Autor: Sarah

  • “I can melt an igloo, yeah ’cause I’m so dang hot” – Kiss of Life Konzert in München

    “I can melt an igloo, yeah ’cause I’m so dang hot” – Kiss of Life Konzert in München

    Auf ihrer allerersten Welt-Tour macht Kiss of Life auch Halt in Deutschland – unter anderem am 03.03.2025 in der TonHalle in München! Das Konzert war innerhalb von Minuten ausverkauft – weshalb ich mich auch umso mehr über eine Einladung zum Konzert gefreut habe. Und was genau ihr da verpasst habt, könnt ihr gleich nachlesen – und sehen: Die Galerie mit den Live-Fotos findet ihr am Ende!

    Wer ist denn Kiss Of Life?

    Kiss of Life (auch abgekürzt mit KIOF), ist eine vierköpfige Girlgroup aus Südkorea: Julie, Natty, Belle und Haneul. Julie und Belle sind allerdings in den USA geboren, und Natty ist gebürtige Thailänderin. Nur Haneul ist born and raised in Korea, und sie meint: “We acknowledge our differences and the path we went through to get here, so that makes us learn from each other and grow.”
    Und warum Kiss of Life? [It] refers to the mouth-to-mouth artificial respiration method. Like the name, we plan on revitalizing and bringing fresh life to the K-pop scene. Und das ist ihnen in den knappen zwei Jahren seit ihrem Debüt auf jeden Fall schon gut gelungen! Vielleicht liegt das daran, dass alle vier zu einem großen Teil am Songwriting- und Kompositionsprozess beteiligt sind. „I believe only those who fully understand the music they make can produce a certain vibe. We always want to show our fans authentic and sincere music. (Belle)

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    v.l. Belle, Natty, Julie, Haneul
    Zeit für Live-Musik!

    Montagabend nach der Arbeit schnappe ich mir meine Kamera und mach mich auf den Weg in Richtung Werksviertel. Zwischen Arbeit und Show schaffe ich es leider nicht mehr, mir ein angemessenes Konzertoutfit zu suchen. Denn bei K-Pop Konzerten gilt stets die Regel: More is more! Outfits und Make-Up werden in der Regel Wochen vorher geplant. Auch ein Grund, wieso ich so gerne zu K-Pop-Konzerten gehe: Die Fashion Girlies liefern IMMER! Nur ich an diesem Abend leider nicht – was aber schnell vergessen war als ich gegen 19 Uhr am Einlass ankam.

    Start der Show war erst gegen 20 Uhr, und doch war die TonHalle schon randvoll. Denn für die meisten hier war das wohl die allererste Kiss of Life Show ever! Und für Kiss of Life natürlich die erste Show in München überhaupt! Die Spannung lag also spürbar in der Luft.

    Mitglied Belle wurde leider am Tag der München Show krank, und so mussten die anderen drei die Show ohne sie durchziehen. Bereits die Woche davor hatte Julie sich eine Erkältung zugezogen, die Show in Berlin musste deshalb komplett ausfallen, und ein paar Shows danach wurden ohne Julie gespielt. Diese war nun wieder auf den Beinen und fit, aber hatte ihre Erkältung wohl an Belle weitergegeben – kein Wunder, wenn man schon zusammen auf Tour ist und auf engstem Raum miteinander reist.

    Ein dicker Batzen Nervosität und Cold Sweats

    Kurz bevor um 20 Uhr dann das Licht ausging, wurde ich auch noch einmal ordentlich nervös. Denn ich hatte seit circa zwei Jahren keine Konzertfotos mehr gemacht, und dann so ein Comeback? Absolut wild.

    Also stand ich mit etwas schwitzigen Händen um 19:55 Uhr bereit am Graben, und wartete auf meinen Einsatz. K-Pop Shows haben nämlich keine Opener, sondern starten direkt in die Show. Dafür dauern sie in der Regel länger, da es zwischendurch unter anderem Video-Breaks gibt, während denen die Artists Zeit für einen Outfit-Wechsel haben. Boygroup ATEEZ, die letzten Monat in der Uber Arena in Berlin zu Gast waren, haben beispielsweise mit 25 Songs fast zweieinhalb Stunden gespielt.

    Die ersten drei Songs durfte ich Fotos machen was das Zeug hält, und zu meinem Glück haben Kiss of Life gleich als Zweites meinen Fav gespielt: Igloo. Obwohl der Song eigentlich nur ein B-Side ist, ging er nach EP-Release am 15. Oktober 2024 direkt durch die Decke – und hält sich auf dem Spotify-Profil von Kiss of Life nach wie vor hartnäckig auf Platz 1. Das allerdings nicht ganz unverhofft: “The song, with its trap hip-hop base and refined yet playful choreography, felt like it would stand out in a new way.”, so Belle. Meine persönliche Empfehlung? Den Song direkt in die “getting ready for a night out” Playlist packen!

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    Gay Panic im Bühnengraben

    Während Igloo war ich direkt vor der Bühne und musste wirklich mein allerbestes geben, nicht versehentlich in Choreographie zu verfallen. Ich hatte schließlich einen Job. Mitgesungen hab ich aber trotzdem – was den Mädels auch aufgefallen ist, und sie mir dafür extra ein dickes Grinsen in die Kamera geschenkt haben.

    Nach den drei Songs und einer mittelgroßen Gay Panic Session im Bühnengraben hab ich mich dann auf den Weg nach hinten gemacht, um das Konzert entspannt mit einer Weinschorle in der Hand zu genießen. Auch von ganz ganz hinten macht es einfach nur Spaß, den Girls beim Performen zuzusehen. Denn man merkt, dass sie für die Musik leben und es lieben, auf der Bühne für ihre Fans (die sogenannten Kissys) zu spielen. Und auch die Fans waren sowas von am Start, und bei jedem einzelnen Song textsicher.

    Kissy Chair

    Kiss of Life wissen, mit einer Crowd umzugehen und mit ihren Kissys zu interagieren. Und so gab es nicht nur Ansagen für die Fans oder es wurde zugewunken oder Fingerherzen verteilt. Eine Tradition bei Kiss of Life Konzerten ist der sogenannte “Kissy Chair”, ein Stuhl auf der Bühne für einen glücklichen Fan! Während des Songs Te Quiero ist dieser Fan dann Teil der Performance der Girlgroup. Auf die Frage “Who in here thinks they deserve Kissy Chair?” wanderten also natürlich alle Hände nach oben.

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    Zeit für Sommersongs

    Auch wenn es am Tag des Konzerts noch kalt und etwas trüb war, wurde gleich mal der Sommer (oder wenigstens der Frühling?) eingeläutet, und zwar mit Sticky. DEM Sommersong von Kiss of Life. Und wenn man sich so die Temperaturen der letzten Tage ansieht, scheint das auch wunderbar geklappt zu haben!

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    Kleine Info am Rande: Das Musikvideo und die Promo-Shots zu Sticky sind übrigens in der polnischen Hauptstadt Warschau entstanden.

    Direkt auf Sticky folgt Midas Touch – Hit nach Hit! Diesen Song kennen sogar Freunde von mir, die eigentlich gar nichts mit K-Pop am Hut haben. Kiss of Life erinnern mich immer und immer wieder an die 2000er Girlgroups, die ich als Kind so gehört habe. Besonders aber Midas Touch. Und da Musikvideos im K-Pop zum Glück KEINE lost art form sind, muss ich euch das auch gleich mal noch verlinken:

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    Und so war ich nach eineinhalb Stunden Kiss of Life richtig happy, es doch noch zum Konzert geschafft zu haben. Obwohl Julie, Natty und Haneul an diesem Tag ohne Belle auskommen mussten, lieferten die Girls eine richtig richtig gelungene Performance mit krassen Vocals und Choreographien! Da lässt sich nur auf eine Rückkehr nach München bei ihrer nächsten Tour hoffen! Bis dahin wünschen wir Belle eine schnelle Genesung und hoffen natürlich, dass alle anderen gesund bleiben.

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    Fotocredit: Sarah Reiter, S2 Entertainment

  • Sarahs Jahresrückblick: Mein Jahr in Konzerten

    Sarahs Jahresrückblick: Mein Jahr in Konzerten

    Der Anfang des Jahres 2023 ist gefühlt schon wieder deutlich mehr als 12 Monate her. Es ist auch mal wieder so viel passiert, dass es mir unendlich schwer fällt, mich überhaupt an alles zu erinnern. Und auch zu entziffern, wann denn überhaupt was nochmal war. Und als ich letztes Wochenende meine Konzertliste in den Handynotizen durch die zwei neusten Konzerte ergänzt habe, kam mir die Idee:

    Ich könnte doch einfach einen Konzert-Jahresrückblick machen!

    Da ich dieses Jahr ordentlich Gas gegeben hab, und WIRKLICH alles mitgenommen habe was ging, habe ich es geschafft meinen bisherigen Rekord an Konzerten in einem Jahr (50 Konzerte in 2019) zu überbieten, und bin – Stand heute, 15.12.2023 – bei 61 Konzerten in 2023.

    Und das, obwohl ich sehr langsam in’s Jahr gestartet bin: in den ersten drei Monaten war ich nur auf einem einzigen Konzert: Circa Waves am 18. Februar. Dafür aber ein absolut würdiger Einstieg in ein neues Konzertjahr! Circa Waves kannte ich schon seit Jahren dank ihres Indie-Bangers T-Shirt Weather, ich hatte es allerdings bis dato nie geschafft, sie auch live zu sehen. Meine neuen Loop Konzertohrstöpsel, die ich im Vorjahr zu Weihnachten bekommen hatte, hab ich an dem Abend vergessen. Was ich schnell bereuen sollte, denn es war unfassbar laut. (Zum Glück konnte man an der Garderobe billig welche kaufen)

    Circa Waves sind eine Band, die wirklich Hit an Hit an Hit spielen können (und es auch tun). Und so landet das Konzert auch in meinen Top 5 des Jahres 2023!

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    Im April folgt dann genau das Gegenteil: Spontan hatte mich eine Freundin gefragt, ob ich nicht mit zu Paula Hartmann auf’s Konzert kommen wollte. Aber natürlich! Auch wenn ich zu dem Zeitpunkt nur Babyblau kannte, war ich sofort am Start. Und es war rückblickend das beste Konzert im April. Die Fans in Augsburg waren alle zu 100% textsicher, und LAUT! Paula selbst war mir auch sofort sympathisch und hat eine 10/10 Performance abgeliefert. Würde ich sofort wieder auf’s Konzert gehen.

    Direkt nach diesem Konzert starteten auch schon die ersten Aufbautage für’s Modular Festival in Augsburg (26.-28. Mai), bei dem ich seit mehreren Jahren im Artist Care bin. Da unser Team 2023 deutlich größer war, hatte ich auch endlich mal die Chance, einige Artists anzuschauen. Mit dabei waren DAMONA, orbit, und natürlich das große Heimspiel von Roy Bianco & die Abbrunzati Boys – die ja aus Augsburg kommen. Und obwohl das restliche Lineup sehr Deutschrap-lastig war, fanden sich mit dem Modular Festival doch die Highlights des Mai für mich.

    Kurzer Disclaimer zwischendurch: Festivals werden in meiner Konzertauflistung als ein (1) Konzert gezählt. Keine einzelnen Tage oder Sets, sondern das Ganze als eines.

