Autor: untoldency

  • feinperlig. die musik-literarische Kolumne: Ticketing – Wie setzt sich ein Ticketpreis zusammen?

    feinperlig. die musik-literarische Kolumne: Ticketing – Wie setzt sich ein Ticketpreis zusammen?

    In seiner vierten feinperlig. Kolumne knüpft Johannes Martin an seine letzte Kolumne an, in der es um die Berliner Clubs- und Kulturszene und ihre Herausforderungen und Chancen geht. Denn ein Grund, warum Clubs und Venues seit einigen Jahren verstärkt strugglen, ist das Ticketing und die Strukturen dahinter. Er hat sich deshalb gefragt: wie setzt sich so ein Ticketing überhaupt zusammen? Wie hat es sich in den letzten Jahren verändert und warum? Und wieso ist Newcomer*innen unterstützen wichtiger denn je geworden?

    Ticketing – Wie setzt sich ein Ticketpreis zusammen?

    Konzerte sind ein zentraler Bestandteil der Popkultur. In den letzten 20 Jahren haben sie im Kontext schwindender Verkaufszahlen für Tonträger sogar an Wirtschaftskraft und kultureller Relevanz gewonnen. Für Musikliebhaber der sogenannten E- und U-Musik* ist das Live-Erlebnis ein unvergesslicher Moment. Seit Jahren bin ich selbst begeisterter Konzertbesucher. Beim letzten Umzug stieß ich auf eine Kiste mit teilweise vergilbten Tickets aus drei Jahrzehnten. Darunter echte Helden. Die abgegriffenen Kartonstreifen sind jedoch nicht nur schöne Erinnerungsstücke, sondern Zeugnisse einer Ära, in der Eintrittskarten noch erschwinglich waren.

    Wer in den 1980er-Jahren ein Konzert von Bruce Springsteen besuchen wollte, musste in der Bundesrepublik gerade einmal rund 28 D-Mark bezahlen. In der ehemaligen DDR war das Ticket sogar noch günstiger: 19,95 Mark plus 0,05 Mark Kulturbeitrag. Heute wirkt diese Preisspanne fast utopisch. Im Jahr 2023 kosteten Karten für Springsteen-Konzerte in Deutschland bis zu 500 Euro, in den USA wurden sogar Preise von 5.000 US-Dollar für sogenannte „Platin-Tickets“ aufgerufen. Doch wie gestaltet sich so ein Ticketpreis? Und wie kam es dazu, dass die Preise mittlerweile in astronomische Höhen geschnellt sind?

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    Musiker*innen, Booking-Agenturen und Konzertveranstalter kalkulieren für eine Konzerttournee mit Produktionskosten, Honoraren, Reisekosten, Hallenmieten, Caterings und der Promo. Daraus ergibt sich ein Grundpreis von, sagen wir mal, 30 Euro: Zunächst kommen 10 % Vorverkaufsgebühr hinzu, also 3 Euro. Darauf folgt eine Systemgebühr von 1,50 Euro sowie eine Online-Gebühr von 2,50 Euro. Am Ende zahlt der Konsument 37 Euro, obwohl der ursprüngliche Ticketpreis nur 30 Euro betrug. Hinzu kommen oft noch Versandkosten, Steuern und ein möglicher Werbekostenzuschlag, der die Karte um weitere Euros verteuern kann. Bei Premium-Tickets steigen die Gebühren sogar weiter an. Die unter dem Label „Platin-Tickets“ vermarkteten Karten suggerieren exklusive Vorteile wie VIP-Zugänge oder spezielle Services.

    Ein zentraler Treiber der explodierenden Preise ist das sogenannte Dynamic Pricing. Dieses Preismodell, das aus der Luftfahrt oder Hotellerie bekannt ist, passt Ticketpreise dynamisch an die Nachfrage an. Ist die Nachfrage hoch, steigen die Preise in Echtzeit. Großkonzerne wie Ticketmaster setzen diese Algorithmen ein, um ihre Gewinne zu maximieren. Das führt dazu, dass Tickets innerhalb von Minuten astronomisch teuer werden können. Für Fans ist dieses System oft frustrierend, da man praktisch gezwungen wird, Tickets sofort zu kaufen, bevor die Preise explodieren.

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    Ein Vergleich illustriert die Preisentwicklung über die Jahre:

    1980er Jahre: Konzertticket (Bruce Springsteen): 28 DM (~14 Euro).

    2000er Jahre: Durchschnittlicher Ticketpreis für größere Acts: ca. 50–80 Euro.

    2023: Preise für Top-Acts wie Springsteen, Beyoncé oder Taylor Swift: 200–500 Euro, teilweise bis 5.000 US-Dollar für dynamisch bepreiste Tickets.

    Kleine und mittelgroße Venues haben dagegen kaum Einfluss auf die Preisgestaltung. Sie vermieten ihre Säle und stellen Dienstleistungen gegen festgelegte Entgelte bereit. Ihre Gewinne generieren sie auch aus Barumsätzen und gelegentlich aus Gebühren für den Merchandise-Verkauf.

    Die eigentliche Macht liegt bei großen Konzernen wie CTS Eventim, Live Nation, Anheuser-Busch oder Disney, die durch ihre Monopolstellungen die Konditionen diktieren. Diese Multikonzerne lassen den Veranstaltern und Locations nur wenig Spielraum, um faire Preise für die Besucher*innen zu ermöglichen. Darüber hinaus erweitern sie kontinuierlich ihr Einflussgebiet und ihre Profitquellen. Neben ihren Kerngeschäften – Ticketverkauf und Eventmanagement – besitzen sie große Arenen, betreiben Booking-Agenturen und sind aktiv an der Börse beteiligt. Dieses diversifizierte Geschäftsmodell macht das Live-Geschäft zu einem der lukrativsten und wachstumsstärksten Standbeine in der Musikindustrie.

    Während Großkonzerne massive Gewinne erzielen, kämpfen kleinere Acts oft ums Überleben. Das zeigt sich in der paradoxen Situation, dass Konzerte von Stars wie Billie Eilish in Minuten ausverkauft sind, während kleine Bands Touren absagen müssen, weil sich ihre Fans keine 20-Euro-Tickets leisten wollen oder können. Für Top-Acts spielt die Exklusivität eine zentrale Rolle: Fans sind bereit, hohe Preise zu zahlen, um Teil eines einmaligen Erlebnisses -und im Stadion- mit dabei zu sein. Gleichzeitig fehlen vielen kleinen Künstlerinnen die Ressourcen, um in einem hart umkämpften Markt zu bestehen. Diese Entwicklung gefährdet nicht nur die kulturelle Vielfalt, sondern erschwert auch jungen Bands und unabhängigen Künstlerinnen den Aufbau einer nachhaltigen Karriere.

    Support your local music scene

    Im kommenden Juni macht der mittlerweile 75-jährige Bruce Springsteen auf seiner Stadiontournee Halt in Berlin, Frankfurt und Gelsenkirchen. Die Eintrittspreise liegen zwischen 190 und 600 Euro. Da stellt sich schnell die Frage, ob man das gesamte Budget in ein bis zwei Giga-Konzerte investiert oder lieber kleinere Venues und lokale Festivals besucht.

    Immer seltener erhalte ich den Eintritt zum Konzert mit einem Hardticket. In den meisten Fällen wird der Einlass digital abgewickelt. Die Freude am Konzertbesuch ist geblieben. Ich freue mich auf Gigs von Anna B. Savage im Rough Trade Record Store, Ditz im Lido sowie Zaho de Sagazan im Metropol in den kommenden Wochen in Berlin. Die kleineren Konzerte sind oft günstiger und bieten darüber hinaus ein persönlicheres Erlebnis. Damit unterstützt man die lokale Musikszene, setzt ein Zeichen gegen die Übermacht der großen Konzerne – und entdeckt immer wieder spannende neue Musik. 😊

    *Die Begriffe E-Musik (ernste Musik) und U-Musik (unterhaltende Musik) stammen aus einer älteren Differenzierung der Musik, die besonders in Deutschland verwendet wurde. Diese Trennung ist heute eher historisch und wird in der modernen Musikwissenschaft kritisiert, weil sie die Vielfalt und Hybridität vieler Musikstile nicht abbildet. Trotzdem bleibt die Kategorisierung als konzeptioneller Rahmen bestehen.

