Autor: Leonie

  • LUNA im Interview: «Musik ist meine Selbsttherapie»

    LUNA im Interview: «Musik ist meine Selbsttherapie»

    Was würdest du machen, wenn du plötzlich ganz allein auf der Welt wärst? Genau darüber macht sich Pop-Künstlerin LUNA in ihrer neuen Single „Allein auf dieser Welt“ Gedanken. Im Gespräch mit Untoldency öffnet sie sich und erzählt von Selbstzweifeln, (Selbst-)Liebe und dem Mut, dieselben Kämpfe immer wieder anzugehen und trotzdem nicht aufzugeben. Ein Interview über Queerness, Empowerment, Schicksalsschläge und ihre kommende EP. Eines ist sicher: Wer LUNAs Texte hört, fühlt sich nicht allein.

    LUNA im Interview

    Leonie: Wir reden natürlich jetzt gleich ganz viel über deine Musik, aber wer läuft denn gerade in deiner Playlist?

    LUNA: Ich höre eigentlich viel Unterschiedliches. In letzter Zeit war es ein wilder Mix aus den 2000ern – so Musik für richtig heiße Tage, wenn man mit Freund*innen am See chillt.

    Und sonst: „Überdosis“ von Nina Chuba habe ich wieder viel gehört. Das ist ein mega stabiler deutscher Popsong, den ich liebe. Und noch ein Beispiel, auch 2000er-Vibe: „Shower“ von Becky G.

    Oh, das ist aber auch so ein Vibe! Und du hast ja auch schon eine ganz schöne Reise hinter dir. Wie geht es dir jetzt so damit, dich mit deiner Musik so offen zu zeigen? Kostet es mittlerweile noch viel Überwindung, oder hast du dich da schon daran gewöhnt?

    Also gewöhnen – ich weiß nicht, ob man das so sagen kann. Aber man kennt die Situationen inzwischen und weiß, wie sie ablaufen.

    Gerade im echten Leben, wenn man wieder auf der Bühne steht oder auf Events ist und den Leuten face-to-face in die Augen schaut, bin ich jedes Mal wieder aufgeregt. Man muss ja auch sagen: Bei mir hat das alles während Corona begonnen. Das ist zwar schon ein paar Jahre her, aber es hat meinen Start in die Musikindustrie total geprägt. Es ging direkt von null auf hundert und ich habe noch zu Hause, in meiner Heimat Passau, auf dem Dorf gewohnt. Gleichzeitig geht im Internet alles ab und dein Leben verändert sich komplett.

    Dann ist es ja wirklich ein Calling, wenn man merkt, wie viel Freude das macht, obwohl es ja nicht immer so einfach ist.

    Ja, es gibt auf jeden Fall Tage, an denen man sich besser oder schlechter fühlt. Und das ist in dem Job schon krass, weil man auch sein Gesicht hinhält, zum Beispiel bei Musikvideos. Du weißt halt nie, wie es dir in zwei Wochen geht, wenn genau dann ein Dreh ansteht.

    Einmal bin ich zum Beispiel in der Uber Arena auf die Bühne gegangen, weil ich einen Song mit DIKKA habe, „Glücklich“ heißt der. Der macht Kinderlieder und spielt riesige Shows.

    Zwei Minuten, bevor ich auf die Bühne gegangen bin, habe ich einen Anruf von meiner Mutter bekommen, dass meine Oma gestorben ist. Das war eine total weirde Ironie, zwei Minuten später auf der Bühne zu stehen und „Glücklich“ zu singen. Das ist so ein bisschen das Ding: Am Ende ist es trotzdem die Entertainment-Branche, da lässt man sich vieles nicht anmerken. Aber ich bin ein großer Fan davon, auch meiner Community gegenüber offen und transparent zu sein. Das mache ich ja auch in meiner Musik.

    Dort war natürlich eine andere Audience als deine normale, aber oft entstehen ja super vulnerable und bedeutungsvolle Konzertmomente, wenn Artists da offen sind und auch mal auf der Bühne sagen, dass sie nicht okay sind.

    Ja, in dem Moment habe ich natürlich nicht den ganzen Kids gesagt: ‚Ey …’ (lacht).

    Aber ich muss sagen: Ich war in dem Moment tatsächlich auch wirklich glücklich. Das war nicht so, dass ich eine Maske aufgesetzt habe und einfach schnell durch musste. Als ich auf der Bühne stand (das klingt jetzt vielleicht ein bisschen kitschig), dachte ich mir: Meine Oma war ja auch schon alt, und irgendwann geht das Leben eben zu Ende. Und dann in diese ganzen Gesichter mit den funkelnden Augen zu schauen, deren Leben gerade erst beginnt, und ihnen so eine schöne Message mitgeben zu können, war irgendwie so ein Moment von: Okay, das ist der Lauf des Lebens.

