Das Gretchen Berlin lädt wieder ein! Bekannt für eins der diversesten Programme Deutschlands, hat es Ende März wieder eine kleine Nischen-Empfehlung für uns. Macht euch bereit für: Ghost Funk Orchestra.
„A Trip To The Moon“ – Nostalgie im psychedlischen Gewand
Am 26.03. werden im Gretchen vor allem Fans von Funk, Soul, Psych-Rock, Jazz und Surf auf ihre Kosten kommen. Vom New Yorker Komponist und Multiinstrumentalist Seth Applebaum zusammengeführt, erstrahlt Ghost Funk Orchestra mittlerweile als volle Live-Band und in einem warmen psychedelischen Gewand, das stark an die 60er und 70er-Jahre erinnert. Ein klangliches Kaleidoskop, das sich stets weiterentwickelt und immer wieder spannende Richtungen einschlägt. Wenn ihr euch also sowohl ein wenig nostalgisch als auch ein wenig experimentierfreudig fühlt, lasst euch einfach mal drauf ein!
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Ihr aktuelles Album „A Trip To The Moon“ wird sie am 26.03.2025 ins Gretchen Berlin bringen, und hier könnt ihr euch sehr erschwingliche Tickets dafür kaufen!
Vielleicht habt ihr vorher auch erst Lust, reinzuhören, dann klickt einfach mal hier:
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Ende März geht es ins Maschinenhaus, Berlin, zu einer ganz besonderen Release-Party: Note To Self, die Debüt-EP von King Josephine, der Gewinnerin des Listen To Berlin Awards, wird live eingeweiht! Mit viel Liebe zum Detail und zur Musik hat Multi-Instrumentalistin, Komponistin und Singer-Songwriterin eine Platte geschaffen, die nicht nur uns auf sie aufmerksam gemacht hat. Wenn ihr Lust habt, verlosen wir auch 1×2 Tickets für das Konzert weiter unten!
Notes To Self
Schreibt ihr Tagebuch oder habt manchmal einfach einen Monolog im Kopf? Es gibt tausende Eindrücke jeden Tag, die wir verarbeiten müssen, und tausende mehr, die uns als aufwachsende Personen rumtreiben. Es ist und bleibt ein Mysterium, wie man sich mit Mitte 20 als erwachsene Person durchs Leben bewegen soll. Und all diese Fragen rund um Identität, psychische Gesundheit, Resilienz, Liebe, und den Weg da durch behandelt King Josephine in Notes To Self. Musikalisch zwischen Pop, Blues, Soul und R&B erinnert sie ein wenig an Arlo Parks, die sicherlich auch einige Inspirationen geliefert hat – wir sind immerhin alle Teil der Super Sad Generation, da braucht man gar nichts groß leugnen. Mit viel Emotionen, Humor und Weisheit versucht King Josephine genau diese Gefühle aufzufangen und wir finden, das gelingt ihr großartig.
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Am 27.03. ist es so weit und King Josephine wird Notes To Self im Maschinenhaus Berlin vorstellen. Wenn ihr wie wir auch immer nach Newcomer*innen sucht, die ihr live entdecken, verlieben und auch Jahre danach noch in euren Playlisten hören könnt, dann ist das Geld hier auf jeden Fall den vollen Support wert.
Bis dahin könnt ihr euch hier schon einen ersten Eindruck verschaffen:
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Leute, wir müssen reden. In Berlin, am 13.03. im Heimathafen Neukölln. Mit Rike van Kleef. Und euch. Über männerdominierte Strukturen, Genderungerechtigkeit und undurchsichtige Machtgefälle. Über Rammstein, über R. Kelly, über P.Diddy, über Jeremias? Über #metoo in der Musikindustrie, ob in den USA oder in Deutschland, denn es betrifft uns alle. Und die wunderbare Rike van Kleef, Mit-Gründerin von faemm, Bookering, Produktionerin, Tourmanagerin, Stagemanagerin, Moderation und ENDLICH Buchautorin, hat das Gespräch nun nochmal angestoßen. Wir fühlen uns daher mehr als geehrt, ihre exklusive Buchprämiere über all diese Themen mitpräsentieren zu dürfen. Es ist endlich Zeit, das sich was ändert. „Die Billige Gala“ macht den Anfang.
