Kategorie: untold concerts

  • Back to the 90s but make it Indie: So war error am 14.11.2024 in Berlin

    Back to the 90s but make it Indie: So war error am 14.11.2024 in Berlin

    Doro und Paula (Evangelische Schule Berlin Zentrum) berichten in Kooperation mit Goodlife Artists von einem stimmungsvollen Abend mit error in der Kantine am Berghain, Berlin.

    error begeistert in der Kantine am Berghain

    Am 14. November 2024 fand das zweite Konzert des Newcomers error im Rahmen seiner “Aspartam-Bitter Tour” in der Kantine am Berghain statt. Das Event bot ein außergewöhnliches und intensives Erlebnis, das gleichermaßen durch seine musikalische Qualität und die visuelle Inszenierung beeindruckte.

     Düsterer Elektropop trifft auf Avantgarde

    error präsentierte seine Setlist in einer Mischung aus düsterem Elektropop und avantgardistischen Elementen, die ihn zu einem spannenden Künstler des Jahres 2024 gemacht haben. Seine Songs zeichneten sich durch eine beeindruckende atmosphärische Tiefe und emotionale Intensität aus. Besonders Stücke wie „XY“ und „00,00KG“ zeigten das Spektrum seines künstlerischen Ausdrucks, der von dunklen, dystopischen Themen bis hin zu introspektiven Momenten reicht.

    Seine kraftvolle und ausdrucksstarke Stimme trug erheblich zur emotionalen Wirkung des Abends bei. Error schaffte es, eine Brücke zwischen energetischem Gesang und einem persönlichen, fast erzählenden Stil in seinen Zwischenansagen zu schlagen, was ihm eine authentische und greifbare Nähe zum Publikum verlieh.

    Minimalistische Bühnenkunst mit starker Wirkung

    Die Bühnengestaltung spielte eine zentrale Rolle bei der Inszenierung des Konzerts. error setzte auf eine minimalistische, aber effektvolle Kombination aus flackernden Lichtern und Projektionen. Diese unterstrichen die dystopischen Themen seiner Musik und erzeugten eine fesselnde Atmosphäre.

    Auch die technische Umsetzung des Abends war hervorragend: Licht und Ton waren perfekt aufeinander abgestimmt, was den Auftritt zu einem professionellen und intensiven Erlebnis machte.

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    Error überzeugt durch Persönlichkeit

    error überraschte mit seiner Offenheit und seinem Humor während der Konzertpausen. In seinen Zwischenansagen wirkte er entspannt, erzählte persönliche Geschichten und brachte das Publikum mit humorvollen Anekdoten zum Lachen. Besonders auffällig war seine Fähigkeit, eine persönliche Verbindung zu seinen Fans herzustellen.

    Durch Fragen, Witze und Interaktionen schuf er eine intime und vertraute Atmosphäre, die den Abend zu etwas Besonderem machte. Die Nähe, die durch die kleine, aber stimmungsvolle Location der Kantine am Berghain ohnehin gegeben war, nutzte er geschickt, um das Publikum noch mehr in seinen Bann zu ziehen.

    Getragene Melancholie und euphorische Energie

    Das Publikum war – möglicherweise etwas älter als erwartet – von Beginn an aufmerksam und begeistert. Besonders gegen Ende des Sets wurde viel getanzt und mitgesungen, was die Energie des Abends spürbar ansteigen ließ.

    error schaffte es, die Zuschauer mit seinen Texten und seiner Musik zu bewegen. Er setzte klare Zeichen für Diversität und kulturelle Offenheit, sowohl in seinen Liedern als auch in seinen Ansagen. Dies verstärkte die Bindung zwischen ihm und seinem Publikum zusätzlich.

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    Ein emotionaler Abschluss: „100 Liter Teer“

    Zum Ende des Konzerts krönte error den Abend mit seinem ersten veröffentlichten Song „100 Liter Teer“. Dieser letzte Track brachte das Publikum noch einmal in Bewegung und verband Melancholie mit purer Energie. Es war ein kraftvoller und emotionaler Abschluss, der die Stimmung des gesamten Abends perfekt zusammenfasste.

    Ein Abend voller Emotionen

    Das Konzert von error in der Kantine am Berghain war ein intensives, berührendes Erlebnis. Mit seiner Mischung aus musikalischem Talent, starker Bühnenpräsenz und einer sehr persönlichen Verbindung zum Publikum schuf er einen Abend, der lange in Erinnerung bleiben wird. Die Mischung aus düsteren Klängen, eindrucksvoller visueller Inszenierung und der intimen Atmosphäre hinterließ das Publikum in einem Wechselspiel aus Melancholie und Begeisterung – und mit der Vorfreude auf weitere Konzerte dieses aufstrebenden Künstlers.

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  • Ein mies kranker Abend: So war Sainté am 13.11.2024 in Berlin

    Ein mies kranker Abend: So war Sainté am 13.11.2024 in Berlin

    Nach dem Konzert letzten Jahres musste der aufkommende Artist der nächsten Generation aus dem UK-Rap wieder zurück nach Berlin kommen um abzureißen, dieses mal allerdings doppelt so groß. Im ausverkauften Hole44 mit betrunkenen und vollgekiften Jugendlichen – wäre ja enttäuschend wenn nicht.

    Er kommt aufgrund seiner Europa Tour mit seinem neu veröffentlichten Album „Still Local“. Für die, die das Album und auch Sainté nicht kennen: er macht entspannten Hip Hop mit Einflüssen aus Jazz und Trap, er ist experimentell, wobei er trotzdem immer seinem Genre treu bleibt. Seit der viralen Single „Champagne Shots“ veröffentlicht er immer wieder Musik, die viral geht.

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    Nahtlose Übergänge und Stimmung Pur

    Das Konzert fängt an mit einem DJ, der auflegt und ein Typ der Stimmung macht. Nach einer Weile tritt als Voract Antslive auf und hypt zusätzlich die Menge auf. Danach kommt endlich Sainté, saugt diese Stimmung auf und bringt sie in seiner eigentlich sehr entspannten Musik mit ein und das Publikum fühlt es sehr. Er performt all seine Top Tracks aus jedem Projekt und natürlich auch viele aus seinem neuen Album. Die Auswahl ist perfekt!

