Schlagwort: RnB

  • Alehlokapi bricht mit alten Gewohnheiten auf „Erase Replace“

    Alehlokapi bricht mit alten Gewohnheiten auf „Erase Replace“

    Leider kennen wir fast alle das Gefühl sich verfangen zu haben: in alten Denkmustern und in ungewollten Routinen. Das hat für mich häufig bedeutet, dass ich in Beziehungen und Freundschaften meine eigenen Bedürfnisse hintenangestellt habe – bewusst oder unbewusst. Das zu überwinden kostet Kraft und erfordert zunächst ersteinmal sich dieser alten Gewohnheiten bewusst werden. Alehlokapis Debütalbum Erase Replace beschäftigt sich mit genau all dem, holt uns aus dem rauschenden Alltag und bricht mit alten Mustern.

    Das am 29.08.2025 erschienene Album hat mich direkt angesprochen. Alehokapis Stimme in „MMB„, die „call me out on my bullshit“ singt, war der Köder und ich der Fisch, also wurde ich voll in dieses Album gezogen. Danach bin ich tief in die Lyrics getaucht. Dabei ist mir aufgefallen, dass der Song ein mir sehr bekanntes Gefühl widerspiegelt: ich merke nicht, dass ich mich im Kreis drehe und hoffe, dass mir jemand sagt, wenn ich mich gerade wieder in schlechte Denkmuster begebe.

    Das Debütalbum besteht aus acht Songs und einem Bonustrack. Alehlokapis Stimme zeigt ihre Wandelbarkeit zwischen verletzlich und kraftvoll und mit Rap- und Gesangsparts. Im Outro erinnert ihre Stimme beispielsweise an die von Ariana Grande und Alehlokapi beweißt, dass ihre Stimme genauso wandelbar ist.

    Ihren Musikstil würde Alehlokapi zwischen FKA Twigs, Jorja Smith und James Blake verordnen. Ihren Soundbeschreibt sie selbst mit Neo-Soul, Contemporary R&B und Alternative Pop. Dabei kann man jedoch innerhalb der Songsbemerken, wie sich Alehlokapi von Genre-Grenzen löst. Produziert hat die Künstlerin das Album mit Timm Weber und das Mastering des Albums übernahm Friedrich Störmer.


    In 8 Tracks mit der Angst brechen und die eigene Stimme finden
    . Credits Yonas Tegegne

    Startend mit „Silence“ wird uns die Angst vor Ablehnung lyrisch beschrieben und musikalisch untermalt. Sie führt dazu die eigenen Bedürfnisse zurück zustellen.

    Das findet sich auch in den Lyrics wieder: „Keeping my silence for being loved“. Ich mag besonders, dass die Musik einerseits so verletzlich klingt, durch das Piano, aber andererseits auch so selbstbewusst und mutig durch den Bass wirkt. Nach eineinhalb Minuten kommt ein Break, nachdem man kein Piano mehr hört und der Beat eher vorantreibenden und treibend klingt. Das Verletzliche (Klavier) tritt zur Seite, damit der Bass und die Drums mehr Raum haben, der Song wirkt dadurch auch lauter. Vielleicht, weil man nicht mehr „silent“ bleibt?

    Ich finds außerdem sehr cool, dass die Songs Bezug aufeinander nehmen: Der zweite Track „More“ ist verlangsamt, mit einem Loop wird die Songzeile „more“ in tieferer Stimme immer wieder wiederholt. Eventuell könnten das den Anfang der Wahrnehmung der eigenen Bedürfnisse sein.

    Der dritte Track „BoomBoomBooom“ nimmt die Soundwelt von „More“ auf. Er wandelt sich jedoch weiter und die tiefen langsamen verzerrten Vocals von „More“ werden leiser. Wenn bei 0:51 die Drums wegfallen, hören wir die Chorusmelodie, die danach nicht mehr so leicht zu vergessen ist- zumindest für mich. In den Lyrics schreibt Alehlokapi von dem Wunsch wahrgenommen zu werden und der Sehnsucht nach Nähe. Die Angst eigene Bedürfnisse zu äußern, die in Silence so präsent war, ist nicht mehr da. Stattdessen befreit sie sich von dieser Angst und lässt die Gefühle und Nähe nun zu:

    Well u crossed my mind boy a thousand time today /
    in my thoughts my fantasy what are u doing in my head anyway/ my muse, my constant reverie“


    Von unerfüllten Erwartungen und dem Mut einer Person alle Seiten von sich zu offenbaren

    DRIVE-BY“ ist durchzogen von ruhelosen, stolppernden Drums. Der Beat untermalt die innere Unruhe und Angetriebenheit, die man hier fast am eigenen Körper fühlen kann. Er ist eine Momentaufnahme von Stress, Geldnot und Trauer um eine verlorene Freundschaft.

    Darauf folgt „Your Name“ mit Regensounds, die zunächst einen starken Kontrast darstellen und fast eine mediative Wirkung nach der Ruhelosigkeit spenden. Es geht um Selbstschutz, Abgrenzung und einen möglichen Weg, mit der Enttäuschung unerfüllter Erwartungen umzugehen. Für mich spiegelt das Auf und Ab des Albums gut den Prozess wieder, den man durchelbt, wenn man alte Gewohnheiten brechen muss. Man zurück geworfen, man geht wieder nach vorne.

    MMB“ steht für „Make My Bed“. Er handelt von der Notwendigkeit von Verletzlichkeit, damit man sich selber wandeln kann.

    „call me out on my bullshit / call me out on my lies“ und „you see through my eyes“

    zeigt eine Beziehung, in der ehrlich mit Fehlern umgegangen wird. Eine Liebe in der Nähe möglich ist, weil nicht versucht wird eine vermeintlich perfekte Fassade aufrecht zu erhalten.


    Erase Replace und so Selbstbestimmung gewinnen

    Der Titeltrack „Erase Replace“ startet mit sanften Klängen: einem mellow Klavier und mellow Drums. Er steht für den Wandlungsprozess, der im Album beschrieben wird. Alte Denk- und Verhaltensmuster werden überschrieben, das Motto ist sprichwörtlich „Erase Replace„. Man fühlt sich als würde man aus dem Schlaf eines passiven Lebens aufwachen und die eigene Selbstbestimmung wiedererlangen.

