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  • 070 Shake schwebt auf „You Can’t Kill Me“ zwischen klanglichen Welten

    Aus dem New Yorker Künstler*innen-Kollektiv 070 über den Dunstkreis von Kanye West direkt in unsere identitätssuchenden Herzen: 070 Shake führt auf ihren beiden Alben Modus Vivendi (2020) und You Can’t Kill Me (2022) die künstlerische Vision eines Kanye West auf YEEZUS (2013) und ye (2018) fort (in a good way though) und prägt dabei einen neuen Generationensound, der einzigartig ist und trotz allem bodenständig bleibt. Liebe, Identität, Sexualität: 070 Shake erfindet die Themen auf ihrem zuletzt erschienenen Album nicht neu, doch sie verleiht ihnen eine besondere Authentizität und Bedeutung. Jedes Wort aus ihrem Mund wirkt unabhängig der vermeintlichen Banalität so ausgesprochen glaubhaft. Sollte 070 Shake jemals ihre eigene Sekte gründen, werde ich ernsthaft darüber nachdenken müssen, ihr beizutreten. 

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    Auf der Suche nach Identität

    Musikalisch hat für 070 Shake alles Mitte des letzten Jahrzehnts mit einem klassischen Trap-Sound als Teil des Musiker*innen-Kollektivs 070 in New Jersey angefangen. Auch wenn der damalige Hip Hop Sound dem Zeitgeist entsprach, klang er doch relativ austauschbar. Doch eins war schon damals besonders: die Stimme. Der hohe stimmliche Wiedererkennungswert von 070 Shake war Grund genug, um von Kanye West gesigned zu werden.
    Zu einem Zeitpunkt, als Kanye West zwar bereits kontrovers diskutiert wurde, aber noch immer den musikalischen Kanon mitprägte, schaffte die Sängerin es zudem als Mitwirkende bzw. Feature-Artist auf die Hälfte der Songs des Albums ye. Interessanterweise gestaltete sie dabei ein Album mit, dass auf dem Cover den Satz „I hate being Bi-Polar, its awesome“ zu stehen hat und sich intensiv mit der mentalen Gesundheit und der Suche nach der eigenen Identität beschäftigt. Egal welche irritierenden Philosophien Kanye West in den vergangenen Jahren verfolgt, für 070 Shake markiert ye den Anfang einer eigenen Klangästhetik. 

    Klangflächen & Mike Dean

    Der letzte Song auf Kanye Wests Album ye klingt in der Retrospektive wie der erste 070 Shake Song, auf dem sie zu ihrem musikalischen Selbst gefunden hat. Auf „Violent Crimes“ schweben weiche, orgelartige und mit Gospelakkorden angereicherte Klangflächen seicht um die Ohren. Darüber hinweg fliegen die zahlreichen und zu einem Ganzen zusammenwachsenden Stimmen der Sängerin, federleicht und ohne Anstrengung. 070 Shake prägt mit ihrem eigenen Gospel-Chor die Klangästhetik dieses Songs nachhaltig ebenso wie ihren eigenen. 

    Ein Name, der die Klangwelten der beiden Artists verbindet, ist Mike Dean. Der renommierte Hip Hop Produzent ist bekannt für seine unverwechselbaren Synthesizer-Produktionen. Denkt man an die prägenden Synths auf Kanye Wests YEEZUS, denkt man insgeheim an Mike Dean. Mit Dean findet 070 Shake zu ihrer musikalischen Identität.

    What is your favorite flower?

     “What is your favourite flower? I wanna know” Mit diesen Zeilen verwandelt 070 Shake ihre eigene Stimme im Album-Intro zum Synth. Chorisch wiederholen sich die Worte, während sich eine zweite Stimme der Künstlerin sprechend auf den Chor legt. Die Klangwelt baut sich langsam durch einsetzende Synths auf und gewinnt zunehmend an Größe. Alles fließt gleichmäßig, motiviert ein sinnliches Eintauchen und nichts steht dabei im Wege. In diesen Klangraum wirft die Sängerin den Wunsch nach wahrer Intimität, dem Loslassen und dem ungeschützten sich Näherkommen. “What is your favourite flower? I wanna know”

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    Eine Einladung zu lieben

    „Invited“ knüpft an diese Szenerie an. Viel Atmosphäre, viel Pathos und über aller Sinnlichkeit steht der gegenseitige Respekt vor dem sich aufeinander Einlassen: „Ooh, I’m invited. I’m in your world for the night, yeah. Don’t wanna fuck it up, let’s get it right”. Müsste ich eine vertrauensvollere Formulierung über den Umgang zweier Liebenden finden, ich würde aufgeben. 

