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Unsere Highlights vom Reeperbahn Festival 2026 

Ein bisschen Zeit ist schon ins Land gegangen, aber es ist nie zu spät für einen Festivalbericht! Wir schwelgen immer noch in Erinnerung und sind noch ganz beseelt vom diesjährigen Reeperbahn Festival. Wie immer war es eine schöne Woche für uns und wir möchten euch unsere diesjährigen Favorit:innen natürlich nicht vorenthalten. 

Amélies Highlights 

Neue Girly-Elektro-Alt-Pop Ikone: Olga Myko

Der letzte Konzert-Stopp des Donnerstagabends auf dem Reeperbahn Festival ist Olga Myko im Stage 15 direkt auf dem belebten Hans-Albers-Platz. Wir gehen in den Club, der überschaubar gefüllt ist und das bei so einem Highlight! Wider Erwarten hat die schwedisch-ukrainische Künstlerin eine Band dabei und steht zusammen mit Live-Drums und Bass auf der Bühne. Die Show beginnt und mir ist schnell klar, dass das gerade viel mehr Menschen sehen und hören sollten. Denn: Dort steht ein Star auf der Bühne!

Olga Mykos Debüt-EP „When A Girl Cries”, die im letzten Jahr (2025) erschien, und vor allem ihr Song „use me!!!!!!” geht dumm (also viral) auf Social Media. „use me !!!!!!” ist ein minimalistischer Track und stellt auch in ihrem Liveset eine Pause von den sonst trappigen Alt-Pop-Beats dar. Der Song überzeugt vor allem mit seinen relatable Lyrics:

„Do I have an open invitation saying ‘Use me, use me, use me’ / Why do I choose people that don’t choose me”

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Außerdem hat Olga Myko ein Talent für sehnsuchtsvolle Melodien, deren Charakter durch ihre klar-raue Stimme und die richtige Prise von Autotune verstärkt wird.

Mein neuer Lieblingssong, als ich ihr Set weiter anhöre, ist „Hot2Trot”, der in dieser Live-Produktion eigentlich viel zu groß für diesen kleinen Club ist. Ich sehe Windmaschinen, eine magische Lichtshow und tausende Handylichter im Publikum. Die Live-Drums harmonieren so gut mit den elektronischen Songs, dass man sie in der Studioversion fast vermisst.

Entdeckt Olga Myko hier:

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Schockverliebt in Girl In The Year Above

Weiteres Highlight und Festival-Abschluss sind Girl In The Year Above. Die irische Band besteht aus sechs Mitgliedern, die auf der Bühne den ganzen Konzertsaal in ihren magisch-elfischen Bann ziehen. Veröffentlicht haben sie zum Zeitpunkt des Reeperbahn Festivals gerade mal drei Songs, aber schon jetzt ist klar: die Magie hat gerade erst begonnen. Die Sängerin Jennifer Ball ist so ungezwungen und selbstbewusst, dass der ganze Raum nicht weiß, ob sie so sein wollen wie sie oder sich gerade schockverliebt haben. Ihre Stimme ist himmlisch und schenkt jedem Wort, das sie sagt und singt, eine tiefere Bedeutung. Sie verschmilzt mit dem Sound, der von ihren Bandkolleg:innen kommt. Zusammen klingt ihre Musik nach cineastischem Folk-Art-Pop. Ihre Debüt-Single, mit der die Band schnell Aufmerksamkeit erlangt hat, ist ein Massive Attack Cover von „Teardrop” und Teil des Filmsoundtracks von „Peaky Blinders”. Girl In The Year Above verleihen diesem Klassiker eine neue Klangfarbe und schaffen es damit sogar in die UK Single Charts.

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Auch ihre eigenen Songs, die sie beim Reeperbahn Festival Live auf die Bühne bringen, überzeugen mit ihrer keltischen Folk-Stimmung und raffinierter Lyrik. Wir sind gespannt, was die Band mit der Zukunft macht. Aber, überzeugt euch selbst:

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JorisHighlights

Die Überraschung ist gelungen: Fiona-Lee in der St. Pauli Kirche 

Das Reeperbahn Festival ist ja bekannt für seine Überraschungen, denn seien wir mal ehrlich: Niemand kennt alle Musiker:innen, die dort auftreten. Aber genau das ist ja auch das Schöne an diesem Festival. Mein persönliches Überraschungs-Highlight war definitiv Fiona-Lee. Vorher noch nie gehört und nach dem Konzert war klar: I am hooked!

