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  • Der ultimative Sziget-Guide 2026: Unsere Tipps für die Insel

    Der ultimative Sziget-Guide 2026: Unsere Tipps für die Insel

    Das Sziget heißt am 10.08.2026 wieder alle Szitizens in Budapest Willkommen. Beim letzten Mal hatten wir ausführlich über das diesjährige Lineup berichtet, aber das Sziget hat neben der Musik noch allerhand zu bieten, das natürlich nicht zu kurz kommen soll. Wer also noch ein paar coole To-Do’s abseits der Crowds sucht: We’ve got you covered – hier kommt der ultimative Sziget-Guide!  

    Das Festival ist nicht nur künstlerisch sehr international aufgestellt, sondern auch die Besucher:innen kommen aus der ganzen Welt. Dadurch entsteht eine super tolle Atmosphäre, in der man mit vielen verschiedenen Menschen aus den spannendsten Kulturen in Kontakt tritt. Daher, dass das Festival mitten in der Stadt beherbergt ist und Budapest als europäische Hauptstadt einen Flughafen besitzt, ist es recht einfach, am Sziget teilzunehmen.

    Anreise

    Für viele europäische Länder gibts neben dem Fliegen allerdings noch die Optionen, den Bus oder Zug zu nehmen. Ich bin die letzten Jahre immer mit dem Direktzug aus Berlin gefahren und muss sagen, dass ich die Fahrt ziemlich entspannt finde und für ca. 50 Euro pro Strecke absolut nichts auszusetzen habe. Für alle aus den Niederlanden bietet das Festival außerdem jedes Jahr den Sziget-Express an, der einen DJ und weiteres Entertainment an Board bietet. Also, wer noch nicht genug Party gemacht hat und aus den Niederlanden kommt oder nach dem Festival dorthin reisen will, der kann hier auf seine Kosten kommen. 

    Green Sziget

    Das Sziget unterstützt klimafreundlichere Anreisen generell und bietet außerdem für alle Fahrradfahrenden ein kostenloses Camping an, wenn man vorweisen kann, dass man mindestens 250 km gefahren ist. Das ist Teil der Green-Sziget-Initiative, die rund um das Festival existiert. Andere Maßnahmen vor Ort sind z.B., dass man sein Zelt nach dem Festival spenden oder auf dem Gelände Müll sammeln kann und im Gegenzug Festivalmerch von den Vorjahren bekommt.

    Apropos Merch

    Vorort gibt es ein großes Merchzelt, wo man jede Menge Festival- und Artistmerch abgreifen kann, so wie bei jedem anderen Festival auch. Wer allerdings ein special Souvenir vom Festival haben möchte, sollte sich ein Basic-Teil seiner/ihrer Wahl (Shirt, Top, Beutel) mit aufs Gelände nehmen und Richtung Aldi hoch ins Delta-District laufen. Dort hat sich eine italienische Festivalcrew angesiedelt und eine Siebdruckstation aufgebaut. Ihr müsst zwar schnell sein, aber dafür ists komplett for free (Spenden Willkommen) und sie haben die letzten Jahre ziemlich coole Motive zur Auswahl gehabt!

    Creative as always

    Daneben ist die Kreativszene auf dem Festivalgelände sehr ausgeprägt und bietet wirklich einiges. Das Sziget ist ein sehr buntes Festival, was sofort auffällt, wenn man die K-Brücke betritt. Als Haupteingang ist sie jedes Jahr mit Fähnchen dekoriert und leuchtet nachts in den verschiedensten Farben. Wenn man aufs Festivalgelände kommt, begegnen einem außerdem einige Walking-Acts, die manchmal spontan auch eine kleine Show parat haben. Weitere schöne bunte Kostüme kann man neben tollen schauspielerischen Leistungen im Magic Mirror bestaunen. Dort werden hauptsächlich Drag-Shows veranstaltet und ich empfehle allen, die gute Unterhaltung suchen, dort einmal vorbei zu gehen. Eine andere Unterhaltungsmöglichkeit ist Stand-up Comedy um 18 Uhr im Joker. Weitere coole Shows gibts im Cirque du Sziget anzuschauen. Auf dem Gelände steht ein Zelt, in dem jeden Tag fünf verschiedene Zirkusshows laufen, die die letzten Jahre wirklich sehr schön waren. Und ein Bonus für alle, die zum Zirkus gehen: im Zelt ist’s klimatisiert! Zu guter Letzt sorgt für kreative Unterhaltung am Abend eine Dronenshow, die nach den Mainacts am Nachthimmel veranstaltet wird.

