie am 26.09. ihre Stimme geben, wälzen andere sich noch fleißig durch die Wahlprogramme. Wir wissen, wie mühsam der Findungsprozess sein kann und können euch das leider auch nicht abnehmen. Wobei wir allerdings helfen können, ist die passende Playlist zu hören, um in Stimmung zu kommen. Mit „in Stimmung kommen“ meine ich, politisch aktiv zu werden – sei es, etwas verändern zu wollen oder bestehende Systeme zu unterstützen. Das sollt ihr ja selbst entscheiden. Die Hauptsache ist: Geht wählen!

    Musik zum Mitwippen in der Wahlkabine

    Dass es wichtig ist wählen zu gehen, sollte ja jetzt deutlich geworden sein. Die endgültige Entscheidung ist allerdings dann doch etwas sehr Persönliches. Hier findet ihr übrigens den Wahl-O-Mat zur Bundestagswahl, falls ihr noch unsicher seid, welche Partei eure Interessen am besten vertritt. Mir hilft beim Nachdenken über wichtige Entscheidungen (sowie in vielen anderen Lebenslagen) immer eine liebevoll zusammengestellte Playlist. Deswegen haben wir als Team mal eine Playlist zusammengestellt mit allen Songs, die sich für uns irgendwie politisch anfühlen. Da ist so ziemlich alles dabei von „Randale“ und „Auf die Fresse“ bis zu „Ach, eigentlich hab ich es ja ganz gut“ und natürlich alles dazwischen.

    Los geht’s mit einem Song, der in mir im letzten Jahr trotz zu viel Zuhause rumhocken direkt wieder das Bedürfnis nach Aufschrei gegen Gesellschaftsnormen und fette Demonstrationen ausgelöst hat: „Hymne gegen euch“ von Provinz. Die vier Jungs aus Baden-Württemberg sind bekannt dafür, den Zeitgeist unserer Generation in Wort und Musik festzuhalten. In „Hymne gegen euch“ drücken sie meiner Meinung nach aus, was viele Mittzwanziger so fühlen: Eine generelle Unruhe und Unzufriedenheit mit dem Status Quo. Ich fühle den Song auf jeden Fall sehr und find ihn sehr passend zur momentanen Lage. Definitiv ein Song, der mich auf die Bundestagswahl einstimmt!

    „All these days, they went to waste
    Waiting for something to change
    Now we go
    Here we go“

    Das sind Zeilen aus „New 68“ von den Leoniden. In dem Song bezieht sich die Band auf die 68er-Bewegung und vergleicht den momentanen Kampf für Gerechtigkeit – sei es fürs Klima, sozial oder politisch – mit der bekannten politischen Bewegung. Der Song wurde vor dem zugehörigen Album „Complex Happenings Reduced To A Simple Design“ released und kam für mich sehr überraschend. Klar, die Leoniden setzen sich schon seit langem für Bewegungen wie Fridays for future, Sea Watch oder Viva con Agua ein, aber in ihren Texten haben sie es vorher noch nie so deutlich ausgesprochen: Jetzt ist die Zeit! Und zwar die Zeit, sich klar zu werden, wo man politisch steht und wen man unterstützen möchte. Der Song selbst ist eher weniger vom Typ „Auf die Fresse“, sondern kommt ruhiger daher und versucht den Ernst der Lage durch die Lyrics zu vermitteln. Im Musikvideo zu „New 68“ sind zudem Ausschnitte aus Interviews mit Carla Reemtsma (FFF), Mattea Weihe (Sea Watch) und Aminata Touré (Grünen) zu sehen, die ich selbst total empowernd finde. Reinschauen lohnt sich!

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    Neben den aktuellen Songs dürfen natürlich auch die Klassiker nicht fehlen. Da hätten wir zum Beispiel „Another Brick in the Wall“ von Pink Floyd im Angebot. Der Song steht seit seiner Veröffentlichung 1979 für Aufruhr gegen bestehende Systeme und dagegen, sich nur wie „ein weiterer Stein in der Mauer“ zu fühlen. An dem Song schätze ich vor allem, dass er immer wieder sehr universell in verschiedensten Lagen passt – politisch als auch privat.

    politische Musik kennt keine Genregrenzen

    Musiker:innen, die sich politisch einsetzen, sind vor allem in den letzten Jahren in Deutschland deutlich lauter geworden – und das nicht nur rund um Bundestagswahlen, Landtagswahlen und Co. Nicht nur in ihren Songs zeigen sie Solidarität und fordern zu Veränderungen auf, sondern auch auf der Straße werden sie aktiv. Sei es der Gig auf der Fridays for future Demo oder eine Spendenaktion für Vereine wie Viva con Agua. Ein großes Vorbild ist in dem Bereich auch die Band ZSK, die die Initiative „Kein Bock auf Nazis“ gestartet haben und Präventationsarbeit an Schulen leisten. Zu der ganzen Thematik habe ich in meinem Artikel „Musik gegen Rechts“ ausführlich berichtet!

