Panda Lux haben wir dieses Jahr, aber auch schon 2022 als einer unserer Artists To Watchgelistet, weil wir überzeugt waren, dass nach diesem Banger neue Musik nicht weit sein kann. Da haben wir uns ein wenig verschätzt, es sollte noch ein paar Jahre mehr dauern bis aus den Schweizer Band ein neues Album rauspurzeln sollte. Aber wisst ihr was? Das Warten hat sich mehr als gelohnt. Und jetzt sind Panda Lux mit neuem Album und großer Herz-Tour zurück und ihr könnt dabei sein!
Liebe toxisch, aber geil
2018 klangen die ersten Töne von Panda Lux durch unsere Kopfhörer. „Nur bei Bar Franca gibt es diese tiefgekühlte Pizza. Diese tiefgekühlte Pizza, die innen noch gefroren ist“ sangen wir rauf und runter und verliebten uns in eine Schweizer Band, von der wir vorher noch nie was gehört hatten. Staub sollte der Song werden, der zwei Jahre später immer im Kopf ablief sobald jemand einen Staubsauger angeworfen hat. Seitdem warten wir! Und endlich sind die Schweizer Musik-Nerds mit ihrem neuen Album Herz zurück! Hier singen Panda Lux Sachen wie „Einen Sommer lang hab’n wir uns lang geliebt, so einen Sonnenbrand hatte ich noch nie“ oder „Sie wollen mir helfen mit Therapie, hehahahananana“ und wir sind abgeholt. Denn wenn diese Klasse an studierten Musikern auf absolute Experiemtierfreude und das feinste Gefühl für Melodien trifft, gepaart mit wunderbar smarten Texten, dann haben wir alles, was wir für den Moment brauchen.
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Also falls ihr diese Band noch nicht auf dem Zettel habt – schreibt sie euch auf! Oder besser noch, kommt zur Tour und lasst Panda Lux sich selbst auf euren Zettel schreiben:
Alle Pop-Mäuse, spitzt eure Ohren! Lukas Oscar bringt euch modernen Pop direkt in die kleinen liebevollen Konzertläden Deutschlands, damit ihr ihn entdecken könnt bevor er groß wird! Seid ihr dabei?
Everything Is Built To Last
Lukas Oscar ist eine direkte Empfehlung aus unserer Pop-Redaktion. Gerade noch am Anfang seiner Karriere hat der Wiener mit „Everything’s Built To Last“ im Januar sein zweites Studioalbum released. Nun ist er damit auf erster Headline-Tour durch Deutschland und Österreich! Mutig, verletzlich und kompromisslos hat Lukas Oscar auf seinem neuem Album eine Reihe an Songs veröffentlicht, die mit Genresgrenzen spielen und ansteckende Synths-Melodien und seine melancholischen Stimme. An Stellen erinnert es an EDEN, an anderen wieder an Billie Eilish, und irgendwie alles dazwischen. „Everything’s Built To Last“ ist ein abstraktes Werk an Tagebucheinträgen zwischen Selbstzweifeln und Selbstakzeptanz – und der Erkenntnis, dass man von innen heraus am meisten wächst.
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Die Clubs auf seiner ersten Headline-Tour sind noch sympatisch klein, wir können euch sehr empfehlen, ihn jetzt schon auszuchecken! Seid euren Freund*innen ein Schnuff voraus und nehmt sie mit, damit wir bald alle im Lukas Oscar-Fieber sind!
EASY EASY setzen ihre „ALLES SO LEID“-Tour fort und kommen ab von den Großstädten in liebevolle und engagierte DIY-Locations, die sich die Band bewusst ausgesucht hat. Nürnberg, Landshut, Wuppertal, Oberhausen, Erfurt oder Konstanz – sie kommen euch alle persönlich an der Tour abholen! Denn dort sind so viele Live-Instutionen zu Hause, die sich seit Jahren neben den A-Städten abarbeiten, um weiter Live-Musik eine Bühne geben zu können. Und natürlich auch Fans, die es satt sind immer nach Berlin oder Hamburg zu fahren. Do not worry, EASY EASY got you covered!