    Anspieltipps

    Dirty Little Secrets / Geheimnisse der Musikindustrie / Folge 3: Die verschwundene Firma (S01/E03), 31.05.2023

    TRACKS: Warum Konzerttickets immer teurer werden – und immer mehr Touren ausfallen | ARTE

    „feinperlig.“ ist eine musikalisch-literarische Kolumne von Johannes Martin, die sich an seine seit 2022 laufende gleichnamige Interviewreihe anschließt. In dieser spricht er mit Künstler*innen, Verleger*innen, Booker*innen und anderen Persönlichkeiten in der deutschen Kulturlandschaft. Durch die jetzt schriftliche Version dieser Reihe bekommt seine Kolumne und seine Einordnungen der musikalischen Kulturlandschaft endlich auch ihren Platz.

    Fotocredit: Johannes Martin

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  • untoldency proudly presents: Nilipek. am 01.02.2025 in Berlin

    untoldency proudly presents: Nilipek. am 01.02.2025 in Berlin

    Es erklingt wieder schönste türkische Musik im Gretchen! Für all die unter euch, die sich gerne ein wenig in Nischen verlieren oder einfach super gerne neue Musik entdecken – vor allem live! – haben wir heute was Besonderes. Wir dürfen euch mit der Singer Songwriterin Nilipek. bekannt machen, die seit Jahren die alternative türkische Musik maßgeblich beeinflusst. Mehr erzählen wir euch weiter unten, denn wir dürfen nicht nur das Release-Konzert am 01. Februar in Berlin präsentieren, sondern auch 1×2 Tickets auf Instagram verlosen! Es lohnt sich also so oder so.

    Uydurduğumuz Oyunlarla  („The Games We Made Up“)

    Dass Musik aus der Türkei unfassbar vielschichtig und unfassbar gut ist, wissen die, die sich in dieser Nische schon gemütlich gemacht haben, schon seit Jahren. Wir sind sehr froh, dass wir durch Bands wie ENGIN oder Derya Yıldırım & Grup Şimşek diese Bubble immer weiter für uns aufbrechen. Und damit auch für euch! Unsere neuste Entdeckung ist Nilipek., die mit ihrem neuen und vierten Album Uydurduğumuz Oyunlarla  („The Games We Made Up“) letztes Jahr einen weiteren kleinen Meilenstein der alternativen türkischen Musik gelegt hat. Seit ihrem ersten Album Sabah, welches von Kritiker*innen als eines der besten Alben des Jahres 2015 bezeichnet wurde, fasziniert Nilipek. mit ihrem unverwechselbaren Gefühl für fesselnde Arrangements und komplexem Songwriting. Poetische türkische Texte treffen mal auf mystische Songwelten, dann wieder auf mitreißende Gitarrenriffs – die Mischung ist das, was Nilipek. selbst als „Weird Pop Album“ bezeichnet und am 01.02. im Gretchen endlich das angemessene Release feiert!

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    Wer jetzt ein wenig neugierig ist oder ganz genau weiß, wie gut das wird, darf hier einmal zu den Tickets greifen. Es gibt auch ermäßigte Tickets, die das Gretchen Menschen mit kleinerem Portmonee zur Verfügung stellt, um auch ihnen Zugang zu Kultur zu ermöglichen. Infos & Tickets unter diesem Link:

    Bis dahin dürft ihr dieses wirklich sehr fantastische Album streamen und euch einstimmen:

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    Fotocredit: Emerged Agency

  • Back to the 90s but make it Indie: So war error am 14.11.2024 in Berlin

    Back to the 90s but make it Indie: So war error am 14.11.2024 in Berlin

    Doro und Paula (Evangelische Schule Berlin Zentrum) berichten in Kooperation mit Goodlife Artists von einem stimmungsvollen Abend mit error in der Kantine am Berghain, Berlin.

    error begeistert in der Kantine am Berghain

    Am 14. November 2024 fand das zweite Konzert des Newcomers error im Rahmen seiner “Aspartam-Bitter Tour” in der Kantine am Berghain statt. Das Event bot ein außergewöhnliches und intensives Erlebnis, das gleichermaßen durch seine musikalische Qualität und die visuelle Inszenierung beeindruckte.

     Düsterer Elektropop trifft auf Avantgarde

    error präsentierte seine Setlist in einer Mischung aus düsterem Elektropop und avantgardistischen Elementen, die ihn zu einem spannenden Künstler des Jahres 2024 gemacht haben. Seine Songs zeichneten sich durch eine beeindruckende atmosphärische Tiefe und emotionale Intensität aus. Besonders Stücke wie „XY“ und „00,00KG“ zeigten das Spektrum seines künstlerischen Ausdrucks, der von dunklen, dystopischen Themen bis hin zu introspektiven Momenten reicht.

    Seine kraftvolle und ausdrucksstarke Stimme trug erheblich zur emotionalen Wirkung des Abends bei. Error schaffte es, eine Brücke zwischen energetischem Gesang und einem persönlichen, fast erzählenden Stil in seinen Zwischenansagen zu schlagen, was ihm eine authentische und greifbare Nähe zum Publikum verlieh.

    Minimalistische Bühnenkunst mit starker Wirkung

    Die Bühnengestaltung spielte eine zentrale Rolle bei der Inszenierung des Konzerts. error setzte auf eine minimalistische, aber effektvolle Kombination aus flackernden Lichtern und Projektionen. Diese unterstrichen die dystopischen Themen seiner Musik und erzeugten eine fesselnde Atmosphäre.

    Auch die technische Umsetzung des Abends war hervorragend: Licht und Ton waren perfekt aufeinander abgestimmt, was den Auftritt zu einem professionellen und intensiven Erlebnis machte.

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    Error überzeugt durch Persönlichkeit

    error überraschte mit seiner Offenheit und seinem Humor während der Konzertpausen. In seinen Zwischenansagen wirkte er entspannt, erzählte persönliche Geschichten und brachte das Publikum mit humorvollen Anekdoten zum Lachen. Besonders auffällig war seine Fähigkeit, eine persönliche Verbindung zu seinen Fans herzustellen.

    Durch Fragen, Witze und Interaktionen schuf er eine intime und vertraute Atmosphäre, die den Abend zu etwas Besonderem machte. Die Nähe, die durch die kleine, aber stimmungsvolle Location der Kantine am Berghain ohnehin gegeben war, nutzte er geschickt, um das Publikum noch mehr in seinen Bann zu ziehen.

    Getragene Melancholie und euphorische Energie

    Das Publikum war – möglicherweise etwas älter als erwartet – von Beginn an aufmerksam und begeistert. Besonders gegen Ende des Sets wurde viel getanzt und mitgesungen, was die Energie des Abends spürbar ansteigen ließ.

    error schaffte es, die Zuschauer mit seinen Texten und seiner Musik zu bewegen. Er setzte klare Zeichen für Diversität und kulturelle Offenheit, sowohl in seinen Liedern als auch in seinen Ansagen. Dies verstärkte die Bindung zwischen ihm und seinem Publikum zusätzlich.

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    Ein emotionaler Abschluss: „100 Liter Teer“

    Zum Ende des Konzerts krönte error den Abend mit seinem ersten veröffentlichten Song „100 Liter Teer“. Dieser letzte Track brachte das Publikum noch einmal in Bewegung und verband Melancholie mit purer Energie. Es war ein kraftvoller und emotionaler Abschluss, der die Stimmung des gesamten Abends perfekt zusammenfasste.