Eine Buchprämiere, zahlreiche Gäste und ordentlich Bass gegen das Patriachat
Wie ihr hier mitbekommen habt, sind wir wahnsinnig große Fans von Rike van Kleef und komplett allem, was sie macht. Mit ihrem Buch „Billige Plätz. Gender, Macht und Diskriminierung in der Musikbranche“ dreht sie einen großen Meilenstein in unserer Musikindustrie um. Denn diese ist nicht nur in vielen Teilen sehr toxisch (alle, die Musik machen, wissen das), sondern birgt auch ein Machtgefälle, dem sich viele nicht bewusst sind. Und deshalb ist es Zeit, dass wir endlich reden und was ändern! Dass wir endlich alle zusammenkommen und zeigen, dass es auch anders geht.
Am 13.03. erwartet euch die Billige Gala mit einem Abend voller konstruktiver Kritik, Wut, Empowerment und dem Ansprechen all der Punkte, die immer ein wenig unangenehm sind. Durch den Abend führen Moderator*innen Tamara Güçlü und Tarik Tesfu, eingeladen hat Rike van Kleef ua. Absteige, Ildikó, Josi Miller, Juno Lee, Marit Blossey, Maryam.FYI, Meller, Sherryaeri und The Tote Crackhuren im Kofferraum. Von wegen es gibt keine FLINTA*, die man buchen kann (@Festivals, take notes). Es wird ein besonderer Abend, voller Diskurse, wholesome moments und viel FLINTA* Power. Gibt es was Besseres?
Die Ticketpreise sind sehr human, es gibt Soli-Tickets und ermäßigte Tickets, natürlich barrierefrei. Kommt alle, es gibt nämlich noch:
Die „Billige Disko“! Ab 22 Uhr gehen wir alle rüber ins Café Rix, um dort zur offiziellen Aftershowparty zu tanzen! Exklusive DJ-Sets von Josi Miller und Sherryaeri werden mit Bass und Bets ein Zeichen gegen das Patriachat setzen. Das wird exzellent, wir freuen uns, wenn wir euch da sehen!
Kennt ihr noch Her? Das Duo hat mit Songs wie Five Minutes(2018) auch heute noch einen Platz in unseren Playlisten. Wenn ihr sie auch in euren Playlisten findet, wisst ihr, wie viel Potential leider verloren ging, als einer der zwei talentierten Franzosen vor einigen Jahren an Krebs verstarb. Die tragische Wendung hat seinen Bandkollegen Victor Solf bis in die Knochen erschüttert, doch nicht davon abgehalten, weiter Musik zu machen. Im Gegenteil: die Songs und Alben von Victor sind ehrlicher und berührender denje. In seinem neuen Album Tout peut durer singt er nun das erste Mal in seiner Muttersprache und lässt damit jegliche Schutzmauer hinter sich. Positiv und hoffnungsvoll getränkt ist Tout peut durer ein Album zwischen zeitlosen Soul und progressiven R’n’B. Wir haben mit ihm über alles rund um sein neues Album und seinen Weg dorthin gesprochen.
Victor Solf im Interview
Anna: Hey Victor! Last Friday you released your new album Tout peut durer. How do you feel starting 2025 off with such an important release? What are the feelings and thoughts in your mind right now?
Victor: Releasing this album in January definitely feels like a fresh start. A symbolic way of allowing myself to turn a new page in my musical career and gently letting the past behind. I have probably never been as proud of an album as I am of this one. It is my fourth album release within the past ten years, but the first two albums were released as part of a band and two of them now as a solo artist. Except that this one if in French which makes a big difference to me. I feel very happy and honoured to be able to continue my musical journey.
Anna: You’ve been making music for so long, it’s a great joy to have followed you through the years ever since Her. If you would have to describe the route through your last 10 years, how would you say your relationship to music has changed?
Victor: Thanks for following the process 🙂
Willing to be a musician is not an easy task. You must be confident enough to believe you can create your own music, then be bold enough to try to make a living out of it. In 10 years the most drastic change for me has been going through a collaborative process within a band to releasing music under my real name as a solo artist. It was never a choice I wanted to make but life lead me here. It has taught me to believe in myself and in what I can achieve on my own as a musician. Everything that I have learnt throughout the past 10 years lead me to this album and I believe it is my best craft so far. What I am sure of is that, no matter the obstacles and tragic events in my life, I will never be able to quit music.
