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Sziget 2026: So war eine Woche auf der Island Of Freedom

Eine Woche mit über 300 000 Besucher:innen auf der Island of Freedom liegt hinter uns – das Sziget Festival ist offiziell vorbei und wir haben vor, euch noch einmal unsere Highlights zu präsentieren, also kommt hier ein kurzer Wrap-up von einer Woche Budapest! 

Am Dienstag ging’s los mit dem Programm und die ersten Acts standen bereits am Vormittag an. Die größeren Stages haben jedoch immer erst ab 16 Uhr mit dem Programm begonnen, wodurch wir den Vormittag auf der Insel eher selten erlebt haben. Dort ist es generell noch sehr ruhig, da viele Party-People noch am Schlafen sind.

Die Ruhe vor dem Sturm am Vormittag

Ankommen

Zuerst ging es aber los mit der alljährlichen Stempeljagd. Zu Beginn des Festivals bekommt man einen Reisepass als kleinen Festivalguide, in dem man ebenfalls Stempel an verschiedenen Stationen der Insel sammeln kann. Dadurch bekommt man einen guten Überblick über das Gelände und muss kleinere Challenges machen. Für eine vollständig absolvierte Stempeljagd bekommen die ersten 5000 Menschen ein Goodie und dieses Jahr gab es Socken oder einen Beutel.

Tag 1

Die Highlights waren definitiv Zara Larsson und Sombr als Headliner des ersten Abends. Beide haben eine sehr coole Show abgeliefert und sich definitiv die Slots auf der Mainstage verdient. Abends ging es dann auf der Revolut Stage weiter mit Dijon, einem meiner liebsten Künstler. Auch seine Show war sehr gut besucht und es war mir ein Fest, ihn wieder live sehen zu dürfen. Zum Abschluss gab es noch eine positive Überraschung: Soft Loft. Die Schweizer Band war live wirklich richtig gut und sie hat mich mit ihrer verträumten Musik ein wenig in ihren Bann gezogen. Um 2 Uhr war dann erstmal Schicht im Schacht! 

Sombr auf der Mainstage

Tag 2

Am Mittwoch startete der Nachmittag mit den Giant Rooks, die ich zum zweiten Mal auf dem Sziget erleben durfte und die sich (verdient) von der Revolut Stage auf die Mainstage katapultiert hatten. Dann ging’s weiter mit Natasha Bedingfield, die tatsächlich nicht auf der Mainstage gespielt hat, was ehrlicherweise ein bisschen fehlbesetzt war. Der Andrang bei so einer Legende mit Songs zum Mitsingen war riesig und ich glaube, ich habe die Revolut Stage noch nie so voll erlebt; trotz der Völle hatten alle aber eine gute Zeit. Ich habe auch noch nie so viele Menschen dort im Publikum mitsingen gehört. Natasha hat wirklich abgeliefert! 

Die Giant Rooks auf der Mainstage am Nachmittag
Versammlung vor der Revolut Stage bei Natasha Bedingfield

Weiter im Programm ging es mit den Twenty One Pilots, Chet Faker und Ashnikko. Es war dieses Jahr alles etwas eng getaktet, hatte ich das Gefühl, sodass wir uns nicht alles anschauen konnten. Normalerweise lief immer ein Act auf der Revolut Stage, nachdem der Headliner auf der Mainstage vorbei war, sodass die Massen immer dorthin geströmt sind. Ich kann mir vorstellen, dass sie, um den Strom etwas zu kontrollieren, dieses Jahr die Acts auf diesen zwei Stages lieber zeitgleich laufen lassen haben, was ich jedoch ein wenig schade fand. 

Zum späten Abend hin folgte dann ein wenig Heimatfeeling auf der DHL Stage: Ikkimel. Ich würde wahrscheinlich in Berlin niemals zu einem Konzert gehen, weil ich mir die Crowd recht anstrengend vorstelle, aber auf dem Festival hat es schon sehr Bock gemacht, da sich alles gut verteilt hat. Live macht Mama Ikki definitiv sehr gute Stimmung! 