    Das „Outro“ klingt durch die Streicher wie ein Moment der Erleuchtung, der Klarheit. Angst und Euphorie treffen aufeinander und Alehlokapi findet ihre Stimme.


    Anstehende Konzerte

    Wer Alehlokapis Debütalbum live erleben möchte, ist herzlich eingeladen zur Releaseparty am 06. September nach Leipzig ins noch besser Leben zu kommen. Tickets findet ihr hier.

    Und hier könnt ihr das Album streamen!

    Klicken Sie auf den unteren Button, um den Inhalt von Spotify zu laden.

    Inhalt laden

    Fotocredit: Karine Bravo und Yonas Tegegne

  • Eine bezaubernde Reise durch R’n’B, Elektronik und pure Emotionen: So war Ravyn Lenae am 11.11.2024 in Berlin

    Eine bezaubernde Reise durch R’n’B, Elektronik und pure Emotionen: So war Ravyn Lenae am 11.11.2024 in Berlin

    Hannah und Chaja (Evangelische Schule Berlin Zentrum) berichten in Kooperation mit Goodlife Artists von einem stimmungsvollen Abend mit Ravyn Lenae im Säälchen, Berlin

    Energiegeladen ins Konzert

    Beim Betreten des kleinen aber feinen Veranstaltungsort strahlt Ravyn Lenae direkt eine warme und offene Energie aus. Mit ihrem Opener „Bad Idea“ leitet sie den Abend mit einer Single aus ihrem neuen Album „Bird’s Eye“ ein. Der Song gehört zu den energetischeren und kraftvolleren, was direkt Stimmung in den Saal bringt und alle nun wach sind und Bock auf das Konzert haben. 

    Auf ihren Konzerten, so auch diesem, singt sie alleine, begleitet von ihrem Schlagzeuger Chris und Gitarristen Chub, was für eine noch intimere Atmosphäre sorgt und ihre Stimme bekommt die verdiente Aufmerksamkeit. Besonders bei dem Song „Skin Tight“ oder ihrem bekanntesten Song „One Wish“ kommt ihre ausdrucksstarke, vielseitige Stimme zum Vorschein. Das Publikum ist berührt und wir sind begeistert wie sicher Lenaes Stimme ist. 

    Ihre Songauswahl für den Abend spiegelt einen guten Mix aus gefühlvollen und emotionalen Songs im Kontrast zu den mitreißenderen Songs dar. Sie spielt zudem sowohl viele Songs aus ihrem ersten Album „HYPNOS“, sowie aus ihrem ganz neuem Album „Bird’s Eye“, welches sie im August 2024 rausbrachte. Die perfekte Auswahl, damit das Publikum aufmerksam bleibt und den Abend in vollen Zügen genießt. 

    Publikum und Künstlerin – Nähe die verbindet 

    Die Stimmung und Atmosphäre ist von Beginn an intim. Der kleine Raum und das schlichte Bühnenbild geben einem das Gefühl, Teil von einer besonderen, fast privaten Performance zu sein. Das Publikum ist von Beginn an begeistert und voll dabei, wobei besonders auffällt, dass viele 20-30 Jährige Freunde, sowie auch viele Paare gemeinsam der Musik lauschen oder tanzen.  Bei den Songs kann man einfach nicht still rumstehen und die Versuchung zu tanzen ist groß, egal ob nur ein bisschen rumwippen oder sogar mit eigener Tanz-Performance, wie ein Paar neben uns.

    Die Laune ist durchgehend positiv und man merkt, dass das Publikum aus Musikbegeisterten und Ravyn Lenae Begeisterten besteht. So, wie das Publikum Ravyn und ihre Musik unterstützt, ist sie auch für das Publikum da. 

    Denn nicht nur die musikalische Leistung macht den Abend besonders, sondern auch ihre Interaktionen mit dem Publikum. Sie strahlt eine besondere Nähe aus und der ganze Abend hat eine persönliche Atmosphäre. So geht sie viel auf das Publikum ein und singt teilweise Personen direkt an. Alle bekommen das Gefühl Teil der Show zu sein. Zwischendurch erzählt sie etwas von sich und bedankt sich bei ihren Fans. Vor einem Song erzählt sie beispielsweise etwas über ihre schlechte Beziehung zu ihrem Vater und wie ihr die Musik dabei geholfen hat und so auch der Song entstand. Ein besonderer und emotionaler Moment! Daraufhin hat ihre Performance nochmal eine tiefere Wirkung. Ihre Bühnenpräsenz währenddessen ist beeindruckend und mitreißend. Mit einer Leichtigkeit tanzt sie und schwingt ihr Haar, während sie singt. Es ist keine Aufregung zu spüren und es wirkt als würde sie jeden Tag auf der Bühne stehen und singen. Die Sicherheit und Freude an Musik sieht man ihr an. 

    Ein Bühnenbild, die Ravynn Lenaes Stimme leuchten lässt 

    Das Bühnenbild ist recht schlicht, doch die Lichtshow verstärkt die Atmosphäre und passt perfekt zu ihren Liedern: weiche, warme Farben, die die Aufmerksamkeit auf Ravyn lenken während der ruhigeren, verträumten Songs im Gegensatz zu den kräftigeren Tönen, die sich zum Beat bewegen während energiegeladener Momente. Teilweise versetzten einen die ausgewählten Lichter zu den elektrischen, experimentellen Sounds fast schon in ein tranceartiges Gefühl. 

    Ein unvergesslicher Abschluss

    Das Konzert findet mit dem Song „Xtasy“ ein schönes Ende. Ravyn Lenae und ihr Band geben nochmal alles, während das Publikum sich von denn letzten treibenden Beats mitreißen lässt. Die Stimmung erreicht ihren Höhepunkt, als Ravyn Lenae die Bühne verlässt. Die Rufe nach einer Zugabe werden belohnt: mit dem Song „Love Me Not“ liefert Ravyn einen perfekten Abschluss. Der Song, emotional und berührend, zeigt noch einmal ihre beeindruckende Stimmvielfalt. Der Abschied ist daraufhin herzlich! Ravyn bedankte sich mit ehrlichen Worten bei ihren Fans, winkt lächelnd ins Publikum und verlässt die Bühne – ein süßer Abschied für einen gelungenen Abend. 