Alles Leid Außer Dir
„Eine Reise auf 180 bpm direkt vor eine Wand, alles kann, alles muss! EASY EASY sind das Gift, das du nach einer Nacht fern von Selbstkontrolle in deinem Kopf spürst“. Ist das nicht eine Ansage? Die Kölner Band ist nicht nur in Selbstreflektion auf pure Live-Energie eingestellt, sondern es ist auch durch zahlreiche Tour- und Festivalgigs bewiesen, dass diese Band kein bisschen runterschraubt. Mit ihrem selftitled Debütalbum letztes Jahr haben sie uns auch endlich das gegeben, auf das wir Jahre hingefiebert haben. EinAlbum in voller Länge! 2021 hatten wir sie im ersten Interview bei uns, und seitdem hat sich so einiges getan um die Indie-Band mit Surf-Einschlag. Vier EPs, Support für Bands wie Royal Otis oder Sportfreunde Stiller und unzählige Festival-Gigs, die die Live-Energie der Band nur noch gestärkt haben. Und jetzt sind sie bereit für Runde zwei ihrer eigenen Tour!
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„Kunst und der Zugang dazu werden immer elitärer. Nicht jede Person kann es sich leisten, in die großen Städte zu fahren und meist mehr als 40€ auszugeben, wenn sie interessante Acts sehen will. Außerdem ist das Erlebnis, eine Band auch in der Heimatstadt feiern zu können, total wichtig. Wir kommen selber fast alle vom Kaff und erinnern uns daran, wie intensiv wir uns gefreut haben, wenn es vor Ort gute Konzerte gab. Für genau diese Leute gehen wir auf Tour – für die, die diese kulturelle Arbeit in sogenannten B – oder C – Städten leisten, und für die, die dort leben und Kultur erleben wollen.“
Deshalb kommt vorbei wenn ihr euch in folgenden Städten rumtreibt!
Black Sea Dahu zu hören ist wie barfuß in einem Gewitter zu stehen – völlig ungeschützt, aber zutiefst lebendig. Wer diese unfassbar sympatische Band aus der Schweiz in den letzten kennengelernt hat, weiß, dass diese Beschreibung auf den Punkt genau zutrifft. Es ist die Gänsehaut, die sich bildet sobald der Schwall an Harmonien der Live-Band alle Areale im Gehirn trifft. Es ist das ausgefüllte Herz, das mit jeder persönlichen Geschichte hinter den Songs größer wird. Und es ist diese komplette Sprachlosigkeit über wie sehr Live-Musik verbinden kann – und wie sehr man sich Teil einer Familie fühlt ohne auch nur eine einzige Person persönlich zu kennen.
One Day Will Be All I Have
Black Sea Dahu vermögen all diese Dinge mit nur einem Song zu tun. Sie erschaffen Welten an Musik, verwoben, experiementiell, harmonisch, immer irgendwo zwischen Indie und Folk, immer ganz nah am Herz. Alles DIY, alles mit einer Fan-Community im Rücken und der Transparenz darüber, wie viele Ressourcen Musik machen verbraucht. Sie setzen sich für die gute Dinge ein und geben mit Musik Menschen und Gefühlen einen Plattform, die sonst untergehen würden. Und wir gehen da seit so vielen Jahren mit drin auf.
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Mit ihrem neuen Album Everything, das erst Ende Februar rauskam und eine absolute Empfehlung von uns ist!, sind sie nun auf Tour – und es erfüllt uns so sehr, dass wir Teil davon sein dürfen! Ein paar Stops sind schon ausverkauft, bei uns könnt ihr noch Tickets gewinnen – und euch alternativ für Herbst vorbereiten, denn hier sind die fünf Schweizer*innen nochmal unterwegs. Seid dabei, erinnert euch daran, warum Live-Musik so sehr in den Bann ziehen und heilen kann, und lasst Black Sea Dahu Support da, wo auch immer ihr könnt. Ihr bekommt dafür so viel zurück.
Wir haben eine groovie Empfehlung direkt aus Birmingham, UK für euch. The Clause rollen Ende März für zwei exklusive Konzerte nach Deutschland und bringen ihr Debüt-Album „Victim Of A Casual Thing“ mit- inklusive eingängigen Hooks und kraftvollen Indie-Riffs.
Victim Of A Casual Thing
Ausgelassene Energie und Attitüde der 90er treffen auf einen Groove der 80er, Swag der 60er und einer aufregenden Prise Moderne. Es kracht links und rechts, während die Lieder von The Clause im Kopf stecken bleiben. Rauf und runter laufen sie und sind für alle Indie-Peeps unter euch, die nicht nur gerne mitsingen, sondern vor allem gerne mitrocken. In ihren 10 Jahren, in denen sich The Clause schon zu einer der aufregendsten DIY UK-Bands entwickeln, haben sie nun endlich ihr Debütalbum auf Platz eins der Independent-Albumcharts platziert. Das muss gefeiert werden! Und zwar nicht nur in Großbritannien, sondern auch hier bei uns!
