Schlagwort: Funk

  • untoldency proudly presents: Emotional Oranges am 15.03.2024 in Berlin

    untoldency proudly presents: Emotional Oranges am 15.03.2024 in Berlin

    Wir sind ja bekennende Soul und RnB-Fans, deshalb freut es uns, euch in diesem Rahmen eine neuste Empfehlung für sonnengetränkten RnB direkt aus LA mit euch zu teilen: Emotional Oranges. Noch mehr freut es uns, den exklusiven Deutschland-Stopp der STILL EMO-Tour in Berlin zu präsentieren! Am 15.03. im Säälchen werden wir uns zum ersten Mal live in Emotional Oranges verlieben. Ihr euch auch?

    Emotional Oranges sind STILL EMO

    Wer sind Emotional Oranges und wieso ist noch niemand auf einen so guten Bandnamen gekommen? Das Duo aus den Staaten ist gleichermaßen experimentell wie futuristisch, verbindet laut eigener Beschreibung „everything from The 1975 to Anderson.Paak to Frank Ocean“. Und so gut wie das klingt, so gut hört sich das auch an! Ihre Alben tragen die passend coolen Namen The Juice: Vol. I-III, The Juicebox und STILL EMO – letzteres kam erst letztes Jahr raus und bekommt wie seine Vorgänger auch eine direkte untoldency-Empfehlung von uns. Für einen entspannten Sonntag, verträumte Spaziergänge und vor allem den kommenden Frühling ist das genau der richtige Soundtrack:

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    Fühlt ihr’s auch? Auf der Suche nach Videos sind wir außerdem auf ein Cocktail Rezept von Biig Piig gestoßen, das wir euch auch nicht vorenthalten wollen. Wer den Hot Toddy-Drink von Biig Piig ausprobieren und dazu noch die Alltagssorgen wegtanzen möchte, kommt am 15.03. mit ins Säälchen Berlin:

    Und wer sich die Chance offen halten will, Tickets zu gewinnen, darf auch hoffen. Auf unserem Instagram verlosen wir 1×2 Gästelistenplätze – ihr könnt ja einfach mal mitmachen!

    Besonderes Highlight der STILL EMO Tour: Nonso Amadi wird Emotional Oranges als Support-Act begleiten! Der Nigerianer ist mit dem Duo auf ihrer gemeinsamen EP Blended (2024) zu hören, falls ihr also einen Eindruck haben wollt, wie das am 15.03. live klingen könnte, spielt sie doch einfach mal an!

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  • Parcels zeigen uns auf „Day/Night“ die Licht- und Schattenseiten des Lebens

    Parcels zeigen uns auf „Day/Night“ die Licht- und Schattenseiten des Lebens

    Im Sommer 2017 ist die fünfköpfige, aus Australien stammende Band Parcels, das erste Mal so richtig auf internationaler Bildfläche aufgetaucht. Mit ihrem Hit Overnight, welches (unschwer erkennbar) von dem französischen Legenden-Duo Daft Punk produziert wurde, konnten sie sich einen ersten Namen in der Musikszene machen. Mit dem Erfolg über den eigenen Kontinent heraus, haben sich Parcels dazu entschieden, sich raus aus der australischen Indie-Bubble, rein in die Berliner Musiklandschaft zu wagen. Nach zwei EP’s und einem Debütalbum, haben Parcels das Doppelalbum „Day/Night“ herausgebracht.


    Day

    Day/Night“ ist ein Konzeptalbum mit insgesamt 19 Tracks, welche sich in zwei Alben aufteilen. „Day“ macht den Anfang mit langen, sanften Streichern, welche an die ersten Sonnenstrahlen am Morgen erinnern. Während der Anfang des Intros noch sehr mysteriös wirkt und an Filmmusik erinnert, wird „LIGHT“ im Laufe des Tracks immer funkiger und freundlicher. Gesanglich wird der Opener mit Parcels’s altbekannten, herrlichen Harmonien begleitet, welche man auf dem gesamten Doppelalbum wiederfinden kann.

    Alex Waugh

    See that sun Burning down
    Morning lights Calling out
    See that sun Don’t look down
    Here it comes Feel it now

    -LIGHT

    Mit Songs wie „Free“ oder „Somethinggreater“ wird dann etwas mehr Bewegung in „Day“ gebracht. Vor allem letzterer ist wunderbar Tanzbar und ich kann mir jetzt schon vorstellen, wie viel Spaß dieser Song live machen wird.

    Until it lasts forever
    Until it lasts so long
    Until we’re back together
    I’ll be alone

    -Somethinggreater
    Melancholie meets Disco

    Das Äquivalent zu „LIGHT“ ist der Song „SHADOW“, welcher der Opener für den Nachtteil des Doppelalbums darstellt. Ähnlich wie „LIGHT„, ist „SHADOW“ sehr Instrumental-lastig. Im Gegensatz zu den in „LIGHT“ zu erahnenden Sonnenstrahlen, kommt hier eine düstere, dramatische Spannung zum Vorschein. Diese düstere Stimmung wird auf dem folgendem Track „Neverloved“ weitergeführt, wenn auch mit etwas mehr Action. „Famous“ sticht wohl vom Sound her am meisten aus „Night“ heraus. Im Gegensatz zu den vorherigen Songs, klingt er sehr nach einer 70er Disco Party. Hört man allerdings genauer hin und achtet auf den Text, wird klar, dass die fröhliche Stimmung trügt.

