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Es kann sein dass alles endet: So waren die Leftovers am 23.10 in Hamburg

Sie sind eine dieser Bands, die scheinbar unermüdlich neue Musik releasen und durch die DACH-Region touren: Drei Alben in drei Jahren mit ebenso vielen Touren und intensiven Festival-Sommern, die sie unter anderem zu Rock am Ring und Rock im Park brachten. Die Leftovers aus Wien bringen seit ihrem Debüt-Album „Krach“ im Jahr 2022 den Spirit des 90s Grunge und Alternative Rock auf deutschsprachige Bühnen. Am 23. Oktober waren sie im Zuge ihrer „Alles Endet“-Tour im hamburger Molotow.

Grunge-Glam im Molotow

Es ist Ende Oktober und einer der ersten richtig kalten Abende auf der Hamburger Reeperbahn, aber das hält die Besucher des Molotows nicht davon ab in vollem Emo-Grunge-Glam aufzutauchen. Viele Menschen in diesem jungen Publikum sehen aus als wären sie direkt aus den frühen 2000ern ins Molotow transportiert worden. Die Show ist ausverkauft, die Schlange lang und schon beim Einlass lässt sich von Seiten der Crew vernehmen, dass die Show verspätet starten wird. Klassisch Rock-Band eben. 

Doch vor den Leftovers öffnet zunächst deren Support-Act Julia Effekt, ebenfalls aus Wien, den Abend. Mit ihrem in diesem Jahr erschienen Album “Nachtparkett” präsentiert die fünfköpfige Band irgendwas zwischen Goth, Post-Punk und 90s Grunge und passt damit perfekt ins Beuteschema der Leftovers-Fans, die direkt eine Zugabe fordern. 


Wut und Frustration kanalisiert in Musik und Energie

Nach kurzer Umbaupause, in der das Publikum lautstark “Iris” von den Goo Goo Dolls zum besten gibt, erklingt dann “Für mich soll’s rote Rosen regnen” von Hildegard Knef, quasi der Einlauf-Song der Leftovers. Die vier Bandmitglieder betreten die Bühne und stehen ihrem Publikum ästhetisch in nichts nach. Sowohl Band, als auch Fans gehen direkt von 0 auf 100. Schon mit dem ersten Song, “System” öffnet sich der Moshpit und das Molotow beginnt zu beben. Diese Energie zwischen den Menschen auf der Bühne und denen davor wird sich auch in den nächsten 1,5 Stunden nicht legen.

“Wer von euch hat Die Verwandlung von Kafka gelesen?”, schreit Sänger Leonid als der erste Song verklingt und kündigt damit den zweiten Song, “Käfer”, an, der von eben jener Verwandlung von Kafka inspiriert ist. Schließlich sind die Leftovers auch eine intellektuelle Band!

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Neben einer bunten Mischung ihrer drei Alben, spielen die Leftovers an diesem Abend auch ein paar unveröffentlichte Songs. “Wir machen jetzt wieder richtigen Grunge”, erklärt Leonid vorab. Als hätten sie jemals wirklich damit aufgehört. Auch das Grauzone-Cover “Marmelade und Himbeereis”, das seit jeher Bestandteil des Live-Sets ist und die Fans zum mitgröhlen animiert, darf natürlich nicht fehlen.

Die Leftovers schaffen es die Wut und Frustration, die aus ihrer Musik sprudeln live in positive Energie umzuwandeln und ihrem Publikum einen Abend Eskapismus vor der Welt zu bieten. Denn es kann sein, dass alles endet aber die Leftovers werden weiterhin Musik machen. 

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