Da es an Tag 3 früh raus ging, haben wir uns danach vom Gelände begeben, obwohl ich mir den ein oder anderen Act gern noch angeschaut hätte, aber es war einfach viel zu spät. Da wir nicht gecampt haben, darf man auch den Weg zurück in die Stadt nicht unterschätzen, der gern mal eine Stunde dauert.

Tag 3

Der frühe Vogel fängt den Wurm – oder besser gesagt einen Interview-Slot. Mehr dazu lest ihr allerdings im Dezember!

Donnerstag war somit der einzige Tag, an dem wir die Insel schon am frühen Vormittag betreten haben und es war noch sehr leer und ruhig. Wir hatten dann ein wenig Zeit, die Sponsoren auszukundschaften. Zuerst ging es zu Aperol. Dort konnte man ein paar Säckchen werfen und sich bei einem Treffer ein Goodie abholen. Mitgenommen haben wir einen Regenponcho (den wir Gott sei Dank nicht gebraucht haben) und einen Beutel. Weiter ging’s zu Revolut. Neben der Stage gab es einen Stand, wo man sich am System einen Code generieren lassen konnte und mit den Zahlen per Zufall etwas gewinnen konnte. Revolut verlost jedes Jahr sowohl kleine Goodies wie Mini-Ventilatoren oder Handyketten, aber auch VIP-Upgrades, Backstage-Touren oder Sziget-Tickets für 2027.

Nebenan war zudem ein Stand von Notino (die waren sehr präsent dieses Jahr), wo man sich zwischendurch noch einmal etwas frisch machen konnte. Es gab alles über Haaröl, Sonnencreme, Gesichtswasser etc. und mit dem Dyson Airwrap konnte man sich noch einmal die Frise aufhübschen. Notino hatte noch ein kleines Häuschen auf der Insel, wo man unterschiedliche Challenges absolvieren konnte und am Ende ebenfalls ein kleines Goodie erhalten hat. Dafür hatten wir aber keine Zeit mehr, weil wir viel zu lange für die DHL-Fotobox angestanden haben. An sich eine sehr süße Idee, aber leider war die Kameraqualität wirklich nicht die beste. Als Andenken aber völlig ausreichend.

Danach hieß es erstmal Päuschen und Ausruhen, bis der erste Act gespielt hat. Ich muss zugeben, wir haben dieses Jahr sehr wenig von den anderen Programmpunkten wahrgenommen, weil wir in den Jahren davor schon viel gemacht haben. Ich würde trotzdem jeder und jedem empfehlen, sich mal eine Dragshow oder eine Zirkusperformance anzuschauen oder sich in der Art Zone kreativ auszuleben und einen Magneten oder eine Postkarte zu gestalten. Es gibt wirklich sehr viele coole Dinge abseits des Programms auf den Bühnen, die einfach auch zum Festival dazugehören.

Oskar Haag

Die ersten Acts des Tages am Donnerstag waren dann Oskar Haag auf der Light Stage sowie Paris Paloma und Loyle Carner auf der Mainstage. Loyle kannte ich vorher nicht, aber ich fand ihn sehr, sehr gut und wirklich sympathisch. Alle Artists haben sehr schöne Performances hingelegt. Die Paris Paloma-Fans hatten sich außerdem bereits vorne versammelt für den Headliner: Florence + The Machine. Alle waren sehr süß gekleidet und hatten lange Kleider an und Blumenkronen auf den Köpfen.

Die Florence + The Machine Fans an der Barrikade

Vor Florence bescherte uns allerdings Lewis Capaldi noch ein intimes Set an sad Songs. Ich hatte mich sehr auf ihn gefreut, da ich seine Musik liebe und ihn selbst auch sehr unterhaltsam finde. Wer Lewis noch nie live gesehen hat, sollte dies dringend nachholen, denn er ist wirklich ein geborener Entertainer. Außerdem hat er angekündigt, dass er an einem neuen Album arbeitet, und ich bin schon echt gespannt! Summa summarum: Wir haben uns an dem Tag also fast nicht von der Mainstage bewegt mit so einem Banger-Lineup. Eine Performance gab es dann aber doch noch auf der Revolut Stage: Parcels. Die australische Indie-/Elektropop-Band übernahm unser Abendclosing. Ich hätte nicht gedacht, dass sie mich live so abholen würden, aber ich war wirklich begeistert!