    Zirkus auf dem Sziget

    Hands on!

    Aber man kann sich nicht nur coole Sachen anschauen, sondern auch selbst kreativ werden. Auf dem Festival gibt es viele Möglichkeiten, um neue Sachen auszuprobieren, zu connecten und etwas über verschiedene Projekte zu erfahren. Das erste, was man machen kann, wenn man die Insel betritt, ist eine Stempeljagd. Alle bekommen am Eingang einen Reisepass, in dem man Stempel von verschiedenen Stationen sammeln muss. Für die Stempel muss man an kleinen Spielen oder Challenges teilnehmen oder ein paar Fragen beantworten. Die Stationen sind auf dem ganzen Gelände verteilt und das ist vor allem für First-time Szitizens schon mal eine super Gelegenheit, die Insel kennenzulernen. Daneben gibt es einen Sziget Fun-Fair, wo man verschiedene Spiele spielen kann, es gibt Diabolos, man kann Jonglieren, “Riesenrad” fahren (es ist wirklich klein, aber sehr niedlich), etc. Außerdem gibt es auch eine Art Zone und verschiedene Workshops auf dem Gelände.

    Los gehts mit dem Programm um 11 Uhr. Bis 15 Uhr bietet euch die Insel Möglichkeiten für Morning Dance, Breaking, Yoga und HipHop. Für alle, die am Zelten sind also super Gelegenheiten in den Tag zu starten und das Festival voll auszukosten! Vor allem, wenn man immer mal eines davon ausprobieren wollte, aber nie die Möglichkeit hatte oder nicht weiß, ob es Spaß macht – ich finde es persönlich sehr cool, dass es diese Angebote auf dem Gelände gibt. Worin man sich auch ausprobieren kann: im Karaoke! Im Norden der Insel hinter dem Delta District kann man sich selbst auf der Bühne beweisen. In den letzten Jahren habe ich hier wirklich schon alles von Metal bis hin zu Weihnachtsliedern gehört – eurer Fantasie und Stimme sind also keine Grenzen gesetzt.


    Wer lieber an etwas stilleren Aktivitäten teilnehmen möchte, kann sich z.B. zum Magic Runway begeben, wo man täglich um 15 Uhr malen, zeichnen und künstlerisch aktiv werden kann, wobei man seine Kunst von einem Drag-Model inspirieren lässt.  

    Eine kurze Verschnaufpause?

    Wer eine Pause braucht, der kann sich in ein paar gemütlichen Ecken des Geländes entspannen. Beliebte Spots sind die Aperol-Lounge neben der The Buzz Stage, wo man in Liegestühlen und Sitzsäcken die Seele baumeln lassen kann, oder die Hängematten auf dem Gelände. Abseits davon kann man natürlich auch in seinem Zelt entspannen. Das Basic Camping hat zwar einen eigenen Bereich auf der Insel, aber das beste im Vergleich zu anderen Festivals ist, dass man theoretisch überall auf der Insel campen kann. Man braucht also keine halbe Stunde Fußweg vom Campingplatz zum ersten Act, wenn man ein paar hundert Meter abseits der Mainstage sein Lager aufgestellt hat. Und wer nie genug von Techno bekommt, der kann auch direkt neben dem Colosseum campen und mit Bass einschlafen und aufwachen! 

