Wir hatten letztes Jahr das Vergnügen, auf die mitreißende Band NORLYZ zu stoßen – die vierköpfige Band aus Hamburg/Berlin hat mit ihrer treibenden Kombination aus Techno und Jazz jede Bühne im Griff. Es wird hier wirklich einfach nur getanzt – und wenn dann die schweizerisch-marokkanische Sängerin Malika Alaoui diesem Rave-Soundtrack ihre atemberaubende Stimme leiht, dann brennt der ganze Club. Wollt ihr erleben? Dann kommt am 23.01. ins Gretchen!
Tanz-Ekstase und bizarr-schöne Vocals
NORLYZ gibt es seit 2022. Mit ihrem Debütalbum First Dawn On Planet B.hat die elektroakustische Live-Band gezeigt, wie man akustische Instrumente mit der Präzision und Energie elektronischer Musik vereint. Inspiriert von Techno, Weltmusik und Jazz tauchen sie ihre Musik in einen Guss aus Wärme und Fragilität und nehmen uns mit auf eine komplett abgefahrene Reise durch Parallelwelten und cineastische Klangdimensionen. Für ihr neues Projekt haben sie sich mit der Sängerin Malika Alaoui zusammengetan und es hätte kein perfekterer Fit sein können. Davon könnt ihr euch dann live überraschen lassen, das hier wird euch aber genauso wegfegen:
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Wir für unseren Teil werden am 23.01. im Gretchen Berlin genau hierzu tanzen. Weil der Januar so grau und trübe ist, weil 2024 endlich vorbei ist, weil sonst nichts hilft. NORLYZ lassen jegliche Realität hinter sich und nehmen uns mit auf eine Reise fernab von alldem. Und wir können es kaum erwarten. Kommt mit, selbst die Abendkasse kostet nur 25€ und das Serotonin ist umsonst:
Umsonst-Serotonin-Schub im Wohnzimmer bis dahin hiermit:
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Nach dem Konzert letzten Jahres musste der aufkommende Artist der nächsten Generation aus dem UK-Rapwieder zurück nach Berlin kommen um abzureißen, dieses mal allerdings doppelt so groß. Im ausverkauften Hole44 mit betrunkenen und vollgekiften Jugendlichen – wäre ja enttäuschend wenn nicht.
Er kommt aufgrund seiner Europa Tour mit seinem neu veröffentlichten Album „Still Local“. Für die, die das Album und auch Sainténicht kennen: er macht entspannten Hip Hop mit Einflüssen aus Jazz und Trap, er ist experimentell, wobei er trotzdem immer seinem Genre treu bleibt. Seit der viralen Single „Champagne Shots“ veröffentlicht er immer wieder Musik, die viral geht.
Nahtlose Übergänge und Stimmung Pur
Das Konzert fängt an mit einem DJ, der auflegt und ein Typ der Stimmung macht. Nach einer Weile tritt als Voract Antslive auf und hypt zusätzlich die Menge auf. Danach kommt endlich Sainté, saugt diese Stimmung auf und bringt sie in seiner eigentlich sehr entspannten Musik mit ein und das Publikum fühlt es sehr. Er performt all seine Top Tracks aus jedem Projekt und natürlich auch viele aus seinem neuen Album. Die Auswahl ist perfekt!
Basketball und Beats
Es sind fast nur Jugendliche und generell eher junge Leute da, was recht gut ist, da ich mich nicht fehl am Platz fühle. Es ist eine recht bunte Mischung aus Fans. Der Stimmungswechsel von den Voracts zu Sainté ist ein bisschen komisch gewählt da noch alle sehr viel Energie haben und Sainté eine eher entspannte Stimmung verbreitet. Das wirft das Publikum ein wenig aus der Bahn. Dennoch kommt gute Stimmung auf! Bei der Hälfte der Show wird ein Basketballkorb aufgebaut und es werden Basketbälle in das Publikum geworfen. Wer trifft, bekommt Free Merch!
Fehler im Sound aber nicht im Vibe
Trotz schnarrenden Vocals, die das erste sind, was man hört, geht die Crowd voll ab bei dem Song „stylin’“. Nach der Hälfte muss er aber trotzdem aufhören, da die Sounds so schlimm sind, dass man den Song nicht mehr richtig hören kann. Nach ein paar Minuten wird der Sound es gefixt und der Song wird noch mal richtig performt.
Was ist denn hier los
Der Sound ist generell nicht gut, da die Musik viel zu leise und der Sainté viel zu laut ist. Hinter dem Hauptact stehen komischerweise noch zehn weitere Personen, die keine Musik machen. Dass die dort stehen und abhängen, verwirrt mich ein wenig. Schlimm ist es aber nicht.
Ein Ende mit Energie
Der Song „MVP“ aus seinem neuen Album ist an diesem Abend der letzte und hypt nochmal alle auf. Als er geht, kommen der DJ mit seiner Begleitung auf die Bühne und legen noch einmal auf und alle gehen sehr ab und machen einen Moshpit während „Fe!n“. Dann ist aber wirklich Schluss und der DJ motiviert die Leute, tatsächlich zu gehen.
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Es war ein sehr schöner Abend mit vielen guten verschieden Stimmungen, auch wenn sie nicht immer perfekt zueinander gepasst haben. Ich fand es sehr schön, dass Sainté kleineren Artists die Möglichkeit gegeben hat, eine größere Zuhörerschaft zu finden, indem er sie mit auf seine ganze Europa Tour nimmt. Wäre der Sound besser gewesen und hätte man auf die Stimmung der Songs geachtet, dann wäre es wahrscheinlich der perfekte Konzertabend geworden! Die Location ist sehr klein und lässt normalerweise eher Artists anderer Genres dort auftreten, weshalb wahrscheinlich die Probleme mit dem Sound aufkamen. Trotzdem! Wenn Sainté das nächste Mal wieder herkommt, werde ich wieder vorne dabei sein. Jetzt ist seine Tour leider zu Ende, aber die nächsten Konzerte werden mit Sicherheit spontan in England sein oder wir warten auf das nächste Album!
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Hannah und Chaja (Evangelische Schule Berlin Zentrum) berichten in Kooperation mit Goodlife Artists von einem stimmungsvollen Abend mit Ravyn Lenae im Säälchen, Berlin
Energiegeladen ins Konzert
Beim Betreten des kleinen aber feinen Veranstaltungsort strahlt RavynLenae direkt eine warme und offene Energie aus. Mit ihrem Opener „Bad Idea“ leitet sie den Abend mit einer Single aus ihrem neuen Album „Bird’s Eye“ ein. Der Song gehört zu den energetischeren und kraftvolleren, was direkt Stimmung in den Saal bringt und alle nun wach sind und Bock auf das Konzert haben.