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Anna: Finding yourself as an artist is hard, especially if you’re redefining yourself. How has music help you navigate through life? How did you first fell in love with music and knew you want to do this for a long part of your life?
Victor: I was in high school when I started a band with my classmates. Surprisingly enough we started touring and playing big festivals by the time I turned 19. At first it was concerts that made me realize I wanted to do this for the rest of my life. I always felt like outcast and this type of life suited me well. All our band mates quitted the band when they realized they couldn’t make a proper living out of it. Simon and I pursued because we considered that no matter the outcome and success, we would continue making music together. That’s exactly when it blew up for us with Her, when we were not expecting anything anymore. Since then, it never occurred to me that I would do something else. I play piano and compose music every single day in my living room.
Anna: On Tout peut durer you break down a lot of things – musically but also lyrically. What is the main message behind the album? What are the topics that you captured in your songs?
Victor: It is my most intimate album lyrically because it is in French. In my mother tongue I couldn’t hide anymore behind cool vibes or big themes. First of all, I am 34 now and have experienced life, love, death, parenthood and all that blends into my music. My main topic is hope and positivity. I would like people to relate to what I say even though it is very personal.
„Music is a love language.“
Anna: Can you take us in the production process of songs? Which songs challenged you, how did they become what they are now and are you proud of how everything turned out?
Victor: I am very proud of how it turned out.
I composed all the music and toplines in my home studio for quite some time. Then I met with Vincha who wrote most of the lyrics with me. Once I had strong acoustic versions piano/vocal and production directions that I loved, we built a team of 10 musicians with my A&R Sylvain Taillet. Considering my background of beings in bands, I can’t help but cherishing making music with other people. Music a love language, it is about sharing. I was lucky enough to be able to make music in such a pure traditional way while adding some modern production to it. That’s how I love making an album.
Anna: Singing in French, you made a huge change to your music that was mainly in English. I feel like even though I might not understand everything now, it is yet way more personal than your previous album. How did you approach writing songs for the first time in your mother language?
Victor:It was intimidating. I knew it was going to be a challenge both in the way I would sing and in the topics I would approach. The first song I wrote with the help of Barbara Pravi was about my dad. Once we recorded a rough demo, I remember walking down the streets of Paris for two hours just crying. French has been a catharsis move for me.
„My self-expression is notes and music.“
Anna: What did change for you when you started making music in French? And what stayed the same, maybe even surprisingly?
Victor: What stayed the same is my musicality. I try to make music in the pure English/American Pop way but in French, to be more precise my challenge was to make a soul record in French which is not an easy task. I tried and I hope I succeeded.
Anna: What song has been the most difficult to write on this album and why?
Victor:Le Meilleur de Toi was the longest process. The lyrics first talked about the movie “Eternal Sunshine of the Spotless Mind”, about losing someone, the absence. After weeks of back and forth with Vincha, he is the one who told me I was actually talking about Simon, my former band mate who passed away from cancer at 27 yo. I wanted to make a personal song about loss but that anyone could identify to. Musically it was also the first demo of the album. I had 30 seconds that my manager and I loved, we felt it was special. It was also the last tweaks we made on the album until the very end of the recording.
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Anna:How does songwriting help you with dealing with things you can’t control?
Victor: When I am at my piano, I’m literally “in the zone”. I could stay there for hours just composing music. It has helped me a lot without a doubt. It’s how I truly express myself. It’s also why I always needed help with the lyrics. My self-expression is notes and music, not necessarily words.
Anna: What was the most fun song to write on Tout peut durer?
Victor: Plus Jamais Rentrer as it’s about parental burnout and just willing to go out for one night as we used to before we had kids.
„Make yourself heard!“
Anna: You will kick off your Release Headline Tour in France in February – what are you most excited about getting back on stage? And will there be any shows in Germany? Asking for a friend (me) and everyone else.