    YouTube

    Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
    Mehr erfahren

    Video laden

    Eine Show voller Magie und Energie

    Ravyn Lenae beweist an diesem Abend, dass sie nicht nur eine außergewöhnliche Sängerin ist, sondern auch eine mitreißende Entertainerin. Ihre warme Ausstrahlung und die Leichtigkeit, mit der sie das Publikum in ihren Bann zieht, machen den Abend besonders. Es wurde viel gelacht, getanzt und gemeinsam eine schöne Energie geschaffen. Besonders beeindruckend ist ihre Bescheidenheit gegenüber ihrer Band: Sowohl Schlagzeuger Chris als auch Gitarrist Chub bekamen ihre Momente im Rampenlicht und durften jeweils mit Soli glänzen.

    Ob man Ravyn Lenae schon kennt oder nicht – ihre Konzerte sind ein Erlebnis. Ihre enorme stimmliche Kontrolle, die intime Atmosphäre und die Mischung aus mitreißenden und berührenden Songs machen ihre Auftritte absolut sehenswert. Wer die Möglichkeit hat Ravyn Lenae live zu sehen, sollte sie sich auf keinen Fall entgehen lassen!

    Klicken Sie auf den unteren Button, um den Inhalt von Spotify zu laden.

    Inhalt laden

  • Mulay im Interview: »Musik ermöglicht es mir, schmerzhafte Erfahrungen in etwas Schönes zu verwandeln«

    Mulay im Interview: »Musik ermöglicht es mir, schmerzhafte Erfahrungen in etwas Schönes zu verwandeln«

    Es gibt wenig Künstler*innen, die uns so begeistern wie Mulay. Zu ihrer damaligen Debüt-EP schon bei uns im Interview hat die Alternative-R&B Musikerin aus Berlin nun ihr langerwartetes Debüt-Album LAVENDER veröffentlicht. Ein intimes Heartbreak-Album, was so viel mehr behandelt als nur schmerzhaften Liebeskummer. Es geht um toxische Liebe, Enttäuschung und die Kraft wieder zu selbst zu finden. Aus Verletzung schöpft Mulay Stärke und Empowerment, und verpackt all das in ein Gesamtkunstwerk, das uns tief berührt. Über all das und viel mehr haben wir mit ihr gesprochen.

    Mulay im Interview

    Anna: Hey Mulay, das letzte Mal haben wir uns 2021 zu deiner Debüt-EP ANTRACYTE gehört. Seitdem ist sehr viel passiert. Wie hast du die die letzten Jahre wahrgenommen?

    Mulay: Wow, das ist eine umfangreiche Frage. Die Zeit ist einerseits unglaublich schnell vergangen, andererseits ist auch unglaublich viel passiert. Wenn ich an meine Debut-EP und den Entstehungsprozess denke, wird mir bewusst, wie sehr ich als Mensch und Künstlerin seitdem gewachsen bin. Ich habe viele Erfahrungen dazu gewonnen und gelernt, meinen Instinkten, Visionen und Skills noch mehr zu vertrauen. Mit meiner ersten Vinyl “Antracyte/Ivory habe ich mir einen Traum erfüllt. Und auch andere Meilensteine erreicht, wie meine erste eigene Tour zu spielen. Ich bin unglaublich dankbar für alles, was ich in den letzten Jahren umsetzen konnte. Für all die inspirierenden Menschen, die mir begegnet und zu Freunden geworden sind. Obwohl ich langsam spüre, dass ich seither keine wirkliche Pause eingelegt habe und nach dem Album erstmal neue Kräfte tanken muss, fühlt es sich dennoch wie ein Anfang an: Mein erstes Album, auf das hoffentlich viele weitere folgen.

    Anna: In dieser Zeit hast du auch dein Debütalbum LAVENDER geschrieben. Wie hast du bemerkt, dass die Zeit reif für ein Album war?

    Mulay: Für mich war von Anfang klar, dass ich sobald wie möglich ein Album machen wollte. Ich bin selbst ein großer Fan von und habe großen Respekt vor dem Album als Kunstform. Ich höre lieber Alben von Anfang bis Ende durch, als Playlists.

    Besonders liebe ich dabei in die Welt und den Kopf eines Künstlers eintauchen zu dürfen. Auf emotionaler und kreativer Ebene sich selbst zu entdecken und inspiriert und berührt zu werden. Man kann nur soviel von sich in einen Song stecken. Ein ganzes Album bietet da etwas mehr Raum, verschiedene Seiten und Perspektiven zu beleuchten und in mehr Dimensionen zu reflektieren.

    mulay, mulaymusic, lavender, betterthingsberlin, untoldency, interview, untold stories, untoldency magazine
    „Nichts und niemand kann meine Kreativität aufhalten.“

    Anna: Ein Album schreiben ist ja nochmal was ganz anderes. An welchen Dingen bist du während dieser Zeit gewachsen? Was hat dir besonders Spaß gemacht?

    Mulay: Es ist wirklich ein unglaublich intensiver Prozess, auf so vielen Ebenen… Ich denke, das Schreiben der Songs hat mir auf der einen Seite erlaubt, mich von sehr viel Schmerz und Wut zu befreien. Es war eine Form der Katharsis, die mir geholfen hat, all diese Emotionen raus- und loszulassen. Auf der anderen Seite habe ich in Jule Minck und Elie Zylberman zwei neue, unglaublich talentierte kreative Partner gefunden und sehr viel Spaß und Inspiration aus der Zusammenarbeit mit ihnen geschöpft.

    Ich glaube, eine der größten Herausforderungen dieses Projekts war, dass ich unglaublich viele Aufgaben gleichzeitig übernehmen musste, um meine Vision trotz fehlenden Fundings irgendwie umzusetzen. Dadurch war ich praktisch gezwungen, auf vielen Ebenen über mich hinauszuwachsen und mehrmals über meine eigenen Grenzen zu gehen. Dem mentalen Druck – den man sich einerseits aus Leidenschaft und Perfektionismus selbst macht, andererseits aber auch durch den Zeitdruck, Deadlines einzuhalten – standzuhalten, war eine echte Übung in Resilienz. Daran bin ich definitiv gewachsen. Es hat mich erneut darin bestärkt, dass nichts unmöglich ist und nichts und niemand mich und meine Kreativität aufhalten kann.

