Wer spielt die Musik?
Für Artist wäre die Frage: „Macht die Musik dich, oder du die Musik?“ – Und ja, das klingt nach spirituellem Shit. Aber hier eine kurze Erklärung, warum es das nicht ist: Mir ist aufgefallen, dass besonders zum Ende des Jahres die Zeit kommt, in der sich allerlei Leute Gedanken machen (auch ich), wie dieses Jahr so war, wer sie sind, was sie (für’s nächste Jahr) wollen und so weiter. Deshalb ist es gut, sich nochmal daran zu erinnern, dass wir nicht nur anhand unserer Umwelt erkennen, wer wir (vermeintlich) sind, sondern dass unsere Umwelt auch immer Einfluss auf uns nimmt.
Was hört man wann?
Ich könnte hoffen, dass die Musik selbst eine Geschichte über mein Jahr erzählt, so wie man es sich irgendwie beim Wrapped erhofft. Eher hab ich das Gefühl, dass die Musik mich beeinflusst hat, als dass ich mich bewusst entschieden hätte einen passenden Song zu meiner Situation zu hören. Es gab nur einmal den Fall (an den ich mich erinnern kann) und das war als ich aus Weimar weggezogen und dann natürlich „End of Beginning“ von Djo gehört habe.
Also sicherlich hören manche Leute bestimmte Songs nur in bestimmten Situationen, sonst gebe es ja auch nicht sowas wie Sportplaylisten, aber ich will hier eher darauf eingehen, welche Songs dieses Jahr mich beeinflusst haben. PS: Für Sportplaylisten empfehle ich „WHOS THAT“ von Ikkimel.
Musik, durch die sich mein November wie ein Kinofilm angefühlt hat
Durch „Eyes without A Face“ von Billy Idol fühlt man sich, als wäre man die letzte auf irgendeinem amerikanischen Prom und die Diskokugel dreht sich noch so langsam und es wandern so Lichtqudrate die Wand entlang. „Rebell Yell“ animiert zum Tanzen und das mit Pulp Fiction ähnliche Tanzmoves. Das variiert aber von Person zu Person. Wenn man „Berghain“ von ROSALíA anhört, dann fühlt man sich als wäre man in einem richtig spannenden Film, auch wennn man nur auf einer Parkbank sitzt und eine Taube vorbeifliegt.
Musik zum fühlen als wäre man krass verliebt auf wienerisch
„Du bist wie“ von Laurenz Nikolaus und „Marie“ von BIBIZA. Mehr muss man nicht sagen.
Musik durch die ich mich lebendig gefühlt habe
Für ein hohes Energielevel und zahlreiche Ideen solltet ihr „Born to Run“ von Spruce Springsteen hören. Selbes passiert bei „Backseat „von Balu Brigada.
Musik, die meine Montagmorgende auf dem Weg zur Arbeit versüßt haben
Für einen guten Start in den Arbeitstag und um die Ernsthaftigkeit zu nehmen, die beim Gang zur Arbeit manchmal aufkommt, empfehle ich:“WHOS THAT“ von IKKIMEL und „Manic Monday“ von The Bangles.
Musik durch die ich Geschichten erlebt habe
Wer gern sich gern in Geschichten verliert, der MUSS „We three“ von Patti Smith hören. Das funktioniert auch mit einem weiterer Banger von Patti Smith: „Redondo Beach“. Auch „Farewell Angelina“ gesungen von Joan Baez erzählt auf eine schöne und ruhige Art und Weise von…ja muss man selber hören :). Für eine melancholische Heartbreakgeschichte eignet sich (bei Bedarf) Bob Dylan „The Girl from the North Country Fare“ und „It Ain’t Me Baby„. Bisschen unangenehm zuzugeben, aber vor allem die Songs von dem „A Complete Unknown“ – Soundtrack sind cool und deshalb war Timothée Chalamet mein Top-Artist in diesem Jahr. Und für Hip-Hop- und Geschichten-Mögende: „Like him“ von Tyler, the Creator ft. Lola Young.
Musik, die mich vermissen lässt, aber auch hoffnungsvoll macht
Auf jeden Fall „True Love Way“ von Kings of Leon und ein ganz anderer Sound, aber das gleiche Gefühl strahlt „White Winter Hymnal“ von Fleet Foxes aus.
Musik, bei der ich denke, ich wäre die krasseste und in der Mensa nach extra Soße frage
Mein momentaner Lieblings-Songs (also ihr wisst wie ich drauf bin) ist „Les““ von Childish Gambino. Damit hat man vor nichts mehr Angst sag ich.
Musik, bei politischen Weltschmerz:
Klassiker Bob Dylan zu nennen, aber ich muss: „The Times Are A-Changing“ und „A Hard Rain’s A-Gonna Fall“
Musik, mit der ich mich verstanden gefühlt habe, aber die mich auch krass traurig gemacht hat
Ich hab diesen Dezember einen neuen Artist entdeckt und ich HOFFE so, ihn nächstes Jahr live sehen zu können. Cameron Winter hat sein Album „Heavy Metal“ im Dezember 2024 herausgebracht und die Lyrics sind sehr relateable und seine Stimme macht die Songs einzigartig . Meine Lieblingssongs sind: „Love Takes Miles“, „The Rolling Stones“ und „Cancer of the Skull“
Oh, cancer of the fingers/ And the hands of a beginner/ These songs are made for bad singers“
Musik, die man hört, wenn man durchs Weltall schwimmt
„Planet Caravan“ von Black Sabbath und definitiv „Satta Massagna“ von The Abyssinians. Das wären so gute Songs für ein paar Bahnen durch die Milchstraße oder für Galaxien, wo es nicht so kalt ist.
Musik für (Herz-)Schmerz
„Heartbeat“ von Childish Gambino, wenn bisschen Wut dabei ist und, wenn man einfach nur traurig ist „Images of Love“ von Hether ft. Dominic Fike
Mega spaßige Musik, die meinen Oberkörper tanzen lässt
„Boy – Live Session“ von doro (mit einem ultra schönen Musikvideo), „Sugar on my tongue“ von Tyler, the Creator
Gebt gerne bescheid, ob die Musik sich für euch gähnlich- oder ganz anders anfühlt. Ich wünsch euch eine richtig schöne Zeit und verabschiede mich für dieses Jahr. 🙂
Ps: Wer sich ins warme wegträumen mag, dem empfehl ich (Eigenwerbung) diesen Song.