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    Für den Juni wusste ich schon mindestens ein halbes Jahr im voraus, welches Konzert mein Favorit werden würde, weil es sich um eine absolute Bucket-List Band handelte. Und zwar: Depeche Mode. Mit dem erst im März erschienenen Album „Memento Mori“ auf Tour, fand ich mich zusammen mit meinem Dad und noch etwa 70.000 anderen Menschen im Olympiastadion München wieder. Da ich mit der Musik von Depeche Mode aufgewachsen bin und genau wie mein Dad sehr 80s vernarrt bin, hatte ich mich monatelang auf das Konzert gefreut – und es hat trotzdem jegliche Erwartungen übertroffen. ZWEIEINHALB STUNDEN ging das Set! Weil ich keinen Vergleichswert aus den jüngeren Jahren der beiden hatte, konnte ich nur schätzen… aber nur anhand der Performance hätte man Dave, Martin und co. das Alter auf keinen Fall angemerkt.

    Das einzige das die Laune etwas gedrückt hatte war der Regen, der circa eine Stunde vor Ende auf einmal eingesetzt hatte… bzw. eher die ganzen Middle Aged Männer um mich herum, die meinten ihre Tshirts ausziehen zu müssen. Mein Dad behielt seins zum Glück an. Wenn ich so drüber nachdenke war der Regen an sich sogar sehr angenehm, da es tagsüber nie weniger als 38 Grad hatte, und die Blitze am Himmel in der Ferne waren eine coole zusätzliche Lichtershow. Und so war ich lange noch am Ringen mit mir selbst, da ich gerne zum Depeche Mode Konzert in der Olympiahalle nächstes Jahr gehen wollte, die Tickets waren allerdings 150€ aufwärts. Zum Vergleich: das Konzert dieses Jahr hat 100€ pro Ticket gekostet und die Venue war 5x größer. (pain)

    Bei der Suche nach dem richtigen Video für Depeche Mode bin ich auf das Live-Video zu Enjoy the Silence live aus Berlin 2013 gestoßen. Es hat keine 30 Sekunden gedauert da hatte ich überall Gänsehaut und Tränen in den Augen. Schaut es euch an, es ist der reine Wahnsinn.

    Außerdem – und ich sag es immer wieder – Dave Gahan walked so Harry Styles could run.
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    Unter anderem im Juli, aber eigentlich den ganzen Sommer über war ich viel mit Lonely Spring als Tourmanagerin auf Festivals unterwegs, und hatte eine wundervolle Zeit. Pop-Punk Banger vom feinsten, die auch Platz eins und zwei meiner Top Songs 2023 auf Spotify Wrapped geschafft haben. Während die letzten Monate einige Singles (wie zum Beispiel ein Anti-Oktoberfest-Song) gedroppt wurden, folgt 2024 das self proclaimed „beste Emo-Album aller Zeiten“. Also bleibt dran!

    Auf den August hatte ich auch lange hingefiebert. Nicht nur war ich die erste Woche in Italien in meinem ersten richtigen Sommerurlaub seit ca. 2016, sondern kurz danach stand noch ein Berlin-Kurztrip an. Für MUNA & boygenius, das wohl queerste Lineup ever. Und während boygenius zwar Headliner waren, hatte ich mir das Ticket überhaupt erst gekauft, weil ich MUNA seit mehr als 6 Jahren live sehen wollte – und das auch das erste Mal war, dass sie jetzt nach Europa kamen.

    Als dann schließlich die Lichter aus gingen und MUNA die Bühne betraten, musste ich mit den (happy) Tränen doch etwas kämpfen. Gleich der erste Song war mein Liebling What I Want, ein Song über’s queer sein und erst im Erwachsenenalter zu lernen, wirklich man selbst zu sein und zu sich zu stehen- und einiges nachzuholen: I want the full effects / I want to hit it hard / I want to dance in the middle of a gay bar / Ooh, that’s what I want / There’s nothing wrong / With what I want

    Ich glaube so laut hatte ich noch nie ein ganzes Set lang mitgesungen. Der ganze Abend an sich hat sich einfach wie eine warme Umarmung angefühlt, und um es in den Worten eines Freundes zu sagen: „this is what authentic queer joy looks like.“

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    Das Reeperbahnfestival im September war natürlich auch ein Highlight – besonders, weil es mein allererstes RBF war! Seit Jahren wollte ich hin, und 2023 hat es endlich geklappt! Den Artikel dazu (und über meine Lieblinge BIBIZA und Dottie Andersson) könnt ihr hier lesen.

    Direkt im Anschluss an’s Reeperbahnfestival ging es für mich dann zur Abwechslung mal wieder nach Berlin, auch für eine Band auf die ich seit Jahren gewartet hatte: Handsome Ghost. Eine kleine, relativ unbekannte Band aus Boston. Als ich im Februar 2018 gemeinsam mit flor die USA getourt hatte, waren Handsome Ghost die Vorband, und ich hab mich direkt am ersten Abend schockverliebt. Tim und Eddie sind nicht nur die allerliebsten Menschen auf diesem Planeten, sondern ihre Musik begleitet mich seitdem auch durch’s Leben und bedeutet mir wahnsinnig viel. Für Juni 2020 waren ein paar Deutschlandshows angesetzt – die dank Corona natürlich nicht stattgefunden haben. Seitdem hatte ich auf neue Dates gewartet, und im September 2023 war es dann soweit.

    Am 29. September in Berlin und am 3. Oktober in Münster konnte ich meine beiden Jungs endlich wieder live sehen, und nur für mich spielten sie ihren ganz alten Song Blood Stutter (was sie auch vor allen anderen auf der Bühne ankündigten und auf mich in der ersten Reihe zeigten).

    Der Oktober war sehr wild. Man könnte fast sagen „die komplette Engleisung“. So hieß der Gig, der am 18. im Bahnwärter Thiel von Freunden (& Hip Hop Open Tracks) selbst veranstaltetet wurde. Mit meiner herzallerliebsten Blushy AM natürlich, und Headliner / Organisatoren Cloutboi Juli & Pink Stan.

    UND JETZT ALLE, die so Ski Aggu Type Musik nice finden, bitte einmal reinhören:

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    Auch im November gings voll ab: am 7. dachte ich mir, ich probier mal wieder was Neues und kauf mir einfach eine Konzertkarte von einer Band, die ich zwar nicht höre, aber alle in meinem Umfeld. Und dann schau ich einfach mal was passiert. Die Rede ist von Holding Absence, und der Abend war auch mal wieder eine glatte 10/10. Auch die beiden Vorbands FLOYA und Thornhill haben rasiert. Also alle, die das hier noch lesen und es gerne auch etwas heavy mögen: Gönnt euch und hört rein!

    Ende November ging es dann sogar noch auf Tour! Und zwar mit Blushy AM, Marlin Beach und Peter aus der Mozartstraße! Vom VPBY gefördert waren sogar 5 Shows in 5 Tagen geplant, von denen zwei leider wegen des heftigen Schneefalls abgesagt / ins neue Jahr verschoben werden mussten. Trotzdem hatten wir drei richtig richtig gute Tage mit einem tollen Team, und ich hatte sogar meine Bühnenpremiere! Denn ich durfte für Blushy AM den DJ machen. Etwas nervös war ich bei der ersten Show, aber dann hat es einfach nur noch Spaß gemacht.

    Passau und Augsburg dürfen sich besonders auf 2024 freuen, denn am 14. März (Augsburg) und am 15. März (Passau) kommt die Chaostruppe dann wirklich vorbei!

    Außerdem kommt im März der gemeinsame Song von Blushy AM und Peter aus der Mozartstraße, den ich über meinen privaten Link schon ca. 150 mal angehört habe – und der wirklich unfassbar viel Potential hat. Ich glaub, das wird was Großes. You heard it here first!

    Und das Highlight diesen Monats war vor genau einer Woche, als ich am Samstag dann nach Passau gefahren bin, um gemeinsam mit den Lonely Spring Jungs auf das DAMONA Konzert zu gehen. Die neuen und noch unreleasten Songs sind RICHTIG richtig gut, haltet auf jeden Fall eure Augen und Ohren offen. Passau war der Tourabschluss, wurde noch ordentlich lange und ausgiebig gefeiert. Da hat es mich gewundert, dass ich am nächsten Tag schon wieder fit genug war, um Temmis und Steintor Herrenchor live zu sehen. Aber Gott sei Dank! Denn spontan sprang noch die Raketenumschau – eine meiner liebsten Münchner Bands – als Support ein, weil dieser krank wurde.

    Nach diesem Wochenende war ich wirklich fix und fertig, und ich erhole mich eigentlich immer noch davon. Was mich aber nicht davon abhalten wird, noch alle Weihnachtsmärke abzuklappern, und noch ein oder zwei weitere Konzerte dieses Jahr zu besuchen. Man lebt schließlich nur einmal!

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  • LEVIN im Interview: »Nicht zu viel nachdenken und einfach mal die Leichtigkeit rauslassen«

    LEVIN im Interview: »Nicht zu viel nachdenken und einfach mal die Leichtigkeit rauslassen«

    Für alle Träumer*innen unter euch gibt es den perfekten neuen Sommer-Track! Allround-Talent LEVIN serviert euch ZAHNLÜCKE MUTTERMAL & lädt euch ein, einfach mal die „Leichtigkeit rauszulassen“. Was genau das bedeutet könnt ihr hier lesen, denn letzte Woche hat sich Sarah mit ihm zum Interview getroffen und ihn mal ein bisschen ausgequetscht.


    Levin im Interview

    Sarah: Möchtest du dich kurz vorstellen, für alle unsere Leser*innen, die dich vielleicht noch nicht kennen?
    Konni: Ich bin LEVIN. Ich mach Musik in allen möglichen Formen. Wenn ich das beschreiben müsste, dann ist das irgendwas zwischen Indie, Alternative, Hip Hop, Pop Punk, Emo Rap und Deutschrap. Das ist mein Soloprojekt, auch mein Herzensprojekt, wo ich am meisten Zeit und Liebe, und Liebe zum Detail reinstecke. Ansonsten rappe ich noch in einem Möchtegern-Duo namens Cloutboi Juli & Pink Stan, und spiele Gitarre in der Metal Band Commence und studiere Soziale Arbeit nebenbei. Und, Fun Fact, ich habe ein Bachelor in Architektur.


    Wie kam es denn eigentlich dazu, dass du Teil von so vielen verschiedenen Musikprojekten bist? Weil genretechnisch ist es ja schon so ein ziemlicher Sprung, Metal und Pop?
    Ich glaube wenn man genauer hinhört, checkt man schon so ein paar Parallelen. Metal sind meine Roots, so mit 13/14, da hatte ich meine Metalband T-Shirts, „zieh mich schwarz an“ Phase. Die T-Shirts sind dann irgendwann weggegangen. Eigentlich sieht man mir das jetzt nicht unbedingt mehr an, aber ich höre auf jeden Fall jeden Tag Metal. Also das ist nach wie vor meine Herzmusik. Aber ich mag so Metal, der hauptsächlich Cross-Over ist und auch viel Cross-Over mit dreamy Gitarren, die auch ein bisschen ruhiger sind. Ich mag auch Mischung aus extrem hartem Gesang und cleanem Gesang. Also es ist jetzt nicht nur so, dass es nur auf die Fresse geht, sondern halt ne Mischung. Und das ist quasi der ruhigere Teil, den ich am Metal mag, der hört sich auch sehr ähnlich an wie das was ich selbst an der Gitarre manchmal raushole. Also ich glaube schon, dass man da eine Parallele findet, auch so in der Art und Weise, wie die Songs geschrieben sind vielleicht. Aber vielleicht auch nicht. Vielleicht täusche ich mich auch.

    Du bist die Verbindung?

