„Zwei Freunde, eine Story. Musik wie eine Umarmung, wie Ertrinken und gleichzeitig gerettet werden.“ – Mit diesen Worten stellen sich das Songwriter-Duo JONAH vor. Angelo Mammone und Christian Steenken aus Berlin packen gefühlvolle Singer-Songwriter Stimmungen in ein melodisches Popgewand. Laut Spotify sind sie was für Fans von Jules Ahoi, Mighty Oaks, Pano und Bruckner. 2017 haben sie mit ihrer Single All We Are zum ersten Mal auf sich aufmerksam gemacht und tatsächlich – auch in meinen alten Playlisten konnte ich sie finden. Mit ihrer neuen Single Fallinhabe ich sie diesen Monat wiederentdeckt und das solltet ihr auch.
Eine Wolke aus Liebe
Lasst uns direkt über den neuen Song reden, weil ich hab mich wirklich ziemlich doll verliebt und muss meine Gefühle jetzt loswerden. Fallin fühlt sich an wie eine Wolke aus Liebe, in die man sich fallen lässt und für immer lauschen will. Es wird getragen von einer einfach nur wunderschönen Gitarrenmelodie. Komplett stripped down reicht nur diese Gitarre, um in mir super viele kontroverse Gefühle auszulösen.
„I adore you, yeah, it’s true
Oh, you smell so good, you don’t need perfume.
From now we break out, we kiss the sky
We won’t leave a note, we won’t say goodbye.”
Allein diese erste Strophe, Leute. Absolut kitschig, ich weiß, aber auch so romantisch? Die Welt braucht mehr Romantik diese Tage. Durch die eben angesprochenen Akustikgitarre ist Fallin aber kein Indie-Pop-„I love you“-Song, sondern haut viel eher voll in die Folk-Melancholie. Es ist langsam und, ich trau mich fast gar nicht zu sagen, zärtlich. Die träumerischen Stimmen des Duos tragen in den Refrain, bekommen ein bisschen Reverb und kreieren eine nahezu unvergleichbare Atmosphäre, der ich absolut verfalle.
„We’re breathing underwater, head up in the clouds.
We’re not falling down, we’re not falling down.”
Fallin fängt Liebe ein, in ihren seltenen Augenblicken. Dieses us against the world-Feeling, die Sicherheit, die man bekommt, wenn man jemand anderen liebt. Taschen packen und abhauen, ans Meer, ins Ungewisse und an all die schönen unentdeckten Orte auf der Welt. Ich fühl mich wie ein absolutes Klischee, aber ich will das auch. Das nicht zu können, macht traurig, daher meine kontroversen Gefühle. Aber das Bild, was JONAH in ihrem Song auf unvergleichbare Weise zeichnen, einfach nur die Vorstellung davon, die reicht schon.
Mesmerisierende Bilder zum Aufbruch ins Ungewisse
Aprops Vorstellung und zeichnen: Das Video. Bitte guckt es euch an. Gedreht an den Stränden Kaliforniens unter der Choreographie von Mike Tyus haben JONAH Bilder einfangen können, die perfekter nicht passen können. Das gesamte Video ist auf sowohl die Stimmung als auch die Lyrics von Fallin angepasst und ich lieb’s einfach nur. Es funktioniert wie der visuelle Spiegel zum Song, bildet in gefühlvollen Momentaufnahmen die Essenz des Songs perfekt ab. Voll mit Sonnenuntergängen, brechenden Wellen und einfach nur bildhübschen Menschen. Außerdem gibt’s sehr viel nah aufgenommene Haut, sehr viel Slow-Motion, und sehr viel atemberaubende Tänze. Ich habe auch noch nie Menschen so ästhetisch einen Sandhügel runterfallen sehen. Alleine dafür lohnt es sich wirklich, Bild und Musik zu kombinieren und sich direkt hier und jetzt das Musikvideo von Fallin anzugucken.
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
„RATATATA – Hört sich gut an. Es ist sehr laut, aber ist geil – Lass so“. Das sind die ersten eindrucksvollen Worte der jetzt erschienenen „Verstehst du nein gut“-EP des Wuppertaler Musikers Tom Taschenmesser. Eine alles in Grund und Boden rauschende EP voller Lofi-Sound und Wut im Bauch. Mit den drei Singles „Meine Schwestern“, „Maury“ und „Niemand kann alle sein“ hat sich im Vorfeld schon ein recht detailgetreues Stimmungsbild dieser EP ergeben, die zwei weiteren Songs ergänzen den verschrobenen Style in Perfektion. Immer auf der Suche nach der Schönheit in ihrer hässlichsten Verkleidung, fließen Toms Texte und Songs wie in einem Bewusstseinsstrom flussabwärts.
Kampfansage
„Meine Schwestern“ beeindruckt mich schon, bevor der Song überhaupt angefangen hat. Die absolut wache und irgendwie dauergereizte Stimme von Tom Taschenmesser führt in seinen Opener ein, der mir ab der ersten Sekunde eine Gänsehaut verpasst. Hier wird nicht um den heißen Brei geredet, denn es geht thematisch direkt zur Sache. Feministisches Empowerment ist zwar im Moment in aller Munde, aber bei „Meine Schwestern“ kriegen wir es alle noch mal gehörig auf die Fresse. Pardon, da ist es glatt mit mir durchgegangen. Mir steht dieser Stil vielleicht nicht so, aber Tom schafft es, zu singen wie er spricht. So scheint es zumindest.
„Junge was weiß ich, Bruder was weißt du Von unerzogenen, räudigen Hunden Von ungezähmten, hungrigen Hyänen, von giftigen Insekten Die allesamt vergessen, dass sie sterben wenn sie stechen“
Das Mitglied des Indiekollektivs die neue leichtigkeitruft zum Kampf auf, gegen das Patriarchat, gegen toxische männliche Strukturen in unserer Gesellschaft und gegen die enorme Gewalt gegen Frauen. Solidarität, ohne Geheuchel und ohne Geltungssucht, so wie ich sie mir viel häufiger von Männern wünschen würde. Seine derbe und ungehobelte Sprache hinterlässt dabei Splitter im Gehörgang. Die Band tut es ihm gleich und fetzt ein dissonantes und schweres Brett raus. Und trotzdem, sein Stil ist nicht vulgär oder daneben. Man kann seinen Ekel in jedem Wort hören und er kotzt einfach nur aus, was ihn ankotzt.
Von den Verlorenen und Vergessenen
Die „Verstehst du nein gut“-EP besticht weiterhin mit gekonntem Storytelling. Als wäre man live dabei, erzählt uns Tom Taschenmesser im Song „Verzeih Dir deine Schönheit“ zum Beispiel von Besuchen in einer psychatrischen Klinik. Das bedrückende Gefühl der Ohnmacht, das man als Besucher verspürt, wenn man Freunde oder Bekannte in solchen Einrichtungen besucht, wird hier sehr eindringlich transportiert. Und es trifft – wieder einmal – den Nerv der Zeit, denn psychische Erkrankungen und vor allem deren Gewichtung sind so präsent wie nie zuvor. Trotz der doch irgendwie sehr traurigen Story des Songs, gelingt es Tom, mir am Ende doch noch ein Lächeln zu entlocken und mir wenigstens den Apfelkuchen in der Cafeteria des Krankenhauses schmackhaft zu machen. Hier ist wirklich jeden Wort an der richtigen Stelle.
