Der Stadtkern der schwedischen Großstadt Göteborg wird jeden Sommer für ein Wochenende zum Festivalgelände. Im großen, weitläufigen Stadtpark Slottskogen findet das Way Out West statt. Das Line-Up kann mit großen Festivals, wie dem Sziget, Roskilde oder sogar Coachella mithalten und lockte 2025 rund 80.000 Besucher*innen pro Jahr an. In diesem Jahr findet es vom 13. Bis zum 15. August statt.
Der Unterschied zu anderen Festivals: Hier wird nicht gezeltet, die Schweden scheinen auf erholsamen Schlaf zu setzen. Dafür wird die Energie vom Festivaltag voll und ganz beim Abendprogramm, dem „Stay Out West“ rausgelassen – den DJ-Sets, die nach dem Ende auf den großen Bühnen erst in den Clubs anfangen.
Ein Blick auf das diesjährige Line-up zeigt schnell, das Way Out West seine eigene Logik verfolgt. Es geht hier weniger darum, möglichst viele große Namen aneinanderzureihen, sondern darum, ein in sich stimmiges Programm zu kuratieren, das verschiedene Generationen und Genres miteinander verbindet. Viele bekannte Künstler*innen sind natürlich trotzdem dabei.
Unsere Highlights im Line-Up
Mit Lorde steht eine Künstlerin im Zentrum, die Pop nicht einfach reproduziert, sondern immer wieder neu denkt. Ihre Musik bewegt sich zwischen Intimität und Größe, zwischen persönlichen Momenten und kollektiver Erfahrung – eine Spannung, die auf einem Festival wie diesem bestimmt besonders gut funktioniert.
Mit The Cure kommt eine Band dazu, die längst über jede Nostalgieschublade hinausgewachsen ist – spätestens seit dem Auftritt von Sänger Robert Smith mit Olivia Rodrigo auf dem Glastonbury Festival. Ihre Musik wirkt heute genauso relevant wie vor Jahrzehnten, vielleicht sogar mehr, weil sie eine Form von Melancholie transportiert, die zeitlos geblieben ist.
Und schließlich sind da noch die Gorillaz, ein Projekt, das sich ja sowieso konsequent jeder klassischen Einordnung entzieht. Zwischen Animation, Kunstfigur und musikalischem Kollektiv entsteht hier eine Form von Pop, die gleichzeitig verspielt und reflektiert ist. Wir sind sehr gespannt, wie das auf der Bühne in Göteborg rüberkommt.
Nicht nur Pop-Größen
Was das Festival aber auch besonders gut kann: Die Abwechslung im Line Up. So sind beispielsweise mit dem Ezra Collective oder Nu Genea jazzige Livebands am Start, die zwischen den Pop-Ikonen etwas Ruhe reinbringen.
Und wenn wir schonmal in Schweden sind, dürfen natürlich auch die Starts des Landes nicht vergessen werden: Neben Zara Larsson und Lykke Li ist in Schweden auch Veronica Maggio eine DER großen Namen. Auch wenn sie auf schwedisch singt, sind ihre Songs auch für ein deutsches Publikum wärmstens zu empfehlen.
Unser Appell: Lasst euch auf diesen Festival auf keinen Fall die euch unbekannten Acts entgehen!

Neben der Musik öffnet das Festival bewusst weitere Räume – zum Beispiel Kinosäle. Ein eigenes Filmprogramm ergänzt die Konzerte und schafft Momente zum Aufatmen, in denen man kurz aus dem Strom der Live-Auftritte heraustreten kann.
Mal abgesehen vom Way Out West lohnt sich auch ein Besuch in der zweitgrößten Stadt Schwedens. Was es dort alles zu sehen gibt und was wir euch besonders empfehlen: Darauf müsst ihr euch noch etwas gedulden – denn das gibt’s erst nach unserem Besuch auf dem Way Out West. Wenn ihr aber jetzt schon hooked seid und dieses Festival nicht verpassen wollt, dann schnappt euch schnell eins der letzten Tickets, denn das Way Out West ist schon so gut wie ausverkauft.
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