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Wenn ihr in Berlin oder Köln vorbeikommen könnt, dann kommt vorbei! Es lohnt sich, ein bisschen in den Frühling abzurocken gibt frische Energie, das versprechen wir:
21.03.2026 – Berlin, LARK 22.03.2026 – Köln, Gebäude 9
Wer sich noch nicht in die wundervolle Stimme von MARO verliebt hat, euch steht eine der schönsten Reisen in den portugiesischen Folk bevor. MARO stand schon mit Jacob Collier oder Parcels auf großen Bühnen, hat beim ESC mitgemacht, eine eigene Kollborationsreihe ins Leben gerufen und ein zwei herzergreifende Alben veröffentlicht. Die Reise war lang und aufregend, aber sie hat gerade erst angefangen. Mit ihrem neuem Album „So Much Has Changed“ ist sie nun für zwei exklusive Konzerte in Deutschland und bereit, euch vollends zu verzaubern.
So Much Has Changed, Hasn’t It?
Wir wissen nicht, wie es euch geht, aber wir haben einen riesen Crush auf MARO. Das haben wir auch schon vor zwei Jahren zugegeben, als sie das letzte Mal in Deutschland war – viel verändert hat sich da nicht. Vielleicht ist er sogar nur noch größer geworden – diesem großartigen Album sei Dank. So Much Has Changed ist intim und beruhigend, atmosphärisch und emotional. MARO kann komponieren. Sie eröffnet sanfte Welten in der chaotischen Alltagswelt und lädt zum Davonstehlen ein. An einen ruhigen Ort, an dem man kurz die Welt Welt sein lassen und den eigenen Gedanken zuhören kann.
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*das Showcase wurde vom 16.05.2026 auf den 13.11.2026 verlegt*
angrierthanever, inspiriert von der einzig wahren Billie Eilish, ist ein Kollektiv und safe space für Artists & Fans, die sich zwischen HipHop-Untergrund und DIY-Hardcore zuhause fühlen. Ja, es ist nischig. Ja, es ist experiementell. An Stellen ist es radikal. Aber es ist auch umso echter. Musik ohne algorithmische Mainstream-Kompromisse und patriachale Strukturen, sondern so komplett echt und nah wie in dem Moment, in dem sie entsteht. Gegründet von Nelle Schmidt (<3!) vereint angrierthanever einen Haufen extrem spannender Artists, die Bock haben, zusammen auf diese Nischen aufmerksam zu machen. Und wir freuen uns deshalb wahnsinnig, dass wir ein Teil davon sein dürfen, diese Unsichtbarkeit, die an dieser Nische zu haften scheint, abzurütteln und euch dort hinein einzuladen! Was sonst zu queer, zu experiementell, zu wütend, zu „anders“ ist – kommt zum angrierthanever Showcase in Wiesbaden und überzeugt euch selbst, dass das alles genau das ist, was es sein soll! Begrüßen werden euch:
LYNE: R&Therapy aus Solingen
„Ich mache gerne einfach, worauf ich Bock habe und was mein Gefühl mir sagt, vielleicht ist das morgen auf einen klassischen HipHop-Beat oder übermorgen ein souliger Ambience-Vibe oder ein Pop-Song. Hauptsache, ich fühl‘s.“ Wir unterschreiben das! Seit 2020 macht LYNE schon Musik und hat dabei von sanften Synth-Pop über Drum&Bass schon die verschiedensten Genres miteinander kombiniert. Ihre soulige Stimme und Themen über psychische Gesundheit halten alles zusammen und zeigen, warum ihr die Künstlerin auf dem Zettel haben solltet.
DEEZY: BoomBap & Soul aus Mainz
Mainz Untergrund – represented by Deezy! Mit 216 monatlichen Hörer*innen und Feature auf einem Ahzumjot Tape zieht das unsere größte Aufmerksamkeit und lässt unsere Ohren kribbeln. Denn es ist klar, dass hier das fette Debüt schon in der Pipeline steht, um uns alle umzuhauen. Wenn euer Lieblingsrapper weiß, das wird gut, dann wird das auch gut. Wir können es kaum erwarten, bis es kommt! Die Frage ist, seid ihr unter denen, die es als erstes live hören?
