Wenn du auch mal sagen möchtest “Ich kannte den schon, bevor er berühmt wurde”, ist Das Verhör vielleicht das Richtige für dich. Am 01.08. hat er seinen ersten Song 100 Lieder veröffentlicht und da lohnt es sich reinzuhören.
und doch wünscht‘ ich du wärst hier
100 Lieder handelt von einer Person, die einen schon längst aufgegeben hat, an der man aber immer noch hängt. Mit Zeilen wie „Jede Träne voller Sehnsucht, denn ich seh‘ doch, wie egal ich dir bin“ und „Du warst nur groß, solange ich für dich klein war“ beschreibt Das Verhör das Gefühl vom Vermissen und nicht vermisst werden. Durch die eine kurze Pause im Chorus, auf die die Zeile „und doch wünscht‘ ich du wärst hier“ folgt, wird diese Ambivalenz noch einmal deutlich gemacht.
Der Song startet unmittelbar mit Gesang und steigert sich langsam, bis er dann nach dem zweiten Refrain seinen instrumentalen und emotionalen Höhepunkt erreicht. Die NNDW-Einflüsse sind nicht zu überhören, denn 100 Lieder erinnert stark an Traumatin und Drangsal und trägt gleichzeitig einen neuen Sound zur deutschen Indie-Pop-Rock-Szene bei.
In 100 Liedern verpackt Das Verhör das Gefühl von Liebeskummer in Worte. Ganz ehrlich und unverblümt lässt er die Hilflosigkeit spürbar werden, die entsteht, wenn die eigenen Gefühle stärker sind als die des Gegenübers. Wäre der Song ein Bild, würde es vermutlich einen Menschen zeigen, der mit Kopfhörern auf den Ohren an einem Regentag melancholisch aus dem Busfenster schaut.
in Hannover kannst du den Song schon live hören
Menschen aus Hannover, die in der Musik- und Kultur-Szene unterwegs sind, könnten Das Verhör vielleicht schon kennen. Mit seiner Band Üpsilon ist er unter anderem schon im MusikKiosk oder bei einem Event des Kollektivs SPACE aufgetreten. Auf ihren Konzerten haben sie 100 Lieder schon oft gespielt und seit der Song veröffentlicht ist, kann auch das Publikum mitsingen.
Wer Lust hat, einen small Artist zu supporten, ist hier auf jeden Fall richtig.
Wir sind gespannt, was es in Zukunft noch von Das Verhör zu hören gibt. 100 Lieder ist auf jeden Fall schonmal vielversprechend.
Fotocredit: @allerunfugistschwer auf Instagram
