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Playlist: stuck in a daydream

Playlist Cover stuck in a daydream

Es ist Ende Mai, der Flieder blüht und der Sommer fängt so langsam an! Auch wenn das Wetter der letzten Woche das nicht so ganz vermuten lässt, heißt das ja nicht, dass wir uns nicht mental auf sonnigere Tage einstellen können. Und wenn ihr mich fragt, kann man das ziemlich gut mit einem dreampoppigen Soundtrack, der einen zumindest von warmen Sommertagen träumen lässt. Deshalb habe ich mein Bestes gegeben und meine Playlist mit rund 400 Tracks (no joke) durchforstet, um für Euch die – meiner Meinung nach – crème de la crème an Songs mit dreamy Vibes rauszusuchen. Hier ist für Euch: stuck in a daydream.

Die Songs klingen mal etwas mehr nach Indie-Pop, mal haben sie etwas atmosphärischere Klänge mit hallendem Gesang, Gitarren und Synthie-Sounds oder auch mal mit einem melancholischen Unterton. Aber was sie alle gemeinsam haben ist, dass sie in mir zumindest ein warmes Gefühl auslösen.

Defining a sound

Man kann wohl keine Dreampop Playlist machen, ohne einen Song von Beach House darin aufzunehmen. Das Duo aus Baltimore haben den Sound von Dreampop ab 2006 nachhaltig geprägt, denn sie klingen ganz anders als die Dream Pop und Shoegaze Bands der 80er und 90er (wie my bloody valentine, Lush oder Cocteau Twins). Dennoch sind sie quasi zum Synonym für dieses Musikgenre geworden. Aber genug von Schubladen und Genres. Was den Sound von Beach House ausmacht ist vor allem der Vibe: viel Hall auf der eher zurückhaltenden Stimme, etwas melancholisch, aber nicht zu schwer, sondern eher bittersweet.

peach tinted

Zu diesem Sound lassen sich noch einige andere Bands zählen wie Men I Trust, Alvvays, peach tinted, Balue, GRAZER, Arverne, Turnover, Yot Club und noch so viele mehr. Außerdem gehört auch mein persönlicher absoluter all time favourite Song dazu: What Once Was von Her’s (rest in peace). Als ich den Song von Stephen Fitzpatrick und Audun Laading das erste Mal gehört habe, und vor allem die Melodie der Gitarre, war es um mich geschehen.

Leider sind die beiden und deren Tourmanager viel zu früh durch einen Autounfall während ihrer USA Tour aus dem Leben gerissen worden. Deswegen lege ich es Jedem und Jeder ans Herz sich zumindest diesen Song anzuhören. Große Empfehlung hier auch das Video von deren Liveauftritt bei Paste Studios – ich meine, man kann förmlich sehen, wie sehr die beiden (aber vor allem Audun am Bass) die Musik fühlen.

Eine Prise melancholischer finde ich die Songs von Fellini Félin, Small Forward, Sky Days, No Vacation, Elvis Depressedly und Youth Lagoon. Etwas aus dem Raster ihrer sonstigen good Vibes Songs fällt der Track Clowns der Regensburger Band Some Sprouts, die normalerweise noch etwas mehr nach Indie Pop klingen. Trotzdem finde ich, dass Clowns ganz gut in diese Playlist passt, weil er so ein bisschen sehnsüchtig klingt.

Worth to hear: supporting newcomer

Um vor allem noch ein paar Bands und Musiker:innen zu unterstützen, die noch nicht allzu bekannt sind, hab ich Euch hier ein paar rausgesucht, die ihr unbedingt weiter verfolgen solltet. Fangen wir mit zwei Musikern an, die bis jetzt erst jeweils einen Song veröffentlicht haben: Niall Mutter mit You, ein grooviges Liebeslied, und Sky Days mit How It Started, etwas mehr laidback und mit tiefer Stimme. Ich bin sehr gespannt was da noch kommen wird!

Eine weitere Künstlerin, die auch schon in unserer women rising up-Playlist auftaucht, ist die Berlinerin Ava Vegas. Letzte Jahr veröffentlichte sie ihr Debüt-Album mit einem sehr nostalgischen Sound. Außerdem kann ich Euch empfehlen in die Diskografie der Bands Pure Mids, Ultracrush, Jack Hisatomi und syrup, go on reinzuhören.

Der Musiker mit den wenigsten monatlichen Hörer:innen (54 um genau zu sein) in der Liste ist Kyoto Airbus mit seinem Song Chinese Cartoons. Der aus Puerto Rico stammende Musiker Esteban González möchte sich keinem Genre zuordnen, aber ich finde der Song hat mit seinen leichten Gitarrenklängen und seiner hallenden, aber sehr ruhigen Stimme auf jeden Fall einen Platz auf dieser Playlist verdient.

Female voices to the front

Mit dieser Playlist will ich nicht nur kleineren Bands und Musiker:innen Aufmerksamkeit schenken, sondern vor allem auch die weiblichen Stimmen besonders hervorheben. Deswegen habe ich darauf geachtet, dass die Hälfte der in der Liste stattfindenden Bands eine Sängerin oder zumindest auch ein weibliches Bandmitglied haben. Dennoch möchte ich nochmal gesondert auf einige sehr hörenswerte Musikerinnen eingehen, die wundervoll in den dreamy Vibe dieser Playlist passen. Dazu gehören unter anderem Rosemary Fairweather, Cults, Soniah Gadhia, Yumi Zouma, Hobby Club, Beast Coast, Melody’s Echo Chamber und Hazel English.

The Marías

Etwas mehr 60s psychedelic Rock Vibes bekommt ihr mit dem Song Angel Eyes von Habibi oder mit dem Track Only in My Dreams von The Marías. Für ein paar Tracks, die wieder mehr in die Indiepop-Richtung gehen, ist mit Car Crash in G Major von fanclubwallet und The Basement von Lunar Vacation gesorgt. Wer beim Stichwort dreamy Gitarren auf keinen Fall fehlen darf ist Alice Phoebe Lou mit ihrem Song She. Ihr neustes Album, das dieses Frühjahr erschienen ist, ist zwar etwas weniger dreampoppig, sondern mehr croonig, aber ihre älteren Songs lassen mich zumindest tagträumen.

Ich hoffe sehr Ihr könnt Euch beim Anhören dieser Playlist genauso in Tagträumereien verlieren und bekommt dabei auch so ein wohlig warmes Gefühl wie ich.

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