    „Step by step by step…“

    Anna: LAVENDER ist sehr persönlich, voller intimer Einblicke in einen sehr schmerzvollen Heartbreak, aber auch in eine sehr toxische Beziehung. Was waren die Phasen, durch die du während und nach der Trennung gegangen bist?

    Mulay: Da es bei der Erfahrung, die LAVENDER verarbeitet, nicht nur um einen Heartbreak, sondern auch um eine für mich traumatische Erfahrung geht – was oft zusammenwirkt, jedoch sehr unterschiedliche Gefühle und Gedanken auslöst –, musste ich beide getrennt für sich verarbeiten. Auf der einen Seite war da der Schmerz und die Sehnsucht nach einem Menschen, den ich vermisste und die Erinnerung an eine gemeinsame Zeit, die ich betrauerte. Auf der anderen Seite standen das Unverständnis über das Verhalten dieser Person mir gegenüber, das Unverständnis mir selbst gegenüber, wie ich mich so täuschen lassen konnte, und schließlich die Wut über beides und die gesamte Situation.

    mulay, mulaymusic, lavender, betterthingsberlin, untoldency, interview, untold stories, untoldency magazine

    Wenn ich den Verarbeitungsprozess in Phasen beschreiben müsste, würde ich sagen, erst kam die Depression, das Tief-in-sich-Blicken, dann die Erkenntnis, den Fokus für eine Weile auf mich selbst, mein Innenleben und meine Bedürfnisse zu legen. Dann kam die Verarbeitung durch das Schreiben und die Musik, die Ablenkung durch kreative Arbeit. Und dann das nach und nach Loslassen: weniger an die Person denken, weniger Sehnsucht, mehr Wut. Mich selbst wieder stärker spüren und neu sortieren, was ich möchte und was nicht, was ich brauche und was nicht. Schließlich ging es darum, Teile von mir loszulassen, die mir nicht mehr guttaten und durch Therapie und das Album eine Art Katharsis zu erreichen. Step by step by step…

    „It’s my superpower.“

    Anna: Du hast vielem Luft gelassen, was sich angestaut hat. Was hat dir geholfen, die toxische Beziehung zu verlassen?

    Mulay: In meinem Fall ging das alles zum Glück sehr schnel. Im Sinne von “lieber ein Ende mit Schrecken, als ein Schrecken ohne Ende”. Erst war alles zu gut um war zu sein und sehr schnell unglaublich intensiv und dann ist das Kartenhaus zusammen gefallen. Ich wurde mit Fakten konfrontiert, die mir das wahre Gesicht der Person gezeigt und damit keine andere Wahl gelassen haben. Es war so als wäre ein Schleier gefallen und plötzlich erblickt man alles in einem anderen Licht. Die Realität der letzten Monate stellt sich als Inszenierung heraus und der Traum wir zum Albtraum.

    YouTube

    Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
    Mehr erfahren

    Video laden

    „Dated keine Künstler.“

    Anna: Wie hast du dich selbst auf dieser Reise wiedergefunden?

    Mulay: Ich glaube, das Schwierigste ist, dass man Vertrauen in seine eigene Wahrnehmung und Instinkte verliert. Man hat jemanden so nah an sich rangelassen und vertraut und dieses Vertrauen wurde missbraucht. Zum Glück habe ich sehr gute Freunde, auf die ich mich verlassen kann, die für mich da waren, mich unterstützt haben. Und zum Glück habe ich die Musik und das Schreiben, das mir einen direkten Draht zu meinem Unterbewusstsein gewährt und stets dabei hilft in mich selbst einzuchecken. Mich künstlerisch auszudrücken hilft mir dabei mich daran zu erinnern, wer ich bin und meine innere Stärke zu spüren. It’s my superpower.

    Anna: Was sind Sachen, die du aus diesem gesamten Prozess gelernt hast? Für dich persönlich, aber auch für andere.

    Mulay: Dated keine Künstler. Haha.

    Ich habe über mich selbst gelernt, dass meine Empathie zwar eine Stärke ist, ich aber auch lernen muss, mich selbst zu schützen, damit diese nicht ausgenutzt wird. Außerdem habe ich erkannt, wie wichtig es ist, mich selbst zu nähren und mir das zu geben, was ich sonst in anderen suche.
    In vielen Gesprächen über diese Erfahrung habe ich festgestellt, wie viele Menschen ähnliche Erlebnisse teilen und wie verbreitet toxische Dynamiken sowie emotionaler und sogar physischer Missbrauch sind. Das hat mir wirklich die Augen geöffnet. Wichtig ist dabei, sich bewusst zu machen, dass man keine Schuld trägt, wenn einem Unrecht widerfährt. Und dass man dem Impuls widerstehen sollte, sich selbst dafür verantwortlich zu machen. Eine weitere wichtige Erkenntnis war, dass Opfer von Manipulation zu werden nichts mit Schwäche oder Naivität zu tun hat – es kann wirklich jedem passieren. Deshalb ist es umso wichtiger, dass wir uns austauschen und offen über unsere Gefühle und Erfahrungen sprechen. Ohne Scham, sondern mit Stolz und neu gewonnener innerer Stärke.

    „Musik ermöglicht es mir, schmerzhafte Erfahrungen in etwas Schönes zu verwandeln.“

    Anna: Du empfindest Verletzlichkeit als Stärke – warum?

    Mulay: Ich hab das Gefühl durch das Schreiben und Performen meiner Songs, Verletzlichkeit zulassen und in Stärke umwandeln zu können. Oft kann ich meine tiefsten Gedanken und Gefühle ehrlicher auf Papier bringen, als sie auszusprechen. Die Musik hilft mir, all das nach außen zu tragen und auszudrücken, was mir sonst schwerfällt, mit meiner Außenwelt zu teilen – paradoxerweise, weil ich mich damit zu verletzlich fühlen würde. Die Musik ermöglicht es mir, diese Gefühle zu transformieren, die schmerzhaftesten Erfahrungen oder düstersten Gedanken in etwas Schönes zu verwandeln, etwas Kraftvolles, das im besten Fall sogar andere berührt und bestärkt. Was vorher mit Scham bedeckt war und tief vergraben werden sollte, wird nun zum leuchtenden Schmuck. Sichtbar für alle und entwaffnend für jeden, der dachte, darin Munition zu finden. ‚Turning tears into diamonds‘ eben.

