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Playlist-Jahresrückblick: Untold pop hymns 2020

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Es ist Dezember und ich kann gar nicht fassen, dass das Jahr wirklich schon fast vorbei ist. Whole mood 2020: ???? Aber das bedeutet auch, es ist Zeit für Jahresrückblicke. Von überall trudeln sie ein, und obwohl das Jahr so schnell wie noch nie umging, hat es sich auch irgendwie so lang wie noch nie gezogen. Keiner kann das C*-Wort mehr hören, ich habe gefühlt nicht eine Band live spielen sehen, der Planet brennt und Rassismus tötet IMMER NOCH, Hanau, zwei alte weiße Männer lassen tagelang die Welt stehen und ich hab mich mit 24 das erste Mal arbeitslos gemeldet. Das Gefühl von es ist viel zu viel passiert in der ganzen fucking Welt geht Hand in Hand mit es ist rein gar nichts passiert in meiner kleinen Lockdown Wohnung und das ist einfach nur absurd.

2020 in einen kleinen Einleitungsabsatz zusammenzufassen ist mir genauso gut gelungen, wie 2020 halt gelaufen ist – nämlich gar nicht. Deshalb hier ein ganz anderer Jahresrückblick: 2020 in Musik. Lasst euch das auf der Zunge zergehen, denn das, was an Musik dieses Jahr rauskam? *chef’s kiss* Viel zu viel um es in eine ultimative Playlist zu packen und deshalb packen wir es in vier. Ich mach es kurz, hier ist die erste: Untold pop hymns 2020.

Dua Lipa for Queen of England

Dua Lipa, Untoldency, Untoldency Magazine, Indie, Musik, Blog, Blogger, Online Indie Musik Magazin, Dua Lipa, untold pop hymns 2020, Future NostalgiaDua Lipa hat mit Future Nostalgia einfach das beste Pop-Album des Jahres rausgebracht. Punkt. Da kann ich eigentlich fast schon aufhören. Dass Dua seit ein paar Jahren auf einer Senkrechtstartrakete (wer konnte das Wort beim ersten Mal lesen) ist, ist keinem von uns entgangen. Ihr self-titled Debütalbum ist das meist gestreamte Album einer weiblichen Künstlerin auf Spotify, New Rules der erste Song, der 45 Wochen auf den Billboard Pop Charts war (das sind 10 Monate) und allein dieses Jahr ist sie für 6 Grammy nominiert. 🤯. Deshalb absolut zu Recht auf dem Cover unserer besten Pop-Songs 2020 Playlist. Ich habe öfter zu Pretty Please in meiner Küche getanzt als zu jedem anderen Song. Heute kamen die Spotify-Wrapped-Playlisten und ich kann sagen – These ist confirmed. Einfach diese Bassline, Leute. I just can’t.

Ganz eng hinter Pretty Please und in der Küche tanzen kommen – klar – Giant Rooks. Denn das ist hier keine “Pop“ Playlist mit der negativen Charts-Assoziation, die wir alle haben, sondern alles, was ihr hier finden werdet, ist einfach nur gute Laune. Von Dua Lipa Pop zu Giant Rooks Indie-Pop und nachher kommt sogar bisschen was elektronisches 👀. Aber jetzt erstmal zu Heat Up. Jeder von euch kennt’s, jeder liebt’s und falls ihr mehr meiner Gefühle zu dem besten Indie Album des Jahres wissen wollt, könnt ihr das hier.

Glass Animals und ganz viel Bass

Next up ist vielleicht mein Album Nr. 1 diesen Jahres (konnt mich noch nicht final entscheiden): Dreamlands von Glass Animals. Warum diese Band bis Heatwaves (klar auch auf der Playlist) zu diesem Album komplett an mir vorbeigegangen ist, weiß ich bei bestem Willen nicht. Space Ghost Coast To Coast hat alles, was es braucht: viel Bass, Synthies, bisschen Autotune und Melodie. Und nochmal Bass.