Auf ihren Konzerten, so auch diesem, singt sie alleine, begleitet von ihrem Schlagzeuger Chris und Gitarristen Chub, was für eine noch intimere Atmosphäre sorgt und ihre Stimme bekommt die verdiente Aufmerksamkeit. Besonders bei dem Song „Skin Tight“ oder ihrem bekanntesten Song „One Wish“ kommt ihre ausdrucksstarke, vielseitige Stimme zum Vorschein. Das Publikum ist berührt und wir sind begeistert wie sicher Lenaes Stimme ist.
Ihre Songauswahl für den Abend spiegelt einen guten Mix aus gefühlvollen und emotionalen Songs im Kontrast zu den mitreißenderen Songs dar. Sie spielt zudem sowohl viele Songs aus ihrem ersten Album „HYPNOS“, sowie aus ihrem ganz neuem Album „Bird’s Eye“, welches sie im August 2024 rausbrachte. Die perfekte Auswahl, damit das Publikum aufmerksam bleibt und den Abend in vollen Zügen genießt.
Publikum und Künstlerin – Nähe die verbindet
Die Stimmung und Atmosphäre ist von Beginn an intim. Der kleine Raum und das schlichte Bühnenbild geben einem das Gefühl, Teil von einer besonderen, fast privaten Performance zu sein. Das Publikum ist von Beginn an begeistert und voll dabei, wobei besonders auffällt, dass viele 20-30 Jährige Freunde, sowie auch viele Paare gemeinsam der Musik lauschen oder tanzen. Bei den Songs kann man einfach nicht still rumstehen und die Versuchung zu tanzen ist groß, egal ob nur ein bisschen rumwippen oder sogar mit eigener Tanz-Performance, wie ein Paar neben uns.
Die Laune ist durchgehend positiv und man merkt, dass das Publikum aus Musikbegeisterten und Ravyn Lenae Begeisterten besteht. So, wie das Publikum Ravyn und ihre Musik unterstützt, ist sie auch für das Publikum da.
Denn nicht nur die musikalische Leistung macht den Abend besonders, sondern auch ihre Interaktionen mit dem Publikum. Sie strahlt eine besondere Nähe aus und der ganze Abend hat eine persönliche Atmosphäre. So geht sie viel auf das Publikum ein und singt teilweise Personen direkt an. Alle bekommen das Gefühl Teil der Show zu sein. Zwischendurch erzählt sie etwas von sich und bedankt sich bei ihren Fans. Vor einem Song erzählt sie beispielsweise etwas über ihre schlechte Beziehung zu ihrem Vater und wie ihr die Musik dabei geholfen hat und so auch der Song entstand. Ein besonderer und emotionaler Moment! Daraufhin hat ihre Performance nochmal eine tiefere Wirkung. Ihre Bühnenpräsenz währenddessen ist beeindruckend und mitreißend. Mit einer Leichtigkeit tanzt sie und schwingt ihr Haar, während sie singt. Es ist keine Aufregung zu spüren und es wirkt als würde sie jeden Tag auf der Bühne stehen und singen. Die Sicherheit und Freude an Musik sieht man ihr an.
Ein Bühnenbild, die Ravynn Lenaes Stimme leuchten lässt
Das Bühnenbild ist recht schlicht, doch die Lichtshow verstärkt die Atmosphäre und passt perfekt zu ihren Liedern: weiche, warme Farben, die die Aufmerksamkeit auf Ravyn lenken während der ruhigeren, verträumten Songs im Gegensatz zu den kräftigeren Tönen, die sich zum Beat bewegen während energiegeladener Momente. Teilweise versetzten einen die ausgewählten Lichter zu den elektrischen, experimentellen Sounds fast schon in ein tranceartiges Gefühl.
Ein unvergesslicher Abschluss
Das Konzert findet mit dem Song „Xtasy“ ein schönes Ende. Ravyn Lenae und ihr Band geben nochmal alles, während das Publikum sich von denn letzten treibenden Beats mitreißen lässt. Die Stimmung erreicht ihren Höhepunkt, als Ravyn Lenae die Bühne verlässt. Die Rufe nach einer Zugabe werden belohnt: mit dem Song „Love Me Not“ liefert Ravyn einen perfekten Abschluss. Der Song, emotional und berührend, zeigt noch einmal ihre beeindruckende Stimmvielfalt. Der Abschied ist daraufhin herzlich! Ravyn bedankte sich mit ehrlichen Worten bei ihren Fans, winkt lächelnd ins Publikum und verlässt die Bühne – ein süßer Abschied für einen gelungenen Abend.
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Ravyn Lenae beweist an diesem Abend, dass sie nicht nur eine außergewöhnliche Sängerin ist, sondern auch eine mitreißende Entertainerin. Ihre warme Ausstrahlung und die Leichtigkeit, mit der sie das Publikum in ihren Bann zieht, machen den Abend besonders. Es wurde viel gelacht, getanzt und gemeinsam eine schöne Energie geschaffen. Besonders beeindruckend ist ihre Bescheidenheit gegenüber ihrer Band: Sowohl Schlagzeuger Chris als auch Gitarrist Chub bekamen ihre Momente im Rampenlicht und durften jeweils mit Soli glänzen.
Ob man Ravyn Lenae schon kennt oder nicht – ihre Konzerte sind ein Erlebnis. Ihre enorme stimmliche Kontrolle, die intime Atmosphäre und die Mischung aus mitreißenden und berührenden Songs machen ihre Auftritte absolut sehenswert. Wer die Möglichkeit hat Ravyn Lenae live zu sehen, sollte sie sich auf keinen Fall entgehen lassen!
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Ein Abend, der uns in seinen Bann zog! Charlotte und Mila (Evangelische Schule Berlin Zentrum) berichten von einem magischen Konzertabend mit London Grammar.
Am 07.11. trat die Band London Grammar erstmals während ihrer „The Greatest Love Arena Tour“ im Velodrom, Berlin auf. Hannah Reid, Dan Rothman und Dot Major: das sind die drei Mitglieder der Band, die nicht nur sehr kreativ und besonders sind, sondern auch seit ihrer Gründung 2009 einen einzigartigen Weg in der Musikwelt eingeschlagen haben.
Von Student*innen zu Stars
Nach ihrem frühen Durchbruch 2013 mit ihrem ersten Album „If you wait“ wurde der Band schnell klar, dass berühmt sein nicht zu ihren Lieblingstätigkeiten zählt und so ist ihnen bis heute ein zentrales Anliegen nicht als Personen sondern einzig und allein mit ihrer Musik im Vordergrund zu stehen. Und das gelingt! Während Hannah erzählt, immer noch unerkannt durch die Straßen laufen zu können, haben sie weltweit bis zu 3 Millionen Alben verkauft und Millionen von Hörer*innen auf Spotify und anderen Streaming Plattformen.
