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  • Exklusive Videopremiere: Skuppin und „Taumeln“

    Exklusive Videopremiere: Skuppin und „Taumeln“

    Verträumter Pop und Liebeshymnen, Fernweh und Poesie, Herzschmerz und Gefühle.

    Wenn man mich fragen würde, welche deutschen Newcomer*innen man dieses Jahr auf jeden Fall auf dem Radar haben sollte, dann wäre SKUPPIN auf jeden Fall unter den Top fünf. Den aufmerksamsten untoldency Leser*innen sollte der Name SKUPPIN schon ein Begriff sein. Denn, vor einiger Zeit habe ich schon von seiner ersten EP „NEUE ROMANTIK“ berichtet (Hier kannst du die Review lesen). Wer ihn noch nicht kennt, sollte spätestens jetzt die Augen und Ohren nach ihm offen halten. Mit seiner heute frisch veröffentlichten Single „Taumeln“, hat Skuppin es erneut mit Leichtigkeit geschafft, in meinem Ohr hängen zu bleiben und sich festzufahren.


    Bodenlosigkeit, Angst und Liebe
    „Taumeln“ Cover, von Max Koch

    In Taumeln besingt der Newcomer mit auffallend beruhigenderer Stimme die Bodenlosigkeit, die Angst und die Liebe. Dabei singt SKUPPIN wie gewohnt im schönsten Wortgewand. Begleitet wird er dabei von mystischen Klängen, einem Klavier und elektronischen Strings. In Taumeln lässt uns SKUPPIN in das Innerste seiner Gedanken schauen und nimmt uns mit auf eine Suche nach Halt, ohne überhaupt zu wissen was haltend ist.



    Die Stunden gehen schneller als die Welt,
    schneller als wir beide,
    Taumeln vor uns hin.“

    Das Finale zieht einen durch die kraftvolle Stimme förmlich in den Bann. Zusammen mit dem immer voller werdenden Sound, hinterlässt es bis zum zerstörerischen Schluss Eindruck.


    Zwischen Einkaufswagen und Ziellosigkeit

    Passend zum Songrelease, dürfen wir euch heute das zugehörige Musikvideo vorstellen, welches den Song nicht besser hätte unterstreichen können. Das Video startet mit einem jungen Mann in Jeansjacke. Verloren und wohl aufgewühlt zugleich, taumelt dieser ziellos durch die Welt. In diesem Falle erstmal durch ein Parkhaus. Man kann jede einzelne seiner Emotionen ohne Schwierigkeiten aus dem Gesicht ablesen.

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    Ohne recht zu wissen, wohin mit sich selbst, läuft und verläuft sich dieser junge Herr im Verlauf des Liedes. Er läuft und läuft und läuft und läuft. Zwischen Autos und Einkaufswagen die ihm nicht gehören, schlendert er nun rauchend sowie streitfreudig durch die Stadt. Es schaut nicht so aus, als würde der Protagonist innerhalb des Videos seinen Frieden finden, allerdings schafft er es seinen Emotionen endlich Luft zulassen. Das Finale des Videos ist nicht weniger kraftvoll als das des Liedes. Durch einen emotionsstarken Schrei visualisiert die Hauptperson das kräftige Ende von Taumeln so, dass man es besser kaum hätte machen können.

    Hier könnt ihr Taumeln streamen.

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  • Das Fernweh nach der Liebe: Skuppins neue Romantik

    Das Fernweh nach der Liebe: Skuppins neue Romantik

    Mitten im Herbst, genauer gesagt in der letzten Oktoberwoche, erschien Neue Romantik. Die Debüt-EP des Chemnitzers Musikers Skuppin. Ich muss sagen, es hätte wohl kaum einen besseren Zeitpunkt für die Veröffentlichung geben können. Draußen ist es nass, kalt und dunkel. Die Stimmung sieht auch nicht wirklich anders aus. Was ein Glück, dass man dann, zu solch sanften, warm klingenden EP’s wie Neue Romantik tagträumen und der Melancholie freien Lauf lassen kann.


    Poesie

    Eingeleitet wird Skuppin’s Neue Romantik mit meinem persönlichen Favoriten der Platte. Dieser trägt den schönen Namen Poesie. Poesie beginnt mit einem sanften Meeresrauschen und wird von verträumten Synths, soften, elektronischen Drums und einem ebenso sanften, melodischen Bass, begleitet. 