    Basketball und Beats

    Es sind fast nur Jugendliche und generell eher junge Leute da, was recht gut ist, da ich mich nicht fehl am Platz fühle. Es ist eine recht bunte Mischung aus Fans. Der Stimmungswechsel von den Voracts zu Sainté ist ein bisschen komisch gewählt da noch alle sehr viel Energie haben und Sainté eine eher entspannte Stimmung verbreitet. Das wirft das Publikum ein wenig aus der Bahn. Dennoch kommt gute Stimmung auf! Bei der Hälfte der Show wird ein Basketballkorb aufgebaut und es werden Basketbälle in das Publikum geworfen. Wer trifft, bekommt Free Merch!

    Fehler im Sound aber nicht im Vibe

    Trotz schnarrenden Vocals, die das erste sind, was man hört, geht die Crowd voll ab bei dem Song „stylin’“. Nach der Hälfte muss er aber trotzdem aufhören, da die Sounds so schlimm sind, dass man den Song nicht mehr richtig hören kann. Nach ein paar Minuten wird der Sound es gefixt und der Song wird noch mal richtig performt.

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    Was ist denn hier los

    Der Sound ist generell nicht gut, da die Musik viel zu leise und der Sainté viel zu laut ist. Hinter dem Hauptact stehen komischerweise noch zehn weitere Personen, die keine Musik machen. Dass die dort stehen und abhängen, verwirrt mich ein wenig. Schlimm ist es aber nicht.

    Ein Ende mit Energie

    Der Song „MVP“ aus seinem neuen Album ist an diesem Abend der letzte und hypt nochmal alle auf. Als er geht, kommen der DJ mit seiner Begleitung auf die Bühne und legen noch einmal auf und alle gehen sehr ab und machen einen Moshpit während „Fe!n“. Dann ist aber wirklich Schluss und der DJ motiviert die Leute, tatsächlich zu gehen.

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    Ein gelungener Abend mit kleinen Makeln

    Es war ein sehr schöner Abend mit vielen guten verschieden Stimmungen, auch wenn sie nicht immer perfekt zueinander gepasst haben. Ich fand es sehr schön, dass Sainté kleineren Artists die Möglichkeit gegeben hat, eine größere Zuhörerschaft zu finden, indem er sie mit auf seine ganze Europa Tour nimmt. Wäre der Sound besser gewesen und hätte man auf die Stimmung der Songs geachtet, dann wäre es wahrscheinlich der perfekte Konzertabend geworden! Die Location ist sehr klein und lässt normalerweise eher Artists anderer Genres dort auftreten, weshalb wahrscheinlich die Probleme mit dem Sound aufkamen. Trotzdem! Wenn Sainté das nächste Mal wieder herkommt, werde ich wieder vorne dabei sein. Jetzt ist seine Tour leider zu Ende, aber die nächsten Konzerte werden mit Sicherheit spontan in England sein oder wir warten auf das nächste Album!

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  • Eine bezaubernde Reise durch R’n’B, Elektronik und pure Emotionen: So war Ravyn Lenae am 11.11.2024 in Berlin

    Eine bezaubernde Reise durch R’n’B, Elektronik und pure Emotionen: So war Ravyn Lenae am 11.11.2024 in Berlin

    Hannah und Chaja (Evangelische Schule Berlin Zentrum) berichten in Kooperation mit Goodlife Artists von einem stimmungsvollen Abend mit Ravyn Lenae im Säälchen, Berlin

    Energiegeladen ins Konzert

    Beim Betreten des kleinen aber feinen Veranstaltungsort strahlt Ravyn Lenae direkt eine warme und offene Energie aus. Mit ihrem Opener „Bad Idea“ leitet sie den Abend mit einer Single aus ihrem neuen Album „Bird’s Eye“ ein. Der Song gehört zu den energetischeren und kraftvolleren, was direkt Stimmung in den Saal bringt und alle nun wach sind und Bock auf das Konzert haben. 

    Auf ihren Konzerten, so auch diesem, singt sie alleine, begleitet von ihrem Schlagzeuger Chris und Gitarristen Chub, was für eine noch intimere Atmosphäre sorgt und ihre Stimme bekommt die verdiente Aufmerksamkeit. Besonders bei dem Song „Skin Tight“ oder ihrem bekanntesten Song „One Wish“ kommt ihre ausdrucksstarke, vielseitige Stimme zum Vorschein. Das Publikum ist berührt und wir sind begeistert wie sicher Lenaes Stimme ist. 

    Ihre Songauswahl für den Abend spiegelt einen guten Mix aus gefühlvollen und emotionalen Songs im Kontrast zu den mitreißenderen Songs dar. Sie spielt zudem sowohl viele Songs aus ihrem ersten Album „HYPNOS“, sowie aus ihrem ganz neuem Album „Bird’s Eye“, welches sie im August 2024 rausbrachte. Die perfekte Auswahl, damit das Publikum aufmerksam bleibt und den Abend in vollen Zügen genießt. 

    Publikum und Künstlerin – Nähe die verbindet 

    Die Stimmung und Atmosphäre ist von Beginn an intim. Der kleine Raum und das schlichte Bühnenbild geben einem das Gefühl, Teil von einer besonderen, fast privaten Performance zu sein. Das Publikum ist von Beginn an begeistert und voll dabei, wobei besonders auffällt, dass viele 20-30 Jährige Freunde, sowie auch viele Paare gemeinsam der Musik lauschen oder tanzen.  Bei den Songs kann man einfach nicht still rumstehen und die Versuchung zu tanzen ist groß, egal ob nur ein bisschen rumwippen oder sogar mit eigener Tanz-Performance, wie ein Paar neben uns.

    Die Laune ist durchgehend positiv und man merkt, dass das Publikum aus Musikbegeisterten und Ravyn Lenae Begeisterten besteht. So, wie das Publikum Ravyn und ihre Musik unterstützt, ist sie auch für das Publikum da. 

    Denn nicht nur die musikalische Leistung macht den Abend besonders, sondern auch ihre Interaktionen mit dem Publikum. Sie strahlt eine besondere Nähe aus und der ganze Abend hat eine persönliche Atmosphäre. So geht sie viel auf das Publikum ein und singt teilweise Personen direkt an. Alle bekommen das Gefühl Teil der Show zu sein. Zwischendurch erzählt sie etwas von sich und bedankt sich bei ihren Fans. Vor einem Song erzählt sie beispielsweise etwas über ihre schlechte Beziehung zu ihrem Vater und wie ihr die Musik dabei geholfen hat und so auch der Song entstand. Ein besonderer und emotionaler Moment! Daraufhin hat ihre Performance nochmal eine tiefere Wirkung. Ihre Bühnenpräsenz währenddessen ist beeindruckend und mitreißend. Mit einer Leichtigkeit tanzt sie und schwingt ihr Haar, während sie singt. Es ist keine Aufregung zu spüren und es wirkt als würde sie jeden Tag auf der Bühne stehen und singen. Die Sicherheit und Freude an Musik sieht man ihr an. 