Ein Grund, warum ich dieser EP so gerne zuhöre, ist der Gesangsstil von Tom Taschenmesser. Von „Gesang“ im klassischen Sinne kann hier schon eigentlich keine Rede mehr sein, denn sein Stil ist sehr viel brutaler und dadurch ehrlicher im Vergleich zu anderen Singer/Songwritern. Er spuckt mir seine Worte vor die Füße und ich lese wirklich jedes gerne auf. Wie auch im Song „Maury“. Hier werden Lebenssequenzen eines „Wuppertaler Originals“ mit schnellen und präzisen Bildern erzählt. Durch den Sound der Band, der hierbei noch kräftiger und dreckiger ausfällt als zuvor, gestaltet er eine authentische Slow-Retro-Rock Kulisse für den „Tunichtgut und Taugenichts“ namens Maury.
„Und wenn man ihn so sieht Wünschte man sich irgendetwas müsste doch mit ihm passieren Irgendetwas anderes als das hier“
Jeder ist viele, aber niemand kann alle sein
Wo man herkommt und in welchem sozialen Milieu man aufgewachsen ist bzw. lebt, beschäftigt den Song „Niemand kann alle sein“. Auf feinfühlige, lyrische Art verknüpft er hier Situationsminiaturen glaubwürdig und authentisch miteinander und stellt uns auf subtile Weise die Frage, welche Bedeutung das ganze überhaupt hat. Und ob wir uns selbst vorgaukeln können, etwas oder jemand anderes zu sein als die Summe unserer Lebensumstände. Das alles fast schon fotorealistisch, aber auf jeden Fall so, dass ich zu jeder Zeile instant ein konkretes Bild vor Augen habe. Musikalisch geht es hier gefühlt das erste Mal auf der EP ruhiger und gelassener zur Sache, als hätte die Wut in den vorherigen Tracks ihre Hörner abgestoßen.
Die EP beendet Tom Taschenmesser mit einem schnulzigen Liebeslied. Nein, das ist natürlich Quatsch. Denn was er auch singen mag, es ist niemals kitschig oder pathetisch. Selbst wenn er aus „Rosen sind rot, Veilchen sind Blau“ einen Song machen würde. Oder einen über das Ende des Lebens, wie das letzte Stück „Brügge“. Hier schlägt er einen Bogen zum Film-Klassiker „Brügge sehen und sterben“. Dort wird die wunderschöne belgische Stadt Brügge als ein „must see before death“ glorifiziert. Falls ihr diesen Film noch nicht gesehen habt, hier nebenbei meine unbedingte Empfehlung. Ich dachte bei diesem Song ganz ehrlich kurz „Rio, bist du es?“, weil die Artikulation und die Attitüde in der Stimme von Tom mich so sehr an Ton Steine Scherben und Rio Reiser erinnert hat. Der Song fragt uns zum Ende der EP hin eine wirklich heikle Frage, nämlich die nach der Zufriedenheit im eigenen Leben. Aber wenn ich die jetzt für mich beantworten soll, lest ihr morgen noch. Deswegen lasse ich euch mit dieser schönen Frage und der schönen EP jetzt allein.
Fazit
Ja, was soll ich sagen!? Wir haben hier eine im besten Sinne laute, dissonante, instrumental chaotische Debüt-EP mit einem wirklich wirklich charismatischen Sänger und Songschreiber. Interessante Gitarrenriffs- und Voicings, brachiale Drums, schmetternde Basslines. Allerdings findet man auf „Verstehst du nein gut“ ebenso melancholische Balladen, bei denen man ein Tränchen verdrücken kann. Die Mischung macht’s! Und ja, das ist auf der Kürze der Strecke wirklich sehr gut gelungen. Tom Taschenmesser erzählt uns aus seiner Debüt-EP von all den Dingen, die alle anderen rausretuschiert hätten. Thematisch absolut aktuell und dennoch zeitlos, kickt uns diese EP von hinten in die Kniekehlen. „Verstehst du nein gut“ hinterlässt einen bleibenden Geschmack mit Suchtfaktor.
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Spotify. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf den Button unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Kennt ihr diese Menschen, die unfassbar gut mit Worten umgehen können? Die die komplexesten Situationen mit bildlicher Sprache so gut wiedergeben können, dass man sich so fühlt, als wäre man mittendrin im Geschehen? Falls nicht, dann solltet ihr euch unbedingt Mosaik und seine am letzten Freitag erschienene Single „KONTRAST“ anhören. Ein Song, der von Gegensätzlichkeiten handelt, die doch untrennbar zusammengehören. Denn fast alle harmonischen Dinge auf dieser Welt beruhen auf der perfekten Balance zweier Extreme.
Der 23-jährige Wahl-Regensburger Mosaik, der mit bürgerlichem Namen Konstantin Franz heißt, macht seit unglaublichen 10 Jahren Musik. Angefangen hat er als Kind mit dem Schreiben von Kurzgeschichten und alternativen Enden seiner Lieblingsbücher. Als ihm das nicht mehr ausreichte, fing er an, Songs über die Liebe und den ersten Liebeskummer zu schreiben. Inzwischen hat er zwei Alben („Dreidimensional“ (executive produced von AREAH) und „Bon Voyage“) rausgebracht, die er in Eigenregie und mit Unterstützung von 1eighty und Jhange produziert hat. Gemeinsam kreiert das Künstlerkollektiv den einzigartigen Sound von Mosaik. So richtig einordnen lässt sich dieser Sound aber tatsächlich nicht. Irgendwie Indie, irgendwie Hip Hop, irgendwie Pop. Aber wie wir schon lange wissen: Genreschubladen sind eh komplett überholt. Aber kommen wir mal zum Song „KONTRAST“:
Und setz mich ab, mit Vollgas in die Wand
Der Song beginnt mit einer Melodie, von der sich so manche Telefon-Warteschleife mal eine Scheibe abschneiden könnte. Die beruhigend wirkenden Klänge verabschieden sich aber, als der Beat einsetzt. Und als Mosaiks tolle raue Stimme ertönt, die sofort meine volle Aufmerksamkeit gewinnt. Irgendwas befiehlt mir, dass ich jetzt gut zuhören und mit ihm über die Gegensätzlichkeiten von Emotion und Kognition philosophieren sollte. Der kraftvolle immer wiederkehrende Ausbruch des Beats bildet dazu einen tollen Rahmen für die Lyrics. In völlig nachvollziehbaren Beispielen beleuchten sie die Ironie der Balance, die erst durch das Zusammenspiel zweier Extreme entsteht.
Gauloises teeren den Weg zur Freiheit, unsere Stadt riecht nach Fritten und Weißwein. Aber unser Zeitgeist ist scheinbar nicht genug, doch Nostalgie steht uns gut.