    Hier sind gerade ganz viele Kids glücklich, und das ist doch auch etwas Schönes. Deswegen bin ich am Ende tatsächlich glücklich von der Bühne gegangen. Dadurch fiel es mir mit der Zeit auch leichter, das alles zu verarbeiten, weil ich gemerkt habe: Krass, Musik kann echt viel bewirken. Dieser Moment hat auf jeden Fall viel mit mir gemacht.

    Wie schwierig und beeindruckend! Bald erscheint deine neue EP. Was hat dich denn die letzte Zeit am meisten kreativ bewegt, gab es da für dich bestimmte Themen?

    Es geht viel um Themen, die mich selbst beschäftigen, wie mentale Gesundheit und natürlich auch Heartbreak. Der Song „Nur wenn” handelt davon, dass es einem oft schwerfällt, sich emotional nackt zu machen und Leute an sich ranzulassen.

    Die EP heißt ja Allein auf dieser Welt. Da geht es darum, was vielleicht alles anders wäre, wenn ich wirklich allein auf dieser Welt wäre. Gleichzeitig beleuchtet sie auch einige Probleme, die wir als Menschen so haben. Aber sie soll natürlich auch empowern. Im Sinne von: Es kann auch schön sein, allein zu sein und sich die Zeit zu nehmen, wieder mehr zu sich selbst zu finden.

    Ich persönlich bin nämlich oft gerne allein. Gerade wenn ich schreibe, merke ich, dass ich dann auf Themen und Gedanken komme, auf die ich in einer klassischen Songwriting-Session wahrscheinlich gar nicht kommen würde.

    Und daher kommt auch so ein bisschen die Themenwelt der EP. In den letzten Jahren sind bei mir einige Dinge passiert, die sowohl beruflich als auch privat sehr herausfordernd waren. Zum Beispiel habe ich meine vorletzte Tour mit einer Stimmbandlähmung gespielt. Die wurde damals während der Tour diagnostiziert.

    Oh, hättest du da im schlimmsten Fall nicht sogar deine Stimme verlieren können?

    Vielleicht. Auf jeden Fall war es rückblickend im Gesamtbild schon schön zu sehen, dass ich das bis zum Ende durchgezogen und irgendwie die Kurve bekommen habe. Aber dementsprechend – und das sehen die Leute draußen ja nicht – hat die Reise für mich danach erst richtig begonnen.

    Ich habe gemerkt, dass ich dadurch zum Beispiel eine gewisse Bühnenangst entwickelt habe. Ich habe es immer geliebt, auf der Bühne zu sein, aber dann hatte ich plötzlich einen gewissen Respekt davor: Was ist, wenn meine Stimme wieder unkontrolliert irgendwo hinflattert und ich keine Kontrolle mehr habe?

    Dann hat es angefangen, dass ich mein Leben auch privat extrem umgestellt habe, mehr auf meinen Lifestyle geachtet habe und Dinge angefangen habe, die mir guttun – von Freizeitgestaltung bis hin zu der Frage: Welche Menschen tun mir gut? Ich weiß nicht, ob ich sonst aktiv darüber nachgedacht hätte: ‚Wie lebe ich gerade mein Leben? Finde ich das eigentlich schön?’ Wenn mir das nicht passiert wäre.

    Ja, schön zu sehen, dass du trotzdem mutig bleibst und auch weiter auf die Bühne gehst und dass du aus so einer schweren Zeit auch so viel Gutes mitgenommen hast.

    Dann hast du natürlich gerade auch deinen neuen Song „Allein auf dieser Welt” rausgebracht, der auch übrigens super, super schön ist. Wie bist du auf die Idee des Konzepts gekommen, dass du dich gefragt hast, wie es wäre, alleine auf der Welt zu sein?

    Ich muss sagen, dieser Song ist, glaube ich, schon drei Jahre alt. Der ist tatsächlich in einem Songwriting-Camp entstanden. Wir waren zu viert in der Session und ich weiß gar nicht mehr, wer auf die Zeile gekommen ist. Wir haben sie aber übel abgefeiert.

    Danach lag der Song aber erstmal lange da. Es gibt einfach manchmal einen Moment für einen Song, und dann passt er rein, oder eben nicht. Das kann man gar nicht so erklären. Und jetzt war irgendwie die Zeit für dieses Lied. Es ist ja sogar die Single zur EP geworden.

    Aber jetzt hat der Track es ja geschafft! In der Hook singst du, dass du vielleicht mehr Liebe für dich selbst hättest, wenn du alleine wärst. Du hast ja schon ein bisschen erzählt, dass du dann besser mit deinen Emotionen connectest.

    Genau, dass ich mich dann weniger vergleichen würde. Im Musikvideo singe ich in einen Spiegel. Im Grunde sind das Themen, mit denen sich viele Menschen identifizieren können. Es gibt so viele schöne und selbstbewusste Menschen auf dieser Welt, jeder ist auf seine Art und Weise schön. Aber die Ideale, die immer verbreitet werden, vermitteln ständig, was schön ist und was nicht. Und das war schon immer ein Thema, das mich begleitet hat.