    Ein Bühnenbild, die Ravynn Lenaes Stimme leuchten lässt 

    Das Bühnenbild ist recht schlicht, doch die Lichtshow verstärkt die Atmosphäre und passt perfekt zu ihren Liedern: weiche, warme Farben, die die Aufmerksamkeit auf Ravyn lenken während der ruhigeren, verträumten Songs im Gegensatz zu den kräftigeren Tönen, die sich zum Beat bewegen während energiegeladener Momente. Teilweise versetzten einen die ausgewählten Lichter zu den elektrischen, experimentellen Sounds fast schon in ein tranceartiges Gefühl. 

    Ein unvergesslicher Abschluss

    Das Konzert findet mit dem Song „Xtasy“ ein schönes Ende. Ravyn Lenae und ihr Band geben nochmal alles, während das Publikum sich von denn letzten treibenden Beats mitreißen lässt. Die Stimmung erreicht ihren Höhepunkt, als Ravyn Lenae die Bühne verlässt. Die Rufe nach einer Zugabe werden belohnt: mit dem Song „Love Me Not“ liefert Ravyn einen perfekten Abschluss. Der Song, emotional und berührend, zeigt noch einmal ihre beeindruckende Stimmvielfalt. Der Abschied ist daraufhin herzlich! Ravyn bedankte sich mit ehrlichen Worten bei ihren Fans, winkt lächelnd ins Publikum und verlässt die Bühne – ein süßer Abschied für einen gelungenen Abend. 

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    Eine Show voller Magie und Energie

    Ravyn Lenae beweist an diesem Abend, dass sie nicht nur eine außergewöhnliche Sängerin ist, sondern auch eine mitreißende Entertainerin. Ihre warme Ausstrahlung und die Leichtigkeit, mit der sie das Publikum in ihren Bann zieht, machen den Abend besonders. Es wurde viel gelacht, getanzt und gemeinsam eine schöne Energie geschaffen. Besonders beeindruckend ist ihre Bescheidenheit gegenüber ihrer Band: Sowohl Schlagzeuger Chris als auch Gitarrist Chub bekamen ihre Momente im Rampenlicht und durften jeweils mit Soli glänzen.

    Ob man Ravyn Lenae schon kennt oder nicht – ihre Konzerte sind ein Erlebnis. Ihre enorme stimmliche Kontrolle, die intime Atmosphäre und die Mischung aus mitreißenden und berührenden Songs machen ihre Auftritte absolut sehenswert. Wer die Möglichkeit hat Ravyn Lenae live zu sehen, sollte sie sich auf keinen Fall entgehen lassen!

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  • Eine Reise in eine andere Welt: So war London Grammar am 07.11.2024 in Berlin

    Eine Reise in eine andere Welt: So war London Grammar am 07.11.2024 in Berlin

    Ein Abend, der uns in seinen Bann zog! Charlotte und Mila (Evangelische Schule Berlin Zentrum) berichten von einem magischen Konzertabend mit London Grammar.

    Am 07.11. trat die Band London Grammar erstmals während ihrer „The Greatest Love Arena Tour“ im Velodrom, Berlin auf. Hannah Reid, Dan Rothman und Dot Major: das sind die drei Mitglieder der Band, die nicht nur sehr kreativ und besonders sind, sondern auch seit ihrer Gründung 2009 einen einzigartigen Weg in der Musikwelt eingeschlagen haben.

    Von Student*innen zu Stars

    Nach ihrem frühen Durchbruch 2013 mit ihrem ersten Album „If you wait“ wurde der Band schnell klar, dass berühmt sein nicht zu ihren Lieblingstätigkeiten zählt und so ist ihnen bis heute ein zentrales Anliegen nicht als Personen sondern einzig und allein mit ihrer Musik im Vordergrund zu stehen. Und das gelingt! Während Hannah erzählt, immer noch unerkannt durch die Straßen laufen zu können, haben sie weltweit bis zu 3 Millionen Alben verkauft und Millionen von Hörer*innen auf Spotify und anderen Streaming Plattformen.

    Erfüllte Herzen
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    Die Band fängt direkt an den ersten Song zu spielen. „Hey now“, ein ruhigeres Lied, bei dem das Publikum zum ersten Mal an diesem Abend Hannah Reids kraftvolle und doch zerbrechlich und gefühlvoll klingende Stimme hört. Der Fokus der Show liegt insgesamt vor allem auf der Musik mit wenigen Sprechanteilen zwischendurch. Das ist irgendwie auch gar nicht nötig. Die Songs sind mal ruhig, mal energiegeladen, mal dunkel, mal sanft. Sie übertragen unterschiedliche Stimmungen, aber die Grundatmosphäre bleibt gefühlvoll, tiefgründig und mystisch.

    Zwischendurch interagiert die Band dann das erste Mal mit den Zuschauer*innen. Die Band durchquert die Menge mit Taschenlampen und landet auf einer kleinen Bühne zwischen all den Menschen. Hannah Reid sagt „Fuck Donald Trump!“, was sie für uns direkt noch sympathischer und authentischer macht. Bevor die Band wieder auf der großen Bühne im Nebel auftaucht, ertönt ein Handyklingeln und auf der Leinwand erscheint „Fakest Bitch“, was den gleichnamigen Song einleitet. Eines der letzten Lieder ist „Wasting my young years“, den die Menge direkt erkennt. Nach dem großen Endapplaus ertönen zwei Zugaben: „Strong“ und „Loose your head“, bei denen das Publikum in zwei Gruppen aufgeteilt wird und es einen Wettbewerb gibt, welche Seite lauter singt. Das sorgt für eine ausgelassene, glückliche Stimmung am Ende.

    12.000 Menschen

    Mit ihren gefühlvollen Klängen, die einem Momente von echter Freiheit schenken, können sie auch an diesem Abend das Publikum begeistern – inklusive uns. Wir sitzen mittendrin, in einer vollen Halle, gefüllt mit 12.000 Menschen. Menschen, die überraschenderweise älter sind, als wir dachten. Durch den schon eher modernen und poppigen Stil der Songs und das junge Alter der Band hatten wir ein deutlich jüngeres Publikum erwartet. Es ist eine bunte Mischung an Fans, die entspannt, rücksichtsvoll und begeistert die Stimmung ausleben lässt. Von allen Seiten wird fleißig mitgesungen und mitgefiebert.