Erfüllte Herzen
Die Band fängt direkt an den ersten Song zu spielen. „Hey now“, ein ruhigeres Lied, bei dem das Publikum zum ersten Mal an diesem Abend Hannah Reids kraftvolle und doch zerbrechlich und gefühlvoll klingende Stimme hört. Der Fokus der Show liegt insgesamt vor allem auf der Musik mit wenigen Sprechanteilen zwischendurch. Das ist irgendwie auch gar nicht nötig. Die Songs sind mal ruhig, mal energiegeladen, mal dunkel, mal sanft. Sie übertragen unterschiedliche Stimmungen, aber die Grundatmosphäre bleibt gefühlvoll, tiefgründig und mystisch.
Zwischendurch interagiert die Band dann das erste Mal mit den Zuschauer*innen. Die Band durchquert die Menge mit Taschenlampen und landet auf einer kleinen Bühne zwischen all den Menschen. Hannah Reid sagt „Fuck Donald Trump!“, was sie für uns direkt noch sympathischer und authentischer macht. Bevor die Band wieder auf der großen Bühne im Nebel auftaucht, ertönt ein Handyklingeln und auf der Leinwand erscheint „Fakest Bitch“, was den gleichnamigen Song einleitet. Eines der letzten Lieder ist „Wasting my young years“, den die Menge direkt erkennt. Nach dem großen Endapplaus ertönen zwei Zugaben: „Strong“ und „Loose your head“, bei denen das Publikum in zwei Gruppen aufgeteilt wird und es einen Wettbewerb gibt, welche Seite lauter singt. Das sorgt für eine ausgelassene, glückliche Stimmung am Ende.
12.000 Menschen
Mit ihren gefühlvollen Klängen, die einem Momente von echter Freiheit schenken, können sie auch an diesem Abend das Publikum begeistern – inklusive uns. Wir sitzen mittendrin, in einer vollen Halle, gefüllt mit 12.000 Menschen. Menschen, die überraschenderweise älter sind, als wir dachten. Durch den schon eher modernen und poppigen Stil der Songs und das junge Alter der Band hatten wir ein deutlich jüngeres Publikum erwartet. Es ist eine bunte Mischung an Fans, die entspannt, rücksichtsvoll und begeistert die Stimmung ausleben lässt. Von allen Seiten wird fleißig mitgesungen und mitgefiebert.
Die mystische Atmosphäre
Die Musik, die London Grammar an diesem Abend spielt, ist sehr ausdrucksstark, gefühlvoll, fantasievoll, teilweise auch sphärisch, verletzlich, aber trotzdem rhythmisch und bestimmt. Es kommt eine mystische Atmosphäre beim Zuhören auf, die einen direkt in den Bann zieht und mitreißt. Dafür ist vor allem Hannah Reids Stimme verantwortlich. Die Songs sind eher ruhig und fließend und regen zum Nachdenken an. Es gibt allerdings auch elektrisierende Parts, die fast ein bisschen an Techno erinnern und die die Menge sehr feiert und aufheizt.
Zwischen Nebelwolken und Laserstrahlen
London Grammars Show ist unglaublich kreativ und sehr ästhetisch. Von verschiedenen pulsierenden Lichtern, die zur Stimmung beitragen und die Energie widerspiegelen über alte filigrane Zeichnungen von Käfern bis hin zu Nebelwolken, Laserstrahlen, Live-Drohnenvideos und künstlerisch gestalteten Aufnahmen von der Bühne ist an diesem Konzertabend einiges dabei.
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Wir haben uns dazu entschieden zwei Fazits zu schreiben, da obwohl wir beide sehr begeistert aus dem Konzert raus gegangen sind, wir beide ganz individuelle Eindrücke hatten, die wir euch nicht vorenthalten wollen.
Charlotte
Mein Gesamteindruck des Konzerts ist sehr positiv, auch wenn ich teilweise gerne unten in der stehenden Menge gewesen wäre, da ich das Gefühl habe, dass die Musik dort noch offener gefühlt wurde. Musikalisch war London Grammar für mich eine absolut wertvolle Neuentdeckung, die gut zu meinem Musikgeschmack passt. Die Band war mir sympathisch und ich finde die drei Bandmitglieder wirkten sehr authentisch. Ich kannte vorher nicht besonders viele Songs der Band und deshalb schon gar nicht die Lyrics. Das war ein ganz kleines bisschen schade, aber nicht schlimm, denn ich habe die Musik trotzdem von Anfang an gefühlt und mit der Zeit wurde ich dann richtig in den Bann von London Grammar gezogen. Wenn ihr also auch eine sympathische Indie-Band, eine entspannte Atmosphäre, ästhetische Bühnenshows und eine schöne Publikumsstimmung erleben wollt, kann ich euch nur empfehlen auf Konzerte von London Grammar zu gehen!
Mila
Abschließend kann ich sagen, dass das Konzert mich sehr beeindruckt hat und das auf ganz viele unterschiedliche Art und Weisen. Die Musik und das Genre sind zwar eigentlich nicht unbekannt für mich, ganz im Gegenteil. Trotzdem habe ich mich in eine andere und zugleich wunderschöne Welt versetzt gefühlt. Obwohl der Klang manchmal sehr fremd und ungewohnte schien, hatte er dennoch etwas sehr faszinierendes an sich und hat mir nochmal vor Augen geführt, wie unterschiedlich Musik sein kann. Auch der Gesang hat mich sehr beeindruckt! Wie kann man eine so zarte und trotzdem gleichzeitig ausdrucksstarke Stimme haben?! Nicht zu vergessen die ganze Stimmung, die von allen Menschen und der Band ausging. Das in Verbindung mit einer wirklich ästhetischen Show, die genau das nochmal widerspiegelte, werde ich hoffentlich niemals vergessen! Wenn ihr auch einen unvergesslichen Abend zwischen Nebelwolken und atemberaubenden Klängen und Gesang erleben wollt, dann seid ihr bei London Grammar in jedem Fall richtig!
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Erika (Evangelische Schule Berlin Zentrum) schreibt in Kooperation mit Goodlife Artist über einen intensiven Technoabend im Festsaal Kreuzberg, Berlin mit ZHU.
Am 12. November 2024 stattete der kalifornische Künstler ZHUdem Festsaal Kreuzberg einen Besuch ab und lieferte eine beeindruckende Mischung aus elektronischer Musik, Live-Gesang und einer durchdachten visuellen Inszenierung. Mit einer Setlist, die Klassiker und neue Songs aus seinem aktuellen Album GRACE vereinte, beeindruckte er sein Publikum.