    Musik war schon immer politisch

    Wenn man in der deutschen Musikgeschichte in die Vergangenheit der politischen Unruhe schaut, darf natürlich eine Band auf keinen Fall fehlen: Ton Steine Scherben. Die Band um Sänger Rio Reiser wurde in den 70er Jahren durch ihre Hymnen zur Hausbesetzerbewegung bekannt. Besonders Songs wie „Keine Nach für Niemand“ oder der „Rauch-Haus-Song“ sind auch heute einfach noch legendär. Die Thematik ebenfalls aktueller denn je durch die Diskussionen um Mietpreisbremse und Wohnungsmangel in Großstädten wie Berlin oder München. Das Thema ist ein sehr wichtiger Aspekt rund um die Bundestagswahl, wenn es darum geht, wie Deutschland eine gerechte Zukunft für alle sichern kann.

    Viel weiter will ich auch gar nicht ins Detail gehen, lasst die Playlist am besten einfach auf euch wirken. Falls die bisher vorgestellten Songs nicht so euer Ding sind, hier noch ein paar weitere Namen von Künstler:innen, die ihr in der Playlist findet:  KUMMER, Alter Kaffee, Annenmaykantereit, Die Ärzte, Green Day, Sam Fender, Mine, Oehl, Jorja Smith und noch viele mehr. Viel Spaß beim Hören unserer „Let’s talk about politics“-Playlist und denkt dran: Geht zur Bundestagswahl!

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  • John Moods lädt auf “So Sweet So Nice” mit verträumten Synths auf eine Reise in die 80er Jahre ein

    John Moods lädt auf “So Sweet So Nice” mit verträumten Synths auf eine Reise in die 80er Jahre ein

    Eine große Portion Nostalgie, veträumter Sound und Texte, die zum Nachdenken anregen. Das klingt für mich eigentlich nach der perfekten Kombination für ein erfolgsversprechendes Album und da bin ich anscheinend nicht alleine. Denn genau diese Kombination ist auf dem zweiten Album von John Moods, „So Sweet So Nice“, wiederzufinden.

    Hinter dem Soloprojekt John Moods steckt Jonathan Jarzyna, der zuvor viele Jahre in der Band Fenster aktiv war. 2018 veröffentlichte er sein erstes Album unter dem Namen „The Essential John Moods“, auf dem er eine klare Richtung vorgibt: verträumte Pop-Hymnen, die den perfekten Soundtrack für einen Backpacking Urlaub vorgeben. Diese Richtung wird auf dem zweiten Album „So Sweet So Nice“ weiterverfolgt und noch etwas mehr verschärft. Während die ersten Songs von John Moods leicht und unbeschwert sind, dreht es sich auf dem neuen Album sehr viel um das Grübeln über die Sterblichkeit – verpackt in einen groovigen Sound. Hinter dieser Konzeption stecken zwei Jahre voller Ups und Downs, geprägt durch Phasen kreativer Inspiration als auch Frustration.

    Vertonte Poesie

    Für mich klingt das Album nämlich insgesamt wie ein Gedicht, das sich im Ganzen schön liest, aber jede einzelne Zeile ihre Aufmerksamkeit verdient und Überraschendes offenbaren kann, wenn man sich einmal genauer mit ihr beschäftigt. Deshalb gibt so mancher Widerspruch, der auf den ersten Blick (oder wohl eher dem ersten Hören) verwirrt, im Endeffekt doch Sinn, wie zum Beispiel die titelgebende Zeile:

    So sweet, so nice; everything is waiting to die. So sweet so high; nothing ever felt so alive

    Das Album besteht aus zwei EPs. Die erste EP „So Sweet“, welches die ersten sechs Songs des Albums bildet, erschien bereits am 16. April und wurde dann am 6. August durch „So Nice“ ergänzt.