    In der zweiten Hälfte des Songs trauen sich dann auch die ersten Percussion und Drum Sounds auf das Album und auf dem dritten Song „History“ ist es nur eine gute Minute bis die transzendente Klangwelt mit Drums angereichert wird. Aus dem Wunsch nach Intimität sowie der Bereitschaft zur sinnlichen Annäherung wächst eine Art Besessenheit nach Liebe. Spürbar wird das durch die zahlreichen Beat Changes. Aus dem strahlenden Intro von „History“ und dem Besingen von Eternity erwächst ein drastisches Verlangen nach der Liebe des Anderen in Form von treibenden Drums und bewegten Streichern bis alles wieder heruntergefahren wird. Disney-ähnliche Streicher begleiten die sich wiederholenden Zeilen der Stimme über Mike Deaneske Synths, ehe ein neuer Beat einsetzt. Die emotionale Aufgewühltheit ist kaum nachzuvollziehen. Wer kennt es nicht von der Liebe?

    Lyrische Blumen

    Die Gefühlsstürme, die Auseinadersetzung mit der Liebe und dem Selbst ziehen sich durch das weitere Album. Dabei findet 070 Shake immer wieder wunderschöne lyrische Momente, um ihre Gefühlswelt zu beschreiben, beispielsweise auf „Skin and Bones“:

    „And we spoke in past tense, 
    reminisce ‚bout back when our spirits used to dance with each other”

    „Treat me like I’m more than a pair of skin and bones
    And that really made a difference in my story”

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    Von New Jersey ins Berghain

    Vom Bordstein bis zur Skyline ist outdated, ab sofort heißt es von New Jersey ins Berghain. 070 Shake hat Mitte Oktober ihre zweite Show in Berlin gespielt und hätte dafür keinen besseren Ort auswählen können. Zu dem Mythos, den diesen Ort umgibt, trägt die Aura der Künstlerin bei. Von hinten mit großen Lichtern angestrahlt steht die Silhouette 070 Shakes schemenhaft im wild umherwehenden Nebel allein auf der Bühne und strahlt so viel Präsenz aus, dass jede weitere Person zu viel wäre. Der makellose Sound, die atmosphärische Lichtshow, die zu perfekten, improvisierten Autotune-Gesangseinlagen; alles fühlt sich ein wenig nach dem Glanz eines amerikanischen Popstars an. Dabei befinden wir uns nicht in einer ausverkauften Arena mit durchinszenierter Live-Show, sondern im düsteren Berghain, im Hier und Jetzt, ohne ein leuchtendes Handy-Display. Zum Beweis wie sehr sie das Handy-Verbot genießt, wirft sie ihr eigenes demonstrativ auf die Bühne.  

    Aus dem Traum in den Moshpit

    Der Auftritt beginnt, Überraschung, mit ausschweifenden Synth-Flächen. Die Dramaturgie des Konzerts erlaubt ein langsames Hineinfühlen in die Songs, den Ort und die Atmosphäre bis der Song „Cocoon“ den Moshpit öffnet und die Energie pulsiert. Dabei dauert der Drop des Tracks so lange, dass der Moshpit nicht aufhört zu wachsen und die Spannung unaushaltbar drückend wird. Ab diesem Moment wechseln sich die Momente des träumerischen Genießens und ekstatischen Tanzens regelmäßig ab und egal welche Stimmung 070 Shake fordert, das Publikum zieht mit. Als die Sängerin einen alten Song aus ihren musikalischen Anfangsjahren rauskramt, betont sie wie sehr ihr der Song zum Halse raushängt. Sie spielt ihn trotzdem und schaut Wein trinkend gute zwei Minuten dem eskalierenden Publikum zu wie es jede Zeile mitsingt, ehe sie selbst das erste Wort singt. 