    Oh, don’t go thinking why you’re living a lie
    Now there’s a lot to earn, dead or alive
    They told you what you want, you never decide
    Just hold on and you might

    -Famous
    Ashleigh Pepper

    Liebe auf den zweiten Blick

    Ich muss zugeben, es hat etwas gebraucht, bis mich das Album wirklich überzeugt hat. Bei den ersten Malen fand ich es sogar schon fast etwas anstrengend zuzuhören. Durch die doch sehr langen Streicherpassagen und Jams fand ich es irgendwie sehr zäh und in die länge gezogen. Es ist mir einfach zu wenig passiert, es war nicht aufregend genug.

    Dass ich etwas gebraucht habe, um mit „Day/Night“ warm zu werden, lag im Nachhinein wahrscheinlich daran, dass ich es falsch gehört habe. Wer sich jetzt fragt, wie man ein Album denn falsch hören kann, dem sei gesagt; anything is possible, musste ich auch erst lernen.

    Ich habe es vorher, eher nebenbei gehört, sprich: Unterwegs, beim Bahn fahren. Erst als ich mich zu Hause hingesetzt und meine ungeteilte Aufmerksamkeit voll und ganz dem Album gewidmet habe, hat es plötzlich „Klick“ gemacht. Auf einmal habe ich jeden einzelnen Ton, der mich vorher noch so gelangweilt hat, nachvollziehen und fühlen können.

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    Das Album muss verstanden werden

    Der Schwerpunkt des Albums liegt nicht in Hits, welche auf Repeat, oder in Playlists gespielt werden sollen bzw. können. Und das muss es auch gar nicht. Das Doppelalbum „Day/Night“ von Parcels ist mehr als ein nur für Streamingzahlen erschaffenes Album. Viel mehr ist das Album eher eine Reise, ein Erlebnis. Oder wie eine Serie. Man hat vielleicht seine Lieblingsfolgen, welche man öfter schaut, wenn man gerade Lust drauf hat, aber wirklich Sinn ergibt alles erst, wenn man sie von vorne bis hinten, in chronologischer Reihenfolge schaut. Genau so ist es mit dem Konzeptalbum von Parcels. Als Hörer:in merkt man, dass die Reihenfolge jedes einzelnen Titels sorgfältig auserwählt und alles perfekt aufeinander abgestimmt wurde. Man hört und spürt von der ersten bis zur letzten Sekunde einfach die Liebe zum Detail.

    Ich lege jeder Person, die das Album noch nicht gehört hat, ans Herz, dies zu tun. Ich empfehle wirklich(!!) sich die Zeit zu nehmen, sich vielleicht vorher noch einen Tee zu machen, sich hinzusetzen und dieses wirklich sehr gut konzeptierte Album auf sich wirken zu lassen.

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    Fotocredit: Remi-Ferrante Hartmann

  • FORWARD im Interview: „Man soll durch die EP das Gefühl haben, dass man Bock hat, seinen eigenen Weg zu gehen“

    FORWARD im Interview: „Man soll durch die EP das Gefühl haben, dass man Bock hat, seinen eigenen Weg zu gehen“

    FORWARD ist bei uns auf untoldency kein unbekannter Name mehr. Im vergangenen Monat sind sie ihren großen Schritt als Band gegangen und veröffentlichten ihre Debüt-EP „Overthinking My Mind At Large„. Die acht Jungs aus Hannover thematisieren darin vorwiegend die Zeit zwischen dem Schulabschluss und dem Erwachsenwerden. Immer wieder sticht dabei eine Message heraus: Seinen Weg zu gehen und sein eigenes Ding durchzuziehen. FORWARD finden sich zwischen Zukunftsängsten und zielgerichteten Träumen wieder. Dabei lassen sie aber nicht den Kopf hängen, denn ihr Gleichgewicht scheinen sie gefunden zu haben. Reflektierte Gedanken kombinieren sie ganz locker mit funky Indie-Pop, mal sehr tanzbar, mal sehr ruhig. Es gibt noch eine leckere Kirsche auf der Torte, denn drei Bläser schmücken die Band als fester Bestandteil und heben ihren Sound somit ganz klar von anderen Bands der deutschen Indie-Szene ab. Im Sommer bewiesen sie das auch live, in dem sie die ausverkauften Crowds bei ihren Support Shows von JEREMIAS überzeugten.

