Wenn ihr gerne Lena&Linus, Tua oder Bruckner hört, dann seid ihr vielleicht schon mal über Siggi gestolpert. Er schreibt berührende und ehrliche Musik über all die Dinge, über die man zu wenig Musik schreibt. Übers Dorfleben, toxische Männlichkeit, Sucht und seinen Arbeitsalltag als Krankenpfleger. Wenn ihr Siggi bisher noch nicht auf dem Schirm hattet, dann könnt ihr ihn jetzt direkt auf Tour auschecken – weil das ist doch eigentlich sowieso die schönste Art, neue Artists zu entdecken – findet ihr nicht?
Wenn Siggi liebt
Als eigentlicher Krankenpfleger in einer Psychiatrie kennt Siggi alle Seiten des Lebens und kann die Vielschichtigkeit des Lebens besser in Worte fassen als die meisten von uns. Dabei ist seine Musik durchzogen von Indie-Pop, Rap- und Punk Elementen. Er ist einer der Künstler, die einen weitaus mehr überraschen, als man zugeben möchte. Einmal reingehört, kommt man nicht so richtig von ihm los. Das liegt nicht nur an seinem Sound, sondern vor allem seiner positiven Einstellung dem Leben gegenüber, man kann gar nicht anders, als Siggi so zu lieben, wie er alle liebt.
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Auf seiner ersten Headline-Tour könnt ihr jetzt vor allen anderen Fan werden – denn eins ist sicher: Siggi wird noch so größer und ihr werdet so froh sein, jetzt schon auf seiner Reise dabei zu sein.
Ihr habt außerdem die Möglichkeit, 1×2 Tickets zu gewinnen! Schaut einfach mal bei Instavorbei.
Bis dahin, hier ein Direktlink ins Herz:
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Wir stellen euch immer gerne Konzerte vor, die ein wenig aus der „normalen“ Comfort-Zone liegen. Einfach weil wir es selbst auch am schönsten finden, neue Musik live zu entdecken. Und weil es immer ein wenig im Gehirn kitzelt, wenn man positiv von etwas überrascht wird, was man vorher gar nicht kannte. Genau deshalb freuen wir uns euch heute mit Mulatu Astatke ein Konzert zu präsentieren, das durchaus dieses Potential hat.
Einer der einflusstreichsten Musiker Afrikas geht auf Abschlusstournee
Wenn klassischer Jazz auf lateinamerikanische Einflüsse und traditionelle äthiopische Musik trifft, dann wird dieses Genre Ehtio Jazz genannt. Gründer dieses Genres ist niemand anderes als Mulatu Astatke. Seine Musik klingt hypnotisch und transzendent, er switched zwischen Vibraphon und Congotrommeln als wäre es nichts. Und auch Perkussion, Keyboard und Orgel sind kein Problem für ihn. Es ist genau das, was ihn als einer der einflusstreichsten Musiker Afrikas auszeichnet.
1943 geboren in Äthiopien, erhielt Mulatu Astatke die Möglichkeit in England zu studieren. Nach dem Studium kehrte er zurück nach Äthiopien und machte es sich zur Berufung, westliche Einflüsse aus Jazz und Funk mit traditionellen Klängen seiner Heimat zu verbinden. Nach zahlreichen Projekten und Meilensteinen geht er der Jazz-Musiker nun das letzte Mal auf große Tournee. Sein neues Album Mulatu Plays Mulatu, welches Ende September erscheint, wurde mit Big Band und äthiopischen Musiker*innen aufgenommen. Es bildet einen wahren würdigen Abschluss seiner Karriere.
„Throughout my life, I wanted to bring Ethio jazz to all corners of the world for people to enjoy. And I feel that I have succeeded in that.”
