Was würdest du machen, wenn du plötzlich ganz allein auf der Welt wärst? Genau darüber macht sich Pop-Künstlerin LUNA in ihrer neuen Single „Allein auf dieser Welt“ Gedanken. Im Gespräch mit Untoldency öffnet sie sich und erzählt von Selbstzweifeln, (Selbst-)Liebe und dem Mut, dieselben Kämpfe immer wieder anzugehen und trotzdem nicht aufzugeben. Ein Interview über Queerness, Empowerment, Schicksalsschläge und ihre kommende EP. Eines ist sicher: Wer LUNAs Texte hört, fühlt sich nicht allein.
LUNA im Interview
Leonie: Wir reden natürlich jetzt gleich ganz viel über deine Musik, aber wer läuft denn gerade in deiner Playlist?
LUNA: Ich höre eigentlich viel Unterschiedliches. In letzter Zeit war es ein wilder Mix aus den 2000ern – so Musik für richtig heiße Tage, wenn man mit Freund*innen am See chillt.
Und sonst: „Überdosis“ von Nina Chuba habe ich wieder viel gehört. Das ist ein mega stabiler deutscher Popsong, den ich liebe. Und noch ein Beispiel, auch 2000er-Vibe: „Shower“ von Becky G.
Oh, das ist aber auch so ein Vibe! Und du hast ja auch schon eine ganz schöne Reise hinter dir. Wie geht es dir jetzt so damit, dich mit deiner Musik so offen zu zeigen? Kostet es mittlerweile noch viel Überwindung, oder hast du dich da schon daran gewöhnt?
Also gewöhnen – ich weiß nicht, ob man das so sagen kann. Aber man kennt die Situationen inzwischen und weiß, wie sie ablaufen.
Gerade im echten Leben, wenn man wieder auf der Bühne steht oder auf Events ist und den Leuten face-to-face in die Augen schaut, bin ich jedes Mal wieder aufgeregt. Man muss ja auch sagen: Bei mir hat das alles während Corona begonnen. Das ist zwar schon ein paar Jahre her, aber es hat meinen Start in die Musikindustrie total geprägt. Es ging direkt von null auf hundert und ich habe noch zu Hause, in meiner Heimat Passau, auf dem Dorf gewohnt. Gleichzeitig geht im Internet alles ab und dein Leben verändert sich komplett.
Dann ist es ja wirklich ein Calling, wenn man merkt, wie viel Freude das macht, obwohl es ja nicht immer so einfach ist.
Ja, es gibt auf jeden Fall Tage, an denen man sich besser oder schlechter fühlt. Und das ist in dem Job schon krass, weil man auch sein Gesicht hinhält, zum Beispiel bei Musikvideos. Du weißt halt nie, wie es dir in zwei Wochen geht, wenn genau dann ein Dreh ansteht.
Einmal bin ich zum Beispiel in der Uber Arena auf die Bühne gegangen, weil ich einen Song mit DIKKA habe, „Glücklich“ heißt der. Der macht Kinderlieder und spielt riesige Shows.
Zwei Minuten, bevor ich auf die Bühne gegangen bin, habe ich einen Anruf von meiner Mutter bekommen, dass meine Oma gestorben ist. Das war eine total weirde Ironie, zwei Minuten später auf der Bühne zu stehen und „Glücklich“ zu singen. Das ist so ein bisschen das Ding: Am Ende ist es trotzdem die Entertainment-Branche, da lässt man sich vieles nicht anmerken. Aber ich bin ein großer Fan davon, auch meiner Community gegenüber offen und transparent zu sein. Das mache ich ja auch in meiner Musik.
Dort war natürlich eine andere Audience als deine normale, aber oft entstehen ja super vulnerable und bedeutungsvolle Konzertmomente, wenn Artists da offen sind und auch mal auf der Bühne sagen, dass sie nicht okay sind.
Ja, in dem Moment habe ich natürlich nicht den ganzen Kids gesagt: ‚Ey …’ (lacht).