Victor: I can’t wait to sing my songs live and to meet with my public again. I love them so much and I thank them for following me throughout my journey even though I made quite a few radical shifts. I’m afraid no gigs are booked in Germany as of now but if there are enough fans out there, make yourselves heard 🙂
Anna: For our last question we always ask for an untold story – it’s your space to share whatever you like. A random anecdote, a deep meaning behind a song or just something you want to get off your chest.
Victor: It has never been this hard to be an artist nowadays. There is little to no economy for most of us so if you love music and artists please support them by going to gigs and buying albums. It is a political act in 2025! Thank you for all the love and support.
Um in die wunderschöne und vielfältige Welt einzutauchen, die Victor Solf mit seinem neuen Album Tout peut durer geschaffen hat, einfach hier auf Play klicken:
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Irgendwo zwischen warmem Indie-Pop und atmosphärischem Alternative-Rock, geprägt von sanften Melodien, nostalgischen Gitarrenriffs und einfühlsamem Songwriting. So lässt sich die Musik der Band Elephant beschreiben. Ihre Klangwelt erinnert an die sonnendurchflutete Leichtigkeit von Wilco oder Real Estate, während sich in den neuen Songs zunehmend experimentelle Elemente wie Shoegaze-Flächen, Vocoder-Effekte und hypnotische Beats finden. So schafft es die Band, melancholische Themen mit einem Gefühl von Zuversicht zu verweben – ihre Songs klingen oft bittersüß, verlieren aber nie den Optimismus aus den Augen.
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Auf ihrem dritten Album „III“ wagen die Jungs von Elephant Neues: Neben den vertrauten Indie-Rock-Strukturen gibt es dynamische Soundspielereien und unerwartete Genre-Anleihen. Der Song „20k“ beispielsweise integriert Hip-Hop-inspirierte Rhythmen und verfremdete Vocals, während das Blink-182-Cover „Always“ eine völlig neue, atmosphärische Tiefe erhält. Trotz dieser Experimente bleibt der emotionale Kern ihrer Musik bestehen: Melodien, die ins Herz treffen, Texte, die von echter Verbundenheit erzählen, und eine musikalische Wärme, die die Hörer*innen umhüllt.
Viel drumherum geredet, hört euch das ganze doch am besten selbst an. Kommt vorbei auf Tour:
22.04.2025 – Mainz – Schon Schön 23.04.2025 – Leipzig – Kulturlounge 24.04.2025 – Berlin – Privatclub 25.04.2025 – Hamburg – Hebebühne 26.04.2025 – Köln – Tsunami Club
Auf unserem Instagram-Kanal könnt ihr außerdem Tickets für die Tour gewinnen!
Und wer sich erst noch überzeugen will, hört am besten direkt rein:
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„It’s okay to swim a little before getting to new ground“ – oder anders formuliert: in (metaphorisch) ungewissen Wassern schwimmen kann sich lohnen! Die Singer Songwriterin Anna Hauss hat ein Album über genau das geschrieben. unknown waters (VÖ: 21.03.2025) steht für den Mut, ins kalte Wasser zu springen. Loslassen, was nicht zu kontrollieren ist. Und akzeptieren, dass die Zukunft nicht vorhersehbar ist. Über all das und mehr können wir zusammen auf Tour philosophieren. Wann habt ihr euch das letzte Mal in ungewisse Gewässer getraut?
into unknown waters
Sensibler Folk-Pop und melancholischer Singer/Songwriter-Soul treffen aufeinander wenn Anna Hauss über Unsicherheiten, Zweifel und dem sich Öffnen singt. Vor drei Jahren hat ihr Song I Can’t Remember Love, komponiert für die Netflix-Serie Queen’s Gambit eine Emmy-Nominierung erhalten – dieses Gefühl, dafür Musik zu schreiben, die kurz vor dem Abspann eines Coming-of-Age-Films laufen könnte, hat Anna Hauss auch in ihrem Debütalbum eingefangen. unknown waters ist ein Album voller reizvoller Widersprüche, alle wie große Kunst. Vom Rückzug ins Private bis zur Neugier auf Neues – wir können all diese Magie live erleben!
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Da wir noch ein kleines wenig auf das Album warten müssen, hört hier schon mal in die neuen Songs von Anna Hauss!