    Hat da jemand Sponsoren gesagt?

    Die Acts im Collosseum spielen bis um 5 oder 6 Uhr. Für alle, die nicht dann erst schlafen gehen, sondern lieber etwas früher aufstehen, gibt es natürlich auch schon Programm auf kleineren Stages, und zwar auf denen der Sponsoren. Ohne Sponsis wäre das Festival sicher nicht möglich, also haben diese natürlich Sichtbarkeit vor Ort und bringen die unterschiedlichsten Sachen mit. Einige davon haben eben ihre eigenen Bühnen. Mein Favorit ist dabei definitiv Lipton (not sponsored)! Die Lipton Lounge ist sehr gemütlich, auch da stehen Sitzsäcke und man hat ausreichend Schatten. Dort ist meist am Vormittag schon Betrieb und wenn man Glück hat, kann man sogar ein paar Goodies oder Eistee for free abgreifen. Weitere Stages, auf denen aber eher am Abend etwas los ist, sind die Coca Cola Stage (gutes DJ-Programm) oder die von Don Julio. Bei anderen Sponsoren wiederum kann man an Challenges teilnehmen, am Glücksrad drehen oder Spiele spielen und auch ein paar Sachen abstauben. Zu guter Letzt darf aber der in meinen Augen essentiellste Sponsor des Festivals nicht fehlen: Aldi.

    Wir haben Hunger.

    Ich weiß, dass es auf den meisten Festivals einen Supermarkt gibt, vor allem auf den größeren. Allerdings ist hier besonders, dass der Aldi auch immer gleich die Aldi-Grillzone mitbringt. Kurzer Disclaimer: Ich war noch nie auf anderen internationalen Festivals, daher weiß ich nicht, ob das vielleicht nicht sogar der Standard ist?! Für alle, die aber auch keine Ahnung haben – was ist die Aldi-Grillzone? Dass Festivals oft teuer sind, ist kein Geheimnis. Vor allem natürlich auch Essen auf dem Gelände. Klar gibt es eine sehr große Essensvielfalt und mitunter sehr leckere Dinge, das steht außer Frage. Aber falls man sich nicht jeden Tag etwas gönnen möchte, ist man beim Aldi mehr als gut bedient. Man kann sich im Supermarkt einfach etwas Grillzeug aussuchen (Fleisch, Fisch, Käse, Veggie Optionen auch vorhanden) und draußen wird es dann im Anschluss auf einem Kontaktgrill frisch für dich zubereitet. Soßen gibt’s kostenlos dazu. Ich bin jedenfalls jedes Jahr aufs neue von diesem mega Angebot fasziniert. Und falls es dieses Jahr noch zum Nachtisch wieder Eis im Aldi geben sollte: wow! 

    So, jetzt seid ihr satt, habt gedanced, ein paar Workshops besucht und vielleicht die ein oder anderen Goodies mitgenommen. Das nenne ich doch einen erfolgreichen Festivaltag!

    Was, das klingt alles super cool, aber ihr habt noch kein Ticket? Na dann mal los: 

    Mehr Infos zum Programm und weitere Highlights gibt es auch auf dem offiziellen Sziget-Instagramkanal @szigetoffical. https://www.instagram.com/szigetofficial

  • Die Island of Freedom ruft: Das Sziget-Lineup 2026

    Die Island of Freedom ruft: Das Sziget-Lineup 2026

    Der Sommer kommt und damit auch die Festivalsaison! Einige sind sogar schon vorbei und bei besten Temperaturen über die Bühne gegangen. Mein persönliches Highlight steht dieses Jahr allerdings noch vor der Tür: das Sziget! Vom 10.-15. August kehren einige Weltstars und die sogenannten Szitizens wieder auf die Island of Freedom im Herzen Budapests zurück.  