    Diese Zweiteilung spiegelt laut Jonathan die Ideen wider, die ihn bei der Erarbeitung dieser Songs beschäftigten: „Die notwendigen Wechselbeziehungen von Gegensätzen und das Fortbestehen ursprünglicher Dualitäten – Licht und Dunkelheit, Gut und Böse, Hoffnung und Verlust, Leben und Tod. Und es geht darum zu lernen, sich in den undurchsichtigen Räumen dazwischen wohlzufühlen. Jede Hälfte kontrastiert die andere.“

    Ich muss ganz ehrlich sagen, dass es mir auch nach mehrmaligem Hören noch etwas schwerfällt, diese deutliche Zweiteilung zu hören. Dazu muss ich aber auch zugeben, dass ich das Album nur als Ganzes gehört habe und nicht die einzelnen EPs. Dementsprechend hört es sich für mich nach einem sehr runden Gesamtwerk an, indem die Songs aufeinander aufbauen. Lasst euch also nicht von den typischen Voreinstellungen Spotifys vernatzen und das Album auf Shuffle hören (eventuell ist mir dieser Anfängerfehler beim zweiten Hören passiert, aber behaltet das bitte für euch). 

    „Why do we strive to be fooled?“

    Ok, genug drum herum beschrieben, schauen wir uns doch die Songs einmal genauer an. Mit „New Skin“ gibt John Moods einen sehr smoothen Start in die Gefühlswelt des Albums. Ab dem ersten Ton fühle ich mich direkt in eine Art Traumwelt versetzt. Außerdem frage ich mich: Ist die Musik von dieser Erde? Klingt blöd, aber irgendwie muss ich direkt an den „Zurück in die Zukunft“-Soundtrack denken und fange schon wieder an mit den Gedanken abzudriften.

    Back to the 80s

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    Der namensgebende Song „So Sweet So Nice“ geht nach einem härteren Übergang vom ersten Song schnell in eine glitzernde Synthwave über, die auch die nächsten Songs bestimmt. Im zugehörigen Musikvideo wird Jonathan’s Auseinandersetzung mit Leben und Tod sinnbildlich dargestellt. Man sieht ihn den verschiedenen Phasen des Lebens und ist dabei, wie er schlussendlich seine eigenen Beerdigung besucht.


    Without You“ klingt für mich irgendwie nach einem warmen Sommertag, der durch ein ordentliche Portion Regen abgekühlt wird – wahlweise tanzen wir dazu ganz sorgenfrei im Regen herum. Wahrscheinlich ist das jetzt wieder eine dieser Wunschvorstellungen, die Disney-Filme à la High School Musical in meinen Kopf gepflanzt haben, aber dieses Bild bekomme ich immer wieder bei dem Song.

    Dirty Dancing Feelings

    Etwas experimenteller wird es dann mit „Ordinary Magic“. Hier verlassen mich leider kurz meine fachlichen Kenntnisse über Instrumente, aber ich meine in diesem Song einen Mix aus Saxofon und Marimba, gemischt mit spacigen Sounds und Synths zu hören. Bitte berichtigt mich, falls ich mich irre. Aber ich feiere es auf jeden Fall sehr. Der Song hat dadurch seinen ganz eigenen Charakter, der wieder sehr unbeschwert und leicht daherkommt. Ich bekomme wieder ein sehr gutes Gefühl und habe generell seit Beginn des Albums so ziemlich alle Probleme der Außenwelt um mich herum vergessen.

    Genau da setzen auch die nächsten Songs wieder an. „All you gotta do is wait“ bildet den Cut, also den Abschluss der ersten EP, was ich mir nur durch den kurzen Übergang im Song selbst erklären kann, in dem John Moods in der Hälfte ein paar eindringliche Lines raushaut, die sich von der Musik abheben und von einer etwas rockiger daherkommenden Gitarre ummauert werden.

    Der Traum geht weiter

    Part zwei des Albums greift nochmal stärker die Auseinandersetzung mit den Dualitäten des Lebens auf. Vor allem „Meet Me In My Dreams“ bleibt im Kopf. Haben wir nicht alle schonmal das Konzept von Träumen in Frage gestellt? Also ich auf jeden Fall und nach diesem Song beginne ich damit auch immer wieder aufs Neue.

    „Trying to be stable but I’m changing day to day“

    So simple Gedanken, die oft nicht ausgesprochen werden, aber doch so wahr sind – danke, Jonathan, dass du sie für uns alle einmal in musikalischer Form festgehalten hast. Auch auf den letzten Songs des Albums komme ich aus dem nachdenklichen Träumen nicht mehr heraus und wundere mich eigentlich nur, warum die Musik auf einmal aufhört. „Sensitive One“ bildet da für mich den perfekten Abschluss – genauso sanft und mitfühlend wie ich es schon am Anfang bei „New Skin“ gelobt habe.

    Mein Fazit zu „So Sweet So Nice“ von John Moods: Ein Album, das eindeutig aus der Masse heraussticht. Die Sounds klingen wie frisch aus den 80er-Jahren und laden zum Träumen über die eigene Existenz und die Banalitäten des Lebens ein. Texte und Musik fließen so gekonnt ineinander über, dass es mir wirklich schwer fällt hier irgendetwas negatives zu schreiben – also lasse ich es. Tut euch selbst den Gefallen und hört das Album an!