    Ein Abend voller Emotionen

    Das Konzert von error in der Kantine am Berghain war ein intensives, berührendes Erlebnis. Mit seiner Mischung aus musikalischem Talent, starker Bühnenpräsenz und einer sehr persönlichen Verbindung zum Publikum schuf er einen Abend, der lange in Erinnerung bleiben wird. Die Mischung aus düsteren Klängen, eindrucksvoller visueller Inszenierung und der intimen Atmosphäre hinterließ das Publikum in einem Wechselspiel aus Melancholie und Begeisterung – und mit der Vorfreude auf weitere Konzerte dieses aufstrebenden Künstlers.

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  • untoldency proudly presents: NORLYZ feat. Malika Alaoui am 23.01.2025 in Berlin

    untoldency proudly presents: NORLYZ feat. Malika Alaoui am 23.01.2025 in Berlin

    Wir hatten letztes Jahr das Vergnügen, auf die mitreißende Band NORLYZ zu stoßen – die vierköpfige Band aus Hamburg/Berlin hat mit ihrer treibenden Kombination aus Techno und Jazz jede Bühne im Griff. Es wird hier wirklich einfach nur getanzt – und wenn dann die schweizerisch-marokkanische Sängerin Malika Alaoui diesem Rave-Soundtrack ihre atemberaubende Stimme leiht, dann brennt der ganze Club. Wollt ihr erleben? Dann kommt am 23.01. ins Gretchen!

    Tanz-Ekstase und bizarr-schöne Vocals

    NORLYZ gibt es seit 2022. Mit ihrem Debütalbum First Dawn On Planet B. hat die elektroakustische Live-Band gezeigt, wie man akustische Instrumente mit der Präzision und Energie elektronischer Musik vereint. Inspiriert von Techno, Weltmusik und Jazz tauchen sie ihre Musik in einen Guss aus Wärme und Fragilität und nehmen uns mit auf eine komplett abgefahrene Reise durch Parallelwelten und cineastische Klangdimensionen. Für ihr neues Projekt haben sie sich mit der Sängerin Malika Alaoui zusammengetan und es hätte kein perfekterer Fit sein können. Davon könnt ihr euch dann live überraschen lassen, das hier wird euch aber genauso wegfegen:

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    Wir für unseren Teil werden am 23.01. im Gretchen Berlin genau hierzu tanzen. Weil der Januar so grau und trübe ist, weil 2024 endlich vorbei ist, weil sonst nichts hilft. NORLYZ lassen jegliche Realität hinter sich und nehmen uns mit auf eine Reise fernab von alldem. Und wir können es kaum erwarten. Kommt mit, selbst die Abendkasse kostet nur 25€ und das Serotonin ist umsonst:

    Umsonst-Serotonin-Schub im Wohnzimmer bis dahin hiermit:

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    Fotocredit: Lukas von Loeper

  • Ein mies kranker Abend: So war Sainté am 13.11.2024 in Berlin

    Ein mies kranker Abend: So war Sainté am 13.11.2024 in Berlin

    Nach dem Konzert letzten Jahres musste der aufkommende Artist der nächsten Generation aus dem UK-Rap wieder zurück nach Berlin kommen um abzureißen, dieses mal allerdings doppelt so groß. Im ausverkauften Hole44 mit betrunkenen und vollgekiften Jugendlichen – wäre ja enttäuschend wenn nicht.

    Er kommt aufgrund seiner Europa Tour mit seinem neu veröffentlichten Album „Still Local“. Für die, die das Album und auch Sainté nicht kennen: er macht entspannten Hip Hop mit Einflüssen aus Jazz und Trap, er ist experimentell, wobei er trotzdem immer seinem Genre treu bleibt. Seit der viralen Single „Champagne Shots“ veröffentlicht er immer wieder Musik, die viral geht.

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    Nahtlose Übergänge und Stimmung Pur

    Das Konzert fängt an mit einem DJ, der auflegt und ein Typ der Stimmung macht. Nach einer Weile tritt als Voract Antslive auf und hypt zusätzlich die Menge auf. Danach kommt endlich Sainté, saugt diese Stimmung auf und bringt sie in seiner eigentlich sehr entspannten Musik mit ein und das Publikum fühlt es sehr. Er performt all seine Top Tracks aus jedem Projekt und natürlich auch viele aus seinem neuen Album. Die Auswahl ist perfekt!

    Basketball und Beats

    Es sind fast nur Jugendliche und generell eher junge Leute da, was recht gut ist, da ich mich nicht fehl am Platz fühle. Es ist eine recht bunte Mischung aus Fans. Der Stimmungswechsel von den Voracts zu Sainté ist ein bisschen komisch gewählt da noch alle sehr viel Energie haben und Sainté eine eher entspannte Stimmung verbreitet. Das wirft das Publikum ein wenig aus der Bahn. Dennoch kommt gute Stimmung auf! Bei der Hälfte der Show wird ein Basketballkorb aufgebaut und es werden Basketbälle in das Publikum geworfen. Wer trifft, bekommt Free Merch!

    Fehler im Sound aber nicht im Vibe

    Trotz schnarrenden Vocals, die das erste sind, was man hört, geht die Crowd voll ab bei dem Song „stylin’“. Nach der Hälfte muss er aber trotzdem aufhören, da die Sounds so schlimm sind, dass man den Song nicht mehr richtig hören kann. Nach ein paar Minuten wird der Sound es gefixt und der Song wird noch mal richtig performt.

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    Was ist denn hier los

    Der Sound ist generell nicht gut, da die Musik viel zu leise und der Sainté viel zu laut ist. Hinter dem Hauptact stehen komischerweise noch zehn weitere Personen, die keine Musik machen. Dass die dort stehen und abhängen, verwirrt mich ein wenig. Schlimm ist es aber nicht.

    Ein Ende mit Energie

    Der Song „MVP“ aus seinem neuen Album ist an diesem Abend der letzte und hypt nochmal alle auf. Als er geht, kommen der DJ mit seiner Begleitung auf die Bühne und legen noch einmal auf und alle gehen sehr ab und machen einen Moshpit während „Fe!n“. Dann ist aber wirklich Schluss und der DJ motiviert die Leute, tatsächlich zu gehen.

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    Ein gelungener Abend mit kleinen Makeln

    Es war ein sehr schöner Abend mit vielen guten verschieden Stimmungen, auch wenn sie nicht immer perfekt zueinander gepasst haben. Ich fand es sehr schön, dass Sainté kleineren Artists die Möglichkeit gegeben hat, eine größere Zuhörerschaft zu finden, indem er sie mit auf seine ganze Europa Tour nimmt. Wäre der Sound besser gewesen und hätte man auf die Stimmung der Songs geachtet, dann wäre es wahrscheinlich der perfekte Konzertabend geworden! Die Location ist sehr klein und lässt normalerweise eher Artists anderer Genres dort auftreten, weshalb wahrscheinlich die Probleme mit dem Sound aufkamen. Trotzdem! Wenn Sainté das nächste Mal wieder herkommt, werde ich wieder vorne dabei sein. Jetzt ist seine Tour leider zu Ende, aber die nächsten Konzerte werden mit Sicherheit spontan in England sein oder wir warten auf das nächste Album!

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  • Eine bezaubernde Reise durch R’n’B, Elektronik und pure Emotionen: So war Ravyn Lenae am 11.11.2024 in Berlin

    Eine bezaubernde Reise durch R’n’B, Elektronik und pure Emotionen: So war Ravyn Lenae am 11.11.2024 in Berlin

    Hannah und Chaja (Evangelische Schule Berlin Zentrum) berichten in Kooperation mit Goodlife Artists von einem stimmungsvollen Abend mit Ravyn Lenae im Säälchen, Berlin

    Energiegeladen ins Konzert

    Beim Betreten des kleinen aber feinen Veranstaltungsort strahlt Ravyn Lenae direkt eine warme und offene Energie aus. Mit ihrem Opener „Bad Idea“ leitet sie den Abend mit einer Single aus ihrem neuen Album „Bird’s Eye“ ein. Der Song gehört zu den energetischeren und kraftvolleren, was direkt Stimmung in den Saal bringt und alle nun wach sind und Bock auf das Konzert haben. 

