Zwischen meinen (laut Spotify) rund 3000 gehörten Künstler:innen in diesem Jahr gab es doch einige, die besonders herausgestochen sind und darunter auch ein paar richtig starke Alben und EPs, die bei mir rauf und runter liefen. Auch 2025 habe ich mich größtenteils in meiner Comfort-Zone namens Folk bewegt. Wie ihr am Titel allerdings erkennen könnt, hat sich auch etwas mit ein bisschen mehr bpm in mein musikalisches Jahr geschlichen.
Ich weiß noch genau, wie ich mir für meinen untoldency-Steckbrief ein Album für eine einsame Insel aussuchen musste. Keine fünf Sekunden später war klar: Hoax. Kevin Garretts Debütalbum begleitet mich nun schon seit sechs Jahren und auch 2025 ist es nicht verschwunden. Zurecht. Dieser Mann hat eine unglaubliche stimmliche Range und ist meiner Meinung nach immer noch ziemlich underrated.
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Weitere vertraute Stimmen, die mich dieses Jahr konstant begleitet haben, sind Luca Fogale, Hazlett, Amble und Bon Iver. Bevor ich zu ihnen komme, kurz eine kleine Einordnung: Ich nenne diese Alben hier wirklich nur ganz knapp. Wenn ich anfangen würde, über meine Lieblingssongs zu schreiben und darüber, was an diesen Platten jeweils so besonders ist, wäre dieser Artikel vermutlich tausend Zeilen lang.
Hazlett hat mit „last night you said you missed me“ ein wunderschönes Album veröffentlicht, und über Bon Ivers „SABLE, fABLE“ müssen wir, glaube ich, auch gar nicht groß reden. Ich war wirklich sehr happy, dass diese Legenden mal wieder neue Musik gedroppt haben, und tja, was soll ich sagen: genauso fantastisch wie eh und je! Apropos fantastisch -das war ebenfalls Ambles Album „Reverie”.
Luca Fogale wiederum hat ein neues Album („Challenger”) in Aussicht, das im Januar erscheinen wird. Ich durfte bereits reinhören und kann sagen: Auch das ist wieder wahnsinnig gut gelungen. Deshalb gehört es für mich irgendwie schon jetzt in diesen Jahresrückblick, aber mehr dazu dann im neuen Jahr. Über das Jahr verteilt hat er außerdem vorweg einzelne Songs des kommenden Albums released, mein Favorit davon ist „Ashes“, ein Song über „rest, love, and moving through loss, even if just for a moment“, wie Luca selbst schreibt.
Neben all den englischsprachigen Künstler:innen hat es dieses Jahr auch ein französischer Musiker in meinen Rückblick geschafft. Der Newcomer Heroe hat zwar bereits englische Songs veröffentlicht, sich 2025 aber vorrangig für Musik in seiner Muttersprache entschieden und dadurch mit der EP „failles“ etwas wirklich Wundervolles geschaffen.
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Ist euch bis hierher schon etwas aufgefallen? Ich muss zugeben: Meine Frauenquote ist jedes Jahr leider erschreckend niedrig bis nicht existent (shame on me, I know). Dieses Jahr kann ich aber mit gutem Gewissen sagen, dass es definitiv eine Künstlerin gab, die herausgestochen ist. Und was für eine. „At the Beach, in Every Life“, das Debütalbum von Gigi Perez, hat mich über einen Großteil des Jahres begleitet. Auf die Newcomerin bin ich ca. im Februar aufmerksam geworden, weil sie im April beim Zermatt Unplugged Festival gespielt hat. Dort konnte ich sie mir zwar nicht live anschauen, aber war trotzdem neugierig geworden. Kurz darauf erschien ihr Debütalbum, und wow: Irgendwie haben mich alle Songs sofort gepackt. Umso stolzer bin ich auf mich selbst, dass mit Gigi dieses Jahr endlich etwas Frauenpower in meinem Rückblick vertreten ist!
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Weiter geht’s mit der nächsten Überraschung: „Sunflowers and Leather“ von Jonah Kagen. Ein Album, von dem ich wirklich nicht erwartet hätte, dass es mich so überzeugt. Seine Musik tauchte zwar schon früher immer mal wieder in meinen Playlists auf, aber dieses Album hat mich sowohl textlich als auch musikalisch sehr abgeholt. Es erschien erst im September und ich vermute, bei einem früheren Release hätte es kaum noch Platz für viel anderes gegeben.
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Wofür allerdings das ganze Jahr über Platz war, sind meine irischen Lieblinge Kingfishr. Ich durfte die Band 2025 ganze vier Mal live sehen, und jedes Konzert war besser als das vorherige. Mit „Halcyon“ haben sie dieses Jahr außerdem ihr Debütalbum veröffentlicht und auch das lief bei mir rauf und runter.
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Zwischen all den Singer-Songwriter:innen und Folkstimmen durfte als Ausgleich natürlich auch etwas Upbeat-Mukke nicht fehlen. Aus den letzten Jahren halten konnte sich bei mir BAYNK. Als DJ und Sänger (und live absoluter Saxophon-Gott) hat es das australische Talent vollkommen zurecht wieder in meine Playlists geschafft. Seine Musik macht einfach gute Laune, und ich lege wirklich allen ans Herz, mal auf eines seiner Konzerte zu gehen. Neben BAYNK hab ich aber auch sonst wie auch schon in den Jahren zuvor einiges an EDM und Dance gehört. Das sind die Genres, die mein zwölfjähriges Ich entdeckt hat und die Gegenwarts-Jori bisher irgendwie nie wieder losgelassen hat. Said the Sky hat im November ein tolles neues Album veröffentlicht, und auch The Chainsmokers haben im Oktober eine EP namens „Breathe” gedroppt, die bei mir immer mal wieder lief. Allein der Opener-Track, (der leider nur eine Minute lang ist), hat mir sofort gute Laune gemacht und mich fühlen lassen, als stünde ich gleich im Publikum einer Show und The Chainsmokers würden jeden Moment auf die Bühne kommen. Im Sommer konnte ich sie live bei der N-Joy Starshow in Hannover sehen, und die Tracks versetzten mich direkt zurück in diese Stimmung. Insgesamt fand ich die EP auch musikalisch sehr abwechslungsreich, mit einer guten Mischung an Collabs und einigen echten Banger-Momenten.
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Eine weitere starke EP war „TO YOU, BY US“ von Tobiahs. Er hatte zuvor bereits viele der Tracks in seinen DJ-Sets angeteasert und im Sommer schließlich alles gebündelt veröffentlicht. Und tja, zu guter Letzt, wie könnte es anders sein: Obwohl ich kein TikTok besitze, bin ich Disco Lines ein wenig verfallen. Neben „No Broke Boys“ haben es auch Tracks wie „shine“, „RWEOK?“ und „Another Chance“ in meine Playlists geschafft.
Abgesehen davon habe ich übers Jahr verteilt immer wieder einzelne Songs verschiedenster Künstler:innen mit richtig guten Drops entdeckt, die sich dann ihren Platz in meiner Playlist erkämpft haben. Generell sind viele verschiedene Neuentdeckungen in meiner 2k25-Playlist gelandet (die hier auch wieder aus Platzgründen nicht alle einzeln genannt werden können), aber genau das mag ich daran eigentlich am liebsten!
Zum Abschluss habe ich bei meinem musikalischen Rückblick festgestellt, dass dies eines der wenigen Jahre war, in denen ich nicht alle meine Top-Künstler:innen live gesehen habe. 2026 schreit also ganz klar nach noch mehr Konzerten und ich freue mich jetzt schon drauf.




