Tag: 22. November 2021

  • „Alles wird gut“ – Ach, wird es das? Kummer verabschiedet sich mit „Der letzte Song (Alles wird gut)“ feat. Fred Rabe

    „Alles wird gut“ – Ach, wird es das? Kummer verabschiedet sich mit „Der letzte Song (Alles wird gut)“ feat. Fred Rabe


    Treffender kann ein Songtitel nicht sein: Mit „Der letzte Song“ beendet der Kraftklub-Sänger sein Soloprojekt Kummer. Ins Leben gerufen hat Felix Kummer seine Solokarriere als Rapper 2019. Seine Texte sind eher welche von der traurig-melancholischen Sorte, zu hören in Liedern, wie „26“ oder „Es tut wieder weh“. Den hohen Grad an Emotionalität in seinen Lyrics machte er sich schnell zum Markenzeichen.


    Böse Mine

    Tut mir leid, keine Sätze, die dich aufmuntern zum Schluss
    Auch der letzte Track zieht einen noch runter in den Schmutz


    Dieser Manier ist Kummer auch in seinem letzten Song treu geblieben. Er handelt von Perspektivlosigkeit und einer gnadenlosen Realität, die keinen Platz für das leere Versprechen eines Happy Ends lässt. Auch, wenn er es selbst gern anders hätte, meint der Rapper jede Zeile so ernst, wie die Vorangegangene. Er gesteht sich ein, dass seine Texte eben nicht dazu da sind, Ängste zu nehmen und Parolen zu füllen. Wenn man aber ehrlich ist, braucht es das bei einem perfekt traurigen Song, wie diesen auch nicht.


    „Ich hab‘ keinen sicken Flow und schreib‘ auch keine Hits
    Aber gib mir eine Strophe und die gute Stimmung kippt“


    Gutes Spiel

    So, wie die Strophen einen runterziehen, zieht die Musik dazu einen wieder hoch. Man könnte fast sagen böse Mine zu gutem Spiel? Produziert von BLVTH und Flo August, klingt der Track rockig voranbringend – der Beat allem voran. Auch, wenn es sich zu Anfang erst etwas bedeckt und abgedämpft hält, treibt einen das Instrumental in der zweiten Hälfte zur Bewegung.


    Abgerundet wird „Der letzte Song“ durch die wunderschöne, hoffnungsvoll klingende Stimme von Fred Rabe. Für den Giant Rooks Sänger ist es nichts Neues, einen Rapper auf Deutsch zu featuren, schließlich hat er das dieses Jahr schon mit RIN bei „Insomnia“ gemacht. So übernimmt er hier den Gesang in der Hook, was dem Song wirklich gut steht. Ihm würde man tatsächlich glauben, dass alles gut wird.


    Live-Performance

    Und dann ist da noch der unfassbar sehenswerte Fernsehauftritt im ZDF Magazin Royale vom 12. November. Begleitet vom Rundfunk-Tanzorchester Ehrenfeld, legt Kummer eine 1-A Performance hin. Auch Fred Rabe beweist einmal mehr seine musikalischen Fähigkeiten und zeigt sich erstmals am Schlagzeug. Damit sich niemand den Aufwand machen muss, habe das Video dazu hier einmal verlinkt.


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    Kummers letzte Tour begann bereits am 17. November und danach ist endgültig Schluss mit dem Soloprojekt. Er kündigte an, sich in nächster Zeit wieder Kraftklub zu widmen. Mit „Der letzte Song“ gelang ihm jedenfalls ein Finale, dass an trauriger Schönheit nicht zu übertreffen ist. Zudem stürmte die Single kürzlich die Spitze der deutschen Single Charts. Falls sich jetzt aber jemand nach dem Ende der Solokarriere in tiefe Sinnkrisen stürzt: Alles wird gut – Ach, wird es das?


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    Fotocredit: Phillip Gladsome, Lennart Speer

  • untoldency proudly presents: Johanna Amelie „Fiction Forever“-Tour 2022

    untoldency proudly presents: Johanna Amelie „Fiction Forever“-Tour 2022

    Bei all den Touren, die wir schon ankündigen und präsentieren dürfen, ist uns natürlich auch schon aufgefallen, was fehlt: Frauenpower. Und diese gibt es jetzt. Mit Johanna Amelie, die sowohl durch die Welten des Singer-Songwriter mit den Welten des Indies durchwirbelt, dürfen wir euch endlich gute female! Musik auf den Club-Bühnen Deutschlands nächstes Jahr präsentieren. Hier gibt’s alle Infos dazu.

    Fiction Forever

    Aus dem Umfeld von Tristan Brusch, Die Höchste Eisenbahn und Alin Coen kommt Johanna Amelie und beweist, dass sich die deutsche Indie-Szene ein bisschen vorsehen sollte nächstes Jahr. Ihr neues Album „Fiction Forever“ (was ist das für ein cooler Albumname) erscheint im April 22, wird sich über Dream-Pop bis Folk tragen und uns poetisch, ironisch und nachdenklich in ihr Universum ziehen. 

    Auch wenn es nicht Johannas erstes Album ist, merkt man den deutlichen Sprung von Songs davor. Ihr letztes Album Beginnings (2020) war der erste Step aus der Newcomer:innen Szene hinaus, und auch dort konnte man schon den Drive spüren, den Johanna treibt: die Verbindung zu anderen Menschen suchen, gemeinsam spannende Projekte anstoßen und vor allem: Dinge verändern. Sie ist sehr involviert bei Music Women* Germany und bei allem, was feministisch in der doch immer noch sehr männlichen Musikbranche aufgerüttelt werden muss. Davon brauchen wir halt wirklich auch ein bisschen mehr. 

    Deshalb hier ohne weiteren Umschweife alle Tourdaten, auf denen ihr Johanna Amelie nächstes Jahr in Deutschland erwischen könnt:

     

    Und hier geht’s zu den Tickets: http://www.handshake-booking.com/de/artist/johanna-amelie/ 

    Weil wir euch aber auch nicht ohne wenigstens einen Ohrwurm gehen lassen können, bekommt ihr hier schon mal einen Eindruck, wie das dreamig-süße Trio von Johanna live aussehen kann:

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