Tag 4

Dieser Tag startete mit Vorfreude auf den Headliner: Bring Me The Horizon. Ich wusste nicht ganz, was mich erwarten würde, aber ich wusste: Es wird krass. Und das war es auch. Ich bin kein riesiger Rock-Fan, aber ich finde, so eine Kult-Band muss man mal gesehen haben. Sie haben mit Pyrotechnik die Mainstage zerlegt und eine wirklich krasse Show abgeliefert.

Gut eingeheizt hatte Ski Aggu im Vorfeld, von dem wir jedoch auch nicht das ganze Set durch eine Überschneidung mit BMTH sehen konnten. Weitere deutsche Power erhielt die Revolut Stage dann um 1:30 Uhr dank BUNT. Auf das Set hatte ich mich auch sehr gefreut, war dann aber etwas ernüchtert, da er mehr Techno als alles andere gespielt hat. Ich hatte ehrlicherweise mehr House erwartet. Stimmung war natürlich trotzdem da und die Hütte war voll, aber ich war nicht ganz auf so viel Techno vorbereitet.

Ski Aggu

Tag 5

Last but not least: Tag 5! Ich war zuerst etwas enttäuscht beim Tagesbeginn, weil meine Lieblingskünstlerin abgesagt hatte. Charlotte Cardin hatte sich wohl eine Stimmbandentzündung eingefangen und konnte dadurch nicht performen. Ich glaube, das wäre ein richtig schönes Set geworden, und ich hoffe, dass ich die Chance habe, sie irgendwann anders mal live zu sehen.

Frauenpower war trotzdem noch im Lineup: Jorja Smith! Auch da muss ich sagen, dass ich kurz enttäuscht war, da sie ihren Auftritt um 20 Minuten verkürzt hatte. Nichtsdestotrotz hat sie eine starke Performance abgeliefert. Die Verkürzung hat dann ausnahmsweise den Überschneidungen geholfen und so konnten wir uns noch ein wenig mehr von Zimmer90 anschauen. Nicht umsonst haben sie in der Vergangenheit bereits ausverkaufte Touren gespielt. Ein sehr cooles Set, muss ich wirklich sagen!

Und dann war’s auch schon Zeit für den letzten Headliner: The one and only Skrillex. Für mich als EDM-Fan durch und durch natürlich ein krasses Highlight. Wir hatten ihn bereits vorletztes Jahr dort gesehen, allerdings nicht als Headliner, und dieses Jahr hat er wirklich nochmal eins draufgelegt.

Mainstage Closing

Nach seiner Show gab es ein fettes Feuerwerk und der Tag endete mit noch mehr EDM für mich, da ich als letztes zur Bolt Stage gegangen bin, um mir noch ein bisschen was von Sub Focus anzuschauen. Zum Abschluss waren wir noch einmal ein wenig auf der Coca-Cola Stage tanzen, wo meist ein buntes Potpourri aus Klassikern gespielt wird, was das ganze Festival abgerundet hat. 

Fazit

Ja, und das war’s auch schon. Alles in allem war es wieder ein buntes Festival, wie immer. Ich hatte das Gefühl, dass es dieses Jahr viel entspannter war als die letzten Male. Die Insel war weniger voll und dreckig und die Leute waren um einiges angenehmer als in den Vorjahren. Ich bin gespannt auf das nächste Lineup und würde weiterhin allen einen Besuch auf dem Sziget empfehlen.

Wer diese Erfahrung mal machen möchte: Es gibt bereits Super-Early-Bird-Tickets für das nächste Jahr, für die man sich auf der Website vom Sziget bis zum 23.08. registrieren kann. Diese werden knapp 300 Euro kosten, was ich für ein 5-Tages-Festival wirklich überaus fair finde. Sziget 2027 wird vom 10. bis 14.08. stattfinden und vielleicht sehen wir uns ja dort!


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