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Am 09. September 2025, wird er ein letztes Mal im Berliner Huxleys stehen und seine musikalische Magie mit uns teilen. Das wird mehr als schön, es gibt noch Tickets, also kommt gerne hin:
Wir freuen uns, euch heute nicht nur einen Künstler vorzustellen, sondern auch seine musikalischen Inspirationen. skuth ist euch vielleicht schon ein paar Mal durch die Playlisten gelaufen, wenn ihr Fans von Paula Hartmann, bac oder frytz seid. Als absoluter Newcomer-Tip reiht er sich genau dort ein, mit einer musikalischen Ausbildung in Amsterdam und großen Träumen ist seine zweite EP Panik gerade erst der Anfang.
In „Panik“ erzählt skuth von Momenten, in denen das Herz lauter als der Kopf ist und zu viel passiert, als dass man es geordnet verarbeiten kann. Entstanden in einem Dachgeschossstudio in Amsterdam bei -20° Außentemperatur hat er sich Anfang 2025 ans Klavier gesetzt und Gefühle fließen lassen. Anders als man denken könnte, klingt das alles sehr sommerlich und leicht, energetisch und nah. Wir haben ihn nach seinen musikalischen Einflüssen hierfür gefragt. Hört rein und lasst euch inspirieren von einem der spannendstens Pop-Newcomer im deutschsprachigen Raum!
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FIFA 08 mit Ronaldinho und Wayne Rooney auf dem Cover auf dem 12 Zoll Röhrenfernseher und dabei Kaktuseis mit den Bros. POAH. Meine Kindheit war voller Musik die riesige Inspirationsquellen für meine eigene Musik heute sind. Und dieser Song katapultiert mich wie kein Zweiter zurück in die Zeit.
Antoon war ein Jahr über mir in meiner Uni in den Niederlanden und hat als Erster von uns Allen den Schritt von EDM-Producer zu Sänger und Songwriter gemacht. Jemanden hautnah dabei zu beobachten, sich eine Musikkarriere aufzubauen, ist wahrscheinlich auch einer der Gründe, warum ich heute überhaupt die Musik mache, die ich mache.
Chapo einfach ein König der Hymen. Unglaublich schöner Song der zeigt, dass brutale Stimme und sanfte Melodien zusammenpassen. Hat mich nicht nur mit diesem Song enorm motiviert, schwere Themen versuchen leicht zu verpacken.
Obwohl ich kein einziges Wort verstehe, hab ich das Gefühl Lucio Corsi hat diesen Song nur für mich geschrieben und steht ein bisschen auf mich. Manchmal braucht es nur ein Klavier und eine schöne Melodien um sich gut zu fühlen. Gehört einfach auf diese Liste!
Ich habe eine Menge Dinge für die ich Luca (meinem Gitarristen und inzwischen einer meiner besten Freunde) danken muss, aber vor allem dafür, dass er mir diesen Song gezeigt hat. Hab jedes Mal das Gefühl ich hätte unglaublich lange Haare und fahre mit dem Pickup irgendwo durch die USA. Seit ich diesen Song das erste Mal gehört habe, wusste ich, ich will dieses Gefühl auch in eigenen Songs erschaffen.
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Hab diesen Song letztens zufällig einfach auf ner alten Festplatte wiedergefunden??? Auf ner Festplatte… Trotzdem kann ich noch jedes Wort mitsingen. Das hat mich damals immer schon inspiriert selber Musik zu machen, die etwas unbeschreibliches in Menschen auslöst, auch wenn sie die Musik jahrelang nicht gehört haben.
Das war der Lieblingssong meiner Babysitterin. Ich hab meiner Mutter davon erzählt, sie war jedoch garnicht begeistert, da ich in so einem jungen Alter nicht das Wort Mörder sagen sollte. Komplette Panik bei uns zuhause. Sophie Ellis Baxter zeigt mir, trotz ihrer Kraftbegriffe, dass Disco und tanzbar auch in Kombination aus Sprechgesang und gesungenen Melodien funktioniert.
Wow, gibt’s nen besseren Song für Autofahrten durch Köln mitten in der Nacht? Bei Autofahrten habe ich meistens den Kopf am freiesten und mir kommen viele Ideen für neue Songs. Und dieser Song befeuert das wie kein anderer.