    Ich bin die Verbindung! Aber deine Frage war, wie es dazu kam? Ein Schlüsselmoment: so siebte, achte Klasse (da hat man ja noch nicht so einen Musikgeschmack) und dann als mir irgendjemand Billy Talent gezeigt hat ist so meine Liebe für „härtere Musik“ entstanden. Ich habe Schlagzeug gespielt, und dann eine Alternative Rockband gehabt. Ich hab einen Kumpel kennengelernt der Gitarre gezockt hat, der hat mir das ein bisschen beigebracht. Da habe ich mich dann reingefuchst und dann mit Singen, Rappen und sowas ist die Metalband entstanden.

    DANN habe ich Architektur studiert, habe dafür ein MacBook gebraucht, weil die Programme auf meinem alten Windows Rechner nicht gelaufen sind. Habe dann mit dem Juli mal einen Abend gesoffen und dann haben wir festgestellt, dass Garageband schon vorinstalliert war auf dem Laptop. Wir haben das mal ausgecheckt und einfach ohne Mikrofon in den Laptop rein gebrüllt und so Knöpfe gedreht (und hatten keine Ahnung, was sie machen) bis es sich mehr oder weniger gut angehört hat. Im Nachhinein war es schon ziemlicher Müll, den wir da gemacht haben. Aber das war dann so der Start des selbst Produzierens und ich hab einfach nie aufgehört, immer Bock dran gehabt.


    „So kam es, dass wir besoffen entschieden haben uns die Haare pink zu färben und dann die Idee hatten, Cloud Rap zu machen“

    Irgendwann gab es eine Phase, in der Juli nicht so viel Drive hatte und anders viel beschäftigt war. Da habe ich viel Mucke allein für mich selbst gemacht, wo dann auch immer mehr Gitarre reingeflossen ist. Und dann hat sich das so aufgespalten: diese Depri-Mucke mit Gitarre war dann LEVIN und die Suff-Mucke war dann Cloutboi Juli & Pink Stan und dann irgendwann hat sich halt das so verselbständigt und ist halt irgendwie ein bisschen ein größeres Ding geworden. Aber genauso kam dann eben Metal, Hip Hop und das Solo Projekt zustande.


    Wie sieht es denn jetzt aus? Was für Musik hörst du denn jetzt so selbst gerne bzw. was inspiriert dich?

    Ich habe so meine Go-To Alben und Songs, die ich immer höre – die werden mir auch seit Jahren nicht langweilig und es kommt sehr selten nur was Neues dazu. Der letzte, der dazu kam, war Makko, den höre ich viel zurzeit. Und sonst was ich viel höre, ist halt Metal Core, Deathcore, oder auch Hardcore. Sowas kann ich auf jeden Fall immer hören. Und was ich aber auch viel höre, ist einfach Mucke von Freunden: von Narses zum Beispiel.

    Ihr habt ja auch nen Track zusammen, oder?

    Drei! Also wir haben drei zusammen rausgebracht bis jetzt und aber noch drei in der Pipeline. Da wird noch mehr kommen. Wo war ich jetzt eigentlich? Was ich so gern höre? Also ich habe so meine zehn Go-To Künstler, die ich immer Pump und ein paar Freunde…. Was ich aber auch viel höre, sind meine unfertigen Demos, weil ich mich da halt konstant immer reindenke: „Okay, wie könnte ich weitermachen? Was könnte ich anders machen?“ Oder ich bin am Text schreiben. Also die packe ich mir aufs Handy, und wenn ich unterwegs bin, höre ich mal rein und vielleicht fällt mir was Geiles ein.

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    Da fällt mir jetzt noch eine neue Frage ein. Wie oft würdest du schätzen, hört man so ein Demo selbst an, bevor es rauskommt? Also ich stelle mir das so vor, dass man das so 100.000-mal hört und eigentlich, wenn der Release ist, das schon nicht mehr hören will.

    Ist oft so, deswegen versuche ich die Mucke so schnell wie möglich zu releasen. Also ich hatte früher so dann den Entschluss das immer am Tag, wo es fertig wurde, direkt rauszuhauen. Geht aber auch mal nicht gut, weil manchmal findet man den Track dann ein paar Tage später schon scheiße. Aber das ist auf jeden Fall das Gesündeste. Nicht zu viel overthinken. Auch wenn man noch selbst mischt und macht und so, dann hörst du ja nicht nur auf das Künstlerische… sondern man achtet ja auch darauf ob der Kompressor geil ist, der Equalizer, hat es die richtige Lautstärke, ist es auf allen Geräten gut ausgeglichen. Also du hast mehrere Probleme gleichzeitig.

    Von daher: man hört es sehr oft. Es kommt aber wirklich darauf an, wie lang der Zeitraum zwischen Fertigstellung und Release ist. Ich versuche es kurz zu halten, aber meistens schaffe ich es nicht. Von meinem Album lagen teilweise Songs drei Jahre rum und die habe ich sicher ein paar hundert Mal angehört. Es gibt auch viele Sachen, die ich nicht mehr hören kann. Aber dann irgendwann so alle paar Monate hört man dann doch mal rüber und denkt, es ist eigentlich schon ganz geil geworden, was man da gemacht hat. Würde man jetzt vielleicht auch nicht mehr so machen. Es ist ja auch schön, dass man eine Entwicklung sieht und hört. Hoffe ich zumindest.


    Meine eingefallene Frage ist eigentlich auch eine gute Überleitung zu meiner nächsten Frage, die ich mir tatsächlich aufgeschrieben habe, nämlich zum neuen Release – ZAHNLÜCKE MUTTERMAL. Erzähl doch mal kurz einfach so, gibt es eine Botschaft, ein Gefühl, das du mit dem Song vermitteln möchtest oder worum geht es?
    Also mit dem Song, der soll overall einfach so ein Lebensgefühl oder einfach so einen Vibe generell transportieren. Und ich würde jetzt nicht sagen, dass es eine Message hat, wenn man das runterbrechen müsste, dann ist es so…

    Feel Good?

    Es ist nicht unbedingt Feel Good – sondern eigentlich Feel Bad, aber wie man mit Feel Bad umgeht. In der ersten Strophe kommt ja zum Beispiel so „Vakuum in meiner Brust“ oder „Melancholie ist meine beste Freundin“ – dass man halt irgendwie viel Kopfweh hat, aber dass man weiter daran glaubt, dass man das alles irgendwie packt. Und dass man auch Sachen um sich rum hat, die einen stolz machen, die einen da durchpushen manchmal. Dass man die Sachen, die eigentlich nicht leicht sind, mit Leichtigkeit angeht oder zumindest versucht, sie nicht zu verlieren. Das wäre so die Message davon. Aber auch so der generelle Vibe.

    Manchmal verkrampf ich so beim Text schreiben. Hier konnte ich einfach nachts nicht einschlafen. Und dann sind mir einfach so ein paar Trashlines eingefallen, das wurde dann 8 Halbe von Cloutboi Juli & Pink Stan. Jedenfalls in der Writing-Session nachts um drei im Bett am Handy, ich habe einfach alles aufgeschrieben, was mir so eingefallen ist. Es ging echt überraschend schnell, es ist einfach so raus gesprudelt, einfach nicht zu viel nachgedacht. Und das ist vielleicht auch so der Vibe von dem Song. Nicht zu viel nachdenken und einfach mal die Leichtigkeit rauslassen.

    Also doch irgendwie Feelgood?

    Ein bisschen, ja.

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    Wie ist denn der Entstehungsprozess von neuer Musik bei dir? Du hast das ja schon so ein bisschen angeteasert.
    Ist aber auch immer unterschiedlich. Meistens spiele ich Gitarre, komme auf irgendwas was mir gefällt, nehme es auf, bastle Drums dazu, dann habe ich so ein Basic Loop und versuche das einfach schon mal grob zu arrangen, dass ich eine leichte Struktur habe: wo die Drums mal weg sind, dann etwas chorusmäßiges, wo es ein bisschen voller ist. Und dann exportiere ich mir das raus und schaue, ob ich was drauf schreiben kann. Oder manchmal habe ich eben wie bei ZAHNLÜCKE MUTTERMAL unabhängig vom Instrumental schon einen Text und versuche, ob der da drauf passt. Manchmal passt es nicht.

    Manchmal hat man einen geilen Text und ein geiles Instrumental, aber zusammen klingt‘s scheiße. Das passiert auch oft. Und oft ist es so, wenn man was Neues startet, dann ist diese Inspiration oder Begeisterung, die man für das neue Instrumental hat, so beflügelnd, dass es dann auch beim Text schreiben wieder läuft. Meistens entsteht tatsächlich alles an einem Tag. Aber oft dauert es auch ein Jahr, bis was fertig wird. Manchmal dauert es sehr lang, dann ist es oft verkrampft. Die guten Songs, auch die von mir, die so ein bisschen bekannter sind, das sind eigentlich fast alles Songs, die in einem Tag geschrieben wurden, also inklusive Instrumental und Text und Basic Mixen.


    Das kenne ich auch so von Freunden. Da gab es auch so eine Story, dass die im Studio waren und irgendeiner ist dann kurz duschen gegangen und hat im Spaß gemeint „okay, ihr schreibt jetzt in der Zeit einen Song“. Und dann kam er wieder und dann stand halt so das komplette Gerüst einfach schon und das ist auch jetzt einer von den bekanntesten Songs von denen.
    Auf jeden Fall. Ich habe auch in einem Interview mit Post Malone gehört, dass er einfach 60 Prozent von seiner Musik auf dem Klo geschrieben hat.


    Das stellt die Frage, wie viel Zeit er dort verbringt.
    Ja, erstens das, aber wie schnell schreibt er seine Songs? …. Vielleicht hat er auch Verdauungsprobleme.

    Was stehen denn bei dir so für Releases als nächstes an? Kannst du schon was verraten?
    So das nächste worauf ich richtig stolz bin, ist mit Narses zusammen, das ist „Mische“. Das wird wahrscheinlich als nächstes kommen. Und dann habe ich noch einen mit ihm, und selbst habe ich gerade so drei, vier neue Songs zu 80-90% fertig rumliegen. Aber da warte ich wahrscheinlich auf Winter. Ich glaube bei Cloutboi Juli & Pink Stan kommt auch noch was Neues. Alles, was noch so Sommer Vibe hat, und dann im Winter wird es wieder sad.

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    Und wie sieht’s aus mit Live-Auftritten?
    Mit LEVIN gibt’s zwei: am 9.9. Im Feierwerk in München und am 28.10. im Ampere mit Wait of the World – das sind gute Freunde von mir, die ein Album veröffentlichen, und bei dem Gig ist auch Bloomer mit dabei.

    Ah stimmt, die touren ja zusammen!

    Genau, und in München bei der Tour-Eröffnung bin ich Opener.

    Cool! Dann komm ich auf jeden Fall vorbei.

    Da freu ich mich auch drauf, weil Ben, der Sänger von Wait of the World, ist der Bruder von Jordan, meinem Gitarristen. Ich kenne die schon seit 2014 oder so. Es wird auf jeden Fall ein Freundeskreis-Abend, auf den ich mich sehr freue. Mit Cloutboi Juli & Pink Stan haben wir noch eine eigene Release Show im Oktober geplant, im Bahnwärter Thiel. Da kommt eventuell bald was raus. Es wird krass!


    Bin gespannt! Dann habe ich noch eine bisschen deepere Frage. Wenn du dem Konni, der gerade erst mit Musik machen angefangen hat, was mitgeben könntest, was wäre es dann?
    Ich glaube, mein erster Impuls wäre sehr langweilig und kurz: „Mach einfach.“ Ich bin eigentlich ganz happy damit wie es läuft. Weil ich glaube, die Frage zielt ja so ein bisschen darauf ab, ob ich irgendwas anders gemacht hätte, wenn ich es beeinflussen könnte.