Dass wir es bei Mosaik mit einem Psychologiestudenten zu tun haben, dürfte niemanden überraschen, der sich den Song in seiner Gänze angehört hat. Ich, die ich leider keine allzu große (means: gar keine) Ahnung von Psychologie habe, musste mir „KONTRAST“ tatsächlich mehrfach aufmerksam anhören, um seine volle Genialität verstehen zu können. Ich hatte bisher wenig Anreize, mir darüber Gedanken zu machen, aber: Es scheint so, als findet der Mensch erst inmitten zweier Gegensätze das perfekte Gleichgewicht. Und daraus ergab sich für Mosaik nach dem Texten noch eine weitere Erkenntnis: So wie wir die Balance brauchen, brauchen wir auch mal den Ausbrauch aus genau dieser, um zu uns selbst (wieder) zu finden.
In Beständigkeit ruhen, Daylife im Loop
Ich muss zugeben, die lyrischen Aspekte von „KONTRAST“ haben es mir ein bisschen doll angetan. Ich habe es geliebt, mir den Song immer und immer wieder anzuhören und ihn von Mal zu Mal besser zu verstehen. Der kräftige Sound steht in einem sehr passenden Gegensatz zu dem ziemlich deepen Thema. Auf die hohen, weiblichen Harmonien könnte ich persönlich zwar sogar fast verzichten. Auch, wenn sie doch irgendwie wie die Faust aufs Auge passen, wenn es um Kontraste geht. Ich finde es auch super sympathisch und zum Song passend, dass er nicht wie ein zu 3000 % ausproduzierter Chart-Hit klingt. Man hört das Handwerk raus und, dass hier beim Produzieren viel Detailarbeit geleistet wurde.
Mosaik ist auf jeden Fall ein Künstler, den man auf seiner Liste haben sollte. Überzeugt euch gerne selbst davon und hört euch hier „KONTRAST“ an:
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Spotify. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf den Button unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Falls ihr euch gerade auf der Suche nach einem neuen Song befindet, der euren Tag ein bisschen auffrischt – wir haben ihn. Old Sea Brigade könnte euch sogar schon begegnet sein, wenn ihr Serien wie Grey’s Anatomy oder This Is Us guckt. Dort nämlich schon ein paar Mal vertreten, hat Old Sea Brigade aus Nashville schon als Singer-Songwriter auf sich aufmerksam gemacht. Mit seiner neuen Single Day By Day, um die es heute geht, kündigt er sein neues Album für Mai an und lässt uns bis dahin eine flotte Indie-Melodie im Ohr.
Ein Ohrwurm, der meine Angst vorm Älterwerden triggert
Day By Day fängt an mit einer Gitarrenmelodie, die innerhalb von rasanten drei Sekunden mein Indie-Herz überflutet. Es ist super simpel und absolut keine ausgeklügelte Wissenschaft, aber es funktioniert. Nach dem ersten Gitarrenloop bin ich schon in den Song verliebt und dabei hat Old Sea Brigade noch gar kein Wort gesungen. Dann steigt er mit der ersten Strophe so smooth wie selten gehört in den Song ein. Wäre ich nicht schon vorher hin und weg gewesen, dann spätestens jetzt.
Time and time again I think I’m falling through space And I wake up in my bed just sweating in sheets Remembering my name but it doesn’t sound the same Daylight come and save me from my 2am creeps.
Ich muss zugeben, das ist schon ein bisschen mein Weak-Spot. Traurige und ernste Lyrics in einer Upbeat-Melodie gesungen, die einfach nur gute Laune auswirkt. Die zynische Würze für die Panikattacke nachts um zwei.
Key-Lyric im Song ist der Refrain ist „I think of you growing old and it breaks my heart” und ich muss ehrlich sagen, spätestens hier bin ich völlig abgeholt. Ich leide zwar nicht unter Panikattacken, aber dieser Satz könnte ganz schön was triggern. Old Sea Brigade beschreibt in ein paar Worten abgerundet perfekt, wovor ich im Leben irgendwie am meisten (irrationale) Angst hab. Dass die Menschen, die wir lieben, vor unseren Augen alt werden, wir selbst alt werden, und doch kein Moment davon festzuhalten ist. Deep, ich weiß, und vielleicht auch ein Schnuff zu persönlich, aber trotzdem einer der Gründe, warum ich mich Zeile um Zeile mehr in diesen Song verliebe.
Der gleichmäßige Beat und die Gitarrenmelodie ziehen sich bis in die zweite Strophe, bevor sich der Song endlich richtig aufbaut. Synthies, Rockgitarren, alles dabei. Am Schluss wird es sogar so intensiv, dass ich fast ein bisschen Gänsehaut bekomme. Okay, streicht das „fast“, ich hab Gänsehaut. Mit ein bisschen über drei Minuten hat Day By Day meiner Meinung nach noch absolut Luft nach oben gehabt, ich bin mental ready für ein Gitarrensolo. Aber hier muss man sich auch ganz kurz dran erinnern, dass sich Old Sea Brigade eigentlich in ruhigen Singer-Songwritern-Gewässern bewegt. Dafür ist das wirklich ein unfassbar guter Break davon. Ich will zu dem Song in der kalten, aber doch irgendwie warmen Februarsonne spazieren gehen und dieses Gitarrenloop immer und immer wieder hören.
Day By Day ist auf jeden Fall eine Song-Empfehlung, die sich relativ schnell in euer Herz stehlen sollte. Album kommt am 14.05., ich bleib mindestens genauso gespannt wie ihr.
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Die neuen Zwanziger sind eingeläutet, Freunde. Botticelli Baby liefern uns auf ihrem neuen Album „SAFT“ einen derben Big-Band-Swing, der mit triumphalen Bläsersätzen und einem fulminanten Percussiongeschütz ins Schwarze trifft.
Die Wurzeln ihres Sounds kann die siebenköpfige Band aus Essen sicherlich nicht leugnen. Da ist viel Jazz drin, viel Offbeat, viel 20er Jahre Big-Band-Vibe. Dieses wilde Jahrzehnt ist nun 100 Jahre vergangen und gerade wieder sehr en vogue, was Serien wie z.B. Babylon Berlin oder der Charleston-Tanzstil unter Beweis stellen. Trotzdem ist die Musik auf dem neuen Album von Botticelli Baby keineswegs rückwärtsgewandt oder in irgendeiner Form idealisierend. Die Band scheint sich einfach großartige Elemente dieser zeitlosen Musik herauszupicken und zu ihrer ganz eigenen, düsteren Soundscape zu formen.
Melancholisch, aber mit Wumms
Besonders am Haken hatte mich gleich das erste Stück des Albums „The Inner Hulk“. Schwer und lethargisch bewegt sich dieses Ungetüm von Song fort, mitreißend wie Treibsand. Ein leichter Hauch Fat Freddy’s Drop weht durch mein notgedrungen selbstgeschnittenes Haar. Der „constantly growing anger“ aka „The Inner Hulk“, den die Band im Song heraufbeschwört, unterstreicht das hervorragende Musikvideo. Das von dem britischen Comickünstler Stathis Tsemberlidis (Decadence Comics) animierte Video passt durch seine makabere und düstere Stimmung super zum Song und erinnert in seiner Videoästhetik leicht an die berüchtigten Videos von Tool. Die perfekte Einführung in ein überwiegend melancholisches Album.