Aber ich muss sagen: Ich war in dem Moment tatsächlich auch wirklich glücklich. Das war nicht so, dass ich eine Maske aufgesetzt habe und einfach schnell durch musste. Als ich auf der Bühne stand (das klingt jetzt vielleicht ein bisschen kitschig), dachte ich mir: Meine Oma war ja auch schon alt, und irgendwann geht das Leben eben zu Ende. Und dann in diese ganzen Gesichter mit den funkelnden Augen zu schauen, deren Leben gerade erst beginnt, und ihnen so eine schöne Message mitgeben zu können, war irgendwie so ein Moment von: Okay, das ist der Lauf des Lebens.
Hier sind gerade ganz viele Kids glücklich, und das ist doch auch etwas Schönes. Deswegen bin ich am Ende tatsächlich glücklich von der Bühne gegangen. Dadurch fiel es mir mit der Zeit auch leichter, das alles zu verarbeiten, weil ich gemerkt habe: Krass, Musik kann echt viel bewirken. Dieser Moment hat auf jeden Fall viel mit mir gemacht.
Wie schwierig und beeindruckend! Bald erscheint deine neue EP. Was hat dich denn die letzte Zeit am meisten kreativ bewegt, gab es da für dich bestimmte Themen?
Es geht viel um Themen, die mich selbst beschäftigen, wie mentale Gesundheit und natürlich auch Heartbreak. Der Song „Nur wenn” handelt davon, dass es einem oft schwerfällt, sich emotional nackt zu machen und Leute an sich ranzulassen.
Die EP heißt ja Allein auf dieser Welt. Da geht es darum, was vielleicht alles anders wäre, wenn ich wirklich allein auf dieser Welt wäre. Gleichzeitig beleuchtet sie auch einige Probleme, die wir als Menschen so haben. Aber sie soll natürlich auch empowern. Im Sinne von: Es kann auch schön sein, allein zu sein und sich die Zeit zu nehmen, wieder mehr zu sich selbst zu finden.
Ich persönlich bin nämlich oft gerne allein. Gerade wenn ich schreibe, merke ich, dass ich dann auf Themen und Gedanken komme, auf die ich in einer klassischen Songwriting-Session wahrscheinlich gar nicht kommen würde.
Und daher kommt auch so ein bisschen die Themenwelt der EP. In den letzten Jahren sind bei mir einige Dinge passiert, die sowohl beruflich als auch privat sehr herausfordernd waren. Zum Beispiel habe ich meine vorletzte Tour mit einer Stimmbandlähmung gespielt. Die wurde damals während der Tour diagnostiziert.
Oh, hättest du da im schlimmsten Fall nicht sogar deine Stimme verlieren können?
Vielleicht. Auf jeden Fall war es rückblickend im Gesamtbild schon schön zu sehen, dass ich das bis zum Ende durchgezogen und irgendwie die Kurve bekommen habe. Aber dementsprechend – und das sehen die Leute draußen ja nicht – hat die Reise für mich danach erst richtig begonnen.
Ich habe gemerkt, dass ich dadurch zum Beispiel eine gewisse Bühnenangst entwickelt habe. Ich habe es immer geliebt, auf der Bühne zu sein, aber dann hatte ich plötzlich einen gewissen Respekt davor: Was ist, wenn meine Stimme wieder unkontrolliert irgendwo hinflattert und ich keine Kontrolle mehr habe?
Dann hat es angefangen, dass ich mein Leben auch privat extrem umgestellt habe, mehr auf meinen Lifestyle geachtet habe und Dinge angefangen habe, die mir guttun – von Freizeitgestaltung bis hin zu der Frage: Welche Menschen tun mir gut? Ich weiß nicht, ob ich sonst aktiv darüber nachgedacht hätte: ‚Wie lebe ich gerade mein Leben? Finde ich das eigentlich schön?’ Wenn mir das nicht passiert wäre.
Ja, schön zu sehen, dass du trotzdem mutig bleibst und auch weiter auf die Bühne gehst und dass du aus so einer schweren Zeit auch so viel Gutes mitgenommen hast.
Dann hast du natürlich gerade auch deinen neuen Song „Allein auf dieser Welt” rausgebracht, der auch übrigens super, super schön ist. Wie bist du auf die Idee des Konzepts gekommen, dass du dich gefragt hast, wie es wäre, alleine auf der Welt zu sein?
Ich muss sagen, dieser Song ist, glaube ich, schon drei Jahre alt. Der ist tatsächlich in einem Songwriting-Camp entstanden. Wir waren zu viert in der Session und ich weiß gar nicht mehr, wer auf die Zeile gekommen ist. Wir haben sie aber übel abgefeiert.