    Ich bin ganz happy mit dem Weg, den ich so gegangen bin. Weil ich auf dem Weg sehr viele unterschiedliche Hintergründe mitbekommen habe. Von Schlagzeug dann über Zufall zur Gitarre gekommen, über noch größeren Zufall zu Hip Hop und so. Und ich würde einfach sagen, „trust the process!“.


    Und in jedem Untoldency Interview haben wir am Schluss noch eine untold story. Also irgendwas, das du noch nie in einem Interview erzählt hast, das du jetzt gerne teilen möchtest. Das kann eine witzige Story sein, random Fun Fact oder sonst irgendwas, das du einfach den Leuten mitgeben möchtest.

    Ich musste neulich für meine Sozialverwaltungsrecht-Prüfung lernen, und hab am Abend vor der Prüfung aus Prokrastinationsgründen mir selbst Merchandise von Nelly Furtado auf Shirtinator gebastelt, weil es kein offizielles Merch mehr von ihr gibt. Hab ihr Logo runtergeladen, es freigestellt, dann noch das Cover von All Good Things runtergeladen, jetzt ist vorne das Logo und hinten das Cover. Ich bin jetzt ein Unikat in diesem Tshirt!

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    Alle Fotos von Juliane Haerendel, München.

  • Playlist-Update: pride month anthems

    Playlist-Update: pride month anthems

    Wie Lady Gaga einst schon sagte: „Rejoice and love yourself today, cause baby – you were born this way.“

    Irgendwie fühlt sich dieses Jahr alles anders an. Es ist Pride Month und man sieht vermehrt Regenbogenflaggen – aber doch irgendwie nicht annährend in dem gewohnten Ausmaß… oder geht’s nur mir so?

    Wo sich die letzten Jahre noch über „corporate pride“ oder „rainbow washing“ beschwert wurde, wünschen manche sich sehnlichst die Unternehmen und ihre Regenbogen-Logos zurück. Starbucks verbietet sogar Pride Dekorationen in zahlreichen US-Stores.

    Seit ich mich erinnern konnte, warben Unternehmen im Juni mit all things Regenbogen, aber die Zeiten scheinen sich geändert zu haben. Immer mehr Angriffe auf Mitglieder der queeren Community, neue Anti-LGBT Gesetze wie in den USA oder Uganda, rechte Parteien gewinnen immer mehr Zulauf, und Diskriminierung scheint immer „akzeptabler“ zu werden.

    Ein reguläres Logo auf Social Media während Juni durch ein Regenbogen-Logo zu ersetzen, mag eine kleine Geste sein… aber wenn nicht einmal große Unternehmen sich das trauen, hinterlässt das bei mir persönlich schon ein drückendes Gefühl – es liegt so viel Spannung in der Luft.

    Und gerade deswegen ist es dieses Jahr wichtiger denn je, auf die Straßen zu gehen. Einander zu unterstützen, zu lieben, wo es nur geht. Wir sind alle Teil dieser Community, dieser Familie.

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    Was ist „queere Musik“ überhaupt?

    Vor zwei Jahren hat Anna die erste Version der Pride Month Anthems erschaffen.

    In der diesjährigen Pride Month Anthems Playlist finden sich klassische queere Hyper-Pop Hymnen sowie ruhige Lieder darüber, dass man sich in das (vermutlich straighte) Mädchen von nebenan verliebt hat. Eine gute Mischung eben.

    Natürlich existiert eine unglaubliche Vielfalt an LGBTQ+ Musik da draußen, aber warum verbindet man unsere Community eigentlich so oft mit Hyper-Pop?

    (Während ich hier am Recherchieren war, ist mir auch noch was anderes eingefallen, das vielleicht in dieselbe Kategorie fällt? Ist hyper-feminines Auftreten nicht auch inherently queer?)

    Das scheint sich dann auch die Hand zu geben, da die australische Künstlerin Peach PRC in sich beides vereint. Und auch viele andere Künstler*innen aus dem Hyper-Pop Genre sind Teil der LGBTQ+ Community. 

    Die immer größer werdende queere Community im Hyper-Pop könnte auf die enge Bindung des Genres an EDM und die enge Bindung der queeren Community an Rave und Clubkultur zurückzuführen sein.

    Eine spannende Erklärung, die mir Google auch noch ausgespuckt hat ist, dass durch die starken Vocal Effects in diesem Genre auch mit der Gender-Präsentation experimentiert werden kann.

    Aber besser kann das Bernhard Frena von „das querformat“ ausdrücken:

    „[Hyperpop] ist eine Gegenbewegung zum Pop-Mainstream, den die Künstler:innen bewusst subvertieren und politisieren. […] Hyperpop hat für mich etwas zu sagen, ästhetisch wie politisch. 

    Es rückt Themen aus der Nische ins Zentrum. Die Verfremdung von Stimmen, die allgegenwärtige Künstlichkeit erlaubt Experimente, erlaubt auch eine Nicht-Festlegung, ein Spiel mit Labels und Identitäten. Hyperpop ist camp, er ist theatralisch, er ist übertrieben. Er ist ernst in der Arbeit die dahintersteckt, in den Themen die er fundamental anspricht. Aber er nimmt sich selbst nicht ernst, jongliert stets mit einer leichten ironischen Brechung und entzieht sich einer letzten Determinierung. 

    Hyperpop ist nicht nur queer, weil er für queere Fans und Künstler:innen eine Nische bietet sich kreativ zu entfalten. Er ist nicht nur queer, weil er alte queere Ästhetiken wie Camp geschickt in einen modernen Kontext übersetzt. Hyperpop ist strukturelle und gelebte Kritik an einem normativen System, an der Vorschreibung es gäbe nur einen Weg zu leben, zu lieben und ja – Musik zu machen.“

    Bernhard Frena von das querformat 

    Hier könnt ihr den gesamten Artikel dazu lesen.

    Queere Indie-Musik

    Foto: Marissa Kaye

    Als Teil der Community kann ich dem Hyper-Pop natürlich nicht entfliehen & genieße das Genre auch gerne ab und zu – aber meine wahre Liebe wird immer Indie bleiben. Hier möchte ich euch besonders eine Band ans Herz legen, und zwar MUNA.

    Die einzigen Artists in der Playlist, die gleich zweimal die Ehre haben, vertreten zu sein: Einmal mit „What I Want“, einem Song darüber wie man sich jahrelang versteckt hielt, nicht man selbst sein konnte oder überhaupt nicht wusste wer man eigentlich war… und jetzt einiges nachholen möchte:

    I’ve spent way too, too, too many years
    Not knowing what
    What I wanted, how to get it, how to live it and now
    I’m gonna make up for it all at once
    Cause that’s, that’s just what I want

    MUNA – What I Want

    Den zweiten Song von MUNA in der Playlist kennt ihr vermutlich bereits – „Silk Chiffon“, ein Phoebe Bridgers Feature. Auf Tiktok durchgestartet mit „life’s so fun, life’s so fun“, war der Song nicht mehr zu bremsen. MUNA spielten dieses Jahr auch bei Coachella, und so wie der Zufall es wollte ebenso boygenius – was zu einem gigantischen Live-Feature führte. Aber seht selbst!

    https://www.youtube.com/watch?v=RWJMmYcPTR4

    MUNA spielen im August ebenfalls zwei Shows als Vorband von boygenius in Deutschland, und falls ich dieses Feature bei der Show in Berlin ebenfalls live hören werde, … werde ich vermutlich explodieren. Fingers crossed?

    MUNA haben übrigens auch einen Podcast namens „GAYOTIC“, zu dem sie auch Gäste wie Phoebe Bridgers oder Tegan and Sara einladen:

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    Don’t be a drag, just be a queen!

    Außerdem möchte ich euch noch eine weitere Podcast-Empfehlung geben. Gerade in einer Zeit wie dieser ist es wichtig, sich auch mal eine Pause zu gönnen. Nicht zu viele Kommentarspalten durchzulesen. Sich auch mal trauen, Leute zu blockieren. Das hier ist dein Leben und niemand hat das Recht darauf, dir weh zu tun. Körperlich oder mental.

    Ein Podcast, der mir immer hilft zu mir selbst zurückzufinden, ist XO Higher Self von Bunny Michael. Dieser Podcast ist “BIPOC and queer inclusive self-help advice for a new generation” und es geht um Beziehungen, Sex, Dating, Verlust, queere Probleme, Karriere und mehr. Hörer*innen können Emails oder Voicemails mit Fragen einsenden, die dann in der Folge beantwortet werden.

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    CSD 2023 in Deutschland

    Und damit ihr auch alle wisst, wann bei euch in der Nähe der CSD stattfindet, könnt ihr hier die Übersicht für ganz Deutschland finden.

    Ein paar Beispielstädte:

    Berlin: 22.07.2023

    München: 24.06.2023

    Hamburg: 05.08.2023

    Köln: 09.07.2023

    Bis dahin – liebt euch selbst und einander!

  • Sarahs Jahresrückblick: It’s 2014 again!

    Sarahs Jahresrückblick: It’s 2014 again!

    Eigentlich schon wild, dass es inzwischen Dezember ist. Schon wieder ein Jahr vorbei? Irgendwie ging das jetzt ganz schön schnell, aber ich bin ganz ehrlich: Februar diesen Jahres fühlt sich trotzdem schon unendlich weit weg an. Dieses Jahr war in mancher Hinsicht auch ein Nach-Hause-kommen. Back to the roots von meiner Indie-Persona, die 2014 auf die Welt kam. Aber dazu später mehr.

    Vom Brunch auf dem Fensterbrett über Berlin nach L.A.

    Erstmal hat mein Jahr angefangen mit zwei Wochen Corona Quarantäne Ende Januar/Anfang Februar. Zum Glück war ich aber genau rechtzeitig wieder gesund, um nach Berlin zu fahren und ein Interview mit Wet Leg zu führen. Worüber ich auch sehr glücklich bin, denn ich hätte mir sonst ordentlich in den Arsch gebissen. Wie das Interview war könnt ihr übrigens hier nachlesen.

    Wenn man Rhian und Hester auf Instagram oder TikTok begegnet, findet man oft Kommentare dazu, dass das „doch keine richtige Musik“ sei oder dass die Lyrics „too repetitive“ sind. Aber es muss doch nicht immer alles bis ins kleinste Detail geschliffen sein, oder die höchste Kunst des Songwriting. Manchmal reicht es doch einfach, wenn Musik Spaß macht. Und genau das macht die Musik von Wet Leg für mich.

    Als ich im März dann in Los Angeles war, konnte ich die beiden sogar noch live sehen. Und obwohl es eine Industry Show mit vielen wichtigen Leuten aus dem Biz war, gab es am Ende ein kleines Moshpit zu Chaise Longue.

    Hier noch mein Favorit von ihrem Debütalbum, das am 8. April dann erschienen ist:

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    Was die USA so alles mit einem macht

    Noch während meiner Zeit in den USA habe ich auch schon die nächste Obsession des Jahres gefunden, und zwar die Self Titled EP von Hastings. Wie oft ich die 5 Songs dieses Jahr gehört habe? JA.