    Die sechs Tracks haben alle einen ganz besonderen Flair und fühlen sich, so kitschig das auch klingen mag, irgendwie nach einer warmen Umarmung an. Wer FORWARD verpasst und keine Umarmung haben will, fine. Aber dem entgeht eine vielversprechende, detailverliebte Newcomer Band, die vor Begeisterung für ihr eigenes Werk sprüht. Ich möchte an dieser Stelle gar nicht noch mehr dazu sagen, das habe ich schon in vorherigen Artikeln. Ich glaube, meine Position ist klar. Deshalb habe ich Tim, Arne und Ruben lieber selbst erzählen lassen.

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    FORWARD im Interview

    Dascha: Hey! Freut mich, dass das geklappt hat. Wie geht’s euch so kurz vor eurem Release?

    Ruben (FORWARD): Gut gut, aber langsam kommt die Nervosität.

    Tim (FORWARD): Jetzt realisiert man erst, dass man nichts mehr daran ändern kann, dass es veröffentlicht wird. Das ist ganz schön überwältigend, aber ich glaube, das ist auch normal. Wenn man zum Beispiel mit den JEREMIAS-Boys spricht, sagen die auch, dass es nicht abnimmt, weil ein Release immer wieder was besonderes ist.

    Dascha: Könnt ihr euch nochmal vorstellen, für alle, die euch noch nicht kennen?

    Ruben (FORWARD): Also wir sitzen stellvertretend für FORWARD hier. Eigentlich sind wir acht Leute, wir sind eine Band aus Hannover. Wir machen Indie-Pop, wobei es schwer ist, das so als Genre festzulegen, ich glaube aber jede Band hat dieses Problem. Wir machen seit zwei Jahren in dieser Konstellation Musik. Am Anfang war es so, dass echt nur Arne, Tim und Carl am Start waren. Dann kamen immer mehr Leute dazu.

    Tim (FORWARD): Ja genau, wir sind 3/8 der Band. Ich bin Tim, der Sänger, Ruben am Saxophon und Arne an der Gitarre.

    Dascha: Und wir habt ihr zusammengefunden?

    Tim (FORWARD): Also Arne und ich kennen uns schon ewig, seit der Krabbelgruppe und machen seit der Grundschule zusammen Musik. Auf der weiterführenden Schule ist dann unser Bassist dazu gekommen und wir haben erstmal Rock-Mucke gemacht, so ein bisschen AC/DC mäßig. Das hat sich dann über die Jahre immer weiter entwickelt. Seit zwei Jahren sind wir eben auch in dieser Besetzung mit den drei Bläsern und dementsprechend hat sich auch das Genre komplett gewechselt. Aber wir haben uns alle durch die Schule kennengelernt und die Musik als gemeinsamen Nenner gefunden. Nicht in irgendeiner Musikhochschule, sondern einfach auf dem Pausenhof.

    Dascha: Noch richtig real also!

    Alle: (lachen)

    Dascha: Wann habt ihr ganz bewusst angefangen an der EP zu arbeiten?

    Tim (FORWARD): Der erste bewusste Schritt, dass wir gesagt haben, wir nehmen jetzt eine EP auf, war eigentlich erst dann, als wir schon ein paar Songs hatten. Die EP ist eher so entstanden, dass wir uns als Band gefunden haben, unseren Sound gefunden haben, dann Songs geschrieben haben, die wir cool fanden und dann ist das so über diese zwei Jahre entstanden. Wir haben immer wieder neue Songs und Ideen mit eingebracht. Dann haben wir gemerkt, dass wir schon einige Songs haben und die sogar zusammen passen, sodass wir auch eine EP daraus machen können. Wir haben es also eigentlich erst im Prozess gecheckt.

    Dascha: Welchen Vibe oder welche Message soll die Hörer:innen der EP erreichen?

    Ruben (FORWARD): Das umfasst eigentlich so die ganze Zeit, in der die Songs entstanden sind. In der Zeit nach der Schule bis hier hin sind bei uns intensive Dinge passiert, zum Beispiel, dass man von zu Hause auszieht. Und man anfängt an sich damit auseinander zu setzen, was man machen will. Man merkt dabei auch, dass es Menschen gibt, die nicht so Fans davon sind, dass man das machen will und auch man selbst merkt, dass es gewisse Hürden gibt. Das sind Dinge, mit denen wir uns viel auseinander gesetzt haben und die einen wichtigen Teil der EP übernehmen. Aber das ist nicht nur negativ, weil wir dementsprechend auch versuchen, eine Antwort darauf zu finden. Da haben wir zum Beispiel On The Run, der eigentlich viel mehr Zuversicht ausspricht, dass man die Ziele doch irgendwie erreichen kann. Dass wenn man denkt, es geht nicht, es doch Wege gibt.

    Tim (FORWARD): Diese Suche nach sich selbst, was man eigentlich machen möchte und eben dieser Struggle, der von außen dazu kommt, was andere von einem erwarten. Wenn man die EP gehört hat, soll man das Gefühl haben, dass man Bock hat, seinen eigenen Weg zu gehen und sein eigenes Ding zu machen. Dazu zu stehen Fehler zu machen und das alles, was andere sagen, zweitrangig ist.