    Klicken Sie auf den unteren Button, um den Inhalt von Spotify zu laden.

    Inhalt laden

    Anna: Deine Musik drückst du auch weiterhin sehr visuell aus – Videokonzepte und Styling spielen eine große Rolle beim Release deiner bisherigen Singles und das merkt man. Was macht dir am meisten Spaß beim Drehen und Entwickeln eines Musikvideos?

    Mulay: Am meisten Spaß macht wahrscheinlich der Dreh selbst, denn das ist der Moment, in dem die Vision, die man so lange im Kopf entwickelt und gesponnen hat, endlich in die Realität umgesetzt wird. Zum ersten Mal fügen sich dann alle Bausteine und Details, die man geplant und vorbereitet hat, zusammen.

    Ein großer Teil des Spaßes liegt natürlich auch in der Zusammenarbeit mit anderen. Ob es um das Styling, die Produktion, das Casting oder den Dreh selbst geht – ich bin immer unglaublich dankbar, so vielen talentierten und inspirierenden Menschen zu begegnen, die mich unterstützen. Für dieses Projekt habe ich einige Aufrufe auf Social Media gemacht, z. B. für das Casting oder für Behind-the-Scenes-Fotografie, und ich war überwältigt von den Reaktionen. So viele Menschen wollten Teil des Projekts sein, was für mich eine unglaublich schöne und bestärkende Erfahrung war. Gerade als jemand, der sehr viel alleine macht, hat es mir noch einmal vor Augen geführt, was für eine tolle Community ich hinter mir habe, die jeden Dreh zu etwas besonderem gemacht haben.

    mulay, mulaymusic, lavender, betterthingsberlin, untoldency, interview, untold stories, untoldency magazine
    „I hope you love it as much as I do.“

    Anna: LAVENDER ist bald draußen und nicht mehr nur deins. Freust du dich aufs Loslassen des Albums? Was kommt jetzt?

    Mulay: Es ist ein ganz komisches Gefühl… Einerseits kann ich nicht darauf warten endlich loszulassen und die Vinyl in meinen Händen zu halten. Andererseits geht damit auch ein unglaublich langer Prozess zu Ende und ein unglaublich großes Projekt findet seinen Abschluss. Es ist auf jeden Fall befreiend und ich bin sehr dankbar für die Erfahrung, für alles, was ich daraus mitnehmen durfte und stolz das Ergebnis endlich mit der Welt zu teilen. Der Gedanke, dass es bald zum ersten Mal von Menschen gehört wird ist verrückt! I hope you love it as much as I do.

    Danach werde ich versuchen mal ein bisschen Urlaub zu machen, da die letzten Jahre dafür entsprechend keine Zeit war und 2024 dann LAVENDER auf die Bühne bringen und touren. Allgemein wieder mehr Live spielen, natürlich neue Musik machen, neue Projekte realisieren, sich vllt mal wieder verlieben und weiter wachsen. Als Mensch und als Künstlerin.

    Anna: Die letzte Frage bezieht sich bei uns immer auf eine untold story, etwas, das du in noch keinem Interview erzählt hast. Hier ist dein space, alles loszuwerden, was du möchtest.

    Mulay: You called it end game and I believed you, I blame myself because I didn’t mean to, it’s so unlike me, like to keep things lightly, thought I brushed it off, but I still pictured you beside me.‘ – Diese Phrase hatte ich in meinem Handy, als ich in Paris mit Elie und Jules an Songs arbeitete. Ich wollte daraus einen Song namens End Game machen, der sehr dunkel und beatlastig sein sollte.

    Eines Tages, als wir im Studio waren, schien die Sonne, und wir entschieden, eine Pause einzulegen und in den Park zu gehen. Wir nahmen die Akustikgitarre mit, legten uns ins Gras, schauten den Wolken zu und improvisierten. Plötzlich nahm die Musik eine folky Richtung und alles passte – die vorbeiziehenden Wolken, die warmen Akkorde. Zurück im Studio versuchten wir, diesen Moment nachzustellen – erst kläglich, dann ein wenig erfolgreicher.

    Es war bereits Nacht, als die Gitarrenaufnahme lief. Ich schrieb und schrieb, und es floss einfach nur aus mir heraus. Ich machte eine schnelle Aufnahme mit dem Handy, um die Idee festzuhalten, bevor wir Schluss machten. Als ich sie im Flugzeug nach Hause wieder anhörte, war ich schockiert, wie schön sie war. Direkt nach meiner Ankunft in Berlin setzte ich mich an den Computer und nahm Demo-Vocals auf. Als ich die Vocals editiert hatte und den Song hörte, weinte ich – jedes Mal. Solche Momente passieren mir selten. Ich entschied, die Vocals nicht noch einmal aufzunehmen. Der Song war genau so, wie er sein sollte. Eine Spiegelung meines Innersten, eine Umarmung an mich selbst und hoffentlich jeden der in hörte.

    Fotocredit: Lotte Thor, Tilo Wandelt

  • untoldency proudly presents: Emotional Oranges am 15.03.2024 in Berlin

    untoldency proudly presents: Emotional Oranges am 15.03.2024 in Berlin

    Wir sind ja bekennende Soul und RnB-Fans, deshalb freut es uns, euch in diesem Rahmen eine neuste Empfehlung für sonnengetränkten RnB direkt aus LA mit euch zu teilen: Emotional Oranges. Noch mehr freut es uns, den exklusiven Deutschland-Stopp der STILL EMO-Tour in Berlin zu präsentieren! Am 15.03. im Säälchen werden wir uns zum ersten Mal live in Emotional Oranges verlieben. Ihr euch auch?