THIZZY: HipHop aus Wiesbaden
Wiesbadener*innen kommt zusammen für Thizzy! Aus der Stadt, in der das Showcase stattfinden wird, ist der Rapper nicht wegzudenken. Vielleicht ist er euch in einem Kontext von Peat oder Taby Pilgrim (wir sind bekennende Fans!) schon über den Weg gelaufen. Auch schon als Support von Fatoni hat Thizzy bewiesen, dass er mit seinen Texten und Beats ein echter Geheimtipp ist. Er droppt Lines wie „Ihr seid keine Gangster nur weil ihr gerne mit Tätern chillt“ und zeigt: Hip Hop geht auch mit Rückgrat. Und es geht sogar sehr gut.
KERKER: Glitch Emo/Hyper Goth aus Solingen
Artist Nummer zwei aus Solingen hat es in sich . Kerker liebt die Nische. Der nonbinäre Künstler*in liebt es, genau die Orten zum Leben zu erwecken, die zu ungemütlich für uns alle sind. Da, wo der Wind pfeift und die Existenz als persönliches Verließ nass und eisig kalt erscheint, da ist Kerker. Zwischen Hyperpop, Emo und Rap bekommen wir Soundtrack für all die Momente, die wir niemand anderes zeigen wollen. Unverhohlen ehrlich schafft Kerker es, diesen düsteren und morbiden Momenten Trost und Geborgenheit zu schenken. Wie genau, das wissen wir auch nicht, aber wir sind Fans seit Jahren und wissen: es funktioniert.
XO ARMOR: Trapmetal aus Koblenz
Die nächste Band ist für alle, die die lauten und dollen Riffs brauchen. XO Armor sind eine der spannendesten Bands, die sich in der modernen Heavy-Szene gerade so rumtümmeln. Trap, Techno, Pop und Metalcore werden zu etwas vereint, das alles wegbläst, das zu lange stehen bleibt und sich beschwert. Stattdessen rufen sie euch auf, der Wut anzunehmen und sie im Moshpit rauszutanzen. Es ist heavy, klar, aber es macht auch sehr Bock, wenn einmal alles kurz laut explodiert. Oder nicht?
ALLES WIRD GANZ SCHLIMM – EMO-DOOM aus Hof
Vom Metalcore gehen wir zum Emodoom. alles wird ganz schlimm haben, ihr könnt es erahnen, einen sehr dystopischen Ansatz in ihrer Musik. Heftige Riffs erzittern auch hier unsere Herzkammern und lassen alles andere mal kurz nichtig erscheinen. Zwischen Selbstzweifel und Gesellschaftskritik und ohne Lösungsansatz wird hier gefühlt. Alles, was ungerecht ist und uns von innen heraus zerfrisst, darf hier kurz ganz viel Raum einnehmen. Und dafür sind wir dankbar. Wenn ihr Fans von Heisskalt, Die Nerven oder dystopischer Filmmusik seid, könnten alles wird ganz schlimm ein ganz toller Fit sein.
angrierthanever in Wiesbaden, kommt ihr vorbei?
LYNE, Deezy, Thizzy, Kerker, XO Armor und alles wird ganz schilmm werden euch am 16. Mai mit ihrer ganzen Gefühls- und Musikwelt in der Kreativfabrik Wiesbaden empfangen. Seid ihr dabei?
Knapp 200 Konzerte in zwei Jahren haben unsere drei Lieblings-Mannheimer schon gespielt. Bei jeder Tour haben wir euch mitgenommen, hatten sie auch schon im Interview und bekommen einfach nicht genug von ihnen und ihrem Sound! ENGIN ist eine must-listen Band im deutsch-türkischen Indie-Rock und das ist euer Zeichen, sie nun auch endlich euren Heavy Rotations hinzufügen. Und wie kann man davon am besten überzeugt werden als live auf Tour?
Sag Mir Almanya!