    Das Sziget geht dieses Jahr in die 34. Runde und hält ein krasses Lineup parat. Mit Main-Acts wie Twenty One Pilots, Florence and The Machine, Lewis Capaldi oder Nothing But Thieves bleiben keine Wünsche übrig. Aber auch auf den anderen Stages erwartet einen eine musikalische Vielfalt. Der Timetable ist endlich da und wir werfen nun einen Blick auf die diesjährigen Acts und Bühnen.

    Blick zur MainStage
    Mainstage

    Abriss auf der Mainstage

    Der erste Headliner der Woche ist Sombr am Dienstag und ich freue mich schon auf entspannte Indie-Vibes zur Eröffnung! Der amerikanische Sänger ist 2022 recht viral gegangen und nun hat es ihn auch auf die Hauptbühne vom Sziget verschlagen und ich bin sehr gespannt, ihn bald live zu erleben. Zara Larsson wird das Abendprogramm auf der Hauptbühne eröffnen und den Slot vor Sombr bespielen. Ihre Shows sind erfahrungsgemäß sehr energiegeladen und verbinden starke Vocals mit Pop-Ästhetik – ich hoffe, dass sie neben ihrer tollen Stimme und einem krassen Outfit auch eine coole Bühnenshow mitbringen wird! 

    Weiter auf der Mainstage gehts am Mittwoch mit Twenty One Pilots, am Donnerstag mit Lewis Capaldi und Florence and The Machine, am Freitag mit Bring Me The Horizon und zu guter letzt schließt das Festival mit Jorja Smith und einem ehrenvollen Closing von Skrillex. Er war vorletztes Jahr bereits auf dem Sziget und hat eine super Show hingelegt und ich freue mich, dass er erneut dabei ist. Dieses Jahr verfolgt das Lineup der Mainstage wieder einen sehr guten musikalischen Mix aus Künstler:innen, die von Rock, Pop, Indie und Electronic alles abdecken. 

    Wie eine kleine Stadt auf der Insel

    Dazu muss man sagen, dass das Festival vor allem abseits der Mainstage besonders vielfältig ist und das Sziget dafür bekannt ist, etwas für jeden Geschmack parat zu haben. Ich finde das Festival persönlich auch jedes Jahr musikalisch sehr gut strukturiert und es erweckt den Eindruck einer kleinen Stadt mit verschiedenen musikalischen Zonen. Direkt hinter der Mainstage gibt es eine große überdachte Bühne (die Revolut Stage), die neben vorrangig großen englischsprachigen Künstler:innen in den späten Abendstunden auch oft Platz für DJs bietet. Dieses Jahr spielen Dort u.a. Dijon am Dienstag, Natasha Bedingfield am Mittwoch, Parcels am Donnerstag, BUNT. am Freitag und Charlotte Cardin am Samstag. Eröffnen darf die Bühne in diesem Jahr am Dienstagnachmittag die schottische Indie-Newcomerin Brooke Combe.

    Aber zurück zu den DJs: Der elektronische Schwerpunkt des Festivals liegt im Delta District. Das besteht aus mehreren Bühnen, darunter das Yettel Colloseum und die Bolt Night Stage. Im Colloseum findet man sich inmitten von Holzbalken und Paletten und kann vorrangig Techno genießen. Namenhafte Künster:innen hier sind z.B. Oskar Med K am Dienstag um 20 Uhr, Swimming Paul am Mittwoch und Dixon am Donnerstag, jeweils um 22:30 Uhr.
    Im Colloseum ist von 16 bis 5 bzw. 6 Uhr morgens etwas los. Auf der Bolt Night Stage gehts (wie der Name vermuten lässt) erst abends ab 22 Uhr los. Die Stage ist ebenfalls überdacht und bietet neben einer guten Akustik auch sehr viel Platz für Party, ähnlich einer Club-Atmosphäre, dieses Jahr mit Sets von Boys Noize am Freitagmorgen um 4 Uhr, Dom Dolla davor im Slot ab 2:30 Uhr, Peggy Gou am Freitagabend, Sub Focus am Samstagabend und Flux Pavillion Sonntagfrüh um 4 Uhr.  Also Wachbleiben ist angesagt!