Die Engländerin macht schon seit einiger Zeit mit ihrer Band Musik, veröffentlicht aber erst seit letztem Jahr eigene Musik. Auf Tour war sie allerdings schon vorher unterwegs (zurecht), bisher allerdings nicht in Deutschland. Mit ihrem Konzert auf dem Festival durfte ich also gleich ihr erstes Konzert auf deutschem Boden miterleben und wow: Ich hoffe, sie kommt wieder!

Ihre Band hatte sie dieses Mal nicht dabei; sie stand nur mit einer E-Gitarre auf der Bühne. Viel mehr brauchte es aber eigentlich auch gar nicht, denn ihre Stimme hat den Raum komplett ausgefüllt und mich sofort in ihren Bann gezogen. Zwischen gefühlvollen, ruhigen Momenten und Songs, die etwas mehr Druck entwickeln, hat sie gezeigt, wie viel Atmosphäre sich mit eigentlich so wenig erzeugen lässt. Und klar, die tolle Location hat ebenfalls ihren Teil zur Schönheit des Sets beigetragen. Es gab unter anderem ein paar bisher unveröffentlichte Stücke zu hören und wir dürfen also gespannt sein, was da noch kommt. Von den bereits veröffentlichten Songs haben es natürlich direkt im Anschluss auch welche in meine Playlist geschafft, die mich bei ihrer Performance sehr abgeholt hatten und seitdem höre ich auch ihre beiden EPs  „Every Woman” und  „Nothing Compares To Nineteen” on repeat.

Soundmäßig würde ich sie als etwas softere, weibliche Version von Sam Fender einordnen. It makes sense for me, aber beurteilt das am besten einfach selbst:

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As great as always: Amistat 

Die Mischung macht’s: Altbekanntes darf natürlich auch nicht fehlen zwischen den ganzen Überraschungskünstler:innen. Und da hat sich eine meiner Lieblings-(Live)Bands eingereiht: Amistat. Ich finde sie live wirklich noch einmal ein kleines bisschen besser als auf den Streamingplattformen. Mit ihren zwei Stimmen und Folk-Sounds vom Feinsten harmonieren die Brüder Josef und Jan auf der Bühne einfach perfekt. Ihr Set ist jedes Mal sehr kraftvoll, emotional und gleichzeitig so voller guter Laune, dass es eigentlich schwerfällt, nicht mitgerissen zu werden. Im Set gab es einen guten Mix aus älteren Songs wie „Falling“ und „Listen to the Silence“ und das Violinensolo durfte natürlich ebenfalls nicht fehlen. Neue Songs hatten sie zusätzlich im Gepäck, denn nur wenige Stunden nach dem Festival-Donnerstag hieß es Happy Release Day für Amistat und ihre EP „everything in between“. Gemeinsam mit Geigenvirtuose Dimitri und dem ganz neuen Drummer Jo holten die Brüder auf der Bühne alles raus, was ging, und brachten ordentlich Stimmung ins Docks. Ich war zum ersten Mal in der Location und war dabei ebenfalls positiv überrascht: Von vielen Plätzen aus hat man eine gute Sicht auf die Bühne und gleichzeitig ist der Sound angenehm, ohne einem direkt den Gehörgang wegzufetzen.

Aber weil einmal Amistat an einem Tag nicht gereicht hat, durfte ich sie gleich noch zweimal zusätzlich erleben: am Vormittag auf dem Spielbudenplatz, und beim Get-Together ihres Labels Nettwerk legten sie ebenfalls noch eine schnelle Überraschungsperformance hin (da haben wir’s wieder mit den Überraschungen). Drei Auftritte an einem Tag, tja, das gibt’s wohl auch nur auf der Reeperbahn! 

Hier ein Einblick, wie Amistat live so sind:

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Alles in allem war es mal wieder ein gelungenes Festival! Wir freuen uns bereits auf das nächste Jahr und sind gespannt, was 2027 für Überraschungen bereithält.

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