Emotional Oranges, Untoldency, Untoldency Magazine, Indie, Musik, Blog, Blogger, Online Indie Musik Magazin, untold pop hymns 2020Next up ist ein Song, den ihr vielleicht nicht kennt, bei mir aber seit letztem Monat auf Dauer-Repeat läuft: All That von LA R’n’B Duo Emotional Oranges. Auch das ist im weitesten Sinne „Pop“, weil diese Bassline einfach Dinge mit mir macht (ihr erkennt ein Pattern). Emotional Oranges, unabhängig vom ultracoolen Namen, sollten auf jeden Fall auf euren Radar, wenn ihr auch gerne mal was in Richtung R’n’B hört.

Die Pop Hmynen gehen weiter. Über JEREMIAS (duh), England Wunderkind Alfie Templeman, Newcomer Sören, Indie-Pop Brüder-Duo Bruckner und basslastigen Would You von The Vamps. Ganz weit oben auch dabei MELE, die sich schon in einige unserer Herzen gespielt hat (checkt hier Jules Review zu genau eben Rosalie aus). Selbst ich, die sich eigentlich ziemlich weit weg von Deutsch-Pop bewegt, muss nur einmal das Wort Rosalie lesen und sing den Refrain laut durch die ganze Wohnung. Anders bei Childish Gambino, der auch einfach einer dieser Künstler ist, der ein Konzept-Album voll mit komischen Zahlencodes als Songtitel raushauen kann, und es funktioniert. 35.31 hat zwar ein komisches und bisschen langes Outro, ist aber trotzdem ein sorgenfreier Vibe, der euch auch nur tanzen lassen kann. In meinem Kopf seh zwar ich die ganze Zeit Troy von Community, aber das macht es irgendwie auch nur besser.

Soft Pop vs. Deutsch Pop

Ein weiterer Künstler, den ihr auf dem Schirm haben solltet, ist Dominic Fike mit seinem Album What Could Possibly Go Wrong. Noch mega jung hat Dominic schon eine große Fanbase um sich aufgebaut und mit Double Negative und Vampire zwei Songs auf dem Album, die genau die Art von Soft-Pop mit allen möglichen Einflüssen trifft, die ihn noch ganz hoch bringen werden.

Aprops Soft-Pop. Auch wenn ich mich auch in dem Text hier stark gegen Charts-Pop ausgesprochen habe, hab auch ich meine weak spots. Einer davon ist blackbear, der mit queen of broken hearts und vor allem clown solche Ohrwürmer hervorgezaubert hat, dass ihr die jetzt auch haben müsst. Sorry not sorry.

Fynn Kliemann, Untoldency, Untoldency Magazine, Indie, Musik, Blog, Blogger, Online Indie Musik Magazin, untold pop hymns 2020, fimbim, mtvemaZurück im Deutsch-Pop hat da natürlich unbestritten Fynn Kliemann das ganze Game gewonnen. Von dem MTV Awards zur 1Live Krone hat er auch Preismäßig alles für sein zweites Album POP abgeholt, was irgendwie geht. Alles was ich hab wird für viele im Sountrack 2020 dabei gewesen sein. Wenn man euch an dieser Stelle für ein Interview mit Fynn abwerben kann, dann klickt hier. Definitiv auch einer meiner absurdesten Momente dieses Jahr. Mit Fynn Kliemann skypen. Kann runter von meiner Bucketlist.

Wer Fynn folgt, ist auch auf Trille gestoßen. Schon lange unser kleiner Herzenskünstler, ist Trille mit Santa Monica auf jeden Fall einer der Leute, die ihr jetzt schon vor allen anderen hypen könnt, denn bald ist er nicht mehr so exklusiv, sondern zieht die ganze Republik in seinen Bann. Das hat auch schon Jule festgestellt, lest hier die Review zum Song.

