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Düstere cinematische Vibes von The King Of Cons mit „Lights Out“

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Düstere Gitarren treffen auf tiefe 808s und Synthesizer: So klingt „Lights Out“, die neue Single des Pop-Duos The King Of Cons aus München. Sagt euch noch nicht so ganz was? Hört einfach rein, denn wir haben nicht nur die Review, sondern auch eine kleine Videoanalyse direkt hier bei Untoldency.

808s pumpen in einer düsteren Bar –ob das gut geht?

Zuerst das Setting. In den ersten 40 Sekunden wird sich nur auf dieses konzentriert, auf den eigentlichen Song fiebert man hin, ohne ihn zu hören. Stattdessen befinden wir uns in einer Kneipe, hören ein tiefes Brummen und die Kulissengeräusche verstärkt. Ob das Klopfen einer Zigarette, das Herumstochern in einer Nussschale auf der Bar oder das Schlürfen eines Whiskeys, alles klingt unfassbar laut in dieser brummenden Stille. Selbst eine Fliege kann man hören. Zusammen kreiert es eine fast anzufassende Spannung, die erst aufgelöst wird, als eine Frau mit einem Kassettenrekorder die Bar betritt und auf Play drückt.

Ich denke, der Song geht los und die Szenerie in der Kneipe wird lebendig, doch ich bin nur halb richtig. Der Song geht tatsächlich los, doch statt der Kneipe beobachte ich ein Fotosetting zweier Typen, die, absolut richtig, das The King Of Cons-Duo sind. Lights Out fängt ruhig an, das Video wechselt wieder zu Kneipe und der Leadsänger an der Bar fängt an zu singen. Und damn, er singt hoch. Ich muss ehrlich zugeben, dass ich das nicht so erwartet hätte, aber ich bin jetzt fast umso gespannter wie sich der Song entwickelt.

Hallende Gitarrenklänge und leichte Beat-Akzente sagen eindeutig: Warte ab, das ist ein sich aufbauender Pop-Song. Doch auch hier werde ich wieder überrascht. Der Chorus ist kein Pop-Chorus aus dem Radio, sondern schlägt die Richtung in deepen Indie-Pop –und das find ich wirklich gut. Die Gitarren stoßen auf Synthesizer und alles wird mit einem Schlag sehr düster. Die Leute in der Bar fangen an sich zu bewegen, auch wenn ich nicht so weit gehen würde, um es tanzen zu nennen. Es ist eher so ein leicht beunruhigendes Schaukeln, was den bevorstehenden Wendepunkt anzukündigen scheint. Denn jetzt wird videomäßig schon ziemlich skurril.

Okay, es ist ein Horrorfilm
The King Of Cons haben alle ihre düstere Kreativität in diesen kleinen Mini-Film gesteckt. It turns out: there is a murder. Niemand anderes als der Leadsänger selbst betritt mit einer Pistole die Kneipe –und erschießt sein doppeltes Selbst an der Bar. Auch musikalisch gibt es einen Break zur Bridge, die alles in Szene Gezeigte noch einmal mehr dramatisiert. Ich bin ein bisschen verwirrt, was passiert, kann aber trotzdem weder weghören noch wegschauen, irgendwie hat es mich gepackt. Die Faszination des Bösen scheint hier auf jeden Fall ein Leit-Thema gewesen zu sein, und irgendwie funktioniert es ziemlich gut. Denn auch lyrisch ist es ziemlich creepy:
 
I’m the shadow on your white wall, you’re afraid of every late call. You’re trying hard to stay alive, but you never know when I arrive.
 
Fazit: Das Musikvideo von The King Of Cons zu Lights Out hätte easy Thema einer Analyse Klausur in meinem Deutsch-LK werden können. Es ist düster, es ist leicht verstörend, aber vor allem ist es vielschichtig und ausdrucksvoll. Die packende Musik und das Video fügen sich nahtlos ineinander und dafür muss ich wirklich ein kleines Kompliment dalassen.
 
Ich hoffe, euch hat diese kleine Mini-Analyse nicht vom eigentlich Zweck abgeschreckt, der ist: Unbedingt The King Of Cons auschecken und nicht den inneren Kampf von Gut und Böse verlieren.
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