    Alles wird irgendwann
    Poesie sein
    Alles wird irgendwann
    Nicht mehr da sein

    In einem mit Liebe vollgepackten, traurigen Text, besingt der Musiker aus Chemnitz Träume, Gedanken und Gefühle. Diese Träume, Gedanken und Gefühle befinden sich irgendwo zwischen unüberhörbarem Herzschmerz und der Akzeptanz dieses Schmerzes.


    Man darf ja wohl noch Träumen

    Weiter geht es mit Fern. In Fern fängt Skuppin an, zu vermissen. Aber was vermisst er? Das Träumen? Die alten Zeiten? Eine Person? Eine Person, wie Sie in alten Zeiten war? Wahrscheinlich eine Mischung aus allem. Zeilen wie

    Ich fühl mich nur noch leer
    Ich fühl mich dir so fern

    dringen tief ins Ohr ein, bleiben im Kopf und deuten auf unverhoffte Veränderungen und das Auseinanderleben hin.

    Fern ist der einzige Song der EP, welcher allein mit einem Klavier begleitet wird. Insgesamt, klingt Fern nochmal sowohl etwas trauriger, als auch zerbrechlicher, als der Rest der Platte. Während seine starke Stimme mitten ins Herz, schon fast bis zur Seele langt, sorgt das Klavier für die ruhige Konstante, welche den nötigen, emotionalen Halt gibt.


    Unerreichbar

    Das dritte Lied der EP beginnt mit mit einem eindringlichen Uhrenticken, welches den gesamten Song lang präsent bleibt. In Unerreichbar kommt man aus dem musikalischen Tief wieder etwas heraus. Textlich bleibt es allerdings melancholisch. Man kann den Schmerz in jeder Zeile spüren. Die Liebe bleibt unerreichbar und wohl oder übel, schwindet die Hoffnung.

    „Bis wir beide uns sehen
    Bis wir beide verstehen
    Ist ein Leben vorbei“


    Liebe mit Abstand

    Der Schluss der Kassette(!), Liebe mit Abstand, passt sowohl vom Sound als auch vom Thema zum Rest der Indie-Dreampop-EP. Mein Highlight des Songs ist das wirklich, arg wunderschöne Gitarrensolo in der Mitte des Tracks.

    Auch in Liebe mit Abstand vermisst Skuppin. Es geht um eine Beziehung, welche es nicht schafft, die schwierige Hürde Abstand zu überwältigen. Auch wenn man noch nicht so ganz loslassen mag, muss man langsam. Ein letztes mal.

    „Bleib nicht für immer
    Nur heute Nacht
    Liebe mit Abstand
    Schwerer als gedacht“

    Zu Liebe mit Abstand hat Skuppin auch ein Musikvideo veröffentlicht, welches analog aufgenommen wurde. Hach, wie schön. Die Protagonist*innen sind Skuppin selbst und eine Person, welche Skuppin’s Partnerin darstellt. Das schwarz&weiß gehaltene Video unterstreicht den Text des Liedes. Ich kann nur wärmstens empfehlen, mal reinzuschauen.

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    Fazit

    Skuppin hat auf seiner Debüt EP Neue Romantik seine eigene Romantik erschaffen. Diese handelt von einer langsam, aber sicher endenden Beziehung. Es geht um die Liebe in Kombination mit Fernweh. Fernweh nach der Liebe. Die Art von Fernweh, die schmerzt. 

    Auch alles um die EP herum ist bestens aufeinander abgestimmt. Seien es die Musikvideos, das Cover, oder auch, dass Neue Romantik als Kassette physisch zu erwerben ist. Es passt einfach alles unglaublich gut zusammen und vermittelt einen wunderschönen, melancholischen Vibe. Ich bin auf jeden Fall Fan geworden.


    Neue Romantik ist durch und durch von einer Fernbeziehung und Vermissen geprägt. Es ist die perfekte EP für die düstereren Tage. Die Tage, an denen das Herz schmerzt und man den Gefühlen Raum geben sollte. Und hier könnt ihr sie euch anhören.

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    Fotocredit: tungachtung, Skuppin