Auch Yukno haben dieses Jahr im Deutsch-Pop Game mitgespielt. Sowohl Brumm Brumm mit Oehl und Autodrom als auch Haut mit Lina Maly gehen einmal ins Ohr und dann nicht mehr raus.

Women fucking rule

Okay, jetzt kommt ein Song, den ich bestimmt schon über 200 Mal dieses Jahr gespielt hab. Jedenfalls gefühlt. Cinnamon von Paramore Frontsängerin Hayley Williams ist musikalische Genialität. Der Aufbau ist so unfassbar vielschichtig, dass wenn alles ab 1:30 droppt, ich gar nicht weiß, wohin mit meiner Begeisterung. Das ist einfach Gold.

Hayley Williams, Untoldency, Untoldency Magazine, Indie, Musik, Blog, Blogger, Online Indie Musik Magazin, untold pop hymns 2020, Petals For Armor, ParamoreGenerell hat sich die Frauen Power dieses Jahr wieder selbst übertoppt. Neben Dua hat auch Halsey ein Album in die Welt gelassen, dass mich wirklich noch einmal so viel tiefer in meinem Girlcrush fallen ließ als poor gay me sowieso schon war. Die ganze Energie von Manic ist ehrlich und progressiv und beweist, warum sie zu Recht ganz oben mitspielt. I’m Not Mad ist definitiv mein Liebling. Auch Fletchers THE S(EX) TAPES und Bitter strotzt vor weiblichem Selbstbewusstsein und zeigt, dass wir uns rein gar nichts mehr gefallen lassen. And I am so here for that.

Die elektronischen Vibes dieser Playlist und meines Jahres bringen Elderbrook und Mindchatter. Auch wenn ich mich normalerweise von Elektro-Musik fernhalte, sind ihre Alben die Ausnahmen. Sowohl Numb als auch Blame Game haben mich einfach bekommen. Was soll ich sagen.

Wen ich an dieser Stelle auch noch mal groß mit einbringen will, ist Blanks. Mit Favorite Nightmare hat er nicht nur eine sehr indie-poppige EP eröffnet, sondern ist selbst auch einfach ein absolutes Musik-Genie voller Energie. Ich hab mich wirklich ganz doll verliebt. Checkt seinen YouTube Kanal aus und guckt ihm mit offenem Mund zu wie er Hits wie Blinding Lights von The Weeknd komplett neu erfindet oder mit seiner Insta-Community zusammen Lieder produziert. Dazu ist er einfach nur ein laufendes Meme.

Ich vermiss Mac Miller

Auch wenn Spotify heute gesagt hat, dass Blue World von Mac Miller nicht mein meistgehörter Song des Jahres ist, so fühlt sich das trotzdem so an. Ich hab den so oft gehört, dass sich der nicht wie 2020 anfühlt, sondern wie so ein Song, der einen schon Jahre lang begleitet. Vielleicht vermisse ich Mac aber auch einfach nur mega doll. Zu Fullax und MOA kann ich nichts sagen, das ist vollkommenes Spielfeld unserer Kasseler-Abteilungsleitung Jule. Beide haben dieses Jahr absolut auscheckbare Alben veröffentlicht, deren Rezension ihr hier und hier lesen könnt/sollt.

Abschluss bildet Billie Eilish, die mit Therefore I Am dafür sorgt, dass man auch sie in diesem für sie Release-armen Jahr nicht unterschätzen sollte. Ich bin wirklich immer wieder begeistert, was die jungen Menschen unserer Generation an guter, neuer Musik hervorbringen.

Also wenn ihr bis hier hin gelesen habt, Danke. Wenn ihr ein bisschen durchgescrollt habt, um zu gucken, was alles so in unserem POP 2020 Rückblick los war, dann auch danke. Aber was sagt mehr als Worte? Genau, die Musik selbst. Deshalb folgt der Playlist und feiert einfach in den letzten Monat des Jahres rein.

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