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    Fotocredit: JJ Weihl & Andie Riekstina

  • Bruckner im Interview: »Der Fuji-Dreh war eine einzige Party für uns«

    Bruckner im Interview: »Der Fuji-Dreh war eine einzige Party für uns«

    Vor gut einem Monat haben Bruckner ihre neue Single „Fuji“ veröffentlicht – gut ein Jahr nach dem Release ihres Debütalbums „Hier„, mit dem sie es zum Beispiel auch in unsere Pop-Playlist zum Jahresrückblick 2020 geschafft haben. Die beiden Brüder aus Bayern knüpfen mit der neuen Nummer an ihre gewohnten gute Laune Deutschpop-Vibes mit einer guten Portion Melancholie an. Im Interview habe ich mit den beiden über „Fuji“, ihre persönlichen Worst Case Bands und das Leben in ihrer 6er-WG geredet.

    Bruckner im Interview

    Anna: Hey ihr beiden, schön, dass ihr am Start seid. Ich habe natürlich euren neuen Song „Fuji“ gehört – natürlich schon seit Release – aber vorhin nochmal so ganz intensiv reingehört. Und auch Texte und Musikvideo habe ich mir angeschaut und bin sehr happy, dass jetzt nach gut einem Jahr wieder was Neues von euch kommt. Auf jeden Fall ein geiler Song, hab richtig Bock auf Sommer jetzt. Für mich hat „Fuji“ sehr viel Potenzial als Sommerhit, weil es einfach gute Laune macht und mir so ein bisschen aus dem Herzen spricht, weil wir einfach alle wieder Lust haben feiern zu gehen. Gibt es etwas, das ihr zu „Fuji“ noch loswerden möchtet, dass vielleicht aus dem Song oder aus dem Musikvideo irgendwie noch nicht so sehr transportiert wird oder was dahinter steckt?

    Jakob: Ist irgendwie crazy, dass das alle den Song so als Sommer und gute Laune Hit sehen. Ich finde in „Fuji“ ist schon sehr viel Melancholie drin, muss ich sagen. Für mich schwingt so ein bisschen dieses Gefühl mit von ‚Wir wissen nicht so richtig, wo unser Platz ist‘. Weißt du was ich meine? Unsere Generation, die so jede Möglichkeit hat und irgendwie auch so ein bisschen Verzweiflung und so der Wunsch von ‚Ich will mich mal loswerden und diesen ganzen Hirnfick, den ich habe, einfach vergessen‘ und deswegen so diese Sehnsucht nach Feiern. Also für mich ist der Song nicht nur euphorisch feiern, sondern schon auch so bisschen melancholisch. Aber geil, dass die Leute bei „Fuji“ gute Laune kriegen! (lacht)

    „Es war eine einzige Party für uns“

    Anna: Wie war der Dreh zum „Fuji„-Musikvideo für euch? Ich muss dazu sagen das Video macht was mit mir: Ich habe jetzt permanent Lust Flunkyball zu spielen.

    Matti: Es war eine einzige Party für uns. Wir hatten eine mega gute Zeit und durften die ganzen Sachen machen, die man sonst halt jetzt gerade gar nicht so machen darf. Also es wurden natürlich immer alle getestet. Aber ja, es hat mega Spaß gemacht!

    Jakob: Ja, es war alles voll gewissenhaft was die Corona-Bedingungen betraf. Ich muss sagen wir haben uns echt ein bisschen verliebt in den Regisseur Miguel und seine Crew. Wir werden bestimmt noch mehr zusammen machen.

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    Das offizielle Musikvideo zu „Fuji“
    „Es wird auf alle Fälle noch mehr neue Musik geben“

    Anna: Ich hab das Gefühl, man muss diese Frage immer stellen, wenn es eine neue Single nach längerer Zeit gibt und „Fuji“ lässt mich etwas hoffen: Können wir auf ein Album oder eine EP hoffen, die demnächst oder im Laufe des Jahres erscheint?

    Jakob: (zögert) Auf jeden Fall ist Hoffnung immer gut. Es wird auf alle Fälle noch mehr neue Musik geben. (schmunzelt)

    Anna: Okay, ich merke schon, dass ihr nicht mehr verraten möchtet. Um ein bisschen von den Standardfragen wegzukommen: Was ist eure persönliche Worst Case Band?

    Jakob: Ohhhh (zögert) Ich habe verschiedene!

    Anna: Top 3!

    Matti: Okay, bei mir unter den Top 3 ist auf jeden Fall Bon Iver.