    Dieser Abend fühlte sich an, als wären Zuschauer*innen und Künstlerin in diesem Moment zu etwas ganz Besonderem zusammengewachsen. Egal wie pathetisch das klingen mag und wie oft sich die Stimmung auf den anderen Stationen der Tour womöglich genauso angefühlt haben mag, ich bin mir sicher, alle Besucher*innen behalten dieses Konzert als ein ganz Besonderes in Erinnerung.

    Klingende Emotionen zum Entdecken

    „You Can’t Kill Me“ ist mit Sicherheit kein Pop-Album, das die Mainstream-Charts erobert. Doch die sinnliche Tiefe ist so unfassbar schön, dass es sich lohnt, deren Erkundung Zeit zu geben. Denn sie entfaltet sich erst, wenn wir uns ohne Vorbehalte auf dieses Kunstwerk einlassen. 070 Shake fordert im Eingangstrack das befreite Eintauchen in die Intimität einer Beziehung und beschreibt damit zugleich den Umgang mit ihrem Album. Die Zugänglichkeit mag manchmal erschwerlich sein, aber die zu entdeckenden Schätze im Umgang mit dem Gegenüber sind unendlich. 

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    Fotocredits: Olivia Rose

  • untoldency proudly presents: Cari Cari Live! 2022

    Heute rutscht uns eine Band mit Cowboy bzw. Cowgirl Feeling in die Tourpräsentation. Das österreichische Duo Cari Cari, das das Sommergefühl für ihre Songs gepachtet hat, tourt im November und Dezember diesen Jahres durch nahezu ganz Deutschland. Ob eure Stadt dabei ist, seht ihr wenn das Licht angeht (bzw. wenn ihr weiter runterscrollt).


    30 Grad und es wird noch heißer!

    Ihr sitzt im Cabrio auf einem sommerlichen Roadtrip über die Landstraßen und Offroad-Pisten eures Lieblingslandes, aber euch fehlt die passende Musik? Kein Problem seit es die Band Cari Cari gibt. Die Songs des Duos bringen euch durch jede mögliche Situation auf eurem Sommertrip. Sei es morgens wenn die ersten Sonnenstrahlen in den verschlafenen Campervan scheinen, bei der spontanen Erfrischung am See oder abends am Lagerfeuer mit Stockbrot. Ihr wollt, dass sich eure Reise durch die Hitze wie im Film anfühlt, ihr bekommt es!

    Den Sommersoundtrack diesen Jahres haben Sängerin und Schlagzeugerin Stephanie Widmer sowie der ebenfalls singende Gitarrist Alexander Köck mit ihrer EP „Welcome To Kookoo Island“ bereits veröffentlicht. Es gibt nie einen unpassenden Moment, um sich die Sonne musikalisch ins Zimmer zu holen. Insbesondere wenn uns die sommerlichen Tage des überschwänglichen Genuss langsam zwischen den Fingern zerrinnen. *cryemoji*

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    Tourdates

    Die lange Liste der Konzertdaten in Deutschland findet ihr im Folgenden. Vergesst darüber hinaus nicht Cari Cari auf dem Streaming-Dienstleister eurer Wahl sowie auf Instagram zu folgen. Eine Verlinkung zum Spotify Profil findet ihr weiter unten.

    Meanwhile, stay calm and listen to Cari Cari!