Ich habe in Berlin mal im selben Lineup wie Mark Ambor gespielt und ihn Backstage gefragt, ob er auch Musik macht. Daraufhin hat er mir diesen Song auf der Gitarre vorgespielt. Ziemlich besonderes Erlebnis mit ziemlich besonderer Gänsehaut. Danach hatte ich das unglaubliche Bedürfnis Musik zu machen, die einfach durch Gitarre und Stimme funktioniert.
Dieses Lied ist wahrscheinlich der Grund, warum „Sophie“ so klingt wie es jetzt klingt. War am Anfang eher ein Liedchen und als ich Blink Twice das erste Mal im Radio gehört hab, wusste ich direkt: So muss Sophie klingen!
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Falls ihr noch neuen Musikinput für den Sommer sucht, hier könntet ihr fündig werden. Und skuth auf dem Zettel zu haben, lohnt sich so oder so – da sind wir uns sicher.
Vom 27. bis zum 30.08.2025 präsentieren die OFFDAYS ein mehr als beeindruckendes Line Up in Berlin und Hamburg. Wir waren letztes Jahr schon dabei und können sagen: das ist schon ein qualitativ kuratiertes Mini-Festival, das sich lohnt! Nelly Furtado, Saint Levaint, 070 Shake,.. Wer sich Ende August noch einmal nach dem Festival Feeling sehnt, kann hier definitiv was mitnehmen.
27.08. Hamburg, Stadtpark Open Air
mit Nelly Furtado, Yseult
Hamburg Peeps, aufgepasst! Niemand anderes als Queen Nelly Furtado kommt zu euch! Ob „I’m Like a Bird”, „Maneater“ oder „Say It Right“ – ihr werdet all das tief aus eurer Seele singen und fühlen. Nach mehreren Jahren Bühnenabstinenz meldet sich die Sängerin nun zurück, mit ihrem neuen Album 7 mit dabei. In Deutschland ist dies eins der wenigen Möglichkeiten sie dieses Jahr live zu erleben – die Pause war lang genug. Seid ihr bereit für die 2000er-Nostalgie?
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Yseult wird das Line Up in Hamburg vervollständigen. Die französische Sänger Songwriterin mischt schon seit mehreren Jahren in der frankophonen Musikwelt mit. Mit ihrem aktuellen Album Mental hat sie die alternative Popszene so sehr aufgemischt, dass sie sogar die Olympischen Spiele in Paris 2024 abgeschlossen hat. So nah kommt man wahrscheinlich nicht nochmal an die Energie ran, die den Abschluss eines so riesen Events feiert.
Nicht nur Hamburg Peeps haben die Möglichkeit, die Stimmengewalt und Aura von sowohl Nelly Furtado als auch Yseult mitzubekommen, sondern auch unsere Berliner Mäuse! In der Zitadelle Spandau, eine der schönsten Berliner Outdoor Venues, wird es diese besondere Kombination am 29.08. geben. Abgerundet wird das Line-Up von dem Vocalensemble A Song For You, das über 50 Künstler:innen aus der ganzen Welt vereint. Mitbegründet von Noah Slee ist A Song For You ein wahnsinnig spannendes Projekt, das sich in keine Schublade stecken lässt und sich klanglich irgendwo zwischen Neo Soul, RnB und Gospel bewegt. Es zelebriert gleichzeitig die Vielfalt der Berliner Musikszene und bietet eine Plattform für unterrepräsentierte Stimmen – beides könnten wir nicht mehr lieben.
Am Samstag geht es in Berlin dann richtig zur Sache. Vielleicht der Tag, auf den wir uns am meisten freuen, denn nicht nur sehen wir 070 Shake zum ersten Mal live, sondern können endlich wieder an der Live-Energie zehren, die Saint Levant mit seiner Band auf die Bühne bringt.
070 Shake sollte kein Fremdbegriff für euch sein. Die US-Sängerin, Rapperin und Songerwriterin begeistert mit ihrem Mix aus Hip-Hop, Alternative und elektronischen Klängen nicht nur uns. Düster, kraftvoll und immer ein wenig im Spagat der Genres, hat 070 Shake etwas ganz einzigartiges an sich, das instinktiv in den Bann zieht.