    Wer weniger auf elektronische Musik setzt, findet auf der The Buzz Stage ein alternatives Programm mit internationalen Indie-, Alternative- und Pop-Acts. Daneben kann man sich gut in der Aperol-Lounge ausruhen, die mit Sitzsäcken und Liegestühlen zum Verweilen einlädt. Internationale Stimmen sind dieses Jahr u.a. Baby Lasagna, Soft Loft, Max Baby, Calle Mambo und KOIKOI, die als erste Band die Stage am Dienstag einnehmen – ich glaube, das schreit nach einer guten Abendbrotspause vor Ort im Sitzsack!

    Ungarn gibt Vollgas und wir sind auch dabei!

    Da das Festival in Budapest heimisch ist, wird natürlich auch die ungarische Musikszene eingebunden. Acts wie Analog Balaton, Beton.Hofi, Elefánt, Ivan & The Parazol oder Makrohang zeigen die lokale musikalische Vielfalt und sind feste Bestandteile des diesjährigen Festivals. Ein prägendes Element des Sziget ist also vor allem die internationale Zusammensetzung des Line-ups. Neben großen globalen Namen legt das Festival traditionell Wert auf eine breite geografische Streuung und auf Artists, die in ihren Heimatländern bereits etabliert sind, international aber eher noch weniger bekannt sind. Das Sziget gibt somit ebenfalls einigen deutschsprachigen Künstler:innen eine Bühe, was ich an sich ziemlich cool finde. Ich meine, Ikkimel in Budapest? Das ist doch wild! Mit dabei sind dieses Jahr außerdem die Giant Rooks, die schon mehrmals auf dem Festival waren und nun endlich die Mainstage bespielen. Außerdem dabei sind u.a. Zimmer90 und Ski Aggu.   

    Das Sziget setzt also nicht nur auf internationale Headliner, sondern integriert gezielt regionale Szenen und gibt ihnen eine große Bühne, was das ganze Programm sehr stark und vielfältig macht. Für mich wird es das vierte Mal auf der Insel sein und ich freue mich wirklich schon wahnsinnig. 

    Wenn ihr nun also auch auf den Geschmack gekommen seid, es gibt noch Festivalpässe:



    Das bisherige Lineup 2026:


    BRING ME THE HORIZON – FLORENCE + THE MACHINE – JORJA SMITH – LEWIS CAPALDI – SKEPTA – SOMBR – TWENTY ONE PILOTS – ZARA LARSSON

    +++

    LOYLE CARNER – ARGY – ASHNIKKO – BBNO$ – BIFFY CLYRO – BOYS NOIZE – BUNT. – CHARLOTTE CARDIN – CHET FAKER – DIJON – DIMENSION – DIXON

    DOM DOLLA – FUNK TRIBU – INDIRA PAGANOTTO – JORIS VOORN – LOYLE CARNER – NATASHA BEDINGFIELD – NIA ARCHIVES – PARCELS

    PEGGY GOU – RICHIE HAWTIN – SARA LANDRY – SIGRID – SOULWAX – SUB FOCUS – TASH SULTANA – TOMORA – TRYM

    UNDERWORLD – VINTAGE CULTURE – WHO MADE WHO (HYBRID SET) – WOLF ALICE – ¥ØU$UK€ ¥UK1MAT$U

    +++

    ALT BLK ERA – 2MANYDJS (DJ SET) – ALT BLK ERA – ALTIN GÜN – ANA FRANGO ELÉTRICO – ANALOG BALATON – ANETHA – ANNA – ANNISOKAY – ANTONY SZMIEREK

    AVRALIZE – BABY LASAGNA – BAD NERVES – BETON.HOFI – BIIA – BLACK COUNTRY, NEW ROAD – BONGOR – BROOKE COMBE – BYEALEX ÉS A SLEPP