Dass Botticelli Baby aber auch so richtig abswingen kann, beweist die Band nicht nur in zahlreichen Live-Videos auf Youtube, sondern auch bei Songs wie „Joy passed by“, dessen aufgewühlter Schlagzeuggroove die verfrorenen Zehen schon langsam auftauen lässt. Schnelle und wachrüttelnde Bläserarrangements sorgen schon für ein konstantes Mitwippen. In mehreren Soloparts der einzelnen Instrumente hat man das Gefühl, die Band nach und nach vorgestellt zu bekommen. Dabei schöpfen sie sicherlich auch aus der über die Jahre gesammelten Erfahrung als Live-Band, die bei der Enstehung und der Produktion des Albums eine große Rolle gespielt haben dürfte.
Tempo, Tempo!
In eine ähnlich schwungvolle und irgendwie traditionelle Richtung geht „Crash Test Dummy“, der durch sein Polka-Feeling besticht und über Vorbilder von damals und heute skandiert. Die thematisierte Angepasstheit der Menschen, die auf kurz oder lang literally den Karren an die Wand fahren werden, scheint im Kontrast zu der musikalischen Bandbreite auf „SAFT“ zu stehen.
„And the crash test dummy Of a Porsche Cayenne Is terrible blonde And terrible thin“
Wie auf Speed in einem überfüllten und viel zu heißen Nachtclub, überrollt mich der Song „01-30“, der gleichwohl mit klassischen Swing-Vibes, staubaufwirbelnd und schnell durch meine Arterien weiterbraust. Auch „Vagabond in a Dandy Suit“ gehört auf „SAFT“ zu den schnelleren und härteren Stücken. Hier ist das angezogene Tempo als Offbeat-Attacke von der ersten Sekunde an zu spüren. Und wenn es die Möglichkeit gäbe das mal live zu hören, Junge Junge! Ihr müsstet mich schon festhalten. Stimmlich zeigt hier Sänger Marlon Bösherz im imposanten Endpart seine Muskeln. Auf dem gesamten Album bekommt man den Facettenreichtum seiner Stimme zu spüren. Mal zerbrechlich und gediegen. Mal brachial und wütend, als hätte sich die Band ihren Sänger bei einer britischen Post-Punk-Band ausgeliehen.
Mit den Bläsern auf Tuchfühlung
Ich kann es richtig fühlen, dass dieses Album in verlassenen und einsamen Unterkünften in Holland und Belgien geschrieben wurde. Denn auch die schwärzeren und ruhigeren Stücke kommen auf „SAFT“ keinesfalls zu kurz. „Follow Me“, ein jazziger Groove mit starkem „walking Bass“, spiegelt beispielsweise die Coolness dieser Formation wider, die ihr in diesem Genre sehr gut steht. Oder der Song „Yes“, bei dem man schon fast ASMR-like die entweichende Luft aus den Blasinstrumenten hört und durch das reduzierte Schlagzeug eine ganz eigene Atmosphäre kreiert wird. Auch der letzte Song des Albums „Baller Spring“ glänzt durch eine minimalistische Aufmachung, die mich in einen tranceartigen Ravemodus transportiert. Hier seien auch die Gitarren erwähnt, die in diesem Song und auf dem gesamten Album durch ihre Klarheit und die düsteren Voicings bestechen. Und mit diesen tiefgreifenden Zeilen das Album zu beenden, ist schon ein genialer Schachzug:
„And if I was your time machine I wouldn’t change a single thing“
Fazit
Botticelli Baby schafft es vorbildlich, das Album mit den richtigen Songs zu bestücken. Die Dynamik zwischen den Songs macht „SAFT“ einfach sehr kurzweilig und unterhaltend. Ein Album, das die Reife und Reise der Band nach immerhin drei vorangehenden Alben authentisch verkörpert. Die Lyrics, mal ulkig und grotesk, mal sehr tiefsinnig und lyrisch, passen gut zu dieser Mischung. Instrumentiert ist das Album à la bonne heure (a la bonnör), die technische Leistung jedes Einzelnen beeindruckend. Kurz um: Lasst uns all diese starken Eigenschaften in ein großes Fass werfen. Dann ziehen wir uns die Schuhe und Strümpfe aus, steigen in das Fass und beginnen damit, diese Früchtchen barfüßig zu zerstampfen und auszupressen, wie die Weinbauern aus Piemont. Und dieses trübe und süße Konzentrat, das am Ende dabei unten rauskommt, genau das ist es: „SAFT“.
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Wir haben Ende letzten Jahre Arlo Parks als einer unserer artists to watch in 2021aufgeführt und wurden schon jetzt darin bestätigt. Mit dem Release ihres Debütalbums Collapsed In Sunbeams Ende Januar hat die junge Londonerin ganz heftig große Wellen geschlagen – wie erwartet. Ich glaube, ich habe selten so viele Reviews und Meldungen gesehen über ein Release wie über Arlos Album. Und jetzt, nach zwei Wochen, in denen ich mich komplett in diesem Album verlieren konnte, kommt auch meine. Lasst euch verzaubern von Arlo Parks und Collapsed In Sunbeams.
Das Gedicht, das Collapsed In Sunbeams inspiriert hat
Ich glaube, das, was viele und mich auch am meisten an Arlos Musik berührt, sind ihre Texte. Die Worte, mit denen sie spielt, die Dinge, die sie damit beschreibt. Sprache ist für mich grundsätzlich faszinierend. Wir benutzen sie tagtäglich, werden mit ihr 24/7 konfrontiert, ob gesprochen, gelesen oder gehört, und wissen sie aber viel zu selten zu schätzen. Dabei kann Sprache eins der schönsten Dinge dieser Welt sein, wenn man sie richtig benutzt. Fragt Arlo Parks selbst und sie wird euch zustimmen. So eröffnet sie ihr Album mit einem Gedicht, das Collapsed In Sunbeams inspiriert hat. Und weil es so schön ist, könnt ihr es hier mitlesen, während Arlos Stimme im wunderschönen britischen Englisch direkt ins Herz geht:
Collapsed in sunbeams, stretched out open to beauty however brief or violent.
I see myself ablaze with joy, sleepy eyes, feeding your cat or slicing artichoke hearts.
I see myself sitting beside you, elbows touching, hurt and terribly quiet.
The turquoise in my ring matches the deep blue cramp of everything.
We’re all learning to trust our bodies, making peace with our own distortions.
You shouldn’t be afraid to cry in front of me.
I promise.