    Jakob: Bei mir ist Pine Grove und Vampire Weekend auf jeden Fall unter den Top 3. Und dann noch Daft Punk!

    Matti: (überlegt ziemlich lange) Ich hör auch in solchen Phasen dann gerne mal ein bisschen was Deftiges. Ich glaube, Bring Me the Horizon ist da auch bei mir mit dabei. Auch wenn’s in eine ganz andere Richtung geht. Aber das brauche ich manchmal. Sag mal deine!

    Worst Case Band = „die Band, die einen aus dem Loch wieder rausholt“

    Anna: Oh, damit hab ich jetzt nicht gerechnet, lass mich kurz überlegen. Ich glaube Bon Iver ist bei mir auch ziemlich weit vorne dabei. Auf jeden Fall noch Alt-J. The Neighbourhood geht auch immer! Was macht eine Worst Case Band für euch eigentlich aus?

    Jakob: Eine Worst Case Band ist quasi die Band, die man rauszieht im Worst Case. Also wenn es einem so richtig mies geht. Dann ist das die Band, die einen aus dem Loch wieder rausholt und sozusagen die Wunden versorgt.

    Anna: Schöne Erklärung! Ihr habt vorhin schon gesagt, ihr seid gerade in eurer WG. Ich habe mir das Sputnik Interview angeschaut, wo ihr im März wart und von der WG erzählt habt. Und ihr habt dort gesagt, dass alles sehr harmonisch läuft. Deswegen meine Frage: Ist es immer noch so harmonisch?

    Matti: Auf jeden Fall! Das wird immer besser. Wir werden immer bessere Freunde und gehen durch dick und dünn. Es hat natürlich jeder Mal seine Ups und Downs und den Wechsel man aber dann auch immer so schön zusammen. Und es ist geil zu sehen, wie man sich gegenseitig da wieder rausholt. Unser letztes akutes Down war als unser Refi Kili seine Lehrprobe halten musste und war die zwei Wochen davor wirklich nicht zu gebrauchen und hat quasi sämtliche Aufgaben im Haushalt bis in Gänze vernachlässigt. Aber auch seine eigene Körperhygiene. Also er war echt ein Wrack. Und jetzt ist er wieder back. Er hat schon wieder Maultaschen für uns gekocht und Salat heute mittag.

    Anna: Ja, ich glaube, das kennt man aus jeder gut funktionierenden Studenten-WG.

    „Meditativste Beschäftigung aller Zeiten übrigens, wenn man Dienstagvormittags mit lauter Rentner:innen aufm Acker arbeitet“

    Matti: Ey, großes Upgrade auch gerade und der Grund, warum wir doppelt so gut drauf sind: Wir haben unsere ersten Ernte-Eträge von unserem kleinen Feld und jetzt gibt’s erstmal Salat und Kohlrabi. Also das ist so eine krasse Empfehlung in einer WG zu wohnen für jeden, der*die es noch nicht gecheckt hat. Es empfiehlt sich so krass, vor allem für uns ist es auch der Luxus. Wir könnten uns halt niemals so ne Butze leisten. So viel Fläche und so viel Freiraum und zu sechst ist das überhaupt kein Problem.

    Anna: Wait a minute, wenn ihr Feld sagt, meint ihr da ein Feld im Garten oder wie?

    Matti: Ne, am Dorfrand haben wir so 30-40 Quadratmeter Feldstück mit ganz vielen anderen Leuten zusammen. Es wird irgendwo von der Stadt vermietet oder so, glaube ich. Und genau den können wir beackern.

    Jakob: Meditativste Beschäftigung aller Zeiten übrigens, wenn man Dienstagvormittags mit lauter Rentner:innen aufm Acker arbeitet. Das ist wirklich ganz cool!

    Anna: Okay, das klingt echt ganz cool, jetzt habt ihr mich etwas angefixt (lacht). 
    Letzte Frage: Was ist eure untold story? Also eine noch nie erzählte Geschichte von euch? Irgendetwas super Absurdes, Interessantes, was ihr bisher in noch keinem Interview erzählt habt.

    Jakob: Ich habe da was, aber das ist keine richtige Geschichte, eher ein Fakt. Hast du was, Matti? Hau mal raus und ich guck mal, ob ich das dann noch erzählen will? Nee, nee, es ist zu privat. Ich müsste erst fragen, ob ich das erzählen darf.