    Ich hatte ja früher schon Phasen, in denen ich Alben on Repeat hatte… Aber hier hat es mich doch gewundert, das Spotify mir keine Meldung eingeblendet hat mit „Möchtest du nicht vielleicht mal wieder was anderes hören?“. Denn selbst Monate später waren diese paar Songs immer noch auf Heavy Rotation, JEDEN TAG. Wenn ich duschen gegangen bin und nicht wusste was ich für Musik hören sollte? Dann gab es Dusch-Karaoke mit der EP von Hastings. Besonders Blank Me und Take Mine hatten es mir angetan, aber die komplette EP findet sich in meinen Top 15 Songs von 2022 auf Spotify. Ups.

    Im September durfte ich dann noch ein Interview mit Sänger Matt führen, das ihr hier nachlesen könnt. Und dann hat mir diese absolute Süßmaus noch einen Hoodie for free geschickt. Shoutout an dieser Stelle!

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    Coming Home?

    Das Jahr 2022 hat mich auch wieder ein bisschen nach Hause gebracht. Während ich 2021 noch jeden Monat Playlists erstellt und wirklich aktiv nach neuer Musik gesucht habe, bin ich dieses Jahr etwas passiver geworden. Ich hatte nicht mehr die Zeit und Energie, Plattformen nach neuen underground Artists zu durchsuchen.

    Einerseits schade, andererseits halb so schlimm. Denn einige Bands die ich seit Jahren kannte, lieferten richtig ab. Nach dem Disaster das sich Notes on a Conditional Form nannte, hatte ich eigentlich keine Hoffnungen auf ein nächstes gutes Album. Aber ich gebs zu: The 1975 haben mich mit Being Funny in a Foreign Language wieder. (Auch wenn Matty immer noch eine schwierige Persönlichkeit ist).

    2014 called (and i answered?)
    Quelle: Tumblr, 2014 oder so

    Und weil ein The 1975 Album noch nicht genug war, legten Arctic Monkeys gleich nach… (Allerdings nicht ansatzweise so erfolgreich in meinen Augen).

    Aber mit neuer Musik von Bands die ich bereits 2014 geliebt hatte, fühlt es sich ein bisschen wie damals an. Auch, weil Fashion Trends gerade wieder in Richtung Tumblr gehen, und ich meine Fishnets dieses Jahr wieder ein bisschen öfter getragen habe.

    Lang leben die Dr. Martens!

    Artist of the Year <3

    Während ich mir überlegt hatte, was denn meine Top Artists, Alben, Songs etc. dieses Jahr waren, kam mir der Spotify Jahresrückblick zu Hilfe. Seit 2017 sind flor irgendwo oben in meinen Top Alles unterwegs, und haben sich in den letzten Jahren auch meinen „Artist of the Decade“ Titel geschnappt, als dieser von Spotify vergeben wurde.

    Es ist also nicht wirklich überraschend, dass sich flor dieses Jahr mal wieder meinen „Artist of the Year“ Award geholt haben, sowie 3 der 5 Top Songs. Wenn man so ein phänomenales Album wie Future Shine released kann das schon mal passieren.

    Dieser kleine Hoffnungsschimmer für die Zukunft, der “Future Shine”, ist das, was dieses Album so besonders für mich macht. “The Future CAN shine bright. It CAN be worth looking forward to. The world doesn’t have to be this dark, dysmal place that sometimes it feels it can be.”

    – aus meiner Album Review (hier nachlesen)
    Mein kleiner Erfolgsmoment

    Dieses Jahr gab es auch einen Erfolgsmoment für mich. Die Jungs von NEEVE haben mich in ihre Crew aufgenommen, als Tourmanagerin. Schon seit Jahren versuche ich einen Job in der Musikbranche zu bekommen, der mehr als „nur“ Merch verkaufen ist, und 2022 hat es endlich geklappt! Und dann noch mit so einer wunderbaren Menschen, ich liebs!

    Ende September haben NEEVE ihr (lang ersehntes) Debütalbum Chaos of my Mind released, und im Oktober ging es dann auf Tour. Und obwohl die Jungs das gesamte Album jeden Abend live gespielt haben, konnte ich nicht genug von den Songs kriegen. Seit Release lief Chaos of my Mind wirklich rauf und runter, und so haben es NEEVE geschafft, in den letzten zwei Monaten noch bis auf Platz 7 meiner Top Songs des Jahres auf Spotify zu rutschen.

    Und für alle die so auf TikTok unterwegs sind: Ihr seid den Boys sicher schon begegnet. Aber NEEVE sind noch so viel mehr als eine „TikTok Band“, also hört unbedingt unbedingt mal rein!

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    Lieblings-Konzert-Moment

    Ganz zum Schluss möchte ich noch meinen Lieblingsmoment auf einem Konzert teilen. Das ist auch noch gar nicht so lange her – erst Mitte November. Nach mehr als 6 Jahren hab ich es ENDLICH geschafft, COIN live zu sehen. Und nicht nur sind die Jungs aus Nashville unfassbar gut live. Nein, ich hatte auch mehrmals dicke die Tränen in den Augen und Gänsehaut überall. Besonders bei Let It All Out.

    (beim Hinzufügen hab ich nur ganz kurz hier reingehört zum Link kopieren und hatte direkt wieder Gänsehaut, hört unbedingt mal rein)

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    New Finds

    Einen Song habe ich letzte Woche noch gefunden, und der hat mich SOFORT abgeholt: Sunday von Sea Lemon. Zu recent um irgendwas am Jahresrückblick zu beeinflussen, aber trotzdem wichtig genug um hier erwähnt zu werden. Schöne Gitarrenvibes, und die Sängerin hat eine traumhaft schöne Stimme.

    Wer also ein bisschen Sommergefühle im Winter haben möchte, hier entlang:

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  • Hastings im Interview: »I knew one guy in Nashville, and I slept on his couch at 16«

    Hastings im Interview: »I knew one guy in Nashville, and I slept on his couch at 16«

    Aufgepasst an alle Pop-Mäuse, heute möchte ich (Sarah) euch einen garantierten Top-5 Artist von meinem Spotify Wrapped 2022 vorstellen. „I wish you would call me, call me an asshole“ – Hastings hat die perfekte Kombination aus süchtig machenden Melodien und genialen Lyrics einfach verstanden.

    Ich habe mich mit Sänger Matt letzte Woche auf Zoom getroffen, und mit ihm über die Musikszene in Nashville, die allererste Tour, und die neueste Single gesprochen: „Blame the Brakes“ – die am 30.9. released wurde. Wer also für zukünftige Hit-Singles am Start sein möchte, sollte sich hier auf jeden Fall mal einlesen, und dann sofort weiter zu Spotify wandern.

    Sarah: First off, thank you so much for taking the time! How are you today?

    Hastings: I’m great! I’m sorry, I’m in my car right now. The connection might be a little bit rough at moments, but we’re rolling with the punches.

    Sarah: I can hear you alright, so it should work! Fingers crossed!Would you like to introduce yourself to our readers who don’t know you yet?

    Hastings: Sure! I go by Hastings. My first name is Matt, my last name is Hastings. I’m a pop artist from Nashville, Tennessee.

    Sarah: Nashville has a pretty big music scene, I’ve heard. What is it like?

    Hastings: A very big music scene. And it’s grown, especially over the last five years. I think it’s most known for its country music, to be honest. Whenever I tell somebody I’m from Nashville and I say I do music, everybody automatically assumes I do country music. But there’s always been a little pop scene. There’s always been a little rock scene. Especially over the last five years, I feel like the pop scene has just grown bigger and bigger. And I think it’s getting to the point where it’s just as competitive – I say competitive, or compelling, either one – as LA or anywhere else like that.

    https://www.youtube.com/watch?v=VaWQ2iwqPLw

    Musikalische Einflüsse in jungen Jahren

    Sarah: Did you grow up in Nashville? I feel like that growing up in a city like that, I would probably want to start making music myself.

    Hastings: I didn’t grow up in Nashville, actually. I was raised in the church, so my dad was – is a pastor still, he was a pastor my whole life. So I grew up moving around and moving to different churches and everything. I was born in Florida, and I was always kind of surrounded by music, my dad was a huge influence on me. And still is, but he kind of surrounded me with music from as early as I can remember. And yeah, I was born in Florida. When I was three, I moved to Michigan, which was a huge jump…

    Sarah: I can imagine!

    Hastings: Especially weather wise. And then I’ve been around the Tennessee area since I was like six. So I lived in Chattanooga, and I lived in this really small town. I don’t know if you’ve heard of the festival, Bonnaroo? It’s a huge festival.

    Sarah: Yeah, and I’ve been to Chattanooga, actually!

    Hastings: Oh you’ve been? The aquarium is cool. That’s all I’ll say. I think there’s not a lot of things in Chattanooga. And there’s especially not much in where I spent most of my growing up days in Manchester, Tennessee, which is where Bonnaroo is. It’s a super small town. Nothing happens there except Bonnaroo once a year.

    I grew up homeschooled which gave me a lot of time to do music. I would wake up and do my school in like an hour. And then I would just like sit and play music all day. And of course growing up in the church, I played music in the church every week. But yeah, I moved, my parents were gracious enough to let me leave the small town and go to Nashville.

    I knew one guy in Nashville, one producer and I slept on his couch at 16. My dad gave me his car. He was like „Go to Nashville, do your thing.“ – he could tell I was getting kind of antsy. So he let me go, he gave me his car and I drove to Nashville, and I never turned around once, except for when I had to go back and get my GED because I told my parents I’d do school on my laptop. They were like, please, if you do something, just finish high school. And I did. But yeah, I’ve been in Nashville since I was 16. I’m 22 now. And Nashville is definitely home.

    Sarah: Earlier this year you were on tour with The Band CAMINO and flor. That was your first tour ever, right?

    Hastings: Yes, it was!

    Sarah: Funnily enough, you were part of one of my favourite memories from that tour, I was with flor. And I remember selling merch alongside Preston in Santa Ana, and we were just like, jamming out to Blank Me.

    Hastings: That’s so cool! Preston is the sweetest guy. And I feel like we met then?

    Sarah: Yeah we did! I remember you saying hi to me. And I didn’t fully register that until I was around the corner. And I was like, that probably seemed so rude…

    Hastings: No, no, not at all. Yeah, that was my first tour. I think about it every day, every time I talk to somebody about it. I always just say it was such a learning experience. In the first 10 shows, I was really trying to figure out how I wanted to be, you know, perceived on stage. And I’ve never really done that before.

    A lot of people go and brush off the cobwebs, but I didn’t have any cobwebs. Like I was just trying to figure out how to perform. And I was a nervous wreck the whole time to be honest with you, but it got a little bit easier. The second half, it all just comes with reps at the end of the day. You know, I was just trying to figure it out.

    But I love The Band CAMINO, those are some of my really good friends here in Nashville. And I was very grateful and just incredibly excited when they asked me to go on tour. And from that tour, I’ve made great relationships with the flor guys and honestly, like I couldn’t have asked for a better first tour.

    (notices I’m wearing a flor shirt) Nice! I have that same shirt.

    Sarah: You probably also have the same tattoo? (on that tour in Seattle bands & crew all got tour tattoos backstage)

    Hastings: No way! Wait. Hold on, I gotta show you mine! (shows me his tattoo)

    Sarah: Yay!! We’re matching!

    Hastings: That’s so cool. Yeah, I couldn’t have asked for a better first tour, everybody was incredibly kind and gracious and everybody who we were touring with were just … veterans. We had no idea what we were doing. We were like very, very fresh to all of it. So it was a great experience. It really was.

    Sarah: Honestly, I think you were one of the best openers I’ve seen in a while. Sometimes it feels like artists that are opening have a little bit of a problem to capture the audience’s attention. Or sometimes it feels like the room is just too big for them. But it didn’t feel like that with you at all!