    CASSIA – CHADIA – COCO & BREEZY – CURTISY – DEKI ALEM – DE’WAYNE – ELEFÁNT – EVENING ELEPHANTS – FCUKERS

    GIANT ROOKS – GOLDEN HOURS – HAAI – HEALTH – IKKIMEL – IVAN & THE PARAZOL – JAZZY – JOHN COFFEY – KAREN DIÓ

    KIM DRACULA – KISPÁL ÉS A BORZ – KOLIBRI – LAMBRINI GIRLS – LEAP – MAKROHANG – MAJKA – MANUEL – MAX BABY

    MEHRINGER – MISSIO – NAÏKA – NATASCHA POLKÉ – NATION OF LANGUAGE – NIGHT TAPES – OLYMPE – OSKAR MED K

    PAN-POT – PARIS PALOMA – PERTURBATOR – POGÁNY INDULÓ – QUIMBY – ROSE GRAY – ROSSI. – SEF – SIM0NE

    SISI – SKI AGGU – SYLVIE KREUSCH – SWIMMING PAUL – SYREETA – TANKSAPDA – TEEN MORTGAGE – TRIPOLISM – YT – ZEP – ZIMMER90

  • Berge, Sonne, gute Laune satt: So war das Zermatt Unplugged Festival 2026

    Berge, Sonne, gute Laune satt: So war das Zermatt Unplugged Festival 2026

    Die Hälfte vom April ist bereits vorbei und damit auch das diesjährige Zermatt Unplugged Festival. Die Schweizer Idylle am Fuße des Matterhorns beherbergte dieses Jahr wieder zahlreiche Künstler:innen aus Pop, Folk und elektronischer Musik, die auf 17 Bühnen rund 120 Konzerte spielten.  

    Das Festival ging dieses Jahr in die 17. Runde, wobei eine meiner liebsten Bühnen aus den Vorjahren durch fehlendes Sponsoring gestrichen wurde, leider. Dafür ist ein anderer Liebling von mir noch da gewesen: der Riffelberg. Was schreit mehr Konzert als ein Skigebiet auf über 2500m überm Meeresspiegel?
    In knapp 30 Minuten ist man mit der Gornergratbahn von Zermatt auf den Riffelberg gefahren und kann Openair-Konzerte in der Sonne auf einem Liegestuhl mit Blick aufs Matterhorn genießen. Dort habe ich mir Tors und Vincent Lima anschauen dürfen und das waren auf jeden Fall zwei meiner Highlights der Woche.

    Riffelberg
    Riffelberg

    85 Franken well spent

    Abgesehen davon ist unten in Zermatt natürlich jedes Jahr auch wahnsinnig viel los. Zutritt zu den meisten Bühnen gibt es mit dem Unplugged-Pass, der für die ganze Festivalwoche gültig ist. Den gibts für 85 Schweizer Franken, was ich mehr als gerechtfertigt finde für fünf Tage Konzerte! Daneben gibt es jeden Abend jeweils drei Konzerte von bekannteren Künstler:innen, die mit separaten Tickets zugänglich sind. Dieses Jahr waren das u.a. Tom Odell, Emilie Sandé, Herbert Grönemeyer, Rea Garvey, Mighty Oaks und Placebo. Hier waren die Mighty Oaks definitiv meine Favoriten der Woche.