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Singer Songwriterin FEE. geht mit ihrem Programm Zwei Jahre erneut auf Tour. Schon letztes Jahr durften wir ihre Tour mitpräsentieren, umso mehr freuen wir uns, auch beim zweiten Teil dabei zu sein! FEE. vereint Neoklassik mit Songwriter-Pop und bindet darüber hinaus noch Kunst und Literatur in ihre Shows eine. Eine ganze Ballung wunderschöner Kultur wartet hier also auf euch!
Alles geht, was von Herzen kommt
Letztes Jahr schon auf die Bühne gebracht, schafft es FEE. ihre Musik in einem ganz besonderen Gewand zu präsentieren. Ihre Songs lässt sie durch projezierte Kunstwerke von Malerin Paula Klee mehrdimensional und lebendig werden und zwischen den Songs werden kleine Kurzgeschichten, geschrieben von der Berliner Autorin Dana Buchzik, aus dem Publikum heraus gelesen. Entstanden ist Zwei Jahre aus einer fast schon zufälligen musikalischen Zusammenarbeit des renommierten Filmmusik Komponisten Ralf Hildenbeutel, die FEE.s klare Stimme und ihr sorgsames Gefühl für Worte als auch Ralfs klassische und gefühlvolle Klavierimprovisationen in einer untypischen aber wundervollen Art kombiniert. Ihre Songs sind ungestüme Oden ans Leben, skurrile Beobachtungen, Selbstironie, vertraute Schwesternhaftigkeit. Alles geht, was von Herzen kommt.
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Und wer sich erst noch überzeugen will, hört am besten direkt rein:
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In seiner vierten feinperlig. Kolumne knüpft Johannes Martin an seine letzte Kolumne an, in der es um die Berliner Clubs- und Kulturszene und ihre Herausforderungen und Chancen geht. Denn ein Grund, warum Clubs und Venues seit einigen Jahren verstärkt strugglen, ist das Ticketing und die Strukturen dahinter. Er hat sich deshalb gefragt: wie setzt sich so ein Ticketing überhaupt zusammen? Wie hat es sich in den letzten Jahren verändert und warum? Und wieso ist Newcomer*innen unterstützen wichtiger denn je geworden?
Ticketing – Wie setzt sich ein Ticketpreis zusammen?
Konzerte sind ein zentraler Bestandteil der Popkultur. In den letzten 20 Jahren haben sie im Kontext schwindender Verkaufszahlen für Tonträger sogar an Wirtschaftskraft und kultureller Relevanz gewonnen. Für Musikliebhaber der sogenannten E- und U-Musik* ist das Live-Erlebnis ein unvergesslicher Moment. Seit Jahren bin ich selbst begeisterter Konzertbesucher. Beim letzten Umzug stieß ich auf eine Kiste mit teilweise vergilbten Tickets aus drei Jahrzehnten. Darunter echte Helden. Die abgegriffenen Kartonstreifen sind jedoch nicht nur schöne Erinnerungsstücke, sondern Zeugnisse einer Ära, in der Eintrittskarten noch erschwinglich waren.
Wer in den 1980er-Jahren ein Konzert von Bruce Springsteen besuchen wollte, musste in der Bundesrepublik gerade einmal rund 28 D-Mark bezahlen. In der ehemaligen DDR war das Ticket sogar noch günstiger: 19,95 Mark plus 0,05 Mark Kulturbeitrag. Heute wirkt diese Preisspanne fast utopisch. Im Jahr 2023 kosteten Karten für Springsteen-Konzerte in Deutschland bis zu 500 Euro, in den USA wurden sogar Preise von 5.000 US-Dollar für sogenannte „Platin-Tickets“ aufgerufen. Doch wie gestaltet sich so ein Ticketpreis? Und wie kam es dazu, dass die Preise mittlerweile in astronomische Höhen geschnellt sind?