    Dascha: Sehr schön erklärt! Und wonach habt ihr die Reihenfolge der Tracks bestimmt? Hattet ihr einen roten Faden im Kopf oder hat es sich so einfach richtig angefühlt?

    Tim (FORWARD): Da steckt auf jeden Fall ein roter Faden dahinter und der ist an die Inhalte der Songs gebunden. Also es ist nicht so, dass die EP komplett konzipiert ist, wir haben ja schon erwähnt, dass die Songs peu a peu entstanden sind. Aber es steckt schon eine Chronologie dahinter. Die ersten Songs, Julia und Overdrive, haben so eine jugendliche Leichtigkeit und Aufbruchstimmung und dann kommen auf dem Weg Aspekte dazu, wo man merkt, dass es nicht immer so einfach ist. Man wird irgendwann losgelöst von diesem vorgelebten Schul- und Aufwachs-Kosmos, plötzlich kommen Probleme dazu, die es vorher nicht gab. Man hat mega Bock loszulegen, aber dann kommen eben Probleme, die vielleicht Zukunftsängste bergen und darum kümmern sich die Songs To Be Defined und Quarterlife Crisis. Diese Frage, ob man seine Träume verfolgt oder lieber doch etwas sicheres macht und alle im Umfeld happy damit sind. Und damit ist On The Run der Appell am Ende, der quasi beide Seiten zusammenbringt und aussagt, dass man sein Ding einfach durchziehen soll.

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    Dascha: Jetzt hast du es schon angedeutet, aber ich würde gerne nochmal auf To Be Defined zu sprechen kommen. das ist ja auch ein ganz neuer Song, der nicht schon vorher released war. Was genau bedeutet der Song für euch?

    Tim (FORWARD): To Be Defined ist auf zwei Seiten irgendwie ganz interessant. Einmal, weil es eben um diesen Konflikt geht, den ich eben schon angerissen habe. Bei mir war es oft so, dass ich in der Schule erwähnt habe, dass ich nach dem Abi am liebsten Mucke machen würde und ich oft schnippische Kommentare wie „Das ist doch nur brotlose Kunst“ bekommen habe. Und dann so „Aber was ist dann das Ernste, Richtige, was du noch machst?“ Und dann ist das so dieser fucked up Moment, wo du dir denkst „Ey, warum willst du das überhaupt wissen, du bist Bankkaufmann oder Bankkauffrau oder arbeitest seit 40 Jahren im selben Unternehmen“.

    Dann hat man halt den sicheren Weg gewählt, das will ich gar nicht judgen, aber dann hat man halt keine Ahnung, was das für mich bedeutet. Das ist so ein bisschen die Erkenntnis, die in dem Song rauskommt. Gleichzeitig war es auch ein Song, den Arne und ich in Berlin geschrieben haben, als wir das erste mal von zu Hause weggezogen sind. Arne hat ein bisschen Musik studiert in Berlin und ich hab ein Praktikum gemacht. Wir waren zusammen in einer Wohnung und hatten dieses Gefühl der Selbstständigkeit und eben diesen Berlin-Flair, das waren so viele Reize im Überfluss.

    Arne (FORWARD): Genau, der erinnert mich auch immer wieder an diese Zeit.

    Dascha: Ihr erzählt immer so in der Vergangenheit davon. Heißt das, ihr habt euch jetzt von diesen Meinungen von Außen losreißen können oder begegnet ihr dem immer noch?

    Ruben (FORWARD): Es ist schon etwas, womit man sich noch rumschlagen muss. Aber das Schöne ist, über die Zeit lernt man mehr Menschen kennen, die in dieser Musik-Szene sind und auch davon leben und merkt, dass es möglich ist. Und dass es nicht stimmt, wie einem oft gesagt wird, dass man extrem Glück haben muss oder man landet auf der Straße. Das zu sehen gibt einem total viel Zuversicht. Ich werde aber trotzdem häufig damit konfrontiert, dass es ja ein ganz nettes Hobby sei, aber was ich denn sonst so Richtiges mache. Aber ich bin mit mir im Reinen und ich weiß es gibt einen Weg. Man kann auch irgendwann viel besser gegen solche Leute argumentieren. Dann hat man auch mehr konkrete Argumente in der Hand und die Leute merken vielleicht „Okay, krass, da steckt ja viel mehr dahinter“. Aber ja, man wird mit sowas immer wieder konfrontiert und ich glaube das hört auch nicht auf, bis du mal bei Inas Nacht gespielt hast, oderso. (lacht)

    Tim (FORWARD): Ich würde das gar nicht so sehr nur auf das Musik machen beziehen, sondern das ist ja einfach omnipräsent für jeden Weg, den man geht. Es wäre auch unnatürlich, wenn man keinen Selbstzweifeln begegnen würde. Ich glaube dieser Konflikt ist am intensivsten in der Umbruchphase direkt nach dem Schulabschluss. Aber eigentlich besingt die EP ja die komplette Phase von Anfang 20 bis Mitte 30, sowas kann ja immer wieder kommen. Es ist ja auch schwierig zu sagen, dass man sein Ding gefunden hat und dann sein Leben lang dabei bleibt. Vielleicht sagt man 40 auch, dass man Bock hat sich komplett neu zu orientieren. Nicht, dass ich da schon drüber nachdenke, aber es wäre ja möglich.