Ich für meinen Teil bin jetzt schon unfassbar berührt und dabei war noch gar keine Musik involviert. Das hier ist nur Arlo Parks und die Quintessenz ihres Debütalbums. Sie macht deutlich, wie wunderschön das Leben sein kann, wenn man sich dessen nur bewusst wird. Wenn man endlich lernt, sich selbst zu lieben, wie unperfekt man auch zu sein scheint, und auch einfach mal die friedliche Schönheit einatmet, die Sonnenstrahlen haben können, wenn sie das triste Grau des Himmels aufreißen.
“Why’d we make the simplest things so hard?”
Bevor ich mich ganz in schwelgenden Gedankengängen verliere, let’s talk about the music. Arlo Parks kombiniert die schönsten Elemente eurer Lieblingsmusik und kreiert damit ihre eigene Klangwelt. Indie-Folk, Bedroom-Pop, Neo Soul und R’n’B werden zusammengeführt und was da rauskommen kann, ist einer der Songs, die ich letzten Jahr bestimmt schon 100 Mal tanzend in meinem Zimmer auf Repeat gehört hab: Hurt.
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Denn auch wenn Arlo unglaublich begabt ist, poetische Welten zu erschaffen, so ist sie auch unfassbar begabt darin, Songs zu schreiben. Hurt kann absolut und zu Recht mit all den Künstler:innen ganz oben in den Charts mitspielen. Es ist ein absoluter Ohrwurm von Sekunde eins an. Die Bassline macht mich hier auch wieder einfach schwach. Es ist super simpel und deshalb aber auch so gut!! (Zwei Ausrufezeichen zum Unterstreichen dieser Aussage). Es ist fast schon therapierend, Arlos „Just know it won’t hurt so much forever“ im Loop zu hören, in Momenten, wenn sonst alles scheint, in sich zusammenzufallen.
Als erster richtiger Track, der noch nicht vor dem Album-Release rauskam, schließt Too Good direkt an den Feel-Good-Vibe von Hurt an und ist sogar eine Spur poppiger. Eine dreamy-jazzige Gitarre leitet den Song ein, upbeat Drums, Synths, die sich leicht anhören wie ne Orgel und eine catchige Melodie bestimmen den Refrain. Inhaltlich ist Too Good aber leider auch nicht so aufheiternd wie es sich anhört. Arlo, als offen queer, besingt die Frustration, die sie empfindet, wenn ihre Freundin nicht offen zugeben will, dass sie sie mag. As a fellow gay, I can relate. Es ist super traurig, wenn man da zu lange drüber nachdenkt, dass das einfach immer noch ein Ding ist. Wie Arlo sagt: Why’d we make the simplest things so hard?
Traurige Worte in leichtfüßigem Soul-Pop
Next song up ist Hope und hier kommt die jazzige Seite Arlo Parks raus. Das erste, was ich denke, ist „Ich will das unbedingt live sehen“. Diese Jazz-Vibes sind einfach so entspannend. Hope ist die Leadsingle zum Albumrelease und ähnlich wie in Hurt wiederholen sich die Worte „You’re not alone like you think you are“ im Refrain so oft, dass man Arlo fast Credit für eine Therapiestunde anrechnen muss. Gleichzeitig ist sie selbst so zerbrechlich ehrlich und das wieder in so schönen Worten, die mich einfach traurig stimmen.
„I’ve often felt like I was born under a bad sign,
Wearing suffering like a silk garment or a spot of blue ink
Looking for light and finding a hole where there shouldn’t be one.
I cannot communicate the depth of the feeling
Truth is I’m still learning to be open about this
But know that I know and you’re not alone.”
Trotz diesem traurigen Kontext den Song Hope zu nennen und ihn musikalisch in ein jazziges Wasserbett aus feel-good-vibes zu packen, ist genau das, was Arlo Parks ausmacht. Und es ist auch das, was mich am meisten an diesem Album berührt.
Als nächster Track kommt Caroline und ich bin jetzt schon in die erste Hälfte des Albums verliebt. Caroline ist so ein Lied, das man einfach aus voller Inbrunst mitsingen muss und danach stundenlang im Kopf summen hat. Immer wenn ich es höre, muss sich meine Schwester den ganzen Tag lang random durch die Wohnung geschriene Caaarolines anhören. Meiner Meinung nach treff ich den Ton jedes einzelne Mal, aber da scheinen Meinungen auseinander zu gehen.
„It’s so cruel what your mind can do for no reason”
Kleiner Disclaimer, der nächste Song geht mir ein bisschen näher als alle anderen und vielleicht könnte das daher hier gleich ein bisschen trauriger werden. Black Dog ist musikalisch das genau Gegenteil von Caroline. Es fängt an mit einem tiefen Bass, der wie ein Break in dem Album alles ein bisschen runterzieht. Und das macht Sinn, weil es um ein ziemlich runterziehendes Thema geht: Depressionen. Black Dog ist aber nicht aus der Perspektive der depressiven Person geschrieben, sondern von der außenstehenden Person, die helfen will. Helfen will, aber nicht kann. Und das ist, wo der Disclaimer zu wirken kommt, weil ich jahrelang genau diese Person war. Ich hab meine gesamte Teenager-Zeit versucht, meiner besten Freundin den Willen zum Leben wiederzugeben. Und es hat nicht geklappt. Wie es ihr jetzt gerade geht, weiß ich nicht, weil die Depressionen unsere Freundschaft kaputt gemacht haben. Aber dieses Gefühl, jemanden, den man liebt, in so einer schrecklichen Situation nicht helfen zu können, ist sehr zermürbend. Arlo packt all das in den Song Black Dog so gut und präzise, wie ich es vorher noch nicht gehört hab.
Just take your medicine and eat some food
I would do anything to get you out your room
It’s so cruel what your mind can do for no reason
Über den letzten Satz muss ich ziemlich lange nachdenken, während Black Dog langsam ausspielt.
Ich hätte gerne jemanden wie Arlo Parks gehabt als ich 20 war
Bis jetzt ist Collapsed In Sunbeams einfach nur ein wunderschönes Album. Vor allem im Lockdown-Jahrhundert (bald haben wir einjähriges, Peeps) rennt es offene Türen ein. Und dabei steht die andere Hälfte ja noch bevor. Ohne Features und ohne großspurige Produktionen zaubert Arlo melodische und harmonische Arrangements hervor, die einfach nur berühren. Green Eyes und Just Go reihen sich in die vorherigen Songs ein, der eine basslastiger, der andere soul-poppiger. For Violet ist wieder ein bisschen düsterer und löst beim genauen Hinhören eine traurige Frustration aus. Arlo singt von ihrer Freundin, die mit ihrem Coming Out zu kämpfen hat. Sie ist eine von vielen, die in einem heteronormativen Haushalt aufwachsen, die aus in 2021 mir wirklich nicht mehr greifbaren Gründen ihre Kinder davon abhalten, zu lieben, wen sie halt lieben.