Musiker*innen, Booking-Agenturen und Konzertveranstalter kalkulieren für eine Konzerttournee mit Produktionskosten, Honoraren, Reisekosten, Hallenmieten, Caterings und der Promo. Daraus ergibt sich ein Grundpreis von, sagen wir mal, 30 Euro: Zunächst kommen 10 % Vorverkaufsgebühr hinzu, also 3 Euro. Darauf folgt eine Systemgebühr von 1,50 Euro sowie eine Online-Gebühr von 2,50 Euro. Am Ende zahlt der Konsument 37 Euro, obwohl der ursprüngliche Ticketpreis nur 30 Euro betrug. Hinzu kommen oft noch Versandkosten, Steuern und ein möglicher Werbekostenzuschlag, der die Karte um weitere Euros verteuern kann. Bei Premium-Tickets steigen die Gebühren sogar weiter an. Die unter dem Label „Platin-Tickets“ vermarkteten Karten suggerieren exklusive Vorteile wie VIP-Zugänge oder spezielle Services.
Ein zentraler Treiber der explodierenden Preise ist das sogenannte Dynamic Pricing. Dieses Preismodell, das aus der Luftfahrt oder Hotellerie bekannt ist, passt Ticketpreise dynamisch an die Nachfrage an. Ist die Nachfrage hoch, steigen die Preise in Echtzeit. Großkonzerne wie Ticketmaster setzen diese Algorithmen ein, um ihre Gewinne zu maximieren. Das führt dazu, dass Tickets innerhalb von Minuten astronomisch teuer werden können. Für Fans ist dieses System oft frustrierend, da man praktisch gezwungen wird, Tickets sofort zu kaufen, bevor die Preise explodieren.
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2000er Jahre: Durchschnittlicher Ticketpreis für größere Acts: ca. 50–80 Euro.
2023: Preise für Top-Acts wie Springsteen, Beyoncé oder Taylor Swift: 200–500 Euro, teilweise bis 5.000 US-Dollar für dynamisch bepreiste Tickets.
Kleine und mittelgroße Venues haben dagegen kaum Einfluss auf die Preisgestaltung. Sie vermieten ihre Säle und stellen Dienstleistungen gegen festgelegte Entgelte bereit. Ihre Gewinne generieren sie auch aus Barumsätzen und gelegentlich aus Gebühren für den Merchandise-Verkauf.
Die eigentliche Macht liegt bei großen Konzernen wie CTS Eventim, Live Nation, Anheuser-Busch oder Disney, die durch ihre Monopolstellungen die Konditionen diktieren. Diese Multikonzerne lassen den Veranstaltern und Locations nur wenig Spielraum, um faire Preise für die Besucher*innen zu ermöglichen. Darüber hinaus erweitern sie kontinuierlich ihr Einflussgebiet und ihre Profitquellen. Neben ihren Kerngeschäften – Ticketverkauf und Eventmanagement – besitzen sie große Arenen, betreiben Booking-Agenturen und sind aktiv an der Börse beteiligt. Dieses diversifizierte Geschäftsmodell macht das Live-Geschäft zu einem der lukrativsten und wachstumsstärksten Standbeine in der Musikindustrie.
Während Großkonzerne massive Gewinne erzielen, kämpfen kleinere Acts oft ums Überleben. Das zeigt sich in der paradoxen Situation, dass Konzerte von Stars wie Billie Eilish in Minuten ausverkauft sind, während kleine Bands Touren absagen müssen, weil sich ihre Fans keine 20-Euro-Tickets leisten wollen oder können. Für Top-Acts spielt die Exklusivität eine zentrale Rolle: Fans sind bereit, hohe Preise zu zahlen, um Teil eines einmaligen Erlebnisses -und im Stadion- mit dabei zu sein. Gleichzeitig fehlen vielen kleinen Künstlerinnen die Ressourcen, um in einem hart umkämpften Markt zu bestehen. Diese Entwicklung gefährdet nicht nur die kulturelle Vielfalt, sondern erschwert auch jungen Bands und unabhängigen Künstlerinnen den Aufbau einer nachhaltigen Karriere.
Support your local music scene
Im kommenden Juni macht der mittlerweile 75-jährige Bruce Springsteen auf seiner Stadiontournee Halt in Berlin, Frankfurt und Gelsenkirchen. Die Eintrittspreise liegen zwischen 190 und 600 Euro. Da stellt sich schnell die Frage, ob man das gesamte Budget in ein bis zwei Giga-Konzerte investiert oder lieber kleinere Venues und lokale Festivals besucht.
