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Dorothy Bird schwebt auf ihrem Debüt-Album „BELONGING“ in außerirdische Sphären

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Viel Raum für tiefe Gedanken und ganz viel Platz für sinnliche Atmosphären: Dorothy Bird lässt uns auf ihrem Debüt-Album „BELONGING“ durch ihre musikalischen Träume wandern und wir sind uns unsicher, ob wir jemals zurück in die Realität finden, geschweige denn zurückwollen. Das am 24. Juni als Vinyl erschienene Album ist seit gestern (Freitag, den 02. September) endlich auch auf allen Streaming-Plattformen zu finden.

#Klavier-ASMR

Ein sanftes akustisches Klavier reicht uns den Schlüssel zum Album und ebnet uns den Weg in die weite „Galaxy“. Das Intro der Platte strahlt so viel Wärme aus, dass uns ganz heiß um die Ohren wird. Wenn es die Rubrik „Klavier-ASMR“ noch nicht gibt, machen wir sie heute auf! Die angenehmen Hintergrundgeräusche des Klaviers, das leichte Atmen des Pedals und das leise Klacken der Tasten geben dem Stück einen besonderen Charakter. Hinzu kommen sphärische Sounds, die dem Klangraum Größe verleihen und uns hypnotisch in den Bann ziehen.

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Vocals aus Seide

Aus der musikalischen Weite tritt seidenweich die Stimme von Dorothy Bird hervor. Der Titeltrack des Albums gibt der im Intro eingeführten Klangästhetik eine Form und lässt dabei weiterhin abschweifende Gedanken zu. Während die Worte über einen Ort der Heimat sinnieren, nimmt der Song mit Hilfe der einsetzenden Streicher und Drums zunehmend Schwung auf. Die Stimmung von „Belonging“ soll sich von nun an in wandelnden Nuancen über die gesamte LP spannen, stets getragen von der schwebenden Kopfstimme von Dorothy Bird

Transzendenz

Der dritte Song „Silent Warrior“ führt neben atmosphärischen Gitarrenmelodien, dramatischen Streichern und trip-hoppigen Schlagzeug-Grooves ein weiteres wiederkehrendes Element der Song-Produktionen ein. Ein knarzender, mechanischer Synth fügt sich in den Beat ein und verleiht der Stimmung Nachdruck ohne abzulenken. Immer wieder tauchen metallische Klänge in den Stücken auf und schenken den transzendenten Momenten noch mehr kosmische Größe.

Musikalische Seelsorge

Das Debütalbum von Dorothy Bird bleibt sich stets treu. Die musikalischen Farben bleiben jederzeit stimmig und konsistent. Was moderne Popalben regelmäßig vermissen lassen, bringt „BELONGING“ auf den Punkt. Viel Gefühl, nachdenklich schwebende Stimmungen mit düsteren Nuancen und ein kleines bisschen Harry Potter Zauber verstecken sich auf diesem wunderbaren Album. Das Einzige, was uns noch fehlt, ist ein passendes Wort, das diese Stimmung zusammenfasst. Das schöne ist, dass die klare musikalische Linie keine Irritationen bei Hörer:innen hervorruft. Entweder man kann sich in diese Musikwelt hineinversetzen oder man geht auf die Suche nach einer anderen Hörerfahrung. Es gibt keine Aussetzer und auch keine Überraschungen. Das ist ein Kompliment an die Homogenität der Songs, die ein sanftes Abtauchen in andere musikalische Dimensionen zulässt.

Fotocredits: Brian Roberts

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