Tag: 12. Februar 2024

  • Katelyn Tarver hat in ihrem neuen Album gelernt, ein „Quitter“ zu sein

    Katelyn Tarver hat in ihrem neuen Album gelernt, ein „Quitter“ zu sein

    Drei Jahre nach ihrem letzten Album Release „Subject to Change“ können sich Fans von Katelyn Tarver über ein neues Album freuen: „Quitter„. Aufgeben ist nichts, was wir gerne hören oder tun wollen – aber vielleicht sollten wir alle deshalb einmal ganz genau zuhören und uns fragen, ob wir das nicht mehr sein und tun sollten. Denn Katelyn zeigt, wie befreiend aufgeben sein kann.

    Wer ihr Debüt-Album „Subject to Change“ kennt, ist bereits mit ihrem zarten Storytelling vertraut und doch ist dieses nochmal um einiges vulnerabler geworden. Die Sängerin schreckt vor keiner Frage zurück und teilt in vielseitiger Art viele Hindernisse, die normalerweise versteckt bleiben. Sie singt vom Imposter Syndrom und mangelndem Selbstwert, der Angst vor Unbekanntem und der Anxiety, die Perfektionismus mit sich bringt. Die Spannung zwischen gewünschter Anerkennung und dem Verlangen, seine eigene Wahrheit zu verfolgen, ist förmlich zu hören.


    What Makes A Life Good?

    Direkt nach dem titelgebenden Opener Song stellt Katelyn die Frage „What Makes A Life Good?„. Die verzweifelte Suche nach der Antwort überträgt sich beim zuhören:

    „Is it trusting intuition?
    Making peace with your decisions
    Is it taking someone’s broken heart and knowing how to fix it?
    Is it becoming a mother?
    Is it learning to be tougher?
    Holding on to hope when your world loses all the color
    Is it finding out what’s out there?
    Is it staying close to home?
    Is it being okay being on your own?“

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    Ich weiß die Antwort zwar noch nicht und Katelyn offenbar auch nicht, in den nächsten 30 Minuten kommen wir der Antwort näher. Fragen werfen mehr Fragen auf, die Sängerin drängt dazu, dass wir uns damit ebenso auseinander setzen wie sie, zeigt zugleich ihre Unsicherheit.

    Das Album fühlt sich insgesamt an wie ein lange überfälliger Deep Talk mit der großen Schwester. Katelyn teilt ihre Selbstzweifel mit einer so offenen Ehrlichkeit, dass man gar nicht anders kann, als sich wohlzufühlen. Und auch, wenn definitive Antworten eben (noch) ausbleiben, beruhigt die Sängerin einen, vermittelt das Gefühl, dass alles wieder besser wird, dass wir uns alle irgendwo die gleichen Fragen stellen.


    Irgendwo zwischen Verzweiflung, Hoffnung und gnadenloser Ehrlichkeit

    Katelyn schafft es, dass einzelne Phrasen und Fragen wirklich herausstechen, und diese Gefühle betonen:

    „Will you still love me if my luck runs out?
    Will you still love me if my luck runs out?“

    Das ist die zentrale Frage, die sie sich in „Japanese Café“ stellt. Und wenn sie sich diese Frage stellt, hört man nur ihre kristallklare Stimme. Die Drums und Gitarre, die dem Track und dem Album sonst einen guten Drive verleihen, werden pausiert, die Frage und Message werden betont.

    Quitter“ bewegt sich im Indie Pop, ist geprägt von starken Drum Patterns und gitarrenlastigen Parts. Der Drive, der dadurch erzeugt wird, treibt diese Suche nach sich selbst an, baut eine gewisse hoffnungsvolle Verzweiflung auf und fordert auf, sich von den Vorstellungen, die man von sich selbst und seinem Leben hatte, zu lösen. „Quitter“ lädt ein, seine Gedanken schweifen zu lassen, sich seinen Problemen zu stellen und die gestellten Fragen zu beantworten.