    Gerade in der unsichersten Zeit, der Pubertät, wenn man zum Beispiel mit Freund*innen baden gehen möchte, aber dann nicht mitkommt, weil man sich nicht wohlfühlt, den eigenen Körper zu zeigen. Ich glaube, das waren lange Themen, die ich vor mir weggeschoben habe, weil es unangenehm ist, sich einzugestehen, dass man vielleicht nicht so offen und selbstbewusst damit umgeht, sondern sich eher versteckt.

    Ich habe durchs Singen schon immer Themen verarbeitet, auch Outing und Queersein. Das habe ich ja zum Beispiel in „blau” gesungen. Damals war ich in meinem Dorf oder teilweise auch in meiner Familie noch gar nicht wirklich geoutet. Meine Tante hat durch die Zeitung erfahren, dass ich auf Frauen stehe.

    Das ist irgendwie meine Art und Weise, damit umzugehen. Es ist so eine Art Selbsttherapie und ich wünsche mir, dass ich den Leuten und der Crowd etwas mitgeben kann. Ihnen zeigen kann: ‚Ey, schau mal, wenn du dich gerade auch so fühlst, du bist damit nicht allein.‘ Und das gibt dem Musikmachen und dem Veröffentlichen für mich einfach eine große Sinnhaftigkeit.

    Ich glaube, es gibt nichts Besseres als im richtigen Moment den perfekten Song oder das perfekte Album zu finden, das Gefühle ausdrückt, die man selbst noch nicht in Worte fassen kann. Und genau das gelingt dir mit deiner Musik sehr oft.

    Ich habe das Gefühl, dass deine Songs besonders für junge queere Menschen ein echtes Blessing sind, aber auch darüber hinaus. Es ist einfach schön, solche Vorbilder zu haben. Siehst du dich denn selbst in dieser Rolle, oder setzt dich das eher unter Druck?

    Klar hat man dadurch eine gewisse Verantwortung und sollte nicht einfach random draufloslabern. Gleichzeitig versuche ich, mich trotzdem frei zu machen und nicht alles zu zerdenken.

    Aber man hat diese Verantwortung und muss sich dessen bewusst sein. Am Ende des Tages sind das aber einfach meine Werte, die ich vertrete. Wenn ich zum Beispiel auf eine Demo gegen Rechts gehe, dann mache ich das auch privat. Das ist nichts, was nur LUNA macht, sondern das mache ich auch als Alina.

    Deswegen fällt es mir eigentlich relativ leicht, das zu vertreten und ungehemmt darüber zu sprechen. Und wenn ich dann eine Community habe, die froh ist, dass ich solche Themen anspreche, dann haben wir uns da irgendwie gefunden.

    Gleichzeitig denke ich oft, wie viele Artists, die sich engagieren: Ich habe das alles schon so oft gesagt. Man wünscht sich, nicht ständig darauf reduziert zu werden, zum Beispiel eine queere Person zu sein, sondern einfach wie alle anderen behandelt zu werden. Man muss zum Beispiel auf den CSD gehen, wo ich jetzt auch spiele, weil wir bei Gleichberechtigung, FLINTA-Themen und auch in der Musikindustrie einfach noch lange nicht da sind, wo wir sein sollten.

    Es gibt noch sehr viele Baustellen, und solange es die gibt, ist es wichtig, seine Stimme dafür zu nutzen. Aber manchmal ist es auch ermüdend. Es ist oft sehr empowernd, auch für mich selbst, aber manchmal fragt man sich schon: An welchem Punkt stehen wir gerade? Oder an welchem Punkt stehe ich gerade?

    Ich kann das total nachvollziehen. Du hast gerade die Hook nochmal so schön gesagt, aber du bist ja zum Glück nicht alleine auf dieser Welt. Hast du denn eine Art von Selbstliebe-Practice? Wie findest du trotzdem Liebe zu dir selbst?

    Ich versuche gerade, wieder freier zu werden. Durch die Stimmbandlähmung bin ich sehr in Routinen gerutscht und habe viel nachgedacht, auch vor Auftritten. Jetzt möchte ich das nicht nur auf die Bühne beziehen, sondern generell lockerer mit mir selbst sein.

    Das heißt zum Beispiel, mir Dinge wieder zu erlauben, spontaner zu sein und mehr im Moment zu leben. Auch wenn das manchmal bedeutet, etwas zu machen, das vielleicht nicht perfekt für mich ist. Das gibt mir mehr Selbstliebe, weil es sich anfühlt, als würde ich mir etwas Gutes tun.

    Gleichzeitig versuche ich mir weniger Druck zu machen und klare Grenzen zu setzen – etwa das Handy wegzulegen und bewusst Zeit für mich oder meine Freundin zu nehmen, auch wenn von außen ständig etwas „dringend“ ist.