Saint Levant, was sollen wir sagen. Ihr müsst euch nicht nur die Live-Energie des palästinensisch-französisch-algerischen Musiker geben, sondern auch offen für seine berührende und ehrlichen Poesie sein. Auf englisch, französisch und arabisch bringt er Hits wie Daira oder KALAMANTINA auf die Bühne und reißt alles mit – in vollster Solidarität.
Abgerundet wird der Abend von Bakar – einer unserer UK-Crushes, der endlich wieder nach Berlin kommt. Zwischen Rap und Pop und Alternative zeigt der Wärme und Wortspiele und wird nach seinem Auftritt nicht nur uns mit einem Crush zurücklassen.
Mitte Juni diesen Jahres wurde ich eingeladen, beim Record Release-Konzert des deutschen Musikers Drangsal dabeizusein. Drangsal, alias Max Gruber, präsentierte sein neues Album im Berliner Club Modus und feierte dabei seine künstlerische Metamorphose. Die Record Release-Show zu „Aus keiner meiner Brücken die in Asche liegen ist je ein Phönix emporgestiegen“ (Virgin/Universal) sollte mehr sein als ein Konzert. Ein Abend, an dem sich ein Künstler von seinem früheren Selbst losreißt.
Drangsal endlich als feste Band
„Drangsal“ – das bedeutet im Deutschen qualvolle Bedrückung, Leid oder Not (Quelle: Duden). Das Wort stammt aus dem spätmittelhochdeutschen und war im 18. Jahrhundert vor allem in dichterischem Kontext gebräuchlich. Max Gruber wählte diesen Namen bewusst: Laut einem Interview mit dem Mannheimer Morgen ist er inspiriert vom Firmennamen eines regionalen Bestattungsinstituts. Ein programmatischer Titel, der sich an diesem Abend widerspiegeln soll.
Der sperrige, beinahe poetisch-verzweifelte Albumtitel, der an die kryptisch-melancholische Grandezza von The Smiths erinnert, gab bereits im Vorfeld einen Hinweis auf die inhaltliche Tiefe und die neue musikalische Richtung. Wo sich frühere Werke von Drangsal noch stark im synthetischen Electro-Pop suhlten, dominiert nun eine eklektische Vielfalt: Gitarrenriffs, Krautrock-Anleihen, orchestrale Elemente und sogar Fragmente aus Industrial und Jazz verweben sich zu einem organischen Klangkörper. Das alles trägt nicht nur Grubers Handschrift – zum ersten Mal ist Drangsal auch als Band erlebbar. Die Bühne teilte er sich mit einer dreiköpfigen Live-Formation, die nicht bloß Begleitmusiker waren. Denn Drangsal ist inzwischen (mindestens) ein Trio. Neben Max Gruber zählen Lukas Korn (Gitarre, Produktion) und Marvin Holley (Gitarre, Komposition) zur festen Besetzung.
Die Setlist wurde vom neuen Album dominiert, das am selben Tag erschienen war. Songs wie „Bergab“, „Glutkern“ oder „Hab Gnade!“ bewiesen eine ungeahnte emotionale Tiefe – melancholisch, ja, aber nie larmoyant. Immer wieder schimmerte das ironisch-nihilistische Weltbild durch, das Gruber in Interviews kultiviert, nun aber künstlerisch ernsthaft transformiert. Beim Song „Die satanischen Fersen“ erkennt man sogar Hitpotenzial. Schwingt da ein bisschen Pophymnen-Flair à la Die Ärzte mit? Alte Hits wie „Turmbau zu Babel“ wurden neu interpretiert.
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Die Stimmung im ausverkauften Modus war konzentriert, nur wenige Smartphones leuchteten auf. Alles an diesem Abend wirkte jedoch choreografiert. Nichts, so scheint es, wird bei Drangsal dem Zufall überlassen. Die Musik, die Performance, sogar die attraktiven Bandmitglieder scheinen einem Plan zu folgen. Hier will jemand in den Popolymp. Live wirkte das alles kohärent. Auf den 17 Album-Tracks hingegen – teils auf Deutsch, teils auf Englisch gesungen – zerfasert das Konzept dann stellenweise. Und auch die Texte wirken oft stark gekünstelt. Vielleicht ist das die Unruhe eines Künstlers im Übergang.