    03.11.2022 | Dresden, Beatpol
    04.11.2022 |
    Würzburg, Cairo
    05.11.2022 | Nürnberg, Korns
    06.11.2022 |
    Wiesbaden, Schlachthof
    08.11.2022 | Bochum, Riff
    09.11.2022 |
    Münster, Skaters Palace
    10.11.2022 | Dortmund, FZW
    11.11.2022 | Osnabrück, Kleine Freiheit

    12.11.2022 | Bremen, Lagerhaus
    15.11.2022 |
    Saarbrücken, Garage
    17.11.2022 | Augsburg, Kantine
    28.11.2022 | Leipzig, Werk 2
    29.11.2022 | Berlin, Astra Kulturhaus

    30.11.2022 | Hamburg, Uebel & Gefährlich
    01.12.2022 | Hannover, Paugt

    05.12.2022 |Stuttgart, Im Wizemann
    06.12.2022 | Frankfurt, Zoom

    07.12.2022 | Köln, CBE
    08.12.2022 | München, Muffathalle

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    Fotocredits: Andreas Jakwerth

  • untoldency proudly presents: SOHN „Trust“-Tour 2022

    Ein altbekanntes Gesicht ist heute in unsere Tourpräsentation gerutscht. Wir dürfen euch die „Trust“-Tour vom langjährigen Songwriter und Produzenten SOHN vorstellen! Der Brite Christopher Taylor kommt mit seinem Musikprojekt Ende November für fünf Konzerte nach Deutschland. Berlin, München, Köln, Hamburg und Dresden dürfen sich die glücklichen Städte nennen.

    Weniger ist mehr!

    2013 veröffentlichte SOHN die Single „Bloodflows“ und bekam direkt die vollkommen verdiente Aufmerksamkeit für seine besondere Musik. Außergewöhnliche elektronische Produktionen trafen den damaligen Zeitgeist. Hinzu kam ein unglaublich gutes und schönes Songwriting. Catchige Melodien trafen auf einen modernen, unverwechselbaren Sound und das Verrückte ist: alles stammt aus der Feder aus Künstlers selbst. Dieses Multitalent war auch verantwortlich für die Klangästethetik des ersten Banks Albums.

    Knappe zehn Jahre später teast SOHN neue Musik an. Die neue Single „Figureskating, Neusiedlersee“ besinnt ich auf die Singer-Songwriter-Skills des Musikers. Bereits der Titel lässt einen gewissen Minimalismus sowie eine Naturverbundenheit vermuten. Die schöne Ballade gewinnt durch ihre Unaufdringlichkeit und orientiert sich klanglich eher an Bon Iver, als an den elektronischen Klangwelten aus der Vergangenheit. Was allerdings noch nicht ist, kann noch werden. Daher freuen wir uns über die Rückkehr von SOHN und erwarten alle kommenden Songs mit großer Sehnsucht.

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    Tourdates

    Alle wichtigen Daten sowie einen Link zu den Konzerttickets findet ihr im Folgenden. Lasst euch am besten selbst von der Musik inspirieren und überzeugen. Über die neue Single seit ihr schon rüber gescrollt und unten findet ihre das Spotify Profil von SOHN. Vergesst außerdem nicht den Artist auf Instagram auszuchecken! Wir sehen uns dann im Herbst auf der „Trust“-Tour.

    27.11.2022 | Berlin, Columbiahalle
    29.11.2022 | München, Neue Theaterfabrik
    30.11.2022 | Köln, Live Music Hall
    01.12.2022 | Hamburg, Mojo Club

    02.12.2022 | Dresden, Reithalle

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  • untoldency proudly presents: Oehl „Keine Blumen“-Tour 2022

    Es wird Zeit für gute Live-Musik und aus diesem Grund präsentieren wir euch einen musikalischen Favourite von uns! Oehl touren im Herbst durch Deutschland, Österreich und die Schweiz. Den Auftakt macht Wien am 29.09.2022 und fünf Deutschland-Konzerte in München, Leipzig, Berlin, Hamburg und Köln Ende November runden die Tour ab.

    Balsam für die Seele

    Mit Oehl ist es ganz einfach: Einmal anhören und ihr seid hooked! Das Wiener Künstler-Duo bietet uns viele künstlerische Ecken an, die es zu entdecken gibt. Unglaublich eingängige, aber unaufdringliche Melodien verschmelzen mit detail- und facettenreichen Instrumentals und tragen die poetischen Texte direkt in unsere Herzen. Sanft und beruhigend liegt die Stimme in unseren Ohren und versetzt uns gedanklich in einen warmen Sommertag an einem angenehm abgelegenen Ort. Das ganze Projekt strahlt so viel Wärme und künstlerische Sorgfalt aus, dass es schwer fällt, kein Fan zu werden.