Der nächste gaye Song ist direkt in Queue, nämlich Eugene. Eugene ist der Name des festen Freundes ihrer besten Freundin, in die sich Arlo (leider) verliebt. Die don’t-fall-for-straight-girls-it-will-kill-you-Lesson darf auf so einem Album natürlich nicht fehlen. Ich bekomm leichte Hayley Kiyoko Vibes und fühl mich ehrlich gesagt auch ein paar Jahre zurückversetzt als klein gay me noch stundenlang vor Tumblr hockte und sich in straight girls verliebte. Musikalisch ist Eugene auch mein absolutes Lieblingslied vom Album, alles stimmt von vorne bis hinten. Arlos sexy Stimme (anders kann man sie nicht bezeichnen), die durchgehende Bassline, diese ganzen leichten Gitarrentönen, die sich kaum bemerkbar übereinanderlegen – das alles ist ganz nah an musikalischer Perfektion für mich dran.
“Making rainbows out of something painful”
In Bluish kommen die R’n’B Vibes raus, die Arlo auszeichnen. Tatsächlich ist das einer der Songs, die besser werden, je öfter man sie hört. Deshalb – hört es öfter. Portra 400 schließt das Album ab. Es fasst musikalisch alles zusamen, was uns Arlo in ihrem Debütalbumvorgestellt hat. Ich wüsste keine perfektere Zeile als „making rainbows out of something painful”, um dieses Album sowohl zu beschreiben als auch abzuschließen. Sprache, Leute, wie faszinierend kann sie sein. Ich könnte tausend Wörter schreiben und nicht so viel aussagen wie Arlo mit ein paar Songzeilen. Und damit hör ich auf und überlass euch einfach in die Welten, die Arlo Parks mit Collapsed In Sunbeams geschaffen hat. Hört es, verliebt euch und seid wie ich ein Zeitzeuge von einer unglaublichen Künstlerin, die gerade erst am Anfang steht.
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Spotify. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf den Button unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Heute servieren wir euch mal wieder einen Song, der gerade erst das Licht der Welt erblickt hat. Whitepaper haben nämlich heute ihre neue Single „Tokyo“ veröffentlicht – und schreiben damit ein weiteres Kapitel auf ihrem musikalischen Stück Papier. Fans des gepflegten Indie-Rocks mit Vorliebe für mitreißende Gitarrenriffs, denen es nicht an Emotionen fehlt, kommen hier voll und ganz auf ihre Kosten. Es folgt: ein untoldency-Geheimtipp!
Wie gewohnt gibt’s zum Beginn aber erstmal ein paar hard facts zur Band. Die Geschichte hinter Whitepaper bzw. die Geschichte, die sie über sich erzählen wollen, ist nämlich alles andere als Band-typisch. Und das beginnt schon bei ihrem Namen. Sehr häufig haben die gewählten Bandnamen eine tiefe Bedeutung. Whitepaper hingegen definiert als „weißes Papier“ die Undefinierbarkeit. So kommt es auch, dass sich Max, David, Jo und Luis mal im Indierock („Hiraeth“) austoben, um im nächsten Augenblick eine Klavierballade abzuliefern („Superheroes“).
Worauf die Anfang 20-jährigen Jungs im Übrigen (zum Glück) auch keinen Bock haben, ist sich dem „klassischen Bandcharakter“ von nur einer Frontfigur hinzugeben. Max und David sind vielmehr zwei gleichwertige Sänger, mit sehr markanten Stimmen, die sie auch beide zeigen dürfen. Wer in diesem Atemzug dann auf die Idee kommt, nach irgendwelchen Band-Rollenverteilungen Ausschau zu halten, der sucht auch hier vergebens. So gibt es z.B. Songs, die aus Max’ Feder stammen, „Tokyo“ hingegen wurde von David geschrieben. Whitepaper lassen sich selbst also jeglichen Raum, um sich völlig auszuleben.
Kontrast zwischen Nähe und Ferne
Als ich „Tokyo“ dann das erste Mal höre, fallen mir sofort die starken E-Gitarren auf. Riffs, die powern und sich gleichzeitig wohlig an gefühlvolle Keys schmiegen. Und schon mit der ersten gesungenen Strophe macht sich hoffnungslose Melancholie breit. Der Song handelt von dem Gefühl, sich nach jemandem in der Ferne zu sehnen. Und dieses Gefühl kommt nicht von ungefähr: David hat „Tokyo“ nach einem Auslandssemester – in Japan! – geschrieben. Für geschlagene 7 Monate waren Whitepaper auf der ganzen Welt verteilt, bevor sie den Song zurück in Deutschland arrangierten und ihm seine ganz besondere Note verliehen.
We’re driving through the streets in different lives Missing us and each other on the other side
Es ist uneingeschränkt immer großes Kino, wenn Künstler:innen oder Bands es schaffen, ihre Inspirationen und Gefühle 1 zu 1 an die Hörer:innen weiterzugeben. Aber „Tokyo“ füllt die Plätze meines persönlichen Kinosaals, als wäre es das Leichteste der Welt. Whitepaper vereinen mit diesem Song auf eine ganz wunderbare Weise die mit ihren bisherigen Releases kreierten Soundwelten – und zeigen damit ganz nebenbei eine große stilistische Ausdruckskraft. Durch die offene Art mit ihrer Kunst zu spielen, folgen sie keinem festgefahrenen Klangbild. Trotzdem haben ihre Songs ein hörbares gemeinsames Zuhause: Emotionen.
Ich kann euch also nur empfehlen, Whitepaper mal ein Ohr, ach am besten sogar zwei Ohren zu schenken. Es lohnt sich, versprochen. Ich hoffe wirklich sehr, dass wir in Zukunft noch viel mehr von den Jungs hören werden. Da steckt einfach ganz viel Potential drin, wenn man mich fragt. Aber überzeugt euch doch am besten selbst davon und hört euch „Tokyo“ hier an:
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Spotify. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf den Button unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Wir haben heute mal wieder ein komplett unbeschriebenes Blatt für euch: Issey Cross aus Südengland hat im Januar mit „Who“ ihre erste Single rausgebracht. Für jeden, sich in der Alt-Pop Szene zwischen BENEE und 070 Shakewohlfühlt, könnte „Who“ die nächste Single auf Repeat sein.
Junge Frauenpower aus der UK – definitiv vormerken
Auch wenn Issey gerade erst ihre erste Single veröffentlicht hat, so ist sie damit ganz schön eingeschlagen. Britische Musikmagazine wie Notion oder Wonderland haben sie schon auf dem Schirm und auch BBC Music platzierte „Who“ als „Record of the Week“. Das sind ganz schön große Wellen als absolute Newcomerin. Wenn man sich aber Issey Cross‘ erste Single anhört, weiß man auch, warum:
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
„Who“wurde inspiriert von einer Affäre des Exfreundes einer Freundin. Für die Menschen, die das schon mal durchgemacht haben (zum Glück nicht ich persönlich), bedeutet das sehr viel Schmerz, sehr viel Drama und vor allem sehr viel Wut. Issey nimmt sich genau diese Wut und packt sie in einen Song:
„Who the fuck is this bitch? And how the fuck she know your name?”