Gruber hat mit „Aus keiner meiner Brücken die in Asche liegen ist je ein Phönix emporgestiegen“ ein neues Kapitel aufgeschlagen. Trotz mancher Schwächen lohnt sich das Anhören. Am 4. Oktober 2025 spielen Drangsal im Berliner Metropol am Nollendorfplatz. Ihr solltet gepannt bleiben. Ich bin es ebenfalls.
Eigentlich bedarf folgende Band keine große Vorstellung mehr, weil wir wirklich hoffen, ihr hört sie privat schon jahrelang hoch und runter und habt sie mindestens schon ein Mal live erleben können. Jedenfalls wünschen wir euch das! Black Sea Dahu sind ein Musikwunder aus Zürich, das mit absoluter Hingabe und Leidenschaft schon mehrere der schönsten Indie-Folk Songs geschrieben haben, die wir je gehört haben. Nachdem sie letztes Jahr gemeinsam mit dem Streichquartett Amour Sur Mars die Bühne geteilt und ihre Musik auf eine neue Ebene gehoben haben, bringen sie genau diese Magie am 06.08.2025 zum Draußen im Grünen nach Hamburg!
Einmal direkt ins Herz feat. Streichquartett
Black Sea Dahu machen schon einige Zeit Musik, die uns tief berührt und hören einfach nie damit auf. Mit jedem Song erzählen sie emotionale Geschichten aus ihrem Leben – ob über die komplizierte Liebe oder den kürzlichen Verlust ihres Papas – Janine Cathrein und ihre Band packen alles in Musik. Ihre eindringliche Intensität legt sich auf den atmosphärischen Indie-Folk Sound und entführt in ihre Welten, in der alles okay erscheint. Denn auch wenn viel Schmerz im Leben und ihren Songs steckt, so ist es doch die Hoffnung und die Liebe fürs Leben und die zwischenmenschlichen Momente, die ihre Musik zu dem auszeichnen, was es ist. Eine warme Umarmung und das Versprechen, dass alles irgendwie okay wird.
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Und jetzt stellt euch dazu mal mit Live-Streicher*innen vor! Perfekter könnte etwas nicht zusammen passen. Und dann noch Draussen im Grünen! Falls ihr in und um Hamburg seid und am 06.08. nichts vor habt, können wir euch das ganz ganz nah ans Herz legen. Für mehr Tiefe, mehr Dramatik und mehr Sinnlichkeit.
Wir verlosen außerdem 2×2 Tickets für das Konzert auf unserem Instagram! Hier könnt ihr mitmachen – vielleicht sehen wir uns ja.
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Ihr wisst, wir lieben es Newcomer*innen zu entdecken und sie mit euch zu teilen. Eine Sache, die wir ebenso lieben, sind Newcomer*innen-Festivals oder einfacher gesagt: Die versteckten Schätze der Festivallandschaft zu finden. Glücklicherweise sind wir da wieder einmal fündig geworden. Dürfen wir euch vorstellen? Das Kinkerlitzchen Festival.
Das Kinkerlitzchen ist ein kleines, von Ehrenamtlichen liebevoll organisiertes Festival im Grünen, genau gesagt: In Metelen, nahe Münster. Süße Deko in den Bäumen, alles DIY und gemütlich gestaltet. Für die verwunschene Wald-Atmosphäre hält das Geländer einer alten Kornwassermühle her. Zwei Bühnen, eine Kirche und viel Grün sind der Festivalspielplatz.