    Ja, total. Es gibt ja dieses Sprichwort: „You can’t pour from an empty cup“ – man muss erst auf sich selbst achten, bevor man sich um andere kümmern kann. Du hast ja schon ein bisschen über die Themen deiner kommenden EP gesprochen. Hast du sonst noch irgendwas, was du dazu teilen möchtest?

    Es gibt einen Song auf der EP, der mir besonders wichtig ist. Er handelt von einer Trennung innerhalb der Musikbranche. Ohne ins Detail zu gehen, war das eine sehr prägende Erfahrung, weil diese Zusammenarbeit extrem intensiv war. Für mich war das ein Befreiungsschlag aus Strukturen, die mir lange nicht gutgetan haben. Gerade als junge FLINTA-Person rutscht man oft in solche Dynamiken, aus denen ich mich bewusst gelöst habe.

    Ich habe lange gebraucht, um diesen Song zu schreiben – etwa ein Vierteljahr in verschiedenen Sessions. Aber das Thema hat mich nicht losgelassen, deshalb war klar: Ich schreibe so lange daran, bis es sich richtig anfühlt. Umso mehr bedeutet mir dieser Song jetzt, und er wird Teil der EP sein.

    Ja, okay, cool, dann freue ich mich schon sehr drauf, den dann mal zu hören. Klingt auf jeden Fall super spannend. Gibt es denn irgendetwas, das du musikalisch in der Zukunft mal versuchen möchtest?

    Ich komme ursprünglich aus einem musikalischen Gymnasium mit viel klassischem Gesang, auch Oper und war immer Sopran.  Ein Konzert oder eine Show zu spielen, bei der ein paar Songs mit Orchester begleitet werden, wäre auf jeden Fall etwas, worauf ich sehr Lust hätte. Aber sowas ist sehr aufwendig, teuer und verlangt viel, viel Planung.

    Klingt auf jeden Fall sehr, sehr cool. Ich drücke die Daumen, dass das irgendwann klappt.

    Du hast den aktuellen Rechtsruck schon angesprochen: Einerseits war es für queere Menschen noch nie so sichtbar, gleichzeitig fühlt es sich in vielem wieder unsicherer an. Was möchtest du Menschen sagen, die sich gegen queere Personen oder ihre Rechte stellen?

    Was will ich denen sagen? Boah, das ist spannend.

    Man sagt ja oft, dass man mit denen nicht redet und ich verstehe die Wut dahinter. Gleichzeitig glaube ich, dass viele gar nicht genau wissen, was sie mit bestimmten Entscheidungen eigentlich unterstützen und welche Konsequenzen das hat, oft auch für Menschen im eigenen Umfeld.

    Wir bewegen uns häufig in unserer eigenen Bubble. Beim CSD zum Beispiel erreicht man vor allem Leute, die ohnehin schon derselben Meinung sind. Das ist einfacher, als die Konfrontation zu suchen. Trotzdem finde ich es wichtig, im Gespräch zu bleiben und nicht sofort mit ‚Fuck you’ zu reagieren, auch wenn das nicht immer überzeugt. Aber es wäre schön, wenn solche Inhalte auch diese Menschen erreichen würden. Wenn zum Beispiel eine Luisa Neubauer, die wirklich inhaltlich smarte Sachen sagt und versucht, sie so einfach wie möglich zu vermitteln, auch bei Leuten landen würde, die sonst nicht damit in Berührung kommen.

    Die große Herausforderung ist, aus dieser Bubble herauszukommen und Menschen zu erreichen, die sonst keinen Berührungspunkt haben.

    Konkret würde ich wahrscheinlich erstmal fragen: ‚Warum soll das ein Problem sein, wenn ich mit meiner Freundin da bin?’ Es schränkt ja niemanden ein. Dann würde ich schauen, was kommt. Und dann will ich zurückschießen und für mich einstehen.

    Auf jeden Fall. Ja, aber ich glaube, das machst du ja mit deiner Musik auch. Ich wünsche mir dann immer, dass solche Leute dann wirklich hinhören und hoffe dann auch so, dass das an ihre Empathie appelliert.

    Du empowerst viele (junge) queere Menschen. Hast du etwas, das du gerne zu der jüngeren Version von dir selbst sagen möchtest?

    Lass dich nicht stressen. Mach dir keinen Druck, sowohl in deiner Musik als auch generell. Hör immer darauf, was dein Herz und dein Bauchgefühl dir sagen, weil das oft einfach der richtige Weg ist. Es gibt sowieso kein Richtig oder Falsch. Auch bei der persönlichen Entwicklung würde ich sagen: Nimm dir die Zeit, die du brauchst.

    Gerade beim Thema Outing gab es Momente, in denen ich eigentlich noch nicht bereit war, mich zu outen. Das habe ich über die Jahre gelernt: Es geht niemanden etwas an. Es ist scheißegal. Auch wenn ich mich nicht labeln möchte, muss das akzeptiert werden. Wenn das mein Weg ist, dann ist das einfach so.