    Einen besonderen Moment haben Oehl auf ihrer neuen Single „Keine Blumen“ eingefangen. Ein charakteristischer Basslauf eröffnet den Song und begleitet die erste Strophe, die sich direkt im Ohr festsetzt. Diese mündet in einem unvorstellbar schönen Refrain, von dessen klanglicher Wärmer ich ein Leben lang umarmt werden möchte. Das Lied explodiert am Ende mit dem Einsatz eines Schlagzeug-Solos, das die Stimmung auf die Spitze treibt. Es ist schwer zu beschreiben, wie schön sich diese Musik tatsächlich anfühlt. „Alles ist schön und nichts tut weh“ würde ein bekannter deutscher Rapper zu diesem kleinen musikalischem Wunder sagen. Lasst euch am besten selbst von der Live-Version von „Keine Blumen“ überzeugen, damit meine abstrakten Gedankengänge nicht das letzte sind, womit ihr Oehl verbindet.

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    Tourdates

    Wenn euch dieser Vorgeschmack nicht reicht und ihre eure Neugier nicht im Zaum halten könnt, dann springt einfach ganz schnell zu unserem Artikel, den Anna im vergangenen Jahr über Oehl geschrieben hat!

    Alle Details zu den Tour-Terminen sowie einen Link zum Ticketverkauf findet ihr unten aufgeführt! Macht euch am besten selbst ein Bild von diesem kreativen Duo, indem ihr sie auf Instagram, YouTube und Co. auscheckt! Wir können euch außerdem versprechen: Die Tour wird ein absoluter Traum!

    29.09.2022 | Wien, WUK
    30.09.2022 | Salzburg, Arge
    06.10.2022 | Zürich, Bogen F
    07.10.2022 | Basel, Gannet

    08.10.2022 | Dornbirn, Spielboden
    13.10.2022 | St Pölten, Cinema Paradiso
    14.10.2022 | Innsbruck, Treibhaus

    03.11.2022 | Graz, Dom im Berg
    04.11.2022 | Linz Posthof, Ahoi Pop Festival
    27.11.2022 | München, Ampere

    28.11.2022 | Leipzig, Naumanns
    29.11.2022 | Berlin, Franz Club
    30.11.2022 | Hamburg, Bahnhof Pauli
    01.12.2022 | Köln, CBE

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  • Glücksgefühle auf der Rookery Tour 2022 – Giant Rocks in Hannover

    Glücksgefühle auf der Rookery Tour 2022 – Giant Rocks in Hannover

    Nach langen zweieinhalb Jahren Warten startete Anfang April endlich die Rookery-Tour der Giant Rooks. Mit im Gepäck hatten sie ihr Debütalbum „Rookery“, das die Band im August 2020 veröffentlichte und nun erstmals so richtig live spielen konnte. 

    Dabei hat sich bei den Giant Rooks so einiges getan in den letzten Jahren – Neues Album, neuer Merch, eine Reihe an Festival-Gigs und vor allem eine rasant wachsende Fanbase, die weder über Social-Media noch auf Konzerten zu übersehen ist. Ende letzten Jahres war die Band aus Hamm als Support mit Milky Chance in den USA unterwegs. Ihre darauf angekündigten Konzerte in den USA waren in kürzester Zeit ausverkauft. Chapeau! Nun fand im April die langersehnte Rookery-Tour statt und ich dufte beim Stopp in Hannover dabei sein.


    Support aus Australien: TORA

    Beim Betreten der Swiss Life Hall war ich erstmal kurz baff. Da wurde mir bewusst, was sich alles in den letzten zwei Jahren getan hatte. Wo die Band doch schon 2019 eigentlich kein Geheimnis mehr war, ist mir spätestens beim Betrachten der Halle (die übrigens eine Kapazität von fast 6.000 Besucher*innen hat) klar geworden, dass es die Giant Rooks schon weit gebracht haben. Eine viereckige LED-Leinwand in Form eines Fensters zierte das neue Bühnensetup der Band und machte neugierig auf mehr. Die australische Band TORA hatte an diesem Abend ihr Debüt als Vorband für die nächsten Konzerte der Tour. Eine Band, über dessen Support Ankündigung ich mich wahnsinnig gefreut habe. Ihr elektronischer/Indie-Pop Sound ist eher ruhig, vibey aber dennoch mit viel Dynamik. Tora lieferte einen schönen Start in den Abend.