Musikalisch gibt’s auf dem Kinkerlitzchen ein sorgfältig kuratiertes Line-Up von Pop bis Elektro, Indie bis Artpop mit besonderem Gespür für neue Sounds. Beim Blick auf das Line Up könnten dem ein oder anderen alte bekannte und neue untoldency-Lieblinge auffallen:
Dominik Hartz Paula Dalla Corte Hymen Paulinko Juno Lee Looking for Ella Bluai Julie Pavon Akryl
Was gibt’s sonst noch auf dem Kinkerlitzchen Festival? Auf dem Gelände verteilt findet man immer wieder Artistik und DIY-Stationen. Unsere persönliche Empfehlung: Verpasst bloß nicht die Live-Musik-Newsletter-Ausgabe von Zwischen Zwei und Vier.
Wann? Freitagabend, 8.8., und Samstag, 9.8. ab 14.30 Uhr Wo? Mühlentor 22 (Plagemanns Mühle), 48629 Metelen
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MADANii ist ein musikalisches Wunderwesen, welches wir schon lange auf unserem Radar haben. 2020 hat sie in Kollaboration mit Produzent und Musiker LLUCIDihre ersten zwei EPs veröffentlicht. Ein paar Jahre später war sie Features auf den Alben von LNA, Moglii und MINE. Ihre Performance und einzigartige Commitment zur Musik als Gesamtheit erinnert uns immer ein wenig an FKA Twigs – nur um einen Vergleich ranzuholen, der unterstreicht, wie viel Talent sich in der Berlinerin verbirgt. Nun veröffentlicht sie ihre BiiLINGUAL EP und spielt am 16.05. ein exklusives Release-Konzert in der Kantine – und wir dürfen präsentieren!
Let’s dance through the pain and joy of life together
MADANii Ansatz zur Musik ist seit jeher ein interdisziplinärer. Sie verbindet Avant-Pop, Alternative R&B, Trap mit Sprache, Politik und zutiefst persönlichen Storylines. Die Geschichte des Anderssein zieht sich durch ihre Biografie als Tochter politischer Geflüchtete aus dem Iran und ist genau das, was sie in ihrer Musik in all ihren Facetten verarbeitet. Ihre EP BiiLINGUAL erforscht Themen wie Identität, kulturelle Hybridität und Resilienz – Themen, die alle ansprechen, die sich schon einmal zwischen den Welten gefangen gefühlt haben. Aber auch alle anderen können diese Songs genießen und zusammen tanzen:
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Am 16.05. wird sie die BiiLINGUAL EP in einer audiovisuellen Live-Performance vorstellen und wir könnten aufgeregter gar nicht sein. Falls ihr also noch keine Tickets habt, dann seid jetzt schnell:
Bis dahin hört euch durch MADANii’s Diskografie durch und überzeugt euch selbst, welche absolute Legende hier gerade heranwächst.
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In seiner sechsten feinperlig. Kolumne war Musikjournalist Johannes Martin eine Woche lang im Bann des neuen Albums von Die Heiterkeit.
Als Berliner habe ich lange Zeit mit einer gewissen Eifersucht auf die Hamburger Musikszene geschaut. Blumfeld, Bernd Begemann, Kettcar, Die Braut haut ins Auge, Tocotronic – und später dann Die Heiterkeit. All diese Bands transportierten ein Gefühl von diskursivem Pop, von eleganter Melancholie, Ironie und Widerstand. Eine Art Verlorensein mit Haltung. Ich habe dieses Gefühl gesucht – und in der Hansestadt gefunden.
Die Heiterkeit
Von Stella Sommer und Die Heiterkeit hörte ich zum ersten Mal 2015. Das Doppelalbum Pop & Tod I + II mit dem Eröffnungssong Die Kälte sprach mich sofort an. Schon die Eröffnungszeile ging mir durch Mark und Bein: „Da wo ich wohne, ist es immer kalt, kalt, kalt.“ Und mir – paradoxerweise – wurde warm zumute. Heute ist Sommer die alleinige Stimme und kreative Kraft hinter Die Heiterkeit. Ihr aktuelles Album Schwarze Magie hat mich überrollt. Im besten Sinne. Im Zeitraum der Albumveröffentlichung sollte ich eine kurzweilige Woche mit Stella Sommer verbringen.