    Matti: (lacht so vor sich hin) Ich musste nur gerade dran denken, dass wir mal eine Zeit lang in Regensburg den ‚Erzähl mir dein Geheimnis‘-Dienstag hatten. Kennst du denn noch, was du da mit dabei? Das war zusammen mit Basti, Benni und Hanni. Da haben wir uns jeden Dienstag in der Bar getroffen und haben dann den Abend damit eingeleitet, dass jeder ein Geheimnis erzählt hat, dass er davor noch niemanden erzählt hat. Jetzt bin ich natürlich geneigt dazu von Basti, Benny oder Hanni irgendein Geheimnis zu erzählen, damit ich meins nicht erzählen muss. Aber tatsächlich hab ich auch gerade kein sinniges auf Lager. Mir ist es nur gerade eingefallen. (zu Jakob) Jetzt hau deins raus!

    Jakob: Ahh neee, ich weiß echt nicht.

    Anna: Alle Namen können auch anonymisiert werden bei Bedarf.

    Dorfgeschichten aus der Jugend

    Matti: Ok, ich habe was! Ich kann die Geschichte erzählen, die ich mir im Puls Interview gespart hab. Wir kommen ja richtig vom Dorf, Jakob und ich, und da gibt’s irgendwie keine Busse oder es gab halt einen Bus, der so in die nächst Stadt nach Traunstein gefahren ist, wo wir zum Feiern waren. Und sonst muss halt immer irgendwer – die Mutter oder der Vater von irgendwem – uns abholen. Und dann dieser eine Bus, der vom Nachbardorf aus ging, wo man schon irgendwie noch zusammen hin gehen musste, so 15 Minuten. Der hatte immer denselben Busfahrer und er hat uns gehasst, als wir so 15, 16, 17 waren. Also ich verstehe auch, warum er uns gehasst hat, weil wir halt immer relativ knülle auch dann in den Bus eingestiegen sind. Der hat den Bus immer hingefahren und dann auch nachts um drei wieder zurück. Und das sag ich jetzt gleich dazu: Mittlerweile, wenn wir dann mal wieder da mit gefahren sind verstehen wir uns mit ihm echt gut. Aber so der Zenit war erreicht, als wir dann eines Nachts heim gefahren sind. Und da hatten wir noch einen Kumpel dabei, der da sonst irgendwie nicht so mit dabei war. Und der hat ihm dann so kurz bevor die Haltestelle erreicht war … Auf alle Fälle hat der Kumpel dann kurz vor der Haltestelle noch in den Bus gekotzt. Dann sind wir alle als er stehen geblieben ist und die Türen auf sind, sind alle rausgelaufen und sofort weggelaufen. Und im Weglaufen sehen wir noch, wie ihm hinten auf seinen Bus noch ein Auto drauf fährt. Und das war dann quasi sein Feierabend. Ihm wurde er in den Bus gekotzt von den asozialen Jugendlichen und es wurde ihnm noch sein Bus geschrottet, irgendwie von dem anderen Auto. Naja, aber wir haben uns bei ihnen entschuldigt und wir sind im Guten jetzt … Jakob, du hattest doch auch noch was!

    Untold Band Story

    Jakob: Ja, ich habe noch eine Band-related story! Wir haben vor kurzem Musik gemacht bei einer Veranstaltung. Da haben für die Arbeiter:innen aus der Musikbranche Geld gesammelt auf dem Hausboot von Finn und Olli. Da haben wir einen Song gespielt und in Hamburg gepennt. Wir waren an dem Abend danach halt noch bisschen um die Häuser ziehen, so in der kleinen Gruppe, haben noch gefeiert. Ich hatte nachts meinen Geldbeutel irgendwo liegen lassen. Als ins Hotelzimmer gekommen sind, habe ich dann erstmal alle Karten sperren lassen von mir. Hab dann direkt darauf die Nachricht gesehen auf Instagram ‚Hey Jacob, hier ist dein Geldbeutel, soll ich ihn dir bringen?‘ Hab ihn dann geholt, bin wieder zurück ins Hotelzimmer. Matti hat schon gepennt, als ich ins Hotelzimmer gekommen bin. Meine Karte ging nicht. Ich habe ultra laut klopfen müssen, um ihm rauszukriegen aus. Er hat mir die Zimmertür aufgemacht und ich habe ihn gefragt, wann denn der Zug morgen früh geht. Matti ist, der Organizer bei uns mit, quasi der Tourmanager. Er hat mir die Zeit für den Zug gesagt. Ich glaube, es war halb acht. Und ich stell den Wecker auf halb sieben, damit wir rechtzeitig zum Zug kommen und Matti hat sein Zeug schon gepackt. Also wache ich auf, um halb sieben, fang an mein Zeug zu packen. Wirbel rum, sag mehrmals ‚Matti, steh auf, wir müssen los, steh auf, wir müssen los‘. Irgendwann frage ich, weil ich nicht checke, warum er nicht aufsteht. Er reagiert eigentlich immer so leicht. Er steht aber nicht. Ich so: ‚Matti, wann geht nochmal unser Zug?‘ Matti: ‚Halb 10!‘ Ich: ‚Alter, ist das dein scheiß Ernst? Das kannst du mir auch mal früher sagen, ich bin jetzt hellwach!‘ Reg mich dann halt total auf. Leg mich wieder hin. Muss mich zwingen, wieder einzuschlafen. Ich zwinge mich wieder einzuschlafen. Mega schlimm. Der Wecker klingelt um dreiviertel 9. So, ich steh auf, alles gepackt. Ich versuch wieder Matti zu wecken. Er kommt wirklich wieder sehr schwer in die Gänge. Ich putz noch mal Zähne, räum das letzte Zeug ein und sag so ‚los Matti‘. Er wacht irgendwie aus seinem Schlaf, völlig überrascht und aus dem Häuschen: ‚Fuck, wie spät ist es?‘ ‚Dreiviertel 9!‘ ‚Fuck, wir haben den Zug verpasst!‘ Ich bin stinksauer und dann ging es so hin und her. Er war wohl wirklich überrascht, dass er das gesagt hatte.