    Emotional Oranges sind STILL EMO

    Wer sind Emotional Oranges und wieso ist noch niemand auf einen so guten Bandnamen gekommen? Das Duo aus den Staaten ist gleichermaßen experimentell wie futuristisch, verbindet laut eigener Beschreibung „everything from The 1975 to Anderson.Paak to Frank Ocean“. Und so gut wie das klingt, so gut hört sich das auch an! Ihre Alben tragen die passend coolen Namen The Juice: Vol. I-III, The Juicebox und STILL EMO – letzteres kam erst letztes Jahr raus und bekommt wie seine Vorgänger auch eine direkte untoldency-Empfehlung von uns. Für einen entspannten Sonntag, verträumte Spaziergänge und vor allem den kommenden Frühling ist das genau der richtige Soundtrack:

    YouTube

    Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
    Mehr erfahren

    Video laden

    Fühlt ihr’s auch? Auf der Suche nach Videos sind wir außerdem auf ein Cocktail Rezept von Biig Piig gestoßen, das wir euch auch nicht vorenthalten wollen. Wer den Hot Toddy-Drink von Biig Piig ausprobieren und dazu noch die Alltagssorgen wegtanzen möchte, kommt am 15.03. mit ins Säälchen Berlin:

    Und wer sich die Chance offen halten will, Tickets zu gewinnen, darf auch hoffen. Auf unserem Instagram verlosen wir 1×2 Gästelistenplätze – ihr könnt ja einfach mal mitmachen!

    Besonderes Highlight der STILL EMO Tour: Nonso Amadi wird Emotional Oranges als Support-Act begleiten! Der Nigerianer ist mit dem Duo auf ihrer gemeinsamen EP Blended (2024) zu hören, falls ihr also einen Eindruck haben wollt, wie das am 15.03. live klingen könnte, spielt sie doch einfach mal an!

    Klicken Sie auf den unteren Button, um den Inhalt von Spotify zu laden.

    Inhalt laden

  • Shooting Star Naomi Sharon besingt auf „Obsidian“ mit viel Symbolik die Liebe

    Es ist kein Revival, sondern eine Reinkarnation. Naomi Sharon belebt die schönste Frauenstimme der jüngsten Vergangenheit wieder, und zwar die von Sade. Mit geschlossenen Augen und gespitzten Ohren hört man den Unterschied kaum. Doch der Sound ist ein neuer. Naomi Sharon holt die Musik Sade‘s in die Gegenwart und mischt die bezaubernde Klangfarbe ihrer Stimme mit modernen und sinnlichen Produktionen. 

    Definition of Love

    Obsidian steht für Klarheit und Positivität. Dem aus abkühlender Lava entstehenden Glas werden schützende Kräfte vor negativen Schwingungen nachgesagt, sowie die Fähigkeit toxische Energien zu reinigen und Chaos zu klären. Das Resultat: die Bedeutung der Liebe. Bei maximalem Verstand besingt Naomi Sharon auf ihrer Lead-Single ihre persönliche „Definition of Love“. Über einer meditativen Soundfläche mit plätscherndem Wassergeräuschen gleitet die raumeinnehmende Stimme der Sängerin begleitet von Hallfahnen durch die erste Strophe und den ersten Refrain, ehe der einsetzende Beat rhythmischen Halt gibt. Die Drums sind minimalistisch und dennoch prägnant, dank des geschickt eingesetzten Delays. Der sich ohne Gesang etablierende Beat sowie die anschließend gekonnt gesetzte Kunstpause geben Raum zum Durchatmen und Gedanken schweifen lassen.

    Mit der Klarheit, die die musikalische Komposition auszeichnet, beschreibt Naomi Sharon auch ihre Gefühle: „All I see, all I know, is that you are the definition of love“, und bringt ihre Ekstase mit den Worten „Heaven’s in your eyes, let me follow“ zum Höhepunkt. Die mantraartige Wiederholung dieser Zeile sowie der Zeile „Won’t rest ‚til I know for sure, won’t rest ‚til I know“ manifestieren den Wunsch nach Liebe und unterstreichen die Bestimmtheit ihrer Gefühle. Nach eigenen Aussagen deutet die Sängerin die Liebe von innen heraus und setzt die Liebe zu sich selbst als Maßstab.

    If this is Love

    Aus dem klaren Verlangen nach romantischer Intimität entwickelt sich deren Verneinung: „If this is love, then I don’t want it“. Im Sinne des Albumtitels klären sich auf dem zweiten Song des Albums die persönlichen Wünsche auf und stoßen daraus resultierend toxische Energien ab. Dies alles geschieht erneut über durch plätscherndes Wasser angereicherte Klangflächen und zurückhaltender Percussion. Die Bedeutungsschwere der sich wiederholenden Refrain-Zeile wird durch die zweite Stimme verstärkt. Aus der Verneinung der Liebe ergibt sich wiederum eine Bejahung. Die Ablehnung einer unzureichenden Liebe umreißt stärker die gewünschte Hingabe.

    Nahtlos fließt das Album weiter zum darauffolgenden Song „Another Life“, der sich mit der Kompliziertheit der Liebe auseinandersetzt. Der bereits etablierte Sound der niederländischen Sängerin mit karibischen Wurzeln breitet weiter seinen Radius aus. Die Stimme schwebt durch einen endlosen Klangraum, bis der signifikante Bass Orientierung bietet. Am Ende stehen erneut im Kreise laufende Zeilen im Fokus: „Love is a wicked game, still we play it“ bzw. „Don’t let your love run out“.

    Versiegte Romantik

    „Myrrh“ beginnt mit einer neuen Klangfarbe. Naomi Sharon besingt eine weitere Facette der Liebe über eine gezupfte Gitarre, die dieses Mal von Anfang rhythmische Struktur bietet. Der Klangraum bleibt allerdings riesig. Eine zurückhaltende Klangatmosphäre und weich gesetzte Delays erschaffen einen Raum zum Träumen. Die besungene nicht erfüllte Liebe wird dabei gekonnt durch die Refrain-Zeile „Kiss like myrrh, sweet perfume, ancient love fills the room“ auf den Punkt gebracht. Das vor langer Zeit für Parfüm verwendete Harz des Myrrhe-Strauchs versprüht einen Geruch, der ebenso an altertümliche Zeiten wie an die versiegte Liaison erinnert.