    Ich würde aber nicht sagen, dass ich mir wünschen würde, dass mir alles egaler gewesen wäre oder ich mir weniger Druck gemacht hätte. Das ist immer leichter gesagt als getan. Ich finde es eigentlich gut, dass es genau so war. Ich habe Dinge intensiv erlebt und gefühlt, und ich glaube, dass alles seinen Sinn hatte. Dass ich da durchgehen musste, aber dass es auch schön war, diese Entwicklung zu machen.

    Wunderschöne Full-Circle-Antwort. Wow, Dankeschön. Dann sind wir auch schon bei der letzten Frage: Hast du noch eine Untold Story für uns? Eine Geschichte, die du sonst noch nicht erzählt hast?

    Was ich erst vor ein paar Tagen erzählt habe, ist die Sache mit der Stimmbandlähmung. Das wusste wirklich niemand. Aber was ich zum Beispiel auch funny finde: Ich war mal beim FC Bayern zum Fußball-Scouting.

    Oh, als Spielerin?

    Jaja, aber das ist schon sehr lange her. Aber ich war da, das kann mir keiner nehmen. Weiter bin ich dann aber auch nicht gekommen. Ich schiebe es darauf, dass ich Linksfuß war und die ganzen Übungen immer auf Rechtsfuß ausgelegt waren. Wenn da das Tor ist und du Rechtsfuß bist, musst du hier so rumdribbeln – aber bei mir hätten sie das eigentlich alles noch andersrum bauen müssen.

    Aber wer weiß, vielleicht wärst du dann jetzt nicht hier und hättest deine Musik nicht veröffentlicht, wenn du dann Nationalfußballspielerin geworden wärst. Und das wäre ja wirklich schade, oder?

    Im November erscheint LUNAs zweite EP.

    Hier geht es zu den Tourdates für die Nicht Allein auf dieser Welt-Tour:

    12.11.2026 – Köln

    13.20.2026 . Berlin

  • Mariybu im Interview: »Ich bin eine Bitch – und jetzt?«

    Mariybu im Interview: »Ich bin eine Bitch – und jetzt?«

    Der Titel ist Programm. Mit ihrem neuen Album FRECH veröffentlicht die Berliner Hyperpop-Künstlerin Mariybu ein Album, das provoziert und keine Angst davor hat, anzuecken. In den Songs geht es um alltäglichen Sexismus, von Catcalling über dumme Kommentare und Online-Hass bis hin zu Machtverhältnissen und Selbstermächtigung. Satirisch, lustig, wütend und empowernd liefert  FRECH maximale Unterhaltung.

    Kurz vor Albumrelease sprach sie mit uns über fragile Männer-Egos, Doppelmoral und darüber, warum das Patriarchat manchmal die beste Inspiration liefert.

    Mariybu im Interview

    Leonie: Du kommst ja gerade frisch von der Tour mit Blond. Wie war das und wie geht’s dir?

    Mariybu: Ich bin irgendwie noch sehr beseelt. Ich kann gar nicht glauben, dass es nur eine Woche war. Ich bin auch echt, würde ich sagen, richtig sad, weil die ja noch weiterfahren. Und ich war ja quasi ein Drittel der Tour dabei.

    Ich bin auch müde, sehr müde, weil ich den letzten Abend natürlich voll auskosten wollte mit einem Teil vom Team und danach sehr lange wach war. Ja, aber mainly bin ich eigentlich einfach richtig happy, weil es so eine krass schöne Tour war.

    Dein neues Album FRECH ist politisch, queer, gesellschaftskritisch, feministisch, provozierend, we love to see it. Wie fühlt sich das für dich an, dass das jetzt raus in die Welt geht?

    Endlich kommt dieses Album raus und alle können alles hören. Auf der anderen Seite fühlt es sich auch an wie: Krass, was? Das kommt jetzt schon raus? Ich bin doch gar nicht bereit. Aber ehrlich gesagt fühlt es sich genau richtig an. 

    Es ist schon so viel Gutes passiert, dass ich mir vom Album-Release gar nicht mehr groß etwas erwarte. Ich bin einfach froh, dass es draußen ist, weil alles, was jetzt schon passiert ist, mehr ist, als ich mir hätte wünschen können. Ich bin für dieses Jahr gefühlt schon komplett bedient (lacht).

    Wie schön eigentlich, richtige Selbstverwirklichung. Und mega auch, dass du mit dem Prozess zufrieden bist. 

    Dann lass uns doch gleich mal reingehen. In der ersten Line und in der Opening Line bezeichnest du dich ja schon selber als Bitch und Fotze.  Wer oder was ist für dich eine Bitch und hat sich der Begriff für dich schon immer empowernd angefühlt?