    Matti: Ich habe ihn dann angemault, warum er mich denn nicht eher aufweckt, wenn er doch wach ist.

    Jakob: Dann ging es weiter mit: Der Zug hat Verspätung und er ist dann 55 Minuten später gekommen. Haben dann noch irgendeinen Anschluss verpasst. Es war die Hölle am Bahnhof. Hat viel Geld und Zeit gekostet.

    Anna: Danke für die Story und vielen Dank für’s Interview! Schönen Tag euch noch und bin gespannt auf die neue Musik, die noch kommt!

    Falls ihr „Fuji“ noch nicht gehört habt, dann könnt ihr das hier ganz schnell nachholen!

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  • Maxim im Interview: »Schlechte Laune vertreibe ich mit Musik schreiben«

    Heute gibt es ein weiteres Interview in Kooperation mit den Acoustics Concerts und zwar mit Maxim! Er spielt in Hamburg, Hannover und Essen vom 14. bis 16.7. Der deutsche Singer-Songwriter sollte wohl so ziemlich jedem bekannt sein. Ich verbinde vor allem mit seinem Song „Meine Soldaten“ eine große Portion Nostalgie, die mich zurück in die Jugend und den ersten Liebeskummer versetzt. Aber auch seine neuen Songs und Alben, wie zum Beispiel das neueste Album „Grüne Papageien“ gehen nach ein paar Mal Hören nur schwer aus dem Kopf. Im Interview habe ich mit Maxim über die Veränderungen des Musikbusiness und seinen Umgang mit motivationslosen Phasen gesprochen.

    Maxim im Interview

    Anna: Hi, danke, dass du dir die Zeit nimmst. Wie geht’s dir?

    Maxim: Danke, mir geht’s gut!

    Anna: Zu Beginn direkt mal eine harte Entweder-Oder-Frage: Bist du ein Herz- oder Kopfmensch?

    Maxim: Definitiv Kopfmensch. Ich denke immer erst einmal nach und entscheide nicht so oft aus dem Affekt.

    Anna: Was kommt bei dir meistens zuerst: Text oder Musik?

    Maxim: Das kommt bei mir immer gleichzeitig. Ich trenne es nicht so wirklich, weil es für mich immer zusammen aufkommt.

    „Ein Album ist für mich ein Gesamtwerk“

    Anna: Was ist deine Meinung zu Features? Ich habe auf deinen Alben nur einen Feature Song mit Marteria gefunden.

    Maxim: Ein Album ist für mich eher ein Gesamtwerk und das macht es schwierig andere Features mit einzubringen. Ich mag es aber auch gerne mit anderen Künstler:innen zusammen an Songs zu arbeiten. Da wird auch in Zukunft noch etwas kommen. Es gibt allerdings auch noch ein paar mehr Features, die halt nur nicht auf den Alben zu finden sind, zum Beispiel auch ein paar Reggae Tracks oder Features von mir auf Alben anderer Künstler:innen.

    Anna: Das kann ich gut verstehen. Deine Reggae-Songs kenne ich noch gar nicht, da werde ich nachher erst einmal reinhören. Anderes Thema: Wie stehst du zu deinem Song “Meine Soldaten”? Wahrscheinlich wirst du ziemlich oft auf das Lied angesprochen, da du dadurch ja irgendwie bei den meisten erst so richtig auf der Bildfläche erschienen bist. Nervt es dich, dass du manchmal darauf reduziert wirst?