    Drake Summer Mixtape Vibes

    Mitte des Albums werden die Tracks tanzbarer. „Time and Trust“ gibt einen ersten Vorgeschmack, ehe der gemeinsame Song „Push“ mit dem nigerianischen Sänger Omah Lay die weichen und emotionalen Töne Sharons mit modernen Afrobeats und Amapiano Einflüssen verbindet. „Holding in Place“ treibt das Tempo weiter an und würde sich neben Songs wie „Get it Together“ oder „Passionsfruit“ nahtlos in das 2017 veröffentlichte Mixtape „More Life“ von Drake einordnen, ein Song, der im Winter Wärme spendet und im Sommer die Karibik nach Hause holt. Es ist kein Zufall, dass die Künstlerin bei Drake’s Label OVO unterschrieben hat. Eine Kollaboration würde nicht nur klanglich Sinn machen und den in Belanglosigkeit ertrinkenden kanadischen Rapper wieder etwas Spannung verleihen. „Extacy“ ist ein weiteres Puzzlestück, das Überschneidung mit Drakes Musikkatalog aufweist: Vocal-Samples, gedämpfte Drums und viel Platz für die Stimme. Und im Mittelpunkt steht erneut eine prägende, sich stets wiederholende Zeile: „It’s so easy to go, it’s so hard to come home“.

    Aus den verhallten Träumen in die klare Realität

    Auf „Lucid Dreamer“ gewinnt Sades Einfluss auch innerhalb der Produktionen. Funkelnde Keys und in Hall getränkte Percussion begleiten die träumende Stimme Naomi Sharons. Der dazu gehörende Kalenderspruch lautet dieses Mal: „If you’re not there, there’s no luxury worth living“. Dabei verrät der Titel bereits alles. Der Song ist ein Traum von sinnlicher Nähe, der sich so real anfühlt, dass er echt sein könnte. Es bleibt die Frage, was hören wir, wenn wir luzid träumen? Diesen Song!

    Das Ende des Albums hält noch eine Überraschung bereit. Der Hall verschwindet aus den Songs und es bleiben bescheidene Gitarren und die im Vergleich zurückhaltend effektierte Stimme. „Regardless“ und „Hills“ geben aufgrund der klanglichen Zurückhaltung noch mehr preis und fassen die verschiedenen Facetten des Albums zusammen. Die aktuelle Single „Nothing Sweeter“ führt den eingeschlagenen Weg weiter und kommt ebenfalls nur mit einer Gitarre aus, deren Akkorde und Melodien kaum schöner sein könnten.

    Ein Netz aus roten Fäden

    Naomi Sharon zeichnet ihren persönlichen Klang mit besonderer Klarheit. Warme Bässe ergänzen sphärische Flächen und erschaffen neue Dimensionen für eine ewig wachsende Stimme. Zentrales Element der Songs sind dabei immer sich im Refrain und Outro wiederholende Zeilen, die inhaltlich die Essenz des Liedes in sich tragen und als eine Art Mantra die eigenen Gedanken und Gefühle manifestieren. Dass dieses Album, dass sich in aller Ausführlichkeit mit der Liebe und dessen Reflektion beschäftigt, „Obsidian“ heißt, deutet darauf hin, dass der Heilungsprozess während der emotionalen Aufarbeitung im Vordergrund steht.

    Naomi Sharon zieht ihren roten Faden nicht nur durch ihre Songs, sondern auch durch ihren in blau & und schwarz gehaltenem Instagram-Feed bis hin zum Albumnamen. Diese besondere Homogenität ist ein Beweis ihrer künstlerischen Fähigkeiten und lässt fast vergessen was die Tracks auf dem Album auch sind: einfach verdammt schöne Songs.

    Was noch viel schöner ist, ist Naomi Sharons Konzert in Berlin Anfang April, das allerdings schon ausverkauft ist. Aber wer weiß, vielleicht wird die ein oder andere Karte noch frei.

  • untoldency proudly presents: Maria Basel am 02.03.2024 in Hamburg

    untoldency proudly presents: Maria Basel am 02.03.2024 in Hamburg

    Melancholische Harmonien, flimmernde Loops und ausgefeilte Arrangements – so klingt der Sound von Maria Basel. Wir begleiten die Wuppertalerin auf ihrem Weg schon eine Weile, genauer seit ihrer Debüt-EP „Layers“ aus 2021, zu der wir sie auch im Interview befragen durften. Seitdem ist einiges passiert, im Oktober 2023 kam ihr lang erwartetes Debütalbum „Bloomund das spielt sie nun am 02.03. in Hamburg – und wir dürfen präsentieren!

    Let’s bloom together

    Bei Maria Basel kommt viel zusammen. Von elektronischen Klängen zu Jazz und RnB – die klassisch ausgebildete Musikerin schafft es mit ihrer Musik ganz eigene Soundwelten zu gestalten. Dabei ist kein Song wie ein anderer, unausweichlich wird man in ihre Landschaften reingezogen. Fragil und nachdenklich, aber kraftvoll und beat-lastig: Maria Basel übersetzt Gefühle und Geschichten in Musik, die berührt.

    YouTube

    Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
    Mehr erfahren

    Video laden


     „‘Bloom‘ handelt von Neuanfängen und dem Loslassen alter Lasten, die einen schwer machen und runterziehen. Es handelt von Vergebung, Angst, Sehnsucht nach mehr Leichtigkeit, von Depression, dem Mut, Schwäche zu zeigen, von Wachstum und Veränderung. Davon, wie wichtig es ist, liebevoller und geduldiger mit sich selbst zu sein, um nicht im Strudel der Welt zu zerschellen.“

    Liebevoll und geduldig mit sich selbst sein ist etwas, dass auf unseren Vorsätzen 2024 steht. Am 02.03. können wir das gemeinsam mit Maria Basel im Häkken Hamburg (oder an anderen Tagen in anderen Städten) tun. Und ihr auch!

    Wir können euch Tickets für diese Tour sehr ans Herz legen! Falls ihr welche für Hamburg gewinnen wollt, schaut mal hier vorbei.