    Auf ihren Konzerten, so auch diesem, singt sie alleine, begleitet von ihrem Schlagzeuger Chris und Gitarristen Chub, was für eine noch intimere Atmosphäre sorgt und ihre Stimme bekommt die verdiente Aufmerksamkeit. Besonders bei dem Song „Skin Tight“ oder ihrem bekanntesten Song „One Wish“ kommt ihre ausdrucksstarke, vielseitige Stimme zum Vorschein. Das Publikum ist berührt und wir sind begeistert wie sicher Lenaes Stimme ist. 

    Ihre Songauswahl für den Abend spiegelt einen guten Mix aus gefühlvollen und emotionalen Songs im Kontrast zu den mitreißenderen Songs dar. Sie spielt zudem sowohl viele Songs aus ihrem ersten Album „HYPNOS“, sowie aus ihrem ganz neuem Album „Bird’s Eye“, welches sie im August 2024 rausbrachte. Die perfekte Auswahl, damit das Publikum aufmerksam bleibt und den Abend in vollen Zügen genießt. 

    Publikum und Künstlerin – Nähe die verbindet 

    Die Stimmung und Atmosphäre ist von Beginn an intim. Der kleine Raum und das schlichte Bühnenbild geben einem das Gefühl, Teil von einer besonderen, fast privaten Performance zu sein. Das Publikum ist von Beginn an begeistert und voll dabei, wobei besonders auffällt, dass viele 20-30 Jährige Freunde, sowie auch viele Paare gemeinsam der Musik lauschen oder tanzen.  Bei den Songs kann man einfach nicht still rumstehen und die Versuchung zu tanzen ist groß, egal ob nur ein bisschen rumwippen oder sogar mit eigener Tanz-Performance, wie ein Paar neben uns.

    Die Laune ist durchgehend positiv und man merkt, dass das Publikum aus Musikbegeisterten und Ravyn Lenae Begeisterten besteht. So, wie das Publikum Ravyn und ihre Musik unterstützt, ist sie auch für das Publikum da. 

    Denn nicht nur die musikalische Leistung macht den Abend besonders, sondern auch ihre Interaktionen mit dem Publikum. Sie strahlt eine besondere Nähe aus und der ganze Abend hat eine persönliche Atmosphäre. So geht sie viel auf das Publikum ein und singt teilweise Personen direkt an. Alle bekommen das Gefühl Teil der Show zu sein. Zwischendurch erzählt sie etwas von sich und bedankt sich bei ihren Fans. Vor einem Song erzählt sie beispielsweise etwas über ihre schlechte Beziehung zu ihrem Vater und wie ihr die Musik dabei geholfen hat und so auch der Song entstand. Ein besonderer und emotionaler Moment! Daraufhin hat ihre Performance nochmal eine tiefere Wirkung. Ihre Bühnenpräsenz währenddessen ist beeindruckend und mitreißend. Mit einer Leichtigkeit tanzt sie und schwingt ihr Haar, während sie singt. Es ist keine Aufregung zu spüren und es wirkt als würde sie jeden Tag auf der Bühne stehen und singen. Die Sicherheit und Freude an Musik sieht man ihr an. 

    Ein Bühnenbild, die Ravynn Lenaes Stimme leuchten lässt 

    Das Bühnenbild ist recht schlicht, doch die Lichtshow verstärkt die Atmosphäre und passt perfekt zu ihren Liedern: weiche, warme Farben, die die Aufmerksamkeit auf Ravyn lenken während der ruhigeren, verträumten Songs im Gegensatz zu den kräftigeren Tönen, die sich zum Beat bewegen während energiegeladener Momente. Teilweise versetzten einen die ausgewählten Lichter zu den elektrischen, experimentellen Sounds fast schon in ein tranceartiges Gefühl. 

    Ein unvergesslicher Abschluss

    Das Konzert findet mit dem Song „Xtasy“ ein schönes Ende. Ravyn Lenae und ihr Band geben nochmal alles, während das Publikum sich von denn letzten treibenden Beats mitreißen lässt. Die Stimmung erreicht ihren Höhepunkt, als Ravyn Lenae die Bühne verlässt. Die Rufe nach einer Zugabe werden belohnt: mit dem Song „Love Me Not“ liefert Ravyn einen perfekten Abschluss. Der Song, emotional und berührend, zeigt noch einmal ihre beeindruckende Stimmvielfalt. Der Abschied ist daraufhin herzlich! Ravyn bedankte sich mit ehrlichen Worten bei ihren Fans, winkt lächelnd ins Publikum und verlässt die Bühne – ein süßer Abschied für einen gelungenen Abend. 

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    Eine Show voller Magie und Energie

    Ravyn Lenae beweist an diesem Abend, dass sie nicht nur eine außergewöhnliche Sängerin ist, sondern auch eine mitreißende Entertainerin. Ihre warme Ausstrahlung und die Leichtigkeit, mit der sie das Publikum in ihren Bann zieht, machen den Abend besonders. Es wurde viel gelacht, getanzt und gemeinsam eine schöne Energie geschaffen. Besonders beeindruckend ist ihre Bescheidenheit gegenüber ihrer Band: Sowohl Schlagzeuger Chris als auch Gitarrist Chub bekamen ihre Momente im Rampenlicht und durften jeweils mit Soli glänzen.

    Ob man Ravyn Lenae schon kennt oder nicht – ihre Konzerte sind ein Erlebnis. Ihre enorme stimmliche Kontrolle, die intime Atmosphäre und die Mischung aus mitreißenden und berührenden Songs machen ihre Auftritte absolut sehenswert. Wer die Möglichkeit hat Ravyn Lenae live zu sehen, sollte sie sich auf keinen Fall entgehen lassen!

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  • Eine Reise in eine andere Welt: So war London Grammar am 07.11.2024 in Berlin

    Eine Reise in eine andere Welt: So war London Grammar am 07.11.2024 in Berlin

    Ein Abend, der uns in seinen Bann zog! Charlotte und Mila (Evangelische Schule Berlin Zentrum) berichten von einem magischen Konzertabend mit London Grammar.

    Am 07.11. trat die Band London Grammar erstmals während ihrer „The Greatest Love Arena Tour“ im Velodrom, Berlin auf. Hannah Reid, Dan Rothman und Dot Major: das sind die drei Mitglieder der Band, die nicht nur sehr kreativ und besonders sind, sondern auch seit ihrer Gründung 2009 einen einzigartigen Weg in der Musikwelt eingeschlagen haben.

    Von Student*innen zu Stars

    Nach ihrem frühen Durchbruch 2013 mit ihrem ersten Album „If you wait“ wurde der Band schnell klar, dass berühmt sein nicht zu ihren Lieblingstätigkeiten zählt und so ist ihnen bis heute ein zentrales Anliegen nicht als Personen sondern einzig und allein mit ihrer Musik im Vordergrund zu stehen. Und das gelingt! Während Hannah erzählt, immer noch unerkannt durch die Straßen laufen zu können, haben sie weltweit bis zu 3 Millionen Alben verkauft und Millionen von Hörer*innen auf Spotify und anderen Streaming Plattformen.

    Erfüllte Herzen
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    Die Band fängt direkt an den ersten Song zu spielen. „Hey now“, ein ruhigeres Lied, bei dem das Publikum zum ersten Mal an diesem Abend Hannah Reids kraftvolle und doch zerbrechlich und gefühlvoll klingende Stimme hört. Der Fokus der Show liegt insgesamt vor allem auf der Musik mit wenigen Sprechanteilen zwischendurch. Das ist irgendwie auch gar nicht nötig. Die Songs sind mal ruhig, mal energiegeladen, mal dunkel, mal sanft. Sie übertragen unterschiedliche Stimmungen, aber die Grundatmosphäre bleibt gefühlvoll, tiefgründig und mystisch.