    Hastings: That means a lot. I feel like there were moments where I was just trying to figure out what to do. But I’m very glad it came across like that. So thank you for saying that.

    Sarah: Do you have a favourite memory from a show that you’ve played?

    Hastings: Probably the last show of that tour. It was Philly, and it was way more of a celebration than a show, with maybe a little too many tequila shots. We were just having a great time on stage, we played six songs every night, a 30 minute set. And in between every song, one of the members of flor or The Band CAMINO would bring out shots for me and my band. So by the end of the set, we took like six shots in the span of 25 minutes. And it was fun. So that was probably my favourite memory for sure… what I can remember of it.

    Sarah: (laughs) … Also what I think is great about a music, is that there’s a song for every mood. Like Take Mine for whenever I run back to the person who treated me like shit, but I still can’t stay away. Asking for a Friend when I’m done with feelings and just over it. I’m guessing your songs are biographical? Do you naturally gravitate towards writing songs about love?

    Hastings: That’s always my initial instinct. The few songs that are out definitely are all about love. I have songs that aren’t, that aren’t out, but that’s what I find I write the most about at the end of the day. And those are my best songs just because of what I’ve been through, and even some of my songs are what my friends have been through. I kind of just pull from pull from every aspect of a relationship.

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    Sarah: You also released a new song last week, Blame the Brakes. First of all love the cover! The vibes, like the colours?? Do you want to tell me a little bit more about the song?

    Hastings: Yeah, Blame the Brakes was one of the first songs I wrote with my producer Mike Robertson, and I wrote it with these two fantastic writers who also wrote majority of my first EP with me. And we wrote it I guess two years ago, we hadn’t written a lot before. And by the end of the day, it was one of those where we walked out, and we were like, okay, we we’re really excited about this! We should keep writing more, and kind of ride that wave. But yeah, I’ve been waiting to put the song out for for two years and it feels very good.

    I think the song kind of screams commitment issues and you know, running away from something before you ruin it in the first place. And then you realise that you ruined it because you ran away, and I think everybody can kind of feel that. I’m just very excited to have the song out. I’m obviously very excited to put any song out but this one just feels really special.

    Sarah: Also earlier this month you were featured on „Killing Me“ by NOTD. And I saw that you even went to Sweden this summer. How did that collab come about? And did you work on more music while you were there?

    Hastings: Yeah, so, I’ve been a fan of NOTD since I was like, 16, since I started loving pop music. It’s all on my TikTok, but I sent them an email when I was 16, and it was the most innocent email ever. I was just like, I love your music, I would love to take my sound to the next level, I love what you guys do. And everybody who is trying to get into the industry has to send those emails, and like, get your foot in the door. So it was very cute, the way I worded a lot of things, but I’ve been such a fan of them.

    And we crossed paths, we wrote a song in Nashville. That was the first song that we wrote together. And we wrote it in the room completely. I love those guys so much. They’re just so so sweet, and incredibly talented. I didn’t know this until after the song was out – but they told me that this was one of the only songs that they have ever put out, that they have written in the room. And it just felt special for everybody, you know. So I love those guys. And I appreciate them like, you know, taking a taking a chance for me.

    Sweden as a whole – I was only there for two or three days, which my body was not ready for at all because of the time change. And I was trying to adjust, but the adrenaline was high. But the two days were incredible. Stockholm was the most beautiful place I’ve ever been to. The people are beautiful. Everybody is just kind.

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    Sarah: Do you have any plans for coming back to Europe, … maybe even play a couple shows?

    Hastings: Well, yeah, I mean, I would love to come back to Europe, like as soon as possible. I don’t think I have any plans at the moment. But I’m hoping something will come up in the near future!

    Sarah: So, what’s the rest of your year going to look like? Any exciting things ahead?

    Hastings: Right now, I have a lot of music just sitting that is almost done. But there’s songs that I know I want to release. I’m in a place right now where I would love to just pump out music as quick as possible. I’ve just been sitting on some of these songs for so long, and I want them out in the world. So Blame the Brakes is out now. And hopefully in the next month I’ll put out another one! And just keep the ball rolling. So yeah, can’t wait!

    Sarah: Great! Then we have reached the last question. And with our music magazine being called Untoldency, our last question is always asking for an untold story. Something that you’ve never shared in an interview before, but want to share now. It can be anything, like a random fun fact, an anecdote. Your life motto if you have one, or just something that you want to share with our readers.

    Hastings: I love that. I think I like the life motto my dad always told me growing up, and my siblings. I think it’s a pretty universal saying, but it has helped me through a lot. And he always said that you’re doing better than you think you are. And like any aspect of life, you know, don’t overthink it. I’m a classic over thinker. It’s not that deep. Sometimes it is that deep. But yeah, you’re doing better than you think you are. So I hope that can be some encouragement to to somebody.

    Sarah: Thank you! I feel like that’s a good ending to our interview!

    Hastings: Well, thank you for having me on.

    Sarah: Of course! Thank you for taking the time.

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    Fotos: Chase Denton

  • flor mit „Future Shine“: „This album is a coming of age journey“

    flor mit „Future Shine“: „This album is a coming of age journey“

    Wochenlang auf Tour zu sein, nur um dann zurück zuhause ohne Pläne für neue Shows ein neues Album zu veröffentlichen? Nicht mit flor. Die vier Jungs Zach, Dylan, Kyle und McKinley aus Oregon dachten sich nämlich zur Release ihres dritten Albums „Future Shine“ etwas besonderes aus. „flor in 24“ (twenty-four) nannte sich das Ganze, und es waren nicht weniger als 3 Release-Shows in 3 verschiedenen US-Städten, alles in 24 Stunden.

    So spielte die Band am 6. Mai, Freitagabend, in New York, sprang danach sofort ins Auto um den allerletzten Flug des Tages nach Los Angeles zu erwischen (den sie dann fast auch noch verpasst hätten), um dort am nächsten Morgen eine Frühstücks-Show um 10 Uhr zu spielen. Dann ging es direkt weiter zum Flughafen und nach Hood River, Oregon, in die Heimatstadt der vier.

    Besser hätte man die Geburt dieses phänomenalen dritten flor Albums auch nicht zelebrieren können, möchte ich an dieser Stelle mal gesagt haben.

    Um Spotify da mal zu imitieren, flor ist für Fans von: guter Musik, … ähh ich meine natürlich: The Band CAMINO, joan, COIN, und Fans von gutem, solidem Indie-Rock.

    come out. you’re hiding – ein kleiner Rückblick

    Gut, wer mit mir den ein oder anderen Satz gewechselt hat in den letzten fünf Jahren, dem dürfte flor sogar bekannt sein. Wer meinen allerersten Untoldency-Artikel gelesen hat, der quasi eine Lobeshymne an flor war, den wundert jetzt auch nichts mehr. Und das ist auch gut so! Denn im Mai 2017 lieferten mir flor mit ihrem Debütalbum come out. you’re hiding mein bisheriges Lieblingsalbum. Ever! Wenn ich gefragt werde (und auch wenn nicht), beschreibe ich come out. you’re hiding immer als „dicke Umarmung in Musikform“. Denn die Musik von flor war für mich schon immer an erster Stelle etwas, in das ich mich in jeder Situation einhüllen konnte, und ich wusste… das wird schon wieder. Keine andere Band hat es geschafft, mir mit ihrer Musik so viel Zuversicht zu schenken.

    Und wenn ich dann das Gitarrenriff von warm blood mal wieder live gehört habe, war ich oft doch sehr nah am Wasser gebaut. Aber nicht, weil mich dieser Song aus irgendeinem Grund traurig gemacht hätte. Sondern, weil die Musik von flor in mir etwas berührt, dem kein anderer Artist oder keine andere Band jemals nahe gekommen sind. Klingt sehr cheesy, ich geb’s ja zu.

    Gerade aber weil mir das erste Album so viel bedeutet und ich mit dem zweiten nie wirklich warm geworden bin, hatte ich etwas Bammel vor Future Shine. Vielleicht liegt es auch daran, dass ich das erste Album ca. 25 Mal live gehört habe, und dadurch mehr Erinnerungen damit verknüpfen konnte. Das zweite Album, ley lines, wurde nämlich erst kurz vor Corona released.

    Eine neue Ära

    Als flor dann im Februar die erste Single Play Along gedroppt haben, war ich wieder zuversichtlich. Ich habe mich sogar getraut zu denken „Was, wenn das mein neues Lieblingsalbum wird?“. Den Gedanken hatte ich allerdings schnell wieder verworfen. Denn gleichzeitig war ich mir auch sicher, dass nichts und niemand jemals come out. you’re hiding übertreffen könnte.

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    Jede weitere Single-Auskopplung hat mich allerdings mehr und mehr begeistert. Und spätestens, als ich Play Along, Skate, und Big Shot dann in Seattle live hören durfte… war ich hin und weg. Ab April war ich mir sicher: das wird die neue Nummer 1!

    Und obwohl sich die Musik von flor seit dem Debüt gleichermaßen nostalgisch anfühlt, so bringt die Band mit Future Shine trotzdem frischen Wind. Mit 24 startet das Album in eine relativ teilnahmslose Stimmung, als Sänger Zach im Refrain singt „24 – feel like that’s the year I didn’t care anymore“. Doch der Rhythmus der Reime im Lied geht einfach ins Ohr. Und Future Shine bleibt nicht so hoffnungslos: bereits im nächsten Song Big Shot traut sich die Band, den Tagträumereien zu verfallen. Und: sich vorzustellen, wie es wohl wäre sich selbst zu verwirklichen und erfolgreich damit zu sein.


    „flor has always been about finding the hopefulness. It’s always a little bit melancholy, and touches on the reality of sadness and life, but we never wanna dwell on that and the same is true with this album. We wanted it to be this thing of hopefulness and it really comes down to the fact that you have a choice. The news every day gets worse, and it breaks your heart, but you cannot let that be enough to keep you down and keep you from fighting for a world that is good and hopeful. So we just wanted to make sure that that never gets lost even if we started our album with the most cynical, pessimistic idea.“
    – Zach Grace

    (Quelle: Returner Magazine)
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    Spätestens, wenn ihr die Musik voll aufdreht und Sänger Zach euch BIG SHOT! HOT GUY! LONG NIGHTS! SIPPING ON WHISKEY! WEST COAST LULLABY! ins Ohr schreit – Ja, spätestens dann, sollte euch dieses Album in seinen Bann gezogen haben. Und wir sind erst bei Song Nummer zwei. Big Shot ist ein unfassbar kraftvoller Song, der live sogar noch mehr abfährt.

    Und nicht nur bei den Texten und Themen auf diesem Album merkt man die Entwicklung von flor. Auch soundtechnisch ist Future Shine ein absolutes Meisterwerk. Nicht zuletzt, weil Bassist Dylan die Songs selbst produziert hat. Bei jeder Schleife des Albums hört man noch etwas heraus, das vorher nie aufgefallen ist. Da ist an der einen Ecke noch ein versteckter Synthie, hier noch eine unentdeckte Melodie.

    Deshalb meine dringlichste Empfehlung an euch: Sucht euch euer bestes Paar Kopfhörer und verbringt diese 31 Minuten und 40 Sekunden mal einfach nur mit zuhören.