Danach lag der Song aber erstmal lange da. Es gibt einfach manchmal einen Moment für einen Song, und dann passt er rein, oder eben nicht. Das kann man gar nicht so erklären. Und jetzt war irgendwie die Zeit für dieses Lied. Es ist ja sogar die Single zur EP geworden.
Aber jetzt hat der Track es ja geschafft! In der Hook singst du, dass du vielleicht mehr Liebe für dich selbst hättest, wenn du alleine wärst. Du hast ja schon ein bisschen erzählt, dass du dann besser mit deinen Emotionen connectest.
Genau, dass ich mich dann weniger vergleichen würde. Im Musikvideo singe ich in einen Spiegel. Im Grunde sind das Themen, mit denen sich viele Menschen identifizieren können. Es gibt so viele schöne und selbstbewusste Menschen auf dieser Welt, jeder ist auf seine Art und Weise schön. Aber die Ideale, die immer verbreitet werden, vermitteln ständig, was schön ist und was nicht. Und das war schon immer ein Thema, das mich begleitet hat.
Gerade in der unsichersten Zeit, der Pubertät, wenn man zum Beispiel mit Freund*innen baden gehen möchte, aber dann nicht mitkommt, weil man sich nicht wohlfühlt, den eigenen Körper zu zeigen. Ich glaube, das waren lange Themen, die ich vor mir weggeschoben habe, weil es unangenehm ist, sich einzugestehen, dass man vielleicht nicht so offen und selbstbewusst damit umgeht, sondern sich eher versteckt.
Ich habe durchs Singen schon immer Themen verarbeitet, auch Outing und Queersein. Das habe ich ja zum Beispiel in „blau” gesungen. Damals war ich in meinem Dorf oder teilweise auch in meiner Familie noch gar nicht wirklich geoutet. Meine Tante hat durch die Zeitung erfahren, dass ich auf Frauen stehe.
Das ist irgendwie meine Art und Weise, damit umzugehen. Es ist so eine Art Selbsttherapie und ich wünsche mir, dass ich den Leuten und der Crowd etwas mitgeben kann. Ihnen zeigen kann: ‚Ey, schau mal, wenn du dich gerade auch so fühlst, du bist damit nicht allein.‘ Und das gibt dem Musikmachen und dem Veröffentlichen für mich einfach eine große Sinnhaftigkeit.
Ich glaube, es gibt nichts Besseres als im richtigen Moment den perfekten Song oder das perfekte Album zu finden, das Gefühle ausdrückt, die man selbst noch nicht in Worte fassen kann. Und genau das gelingt dir mit deiner Musik sehr oft.
Ich habe das Gefühl, dass deine Songs besonders für junge queere Menschen ein echtes Blessing sind, aber auch darüber hinaus. Es ist einfach schön, solche Vorbilder zu haben. Siehst du dich denn selbst in dieser Rolle, oder setzt dich das eher unter Druck?
Klar hat man dadurch eine gewisse Verantwortung und sollte nicht einfach random draufloslabern. Gleichzeitig versuche ich, mich trotzdem frei zu machen und nicht alles zu zerdenken.
Aber man hat diese Verantwortung und muss sich dessen bewusst sein. Am Ende des Tages sind das aber einfach meine Werte, die ich vertrete. Wenn ich zum Beispiel auf eine Demo gegen Rechts gehe, dann mache ich das auch privat. Das ist nichts, was nur LUNA macht, sondern das mache ich auch als Alina.
Deswegen fällt es mir eigentlich relativ leicht, das zu vertreten und ungehemmt darüber zu sprechen. Und wenn ich dann eine Community habe, die froh ist, dass ich solche Themen anspreche, dann haben wir uns da irgendwie gefunden.
Gleichzeitig denke ich oft, wie viele Artists, die sich engagieren: Ich habe das alles schon so oft gesagt. Man wünscht sich, nicht ständig darauf reduziert zu werden, zum Beispiel eine queere Person zu sein, sondern einfach wie alle anderen behandelt zu werden. Man muss zum Beispiel auf den CSD gehen, wo ich jetzt auch spiele, weil wir bei Gleichberechtigung, FLINTA-Themen und auch in der Musikindustrie einfach noch lange nicht da sind, wo wir sein sollten.