Ein Meisterwerk aus Klang und Atmosphäre
ZHU ist ein Meister der atmosphärischen Klänge und bekannt für seine Verbindung von Deep House, R&B und Pop-Elementen. Der Festsaal Kreuzberg, eine Location mit industriellem Charme, bot mit seiner Kapazität von etwa 1.200 Menschen die ideale Kulisse für ZHUs dichte, mystische Ästhetik. Die geringe Größe des Geländes schuf eine intime Atmosphäre, die perfekt zur Musik passte. ZHU konnte sich, seine Musik und Videos auf der Festsaal Bühne präsentieren. Sein Publikum konnte ihm ganz nah sein oder ihn von der zweigeschossigen Empore hinter dem FOH (front of house – Sound) gut beobachten. So konnte man auch trotz vollem Haus seinen Auftritt entspannt genießen oder ihn auch tanzend feiern. ZHU ist seit seinem Durchbruch mit “Faded” im Jahr 2014 bekannt für sein Talent, emotionale Tiefe mit treibenden elektronischen Rhythmen zu verbinden. Mit GRACE, seinem aktuellen Konzeptalbum, das auch einen begleitenden Film umfasst, setzt er erneut auf Storytelling durch Musik und visuelle Kunst.
Aus dem Dunkel zum Licht
ZHU eröffnete den Abend mit einem instrumentalen Intro, das die Spannung im Saal aufbaute. In die Dunkelheit der Bühne getaucht, erschien er als Silhouette, bevor ermit “Skyline” in die Setlist einstieg. Der Song kombinierte sanfte Synthesizer mit hypnotischen Beats und seinem charakteristisch rauchigen Gesang, der die melancholische Grundstimmung des Albums GRACE einleitete. ZHUs Setlist war eine Balance aus alten Favoriten und neuen Tracks. Highlights aus früheren Alben wie Generationwhy und Ringos Desert wurden mit den introspektiven, cineastisch angehauchten Stücken aus GRACE kombiniert. Besonders hervorzuheben ist “Resonance”, ein Stück, das eine fast hypnotische Wirkung hatte und die Fähigkeit des Künstlers unterstrich, musikalische Spannungen perfekt aufzubauen. Der Höhepunkt des Abends war unbestritten “Faded”. Der Song wurde in einer neu arrangierten Version präsentiert, die mit einem langsamen, emotionalen Aufbau begann, bevor er in seinen ikonischen, pulsierenden Beat überging. Diese Version ließ den Saal in Euphorie versinken. Ein weiteres Highlight war “Cold Blooded”, bei dem die Mischung aus minimalistischen Beats und ZHUs eindringlichem Gesang, Stimmung brachte.
Emotionale Intensität und Visualität auf der Bühne
ZHUs Shows zeichnen sich durch eine fast rituelle Atmosphäre aus. Obwohl er wenig sprach, kommunizierte er über seine Musik und die visuelle Inszenierung auf einer tiefen emotionalen Ebene. Die Dynamik im Publikum war spürbar: Während der energetischen Tracks wie “Came for the Low” vibrierte die Menge, bei ruhigeren Momenten wie “Desire” herrschte fast ehrfürchtige Stille. Die Interaktion zwischen Künstler und Publikum war subtil, aber effektiv, und unterstrich die immersive Natur der Show. ZHUs Bühnenshow war ein durchdachtes visuelles Spektakel. Minimalistische Lichtinstallationen, mit Nebel und tiefen Schatten kombiniert, unterstützten die emotionale Wirkung seiner Musik. LED-Wände zeigten abstrakte Projektionen, die die Songs visuell interpretierten. Die Soundqualität war bis auf einige kleinere Akustikprobleme im mittleren Frequenzbereich überwiegend solide. Allerdings waren manche Gesangspassagen durch den starken Bass etwas überlagert.
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Der Abend endete mit “Dreamland 2021”, einer träumerischen Hymne, die die mystische Stimmung des Konzerts perfekt abrundete. ZHU verabschiedete sich ohne große Worte, ließ aber durch die letzten Klänge seiner Musik eine bleibende emotionale Wirkung zurück. Das Publikum war sichtlich bewegt und applaudierte begeistert, während sich die Saalbeleuchtung langsam erhellte.
Der Gesamteindruck
ZHUs Konzert war ein audiovisuelles Gesamtkunstwerk, das nicht nur musikalisch, sondern auch visuell beeindruckte. Persönlich mochte ich die durchdachte Dramaturgie der Setlist und die emotionale Tiefe der Performance. Was mich nicht völlig überzeugte, war sein Gesang und der Aufbau seiner Songs. Anfangs hatten seine Songs einen super Beat und man konnte sehr gut darauf tanzen. Zunehmend gab es aber Stellen, an denen der Beat plötzlich zu Ende war und in ein Rauschen überging. Darüber hat er dann live gesungen. Seine Gesang war an diesem Abend nicht in Topform. Seine Stimme hatte wenig Volumen und Feeling. Es war trotzdem ein tolles Erlebnis und live viel besser als auf verschiedenen Streamingdiensten, aber empfehlen, als unvergessliches Erlebnis, würde ich ihn nicht uneingeschränkt. Bei einer solideren Gesangsperformance, wäre ich nochmal dabei. Sorry, ZHU…
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Gerade waren wir noch Festivals unterwegs und schwupps, gleich ist Weihnachten. Aber davor genießen wir natürlich erstmal die Adventzeit. Und vor allen Dingen, die Adventskalenderzeit! Es gibt auch dieses Jahr wieder special Weihnachtsformate, Livestream-Interviews und Jahresrückblicke, fette Verlosungspakete und natürlich auch: unsere artists to watch 2025!
Wie es unsere Tradition will, setzen wir (Anna und Jule) uns Anfang Dezember gemeinsam in ein Google Doc und philosophieren über die kommenden großen Newcomer*innen 2025. Das meiste passiert aus einem Bauchgefühl heraus, denn wir sind keine Wahrsagerinnen und die Musikbranche ist unvorhersehbar. Aber unsere Tipps für 2024 waren gar nicht mal so schlecht! Paula Carolina und ENGIN sind euch dieses Jahr doch bestimmt an jeder Ecke entgegen gestolpert, und Blumengarten und Berq wurden beide gerade für eine 1Live-Krone als “bester Newcomer” nominiert, wobei Letzterer sogar gewonnen hat. Larasüß wird auch nächstes Jahr weiter Bühne für Bühne erobern, SERPENTIN hat diesen Sommer die Festival-Bühnen dominiert und Remote Bondage haben ihre Debüt-EP “WIR KOMMEN IN DIE HÖLLE, ABER WENIGSTENS KOMMEN WIR” released, die nur noch mehr Lust auf ihr bald (?) kommendes Debütalbum macht (und allein der Titel hat ein s/o verdient). Soft Loft und Ottolien haben sich noch weiter in unsere Herzen vergraben als vorher (auch hier kommt neue Musik!) und Apsilon hat ein Debütalbum veröffentlicht, das sich wirklich jede*r anhören sollte.
Und 2025? Wer wird sich nächstes Jahr erfolgsverdächtig in unsere Playlists, Festivals und Alltagsmomente schleichen? Wir haben uns auf 10 fantastische Artists geeinigt, die ihr unserem Bauchgefühl nach auf jeden Fall auf dem Schirm haben solltet (hier klicken, um parallel zu hören).