Von Frühling bis Sommer
Im Frühling falle ich traditionsgemäß in eine leichte Melancholie – ausgerechnet dann, wenn alle anderen aufblühen. Während Berlin aus allen Nähten platzt vor Parkromantik, Picknickdecken und Biergartenseligkeit, möchte ich mich manchmal einfach verkriechen. In meine Höhle, unter die Decke, ins eigene Innenleben. Musik hilft da. Die richtige Musik – und Stella Sommer liefert genau das.
Aufgewachsen in St. Peter-Ording, gründete die Musikerin 2010 Die Heiterkeit in Hamburg, zunächst als Trio. Vier Alben folgten in wechselnder Besetzung, Umzug nach Berlin, außerdem drei englischsprachige Soloalben und ein Nebenprojekt namens Die Mausis mit Max Gruber alias Drangsal. Schwarze Magie ist nun die Rückkehr zum Bandprojekt.
Schwarze Magie
Musikalisch orientiert sich das Album mit Anklängen am Great American Songbook, Elvis, Folk, frühen Country, Cohen und Baez – aber auf ganz eigene Weise. Musik, die sich nicht aufdrängt, aber fesselt. Die Musik flattert in düsterer Eleganz, gespickt mit feinem, manchml bittersüßem Wortwitz. Stella Sommers sonore Stimme erinnert mich manchmal an Patti Smith, ist aber vor allem eines, unverwechselbar. Alles ist wie mit feinem Pinselstrich gemalt – inklusive der Produktion von Moses Schneider, der der Platte eine angenehm unaufgeregte Tiefe verleiht. Das ganze Projekt wirkt fast zwanghaft durchdacht.
Fischtage
Bei der Buchpremiere von Charlotte Brandis Romandebüt „Fischtage“ im Maschinenhaus in Berlin traf ich Stella Sommer – wir wurden uns kurz vorgestellt, dann sprach ich ihr meine Hochachtung aus. Ich erwähnte aber auch, dass ich Die Heiterkeit (und Tocotronic) zwar liebe, sie aber nicht grooven. Totaler Quatsch, eigentlich. Was ich meinte: Schwarze Magie klingt für mich wie das beste Hamburger-Schule-Album der letzten Jahre – nur eben aus Berlin. Leise, aber eindringlich. Und ja, es groovt – nicht im klassischen Sinn, eher als innerer Rhythmus. Wie ein Herzschlag.
Noch am selben Abend kaufte ich mir ein Ticket für das anstehende Konzert im Lido. Das Album wollte ich mir vor Ort als Vinyl kaufen. Auf Spotify ist es nur in Auszügen verfügbar. Ein Statement. Und auch ein Qualitätsversprechen: Musik zum Hören, nicht zum Skippen. Eine Woche lang hörte ich das komprimierte Album hoch und runter.
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Das Konzert im Lido fällt auf den folgenden Mittwoch. Das ehemalige Kino an der Schlesischen Straße ist in rotes und blaues Licht getaucht ist. Die Heiterkeit treten zu fünft auf. Stella Sommer intoniert den ersten Song Alles was ich je geträumt hab zurückhaltend, auch weich, getragen und beinahe sakral. So klingen viele der neuen Songs. Statt brachiale Keyboardflächen, wie noch auf dem Vorgängeralbum Was passiert ist, dominieren hier dezente Folk- und Countryklänge. Die Arrangements erinnern an Harold Arlen, Rick Rubin oder Leonard Cohen. Ein Song, Santa Ana, ist in direkter Anlehnung an They Call the Wind Maria entstanden, einem seltsam schönen Country-Song aus dem Jahr 1951.
Als die Band Teufelsberg spielt, denke ich an Goethes Brocken, an Thomas Manns Zauberberg, an Wagner, Wind und Mondlicht. Übertrieben? Vielleicht. Funktioniert meine Assoziation hin zu deutscher Naturromantik? Irgendwas rührt da in mir. Der Teufelsberg ist nicht nur ein Trümmerberg in Berlin-Grunewald – er ist auch Projektionsfläche für alles, was verloren ging und noch immer in uns arbeitet. Winde, Geister und Berge – ich höre die Glocken läuten.