Es gibt noch sehr viele Baustellen, und solange es die gibt, ist es wichtig, seine Stimme dafür zu nutzen. Aber manchmal ist es auch ermüdend. Es ist oft sehr empowernd, auch für mich selbst, aber manchmal fragt man sich schon: An welchem Punkt stehen wir gerade? Oder an welchem Punkt stehe ich gerade?
Ich kann das total nachvollziehen. Du hast gerade die Hook nochmal so schön gesagt, aber du bist ja zum Glück nicht alleine auf dieser Welt. Hast du denn eine Art von Selbstliebe-Practice? Wie findest du trotzdem Liebe zu dir selbst?
Ich versuche gerade, wieder freier zu werden. Durch die Stimmbandlähmung bin ich sehr in Routinen gerutscht und habe viel nachgedacht, auch vor Auftritten. Jetzt möchte ich das nicht nur auf die Bühne beziehen, sondern generell lockerer mit mir selbst sein.
Das heißt zum Beispiel, mir Dinge wieder zu erlauben, spontaner zu sein und mehr im Moment zu leben. Auch wenn das manchmal bedeutet, etwas zu machen, das vielleicht nicht perfekt für mich ist. Das gibt mir mehr Selbstliebe, weil es sich anfühlt, als würde ich mir etwas Gutes tun.
Gleichzeitig versuche ich mir weniger Druck zu machen und klare Grenzen zu setzen – etwa das Handy wegzulegen und bewusst Zeit für mich oder meine Freundin zu nehmen, auch wenn von außen ständig etwas „dringend“ ist.
Ja, total. Es gibt ja dieses Sprichwort: „You can’t pour from an empty cup“ – man muss erst auf sich selbst achten, bevor man sich um andere kümmern kann. Du hast ja schon ein bisschen über die Themen deiner kommenden EP gesprochen. Hast du sonst noch irgendwas, was du dazu teilen möchtest?
Es gibt einen Song auf der EP, der mir besonders wichtig ist. Er handelt von einer Trennung innerhalb der Musikbranche. Ohne ins Detail zu gehen, war das eine sehr prägende Erfahrung, weil diese Zusammenarbeit extrem intensiv war. Für mich war das ein Befreiungsschlag aus Strukturen, die mir lange nicht gutgetan haben. Gerade als junge FLINTA-Person rutscht man oft in solche Dynamiken, aus denen ich mich bewusst gelöst habe.
Ich habe lange gebraucht, um diesen Song zu schreiben – etwa ein Vierteljahr in verschiedenen Sessions. Aber das Thema hat mich nicht losgelassen, deshalb war klar: Ich schreibe so lange daran, bis es sich richtig anfühlt. Umso mehr bedeutet mir dieser Song jetzt, und er wird Teil der EP sein.
Ja, okay, cool, dann freue ich mich schon sehr drauf, den dann mal zu hören. Klingt auf jeden Fall super spannend. Gibt es denn irgendetwas, das du musikalisch in der Zukunft mal versuchen möchtest?
Ich komme ursprünglich aus einem musikalischen Gymnasium mit viel klassischem Gesang, auch Oper und war immer Sopran. Ein Konzert oder eine Show zu spielen, bei der ein paar Songs mit Orchester begleitet werden, wäre auf jeden Fall etwas, worauf ich sehr Lust hätte. Aber sowas ist sehr aufwendig, teuer und verlangt viel, viel Planung.
Klingt auf jeden Fall sehr, sehr cool. Ich drücke die Daumen, dass das irgendwann klappt.
Du hast den aktuellen Rechtsruck schon angesprochen: Einerseits war es für queere Menschen noch nie so sichtbar, gleichzeitig fühlt es sich in vielem wieder unsicherer an. Was möchtest du Menschen sagen, die sich gegen queere Personen oder ihre Rechte stellen?
Was will ich denen sagen? Boah, das ist spannend.
Man sagt ja oft, dass man mit denen nicht redet und ich verstehe die Wut dahinter. Gleichzeitig glaube ich, dass viele gar nicht genau wissen, was sie mit bestimmten Entscheidungen eigentlich unterstützen und welche Konsequenzen das hat, oft auch für Menschen im eigenen Umfeld.