    Zwischendurch interagiert die Band dann das erste Mal mit den Zuschauer*innen. Die Band durchquert die Menge mit Taschenlampen und landet auf einer kleinen Bühne zwischen all den Menschen. Hannah Reid sagt „Fuck Donald Trump!“, was sie für uns direkt noch sympathischer und authentischer macht. Bevor die Band wieder auf der großen Bühne im Nebel auftaucht, ertönt ein Handyklingeln und auf der Leinwand erscheint „Fakest Bitch“, was den gleichnamigen Song einleitet. Eines der letzten Lieder ist „Wasting my young years“, den die Menge direkt erkennt. Nach dem großen Endapplaus ertönen zwei Zugaben: „Strong“ und „Loose your head“, bei denen das Publikum in zwei Gruppen aufgeteilt wird und es einen Wettbewerb gibt, welche Seite lauter singt. Das sorgt für eine ausgelassene, glückliche Stimmung am Ende.

    12.000 Menschen

    Mit ihren gefühlvollen Klängen, die einem Momente von echter Freiheit schenken, können sie auch an diesem Abend das Publikum begeistern – inklusive uns. Wir sitzen mittendrin, in einer vollen Halle, gefüllt mit 12.000 Menschen. Menschen, die überraschenderweise älter sind, als wir dachten. Durch den schon eher modernen und poppigen Stil der Songs und das junge Alter der Band hatten wir ein deutlich jüngeres Publikum erwartet. Es ist eine bunte Mischung an Fans, die entspannt, rücksichtsvoll und begeistert die Stimmung ausleben lässt. Von allen Seiten wird fleißig mitgesungen und mitgefiebert.

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    Die mystische Atmosphäre

    Die Musik, die London Grammar an diesem Abend spielt, ist sehr ausdrucksstark, gefühlvoll, fantasievoll, teilweise auch sphärisch, verletzlich, aber trotzdem rhythmisch und bestimmt. Es kommt eine mystische Atmosphäre beim Zuhören auf, die einen direkt in den Bann zieht und mitreißt. Dafür ist vor allem Hannah Reids Stimme verantwortlich. Die Songs sind eher ruhig und fließend und regen zum Nachdenken an. Es gibt allerdings auch elektrisierende Parts, die fast ein bisschen an Techno erinnern und die die Menge sehr feiert und aufheizt.

    Zwischen Nebelwolken und Laserstrahlen

    London Grammars Show ist unglaublich kreativ und sehr ästhetisch. Von verschiedenen pulsierenden Lichtern, die zur Stimmung beitragen und die Energie widerspiegelen über alte filigrane Zeichnungen von Käfern bis hin zu Nebelwolken, Laserstrahlen, Live-Drohnenvideos und künstlerisch gestalteten Aufnahmen von der Bühne ist an diesem Konzertabend einiges dabei.

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    Last but not least

    Wir haben uns dazu entschieden zwei Fazits zu schreiben, da obwohl wir beide sehr begeistert aus dem Konzert raus gegangen sind, wir beide ganz individuelle Eindrücke hatten, die wir euch nicht vorenthalten wollen.

    Charlotte

    Mein Gesamteindruck des Konzerts ist sehr positiv, auch wenn ich teilweise gerne unten in der stehenden Menge gewesen wäre, da ich das Gefühl habe, dass die Musik dort noch offener gefühlt wurde. Musikalisch war London Grammar für mich eine absolut wertvolle Neuentdeckung, die gut zu meinem Musikgeschmack passt. Die Band war mir sympathisch und ich finde die drei Bandmitglieder wirkten sehr authentisch. Ich kannte vorher nicht besonders viele Songs der Band und deshalb schon gar nicht die Lyrics. Das war ein ganz kleines bisschen schade, aber nicht schlimm, denn ich habe die Musik trotzdem von Anfang an gefühlt und mit der Zeit wurde ich dann richtig in den Bann von London Grammar gezogen. Wenn ihr also auch eine sympathische Indie-Band, eine entspannte Atmosphäre, ästhetische Bühnenshows und eine schöne Publikumsstimmung erleben wollt, kann ich euch nur empfehlen auf Konzerte von London Grammar zu gehen!

    Mila

    Abschließend kann ich sagen, dass das Konzert mich sehr beeindruckt hat und das auf ganz viele unterschiedliche Art und Weisen. Die Musik und das Genre sind zwar eigentlich nicht unbekannt für mich, ganz im Gegenteil. Trotzdem habe ich mich in eine andere und zugleich wunderschöne Welt versetzt gefühlt. Obwohl der Klang manchmal sehr fremd und ungewohnte schien, hatte er dennoch etwas sehr faszinierendes an sich und hat mir nochmal vor Augen geführt, wie unterschiedlich Musik sein kann. Auch der Gesang hat mich sehr beeindruckt! Wie kann man eine so zarte und trotzdem gleichzeitig ausdrucksstarke Stimme haben?! Nicht zu vergessen die ganze Stimmung, die von allen Menschen und der Band ausging. Das in Verbindung mit einer wirklich ästhetischen Show, die genau das nochmal widerspiegelte, werde ich hoffentlich niemals vergessen! Wenn ihr auch einen unvergesslichen Abend zwischen Nebelwolken und atemberaubenden Klängen und Gesang erleben wollt, dann seid ihr bei London Grammar in jedem Fall richtig!

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  • Klangwelten und visuelle Meisterwerke: So war ZHU am 12.11.2024 in Berlin

    Erika (Evangelische Schule Berlin Zentrum) schreibt in Kooperation mit Goodlife Artist über einen intensiven Technoabend im Festsaal Kreuzberg, Berlin mit ZHU.

    Am 12. November 2024 stattete der kalifornische Künstler ZHU dem Festsaal Kreuzberg einen Besuch ab und lieferte eine beeindruckende Mischung aus elektronischer Musik, Live-Gesang und einer durchdachten visuellen Inszenierung. Mit einer Setlist, die Klassiker und neue Songs aus seinem aktuellen Album GRACE vereinte, beeindruckte er sein Publikum.

    Ein Meisterwerk aus Klang und Atmosphäre

    ZHU ist ein Meister der atmosphärischen Klänge und bekannt für seine Verbindung von Deep House, R&B und Pop-Elementen. Der Festsaal Kreuzberg, eine Location mit industriellem Charme, bot mit seiner Kapazität von etwa 1.200 Menschen die ideale Kulisse für ZHUs dichte, mystische Ästhetik. Die geringe Größe des Geländes schuf eine intime Atmosphäre, die perfekt zur Musik passte. ZHU konnte sich, seine Musik und Videos auf der Festsaal Bühne präsentieren. Sein Publikum konnte ihm ganz nah sein oder ihn von der zweigeschossigen Empore hinter dem FOH (front of house – Sound) gut beobachten. So konnte man auch trotz vollem Haus seinen Auftritt entspannt genießen oder ihn auch tanzend feiern. ZHU ist seit seinem Durchbruch mit “Faded” im Jahr 2014 bekannt für sein Talent, emotionale Tiefe mit treibenden elektronischen Rhythmen zu verbinden. Mit GRACE, seinem aktuellen Konzeptalbum, das auch einen begleitenden Film umfasst, setzt er erneut auf Storytelling durch Musik und visuelle Kunst.