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    Die mystische Atmosphäre

    Die Musik, die London Grammar an diesem Abend spielt, ist sehr ausdrucksstark, gefühlvoll, fantasievoll, teilweise auch sphärisch, verletzlich, aber trotzdem rhythmisch und bestimmt. Es kommt eine mystische Atmosphäre beim Zuhören auf, die einen direkt in den Bann zieht und mitreißt. Dafür ist vor allem Hannah Reids Stimme verantwortlich. Die Songs sind eher ruhig und fließend und regen zum Nachdenken an. Es gibt allerdings auch elektrisierende Parts, die fast ein bisschen an Techno erinnern und die die Menge sehr feiert und aufheizt.

    Zwischen Nebelwolken und Laserstrahlen

    London Grammars Show ist unglaublich kreativ und sehr ästhetisch. Von verschiedenen pulsierenden Lichtern, die zur Stimmung beitragen und die Energie widerspiegelen über alte filigrane Zeichnungen von Käfern bis hin zu Nebelwolken, Laserstrahlen, Live-Drohnenvideos und künstlerisch gestalteten Aufnahmen von der Bühne ist an diesem Konzertabend einiges dabei.

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    Last but not least

    Wir haben uns dazu entschieden zwei Fazits zu schreiben, da obwohl wir beide sehr begeistert aus dem Konzert raus gegangen sind, wir beide ganz individuelle Eindrücke hatten, die wir euch nicht vorenthalten wollen.

    Charlotte

    Mein Gesamteindruck des Konzerts ist sehr positiv, auch wenn ich teilweise gerne unten in der stehenden Menge gewesen wäre, da ich das Gefühl habe, dass die Musik dort noch offener gefühlt wurde. Musikalisch war London Grammar für mich eine absolut wertvolle Neuentdeckung, die gut zu meinem Musikgeschmack passt. Die Band war mir sympathisch und ich finde die drei Bandmitglieder wirkten sehr authentisch. Ich kannte vorher nicht besonders viele Songs der Band und deshalb schon gar nicht die Lyrics. Das war ein ganz kleines bisschen schade, aber nicht schlimm, denn ich habe die Musik trotzdem von Anfang an gefühlt und mit der Zeit wurde ich dann richtig in den Bann von London Grammar gezogen. Wenn ihr also auch eine sympathische Indie-Band, eine entspannte Atmosphäre, ästhetische Bühnenshows und eine schöne Publikumsstimmung erleben wollt, kann ich euch nur empfehlen auf Konzerte von London Grammar zu gehen!

    Mila

    Abschließend kann ich sagen, dass das Konzert mich sehr beeindruckt hat und das auf ganz viele unterschiedliche Art und Weisen. Die Musik und das Genre sind zwar eigentlich nicht unbekannt für mich, ganz im Gegenteil. Trotzdem habe ich mich in eine andere und zugleich wunderschöne Welt versetzt gefühlt. Obwohl der Klang manchmal sehr fremd und ungewohnte schien, hatte er dennoch etwas sehr faszinierendes an sich und hat mir nochmal vor Augen geführt, wie unterschiedlich Musik sein kann. Auch der Gesang hat mich sehr beeindruckt! Wie kann man eine so zarte und trotzdem gleichzeitig ausdrucksstarke Stimme haben?! Nicht zu vergessen die ganze Stimmung, die von allen Menschen und der Band ausging. Das in Verbindung mit einer wirklich ästhetischen Show, die genau das nochmal widerspiegelte, werde ich hoffentlich niemals vergessen! Wenn ihr auch einen unvergesslichen Abend zwischen Nebelwolken und atemberaubenden Klängen und Gesang erleben wollt, dann seid ihr bei London Grammar in jedem Fall richtig!

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  • Klangwelten und visuelle Meisterwerke: So war ZHU am 12.11.2024 in Berlin

    Erika (Evangelische Schule Berlin Zentrum) schreibt in Kooperation mit Goodlife Artist über einen intensiven Technoabend im Festsaal Kreuzberg, Berlin mit ZHU.

    Am 12. November 2024 stattete der kalifornische Künstler ZHU dem Festsaal Kreuzberg einen Besuch ab und lieferte eine beeindruckende Mischung aus elektronischer Musik, Live-Gesang und einer durchdachten visuellen Inszenierung. Mit einer Setlist, die Klassiker und neue Songs aus seinem aktuellen Album GRACE vereinte, beeindruckte er sein Publikum.

    Ein Meisterwerk aus Klang und Atmosphäre

    ZHU ist ein Meister der atmosphärischen Klänge und bekannt für seine Verbindung von Deep House, R&B und Pop-Elementen. Der Festsaal Kreuzberg, eine Location mit industriellem Charme, bot mit seiner Kapazität von etwa 1.200 Menschen die ideale Kulisse für ZHUs dichte, mystische Ästhetik. Die geringe Größe des Geländes schuf eine intime Atmosphäre, die perfekt zur Musik passte. ZHU konnte sich, seine Musik und Videos auf der Festsaal Bühne präsentieren. Sein Publikum konnte ihm ganz nah sein oder ihn von der zweigeschossigen Empore hinter dem FOH (front of house – Sound) gut beobachten. So konnte man auch trotz vollem Haus seinen Auftritt entspannt genießen oder ihn auch tanzend feiern. ZHU ist seit seinem Durchbruch mit “Faded” im Jahr 2014 bekannt für sein Talent, emotionale Tiefe mit treibenden elektronischen Rhythmen zu verbinden. Mit GRACE, seinem aktuellen Konzeptalbum, das auch einen begleitenden Film umfasst, setzt er erneut auf Storytelling durch Musik und visuelle Kunst.

