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Exklusive Videopremiere: Kafka Kaya und „Kyrie Eleison“

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Es ist wieder Zeit für eine Videopremiere. Dieses Mal kommt sie aus Berlin, genauer aus dem Homestudio von Kafka Kaya. Der Künstler hat nach der Auflösung seiner früheren Band auf „Restart“ gedrückt und ist nun mit seinem Solo-Projekt und vielversprechenden Releases zurück. Die zweite Single Kyrie Eleison prämiert exklusiv auf Untoldency.

 
Manchmal braucht es einen Rebound

Eigentlich aus einem idyllischen Dorf in der Schweiz macht Julien, der hinter Kafka Kaya steckt, melodischen Folk mit elektronischen Einflüssen. Die erste Single Morocco erschien Anfang Januar. Um einen Einblick in die Klangwelten von Kafka Kaya zu werfen, kann ich auch absolut empfehlen, hier mal reinzuhören:

Kafka Kaya ist aber kein unbeschriebenes Blatt. Nach der Auflösung seiner Band hat Julien 2015 nahezu nahtlos genau jenes Soloprojekt gestartet. Die sehr elektronisch geprägte EP, die folgte, war wie es sich herausstellte, ein „Rebound“: der leicht überstürzte Versuch, mit etwas Alten abzuschließen, indem man etwas Neues beginnt. So verlagerte sich Kafka Kaya aus Basel in den Großtstadtjungel Berlin. „Leicht größenwahnsinnig und chronisch unterfinanziert“ macht Kafka Kaya jetzt alles allein und mit Unterstützung von Freunden: vom Artwork bis hin zur Promotion. Die Zeit für diese Selbstfindungsphase zahlt sich nun aus. Die neuen, organischen Folk-Sounds bringen ihn wieder zurück ins Musikgame und lassen gespannt sein auf Neues.

Doch nun zum Eigentlichen: Kyrie Eleison. Was genau der Titel bedeutet, kann ich euch leider so genau nicht sagen. Was ich aber sagen kann, ist, dass es eine absolute Empfehlung an alle Folk-Fans ist, die sich manchmal nach elektronischen Einflüssen sehnen. Einfach die gewisse Prise, die alles nochmal ein Level höher hebt. Diese Prise hat Kafka Kaya.

Chorstimmen eröffnen das fast schon mystische Intro. Brummender Bass, viele Synths und elektronische Samples setzen Akzente und verwandeln die anfänglichen Singer-Songwriter Vibes in einen elektronisch-poppigen Folksong. Kyrie Eleison vereint wie es scheint tausend verschiedene Instrumente und Layers und doch ist es nicht zu viel. Stattdessen verbindet es sich und wird zu Einem. Es geht auf und ab, wird ruhig bevor es sich wieder aufbaut. Es ist definitiv ein Song ab von den großen Charts, aber gerade deshalb auch so gut. Die gewisse Abwechslung für’s Ohr.  

 
Menschliche Tiefpunkte umrandet von wunderschönen Berglandschaften

Der musikalische Rahmen ist gesetzt, nun das Video. Denn dafür sind wir ja hier. Kafka Kaya hat nicht an visuell ästhetischen Eindrücken gespart und verwöhnt uns mit einer Reise in die wunderschöne Natur. Auch wenn der Inhalt des Songs ein bisschen düsterer zu sein scheint und es der Protagonistin offensichtlich nicht ganz so gut geht, ist die Landschaft *chef’s kiss*. Schneebedeckte Berge, majestätische Tannen, was will man mehr. Kafka Kaya spielt mit abstrakter Bildsprache und lässt so Raum für Interpretationen – sowohl inhaltlich als auch visuell. Es scheint um einen Menschen am Tiefpunkt zu gehen und die verzweifelte Suche nach etwas Größeren als sich selbst.

Und damit, lasst den Analysen freien Lauf oder begnügt euch der ästhetischen Bilder:

 

Fotocredit: Janna Strässle

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