Immer seltener erhalte ich den Eintritt zum Konzert mit einem Hardticket. In den meisten Fällen wird der Einlass digital abgewickelt. Die Freude am Konzertbesuch ist geblieben. Ich freue mich auf Gigs von Anna B. Savage im Rough Trade Record Store, Ditz im Lido sowie Zaho de Sagazan im Metropol in den kommenden Wochen in Berlin. Die kleineren Konzerte sind oft günstiger und bieten darüber hinaus ein persönlicheres Erlebnis. Damit unterstützt man die lokale Musikszene, setzt ein Zeichen gegen die Übermacht der großen Konzerne – und entdeckt immer wieder spannende neue Musik. 😊
*Die Begriffe E-Musik (ernste Musik) und U-Musik (unterhaltende Musik) stammen aus einer älteren Differenzierung der Musik, die besonders in Deutschland verwendet wurde. Diese Trennung ist heute eher historisch und wird in der modernen Musikwissenschaft kritisiert, weil sie die Vielfalt und Hybridität vieler Musikstile nicht abbildet. Trotzdem bleibt die Kategorisierung als konzeptioneller Rahmen bestehen.
„feinperlig.“ ist eine musikalisch-literarische Kolumne von Johannes Martin, die sich an seine seit 2022 laufende gleichnamige Interviewreihe anschließt. In dieser spricht er mit Künstler*innen, Verleger*innen, Booker*innen und anderen Persönlichkeiten in der deutschen Kulturlandschaft. Durch die jetzt schriftliche Version dieser Reihe bekommt seine Kolumne und seine Einordnungen der musikalischen Kulturlandschaft endlich auch ihren Platz.
Fotocredit: Johannes Martin
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Es erklingt wieder schönste türkische Musik im Gretchen! Für all die unter euch, die sich gerne ein wenig in Nischen verlieren oder einfach super gerne neue Musik entdecken – vor allem live! – haben wir heute was Besonderes. Wir dürfen euch mit der Singer Songwriterin Nilipek. bekannt machen, die seit Jahren die alternative türkische Musik maßgeblich beeinflusst. Mehr erzählen wir euch weiter unten, denn wir dürfen nicht nur das Release-Konzert am 01. Februar in Berlin präsentieren, sondern auch 1×2 Tickets auf Instagram verlosen! Es lohnt sich also so oder so.
Uydurduğumuz Oyunlarla („The Games We Made Up“)
Dass Musik aus der Türkei unfassbar vielschichtig und unfassbar gut ist, wissen die, die sich in dieser Nische schon gemütlich gemacht haben, schon seit Jahren. Wir sind sehr froh, dass wir durch Bands wie ENGIN oder Derya Yıldırım & Grup Şimşekdiese Bubble immer weiter für uns aufbrechen. Und damit auch für euch! Unsere neuste Entdeckung ist Nilipek., die mit ihrem neuen und vierten Album Uydurduğumuz Oyunlarla („The Games We Made Up“) letztes Jahr einen weiteren kleinen Meilenstein der alternativen türkischen Musik gelegt hat. Seit ihrem ersten Album Sabah, welches von Kritiker*innen als eines der besten Alben des Jahres 2015 bezeichnet wurde, fasziniert Nilipek. mit ihrem unverwechselbaren Gefühl für fesselnde Arrangements und komplexem Songwriting. Poetische türkische Texte treffen mal auf mystische Songwelten, dann wieder auf mitreißende Gitarrenriffs – die Mischung ist das, was Nilipek. selbst als „Weird Pop Album“ bezeichnet und am 01.02. im Gretchen endlich das angemessene Release feiert!
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Wer jetzt ein wenig neugierig ist oder ganz genau weiß, wie gut das wird, darf hier einmal zu den Tickets greifen. Es gibt auch ermäßigte Tickets, die das Gretchen Menschen mit kleinerem Portmonee zur Verfügung stellt, um auch ihnen Zugang zu Kultur zu ermöglichen. Infos & Tickets unter diesem Link:
Bis dahin dürft ihr dieses wirklich sehr fantastische Album streamen und euch einstimmen:
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Doro und Paula (Evangelische Schule Berlin Zentrum) berichten in Kooperation mit Goodlife Artists von einem stimmungsvollen Abend mit error in der Kantine am Berghain, Berlin.