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    Aus dem Dunkel zum Licht

    ZHU eröffnete den Abend mit einem instrumentalen Intro, das die Spannung im Saal aufbaute. In die Dunkelheit der Bühne getaucht, erschien er als Silhouette, bevor ermit “Skyline” in die Setlist einstieg. Der Song kombinierte sanfte Synthesizer mit hypnotischen Beats und seinem charakteristisch rauchigen Gesang, der die melancholische Grundstimmung des Albums GRACE einleitete. ZHUs Setlist war eine Balance aus alten Favoriten und neuen Tracks. Highlights aus früheren Alben wie Generationwhy und Ringos Desert wurden mit den introspektiven, cineastisch angehauchten Stücken aus GRACE kombiniert. Besonders hervorzuheben ist “Resonance”, ein Stück, das eine fast hypnotische Wirkung hatte und die Fähigkeit des Künstlers unterstrich, musikalische Spannungen perfekt aufzubauen. Der Höhepunkt des Abends war unbestritten “Faded”. Der Song wurde in einer neu arrangierten Version präsentiert, die mit einem langsamen, emotionalen Aufbau begann, bevor er in seinen ikonischen, pulsierenden Beat überging. Diese Version ließ den Saal in Euphorie versinken. Ein weiteres Highlight war “Cold Blooded”, bei dem die Mischung aus minimalistischen Beats und ZHUs eindringlichem Gesang, Stimmung brachte.

    Emotionale Intensität und Visualität auf der Bühne

    ZHUs Shows zeichnen sich durch eine fast rituelle Atmosphäre aus. Obwohl er wenig sprach, kommunizierte er über seine Musik und die visuelle Inszenierung auf einer tiefen emotionalen Ebene. Die Dynamik im Publikum war spürbar: Während der energetischen Tracks wie “Came for the Low” vibrierte die Menge, bei ruhigeren Momenten wie “Desire” herrschte fast ehrfürchtige Stille. Die Interaktion zwischen Künstler und Publikum war subtil, aber effektiv, und unterstrich die immersive Natur der Show. ZHUs Bühnenshow war ein durchdachtes visuelles Spektakel. Minimalistische Lichtinstallationen, mit Nebel und tiefen Schatten kombiniert, unterstützten die emotionale Wirkung seiner Musik. LED-Wände zeigten abstrakte Projektionen, die die Songs visuell interpretierten. Die Soundqualität war bis auf einige kleinere Akustikprobleme im mittleren Frequenzbereich überwiegend solide. Allerdings waren manche Gesangspassagen durch den starken Bass etwas überlagert.

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    Das Finale

    Der Abend endete mit “Dreamland 2021”, einer träumerischen Hymne, die die mystische Stimmung des Konzerts perfekt abrundete. ZHU verabschiedete sich ohne große Worte, ließ aber durch die letzten Klänge seiner Musik eine bleibende emotionale Wirkung zurück. Das Publikum war sichtlich bewegt und applaudierte begeistert, während sich die Saalbeleuchtung langsam erhellte.

    Der Gesamteindruck

    ZHUs Konzert war ein audiovisuelles Gesamtkunstwerk, das nicht nur musikalisch, sondern auch visuell beeindruckte. Persönlich mochte ich die durchdachte Dramaturgie der Setlist und die emotionale Tiefe der Performance. Was mich nicht völlig überzeugte, war sein Gesang und der Aufbau seiner Songs. Anfangs hatten seine Songs einen super Beat und man konnte sehr gut darauf tanzen. Zunehmend gab es aber Stellen, an denen der Beat plötzlich zu Ende war und in ein Rauschen überging. Darüber hat er dann live gesungen. Seine Gesang war an diesem Abend nicht in Topform. Seine Stimme hatte wenig Volumen und Feeling. Es war trotzdem ein tolles Erlebnis und live viel besser als auf verschiedenen Streamingdiensten, aber empfehlen, als unvergessliches Erlebnis, würde ich ihn nicht uneingeschränkt. Bei einer solideren Gesangsperformance, wäre ich nochmal dabei. Sorry, ZHU

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  • Mehr als eine Rose wert: So war Fana Hues am 25.09.2024 in Berlin

    Mehr als eine Rose wert: So war Fana Hues am 25.09.2024 in Berlin

    Wir haben es gefühlt! Loulou und Fabiola (Evangelische Schule Berlin Zentrum) berichten von einem wunderschönen Abend mit Fana Hues, der viel zu schnell vorbei ging und doch nicht so schnell in Vergessenheit geraten wird.


    Nach Paris, London und Köln tritt Fana Hues am 25.09.2024 in Berlin auf. Der Privatclub in Kreuzberg ist die perfekte Location für die Aufführung ihres neuen Albums „Moth“. Mit ihrem harmonischen R&B- und Soul-Sound ist Fana Hues eine aufstrebende Künstlerin, die uns noch mit ihrem musikalischen Talent begeistern wird. Ihre ausdrucksstarke und doch zarte, verspielte Stimme ist dem einen oder anderen bestimmt schon ins Ohr geflogen, denn sie ist zum Beispiel als Feature auf dem Song „SWEET/ I THOUGHT YOU WANTED TO DANCE“ von Tyler, The Creator aus dem Album „CALL ME IF YOU GET LOST“ zu hören.


    Ein Abend voller Emotionen

    An diesem Abend singt sie alleine, unterstützt durch ihre Gitarristin Helina und durch Playbacks ihrer eigenen Songs. Die heute 29-jährige Singer-Songwriterin ist Multiinstrumentalisten und stammt aus Pasadena, Kalifornien. Ihre Songtexte beschreiben die Emotion Trauer in all ihren Phasen und Facetten. Eine davon ist, wie sie selbst sagt, „heartbreak with revenge“. Selbstreflexion, Akzeptanz, Loslassen und Weitermachen sind die Botschaften, die sie musikalisch verpackt.

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    Magische Atmosphäre

    Mit ihrem Opener „Take 2“, dem ersten Lied des Albums, reißt sie uns gleich mit. Die Stimmung ist magisch. Unterstützt durch die lila Lichter, die unsere Köpfe farbig streichen und sie in den Fokus rücken, bringt uns Fana Hues mit ihren fließenden Tanzbewegungen in den Schwung. Fana tanzt zwischendurch voller Leichtigkeit und Energie was die Show noch besser macht. Das Publikum ist wie ein Meer aus kleinen unterstützenden Wellen, die das Konzert in eine lockere, positive Stimmung versetzen.

    Wir jubeln immer wieder und feiern Fana für ihre filigranen Gesangslinien und den angenehmen Klang ihrer Stimme. Melodisch sind alle Songs ein Genuss. Bei „Sweet Like“, „Wild Horses“ und „Pieces“ wippen wir leicht mit und genießen die Atmosphäre etwas zurückhaltender. Während der Songs „Bad Bad“, „Gone Again“, „Down“ und „Rental“ geht’s dann richtig ab! Sie tanzt rhythmisch und mit so viel Leichtigkeit, dass sie uns auch zum Tanzen bringt. Alle genießen die lockere Stimmung.