    Ruben (FORWARD): Ich glaube das vergessen total viele Leute. Ich merke das immer, wenn ich ehemalige Mitschüler:innen treffe und höre, dass die ihr Studium mega schnell durch hustlen, um dann direkt zu arbeiten. Und ich denke mir immer so „Ja cool, jetzt seid ihr schon da, wo ihr hinwolltet, aber was passiert jetzt noch?“ Ich meine, ich hab so viele Leute kennengelernt, die mit 30 oder 40 angefangen haben, was neues zu studieren oder zu erlernen. Es ist halt nie zu spät, mit neuen Dingen anzufangen und ich finde das vergisst man viel zu oft. Dadurch machen sich so viele Leute Stress, aus einem Grund, der gar nicht wirklich existent ist.

    Dascha: Ich fühle mich gerade, als würde ich bei einer inspirierenden Lebensberatung sitzen.

    Tim (FORWARD): Du schaffst das, Dascha! Du musst nur auf dein herz hören! Wir werden jetzt Kalenderspruch-Band. (lacht)

    Dascha: Ihr seid ja von der Anzahl her eine vergleichsweise große Band. Wie läuft da das Songwriting ab? Wie kommt ihr untereinander klar?

    Arne (FORWARD): Manchmal ist es ein bisschen tricky, aber wir kommen klar. Ich würde sagen, dass Ruben und ich musikalisch die Hauptsongwriter sind. Wir kommen immer mit den neuen musikalischen Ideen an, wir sind jetzt auch zusammengezogen. Dann haben wir mehr Zeit uns da dranzusetzen und neue Ideen zu entwickeln. Dann basteln wir meistens eine kleine Demo zusammen, dann wird die an alle rausgeschickt und alle müssen sich die anhören. Danach bekommt jeder die Chance seinen Senf dazu zu geben. Manchmal ist das auch stressig, weil ja jeder eine andere Vorstellung von Songs hat und jeder sich einbringen will.

    Mit acht Menschen in einer Band ist es auch schwer, dass sich jeder auf seinem Instrument wirklich auf einem Song zeigen kann. Manchmal ist das Motto „weniger ist mehr“, manchmal muss man sich eben zurücknehmen. Es gibt auch Songs wo ich zum Beispiel keine Gitarre spiele, dann ist das halt so, solange es dem Song gut tut. So basteln wir dann daran und versuchen beim Prozess alle happy zu kriegen. Dann fängt Tim an dazu zu singen und schreibt den meistens Text nachträglich.

    Ruben (FORWARD): Also wir drei schreiben die Songs eigentlich, aber die Details kommen dann von allen acht individuell dazu. Das ist ganz schön, so ist von jedem aus der Band am Ende ein Fingerabdruck auf dem Song drauf.

    Arne (FORWARD): Wenn ich eine Song-Idee habe, habe ich immer schon eine sehr krasse Vorstellung davon, wie er am Ende klingen soll. Aber wenn die anderen dann noch ihre Ideen dazu geben, kommt am Ende trotzdem etwas besseres raus, als ich es mir am Anfang hätte vorstellen können. Das find ich aber schön, das macht unseren Sound wahrscheinlich auch aus. Das meinen wir damit, wenn wir sagen, es ist etwas schwer den Sound einzuordnen, weil wir alle unterschiedliche Einflüsse einbringen. Manche hören mehr Funk, manche Jazz, manche Rock oder Pop und dann kommt das da alles zusammen.

    Dascha: Und war euch von Anfang an klar, dass ihr englischsprachige Musik machen wollt oder wie seid ihr dazu gekommen?

    Tim (FORWARD): Ich singe seit Anfang an auf Englisch. Damals als Arne und ich diese Rockphase hatten, fanden wir das einfach am coolsten. Das war halt die Mucke von den ganz Großen. Mit der Musik konnte ich mich am meisten identifizieren. 90% der Musik, die wir in der Band hören ist englischsprachig und da zieht sich die meiste Inspiration raus. Was ich auch ganz schön finde ist, dass wenn man im deutschsprachigen Raum Musik auf Englisch macht, man niemandem diesen Text aufdrückt. Du kannst hinhören, wenn du möchtest, aber du tust es meistens nicht automatisch. Wenn man einen deutschen Song hört, ist man gezwungen auf den Text zu hören. Gerade bei unserer Mucke möchten wir, dass das Augenmerk auch auf andere Aspekte gelegt wird, um die ganze Bandbreite wahrzunehmen.

    Dascha: Stimmt, da hast du Recht. Mal ein anderes Thema: Ihr habt im Sommer ja mehrere größere Shows mit JEREMIAS gespielt. Was nehmt ihr davon mit?