ENGIN rasen weiter mit Vollgeschwindigkeit auf die begehrte „Lieblingsband“-Rankings. In unserer Redaktion waren sie durchaus schon erfolgreich, und sie lassen auch dieses Jahr nicht locker. Mit ihrem neuen Album Sag Mir Almanya (VÖ 13. März 2026) im Handgepäck kommen sie im April und Mai auf die nächste große Tour! Es wird in allen Indie-Clubs des Landes in den Frühling hineingerockt. Mit türkischen Einflüssen verfassen sie Songs, die nicht nur unglaublich poetisch und eingängig sind, sondern auch eine Wucht und gute Laune inne haben, dass man sie eigentlich im Dauerloop hören muss. Auf dem kommenden Album haben ENGIN das erste Mal auch eigene Kompositionen auf türkisch geschrieben. Mal lauter, mal leiser, mal rockiger und mal poppiger – ENGIN kombinieren alles, was ihnen Bock macht und das merkt man.
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Ihr merkt – die Tour ist groß! Ihr könntet sogar einen Trip nach Amsterdam planen und die Band aus Mannheim sehen! So oder so können wir euch nur empfehlen, bei ENGIN mal einen Abstecher zu machen – ihr werdet hängen bleiben. Und es dann allen anderen Leute vorschwärmen. So wie das auch sein soll.
Nika und Noée, Schülerinnen der Evangelischen Schule Berlin Zentrum, waren am 09.11.2025 auf dem Konzert von Wet Leg in der Columbiahalle in Berlin und berichten von ihrem Erlebnis.
Columbia Halle ausverkauft
Am 09. November 25 spielt Wet Leg im Rahmen ihrer fast vollständig ausverkauften Europa Tour nun auch in Berlin. Das britische Indie Rock Duo, bestehend aus Rhian Teasdale (Gitarre, Gesang) und Hester Chambers (Gitarre und backing Vocals), hat im Juli das zweite Studioalbum “moisturizer” veröffentlicht und bringt dies nun gemeinsam mit ihrer Band auf die Bühne. Mit beeindruckender Power und mitreißender Stagepresence schaffen die beiden es, ihr Publikum zu begeistern und ziehen die volle Columbiahalle in ihren Bann. Damit zeigen sie, dass Wet Leg deutlich mehr Wert sind als der anfängliche Socialmedia-Hype, den sie 2021 mit ihren ersten zwei Singles “Chaise Longue” und “Wet Dream” erzielten.
Power Posing und Action von Sekunde 1
Die Show startet gegen 21 Uhr nach der Vorband faux real, einem französisch amerikanischen Art Pop Duo, das theatrical Performance mit Hyper Pop kombiniert, und einer kurzen Pause gleich richtig durch. Die Spannung im Publikum ist deutlich zu spüren, die Erwartungen sind groß. Und wir werden nicht enttäuscht. Als Teasdale, begleitet von Stroboskop-Licht aus einer dichten Nebelwand an den Bühnenrand tritt und zu flexen beginnt, schreit die Menge vor Begeisterung. Als Opener werden wir mit “catch these fists”, der zweiten Single des aktuellen Albums, direkt gefesselt. Die fetzigen Gitarrenriffs und harten Schlagzeugbeats zusammen mit der rohen Energie bringen die Crowd sofort in Stimmung und setten den Tone für den restlichen Abend.
Kompaktes Set – auch für kurze Aufmerksamkeitsspanne
Die Setlist ist ein ausgewogener Mix aus Staples des ersten Albums, Fan-Favorites und neuen Hits. Nachdem das Konzert mit “catch these fists” und “wet dream” mit zwei der bekanntesten Songs beginnt, nimmt die Stimmung auch im Laufe des Abends nicht ab. Es folgt ein kompaktes Set mit kaum Unterbrechungen. Die Songs gehen nahtlos ineinander über, so wird die unglaublich ansteckende Energie sowohl auf der Bühne als auch im Publikum durch die ganze Show aufrechterhalten. Fast zum Ende des Sets kommt mit “Chaise Longue” wieder ein absoluter Banger. Der Song, mit dem alles begonnen hatte, hittet nochmal anders. Die Power im Raum scheint geradezu greifbar, als Fans Wort für Wort lauthals mitsingen.
Super Vibes und Community Feeling
Die Atmosphäre schwebt irgendwo zwischen Power, Enthusiasmus und andächtiger Hingabe. Das Publikum, das sowohl in Alter als auch in Gender überraschend durchmischt ist, singt bei allen Songs laut und voller Begeisterung mit. Alle scheinen voll im Moment zu sein. Es wird mehr getanzt als gefilmt. Eine faszinierende Mischung aus Energie und Intimität entsteht durch eine Art von Gemeinschaftsgefühl, angetrieben durch eine geteilte Passion für Musik. Auffällt, dass es kaum Interaktionen zwischen Wet Leg und der Crowd gibt. Es werden kaum Ansagen gemacht, kein Kontext, nur Musik. Trotzdem herrscht eine vertraute Stimmung – auch ohne langes Reden.