SOFFIE
Wer in diesem Jahr nicht SOFFIE über den Weg gelaufen ist, hat vermutlich auch den Wechsel der Jahreszeiten verpasst. Die Indie-Pop-Newcomerin hat mit “Für immer Frühling” eine Protesthymne geschaffen, die Anfang des Jahres viel bei den “Demos gegen Rechts” gespielt wurde – obwohl der Song eigentlich gar nicht politisch gemeint war. Prompt gab es dafür in diesem Jahr auch eine Nominierung für die 1Live-Krone als “Bester Alternative Song”. Mit ihren inhaltlich schweren, aber musikalisch federleichten Songs hat sich SOFFIE im Laufe des Jahres in die Herzen vieler Fans gespielt und ist Dauergast in der “Wilde Herzen” oder “Deutscher Indie”-Playlist auf Spotify. Aber auch live konnte man sie dieses Jahr fast überall erleben, auf einem der vielen Festivals, als Support für u.a. Mark Forster, Lostboi Lino, Kaffkiez oder Von Wegen Lisbeth oder auf ihrer ersten Headliner-Tour, die 2025 weitergeht – vielleicht ja mit einem Debütalbum im Gepäck? Wir sind gespannt, was das nächste Jahr für SOFFIE bringt, sind aber sicher, dass es nur noch größer und schöner wird. Und in der Zwischenzeit legen wir euch die “Für immer Frühling”-Version mit dem Münchner Rundfunkorchester und ihre Playlist “Kein Staat, kein Patriarchat“ zum feministischen Kampftag ans Herz.
Zartmann
Zartmann ist “harter und gefährlicher Pop von Berlinerjunge”, so sagt es jedenfalls seine Spotify-Bio. In einem rekordverdächtigen Tempo hat er sich vom Underground-Geheimtipp zu einer großen Nummer gemausert und gehört inzwischen zur Gang rund um Apsilon, Kasi, Aaron, Drumla und Ski Aggu. Auf unserem Radar landete er zum ersten Mal 2021 mit seiner Single “2 Blocks”. Ein Jahr später folgte die “11 bis 2”-EP, die es in die Top 10 der Charts geschafft hat. Nach einem Bruch mit seinem Management und einem Vertrag, der es ihm bis April 2023 nicht erlaubte, neue Musik zu veröffentlichen, erschien 2024 seine “dafür bin ich frei”-EP. Die schaffte es genauso in die Charts wie der Song “wie du manchmal fehlst” mit Ski Aggu und Dauner. Zartmann hat in diesem Jahr einen Haufen an Festivals und u.a. Support für 01099 gespielt. Seine eigene Tour 2024 war dann komplett ausverkauft und auch die Tickets für die 2025 geplante Tour sind bereits weg. Klingt ganz danach, dass hier jemand auf einem aufsteigenden Ast sitzt. Wir freuen uns jedenfalls, ihn beim weiteren Aufsteigen zu beobachten – ihr euch auch?
Power Plush
Eigentlich ist es längst überfällig, Power Plush als artist to watch aufzuzählen. Nach ihrer Debüt-EP “Vomiting Emotions” aus dem Jahr 2021 und dem dann 2023 erschienenen Debütalbum “Coping Fantasies” (mit super süßem Cover) hat die Band auf Chemnitz inzwischen so gut wie jede Bühne des Landes bespielt, ob auf Festivals oder als Support für u.a. Kraftklub, Blond, Tocotronic oder Leoniden. Besonders dankbar sind wir aber für den “hot maus summer”, den sie uns gemeinsam mit Gigolo Tears beschert haben – wir waren wirklich nicht bereit. Und deshalb können wir es schon kaum erwarten, bis das neue Album “Love Language” am 25.04.2025 erscheinen wird. Übrigens gehen Power Plush damit dann auch im Herbst 2025 auf fette Headliner-Tour, für die wir ebenfalls jetzt schon die Tage zählen – Vorfreude ist doch schließlich die beste Freude. Der Weg für ein erfolgreiches Jahr 2025 ist also schon jetzt geebnet und wir können euch nur empfehlen, die Band dabei zu begleiten. Es wird sich lohnen, da sind wir uns ganz doll sicher.
Biig Piig
Es gibt natürlich auch wahnsinnige spannende Künstler*innen aus dem Ausland, die wir mit in unsere artists to watch-Liste mitaufnehmen wollen – und müssen! Allen voran möchten wir euch Biig Piig an’s Herz legen. Die irische Neo-Soul-Sängerin dreht mit ihrem einzigartigen LoFi-Hip-Hop-Pop-Mix schon seit einigen Jahren ihre Kreise in unserer Redaktion und sicherlich auch bei einigen von euch. Mit 49 Millionen Streams könnte “Sunny” bereits Teil eurer Sommer-Playlisten sein (falls nicht, dann jetzt!) und auch “Feels Right” ist ein Dauerbrenner mit über 61 Millionen Streams! Am 07.02.2025 ist es dann endlich soweit und ihr wirklich sehnlichst erwartetes Debütalbum “11:11” wird veröffentlicht. Wir sagen: wer Biig Piig jetzt noch nicht auf dem Zettel hat, sollte sie spätestens jetzt draufschreiben. Because this girl is going places.
Hope Tala
“Her vocals are breathtakingly raw yet cautiously controlled, as if she can feel the weight of her words in her chest” – das hat das britische Bricks Magazineüber Hope Talas Single “I Can’t Even Cry“ geschrieben und wir können das mehr als unterschreiben. Die Westlonderin verbindet Elemente aus Soul, Bossa Nova und Pop zu ihrem eigenen unverwechselbaren Sound. Mal ruhig und melancholisch, mal hoffnungsvoll und locker schafft es Hope Tala ohne groß Nachzudenken in unsere artists to watch-Liste. Nach einem zweijährigen Hiatus steht die Newcomer*in vor ihrem langersehnten Debütalbum, das sie am 25.02.2025 in die Welt lässt. Wir sind wirklich von Grund auf begeistert und können es kaum erwarten, ihre Gedanken zum Erwachsenwerden, Herkunft, Gemeinschaft und allem zwischendrin zu hören. Erst im Juni hat sie für SZA eröffnet und spielt nächstes Jahr unter anderem auf dem Coachella – da steht also ganz schön was in der Pipeline bei Hope Tala. Genau jetzt ist der Zeitpunkt, hier mit dabei zu sein.