    Früher war der Begriff für mich etwas ganz anderes. Eine Bitch war für mich eine hinterhältige, gemeine, übertrieben zickige Frau. Das war auf jeden Fall eine Beleidigung. 

    Was ich auch krass finde: Ich wurde das erste Mal mit sieben schon als Fotze beleidigt. Und das ist ultra früh, wenn ich heute darüber nachdenke. Ich weiß noch genau, dass mir das nicht aus dem Kopf gegangen ist. Ich musste jeden Tag daran denken, dass dieser Junge das vor der gesamten Klasse zu mir gesagt hat.

    Dass das irgendwann ein empowernder Begriff wurde, ist erst im Laufe des Erwachsenwerdens passiert – das ist ja mittlerweile auch eine Bewegung. Als ich das erste Mal SXTN gehört habe, war das so der Moment, wo es bei mir angefangen hat. Am Anfang konnte ich mir das kaum anhören, weil ich dachte: ‚Ach du Scheiße, was sagen die da?‘

    Aber dann habe ich gemerkt, wie gut es sich anfühlt, mitzusingen und sich diese Begriffe zurückzuholen und habe immer mehr angefangen, mich auch selbst so zu bezeichnen.

    Für mich ist Bitch mittlerweile eher etwas anderes geworden. Wenn mir jemand sagt: ‚Boah, du siehst aus wie eine Bitch‘, dann denke ich eher: ‚Hm, danke.‘ Das ist für mich eher sassy, strong, schlau, gewitzt – und auch irgendwie hübsch. Es hat für mich einfach positive Attribute bekommen.

    Ich mag es auch, damit zu spielen. Der Song „Dein Ideal” zum Beispiel besteht nur aus Hate-Kommentaren. Und da geht es genau um dieses: ‚Ja, okay, ich bin eine Bitch – und jetzt?‘

    Einfach um zu zeigen: Ihr könnt uns damit nicht beleidigen. Diese typisch weiblichen Attribute werden ja schnell negativ gelesen – emotional wird dann direkt zu zickig und so weiter. Und ich finde es wichtig, das umzudrehen und diese Begriffe neu und positiver zu besetzen.

    Voll, das ist ja auch eines der zentralen Themen im Album. Würdest Du sagen, dass das den kreativen Prozess als zentrale Inspiration gestartet hat, oder hattest Du dabei mehrere Faktoren? 

    Ich glaube, für mich war bei diesem Album das Hauptding, dass ich voll anders an alles rangegangen bin. Vorher war ich irgendwie direkter und habe das nicht so auf die Schippe genommen.

    Jetzt ist alles sehr ironisch und satirisch. Das ist für mich ein Mittel, um die Kraft aus diesen Beleidigungen und diesem Hass rauszunehmen.

    Natürlich waren dumme Typen sozusagen der Hauptantrieb für dieses Album. Aber ich finde es auch geil, weil ich mit deren Kommentaren Geld machen kann. Ich lebe davon, dass diese Pisser mir Inhalt geben und dadurch so viele Sachen viral gegangen sind.

    Ich erlebe den Scheiß so oder so, dann kann ich jetzt auch darüber schreiben und irgendwie Geld damit machen. Danke für die Inspiration.

    Ja, sehr iconic auf jeden Fall. Und speaking of annoying men in den Kommentaren, du hast ja auch einen Release an einem besonderen Tag. Willst du dazu kurz was erzählen?

    Ich habe mir gedacht: Welcher Tag im Jahr wäre perfekt für mein Albumrelease? Der Herrentag! Der Tag, an dem mich Männer ganz besonders nerven und Catcalling ganz oben steht. 

    An dem Tag könnte ich doch mal Männer ärgern, mein Album rausbringen und mich über die lustig machen. Und dann hat sich alles irgendwie gefügt, auch mit dem Cover-Art und dem Würstchengrillen – Männertag eben.

    Ja, frech von dir, ne? 

    Ey, das meinte so ein Typ auch zu mir. Er hat irgendwas gesagt, ich habe irgendwas kritisiert, und dann meinte er: ‚Das ist ganz schön frech von dir.‘ Und ich so: ‚Gut, dass du’s sagst.‘

    Ich glaube, so nenne ich mein Album. Und ja, danke. Perfekt.

    Wie würdest du dein Album in drei Wörtern beschreiben?

    Frech, schnell, lustig. 

    Und welchen Eindruck möchtest du bei Hörer*innen hinterlassen, die das Album einmal ganz durchgehört haben?

    Ich möchte auf jeden Fall, dass es eine Journey ist und sich vor allem FLINTA-Personen empowert fühlen. Cis-Männer sollen es schon funny finden, aber das Lachen soll ihnen manchmal auch im Hals stecken bleiben. 

    Spätestens beim vorletzten Song soll dann eher ein wirklich ernstes Gefühl entstehen – Trauer oder auch Wut. Ich möchte aber mit dem letzten Song nochmal alle zum Lachen bringen und irgendwie so einen sanften Ausklang schaffen.  Der letzte Song ist so ein bisschen dafür da, alle wieder rauszuholen, wie in einer Therapie, sie einzufangen, zurückzuholen und so ein bisschen in den Arm zu nehmen.