Sichtweite: 5 Meter max.
Die Bühne ist die ganze Show über in einen dichten Nebel gehüllt, zerrissen von harten Strobo-Effekten in Weiß und Orange. Da der hintere Teil der Bühne nur schemenhaft zu sehen ist, liegt der Fokus fast ausschließlich auf Rhian Teasdale, welche uns mit ihrer Präsenz und Power-Performance alle flashed. Die Outfits der Band sind farblich schlicht in schwarz-weiß gehalten, wodurch Teasdales neongrüne Gitarre und pinke Haare spannende Kontraste in das sonst relativ minimalistische Bühnenbild bringen.
Perücken und Seifenblasen
Für ein paar Songs kommt ein Special Guest auf die Bühne. Die Band stellt ihn nur kurz als “Tamburine Guy” vor. Da er im hinteren Teil der Bühne kaum zu sehen ist, fällt nur seine enorme, zottelige Perücke auf, die fragwürdig macht, inwiefern er überhaupt etwas sehen kann. Nichtsdestotrotz hindert dies den mysteriösen Unbekannten scheinbar nicht am Musizieren. Ein weiteres Highlight: Gegen Ende kommen plötzlich Seifenblasen von der Seite, die die Bühne und alles drum herum in nebelige Bubbles hüllen und eine mystische, düstere Atmosphäre über den Raum legen. Die Securities vorne an der Absperrung haben sichtlich Spaß dabei, die Blasen platzen zu lassen – wofür Teile des Publikums applaudieren und so für einen denkwürdigen Moment sorgen – eine ungewöhnliche Verbindung zwischen Publikum und Sicherheitsdienst.
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Nach 75 sehr intensen Minuten endet das Konzert mit “mange tout” so plötzlich, wie es begonnen hat. Keine Verabschiedung, keine Zugabe. Die Band verschwindet wieder im Nebel und lässt das Publikum sprachlos und verschwitzt, aber glücklich zurück. Völlig außer Atem müssen wir erst einmal realisieren, was gerade passiert ist. Das grelle Raumlicht bringt uns unsanft zurück in die Realität, während wir uns von der Masse in Richtung Garderobe schieben lassen.
Alles eine Frage der Einstellung
Als wir uns nach dem Konzert zusammensetzen, merken wir ziemlich schnell, dass wir die ganze Experience sehr unterschiedlich wahrgenommen haben. Auf Nika wirkte die Show etwas oberflächlich. Da sie bisher vor bei allem Pop-Konzerten war, hat sie sich von der Band nicht wirklich abgeholt gefühlt und hätte sich mehr Connection und direktere Interaktionen mit dem Publikum gewünscht.
Ich hingegen war begeistert von dem Konzert. Wirkliche Erwartungen hatte ich vor dem Abend nicht und so hat mich Teasdales krasse Ausstrahlung und die energetische Dynamik der Band sofort in ihren Bann gezogen. Mir hat das gezeigt, dass Musik nicht unbedingt viele Worte braucht, um in Perspektive gesetzt zu werden, um zu bewegen. Ich fand es überraschend befreiend, während der Show mit meinen Gedanken allein gelassen zu werden und konnte mich so ganz in den Songs verlieren.
Insgesamt kann man sagen, dass es einfach sehr darauf ankommt, was man sich unter einem guten Konzert vorstellt. Wer also eine klassische Pop-Performance erwartet und von den Künstler*innen an die Hand genommen und durch einen Abend voller persönlicher Anekdoten geführt werden will, kommt bei der wet leg Tour nicht unbedingt auf seine/ihre/* Kosten. Wer aber eine einfach unglaublich powervolle Show erleben möchte, die einen komplett in ihren Bann ziehen kann und für einen unvergesslichen Abend sorgt, ist bei Wet Leg gerade richtig.
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Justus und Ponto, Schülerinnen der Evangelischen Schule Berlin Zentrum, waren am 05.12.2025 auf dem Konzert von FRISO im Modus in Berlin und berichten von ihrem Erlebnis.