    Eine intime Show

    Die intime Konzertlocation passt perfekt zu Fana Hues‘ sanften und souligen Vibes. Das familiäre Publikum besteht aus aufgeschlossenen, musikliebenden Menschen. Obwohl die Stimmung während der Songs oft ruhig und konzentriert erscheint, bricht nach jedem Track ein lauter Applaus aus – ein Zeichen dafür, wie sehr das Publikum die Performance aufsaugt. Ihre Stimme ist beeindruckend – kraftvoll und gleichzeitig unglaublich sanft. Jeder Song fühlt sich wie ein eigenes Kapitel an. Die Setlist führt uns durch eine emotionale Achterbahn und neben uns hören wir immer wieder euphorische Rufe wie „whooo“ oder „wow“. Das Bühnenbild ist schlicht, doch die lila Lichter schaffen eine verträumte Atmosphäre, die perfekt zu ihrer Musik und dem Thema ihres neuen Albums „Moth“ passt. Die Show lebt voll und ganz von Fanas Stimme und Präsenz.

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    Authentische Fannähe
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    Was den Abend besonders macht, sind die spontanen, lockeren Momente. Einmal vergisst Fana den Text und sagt lachend: „I forgot the words“, was die Verbindung zum Publikum sehr persönlich und die Show einfach authentisch wirken lässt. Auch als sie über die Emotionen hinter ihren Songs spricht, hat jede*r das Gefühl, sie teilt etwas sehr Persönliches mit uns.

    Nach dem Konzert stellt sich Fana Hues ganz entspannt hinter den Tresen ihres Merch-Stands, verkauft persönlich ihr eigenes Merch und nimmt sich Zeit für Fotos und Autogramme. Natürlich sichern auch wir uns ein Autogramm – ein schönes Andenken an einen unvergesslichen Abend.


    Mehr als nur eine Rose wert

    Zum Schluss bekommt Fana noch eine Rose eines Fans überreicht, aber nach dieser Performance ist sie definitiv mehr als nur eine Rose wert. Wir hätten für dieses Konzert tausendmal mehr bezahlt. Fana Hues hat mit ihrer beeindruckenden Stimme, ihrer emotionalen Tiefe und authentischen Art einen besonderen Abend geschaffen, den wir so schnell nicht vergessen werden. Sie ist eine großartige Künstlerin, die ihr euch unbedingt anhören solltet. Checkt sie auf Insta und Co. aus!

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    Dieser Artikel ist in einer Zusammenarbeit zwischen Goodlife Artists, der Evangelischen Schule Berlin Zentrum und Untoldency entstanden.

  • DJ-Ikone in Perfektion: So war Paul Kalkbrenner am 14.09.2024 in Berlin

    DJ-Ikone in Perfektion: So war Paul Kalkbrenner am 14.09.2024 in Berlin

    Am 14.09.2024 verwandelte Paul Kalkbrenner die mit 22.290 Plätzen ausverkaufte Waldbühne in einen Techno-Tempel. Tausende Fans kamen um dieses Spektakel mitzuerleben und wurden nicht enttäuscht. Es war ein aufregender Abend voll mit intensiven Klangerlebnissen und einer beeindruckenden Lichtshow.

    Paul Kalkbrenner – Pionier der Technoszene

    Der 1977 in Leipzig geborene und in Berlin-Lichtenberg aufgewachsene Techno, Elektronik und Dance Produzent Paul Kalkbrenner ist bereits seit der Veröffentlichung seiner ersten EP „Largesse“ im Jahre 1999 unter dem Pseudonym „Paul dB+“ aktiv. Mit seinem Bruder Fritz Kalkbrenner, der ebenfalls DJ und Produzent ist, gelang Paul Kalkbrenner 2013 mit der Single „Sky and Sand“ der musikalische Durchbruch.

    Die perfekt inszenierte Show
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    Der Ablauf des Konzertes war perfekt durchdacht. Zu jedem Zeitpunkt gab es den richtigen Song wodurch die Spannung durchgehend auf einem hohen Niveau blieb und die insgesamt 2 1⁄2 Stunden nie langweilig wurden. Neben vielen bekannten Songs, wie „Aaron“ oder „Parachute“ war auch sein wohl bekanntester Song „Sky and Sand“ dabei, welche für emotionale Höhepunkte sorgten, während neuere Songs Bewegung reinbrachten. Nicht nur die musikalische, auch die visuelle Gestaltung war ein reines Spektakel. Lichter, Nebel und sogar Feuer wurden passend zur Musik abgestimmt.

    Zusätzlich gab es auf der anfangs sehr einfach gestalteten und nach und nach immer actionreicheren Bühne einen im Hintergrund agierenden Bildschirm, der dem Publikum die Möglichkeit gab, Paul Kalkbrenner in Echtzeit und hautnah bei der Arbeit mitverfolgen zu können.

    Kollektive Euphorie

    Seit Beginn des Konzerts war die Stimmung im Publikum positiv geladen. Die Kombination aus Musik, Licht und der euphorischen Atmosphäre verwandelte die Berliner Waldbühne in einen Ort kollektiver Begeisterung. Die ruhigen Zwischenmomente dienten regelrecht als Durchatmungspausen, um danach wieder mit voller Kraft von dem nächsten Beatdrop mitgerissen zu werden. Man merkte – die Stimmung hielt an und auch nach ca. 2 1⁄2 Stunden wollte niemand aufhören zu tanzen.

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    Ein Abend für die Ewigkeit

    Paul Kalkbrenner war unser erstes Techno-Konzert und hat alle unsere Erwartungen weit übertroffen. Besonders die Qualität der Lautsprecher war überragend. Der Bass durchdrang den ganzen Körper und ließ den Magen vibrieren, während die Melodien einen regelrecht schweben ließen. Es war ein Erlebnis, das sich tief eingebrannt hat und noch lange nachhallen wird. Als wenn das nicht schon perfekt genug wäre, gab es am Anfang einen herrlichen Sonnenuntergang und später einen noch beeindruckenderen klaren Sternenhimmel. Es war ein wirklich hervorragender Abend, den wir nicht so schnell vergessen werden und jedem Techno-Begeisterten weiterempfehlen!

    Kleiner Tipp: am 19. Oktober 2024 spielt Paul Kalkbrenner auf dem Big Air Chur Festival in der Schweiz.

    Hier geht es zu den Tickets!