Mit dunklen Synthies und leicht scheppernden Percussions eröffnet Issey Cross eine Klangwelt, die von vornherein klar macht: das hier ist eine Abrechnung. Das ist düster, das ist ernst, das ist unverzeihlich. Issey steigt mit dem anklagenden Chorus ein und ich hab jetzt schon Gänsehaut. Ihre klare Stimme legt sich auf die noch sehr ruhigen, aber trotzdem in Anspannung vibrierenden Synths. Dann setzt der Beat ein und man erkennt die verschiedenen Genres, aus denen Issey ihre musikalischen Einflüsse zieht. Viel Hall und ein darker R’n’B Vibe legen sich auf den catchigen Bedroom-Pop Beat, zu dem ich nur den Kopf mitnicken kann. It’s kind of a bop.
Spätestens beim „Blood is boiling in my veins“ kann auch ich die no-fucks-given Wut spüren, die Issey stellvertretend für jeden, der schon mal betrogen wurde, in die Welt rauslässt. Mit nur zwei Minuten ist der Song zwar ziemlich kurz, aber ich baue einfach mal auf alles, was da dieses Jahr noch kommt. Laut einem Interview mit Wonderland sollen das zwei EPs bis zum Ende des Jahres werden, meine Erwartungen sind also groß.
Endlich veröffentlicht die Londoner Band Goat Girl ihr heißersehntes Album „On All Fours“. Seit der Veröffentlichung der neuen Singles und der Ankündigung des Albums letztes Jahr war der Hype für mich jedenfalls perfekt.
Ich kann mich noch gut an den Tag erinnern, als ich das erste Mal mit der Musik von Goat Girl in Berührung kam. Es war einer dieser schmerzlich vermissten Nachmittage im Plattenladen im Jahre 2018. Je knapper das Geld wurde, desto genauer und länger hörte ich mir im Plattenladen auch die Alben an. Muss sich ja auch lohnen. Da kam es schon häufiger vor, dass drei oder vier Stunden ins Land zogen und meine Freunde einfach nur noch genervt und/oder schon mal vorgegangen waren. So muss es damals auch gewesen sein. Und das Debüt Album von Goat Girl zog ich ganz zum Schluss aus der Plattenkiste. Ich habe die Scheibe aufgelegt, die ersten anderthalb Minuten gehört und wahrscheinlich meine letzten 20€ des Monats meinem Plattendealer anvertraut.
Heavy Bedroom Pop
Nach shame mit ihrem grandiosen Album „Drunk Tank Pink“ ist Goat Girl jetzt die zweite aufstrebende Band aus South London, die dieses Jahr ein neues Album veröffentlicht. South London ist seit einigen Jahren schon die hippe Brutstätte von zukunftsorientierten und angenehm diversen Newcomer Bands, die alle irgendwie und irgendwann mal in der Kultlocation The Windmill, Brixton ihr Konzertdebüt gefeiert haben. Auch wenn der für South London typische Post-Punk-Sound auf dem neuen Album nicht mehr ganz so stark zu vernehmen ist, ist Goat Girl ein lebendiges und wichtiges Mitglied dieser Szene.
Die verzerrten Gitarren und Pogoparts des ersten Albums hat die vierköpfige Band bei „On All Fours“ gegen analoge Syntheziser und raffinierte Chorarrangements eingetauscht. Spotify würde die Songs wahrscheinlich als „Chamber Psych“ kategorisieren, was tatsächlich irgendwie auch wirklich gut passt. „Heavy Bedroom Pop“ gefällt mir aber noch besser.
Trotzdem ist Goat Girl keine Band, die es nötig hat in Genre Schubladen sortiert zu werden. Die vier selbstbewussten MusikerInnen zeigen auf „On All Fours“, dass sie sich längst ihr eigenes Genre geschaffen haben. Gleich das erste Stück „Pest from the West“ bezeugt den Wandel ihres Bandsounds, als nach einem ruhigen Gitarren Arrangement mit tollen, eingängigen Akkorden ein sogenannter „Arpeggiator“ das Klangbild aufmischt. Dieser rhythmische Syntheziser war zumindest im Debüt so noch nicht zu hören. Der Text des Openers handelt von gescheiterter bzw. fehlender Genderpolitik und die angestaute Wut darüber, die für die junge englische Generation steht, aber sicherlich in der ganzen Welt im Moment wie die Faust auf’s Auge passt.
„Words remain in the suits of today, And I have no shame when i say step the fuck away I’ll be glad that when it’s the end, You’ll be caught and torn when there’s no law to fall in“
Auch was für Nerds
Nie zu konkret und mit einem gewissen ironischen Abstand scheint Goat Girl in ihrem neuen Album sowohl politische Themen, als auch persönliche Probleme wie z.B. Angststörungen zu verarbeiten. Generell zeichnet das Album eine gewisse melancholische Grundstimmung aus, die nicht zuletzt durch die warme und tiefe Stimme der Sängerin Lottie Cream zum Leben erweckt wird und irgendwie den Weltuntergang einläutet.
In einem anderen politischen Kontext steht der folgende Song „Badibab“, der die eigene Schuld an der zerstörerischen Kraft der Menschheit in Bezug auf den Klimawandel reflektiert. Die poppige Songstruktur passt auf absurde Art wirklich gut zu diesen düsteren Gedanken. Zum Ende hin gerät diese Struktur dann doch noch ins Wanken und formiert sich zu einem chaotischen Getöse. Eine gelungene Überleitung zum einzigen Instrumentalstück auf dem Album, „Jazz in the Supermarket“. Mit Jazz im eigentlichen Sinne hat dieser Song zwar vermeintlich nichts zu tun, er beweist aber eindrucksvoll, dass die vier MusikerInnen ein ausgeprägtes Gespür für ungewöhnliche Harmoniekonstruktionen haben. Das lässt sich auch in jedem weiteren Song auf „On All Fours“erkennen und macht mich als Nerd sehr glücklich.
Dass es ebenfalls rhythmisch gut zur Sache geht, zeigt uns „Never Stays The Same“. Das Album lief bei mir die letzte Woche wirklich auf Heavy Rotation und bei diesem Song hab ich meine verstaubten Tanzbeine jedes Mal zum zappeln bringen können, sogar im Auto (bitte nicht nachmachen). Die Angst vor Veränderung und die Angst vor der Stille stehen hier textlich im Vordergrund und schlagen damit ein weiteres thematisches Kapitel des Albums auf. Hier zeigt sich eine weitere Parallele zum neuen shame Album, das dort einen ähnlichen thematischen Strang verfolgt und damit auf den für junge Bands schwierigen plötzlichen Stillstand der Pandemie hinweist.
Plot Twist
In dieses Raster passt auch „P.T.S. Tea“, der die psychische Krankheit „PTBS“ diffus und etwas undurchsichtig zu behandeln scheint und konträr dazu mit lockerer Synth-Pop Atmo und einer Ohrwurmmelodie um die Ecke kommt.