Greentea Peng
Wenn ihr bisher Greentea Peng noch nicht kennt, dann ist ebenfalls genau jetzt der Zeitpunkt, die Sängerin aus East London mit auf eure Liste für 2025 zu nehmen. Auch hier gehen die Lyrics tief und auch musikalisch sind wir noch im Neo-Soul unterwegs – der ist aus der UK einfach der beste, was sollen wir machen. Mit einer spannenden Mischung aus R&B, Hip Hop und psychedlichen Klanglandschaften wird Greentea Peng 2025 die Szene aufmischen, weit über die UK hinaus. Den ersten Durchbruch hatte sie 2019 mit ihrer viralen COLORS-Show von “Downers”, danach ist sie vor ihrer Vergangenheit und nach Mexiko geflohen, wollte das Singen aufgeben. Doch stattdessen fand sie dort den Spaß an der Musik und am Leben wieder, tourte mit einer Coverband, kam zurück nach London. Zum Glück! Am 21.03.2025 erscheint ihr kommendes zweites Album “TELL DEM IT’S SUNNY”. Es geht um Selbstfindung, Spiritualität, Heilung, Politik – all das, was uns im Leben beschäftigt. Falls ihr wie wir Fans von Jorja Smith, Joy Crookes oder Lauryn Hill seid, werdet ihr euch bei Greentea Peng sehr wohlfühlen.
frytz
Nach diesem wahnsinnig vielversprechendes Ausflug in die UK, geht es wieder zurück nach Deutschland. Hier wird uns nächstes Jahr vor allem ein Künstler den Kopf verdrehen: frytz. In derselben Bubble wie Zartmann, Bruckner oder Dominik Hartz unterwegs, macht frytz einen entspannten Mix aus Indie-Rap und tanzbaren Beats, und hat uns 2024 in einem Turbospeed als vielversprechender Newcomer überzeugt. Seine ersten zwei EPs “unter meiner Haut” und “Unter meiner Haut, pt. II” kamen dieses Jahr und machen wirklich sehr, sehr, sehr viel Lust auf mehr. Erst als Produzent in die Musikbranche gestartet, hat er sich, zum Glück!, dazu entschieden, aus dem Schatten ins Spotlight zu springen und selbst Musik zu veröffentlichen. Direkt schon als Support für ua. Rikas sehen wir hier sehr viel Potential, die ganz großen Bühnen schon ganz bald alleine zu erobern. Auch wenn das vielleicht noch einen kleinen Schnuff dauert, wird frytzs Reise bis dahin auf jeden Fall eine wahnsinnig spannende sein. Und jetzt schon dabei zu sein, macht doch am meisten Spaß. Oder nicht?
PaulWetz
Schon seit vielen Jahren zieht PaulWetz die YouTube– und inzwischen vor allen Dingen TikTok-Welt in seinen Bann. Wir waren tatsächlich auch schon Fans von ihm, als er vor drei Jahren noch Staubsauger-Anleitungen vorgesungen hat. Dass er nicht erst seit gestern Musik macht, hat man auch da schon gemerkt. Seit 2022 veröffentlicht er nun auch Songs auf Deutsch, die ihm nochmal eine neue Gruppe an Fans, u.a. auch andere Musiker*innen, beschert hat. So sitzt er z.B. einfach gemeinsam mit Juli im Auto und covert “Geile Zeit” und hat außerdem eine “Ode an den Bass” geschrieben, die uns das ganze Jahr nicht aus dem Ohr gehen wollte. Wer PaulWetz auf seinen Social Media Accounts folgt, hat immer eine gute Zeit. Und diejenigen unter euch, die ihn als Support bei Nina Chuba oder Clueso live gesehen haben, ebenso. Nächstes Jahr geht es auf eigene Headliner-Tour und wir erwarten eigentlich irgendwie auch ein Debütalbum. Vielleicht geht da ja was? Wir bleiben auf jeden Fall dran und ihr solltet das auch tun.
jolle
Bei wem auch auf jeden Fall was geht in 2025, ist jolle. Wir konnten Ende letzten Jahr schon beobachten, wie sich die Hamburgerin einen Weg an die Spitze der Poplandschaft bahnt, dann wurde es kurz still. Nach einem Labelwechsel entstand die “stunde null”: ihre aktuelle EP, mit der jolle im November 2024 neu startet und auch2025 ganz sicher zu ihrem Jahr machen wird. Ein bisschen Pop, ein bisschen Indie, ein bisschen Rap-Ballade – bei der Hamburgerin trifft das Beste aus all diesen Genres zusammen. Mal mit einem Carlo5-Feature, mal mit Stanovsky – alle Songs von jolle reißen mit und bleiben ewig im Ohr. Dass all das, was wir bisher gehört haben, in diesem Achterbahn-Jahr entstanden ist, gibt uns mehr als große Hoffnungen auf alles, was sie nächstes Jahr für uns in petto hat. Zurückgewonnene Autonomität und der Drang auf allen Bühnen des Landes zu spielen sind hier genau die richtige Kombi. Wir haben Bock!
Lara Hulo
Unsere letzte artist to watch ist Lara Hulo. Seit 2022 veröffentlicht sie Musik und ist mit ihrem Song “Side B*tch” das erste Mal 2023 viral gegangen. Die in Schleswig geborene und in Berlin lebende Indie-Künstlerin erinnert mit ihrer einmalig kratzigen Stimme an Nina Hagen oder Hildegard Knef. In ihren Songs erzählt sie unverblümt und mit mehr als deutlichen Worten vom Leben als queere junge Frau und vom Suchen, Finden, Festhalten und Verlieren der queeren Liebe. Besonders ihr Song “Für Änni” hat uns in diesem Jahr sehr berührt. Aber eigentlich möchten wir für alle Songs ihrer im November 2024 erschienenen Debüt-EP “Für Lara” eine dicke Hörempfehlung aussprechen. Und alle diejenigen unter euch, die Lara Hulo in diesem Jahr bei einer ihrer vielen Festivalshows, als Support für LUNA und SOFFIE oder auch gerade auf ihrer eigenen Headliner-Tour gesehen haben, wissen, wovon wir reden. Wir sind uns sicher, dass das Jahr 2025 uns noch viele weitere große Momente mit ihr schenkt und können das kaum erwarten.
Und damit sind artists to watch 2025 komplett! SOFFIE, Zartmann, Power Plush, Biig Piig, Hope Tala, Greentea Peng, fyrtz, PaulWetz, jolle und Lara Hulo. Unserer bescheidenen Meinung nach solltet ihr alle der 10 vorgenannten Artists auf dem Schirm haben, wenn eure Freund*innen nach neuem Musikinput fragen. Im Zweifel schaut einfach bei uns vorbei, wir informieren euch natürlich auch gerne. Viele von ihnen haben kommende Projekte und voraussichtlich alle werden auf Tour sein! Und ihr wisst, always support live music <3
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Und hier geht’s nochmal zur artists to watch 2025-Playlist mit direkten Reinhör-Empfehlungen:
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Fotocredits: SOFFIE: Chiara Noemi Müller | Zartmann: Luis Frederik | Power Plush: Fiona Versace | Biig Piig: Yana Van Nuffel | Hope Tala: Erica Devin Snyder | Greentea Peng: William Spooner | frytz: Johannes Klingelhöfer | PaulWetz: Philipp Gladsome | jolle: Felix Krüger | Lara Hulo: Julie Himmelstoss
Wie geht man mit Verlust um? Mit dem Schmerz, der folgt, das Unverständnis, jemanden Wichtigen im Leben zu verlieren und mit der Unwiderrufbarkeit des Tods? Das sind alle sehr düstere Fragen, die sich Odd Beholder auf ihrem aktuellen Album stellt. In einer wahnsinnig berührenden und wunderschönen Mischung aus Electro Wave und Indie-Pop können wir das im Dezember live auf der Bühne erleben. Erfahrt hier mehr!