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    Dieser Artikel ist in einer Zusammenarbeit zwischen Goodlife Artists, der Evangelischen Schule Berlin Zentrum und Untoldency entstanden.

  • Appletree Garden Festival begeistert mit viel Liebe zum Detail

    Appletree Garden Festival begeistert mit viel Liebe zum Detail

    Die Liste an Festivals im Sommer ist mittlerweile fast unendlich lang. Zwischen den großen Namen wie Rock am Ring, Deichbrand oder dem Fusion gehen die kleineren Festivals schnell mal unter – dabei sind das genau die, die eigentlich mehr Aufmerksamkeit verdient hätten. Eins möchten wir euch heute vorstellen: Das Appletree Garden Festival.


    Gartenparty auf einer Apfelbaumwiese wird zum Festival

    Was einst als Gartenparty unter Freund*innen auf einer Apfelbaumwiese gestartet ist, zieht heute internationale Headliner in das beschauliche Städtchen Diepholz in Niedersachsen. Doch die familiäre Atmosphäre hat das Appletree Garden Festival nicht verloren. Organisiert wird das Festivals nämlich von Ehrenamtlichen, die schon Monate vorher dafür sorgen, dass das Festivalwochenende unvergesslich wird. Im Schatten von Eichen und Apfelbäumen präsentiert das Appletree drei Tage voller Lieblingsmusik, Kultur und Leidenschaft – von ausgewählten Newcomer*innen, über gefeierte Acts der Indie-, Pop- und Elektro-Szene bis hin zu einem liebevoll gestalteten Rahmenprogramm aus Zirkus, Diskurs und Workshops.

    Wenn man mit dem Zug in Diepholz ankommt, kann man das Festival eigentlich gar nicht verfehlen, denn man muss keine zehn Minuten zu Fuß gehen bis man auf dem Festivalgelände steht. Da die Besucher*innenzahl auf 5.500 beschränkt ist, ist hier auch alles schnell erreichbar. Großer Pluspunkt für einen heißen Sommer: Die vier verschiedenen Bühnen stehen im Wald auf kleinen Lichtungen und spenden so eine Menge Schatten. Es gibt eine Große Bühne, eine Waldbühne, den Spiegelpalais, das „Tiefe Holz“ und die „Oase“. Die letzten beiden sind verhältnismäßig klein, aber dafür mit besonders viel Liebe zum Detail gestaltet.

    Die „Oase“ beherbergt DJ’s. Jetzt könnte man fast denken: Wo ist denn hier die Bühne? Denn das Gerüst sieht aus wie ein Sprungturm aus dem Freibad, dem ein gigantischer Diamant aufgesetzt wurde. Das DJ Booth ist genau darin versteckt und die Besucher*innen können im Sand der „Oase“ bei Freibad-Gefühlen tanzen.


    Kein Appletree ohne das passende Accessoire

    Auch sonst ist das Gelände liebevoll gestaltet: Überall hängen Lichterketten, Diskokugeln und Sitzmöglichkeiten wurden aus Holz selbst gebaut. Die Liebe zum Detail bringen aber auch die Festivalgäste selbst mit. Mittlerweile ist es schon fast Tradition, dass beim Tanzen vor der Bühne ein selbstgebasteltes Accessoire mitgebracht wird. Das könnte zum Beispiel ein Regenschirm sein, der durch Verzierungen aussieht, wie eine Qualle – oder ein Besenstiel, der zu einem Apfelbaum umfunktioniert wurde. Der Kreativität sind da keine Grenzen gesetzt.

    Ansonsten wirken hier alle sehr entspannt. Das könnte auch daran liegen, dass ein Großteil der Besucher*innen nach dem Aufstehen morgens erstmal zum nahegelegenen Freibad wandert, um sich dort abzukühlen und etwas Ruhe zu finden. Aber auch im Freibad sind die Diepholzer natürlich auch die Festivalbesucher*innen eingestellt: Wenn der Bademeister morgens um 10 Uhr zur längsten Polonaise aufruft und „Pump up the jam“ aus den Lautsprechern dröhnt, dann ist das vermutlich nicht der Normalzustand in der nach eigenen Angaben 18.000 Einwohner-großen Stadt. Total egal, denn die längste Polonaise bekommt er natürlich trotzdem.


    Line Up: Von deutschen Hit-Garanten bis französischer New Wave

    Genug drum herum gequatscht: Wie sieht’s denn mit der Musik aus? Das diesjährige Line Up bestand aus run 70 musikalischen Acts, Workshops, Zirkus und Theater unter anderem mit: Wanda, Crystal Fighters, La Femme, Edwin Rosen, The Vaccines, Leoniden, Royel Otis, ÄTNA, Berq, Charlotte Adigéry & Bolis Pupul, Fatoni, Paula Carolina, Rachel Chinouriri, Derya Yildirim, Say Yes Dog, TRÄNEN, Futurebae und vielen mehr. Das persönliche Highlight ist natürlich total subjektiv, aber wir möchten euch trotzdem nicht unsere persönlichen Favoriten vorenthalten:

    Für den Zuckerschock direkt zu Beginn des Festivals haben die Tiny Wolves gesorgt. Der Kinderchor hat mit Klassikern von Coldplay und Co. direkt mal die Messlatte an Emotionalität ganz hoch gesetzt. Weiter ging es mit starken deutschsprachigen Acts: Paula Carolina, Marie Curry, Kasi und Buntspecht haben direkt angeschlossen. Vor allem Paula Carolina und ihre Band haben uns mit ihrer Energie und ausgefallenen Dance Moves überzeugt.

    Mit voller Energie ging es auch an den folgenden Tagen weiter. Der Freitag war vollgepackt mit Garanten der guten Musik: Leoniden, La Femme, Ätna, Get Jealous. Die große Überraschung war Bukahara, denn die Band war bis zum Festival beginn nur ein „secret act“ – es wusste also keine*r, dass sich die Indie vierköpfige Indie-Band hinter diesem Label versteckt. Dabei hätte es wohl einen passenderen Act für den Slot geben können. Besonders gefreut haben wir uns aber auch auf Royel Otis. Die Newcomer aus Australien sind innerhalb eines Jahres mit ihrem Album „Sofa King“ durch die Decke gegangen. Vermutlich angestoßen durch den TikTok-Erfolg ihres Covers „Murder on The Dancefloor„. Auf der Festivalbühne konnten die Australier aber auch mit ihren gefühlvollen Balladen punkten.