    Außerdem bietet das Festival noch zwei weitere Locations, die ebenfalls separate Tickets erfordern, dort zusätzlich aber noch ein Abendessen inkludiert ist. Ich selbst war nicht da, finde das jedoch ganz schöne Angebote, die auch immer sehr gut ankommen bei den Besucher:innen. Während die einen also beim Konzert dinieren, gibts für die anderen jede Menge kulinarischer Möglichkeiten im Taste Village, dem Herzstück des Festivals. Dort befindet sich ebenfalls eine Open-Air Bühne, die vor allem am Nachmittag und in den frühen Abendstunden bespielt wird. Hier habe ich mir z.B. Rhys Lewis, MUPANI, Matthew Mole, Sarah Julia und The Great Stoyan Duo angeschaut. Alle waren wirklich top und haben super Stimmung verbreitet. Das Lineup bestand (wie jedes Jahr) aus Künstler:innen, die neben Englisch und Deutsch auch Songs auf Französisch und Schweizerdeutsch zu präsentieren hatten, wodurch sich eine super spannende Mischung ergibt.

    Taste Village
    Bühne im Taste Village

    Früh da sein lohnt sich

    Im Taste Village gibts ein Konzert zum Mittag, was meist überschaubar besucht ist, da viele in der Mittagshitze auch noch anderswo verweilen. (Ja, 12 Grad auf über 1000m Höhe sind auf jeden Fall krass warm.) Zum nächsten Konzert um 16:45 Uhr ist dort jedoch schon wahnsinnig viel los. Wenn man also einen Sitzplatz haben möchte, sollte man nicht allzu spät erscheinen. Auch bei den anderen Unplugged-Locations lohnt sich ein früher Gang zum Konzert. Viele Venues bieten meist nur Platz für rund 100 Gäste und man sollte sich im Vorfeld gut überlegen, wo man hin möchte. Spontanität ist hier ein bisschen unangebracht, vor allem zum Wochenende hin. Zwei Locations bieten außerdem einen Restaurantbetrieb, wo man höchstens noch einen Tisch reservieren kann, um einen garantierten Platz fürs Konzert zu bekommen.

    All That Jazz

    Wo man auch noch einen Tisch reservieren kann: im Jazz Club! Ronnie Scott’s in Anlehnung an den echten Londoner Kult Jazz Club wird extra zum Festival hergerichtet und befindet sich in einem der ältesten Hotels in Zermatt. Besonders gut besucht sind dort jedes Jahr die Jam Sessions am Mittwoch und Freitag, für die sich Künstler:innen des Festivals selbst anmelden können und dann einen Song covern, entweder mit dem Jazz Ensemble, alleine oder mit anderen Künstler:innen zusammen. Niemand weiß also, wer kommt oder was einen erwartet. Dieses Jahr war ich am Mittwoch dort, da man (anders als am Freitag) noch reelle Chancen hat, reinzukommen, da das Festival wie erwähnt zum Wochenende hin stärker besucht ist. Das Jazz Ensemble selbst war sehr cool, muss ich sagen, und sie haben sehr gute Stimmung verbreitet. Gejammt haben in der Mittwochsession Sorvina, Matthew Mole, Mnerva und die Künstler:innen der Mountain Academy. 

    Ronnie Scott's Jazz Club zum Mittwochsjam
    Ronnie Scott’s Jazz Club zum Mittwochsjam

    Setzt euch ans Lagerfeuer…

    Die Mountain Academy ist ein Newcomerprogramm, genauer eine Art Coaching & Songwriting-Camp im Rahmen des Festivals. Das ist eigentlich ziemlich cool, weil man die Chance bekommt, unbekannte Musiker:innen zu erleben und diese die Möglichkeit haben, vor Publikum zu spielen. Am Campfire im Taste Village hat man jeden Tag die Möglichkeit, sich die Newcomer:innen anzuschauen. Meine Favoritin war Keza – eine Schweizerin mit afrikanischen Wurzeln, der es ganz viel Spaß gemacht hat, zuzuschauen, weil sie einfach so viel Leichtigkeit in ihrer Stimme hatte.

    Manchmal gibt es am Campfire auch Pop-up Konzerte. Ich habe leider nichts gefilmt, aber dieses Jahr hat dort auch jemand ein Konzert gegeben, der nur selbstgebaute Instrumente benutzt hat. Er hat z.B. auf einem Skateboard gespielt oder auf einem Messerblock und gesungen hat er in einen Telefonhörer. Das war ziemlich witzig und beeindruckend zugleich. Also definitiv ein Wochenhighlight.