Entfremdung, Eskapismus und Emanzipation
„Dies ist das Album, auf dem Odd Beholder in der Zeit zurückreist, zurück in diese Kleinstadt, um sich mit den Umständen zu stellen, die sie zu der gemacht haben, die sie heute ist. Es ist eine Coming-of Age-Geschichte, eine Entstehungsgeschichte“ – so beschreibt Daniela Weinmann ihr eigenes aktuelles Album Feel Better. Ihr Großvater hat sich im Rahmen des EXIT*-Programms das eigene Leben genommen, Feel Better ist nun der Versuch, die Geister der Trauer zu vertreiben und die Mechanismen zu verstehen, die ihn dazu gebracht haben, vorzeitig Abschied zu nehmen. Was erst sehr traurig klingt, schafft Odd Beholder in eine musikalische Pop-Umarmung zu verpacken, die Trost spendet und auf Verständnis hofft. Zwischen Entfremdung, Eskapismus und Emanzipation schafft sich Odd Beholder eine ganz eigene Welt und wir sind froh, durch dieses Album ein Teil von ihr zu sein.
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Feel Better spricht über den Mut, die eigenen dunklen Räume zu erforschen und ein Leben nach den eigenen Vorstellungen zu führen. Es ist ein wirklich wunderschönes Album, hört einfach mal rein:
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JAS ist uns dieses Jahr wirklich überall begegnet und euch wahrscheinlich auch. Im Dezember letzten Jahres hat er seine erste Single Winterherz veröffentlicht und ist seitdem mit einer stetig wachsenden Tik Tok-Gefolgschaft auf Erfolgskurs. Mit dem richtigen Gefühl für Pop-Melodien hat der junge Wahlberliner nun seine Debüt-EP Vier weiße Wände veröffentlicht und geht damit auf erste Headline-Tour! Den Stop in Hamburg dürfen wir mitpräsentieren.
„Noch einer, der Musik macht“,
so beschreibt sich JAS selbst. In seinen Songs geht’s um das immer wiederkehrende Gefühl innerer Verlorenheit, emotionale Sackgassen und Straßengräben und ein unsortiertes Kopfchaos. JAS verpackt all das in Pop-Balladen, die hitverdächtig sind und uns gar nicht groß wundern lassen, dass seine erste Tour schon fast ausverkauft ist. Wir fühlen es auch, der Hype ist real.
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Die ersten Daten sind schon so gut wie ausverkauft, und wegen hoher Nachfrage nach weiteren Städten geht es im Frühjahr 2025 weiter. Wer jetzt schon dabei sein will, ist besser schnell. Am 26.11. gibt es noch wenige Tickets hier in Hamburg:
Bis wir uns dann im Knust sehen, könnt ihr hier in JAS reinhören – direkt aus seinen vier Wänden in eure vier Wände:
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So Soon sind unsere neuste Newcomer-Empfehlung für euch. Mit einer beeindruckenden Vermischung von Indie Pop, Folk, Electronica und Postrock kommen sie mit wunderschön geballter Frische in unsere Indie-Bubble geschritten. Songs mit lyrischer Tiefe, ein Sound in schwerelosen Harmonien. Das sind So Soon. Mit ihrem Debütalbum Whether You Like It Or Not (VÖ: 22.11.2024) im Gepäck kommen sie nun auf ihre erste eigene Headline Tour durch Deutschland. Und wir dürfen sie mitpräsentieren.
Always So Soon
Die Multiinstrumentalisten, Songwriter und Producer David Stöbener und Marco Braun machen schon seit ihrer Jugend Musik zusammen, und haben in den letzten Jahren ihren ganz eigenen Sound gefunden. Fast schon poetisches Songwriting und eine enorme Spielqualität zeichnet die Musik ihres Duos aus. Mal groß und laut, mal intim und leise: So Soon sind eine der Bands, von denen wir sehr lange noch sehr viel hören wollen.
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So Soon stecken noch in ihren Anfängen und diese wirken wahnsinnig vielversprechend auf uns! Umso mehr freuen wir uns, dass wir – und ihr – bei diesen Anfängen auf ihrer ersten Headline-Tour dabei zu sein! Uhr ihr auch:
So Soons Debütalbum ist ganz bald draußen, bis dahin könnt ihr euch hier schon mal verlieben:
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Nach dem nischigen Blues-Rock der 80er und einem sehr spannenden Eintauchen in Britpop und seine Entwicklungen widmet sich unser Kolumnist Johannes Martin in seiner musikalisch-literarischen Reihe „feinperlig“ nun mit einem sehr aktuellen Thema: die Berliner Clubs und Kulturszene und ihre derzeitigen Herausforderungen und Chancen.
Clubs! Clubs! Clubs! – Eine Bilanz
Der Tag der Clubkultur, organisiert von der Clubcommission Berlin, würdigte kürzlich eine Woche lang Kulturbetriebe und Kollektive für ihre Arbeit. Diese Anerkennung ist dringend nötig, denn die Berliner Clubs und Konzerthäuser stehen vor ständigen Herausforderungen. Die Gründe hierfür sind vielseitig und erfordern einen differenzierten Blick: Gentrifizierungsfaktoren spielen eine Rolle, aber es gibt noch weitere Gründe, warum Clubs zunehmend in Schwierigkeiten geraten. Die Berliner Kulturszene befindet sich in einem Dilemma – oder, besser gesagt, in einem Transformationsprozess. Doch Krisen bieten auch Chancen.
Die „Wilde Renate“: Abschied oder Neubeginn?
Im Spätsommer 2007 erlebte ich die Eröffnung des Clubs Salon zur Wilden Renate in Berlin-Friedrichshain aus einer ungewöhnlichen Perspektive – vom vierten Stock des Hauses aus, in dem die Renate gerade mühsam errichtet wurde. Es wurde geschweißt, gemauert und verputzt; Möbel und Utensilien wurden verräumt. Ich sanierte eine Wohnung in jenem vierten Stock und feierte die legendäre Eröffnungsfeier mit. Der Club sorgte schnell für Aufsehen: Die dunklen, ehemaligen Wohnflächen versprühten einen wilden, abenteuerlichen Charme, irgendwo zwischen Privatparty, Technokeller und Geisterbahn mit Federboa. Ich half gelegentlich an der Bar aus. Allmählich wurden die Wochenenden länger und die Abstände zwischen den Partys kürzer. Zwischendurch gab es eine Kunst-Performance oder einen Videodreh. Die pulsierenden Beats jener Nächte ließen eine angemessene Wohnatmosphäre kaum zu – also zog ich wieder aus. Doch den Club liebe ich bis heute.