    Maxim: Ehrlich gesagt passiert das gar nicht so oft. Journalist:innen bereiten sich ja auf Interviews vor und gehen durch meine gesamte Musik, recherchieren Hintergründe und so weiter. Klar, werde ich dann auch mal was zu dem Song gefragt, aber meistens geht es eher um das aktuelle Album. Außerdem ist „Meine Soldaten“ auch ein guter Song. Ich mag ihn immer noch. Hab schon schlechtere Songs geschrieben, aber natürlich auch schon bessere.

    Das Video zu „Meine Soldaten“ ist genauso ergreifend wie der Song selbst

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    Anna: Was hat sich in dem Musikbusiness verändert seitdem du angefangen hast?

    Maxim: Das ist ja jetzt schon ein so langer Zeitraum: Sehr viel, eigentlich alles. Alleine in den letzten zwei Jahren hat sich mit der Pandemie und der Nutzung von Spotify ja einfach grundlegend schon so viel verändert. Aber ich hab noch nie darauf geachtet, irgendwas gerecht zu machen, also meine Songs an den Algorithmus und die Streaming-Gewohnheiten anzupassen. Das kann ich nicht, entspricht nicht meinem Charakter und ist meiner Meinung nach auch zum Scheitern verurteilt. Die Songs werden dadurch nicht besser oder schlechter. Ich bewerte den Song danach, ob er geil ist oder nicht. Ich bin auch einfach ein 3:30 Minuten Mensch.  Für mich ist das dramaturgisch für den Song sinnvoll und ich bin es gewohnt, weil ich damit aufgewachsen bin. Eine Sache, die mir in letzter Zeit auch extrem aufgefallen ist, ist Autotune. Das ist gerade auch ganz groß. Ich finde es meistens eher nervig, nicht schlecht generell, aber mich nervt es größtenteils. Die Stimmen klingen dadurch schnell so ähnlich und der Charakter geht total flöten. Andererseits muss ich auch sagen, dass zum Beispiel die Amy Winehouse Platte „Back to black“ einfach richtig gut ist, da stört es mich gar nicht.

    Motivationslosigkeit als Quelle der Inspiration

    Anna: Ohja, da stimme ich dir zu! Auf dich bezogen: Gab es in den letzten Jahren öfters mal Phasen, in denen du überlegt hast mit der Musik aufzuhören? Und was machst du in so einem Motivationstief gegen die fehlende Inspiration?

    Maxim: Sowas passiert immer mal wieder, also solche Phasen.Ich mache es ja wirklich schon sehr lange, fast 20 Jahre und da bleiben solche Momente nicht aus. Es gibt immer eine Existenzangst. In dem Sinne, dass ich denke, das nächste Album ist das letzte und danach geht nichts mehr. Das ist dann so ein Schema im Kopf, das man wegbekommen muss. Ich versuche das dann auch als Motivationsquelle zu sehen und mir selbst zu sagen: ‚Ich würd‘s am liebsten anders machen können‘ und dann schauen wie das geht. Das passiert auf jeden Fall alles nicht bewusst. Wie mit allen negativen Gefühlen ist es ja so, dass man das nicht steuern kann. Kann man es in dem Moment nicht analysieren. Ich versuche dann meine schlechte Laune mit Musik schreiben zu vertreiben. Mir ist das auch kürzlich erst klar geworden, dass ich da so mit umgehe. Vielleicht sollte ich es nicht mehr so machen und mir eine andere Art suchen mit diesen motivationslosen Phasen umzugehen.

    „Man kann negative Gefühle nicht steuern“

    Anna: Solange zu weiterhin Musik machst und nicht aufhörst gerne! Zum Abschluss habe ich noch unsere typische Frage: Was ist deine untold story?

    Maxim: Ich habe keine, sowas sollte besser ungesagt bleiben. Überleg mal, wenn ich in jedem Interview eine Story rauskloppen sollte, müsste ganz schön viel Interessantes passieren in meinem Leben. Ich bin nicht so der Typ, der von stories mit den Freunden erzählt, das behalte ich dann doch lieber privat. Das einzige, was mir gerade spontan einfällt ist, dass letzte Woche ein Igel in unserer Nachbarschaft überfahren wurde. Das war traurig.

    Anna: Oh, das ist wirklich traurig, RIP Igel. Ich hoffe, dass du die gedämpfte Stimmung bis zum Konzert wieder vergessen kannst und wünsch dir ganz viel Spaß auf der Bühne bei den Acoustic Konzerten und bedank mich für’s Interview!

    Wer sich schonmal auf das Konzert vorbereiten möchte, kann hier in das neueste Album von Maxim reinhören!

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