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    Aus dem Dunkel zum Licht

    ZHU eröffnete den Abend mit einem instrumentalen Intro, das die Spannung im Saal aufbaute. In die Dunkelheit der Bühne getaucht, erschien er als Silhouette, bevor ermit “Skyline” in die Setlist einstieg. Der Song kombinierte sanfte Synthesizer mit hypnotischen Beats und seinem charakteristisch rauchigen Gesang, der die melancholische Grundstimmung des Albums GRACE einleitete. ZHUs Setlist war eine Balance aus alten Favoriten und neuen Tracks. Highlights aus früheren Alben wie Generationwhy und Ringos Desert wurden mit den introspektiven, cineastisch angehauchten Stücken aus GRACE kombiniert. Besonders hervorzuheben ist “Resonance”, ein Stück, das eine fast hypnotische Wirkung hatte und die Fähigkeit des Künstlers unterstrich, musikalische Spannungen perfekt aufzubauen. Der Höhepunkt des Abends war unbestritten “Faded”. Der Song wurde in einer neu arrangierten Version präsentiert, die mit einem langsamen, emotionalen Aufbau begann, bevor er in seinen ikonischen, pulsierenden Beat überging. Diese Version ließ den Saal in Euphorie versinken. Ein weiteres Highlight war “Cold Blooded”, bei dem die Mischung aus minimalistischen Beats und ZHUs eindringlichem Gesang, Stimmung brachte.

    Emotionale Intensität und Visualität auf der Bühne

    ZHUs Shows zeichnen sich durch eine fast rituelle Atmosphäre aus. Obwohl er wenig sprach, kommunizierte er über seine Musik und die visuelle Inszenierung auf einer tiefen emotionalen Ebene. Die Dynamik im Publikum war spürbar: Während der energetischen Tracks wie “Came for the Low” vibrierte die Menge, bei ruhigeren Momenten wie “Desire” herrschte fast ehrfürchtige Stille. Die Interaktion zwischen Künstler und Publikum war subtil, aber effektiv, und unterstrich die immersive Natur der Show. ZHUs Bühnenshow war ein durchdachtes visuelles Spektakel. Minimalistische Lichtinstallationen, mit Nebel und tiefen Schatten kombiniert, unterstützten die emotionale Wirkung seiner Musik. LED-Wände zeigten abstrakte Projektionen, die die Songs visuell interpretierten. Die Soundqualität war bis auf einige kleinere Akustikprobleme im mittleren Frequenzbereich überwiegend solide. Allerdings waren manche Gesangspassagen durch den starken Bass etwas überlagert.

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    Das Finale

    Der Abend endete mit “Dreamland 2021”, einer träumerischen Hymne, die die mystische Stimmung des Konzerts perfekt abrundete. ZHU verabschiedete sich ohne große Worte, ließ aber durch die letzten Klänge seiner Musik eine bleibende emotionale Wirkung zurück. Das Publikum war sichtlich bewegt und applaudierte begeistert, während sich die Saalbeleuchtung langsam erhellte.

    Der Gesamteindruck

    ZHUs Konzert war ein audiovisuelles Gesamtkunstwerk, das nicht nur musikalisch, sondern auch visuell beeindruckte. Persönlich mochte ich die durchdachte Dramaturgie der Setlist und die emotionale Tiefe der Performance. Was mich nicht völlig überzeugte, war sein Gesang und der Aufbau seiner Songs. Anfangs hatten seine Songs einen super Beat und man konnte sehr gut darauf tanzen. Zunehmend gab es aber Stellen, an denen der Beat plötzlich zu Ende war und in ein Rauschen überging. Darüber hat er dann live gesungen. Seine Gesang war an diesem Abend nicht in Topform. Seine Stimme hatte wenig Volumen und Feeling. Es war trotzdem ein tolles Erlebnis und live viel besser als auf verschiedenen Streamingdiensten, aber empfehlen, als unvergessliches Erlebnis, würde ich ihn nicht uneingeschränkt. Bei einer solideren Gesangsperformance, wäre ich nochmal dabei. Sorry, ZHU…

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  • artists to watch 2025: Die spannendsten Künstler*innen

    artists to watch 2025: Die spannendsten Künstler*innen

    Gerade waren wir noch Festivals unterwegs und schwupps, gleich ist Weihnachten. Aber davor genießen wir natürlich erstmal die Adventzeit. Und vor allen Dingen, die Adventskalenderzeit! Es gibt auch dieses Jahr wieder special Weihnachtsformate, Livestream-Interviews und Jahresrückblicke, fette Verlosungspakete und natürlich auch: unsere artists to watch 2025!

    Wie es unsere Tradition will, setzen wir (Anna und Jule) uns Anfang Dezember gemeinsam in ein Google Doc und philosophieren über die kommenden großen Newcomer*innen 2025. Das meiste passiert aus einem Bauchgefühl heraus, denn wir sind keine Wahrsagerinnen und die Musikbranche ist unvorhersehbar. Aber unsere Tipps für 2024 waren gar nicht mal so schlecht! Paula Carolina und ENGIN sind euch dieses Jahr doch bestimmt an jeder Ecke entgegen gestolpert, und Blumengarten und Berq wurden beide gerade für eine 1Live-Krone als “bester Newcomer” nominiert, wobei Letzterer sogar gewonnen hat. Larasüß wird auch nächstes Jahr weiter Bühne für Bühne erobern, SERPENTIN hat diesen Sommer die Festival-Bühnen dominiert und Remote Bondage haben ihre Debüt-EP “WIR KOMMEN IN DIE HÖLLE, ABER WENIGSTENS KOMMEN WIR” released, die nur noch mehr Lust auf ihr bald (?) kommendes Debütalbum macht (und allein der Titel hat ein s/o verdient). Soft Loft und Ottolien haben sich noch weiter in unsere Herzen vergraben als vorher (auch hier kommt neue Musik!) und Apsilon hat ein Debütalbum veröffentlicht, das sich wirklich jede*r anhören sollte. 

    Und 2025? Wer wird sich nächstes Jahr erfolgsverdächtig in unsere Playlists, Festivals und Alltagsmomente schleichen? Wir haben uns auf 10 fantastische Artists geeinigt, die ihr unserem Bauchgefühl nach auf jeden Fall auf dem Schirm haben solltet (hier klicken, um parallel zu hören).


    SOFFIE
    01 SOFFIE, Chiara Noemi Müller, untoldency, artists to watch 2025, Newcomerin, Indie, Music, Blog, Musikmagazin

    Wer in diesem Jahr nicht SOFFIE über den Weg gelaufen ist, hat vermutlich auch den Wechsel der Jahreszeiten verpasst. Die Indie-Pop-Newcomerin hat mit “Für immer Frühling” eine Protesthymne geschaffen, die Anfang des Jahres viel bei den “Demos gegen Rechts” gespielt wurde – obwohl der Song eigentlich gar nicht politisch gemeint war. Prompt gab es dafür in diesem Jahr auch eine Nominierung für die 1Live-Krone als “Bester Alternative Song”. Mit ihren inhaltlich schweren, aber musikalisch federleichten Songs hat sich SOFFIE im Laufe des Jahres in die Herzen vieler Fans gespielt und ist Dauergast in der “Wilde Herzen” oder “Deutscher Indie”-Playlist auf Spotify. Aber auch live konnte man sie dieses Jahr fast überall erleben, auf einem der vielen Festivals, als Support für u.a. Mark Forster, Lostboi Lino, Kaffkiez oder Von Wegen Lisbeth oder auf ihrer ersten Headliner-Tour, die 2025 weitergeht – vielleicht ja mit einem Debütalbum im Gepäck? Wir sind gespannt, was das nächste Jahr für SOFFIE bringt, sind aber sicher, dass es nur noch größer und schöner wird. Und in der Zwischenzeit legen wir euch die “Für immer Frühling”-Version mit dem Münchner Rundfunkorchester und ihre Playlist “Kein Staat, kein Patriarchat“ zum feministischen Kampftag ans Herz.