    Ruben (FORWARD): Dass ich nichts anderes machen will! Ich weiß noch, dass ich nach der ersten Show in Köln total beseelt nach Hause gefahren bin und wir das alle erstmal verarbeiten mussten. Das war auch unser erstes Konzert in dieser Größenart. Da war so eine Energie, das war total krass. Ich hab danach mit meiner Mom telefoniert und meinte nur „Ey, ich hab gerade den Traum gelebt.“ Ich wollte am liebsten nur noch weiter rumfahren, Konzerte spielen und die Leute mit Musik überzeugen und begeistern. Das ist so ein krasses Gefühl, das sich da zum ersten Mal so in einer größeren Perfektion für mich gezeigt hat.

    Tim (FORWARD): Absolut! Das ist so ein ultra Privileg, dass wir das so kurz nach Lockdown erleben durften. In Köln, wo wir uns ja auch gesehen haben, war das für uns das erste Mal wieder so eine Masse an Menschen zu sehen und zusammen einen geilen Abend zu haben. Und dabei dann noch seine Musik präsentieren zu dürfen war ein einfach ultra krasses Erlebnis. Ich hab es immer noch nicht ganz verarbeitet.

    Arne (FORWARD): Ich fand es auch krass zu sehen, was bei so größeren Gigs auf professioneller Ebene noch alles dazu gehört. Das ist ja viel mehr, als sich einfach nur auf die Bühne zu stellen. Das ganze Umfeld, der ganze Prozess, da mal reinzuschnuppern, das fand ich richtig schön. Ich hab persönlich gemerkt, dass mir auch das Drumherum Spaß macht. Auch das Auf- und Abbauen und verkabeln und dort den Tag zu verbringen. Alles arbeitet auf diesen Auftritt hin und dann ist das ein richtig erfüllendes Gefühl am Abend.

    Ruben (FORWARD): Allein dieses Unterwegssein und rumfahren war so ein krasses Gefühl. Das hat vorher noch gar nicht so in meiner Gefühlswelt existiert. Letzte Woche sind wir zu dem Release-Konzert von den Power Plush’s gefahren und wir saßen so im Auto und dachten „Alter, es ist so ein geiles Gefühl wieder unterwegs zu sein“. In eine Stadt fahren, neues erleben und Leute kennenlernen, das ist einfach so schön.

    Dascha: Das klingt echt schön. Das hat mich auch nochmal an meinen Sommer erinnert. Habt ihr irgendwas, was ihr als Band unbedingt mal erreichen wollt in der Zukunft?

    Ruben (FORWARD): Für mich ist es auf jeden Fall eine eigene Tour zu spielen. Noch mehr unterwegs zu sein, noch mehr Konzerte zu spielen. Als Künstler seine eigene Mucke an neue Leute zu bringen und dafür durch Deutschland zu fahren. Das ist wirklich mein Traum zu sagen, wir sind jetzt die nächsten drei Wochen auf eigener Tour und sind jeden Tag in einer neuen Stadt.

    Tim und Arne (FORWARD): Ja, absolut!

    Dascha: Das klappt bestimmt! Dann bin ich jetzt bei meiner letzten Frage. Das ist ja bei uns immer eine untold story, also eine Geschichte, die ihr noch nicht erzählt habt.

    Tim (FORWARD): Als wir unsere EP aufgenommen haben, waren wir in Leipzig im Studio. Wir sind total euphorisiert da angekommen und haben alles aufgebaut und vorbereitet. Normalerweise sind wir die Band mit der besten Verpflegung: Das ist quasi schon mal die erste untold story. Du hast quasi gerade drei Profiköche vor dir sitzen.

    Ruben (FORWARD): Wir kochen wirklich sehr gerne, das wird auch immer sehr appreciated von den anderen.

    Tim (FORWARD): Aber am ersten Tag in Leipzig hatten wir es irgendwie vercheckt und vergessen einzukaufen. Dann dachten wir, wir holen uns einfach spät Abends auf dem Weg zum Airbnb was. Aber wir wussten noch nicht, dass in Leipzig ab 10 quasi nichts mehr offen ist.

    Ruben (FORWARD): Dann waren wir Nachts mit Fahrrädern unterwegs und es gab nichts. Wir waren bei zwei Restaurants, die auf Lieferando noch als geöffnet angezeigt wurden, aber dann doch geschlossen waren. Dann irgendwann haben wir doch noch was gefunden und dort Essen bestellt. Es wurde dann immer später und später, wir mussten relativ früh raus am nächsten Tag. Ende der Geschichte: alle aus der Band außer zwei haben schon gepennt und das Essen kam um vier Uhr morgens an. Als wir aufgewacht sind stand da dieses ganze Essen. Es war absolut nicht genießbar. Wir haben danach erst online gesehen, dass das Restaurant nur eins von fünf Sternen als Bewertung hatte.