    Da ich leider nicht unbegrenzt Platz für diesen Artikel habe (und auch nicht unbegrenzt Zeit, diesen zu schreiben) hier noch meine weiteren Highlights:

    Skate: Good-Vibes Song, Perfekt zum Skaten oder gedankenverloren den Gitarren-Noten hinterher zu schweben

    Future Shine: Der Title Track zum Album verspricht Hoffnung für die Zukunft, die glaube ich im Moment jeder gut gebrauchen kann. Eine Dosis Hoffnung zum Mitnehmen, bitte! „I wanna be, I wanna be like the future shine high on a new horizon / don’t wanna be like an old man looking for a hill to die on“. Flor wollen in diesem Song aktiv dem kindlichen Optimismus nachjagen, und niemals sich selbst verlieren.

    In meinem Gespräch mit Sänger Zach meinte dieser „we wanted songs that made other people feel incredible.“ – und wenn ihr bis jetzt aufmerksam gelesen habt, dann wisst ihr auch dass flor das absolut gelungen ist. Dieser kleine Hoffnungsschimmer für die Zukunft, der „Future Shine“, ist das, was dieses Album so besonders für mich macht. „The Future CAN shine bright. It CAN be worth looking forward to. The world doesn’t have to be this dark, dysmal place that sometimes it feels it can be.“

    Mit Future Shine sind flor nun endlich da angekommen, wo sie hingehören. (Zumindest meiner Meinung nach)

    Und diesen Hoffnungsschimmer könnt ihr hoffentlich auch für euch finden, möglicherweise ja durch dieses Album. Ich sag es gerne nochmal: Die Musik von flor ist einfach eine dicke, dicke Umarmung. Fühlt euch gedrückt!

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    PS: Falls ihr für den nächsten Besuch am See noch einen Soundtrack zum Wolken beobachten sucht… Dann möchte ich euch hiermit eine herzliche Empfehlung aussprechen. Habe ich natürlich für euch schon mal getestet, glatte 10/10.

    (Alle Fotos von Ashley Osborn)

  • Wet Leg im Interview: „Whatever it is you want to do: You can do it!“

    Wet Leg im Interview: „Whatever it is you want to do: You can do it!“

    (Bild von Hollie Fernando)

    Na, wie oft habt ihr schon Songs darüber gehört, dass der Ex erzählt hat ihr seid in seinem feuchten Traum letzte Nacht erschienen? … Wet Leg nehmen sich selbst nicht so ernst, denn die beiden machen eigentlich einfach nur das, was sie schon immer machen wollten: Musik ganz nach ihren eigenen Vorstellungen. „Es soll einfach nur Spaß machen“, so Rhian. Genau deshalb entstehen vermutlich solch geniale Zeilen wie „Is your muffin buttered? Would you like us to assign someone to butter your muffin?“.

    Das Debütalbum des Duos aus Großbritannien erscheint am 8. April – und ich (Sarah) hatte am Freitag die Chance, die beiden persönlich in Berlin kennenzulernen um sie dazu ein bisschen auszufragen. Und eins soll gesagt sein: Ich habe selten eine Band getroffen die es schafft, SO … effortlessly cool zu sein wie Rhian und Hester von Wet Leg.

    Im Moment haben die beiden nur vier Songs auf Spotify – wenn ihr wissen wollt wie es um die nächste Single Release steht bleibt dran, denn es ist schon bald soweit!

    In einem von außen etwas unscheinbaren Wohnhaus in Prenzlauer Berg sitze ich in der Küche und mache noch schnell einen Coronatest, als plötzlich die Tür aufgeht und die beiden hereinkommen um sich noch eine Tasse Tee aufzusetzen. Wir quatschen kurz, aber dann müssen wir auch gleich weiter, denn ein Interview mit Wet Leg? Heiß begehrt und knapp!

    Hester und ich setzen uns also auf das Sofa in den Raum nebenan, und los geht’s!

    Sarah: First of all – thank you so much for taking the time! How are you doing?

    Hester: I’m good, thank you! It’s just been a whirlwind of a week, we’ve been doing a press tour. So it’s all new and scary! (laughs)

    Sarah: That sounds fun though! Now, I apologize in advance if people keep asking this question – but how did you come up with the name Wet Leg? I tried to find answers online, but all I know now are alternatives for the name you ended up with.

    Hester: Oh, really? It was just one day that Rhian dropped her water bottle on the floor and it got on her leg, and she was like „WET LEG!!“. It was just a fun thing to say, and it just kinda stuck I think? We were looking for other names at the time so it was a relief to feel like „this is the one“.

    Sarah: You’re releasing your debut album April 8th – let’s talk about that: How was the process of working on the album? Did you have a clear picture in mind or did you kind of just go along with whatever you came up with?

    Hester: It wasn’t really planned at all, we went to the studio with our file of demos… I think usually there is an element of preparation, like knowing what songs you want to do, or knowing the arrangement, but none of that was really set in stone! So it was amazing to work with Dan Carey, because he was kind of like leading us and we were like „Yeah! That’s how the song is supposed to sound!“.

    Sarah: In your interview with Alt Press you said you had finished the entire album before even dropping a single: Did that affect how you felt about releasing the first few songs? Like, do you think that it added some nervousness about how people would like them? Since the rest of ‚em were already in the bag?

    Hester: Yeah we were nervous, but also I think the fact that it was all recorded before Chaise Longue came out… it really meant that we could just not have any noise from the outside, kind of like expecting a certain sound. We feel really lucky that we got to do it this way round! I think the album would have inevitably sounded a lot different, had we released the first singles before we went in to recording. I think for us it feels a bit more pure… 

    Sarah: … just what you REALLY wanted your music to be like?

    Hester: Exactly! Which is a really important thing for artists in general. It feels the most authentic that way I think.

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    Sarah: I don’t remember exactly how I found Chaise Longue all those months ago, but I immediately realised that your music scratches a very specific itch in my brain. Maybe it is the fact that you don’t take yourselves too seriously? I mean, I don’t know many songs about being in someone’s Wet Dream…. As for the album: do you have any topics that you found yourself writing about more often than others?

    Hester: Well most of the songs are written by Rhian, so I can’t really speak too much on her behalf about it. I think a lot of people have been expecting a more positive sounding album but it actually is sprinkled with the sadness that we all feel. It’s a ying and a yang, a push and a pull. We write from our own life experiences, that’s just the good and the bad, happy and sad…

    Sarah: Like someone said: Sad music for party people, party music for sad people.

    Hester: (laughs) Yes!

    Sarah: Out of the songs you haven’t released yet – which one is your favourite and why? I think mine is Ur Mum.

    Hester: Oh, that one is really cool! We love playing it live. My favourite is actually a song called Angelica, because it was written before we were signed and we had such a fun time recording it. And it’s another one that’s just so much fun to play live!

    Sarah: What I’m also very curious about: can we expect another release before the album drops?

    Hester: Yeah! Angelica is coming out in TWO WEEKS!! I don’t know if it’s announced yet but I’m telling everyone because I’m so excited!!! (laughs)


    „I don’t know what I’m even doing here
    – I was told that there would be free beer“

    „Angelica“ – Wet Leg

    Sarah: You’ve already played shows opening for Declan McKenna and Inhaler, gave a performance on Saturday Night Live, and you’re gonna be at South By South West next month, which is IMPRESSIVE considering you only have four released songs right now …… Do you have a bucket list festival, or band you would like to tour with?

    Hester: Well, we did get to support Idles, which was really wild for us because it was something we joked about since we started the band – so the fact that really happened is mind blowing. Also  End of the Road Festival, it’s our favourite festival that happens every year in Dorset in the UK. We’ve played there a couple of times before with previous projects, but it’s where Wet Leg was born, we’d just really like to …

    Sarah: … go full circle?

    Hester: Yeah! And just have a really cool weekend there. But right now there’s so much in our calendar that’s really overwhelming and we’re like „how has this happened??“

    Sarah: You are one of our „Artists to Watch 2022“. Is there any artist or band that you want to recommend to our readers?

    Hester: We saw some great bands last year at the festivals we went to. There’s a band called Honeyglaze, they are so good to watch live! Also Katy J Pearson, it just feels like she’s from another era. She writes these beautiful anthems. Those are two I’d say!

    Foto: Hollie Fernando

    Sarah: Well thanks for your recommendation, I’ll make sure to check them out! Now, our last question is always asking for an untold story: Something you’ve never shared in an interview before but want to share now. That can be anything from a funny tour anecdote, a random fun fact or just something you really want to tell your German fans.

    Hester: Whoever needs to hear it – if you want to do something but you’ve got no experience, give yourself the chance and try it. Because it would be like a gift to yourself. It may open up a whole new world! No matter how big or small it is, just lean into the fear and do it anyway! When lockdown happened, Rhian and I bought longboards, those longboards you see all over Instagram. We’d just go to the carparks on Isle of Wight and we would fall loads trying to learn these tricks and stuff, but it was so fun to try something we were scared of but wanted to do! I’m not saying this very eloquently, but I feel like ……..

    Sarah: It’s a message from the heart?

    Hester: Yeah! And it’s something I would have liked to hear earlier in my life, because it is really easy to let fear stop you from exploring things.

    Sarah: Ugh, that kinda makes me want to start learning how to play guitar.

    Hester: Do it!! Yeah, do it!!!

    Sarah: I tried, so many times! But I just couldn’t get it right, and then my hand kept cramping. And I was like „I am NOT made for this.“

    Hester: Honestly… Rhian had never played guitar before we started Wet Leg, which I find SO inspiring. Do you have any friends that play guitar?

    Sarah: Yeah, I feel like half my friends are musicians. (laughs)

    Hester: Cool!! Then you could just ask them to teach you a simple progression. But yes, you should definitely do it!! Also, to women and girls: there are so many amazing roles in the music industry, and it is definitely male dominated. We need equality! So whatever it is you want to do: You CAN do it!

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  • Playlist: winter blues

    Playlist: winter blues

    Oder: wie sich Pop-Punk, New Wave und Alt Pop für eine gemeinsame Sad Songs Playlist zusammenfinden.

    Es ist Dienstagnachmittag, das Wetter grau und trostlos. Ein Blick aus dem Fenster zeigt, dass die wenigen Personen, die sich doch nach draußen getraut haben, nicht allzu glücklich mit ihrer Entscheidung scheinen.

    Wenn mein Schlafrhythmus sich dann langsam zu „bis vier Uhr nachts wach bleiben und nie vor Mittag aufstehen“ wandelt ist klar, dass mich der Winter fest in seinen Armen hält. Drei Stunden Tageslicht sind einfach nicht genug. Vielleicht komme ich in der Hinsicht ein bisschen nach meinen Zimmerpflanzen, die sich wohl lautstark über die Dunkelheit in meinem Zimmer beschweren würden wenn sie könnten.

    Wie Lara bei ihrer Trick or Treat Playlist im Oktober schon vorgewarnt hat, ist nun die Zeit der Wintermelancholie. Aber genau für diese dunklen Tage haben wir für euch die perfekte Playlist! Wenn es also das nächste Mal draußen regnet, ihr euch auf dem Sofa in eine Decke kuschelt, eine Tasse Tee in der Hand …

    … dann ist hier der Soundtrack zu eurem Abend:

    Den Anfang macht (natürlich) Phoebe Bridgers, denn was wäre eine sad Playlist ohne sie? Motion Sickness ist zwar mehr als vier Jahre alt, aber immer noch ein Staple!

    Dieses Gefühl des „Winter Blues“ beschreibt sich auch sehr gut mit „I can hardly feel anything, I hardly feel anything at all“ – denn (zumindest für mich) ist es mehr dieses aufreibende Gefühl von Leere, das mich so mitreißt. Von Nichts. Nur tristes Grau.