    Zartmann
    02 Zartmann, Luis Frederik, untoldency, artists to watch 2025, Newcomer, Indie, Music, Blog, Musikmagazin

    Zartmann ist “harter und gefährlicher Pop von Berlinerjunge”, so sagt es jedenfalls seine Spotify-Bio. In einem rekordverdächtigen Tempo hat er sich vom Underground-Geheimtipp zu einer großen Nummer gemausert und gehört inzwischen zur Gang rund um Apsilon, Kasi, Aaron, Drumla und Ski Aggu. Auf unserem Radar landete er zum ersten Mal 2021 mit seiner Single “2 Blocks”. Ein Jahr später folgte die “11 bis 2”-EP, die es in die Top 10 der Charts geschafft hat. Nach einem Bruch mit seinem Management und einem Vertrag, der es ihm bis April 2023 nicht erlaubte, neue Musik zu veröffentlichen, erschien 2024 seine “dafür bin ich frei”-EP. Die schaffte es genauso in die Charts wie der Song “wie du manchmal fehlst” mit Ski Aggu und Dauner. Zartmann hat in diesem Jahr einen Haufen an Festivals und u.a. Support für 01099 gespielt. Seine eigene Tour 2024 war dann komplett ausverkauft und auch die Tickets für die 2025 geplante Tour sind bereits weg. Klingt ganz danach, dass hier jemand auf einem aufsteigenden Ast sitzt. Wir freuen uns jedenfalls, ihn beim weiteren Aufsteigen zu beobachten – ihr euch auch?


    Power Plush
    03 Power Plush, Fioni Versace, untoldency, artists to watch 2025, Newcomerin, Indie, Music, Blog, Musikmagazin

    Eigentlich ist es längst überfällig, Power Plush als artist to watch aufzuzählen. Nach ihrer Debüt-EP “Vomiting Emotions” aus dem Jahr 2021 und dem dann 2023 erschienenen Debütalbum “Coping Fantasies” (mit super süßem Cover) hat die Band auf Chemnitz inzwischen so gut wie jede Bühne des Landes bespielt, ob auf Festivals oder als Support für u.a. Kraftklub, Blond, Tocotronic oder Leoniden. Besonders dankbar sind wir aber für den “hot maus summer”, den sie uns gemeinsam mit Gigolo Tears beschert haben – wir waren wirklich nicht bereit. Und deshalb können wir es schon kaum erwarten, bis das neue Album “Love Language” am 25.04.2025 erscheinen wird. Übrigens gehen Power Plush damit dann auch im Herbst 2025 auf fette Headliner-Tour, für die wir ebenfalls jetzt schon die Tage zählen – Vorfreude ist doch schließlich die beste Freude. Der Weg für ein erfolgreiches Jahr 2025 ist also schon jetzt geebnet und wir können euch nur empfehlen, die Band dabei zu begleiten. Es wird sich lohnen, da sind wir uns ganz doll sicher.


    Biig Piig
    04 Biig Piig, Yana Van Nuffel, untoldency, artists to watch 2025, Newcomerin, Indie, Music, Blog, Musikmagazin

    Es gibt natürlich auch wahnsinnige spannende Künstler*innen aus dem Ausland, die wir mit in unsere artists to watch-Liste mitaufnehmen wollen – und müssen! Allen voran möchten wir euch Biig Piig an’s Herz legen. Die irische Neo-Soul-Sängerin dreht mit ihrem einzigartigen LoFi-Hip-Hop-Pop-Mix schon seit einigen Jahren ihre Kreise in unserer Redaktion und sicherlich auch bei einigen von euch. Mit 49 Millionen Streams könnte “Sunny” bereits Teil eurer Sommer-Playlisten sein (falls nicht, dann jetzt!) und auch “Feels Right” ist ein Dauerbrenner mit über 61 Millionen Streams! Am 07.02.2025 ist es dann endlich soweit und ihr wirklich sehnlichst erwartetes Debütalbum “11:11” wird veröffentlicht. Wir sagen: wer Biig Piig jetzt noch nicht auf dem Zettel hat, sollte sie spätestens jetzt draufschreiben. Because this girl is going places.


    Hope Tala
    05 Hope Tala, Erica Devin Snyder, untoldency, artists to watch 2025, Newcomerin, Indie, Music, Blog, Musikmagazin

    “Her vocals are breathtakingly raw yet cautiously controlled, as if she can feel the weight of her words in her chest” – das hat das britische Bricks Magazine über Hope Talas Single “I Can’t Even Cry“ geschrieben und wir können das mehr als unterschreiben. Die Westlonderin verbindet Elemente aus Soul, Bossa Nova und Pop zu ihrem eigenen unverwechselbaren Sound. Mal ruhig und melancholisch, mal hoffnungsvoll und locker schafft es Hope Tala ohne groß Nachzudenken in unsere artists to watch-Liste. Nach einem zweijährigen Hiatus steht die Newcomer*in vor ihrem langersehnten Debütalbum, das sie am 25.02.2025 in die Welt lässt. Wir sind wirklich von Grund auf begeistert und können es kaum erwarten, ihre Gedanken zum Erwachsenwerden, Herkunft, Gemeinschaft und allem zwischendrin zu hören. Erst im Juni hat sie für SZA eröffnet und spielt nächstes Jahr unter anderem auf dem Coachella – da steht also ganz schön was in der Pipeline bei Hope Tala. Genau jetzt ist der Zeitpunkt, hier mit dabei zu sein.


    Greentea Peng
    06 Greentea Peng, William Spooner, untoldency, artists to watch 2025, Newcomerin, Indie, Music, Blog, Musikmagazin

    Wenn ihr bisher Greentea Peng noch nicht kennt, dann ist ebenfalls genau jetzt der Zeitpunkt, die Sängerin aus East London mit auf eure Liste für 2025 zu nehmen. Auch hier gehen die Lyrics tief und auch musikalisch sind wir noch im Neo-Soul unterwegs – der ist aus der UK einfach der beste, was sollen wir machen. Mit einer spannenden Mischung aus R&B, Hip Hop und psychedlichen Klanglandschaften wird Greentea Peng 2025 die Szene aufmischen, weit über die UK hinaus. Den ersten Durchbruch hatte sie 2019 mit ihrer viralen COLORS-Show von “Downers”, danach ist sie vor ihrer Vergangenheit und nach Mexiko geflohen, wollte das Singen aufgeben. Doch stattdessen fand sie dort den Spaß an der Musik und am Leben wieder, tourte mit einer Coverband, kam zurück nach London. Zum Glück! Am 21.03.2025 erscheint ihr kommendes zweites Album “TELL DEM IT’S SUNNY”. Es geht um Selbstfindung, Spiritualität, Heilung, Politik – all das, was uns im Leben beschäftigt. Falls ihr wie wir Fans von Jorja Smith, Joy Crookes oder Lauryn Hill seid, werdet ihr euch bei Greentea Peng sehr wohlfühlen. 


    frytz
    09 Frytz, Johannes Klingelhoefer, untoldency, artists to watch 2025, Newcomer, Indie, Music, Blog, Musikmagazin

    Nach diesem wahnsinnig vielversprechendes Ausflug in die UK, geht es wieder zurück nach Deutschland. Hier wird uns nächstes Jahr vor allem ein Künstler den Kopf verdrehen: frytz. In derselben Bubble wie Zartmann, Bruckner oder Dominik Hartz unterwegs, macht frytz einen entspannten Mix aus Indie-Rap und tanzbaren Beats, und hat uns 2024 in einem Turbospeed als vielversprechender Newcomer überzeugt. Seine ersten zwei EPs “unter meiner Haut” und “Unter meiner Haut, pt. II” kamen dieses Jahr und machen wirklich sehr, sehr, sehr viel Lust auf mehr. Erst als Produzent in die Musikbranche gestartet, hat er sich, zum Glück!, dazu entschieden, aus dem Schatten ins Spotlight zu springen und selbst Musik zu veröffentlichen. Direkt schon als Support für ua. Rikas sehen wir hier sehr viel Potential, die ganz großen Bühnen schon ganz bald alleine zu erobern. Auch wenn das vielleicht noch einen kleinen Schnuff dauert, wird frytzs Reise bis dahin auf jeden Fall eine wahnsinnig spannende sein. Und jetzt schon dabei zu sein, macht doch am meisten Spaß. Oder nicht?