Geister
Schwarze Magie ist kein politisches Album im klassischen Sinne. Es spricht nicht direkt über Kriege oder Krisen. Und trotzdem fühlt es sich zeitgemäß und dringlich an. Vielleicht, weil es tiefer gräbt. Weil es dort ansetzt, wo einfacher Sprachgebrauch aufhört und Lyrik beginnt. An dieser Stelle empfehle ich, die Texte des Albums separat zu lesen.
Im Pressetext heißt es: „Die Götter sind malade und kraftlos, die Geister zu porös zum Spuken.“ Und so liegt es wieder an Die Heiterkeit, uns an der Hand zu nehmen und durch die Dunkelheit zu führen.
Einer der letzten Songs beim Berlin-Konzert ist Die Kälte. Ich lausche gebannt. Nach 100 Minuten ist Schluss. Ich bin merkwürdig erleichtert – und tief bewegt. Am Merchstand lasse ich mir die Platte von Stella Sommer signieren. Ich erwähne noch mal mein Groove-Missverständnis, aber Stella sagt nichts dazu. Vielleicht hat sie es nicht gehört. Vielleicht war es nicht wichtig.
Die ich rief, die Geister, werd‘ ich nun nicht los. Auf dem Nachhauseweg war ich geheimnisvoll erfüllt, nach einer Woche mit Stella Sommer und Die Heiterkeit.
*Läute die Glocken ist der erste Song auf dem Album Schwarze Magie.
„feinperlig.“ ist eine musikalisch-literarische Kolumne von Johannes Martin, die sich an seine seit 2022 laufende gleichnamige Interviewreihe anschließt. In dieser spricht er mit Künstler*innen, Verleger*innen, Booker*innen und anderen Persönlichkeiten in der deutschen Kulturlandschaft. Durch die jetzt schriftliche Version dieser Reihe bekommt seine Kolumne und seine Einordnungen der musikalischen Kulturlandschaft endlich auch ihren Platz.
Fotocredit: Johannes Martin
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Es gibt zwei Schwestern, die seit ein paar Jahren die Hip Hop und Jazz Welt nicht loslassen. Es ist die Rede von Sirens Of Lesbos, das eritrerische-sudanische Duo aus der Schweiz, die mit ihrer Band vor zwei Wochen ihr drittes Album i got a song, it’s gonna make us millions herausgebracht haben. Mit diesem sind sie nun auf Tour und machen am 11. Mai im Gretchen Berlin Stop. Für Fans von Childish Gambino, SAULT, Amber Mark oder Ezra Collective: ihr werdet hier auf jeden Fall auf eure Kosten kommen.
i got a song, it’s gonna make us millions
Wenn eins Sirens Of Lesbos auszeichnet, dann ihre einzigartige Mischung aus Soul, Hip Hop, Jazz und Electronica. Sie machen einfach das, worauf sie Bock haben! Und das mit einer dynamischen und fesselnden Energie, die ihnen viele Fans auf der ganzen Welt gewonnen hat. Inspirationen zieht sich die Band aus dem modernen Hip Hop, britischen Pop der 90er, Afrobeats oder LoFi-Indie Acts wie Mk.gee. Die Range ist weit, das Resultat zieht in den Bann. Vor allem durch die persönliche Tiefe, die die Schwestern Jasmina and Nabyla Serag in ihre Songs reinbringen. Ihre Identität befindet sich an der Schnittstelle zwischen der nordostafrikanischen Kultur ihrer Eltern und der westlichen Kultur der Schweiz, wo sie leben. Unmöglich, sich als genau eine Sache zu identifizieren, haben sie genau das angenommen: „We have always been many things.” Und das zu sehen und zu hören, ist genau das, was so viel Spaß macht:
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Am 11.05.2025 kommen sie mit i got a song, we’re gonna make millions auch auf Tour in Berlin, und machen vielleicht genau das. Millions. Aber nur wenn ihr mithelft:
Um noch ein wenig tiefer in die Diskografie von Sirens Of Lesbos zu gelangen, empfehlen wir euch direkt das neue Album – viel Spaß!
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