Nun, Ende 2025, wird die Wilde Renate den Standort an der Stralauer Allee aufgeben. Der Mietvertrag wurde nicht verlängert, und die Betreiber hoffen, an einem neuen Standort weitermachen zu können. Das Gebäude steht im Bereich des geplanten Bauabschnitts der A100-Autobahn, doch der Bau ist bis heute nicht begonnen worden. Eigentümer ist der umstrittene Immobilieninvestor Gijora Padovicz, der auch das Watergate an der Oberbaumbrücke in Kreuzberg vermietet.
Kultur-Aufruf vor der RENATE
Watergate: Das Ende einer Ära
Das Watergate wird Ende 2024 seine Türen schließen. Clubbetreiber Ulrich Wombacher erklärte in der Berliner Zeitung, dass steigende Energie- und Mietkosten sowie die Folgen der Corona-Pandemie zu dieser Entscheidung führten. „Nach Covid hat das Geschäft nicht mehr richtig Fahrt aufgenommen. Menschen haben sich während der Pandemie andere Beschäftigungen gesucht, und die Art, Musik zu konsumieren, hat sich verändert“, so Wombacher.
Kulturbrauerei: Eine Bastion sieht sich gefährdet
Die Kulturbrauerei, eine Bastion der Berliner Kulturszene, scheint nach 32 Jahren ebenfalls bedroht. Seit dem Verkauf des Geländes an einen privaten Investor im Jahr 2012 stehen die Kulturmieter unter wachsendem Druck. Die aktuelle Immobilienfirma Aroundtown fokussiert sich auf Renditen, was die Mietpreise steigen lässt und zahlreiche Kulturbetriebe in ihrer Existenz bedroht.
About Blank: Konflikte und Polarisierung
Auch das About Blank erlebt schwierige Zeiten. Die Betreiber engagieren sich seit Jahren für Feminismus, Antirassismus und Antisemitismus. Doch die angespannte Lage rund um den Israel-Palästina-Konflikt hat zu Spannungen geführt. Aktionen wie „Raves for Palestine“ und BDS-Kampagnen verstärken die Polarisierung in der Szene.
Ein Blick auf die Ursachen: Von Gentrifizierung bis Pandemie
Die Ursachen für die Probleme der Berliner Clubs und Kulturbetriebe sind vielfältig. Neben steigenden Energie- und Mietkosten spielen gesellschaftliche und politische Faktoren eine Rolle. Die Folgen des Krieges, steigende Ticketpreise und nicht zuletzt die Kürzungen im Bundeshaushalt 2025 erhöhen den Druck. Obwohl der Kulturetat insgesamt um 50 Millionen Euro auf 2,2 Milliarden erhöht werden soll, ist vor allem die Förderung der freien Szene bedroht. Der Verbund von Spielstätten, bisher mit 5 Millionen Euro gefördert, soll künftig leer ausgehen.
Eine massive Krise initiierte die Corona-Pandemie, die die Kulturszene schlagartig zum Stillstand brachte. Trotz Rettungspaketen fiel es vielen Clubbetreibern schwer, sich nach Monaten der Zwangspause und mit steigenden Kosten zu stabilisieren. Einige gaben auf. Die Clubcommission forderte daher, „Clubkultur als integralen Bestandteil der Berliner Kulturszene anzuerkennen und zu fördern“. Doch nach einem kurzen Aufschwung brachen die Besucherzahlen in vielen Clubs ab Herbst 2023 erneut ein.
Brachland – die alte ZUKUNFT
Positive Beispiele: Wo die Zukunft liegt
Auch in angespannten Zeiten gibt es immer wieder positive Entwicklungen, die zeigen, dass die Szene in Bewegung bleibt. Einige Clubs haben hybride Ansätze gefunden und sich den neuen Bedingungen erfolgreich angepasst. Der Anomalie Art Club in der Storkower Straße etwa bietet ein vielseitiges Programm von Clubnächten über Kunstausstellungen bis hin zu Workshops und zieht damit ein breiteres Publikum an. Aus dem Haubentaucher wurde MAAYA, ein neues Kulturzentrum, das „afrikanische und afrodiasporische Kunst und Kultur feiert“. Die Zukunft am Ostkreuz hat nach der Schließung des alten Standorts eine Vorhaltefläche für die geplante A100 in der Nähe der Wilden Renate gefunden. Die Neue Zukunft bietet dort „Kino, Kunst, Konzerte und Kneipe“ an. Auch die Anerkennung der Berliner Technokultur als immaterielles UNESCO-Weltkulturerbe setzt ein symbolisches Zeichen.
Neue Wege gehen
Nun ist es an uns, auf dieser Vielfalt aufzubauen. Seit den 2000er- und 2010er-Jahren wurde der Clubszene oft der „Ausverkauf“ durch Tourismus und Billigflieger attestiert. Heute, im Strudel der Gentrifizierung, braucht es neue Wege. Ein Blick nach London oder New York zeigt, dass die Clubkultur dort immer schon einem härteren Konkurrenzkampf ausgesetzt war und weniger auf staatliche Fördergelder hoffen durften. Vielleicht ist dies der Moment, um in Berlin freie Kunst und safe spaces neu zu definieren und Themen wie Awareness und Identität in den Vordergrund zu stellen. Gerade weil die Touristenströme abnehmen, besteht jetzt die Chance, Strukturen für eine nachhaltige, lokale Kultur zu schaffen – das setzt jedoch gezielte Förderungen voraus.
Die Clubkultur spiegelt die Vielfalt, die Herausforderungen und die Bedürfnisse unserer Gesellschaft wider. In einer Zeit, in der unsere Demokratie zunehmend unter Druck steht, sollten wir die Gelegenheit nutzen, Kulturräume neu zu denken und zu stärken. Für eine Kultur, die Menschen zusammenbringt, inspiriert und verbindet.
„feinperlig.“ ist eine musikalisch-literarische Kolumne von Johannes Martin, die sich an seine seit 2022 laufende gleichnamige Interviewreihe anschließt. In dieser spricht er mit Künstler*innen, Verleger*innen, Booker*innen und anderen Persönlichkeiten in der deutschen Kulturlandschaft. Durch die jetzt schriftliche Version dieser Reihe bekommt seine Kolumne und seine Einordnungen der musikalischen Kulturlandschaft endlich auch ihren Platz.
Fotocredit: Johannes Martin
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