Zum Tourfinale seiner Luft zum Atmen Tour hat FRISO am 05.12.25 im Berliner Club Modus gespielt und seine Fans begeistert. Der Künstler aus Hamburg ist bekannt für seinen melancholischen Sound der zwischen elegantem Synth Pop, Hiphop Drums und Rap variiert. Anlässlich des Tourfinales war dieser Auftritt einmalig, unvergesslich und emotional.
Von Anfang an nahbar
An diesem Abend steht FRISO mit zwei Personen am Schlagzeug und Synth auf der Bühne. Zusätzlich ist der Club ausverkauft, der Raum voll und die Stimmung erwartungsvoll. Es wird schnell klar, wie stark die Verbindung zwischen ihm und seinem Publikum inzwischen ist. Von der ersten Minute an begegnen sich Künstler und Fans mit Freude.
Kleiner Raum, grosser Sound
Der Livesound passt gut zur intimen Atmosphäre des kleinen Clubs. Besonders die Tiefen im Bass kommen druckvoll und präsent zur Geltung und tragen die Songs spürbar durch den Raum. Die Stimme sitzt nicht immer perfekt im Mix, was jedoch eher den begrenzten technischen Möglichkeiten der kleinen Anlage geschuldet ist als der Performance selbst. Musikalisch bleibt FRISO seinem Sound treu: melancholisch, ruhig, ohne düstere Schwere. Drums und Synths werden hauptsächlich live eingespielt, was den Songs zusätzliche Tiefe verleiht.
Ein Set, das trägt
Das Set erstreckt sich über mehr als zwei Stunden und wirkt dabei erstaunlich geschlossen. Der Abend baut sich kontinuierlich auf, ohne an Spannung zu verlieren. Gegen Ende spielt FRISO einige seiner bekanntesten Songs, darunter „Serpentinen“ oder seine neue Single „xo“, welche vom Publikum besonders positiv aufgenommen werden. Zusätzlich bedankt er sich auf besondere Weise bei seinen Mitproduzentenund es gibt einen Gastauftritt von moé. Spätestens hier wird auch deutlich, wie gefestigt und loyal seine Fanbase ist – klein, aber stark und aufmerksam.
Eine Nahbare Atmosphäre
Auch abseits der Musik überzeugt FRISO mit seiner Art, den Raum zu lesen. Seine Ansagen sind häufig, dabei aber nie aufdringlich. Neben persönlichen Dankesworten richtet er auch den Fokus auf Sicherheit und gegenseitige Rücksichtnahme und betont, wie wichtig es ihm ist, dass sich alle wohl fühlen. Diese Haltung prägt den gesamten Abend und verstärkt das Gefühl von Nähe zusätzlich.
Die Atmosphäre im Publikum bleibt außerdem durchgehend konzentriert und positiv. Das Licht ist unspektakulär, unterstützt die Stimmung jedoch passend, ohne sich in den Vordergrund zu drängen. Gerade weil der Raum so klein ist, entsteht über die gesamte Dauer des Konzertes hinweg ein konstantes Gefühl von Verbindung zwischen Bühne und Publikum. Ein besonders prägender Moment ist eine kurze Pause, in der FRISO seine Gitarre austauschen muss – selbst hier reißt der Kontakt nicht ab, sondern wird durch kleine Gesten und Worte weitergetragen.
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Zum Abschluss kehrt FRISO für zwei Zugaben zurück, die von einem sichtbar gut gelaunten Publikum gefeiert werden. Längen oder Ausfälle gibt es an diesem Abend kaum, alle Songs funktionieren live und behalten ihre emotionale Wirkung.
Der Tourabschluss im Modus zeigt eindrucksvoll, wofür FRISO steht: für Nähe, Achtsamkeit und einen Sound, der nicht laut sein muss, um zu berühren. Vor allem bleibt in Erinnerung, wie selbstverständlich und respektvoll er mit seinem Publikum umgeht – ein Auftritt, der weniger durch große Effekte als durch ehrliche Verbindung überzeugt.
Persönlich für uns
Für uns war dieser Auftritt etwas, das einem Tourfinale würdig war! Er war gefüllt mit Emotionen, Humor, Talent und natürlich Energie! Uns ist vor allem die sympathische Art von FRISO in Erinnerung geblieben und seine Art, mit Menschen umzugehen hat uns sehr inspiriert. Wir haben FRISO und seine Musik an nur einem Abend kennen und lieben gelernt.
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