Wir bewegen uns häufig in unserer eigenen Bubble. Beim CSD zum Beispiel erreicht man vor allem Leute, die ohnehin schon derselben Meinung sind. Das ist einfacher, als die Konfrontation zu suchen. Trotzdem finde ich es wichtig, im Gespräch zu bleiben und nicht sofort mit ‚Fuck you’ zu reagieren, auch wenn das nicht immer überzeugt. Aber es wäre schön, wenn solche Inhalte auch diese Menschen erreichen würden. Wenn zum Beispiel eine Luisa Neubauer, die wirklich inhaltlich smarte Sachen sagt und versucht, sie so einfach wie möglich zu vermitteln, auch bei Leuten landen würde, die sonst nicht damit in Berührung kommen.
Die große Herausforderung ist, aus dieser Bubble herauszukommen und Menschen zu erreichen, die sonst keinen Berührungspunkt haben.
Konkret würde ich wahrscheinlich erstmal fragen: ‚Warum soll das ein Problem sein, wenn ich mit meiner Freundin da bin?’ Es schränkt ja niemanden ein. Dann würde ich schauen, was kommt. Und dann will ich zurückschießen und für mich einstehen.
Auf jeden Fall. Ja, aber ich glaube, das machst du ja mit deiner Musik auch. Ich wünsche mir dann immer, dass solche Leute dann wirklich hinhören und hoffe dann auch so, dass das an ihre Empathie appelliert.
Du empowerst viele (junge) queere Menschen. Hast du etwas, das du gerne zu der jüngeren Version von dir selbst sagen möchtest?
Lass dich nicht stressen. Mach dir keinen Druck, sowohl in deiner Musik als auch generell. Hör immer darauf, was dein Herz und dein Bauchgefühl dir sagen, weil das oft einfach der richtige Weg ist. Es gibt sowieso kein Richtig oder Falsch. Auch bei der persönlichen Entwicklung würde ich sagen: Nimm dir die Zeit, die du brauchst.
Gerade beim Thema Outing gab es Momente, in denen ich eigentlich noch nicht bereit war, mich zu outen. Das habe ich über die Jahre gelernt: Es geht niemanden etwas an. Es ist scheißegal. Auch wenn ich mich nicht labeln möchte, muss das akzeptiert werden. Wenn das mein Weg ist, dann ist das einfach so.
Ich würde aber nicht sagen, dass ich mir wünschen würde, dass mir alles egaler gewesen wäre oder ich mir weniger Druck gemacht hätte. Das ist immer leichter gesagt als getan. Ich finde es eigentlich gut, dass es genau so war. Ich habe Dinge intensiv erlebt und gefühlt, und ich glaube, dass alles seinen Sinn hatte. Dass ich da durchgehen musste, aber dass es auch schön war, diese Entwicklung zu machen.
Wunderschöne Full-Circle-Antwort. Wow, Dankeschön. Dann sind wir auch schon bei der letzten Frage: Hast du noch eine Untold Story für uns? Eine Geschichte, die du sonst noch nicht erzählt hast?
Was ich erst vor ein paar Tagen erzählt habe, ist die Sache mit der Stimmbandlähmung. Das wusste wirklich niemand. Aber was ich zum Beispiel auch funny finde: Ich war mal beim FC Bayern zum Fußball-Scouting.
Oh, als Spielerin?
Jaja, aber das ist schon sehr lange her. Aber ich war da, das kann mir keiner nehmen. Weiter bin ich dann aber auch nicht gekommen. Ich schiebe es darauf, dass ich Linksfuß war und die ganzen Übungen immer auf Rechtsfuß ausgelegt waren. Wenn da das Tor ist und du Rechtsfuß bist, musst du hier so rumdribbeln – aber bei mir hätten sie das eigentlich alles noch andersrum bauen müssen.
Aber wer weiß, vielleicht wärst du dann jetzt nicht hier und hättest deine Musik nicht veröffentlicht, wenn du dann Nationalfußballspielerin geworden wärst. Und das wäre ja wirklich schade, oder?
Im November erscheint LUNAs zweite EP.
Hier geht es zu den Tourdates für die Nicht Allein auf dieser Welt-Tour:
12.11.2026 – Köln
13.20.2026 . Berlin


