„PTSD from a hot cup of tea, Chug chug chug along on the ferry, Dumb man wouldn’t even look back at me“
Musikalisch etwas völlig neues wagen die vier MusikerInnen dann mit dem Song „Sad Cowboy“, der schon sehr früh vorab als Single erschien und mir persönlich richtig gut gefällt. Im Morricone-Western-Style galoppieren Gitarrenriff und Drumbeat durch meine Gehörgänge und reißen mich mit, obwohl ich überhaupt nicht auf Western stehe. Der Song wandelt sich durch zunehmende Präsenz von Synthezisern und Filterfahrten zu einem repetitiven Housetrack. Ein gelungener Plot Twist! Zugegeben, nach Erscheinen der Single hätte ich mir auch mehr solcher Experimente auf dem Album gewünscht und vorstellen können. In dieser Form bleibt der Song auf „On All Fours“ aber unter sich.
Das rockigere „The Crack“ mit seinen psychedelischen Lyrics und dem surrealistischen Video spielt mutmaßlich auch wieder auf die egoistischen Verhaltensweisen unserer Gesellschaft an und zwingt zur Selbstreflektion – wenn auch für mich irgendwie nicht ganz so eindrucksvoll wie zuvor schon auf dem Album gehört. Deutlich interessanter wird es für meinen Geschmack mit dem Song „Closing In“. In diesem Song versprüht Goat Girl ihren vollen Charme. Das Songwriting und das Arrangement wirkt so luftig und leicht, regt zum Träumen an gehört für mich mit zu den besten Songs des Albums.
Tranquilize it
Ebenso der darauf folgende Song „Anxiety Feels“, der eine besonders gut ausgearbeitete Melodie und einen derbe lässigen Laid-Back Feel verbreitet, ist einer meiner Favs. Hier kommt das gekonnte Arrangement der Backingvocals gut zur Geltung, das sich ebenfalls auf dem ganzen Album als Alleinstellungsmerkmal von Goat Girl etabliert.
„Please don’t leave me alone, Staring out the window I know I should get out the house, Make myself useful (Na na na na na na)“
Das verträumte „Na Na Na“ ist der eigentliche Clue des Textes, der dadurch die unangenehmen Gedanken und Ängste zu übertönen versucht. Eingelullt in dieses weiche und irgendwie dumpfe Instrumental, bekomme ich wirklich das Gefühl, vollgedröhnt mit Tranquilizern in der hintersten Ecke meines Zimmers zu hocken. Da reiht sich auch passender Weise „They Bite On You“ mit ein. Träge und schwer schleppt sich der Song durch und Lottie Cream besingt Schlafprobleme und das angenagte Nervenkostüm.
Vorbildfunktion
Die Stücke „Egos“ und das darauffolgende „Where Do We Go From Here?“ lassen sich textlich als offensive Abwehr des Patriarchats und Anklage gegen die politischen Machthaber interpretieren, die schon auf dem Debüt Album eine prägende thematische Rolle gespielt haben. Hier knüpft das Album wieder an seinen Anfang an und beeindruckt mit sprachlicher Raffinesse.
„So put them in the middle to start with, Push out all their egos they hide in, It’s funny where the mind goes without it, Now it’s a simple silence.“
Mit „A Men“ zieht Goat Girl ihren Schlussstrich und beendet mit den Worten „Bless God, he tries“. Sie lassen uns ein wachrüttelndes Album zurück, das sehr genau beobachtet und viele Missstände aufdeckt. Auch wenn viele der Themen absolut keine Neuigkeiten mehr sind und sicherlich einigen Menschen zum Halse raushängen, ist es umso wichtiger, sie immer und immer wieder anzusprechen. Gerade Songs mit feministischer und diverser Haltung machen Goat Girl zu einem absoluten Vorbild für eine hoffentlich wachsende neue Generation von weiblichen und transsexuellen MusikerInnen.
Fazit
„On All Fours“ lässt uns auf allen Vieren die Scherben unserer Taten und die der Generationen vor uns aufsammeln. Ein insgesamt wirklich eingängiges Album, das jeder Zeit zu überraschen weiß und mit jedem Hören besser wird.
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Es ist mal wieder Zeit für eine freshe Newcomer-Vorstellung: Der 21-jährige Dally aus Ludwigsburg veröffentlicht heute seine erste Single „Nur für dich“. Seinen Sound beschreibt er als modernen deutschsprachigen Pop mit R’n‘B- und Hip Hop-Einflüssen. Jule durfte den Song schon vorab hören und teilt hier und jetzt ihre Meinung mit euch.
Wer mich und meinen Musikgeschmack ein bisschen kennt, der weiß, dass der eben beschriebene Sound nicht unbedingt zu meinem favorite kind of genre zählt. Da mich sein Debütsong aber ziemlich gecatched hat, möchte ich euch Dally heute näherbringen. Allerdings ist er, trotz seines noch sehr jungen Alters, kein unbeschriebenes Blatt in der Musikszene. Unter seinem bürgerlichen Namen Danyiom hat er bereits seit 2014 regelmäßig Songs veröffentlicht (hört euch mal Rollin Roundan, lieb ich) und war sogar schon mit Lena auf Tour.
Ein Sound, der dunkle Stunden erhellen kann
Aber widmen wir uns mal dem Star des Tages: „Nur für dich“. Der Song beginnt mit einem kurzen dreamigen Intro und geht dann über in einen mich an Oldschool-Reggaeton erinnernden Beat. Dieser Beat geht dann auch sofort ins Ohr – und besonders in die Beine. Ich bekomme sanfte Sommervibes, obwohl ich tatsächlich zu denen gehöre, die die aktuell kalten Monate sehr genießen. Als Dally dann die ersten Zeilen der Strophe singt, offenbart sich mir ein astreiner Ohrwurm. Den von ihm beschriebenen Sound des deutschsprachigen Pops mit R’n‘B- und Hip Hop-Einflüssen kann ich voll und ganz unterschreiben.
Schließe meine Augen und kann dich sehen Du und ich, du und ich Nur für dich bring ich diese Welt zum Drehen
Dally fängt mit „Nur für dich“ nochmal völlig von vorne an. Und das mit 21 Jahren, nachdem er auf eine knapp 7-jährige Karriere zurückblicken kann. Trotzdem (oder gerade deshalb?) klingt der Song jung, frisch, locker. Obwohl man hört, dass hier kein Anfänger am Werk war, klingt es wirklich nach Neuanfang. Auch sein Instagram-Profil sieht aktuell sehr nach a new beginning aus. Dally sagt, dass ihm das Gesamtpaket aus Musik und Visuellem, also Styling, Video und Artwork, sehr wichtig ist. Seine größten Inspirationen sind hier A§AP Rocky, Jaden Smith oder Tyler, The Creator. Also auch das Auge hat allen Grund, gespannt zu sein.
Dally hat bereits angekündigt, dass „Nur für dich“ erst der Anfang ist. Man sollte ihn daher auf jeden Fall auf dem Radar behalten. Ich bin mir sicher, dass da im Laufe des Jahres noch viel Schönes auf uns zukommen wird.
Und bis dahin könnt ihr euch hemmungslos dem Ohrwurm des Tages hingeben:
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Spotify. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf den Button unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Vimeo. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Vimeo. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Bunny Stream. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Wistia. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Facebook. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Instagram. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Instagram. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Google Maps. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von reCAPTCHA. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von X. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.