    Und wenn wir schon von dieser Leere oder „Taubheit“ sprechen, dann sind wir auch gleich bei Numb von Men I Trust angekommen:

    Numb, is how I feel deep inside my soul
    (…)
    I’m sorry that I drag you down my way

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    Wie Men I Trust hier von einer zerflossenen Liebe singen, so finden sich auch noch mehr Songs zu genau diesem Thema in unserer Playlist. Und weil ich es einfach nicht lassen kann, hab ich auch hier mal wieder ganz sneaky einen russischen Song mit reingeworfen.

    Von der Band Увула (Uvula) hab ich für euch den Song Электрический ток ausgesucht. Auch sie singen vom Lieben und Verlieren, im Refrain wiederholt sich „Ohne Dich / Bleib nur ich alleine“. Autsch! Aber so ein schöner, wenn auch schmerzhafter Song, und zum Vibe passen sie damit auf jeden Fall.

    Same Song, Different Font?

    Ich liebe ja die Freunde Funktion auf Spotify, die anzeigt was diese im Moment hören. Darüber habe ich auch schon einige coole Songs gefunden. ABER: Manchmal werfe ich auch einen etwas besorgten Blick auf meine Freundesliste, wenn ich sehe dass eine Freundin von mir inzwischen schon seit zwei Stunden Bags von Clairo auf Repeat hört. (Immerhin weiß ich dann, dass ich mich vielleicht mal bei ihr melden sollte, um zu fragen was passiert ist und ob sie drüber reden möchte?)

    Gut, wahrscheinlich passt der Song auch genau deswegen so gut in diese Playlist.

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    I Spend Too Much Time in My Room

    Naja gut, es ist kalt draußen und ein Picknick scheint bei diesem Wetter wohl eher ungemütlich… Also was will man da schon machen?

    (Notiz an dieser Stelle: schon irgendwie ironisch, dass ich dieses Lied letzte Woche zur Playlist hinzugefügt hab und ich seit gestern in Corona-Isolation bin. Also ja, ich werde wie es aussieht noch etwas mehr Zeit in meinem Zimmer verbringen.)

    The Band CAMINO bringen es in I Spend Too Much Time in My Room auf den Punkt: „I like to be alone but it’s bad for me“. Aber manchmal muss man sich auch einfach ein kleines bisschen in diesem Winter Blues Gefühl suhlen… oder nicht?

    Rauchen Zigaretten After Sex…

    Wer an dieser Stelle noch keinen Blick auf die Playlist geworfen hat, und sich hier beim Lesen dachte „da fehlt doch noch was“… Aber na klar! Als könnten wir euch Cigarettes After Sex in solch einer Playlist vorenthalten, deren Musik ist doch quasi dafür gemacht.

    Gerade deswegen fiel aber auch die Entscheidung sehr schwer, da man genauso gut die komplette Diskographie einmal reinpacken hätte können… Letztendlich haben wir uns für Sunsetz entschieden. Den roten Faden von Breakups und verlorener Liebe finden wir auch hier wieder: „And when you go away I still see you / The sunlight on your face in my rearview“

    Wer weiß, wie lange noch der Winter geht?

    Aber jede Jahreszeit hat auch mal ein Ende – Februar ist der kürzeste Monat EVER, und März quasi schon Frühling… Und obwohl ich Schnee und Winter und Melancholie eigentlich ganz gerne hab, wollte ich euch noch sagen, dass ich mich noch nie so auf Sommer gefreut hab.

    Mit funky Gitarren bringen FIBEL in Winter genau mein Sentiment zum Ausdruck. So gerne ich mir traurige, melancholische Songs reinziehe und am Fenster sitze um den Schneeflocken beim Fallen zuzusehen – irgendwann wird es auch wieder Zeit, warme Sonnenstrahlen auf der Haut zu spüren.

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    Natürlich haben wir mir geballter Untoldency-Team Kraft noch ein paar weitere Songs die dem Vibe gerecht werden in die Playlist – deswegen schaut gerne mal auf Spotify vorbei und saved den shit!

    Hier noch ein Hörvorschlag für unsere Winter Blues Playlist:

    Zuerst schön ein paar Kerzen anzünden, eine Tasse Lieblingstee machen, einkuscheln, dann gemütlich für eine Weile unsere Playlist anhören.

    Sollte es dann irgendwann doch zu viel Sadness werden, wird dir hiermit von Dr. Sarah von Untoldency eine ABBA Dance Party mit Diskolichtern verschrieben.

    Viel Spaß beim Hören!

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  • Der Musikstrudel 2021 – ODER: Wie oft kann Sarah einen Song hören, ohne dass es dieser in die Spotify Top 5 Tracks schafft?

    Der Musikstrudel 2021 – ODER: Wie oft kann Sarah einen Song hören, ohne dass es dieser in die Spotify Top 5 Tracks schafft?

    Ja Freunde, was soll ich sagen. Ich kann’s eigentlich selbst noch nicht fassen, dass ich gerade dabei bin, meinen Jahresrückblick zu schreiben. In vier Wochen schon 2022? Bisschen unrealistisch, wenn ihr mich fragt. Das letzte Jahr ist vorbeigerauscht wie nichts, hat aber trotzdem deutliche Spuren hinterlassen… in gutem sowie schlechten Sinne, i guess? Jedes Jahr denk ich mir wieder: mein Musikgeschmack hat sich krass verändert. Und wenn ich jetzt so meine On Repeat Playlist durchschaue… schwanke ich zwischen „schon geil, was für unterschiedliche Musik hier drin ist“ und „das kann man doch niemandem zeigen“???

    TOP TRACK DES JAHRES

    (und ein paar weitere abschweifende Gedanken)

    Da ich gerade (30.11.) meinen Spotify Rückblick noch nicht habe, schätze ich jetzt einfach mal wie der Trend da so aussieht: Mein Top Track ist mit 99%iger Wahrscheinlichkeit Umweg von Luis Ake. Und der ballert! Hab ich zwar erst im August gefunden, aber seitdem so circa in Dauerschleife gehört……… und dann bin ich einfach 10 Minuten zu spät zum Maifeld Derby im September gekommen und hab genau das Lied verpasst. Just my luck. Aber wenn ihr diesen Artikel lest, bin ich gerade in Prag angekommen und hol das Verpasste heute Abend nach, und gönn mir dabei auch noch ne Ladung Molchat Doma.

    (record scratch)

    Das war jedenfalls mein eigentlicher Plan B.

    Plan A war der Gig in Wien – dann ging das ganze Land in Lockdown.

    Dann hab ich alles für Prag gebucht.. ZACK, Gig abgesagt. Aber gut, Plan C ist Berlin, und dafür sitze ich in Zug während ich diesen Artikel schreibe (Dienstagmorgen, hello). Das Recap habt ihr vermutlich schon in unserer Instagram Story gesehen! (Ganz ganz fettes Shoutout an Luca an dieser Stelle)

    RUSSISCHER NEW WAVE

    Womit mein 2020-Ich absolut nicht gerechnet hätte, ist das: ich, finde irgendwie meinen Weg zu russischem New Wave… gut, New Wave fand ich schon immer geil, und Oldies wie Blue Monday hab ich auch immer gerne gehört. Meine Duolingo App wartet zwar seit Monaten vergeblich darauf, dass ich meine Russisch-Grundkenntnisse weiter ausbaue, aber die Musik hat es mir doch ziemlich angetan.

    Allen voran ist der bekannteste Genre-Vetreter wahrscheinlich Molchat Doma – die alle TikTok Süchtigen auf jeden Fall durch Sudno (судно) kennen dürften. Die Disco 80er Jahre vibes kombiniert mit moderner Sehnsucht, und das alles auf russisch? Wer meine Liebeshymne an russischen New Wave im September gelesen hat, sollte eigentlich schon wissen, dass das mein Jahreshighlight ist.

    Auch wichtiger Teil meines Rückblicks ist Stereopolina (Стереополинa) geworden, obwohl ich über ihre Musik auch erst im letzten Drittel des Jahres gestolpert bin. Aber ey….. der Shit geht richtig ab. Synthies vom Feinsten und ein richtig nicer Beat drauf! (Ihre Musik macht auch den Großteil meiner Aufräum-Playlist aus, die wir im Café immer laufen lassen, wenn wir den Laden abends dicht machen).

    Kann ich also nur empfehlen für einen kleinen Energieschub, etwas Feuer unterm Arsch.

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    WOMEN IN MUSIC

    Ich hab wirklich wirklich viel gute neue Musik dieses Jahr gefunden. Aber was mir noch mehr am Herzen liegt ist, nicht mehr so viel Musik von Menners zu hören.

    (Mein 13-Jähriges Ich, das unbedingt cOol unD AndErs sein wollte, hat damals noch behauptet, dass mir die Stimmen von Sängerinnen „einfach nicht so gut gefallen“. Dabei war ich, wenn ich daran zurückdenke, einfach nur stinkfaul und hab mir selten die Mühe gemacht überhaupt nach Künstlerinnen zu suchen und mir diese anzuhören. Jetzt, 10 Jahre später sieht das zum Glück deutlich anders aus.)

    Meine beiden Band Highlights dieses Jahr waren eindeutig Wolf Alice und Men I Trust.

    Das neuste Album von Wolf Alice wurde zwar bereits Anfang Juni released, so richtig reingefunden hab da ich aber erst im August. Und jetzt? ON. REPEAT. Mein Lieblings – Men I Trust – Album hat zwar schon Ende 2019 das Licht der Welt erblickt, aber das lassen wir jetzt einfach mal gelten. Hab ich schließlich auch erst 2021 entdeckt.

    Und wenn man in mein Zimmer läuft, sieht man inzwischen immer entweder Blue Weekend von Wolf Alice ODER Oncle Jazz von Men I Trust auf meinem Plattenspieler liegen.

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    GIGS 2021

    Leider (wie schon letztes Jahr) konnte ich auch 2021 meinen Rekord von 2019 nicht übertreffen. Nur 17 Gigs dieses Jahr? Schwach. Vor zwei Jahren waren es noch 50 innerhalb eines Jahres.

    Wenn ich mir jetzt rückblickend den schönsten Tag des Jahres aussuchen müsste, würde die Wahl vermutlich auf den Maifeld Derby Freitag fallen. Auch wenn der Tag deutliche Startschwierigkeiten hatte (heißt: Streik der DB, also musste ich mit dem Auto fahren, und wurde dann in einen Auffahrunfall verwickelt, was auch der Grund für mein Zuspätkommen war) … der Blick über das Festivalgelände bei Sonnenuntergang hat irgendwie pure Glücksgefühle in mir ausgelöst.

    Mein erstes richtiges Konzert, das sich wieder normal angefühlt hatte, war Zimmer90 und Bruckner. Beides Bands, bei denen sich andere in Punkto Liveauftritt noch einiges abschauen können – auch wenn Zimmer90 gerade erst aus dem Ei geschlüpft sind. Also, reinhören da! Und supporten wo geht!

    Oh und uffff, Crowdsurfing, Moshpits, Tanzen – es hat sich fast wieder wie früher angefühlt. Jakob hat am Ende sogar noch einen Stagedive vom Feinsten hingelegt, den ihr euch hier noch anschauen könnt:

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    Fazit: Auch wenn ich mental noch irgendwo Ende 2019 festhänge, war der Strudel der mich 2021 mitgerissen hat wohl ein wichtiger Bestandteil meiner musikalischen Reise – und auch wenn meine Playlists manchmal absolut nicht zusammenpassen ……. was wäre denn das Leben ohne ein bisschen Abwechslung?

    Hier nochmal alle Songs vom Artikel und ein paar Überraschungen!

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