    Unser Geheimtipp (der für euch hoffentlich bald keiner mehr ist): Picture Parlour. Die female fronted Indie-Rockband aus Manchester bringt so eine Energie auf die Bühne, dass das Publikum gar nicht anders kann, als im Takt mitzuwippen und sich die Seele aus dem Leib zu grölen – genauso wie es Sängerin Katherine Parlour selbst vorgibt.

    Zugegeben waren wir am Samstag schon etwas mitgenommen vom bisherigen Festivalwochenende, aber nach einer Runde Aqua Fitness im Freibad und der Lesung von Miriam Davoudvandi ging es unaufhaltsam weiter mit guter Musik. Zwischen türkisch-deutschen Indie Folk Sounds von Engin und klassischem Rap von Fatoni stich vor allem die britische Pop-Sängerin Rachel Chinouriri mit geballter Portion Guter Laune auf der Bühne heraus – denn die war richtig ansteckend. Auch die passenden Dance Moves konnte die 25-Jährige uns präsentieren und hat den Bereich um die Bühne im Handumdrehen in eine Wohlfühloase verwandelt. Zum Abschluss hat NNDW-Liebling Edwin Rosen in mystischer Atmosphäre neue Songs präsentiert und seinen Fans versichert, dass er sich jetzt Zeit nimmt für neue Releases. Was für ein Versprechen zum Festivalabschluss!

    Wer jetzt auf den Geschmack gekommen ist, der kann sich das Appletree Garden Festival für das nächste Jahr gleich mal im Kalender notieren: 31.07. – 02.08.2025. Sehen wir uns da? Bis dahin könnt ihr hier nochmal die Banger des diesjährigen Line Ups nachhören:

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    Fotos: Anna Wyszomierska, Anna Niere

  • untoldency proudly presents: Acoustics Concerts 2024

    untoldency proudly presents: Acoustics Concerts 2024

    Wir gehen mit großen Schritten dem Sommer entgegen. Und was bedeutet Sommer? Na klar: Acoustics Concerts! Auch in diesem Jahr findet die akustische Konzertreihe wieder statt und wir freuen uns tierisch, auch 2024 – inzwischen das 4. Jahr in Folge – wieder für euch dabei zu sein und euch die vielleicht schönsten Open Air-Konzerte des Jahres und die Künstler*innen vorstellen und präsentieren zu dürfen. Alle Infos zu den Acoustics Concerts gibt’s hier.

    Akustisch, hautnah und handgemacht. Vor inzwischen bereits 14 Jahren entstanden die Acoustics Concerts aus der Leichtigkeit einer spontanen Idee: 3 Newcomer*innen, jeweils 30 Minuten, rein akustisch. Outdoor. Auf einer kleinen Bühne eines bekannten Clubs. Aus einer einmaligen Show auf der Außenfläche vor dem Knust in Hamburg hat sich eine etablierte Reihe in ganz Deutschland entwickelt. Und 2024 wird diese Geschichte weitergeschrieben. Diesmal geht es back to the roots, denn die Konzerte finden ausschließlich in Hamburg (Knust) statt.


    Das Line up

    Auch in diesem Jahr zählt für die Acoustics Concerts der Newcomer*in-Gedanke, so dass ihr sowohl etablierte Künstler*innen im Line up findet, als auch kleine Diamanten, die im Licht des Sonnenuntergangs auf der Bühne strahlen werden. Freut euch also auf Artists wie Tjark, Lara Hulo, Trille, Julianna Townsend, Julie Kuhl, MOREA und viele, viele mehr.


    Die Termine

    Hamburg, 05.06.2024:
    TJARK | Dennis Kiss | Metet Ester

    Hamburg, 03.07.2024:
    Lara Hulo | Siggi | Isaac Jensen

    Hamburg, 17.07.2024:
    Trille | Harvey Jay Dodgson | Being Anne

    Hamburg, 31.07.2024:
    Weesby | Juliana Townsend | Luka Maksim

    Hamburg, 14.08.2024:
    Julie Kuhl | Kira | Lars Kamphausen

    Hamburg, 28.08.2024:
    Brunke | MOREA | Jakob Muehleisen

    Wir freuen uns auf einen musikalisch vollgepackten Sommer mit euch uns den Acoustics Concerts. Und bis dahin könnt ihr euch die diesjährigen Künstler*innen in dieser Playlist einverleiben:

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  • untoldency proudly presents: Absteige, Fiese Luise & Bishkek am 18.12.2023 in Berlin

    untoldency proudly presents: Absteige, Fiese Luise & Bishkek am 18.12.2023 in Berlin

    Zwischen Goth, Post-Punk und Wave ziehen uns Absteige, Fiese Luise und bishkek in ihren mystischen Sound. Ein Line-Up vom Feinsten, bei dem für jede*n was dabei ist, solange er*sie, wie wir, eine Ader für das Düstere hat.

    Wir freuen uns, das NNDW-Trio am 18.12.2023 im Schokoladen in Berlin präsentieren zu dürfen!

    “du liegst neben mir im Schnee”

    Absteige hat mit ihrem kalten 80er Post-Punk-Sound schon lange unsere Goth-Herzen für sich gewonnen. Vielleicht kennt ihr ihre Single “Schnee”, in der die kalte Jahreszeit als Gefühls-Kulisse für unerwiderte Liebe steht. Ein Gefühl, zu dem man plötzlich einfach tanzen will.

    “es wird nicht mehr hell”

    Bei Fiese Luise bleibt die Sonne ebenfalls unterm Horizont versteckt. Dennoch bringt sie mit ihren schwebenden Klängen und sanfter Stimme Licht ins Dunkel.

    “Keine Kontrolle”

    Dritter im Bunde bishkek lässt ebenfalls die tiefen melancholischen Sounds der 80er aufleben. Bei bishkek klingt zwischen den Synths und vorantreiben Drummachine-Sounds das lyrische-Ich im Vordergrund. Eine Mischung aus Leere und Angst vor Vergangenheit und Zukunft, die einen immer wieder einholt.


    2×2 Gästelistenplätze gewinnen

    Ihr könnt bei uns auf Instagram 2×2 Gästelistenplätze für das Konzert von den drei am 18.12.2023 in Berlin gewinnen! Teilnahmebedingungen findet ihr ebenfalls auf Instagram.


    Bis dahin hört hier nochmal in alle Artists rein!

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    credits – Grafik: Isa Schlichter, Fotos: Sammy Bermudez, kim.myr