Am 14. November 2024 fand das zweite Konzert des Newcomers error im Rahmen seiner “Aspartam-Bitter Tour” in der Kantine am Berghain statt. Das Event bot ein außergewöhnliches und intensives Erlebnis, das gleichermaßen durch seine musikalische Qualität und die visuelle Inszenierung beeindruckte.
Düsterer Elektropop trifft auf Avantgarde
error präsentierte seine Setlist in einer Mischung aus düsterem Elektropop und avantgardistischen Elementen, die ihn zu einem spannenden Künstler des Jahres 2024 gemacht haben. Seine Songs zeichneten sich durch eine beeindruckende atmosphärische Tiefe und emotionale Intensität aus. Besonders Stücke wie „XY“ und „00,00KG“ zeigten das Spektrum seines künstlerischen Ausdrucks, der von dunklen, dystopischen Themen bis hin zu introspektiven Momenten reicht.
Seine kraftvolle und ausdrucksstarke Stimme trug erheblich zur emotionalen Wirkung des Abends bei. Error schaffte es, eine Brücke zwischen energetischem Gesang und einem persönlichen, fast erzählenden Stil in seinen Zwischenansagen zu schlagen, was ihm eine authentische und greifbare Nähe zum Publikum verlieh.
Minimalistische Bühnenkunst mit starker Wirkung
Die Bühnengestaltung spielte eine zentrale Rolle bei der Inszenierung des Konzerts. error setzte auf eine minimalistische, aber effektvolle Kombination aus flackernden Lichtern und Projektionen. Diese unterstrichen die dystopischen Themen seiner Musik und erzeugten eine fesselnde Atmosphäre.
Auch die technische Umsetzung des Abends war hervorragend: Licht und Ton waren perfekt aufeinander abgestimmt, was den Auftritt zu einem professionellen und intensiven Erlebnis machte.
Error überzeugt durch Persönlichkeit
error überraschte mit seiner Offenheit und seinem Humor während der Konzertpausen. In seinen Zwischenansagen wirkte er entspannt, erzählte persönliche Geschichten und brachte das Publikum mit humorvollen Anekdoten zum Lachen. Besonders auffällig war seine Fähigkeit, eine persönliche Verbindung zu seinen Fans herzustellen.
Durch Fragen, Witze und Interaktionen schuf er eine intime und vertraute Atmosphäre, die den Abend zu etwas Besonderem machte. Die Nähe, die durch die kleine, aber stimmungsvolle Location der Kantine am Berghain ohnehin gegeben war, nutzte er geschickt, um das Publikum noch mehr in seinen Bann zu ziehen.
Getragene Melancholie und euphorische Energie
Das Publikum war – möglicherweise etwas älter als erwartet – von Beginn an aufmerksam und begeistert. Besonders gegen Ende des Sets wurde viel getanzt und mitgesungen, was die Energie des Abends spürbar ansteigen ließ.
error schaffte es, die Zuschauer mit seinen Texten und seiner Musik zu bewegen. Er setzte klare Zeichen für Diversität und kulturelle Offenheit, sowohl in seinen Liedern als auch in seinen Ansagen. Dies verstärkte die Bindung zwischen ihm und seinem Publikum zusätzlich.
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Zum Ende des Konzerts krönte error den Abend mit seinem ersten veröffentlichten Song „100 Liter Teer“. Dieser letzte Track brachte das Publikum noch einmal in Bewegung und verband Melancholie mit purer Energie. Es war ein kraftvoller und emotionaler Abschluss, der die Stimmung des gesamten Abends perfekt zusammenfasste.
Ein Abend voller Emotionen
Das Konzert von error in der Kantine am Berghain war ein intensives, berührendes Erlebnis. Mit seiner Mischung aus musikalischem Talent, starker Bühnenpräsenz und einer sehr persönlichen Verbindung zum Publikum schuf er einen Abend, der lange in Erinnerung bleiben wird. Die Mischung aus düsteren Klängen, eindrucksvoller visueller Inszenierung und der intimen Atmosphäre hinterließ das Publikum in einem Wechselspiel aus Melancholie und Begeisterung – und mit der Vorfreude auf weitere Konzerte dieses aufstrebenden Künstlers.
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