    Tanzen ohne Ende

    Dass das Festival sehr viel Abwechslung bietet, ist kein Geheimnis. Wer tagsüber lieber in den Bergen Skifahren möchte, kann in den späten Abendstunden noch auf seine Kosten kommen. Neben dem Unplugged-Pass gibt es für 30 Franken außerdem einen Nightpass, mit dem man das Zermatter Nachtleben unsicher kann. Das Festival bietet nach den Hauptkonzerten ab 22 Uhr mehrere Spots zum Tanzen an. Gut besucht waren die Vernissage und (das erste Mal dabei dieses Jahr) das Streetside, wo es auch noch bis morgens etwas warmes zu Essen gibt, für alle, die sich mal eine Pause vom Dancefloor gönnen möchten. Besonders empfehlen kann ich die Hotdogs in der Vernissage.

    Daneben gibt es außerdem noch das Manud und meinen liebsten Hotspot: das Unique Hotel Post aka das Pöstli. Neben einer eigenen Hotelbar bot das Pöstli auf drei Floors allerlei Musik: Ob 90er/2000er oder der DJ von nebenan unten im Gewölbekeller – hier war für alle etwas dabei. Die Location hat jedenfalls einen besonderen Platz bei mir erlangt in den letzten Jahren. Ich muss zugeben, so ganz weiß ich auch nicht warum, aber das Pöstli hab ich ziemlich ins Herz geschlossen. Dazu ist auch das Hotelpersonal mega lieb und ich bin einfach sehr gern dort. Einen Besuch im Pöstli, sei es zu den Unplugged Konzerten oder zum Tanzen bis in die Nacht, kann ich allen empfehlen.

    Zermatt = Herzig

    Was ich an diesem Festival außerdem besonders liebe, ist die Atmosphäre. Das Zermatt Unplugged ist schwer vergleichbar mit anderen Festivals. Zum einen natürlich, weil es im April in der Schweiz stattfindet – logisch, da fällt Zelten schon mal aus. Zum anderen aber auch, weil das Publikum nicht die typischen Festivalgänger:innen sind. Vielleicht sind Ort und Zeit auch hier dieselben Gründe, weshalb das so ist. Es fällt jedenfalls auf, dass so gut wie alle Altersklassen dabei sind und das Publikum auch dieses Jahr sehr bunt gemischt war. Allgemein ist es sehr entspannt und man befindet sich durchaus in einer recht gelassenen Atmosphäre. Niemand drängelt, niemand pöbelt, niemand muss bei irgendwem in der ersten Reihe stehen.

    Apropos Menschen – ich möchte außerdem erwähnen, dass das Festivalteam aus so lieben Seelen besteht, die auch in stressigen Situationen nicht den Überblick verlieren. Ebenfalls die Securities sind super nett. Dazu möchte ich auch den Auf- und Abbau und die Liebe zum Detail hervorheben, da sich alle neben den Bühnen auch viel Mühe mit der Deko im Ort geben und alles immer sehr (wie die Schweizer:innen sagen würden) herzig ausschaut. Beim Festival wird viel mit Holzoptik gearbeitet und diese gibt dem ganzen eine gewisse heimelige und gemütliche Atmosphäre, die ich ganz, ganz toll finde. 

    Eingang/Ausgang Taste Village
    Eingang/Ausgang Taste Village

    Ich war dieses Jahr zum dritten Mal dort und es wird definitiv nicht mein letztes Mal gewesen sein. Wer auch dabei sein möchte, kann es sich gern schon Mal für nächstes Jahr in den Kalender schreiben – es lohnt sich!

    Die Wartezeit bis April 2027 könnt ihr euch so lange mit der offiziellen Playlist der diesjährigen Unplugged Acts vertreiben:

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