    Wer den Vibe, den FORWARD gemeinsam haben und ihre Konzerte im Sommer nachempfinden möchte, sollte ich sich das unbedingt anschauen:

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    Foto Credits: Julius Bracke
  • FORWARD im Interview: „Es geht uns mit Overdrive darum, Strukturen, die uns total geprägt haben, zu hinterfragen“

    FORWARD im Interview: „Es geht uns mit Overdrive darum, Strukturen, die uns total geprägt haben, zu hinterfragen“

    Neuen Zuwachs für die deutsche Indie-Szene bilden FORWARD und ihre neue Single Overdrive. Ein Song mit Vibes, die ideal zum gerade erwachenden Frühling passen. Hier trifft englischsprachiger Indie mit Funk und Jazz-Elementen auf 8 Jungs aus Hannover. Schon die ersten Sekunden der catchy Bassline von Overdrive machen gespannt auf den Song. Und man wird definitiv nicht enttäuscht! Im Gegenteil FORWARD gelingt es auf eine sehr lässige Art und Weise Disco-Sound, Synthies und dazu noch Blasinstrumente in ihrer Interpretation von Indie zu vereinen. Der Song klingt so leicht und smooth, nicht zuletzt auch durch die Stimme von Sänger Tim, die einfach nur angenehm zum Anhören ist.

    Kaum zu glauben, dass dies erst die dritte Single von FORWARD ist, denn Overdrive klingt überhaupt nicht nach Anfängern. Man bekommt zu spüren, dass sie wissen, was sie tun. Jeder Ton scheint perfekt zu sitzen und die kreierte Atmosphäre absolut gelungen und passend. Ich könnte den Song hundert Mal am Stück hören, ohne, dass er mich auch nur auf die geringste Weise nervt.

    Zu Overdrive wurde auch ein detailverliebtes Musikvideo veröffentlicht, welches die 8 Jungs der Band charmant und humorvoll in Collagen zwischen Kleinstadt und Kitsch zeigt. Eigentlich bin ich nicht leicht für Musikvideos zu begeistern, aber das hier hat es mir angetan. Mehr möchte ich zu FORWARD und ihrer Single gar nicht sagen, denn ich habe sie darum gebeten, das lieber selbst zu tun. In der jetzigen Situation ist es vor allem für Newcomer-Bands schwer, sich und ihre Musik potentiellen neuen Hörer:innen näher zu bringen. Auf Konzerten und Festivals neue Fans gewinnen oder an Bar und Merchstand quatschen fällt ja leider erstmal weg, dafür können sie sich hier vorstellen.

    FORWARD im Interview

    Dascha: Hey, schön, dass das geklappt hat! Könnt ihr euch mal vorstellen, für alle, die euch noch nicht kennen?

    FORWARD: Hey Dascha, vielen Dank für die Einladung! Wir sind FOWARD, eine Indie-Pop Band aus Hannover und insgesamt 8 Jungs. Dazu gehören, Tim (Gesang/Gitarre), Arne (Gitarre), Kai (Drums), Carl (Bass), Jan (Keys), Colin (Trompete), Malte (Tenor Sax) und Ruben (Alt Sax). Wir sind alle um die 20 und in den unterschiedlichsten Richtungen unterwegs. Vom Informatiker, bis Gitarrenlehrer ist eigentlich alles mit dabei.

    Dascha: Wie würdet ihr eure Musik beschreiben? Fans von welchen Bands könnte eure Musik besonders anziehen?

    FORWARD: Wir verpacken klassische 80er Jahre Synthie-Vibes und Bläser-Sounds in unserer Vorstellung von “modernen” Indie-Disco-Vibes. Unsere Inspiration suchen wir bei Musiker:innen wie zum Beispiel Tom Misch, Parcels, Amber Mark, Men I Trust oder Hush Moss. Menschen, die solche Musik abfeiern, sollten bei uns auf jeden Fall mal reinhören.

    Dascha: Wie habt ihr als Band zusammengefunden?

    FORWARD: Wir kommen alle vom Land, so um Hannover herum und da es dort nicht so super viele Menschen gibt die Musik machen, kennt man sich halt irgendwie. So haben wir uns dann auch gefunden. Arne und Tim machen eigentlich schon ihr Leben lang zusammen Musik und die anderen aus der Band sind dann Stück für Stück über die verschiedenen Lebensabschnitte dazu gekommen. Das machts für uns auch so
    spannend, da wir so ne Mischung verschiedenster Charaktere und Menschentypen geworden sind und uns nicht erst über die Musikhochschule oder so gefunden haben. „Und so wurde aus dem Duo eine Großfamilie” wie wir auch ganz gerne dazu sagen.

    Dascha: Erst kürzlich erschien ja eure neue Single “Overdrive”. Könnt ihr mal erklären, von was der Song handelt und was er für euch bedeutet?