    Und der Einstieg ist halt wirklich da, um erstmal alle zu catchen. Ich will, dass die Leute das Gefühl haben, sie haben etwas gelernt und mitgenommen, aber auch einfach Spaß hatten. Ich hatte extrem viel Spaß dabei, dieses Album zu machen, es war so witzig. Das steht an erster Stelle, weil ich denke, dass man, wenn man Spaß hat, auch offener dafür ist, wirklich zuzuhören.

    Ich habe in deinen Pressematerialien gesehen, dass du als Pionierin des Genres Fotzenmusik beschrieben wirst. Wo siehst du Fotzenmusik denn in der Zukunft hingehen?

    Ich bin noch voll dabei, mich da so dazuzuzählen, weil dieses Fotzenmusik-, Fotzenrap-Ding gefühlt erst seit einem halben Jahr offiziell existiert. Ich glaube, es gibt das vielleicht schon länger, wenn man die Early Days von SXTN mit reinbezieht, aber es hat sich nochmal sehr verändert, vor allem auch mit Ikkimel als Figur.

    Also das Ding ist halt: Fotze sagen und diese Art von Musik machen, das mache ich seit sieben Jahren. Deswegen ist das für mich jetzt nicht so etwas mega Neues. Neu ist eher, dass es jetzt so die breite Masse erreicht.

    Es ist natürlich mega geil, dass Ikkimel da jetzt so eine Riesenreichweite hat und das so breit verteilt. Deswegen denke ich mal, wird das immer weiter wachsen. Das merkt man ja auch gerade, wie viele FLINTAs Fotzenrap machen.

    Ich hoffe einfach, dass das dazu beiträgt, dass wir uns wirklich den Platz nehmen, der uns zusteht – und vielleicht irgendwann in Richtung 50-50-Verteilung gehen.

    Du trägst ja auch deinen Teil dazu bei und empowerst Leute mit deiner Musik. Hast du einen Song auf dem Album, mit dem du besonders connectest oder der dir sehr am Herzen liegt?

    Das ist wirklich schwierig, aber ein Song der für mich doll heraussticht, war von Anfang an „Nicht alle Männer.” Er hat eine ganz andere Produktion, ich hatte sowas noch nie versucht. Und es war auch so ein bisschen ein Risiko, weil ich auch dachte: Wird dieser Song überhaupt ankommen? Das hat gar nichts mit meinem sonstigen Musikstil zu tun. Und der Text ist mir halt voll wichtig, weil ich auch mit meiner Mom beim Schreiben viel geredet habe. Und ja, es hat mir irgendwie voll viel bedeutet, da auch so ihre Geschichte mitzuerzählen und die von meiner Oma – also generationsübergreifend diesen Song zu machen.

    Und dann auch noch mit Ebow zusammen, von der ich seit acht Jahren Fan bin. Ich glaube, in dem Song kommen einfach so viele emotionale und aufregende Sachen für mich zusammen, dass das schon auch mein Baby ist. Und es ist echt schön, dass der so viel Aufmerksamkeit bekommen hat, oder immer noch bekommt.

    Da hattest du ja auch ein sehr cooles Release-Datum. (Die Single erschien am 08. März, dem feministischen Kampftag.)  Gab es denn im Schreibprozess vorher, auch generell bei dem ganzen Album, irgendwelche Momente oder Lines, die zu dir gekommen sind, die dich selber überrascht haben? 

    Jeder Song, ich schwöre. Es ist voll oft so, dass ich anfange, einen Text zu schreiben, und mir denke: Wo geht der Song hin? Ich habe keine Ahnung, was schreibe ich hier gerade überhaupt?

    Das ist so ein bisschen wie Psychoanalyse, wo man einfach frei assoziiert und gar nicht weiß, wie die Dinge zusammengehören. Und dann merkt man am Ende: Krass, dieses Thema beschäftigt mich übelst doll.

    Manche Songs auf dem Album waren aber auch Konzept. Bei  „Alphafeminist” habe ich einfach gesammelt, was da für Kacksachen kommen.

    „Schlaflied” war für mich auch spannend, weil das ein völlig anderer Sound ist. Ich habe mit „Guten Abend, gute Nacht” angefangen und war so: Was soll das für ein Song werden? Und dann ist halt das daraus geworden.

    Ich glaube, das hat mich am meisten überrascht. Also wirklich eine Mischung aus Trust the Process, Therapiesessions und Konzepten.

    Du möchtest (mit deiner Musik) ja auch Banden kreieren und mit FRECH passiert das auf jeden Fall durch die Kollaborationen. Du hast schon ein bisschen erzählt, aber wie hast du Ebow und 6euroneunzig denn kennengelernt? Also wie sind die Kollabs entstanden und wie war der Prozess mit allen für dich? 