    Das Konzert begann mit Rainfalls als kleiner Opener und einem anschließend eindrucksvollen Auftakt mit Birth Of Worlds, der ebenso in das Debütalbum einleitet. Ein toller Einstieg mit Gänsehautpotenzial, wenn ihr mich fragt. Von Sekunde eins an ist die Bühne samt der fünf Jungs mit Energie geladen und man weiß sofort: Das wird ein guter Abend! Nun hieß es kurz Luft holen, denn bereits beim zweiten Song Heat Up konnte kaum jemand stillhalten. Der Song fasst ein Giant Rooks Konzert ganz gut zusammen – ausgelassenes Tanzen und Mitsingen! Wenn dann auch noch Sänger Frederik Rabe auf der Bühne tanzt, ist die Ansteckungsrate hoch.

    Selbstverständlich gab es auch Songs der alten EPs zu hören, wie Bright Lies oder Mia & Keira (Days To Come), die mir erstmal ein Nostalgie-Gefühl verpasst haben. Zu meinem Entsetzen hat leider ein wunderschöner Song auf der Setlist gefehlt – und zwar Chapels, der 2017 auf der „New Estate“-EP veröffentlicht wurde. Vielleicht spielen die Giant Rooks mit ein wenig Glück diesen Song ja bald wieder live, *hust*. 


    Giant Rooks präsentieren zwei neue Songs

    Mit Bedroom Exile und Morning Blue stellte die Band zwei neue Songs vor, die an den Sound von Rookery anschließen. Beide sind sehr indie-poppig und dancy mit Ohrwurm-Potenzial. Vor allem Bedroom Exile hat mir sehr gefallen – ein dynamischer Song mit träumerischer Atmosphäre. Die neuen Songs schienen gut bei den Fans anzukommen.

    Nightingales Of The Walled City ist mein persönliches Giant Rooks-Konzert-Highlight. Es handelt sich da um einen unveröffentlichten Song, den die Band seit Jahren nur live spielt (und damit hoffentlich niemals aufhört). Der Song ist schlichtweg ein sieben Minuten andauernder Banger und damit ebenso Auslöser für sämtliche Moshpits. Anschließend muss das Publikum ziemlich fertig ausgesehen haben, denn Sänger Fred sorgte erstmal für genügend Wasserflaschen, die er dann ins Publikum warf – „Wasser auf Giant Rooks Nacken“, scherzte er danach. Sweet. 

    Giant Rooks sind, und das kann man ihnen wirklich nicht absprechen, eine wahnsinnig gute Live-Band. Die Energie und Freude, die jeder der Bandmitglieder auf die Bühne bringt, reißen einen mit und ich muss sagen, mir fehlte das ein oder andere Mal wirklich die Luft. – Also pure Glücksgefühle. 

    Nach eineinhalb Stunden neigte sich dann das Konzert langsam dem Ende zu. Als Zugabe gab es unter anderem eine wunderschöne Pianoversion von All We Are zu hören, die mir erneut Gänsehaut verpasste. Mit Watershed haben die Giant Rooks dann die Halle zum letzten Mal an diesem Abend so richtig aufgeheizt. Alle trommelten mit ihren Füßen auf den Boden, die Stimmung war nicht zu toppen. Fazit des Abends: Ein sehr gelungenes Konzert bei dem ich viel geschwitzt, getanzt und gesungen habe.

    Nun geht es für die Giant Rooks weiter auf Nordamerika und Europa-Tour. Es war mir mal wieder eine besondere Freude, herzlichen Dank für den schönen Abend! Ich hab’s vermisst.


    Und falls ihr nicht genug bekommt:

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    Fotocredit: Julia