    Parallel universe – oder eher Extreme existieren auch parallel

    Am Ende ist die Frage „What Makes A Life Good?“ zwar wie gesagt noch nicht endgültig beantwortet, aber Katelyn hat sich selbst und uns eine andere Perspektive ermöglicht. In einer sehr ruhigen Ballade bringt sie die gefundenen Erkenntnisse in ein rundes Ende, erinnert daran, dass Extreme parallel existieren und trotzdem stimmen können:

    „I’ve been the bad guy
    And I’ve been the sunshine

    All the things I regret and the things I like best
    Can’t have one without the other“

    Lässt man sich auf das Album ein und hört Katelyn zu, findet man 11 Songs, die einem Ruhe schenken und Raum lassen, sich selbst zu hinterfragen. Katelyn zeigt, dass auch in den 30er entgegen der meisten Erwartungen nicht alle Herausforderungen gemeistert, nicht alle Fragen beantwortet sind. Und nicht zuletzt zeigt sie in wundervoller Art und Weise, dass es auch sehr befreiend sein kann, ein „Quitter“ zu sein.

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  • untoldency proudly presents: Cannons am 13.03.2024 in Berlin

    untoldency proudly presents: Cannons am 13.03.2024 in Berlin

    Wollt ihr auch wieder warme Sonnenstrahlen auf eurer Haut spüren und nichts all den blauen Himmel über euch sehen? (Das ist eine rhetorische Frage.) Denn auch wenn wir eine Schwäche für die Monate mit Kuscheldecke auf der Couch haben, so sehnen wir uns auch ein wenig nach den Frühlings- und Sommertagen mit diesem unverwechselbaren Endorphinen-Rausch sobald die ersten Sträucher blühen. Doch es ist Februar, das heißt, wir müssen noch ein wenig warten bis die ersten Sträucher blühen, und am liebsten tun wir das, ihr habt es fast erraten, mit Live-Musik. Aber nicht irgendeiner Live-Musik, sondern die, die genau dieses Gefühl in einen grauen Mittwochabend bringt! Wenn ihr es noch spezifischer wissen wollt: am 13. März sind wir im Frannz Club Berlin und verteilen Sonnenbrillen – weil das Alternative Pop-Trio Cannons uns genau so fühlen lassen!

    Einen Roadtrip to go, bitte

    Zwischen Introvertiertheit und glitzernden Ekstase bringen uns Cannons auf die Tanzfläche düsterer Sinnlichkeit. Direkt aus LA, der romantisierten Hochburg der Sonnen-Endorphine quasi, hat das Trio bereits drei Alben veröffentlicht, mitunter der sehr erfolgreichen Single „Fire For You“, die mit Spots in Netflix-Formaten fast eine Viertelmilliarde Streams generierte – und on top ein sehr zuverlässiger Ohrwurm ist! Nun haben die drei erst kürzlich ihr aktuelles Album „Heartbeat Highway“ veröffentlicht, und sind auf Tour – auch in Deutschland! Der „Heartbeat Highway“ führt sie am 13. März dabei direkt nach Berlin und wir freuen uns sehr, den Stop im Frannz Club mitpräsentieren zu dürfen! Falls ihr nun wissen wollt, wie das ungefährt klingen könnte:

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    Wir sind ehrlich: sobald Cannons in ihren dreamy Alternative-Pop verfallen, haben wir schon die nächsten zwei Roadtrips geplant. Wenn wir die Augen schließen, trifft uns eine starke Prise Meeresluft durch das halb geöffnete Fenster. Einmal tief einatmen, von Meerluft träumen und auf ein Cannons Konzert gehen – das ist unser Plan für die Überbrückung bis zum Frühling. Und das ist ein sehr guter, deshalb wollen wir euch die Chance geben, den auch einfach mal auszuprobieren! Dafür verlosen wir 1×2 Gästeliste-Tickets für das bereits ausverkaufte Konzerte im Frannz Club! Hier könnt ihr mitmachen – wir drücken euch die Daumen!

    Wer die Prise Meeresluft im eigenen Zimmer erleben will, kann hier einfach mal reinhören! Es funktioniert, wir haben’s probiert 😊

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