    FORWARD: Eigentlich geht es uns mit Overdrive darum, Strukturen, die uns total geprägt haben, zu hinterfragen und neu zu denken. Einfach die Sichtweise zu ändern. Wir sind mega in einer Bubble der Vorstadtromantik, zwischen Frieden und Wiesen groß geworden und Teil einer Generation, die bis jetzt mit keinen großen Problemen konfrontiert war. Dafür sind wir super dankbar aber das prägt natürlich auch eine Denkweise, die außerhalb dieser Bubble schnell auf Widersprüche trifft. Das zu thematisieren ist für uns super wichtig, damit man nicht komplett einseitig und blind durch die Welt läuft. Gar kein Bock irgendwann so Menschen zu werden, für die es nur eine richtige Denkweise gibt.

    Dascha: Wie ist der Song entstanden? Wie sah der Entstehungsprozess
    und Hintergrund aus?

    FORWARD: Es startet eigentlich immer mit einer super trashigen Demo Version von einer Songidee. Die wird dann zur Probe mitgebracht oder schon vorher mit allen geteilt. Die Idee zu Overdrive hatte beispielsweise Arne, der wirklich einen krassen Output an neuen Ideen hat. Da einmal Probs am Rande!
    Naja und dann spielen wir die Idee und schauen wohin sie sich entwickelt. Und wenn dann alle fein damit sind, geht’s an die Ausarbeitung und liebevoll in die Detailarbeit, was man jetzt wie an welcher Stelle wie und warum spielt. Bis wir dann ins Studio gehen ist eigentlich alles musikalische geklärt und tausendmal hinterfragt worden.
    Genau so ist Overdrive entstanden.

    Dascha: Wie kamt ihr auf die Idee zu dem Musikvideo?

    FORWARD: Der Songtext von Overdrive beschreibt so ein bisschen den Mood, dass man Dinge, mit denen man groß geworden ist, plötzlich als wahnsinnig spießig wahrnimmt. Mit dem Video wollen wir diese Stimmung einfangen und eigentlich alltägliche Szenerien auf eine möglichst skurrile Art und Weise darstellen. Also hat unser Sänger Tim damit
    angefangen, Fotocollagen aus “spießig-skurrilen” Dingen zu machen, die dann mit unserem gemeinsamen Kumpel Niklas noch skurriler zu animieren und uns als Band dann in diese harmonische Welt als Kontrapunkt zu setzen. Und so ist dann das Video daraus entstanden.

    Dascha: Auch wenn es im Moment, vor allem für Newcomer-Bands,
    schwierig ist: Was für Pläne und Wünsche habt ihr dieses Jahr für eure
    Band?

    FORWARD: Ja, die große Headline-Tour im Festival-Sommer mussten wir leider absagen, haha. So wirklich rosig sieht’s diesen Sommer mit Live Shows ja leider nicht aus. Auch wenn es momentan als Newcomer-Band weniger Möglichkeiten gibt live zu performen, suchen wir uns alle möglichen Wege unsere Kreativität ohne Einschränkungen
    auszuleben. Unser Motto als Band für dieses Jahr ist, einfach mal alles machen wo wir Bock drauf haben. Dazu gehört für uns der Songwriting Prozess verbunden mit dem herumspielen neuer Sounds, aber auch das Umsetzen von neuen Musikvideo Ideen.

    Mit dem Release von Overdrive beginnt für uns als Band eine neue Phase und wir freuen uns unfassbar dolle, unsere Musik mit allen Menschen da draußen zu teilen! Die nächsten Monate werden aufregend und für negative Gedanken und das ärgern über Dinge, die man eh nicht ändern kann, ist absolut kein Platz!

    Dascha: Zum Schluss frage ich immer nach einer “Untold Story”, also einem kleinen Geheimnis oder einer Geschichte, die die Öffentlichkeit noch nicht von euch kennt. Was wollt ihr loswerden?

    FORWARD: Wir haben Overdrive im Off The Road Studio im wunderschönen Leipzig aufgenommen, wo wir uns ein bisschen in die Stadt verliebt haben. So richtig angetan hat uns dort aber eigentlich das Bier Sternburg aka Sterni. Das gibt’s in Hannover nicht! Auf jeden Fall nicht in den Mengen und zu dem Preis. Wir sind mit einem Anhänger nach Leipzig gefahren, der noch ein bisschen Platz über hatte, den wir nicht ungenutzt lassen wollten. Also kam unser geschätzter Bassist Carl auf die grandiose Idee, ein paar Kästen Sterni einfach nach Hannover zu importieren. Ich meine, bei dem Preis-Leistungs-Verhältnis!?
    Ende der Geschichte: Jetzt stehen in unserem Proberaum 12 Kästen Sterni die komplett unberührt sind, da wir seit unserer Rückkehr aus Leipzig wegen Coroni nicht mehr Proben durften. Also doppelt traurig. Das motiviert aber natürlich nochmal anders wieder anzufangen zu proben. Oder endlich eine richtige Release-Party zu feiern!

    Behaltet FORWARD in Zukunft im Auge und schaut euch hier unbedingt das Musikvideo an:

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    Foto Credits: 1. Peter Sparkuhle, 2. Julius Bracke