    Also 6euroneunzig kenne ich schon länger, wir haben ja auch vorher schon zusammen ein Feature gemacht, „Pussypop” auf der EP von 6euroneunzig. Es war irgendwie klar, dass wir irgendwann mal einen Song zusammen machen. Dann haben wir uns letztes Jahr im Studio getroffen und uns direkt übelst gut verstanden.

    Und irgendwie war dann auch direkt klar, dass wir uns gegenseitig zurückfeaturen, weil wir einfach so eine gute Zeit hatten. Wir haben super harmoniert und super zusammen geschrieben. Das war voll nice, weil die beiden voll klar ihre Meinung sagen und ich auch voll klar meine Meinung sage. Aber niemand fühlt sich davon angegriffen.

    Mit Ebow: Ich wusste gar nicht, ob sie überhaupt mit mir einen Song machen will. Ich habe sie dann einfach gefragt und sie hatte sofort übelst Bock. Das war richtig geil.

    Ich freue mich einfach voll, dass die Features auf dem Album wirklich auch Friends sind. Das ist richtig schön.

    Eine Sache, die ich noch sehr cool finde, auch bei deinen Lyrics auf dem Projekt, ist, dass du Machtverhältnisse und Geschlechterrollen komplett umdrehst, um sie zu kritisieren. Natürlich auch überspitzt – aber manchmal vielleicht gar nicht so doll.

    Ich habe das Gefühl, man hört dann immer diesen Satz: ‚Das ist ja dann auch Sexismus, nur andersrum.‘ Was ist dein Take dazu?

    Ja, erstmal kann man über sowas eigentlich nur lachen. Und ich glaube, Sexismus andersrum gibt es per Definition halt gar nicht.

    Ich habe ja auch Cis-Männer als Friends. Niemand davon würde auf die Idee kommen, sich von so einem Text angegriffen zu fühlen. Also wie tief musst du gesunken sein, dass dich so ein Text angreift? 

    Wenn du dich angegriffen fühlst, dann bist du halt wahrscheinlich genau das Problem. Dann bist du gemeint. Genau das kenne ich ja auch von mir selber: Als ich das erste Mal mit eigenen rassistischen Narrativen von mir konfrontiert wurde, war ich auch direkt so: ‚Nee, auf gar keinen Fall‘ und habe mich übelst angegriffen gefühlt.

    Das sind genau die Momente, in denen du merkst: Es geht um mich. Deswegen denke ich bei den Typen, die sich davon angegriffen fühlen: Ja, es geht um euch. Hoffentlich wirkt das dann wenigstens als kleiner Wake-up-Call.

    Hast du von deiner Seite aus noch etwas, was du gerne teilen möchtest, was Leser*innen sehen sollen, wissen sollen, wie sie dich erinnern sollen, oder generell etwas, das dir einfach irgendwie auf dem Herzen liegt? 

    Ich kann es mir natürlich nicht verkneifen, noch Werbung für meine Tour im September zu machen. 

    Ich habe halt zwei Jahre lang live gespielt, ohne überhaupt etwas veröffentlicht zu haben, viel auf Demos. Das war für mich auch politische Arbeit, einfach auf der Bühne zu stehen, politische Musik zu machen.

    Und erst danach habe ich angefangen, Sachen rauszubringen. Deswegen bin ich so richtig eine Live-Musikerin durch und durch. Und ja, es ist für mich total schön, dass das Album jetzt rauskommt.

    Ich freu mich auch schon sehr auf die Tour, wie cool! Dann habe ich noch eine letzte Frage an dich. Wann warst du das letzte Mal so richtig frech? 

    Was mir direkt einfällt: Ich schicke manchmal Typen aus der ersten Reihe, die mir eklig vorkommen, von der Bühne aus nach Hause. Das habe ich schon öfter gemacht. Die stehen dann in der ersten Reihe, mitten vorne, bewegen sich nicht, filmen von unten, auch unter den Rock.

    Und da weißt du schon: Die sind nicht hier, weil sie Fans sind. Dann unterbreche ich manchmal einfach Songs und sage: ‚Du störst mich, ich fühle mich nicht wohl hier, geh bitte nach Hause.‘ Und wenn du nicht gehst, mache ich nicht weiter.

    Das sind auf jeden Fall so richtig gute Momente, in denen ich mich auch echt frech fühle.

    Hier geht es zu den Tickets für die FRECH-Tour:

    24.09.2026 Köln

    26.09.2026 FFM

    27.09.2026 Göttingen

    02.10.2026 Leipzig

    03.10.2026 Wien

    04.10.2026 München

    08.10.2026 Hannover

    09.10.2026 Karlsruhe

    10.10.2026 Freiburg

    11.10.2026 Zürich

    16.10.2026 Hamburg

    17.10.2026 Bremen

    18.10.2026 Münster

    07.11.2026 Berlin