    PaulWetz
    07 PaulWetz, Philipp Gladsome, untoldency, artists to watch 2025, Newcomer, Indie, Music, Blog, Musikmagazin

    Schon seit vielen Jahren zieht PaulWetz die YouTube– und inzwischen vor allen Dingen TikTok-Welt in seinen Bann. Wir waren tatsächlich auch schon Fans von ihm, als er vor drei Jahren noch Staubsauger-Anleitungen vorgesungen hat. Dass er nicht erst seit gestern Musik macht, hat man auch da schon gemerkt. Seit 2022 veröffentlicht er nun auch Songs auf Deutsch, die ihm nochmal eine neue Gruppe an Fans, u.a. auch andere Musiker*innen, beschert hat. So sitzt er z.B. einfach gemeinsam mit Juli im Auto und covert “Geile Zeit” und hat außerdem eine “Ode an den Bass” geschrieben, die uns das ganze Jahr nicht aus dem Ohr gehen wollte. Wer PaulWetz auf seinen Social Media Accounts folgt, hat immer eine gute Zeit. Und diejenigen unter euch, die ihn als Support bei Nina Chuba oder Clueso live gesehen haben, ebenso. Nächstes Jahr geht es auf eigene Headliner-Tour und wir erwarten eigentlich irgendwie auch ein Debütalbum. Vielleicht geht da ja was? Wir bleiben auf jeden Fall dran und ihr solltet das auch tun.


    jolle
    08 jolle, Felix Krüger, untoldency, artists to watch 2025, Newcomerin, Indie, Music, Blog, Musikmagazin

    Bei wem auch auf jeden Fall was geht in 2025, ist jolle. Wir konnten Ende letzten Jahr schon beobachten, wie sich die Hamburgerin einen Weg an die Spitze der Poplandschaft bahnt, dann wurde es kurz still. Nach einem Labelwechsel entstand die “stunde null”: ihre aktuelle EP, mit der jolle im November 2024 neu startet und auch 2025 ganz sicher zu ihrem Jahr machen wird. Ein bisschen Pop, ein bisschen Indie, ein bisschen Rap-Ballade – bei der Hamburgerin trifft das Beste aus all diesen Genres zusammen. Mal mit einem Carlo5-Feature, mal mit Stanovsky – alle Songs von jolle reißen mit und bleiben ewig im Ohr. Dass all das, was wir bisher gehört haben, in diesem Achterbahn-Jahr entstanden ist, gibt uns mehr als große Hoffnungen auf alles, was sie nächstes Jahr für uns in petto hat. Zurückgewonnene Autonomität und der Drang auf allen Bühnen des Landes zu spielen sind hier genau die richtige Kombi. Wir haben Bock!


    Lara Hulo
    10 Lara Hulo, Julie Himmelstoss, untoldency, artists to watch 2025, Newcomerin, Indie, Music, Blog, Musikmagazin

    Unsere letzte artist to watch ist Lara Hulo. Seit 2022 veröffentlicht sie Musik und ist mit ihrem Song “Side B*tch” das erste Mal 2023 viral gegangen. Die in Schleswig geborene und in Berlin lebende Indie-Künstlerin erinnert mit ihrer einmalig kratzigen Stimme an Nina Hagen oder Hildegard Knef. In ihren Songs erzählt sie unverblümt und mit mehr als deutlichen Worten vom Leben als queere junge Frau und vom Suchen, Finden, Festhalten und Verlieren der queeren Liebe. Besonders ihr Song “Für Änni” hat uns in diesem Jahr sehr berührt. Aber eigentlich möchten wir für alle Songs ihrer im November 2024 erschienenen Debüt-EP “Für Lara” eine dicke Hörempfehlung aussprechen. Und alle diejenigen unter euch, die Lara Hulo in diesem Jahr bei einer ihrer vielen Festivalshows, als Support für LUNA und SOFFIE oder auch gerade auf ihrer eigenen Headliner-Tour gesehen haben, wissen, wovon wir reden. Wir sind uns sicher, dass das Jahr 2025 uns noch viele weitere große Momente mit ihr schenkt und können das kaum erwarten.

    Und damit sind artists to watch 2025 komplett! SOFFIE, Zartmann, Power Plush, Biig Piig, Hope Tala, Greentea Peng, fyrtz, PaulWetz, jolle und Lara Hulo. Unserer bescheidenen Meinung nach solltet ihr alle der 10 vorgenannten Artists auf dem Schirm haben, wenn eure Freund*innen nach neuem Musikinput fragen. Im Zweifel schaut einfach bei uns vorbei, wir informieren euch natürlich auch gerne. Viele von ihnen haben kommende Projekte und voraussichtlich alle werden auf Tour sein! Und ihr wisst, always support live music <3 

    Hier könnt ihr klicken, um zu den individuellen Jahresrückblicken unserer Redaktion zu kommen.

    Und hier geht’s nochmal zur artists to watch 2025-Playlist mit direkten Reinhör-Empfehlungen: 

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    SOFFIE: Chiara Noemi Müller | Zartmann: Luis Frederik | Power Plush: Fiona Versace | Biig Piig: Yana Van Nuffel | Hope Tala: Erica Devin Snyder | Greentea Peng: William Spooner | frytz: Johannes Klingelhöfer | PaulWetz: Philipp Gladsome | jolle: Felix Krüger | Lara Hulo: Julie Himmelstoss

  • untoldency proudly presents: Odd Beholder “Something To Feel Better“ –  Tour 2024

    untoldency proudly presents: Odd Beholder “Something To Feel Better“ – Tour 2024

    Wie geht man mit Verlust um? Mit dem Schmerz, der folgt, das Unverständnis, jemanden Wichtigen im Leben zu verlieren und mit der Unwiderrufbarkeit des Tods? Das sind alle sehr düstere Fragen, die sich Odd Beholder auf ihrem aktuellen Album stellt. In einer wahnsinnig berührenden und wunderschönen Mischung aus Electro Wave und Indie-Pop können wir das im Dezember live auf der Bühne erleben. Erfahrt hier mehr!

    Entfremdung, Eskapismus und Emanzipation

    „Dies ist das Album, auf dem Odd Beholder in der Zeit zurückreist, zurück in diese Kleinstadt, um sich mit den Umständen zu stellen, die sie zu der gemacht haben, die sie heute ist. Es ist eine Coming-of Age-Geschichte, eine Entstehungsgeschichte“ – so beschreibt Daniela Weinmann ihr eigenes aktuelles Album Feel Better. Ihr Großvater hat sich im Rahmen des EXIT*-Programms das eigene Leben genommen, Feel Better ist nun der Versuch, die Geister der Trauer zu vertreiben und die Mechanismen zu verstehen, die ihn dazu gebracht haben, vorzeitig Abschied zu nehmen. Was erst sehr traurig klingt, schafft Odd Beholder in eine musikalische Pop-Umarmung zu verpacken, die Trost spendet und auf Verständnis hofft. Zwischen Entfremdung, Eskapismus und Emanzipation schafft sich Odd Beholder eine ganz eigene Welt und wir sind froh, durch dieses Album ein Teil von ihr zu sein.

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    Feel Better ist aber vor allem ein Album, das man live erleben sollte. Deshalb kommt hier vorbei:

    04.12.24 Leipzig | Iles Erika (Support Heron)
    05.12.24 Berlin | Kantine am Berghain (Support Karo Lynn)
    06.12.24 Dresden | Scheune Blechschloss
    07.12.24 Kiel | Hansa48
    09.12.24 Hamburg | Nochtwache (Support Billie Bird)
    10.12.24 Köln | Tsunami Club (Support Billie Bird)
    11.12.24 Stuttgart | Werkstatthaus (Support Billie Bird)
    12.12.24 Nürnberg | MuZclub (Support Billie Bird)
    13.12.24 Linz | Ann&Pat (AT)
    15.12.24 Wien | Chelsea (AT)

    Tickets gibt es hier:

    Feel Better spricht über den Mut, die eigenen dunklen Räume zu erforschen und ein Leben nach den eigenen Vorstellungen zu führen. Es ist ein wirklich wunderschönes Album, hört einfach mal rein:

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    Fotocredit: Ella Mettler