    Darüber hinaus und ganz unverbindlich empfehlen wir auch hier reinzuhören:

    Klicken Sie auf den unteren Button, um den Inhalt von Spotify zu laden.

    Inhalt laden

    Fotocredit: Arne Schramm

  • Soft Drug im Interview: „Wir waren auf der Suche nach einer komplett neuen Vision für uns“

    Soft Drug im Interview: „Wir waren auf der Suche nach einer komplett neuen Vision für uns“

    Das Berliner Trio Soft Drug hat mir gleich mit ihrer ersten Single Same einen wochenlangen Ohrwurm verpasst. Seit dem hab ich mich auf ihre erste EP gefreut und nun ist sie endlich da! Zu diesem Anlass hab ich mit den drei Jungs über ihre Musik gequatsch. Über Gender-Rollen, Realitätsflucht, Herausforderungen beim Musik schreiben und Inspirationen. Aber lest und hört am besten selbst. Viel Spaß!

    Franzi: Hey ihr Drei, das Allerwichtigste vorweg: Happy Release!! Wie geht es euch? Wie fühlt es sich an, jetzt wo ihr eure erste EP Easy endlich mit der Welt teilen könnt?


    Soft Drug: Hey, danke dir!! Wir freuen uns natürlich riesig und sind unglaublich happy endlich aus dem Studio damit hinaus zu dürfen. Es war zwar für uns eine sehr lange Entwicklung und Reise, um an diesen Punkt zu kommen, wo wir jetzt sind und das Ergebnis mit dieser EP zu teilen ist richtig schön!

    Franzi: Für alle, die euch bisher noch nicht auf dem Radar hatten, wollt ihr euch noch einmal kurz vorstellen und uns erzählen, wie ihr zu Soft Drug zusammengekommen seid?


    Soft Drug: Wir sind Soft Drug, machen Alternative Pop mit RnB Einflüssen und uns gibt es jetzt seit diesem bzw. letzten Jahr. Wir haben zu dritt früher schon in einer bzw. mehreren Bands zusammen gespielt und sind auch zusammen aufgewachsen. Als Freunde und als Brüder. Da teilt man so viel miteinander, dass wir unserer Musik und der Band einen neuen Anstrich verpasst konnten, ohne unser beständiges Bonding zu verlieren.

    Franzi: Same war die erste Singleauskopplung eurer EP, deren Videopremiere wir hier schon mit euch feiern durften. Was war der Grund, dass Same eure erste Veröffentlichung wird?


    Soft Drug: Wir wollten einen starken Opener als erste Single haben und die Melodie von Same ist uns selbst oft nicht mehr aus dem Kopf gegangen. Zudem bringt er viele Vibes aus der EP zusammen und hat sich aus einer spontan zusammengestellten EP-Reihenfolge heraus als super Starter entpuppt.

    Franzi: In euren Songs verarbeitet ihr auch wichtige gesellschaftliche Themen, wie z.B. in Female, in dem ihr die Weiblichkeit zelebriert und aller Homophobie und Abwertung von weiblichen Zügen ein großes „Fuck You“ entgegensetzt. In dieselbe Kerbe, aber aus einer anderen Perspektive, schlägt der Song Man Up. Wie leicht oder schwer fällt es euch, solche sensiblen Themen in euren Songs zu verhandeln?


    Soft Drug: Die Texte zu schreiben ist uns leicht gefallen, da alles aus einem klaren Gefühl heraus kam. Damit an die Öffentlichkeit zu gehen war dagegen schon etwas schwieriger. Wir wollen zwar anecken, aber natürlich vor allem bei Menschen auf die wir eh keinen Bock haben. Sexualität und Gender-Rollen ist für viele Menschen ein sehr persönliches und sensibles Thema, bei dem ein Pop Song zu kurz gedacht wirken kann. Wir finden aber auch, dass darin ein großes Potenzial liegt und wir gerne unsere Beitrag dazu leisten wollen. Es gibt noch zu wenige Cis-Männer, die sich zu diesen Themen positionieren. Deswegen fühlen wir uns inzwischen sehr wohl in der Rolle und freuen uns über jeden Dialog, den wir damit anstoßen.

    Franzi: Ihr streut auf eurem Instagram Kanal und in euren Artworks auch immer mal ein paar Hints zu Frank Ocean ein. Auch das Cover zu Man Up ist eine kleine Hommage an nostalgia, ULTRA oder? Also einmal Hand auf‘s Herz bitte: wie große Fanboys seid ihr? Und aus was schöpft ihr noch eure Inspiration?


    Soft Drug: Haha, das mit dem Cover ist wirklich ein großer Zufall. Wir hatten schon das Cover für Same von Thomas Pirot, einem Fotograf aus Mainz, ausgewählt und wollten für andere Cover auch Bilder von ihm verwenden. Und das war einfach das passende zu dem Song. Thomas selbst ist aber auch schon die Ähnlichkeit zu Frank Ocean aufgefallen.
    Wir stehen einfach auf Verletzlichkeit, sei es in Musik oder in Texten. Es ist insgesamt als Thema noch nicht so populär, wie wir uns das wünschen würden und Frank Ocean deckt da sehr viel ab. We love him. Wir ziehen aber aus sehr viel verschiedener Musik unsere Inspiration. Sei es Produktionen von Timbaland oder Hudson Mohawke, Bands wie Glass Animals und Portugal. The Man sowieso. Und dann lassen wir uns jeweils auf sehr unterschiedliche Eindrücke ein. Das ist auch wichtig, um sich gegenseitig zu überraschen oder zu fordern.

    Franzi: Ihr seid vor knapp zwei Wochen auf dem Great Escape Festival in England aufgetreten. Das war euer erster Festivalauftritt oder? Und wie hat es sich angefühlt, wieder zurück in der UK zu sein, nachdem ihr auch eine Weile in Manchester gelebt habt?


    Soft Drug: Das war unser erster Festivalauftritt und unsere zweite Show überhaupt. Es war wunderschön dort zu sein. Auch wenn jetzt leider ganz andere Zollauflagen sind als damals und die Hinfahrt fast aufregender war als unser Gig, haha.
    Wir waren zum ersten Mal in Brighton, was ungefähr 10x posher und doppelt so teuer ist wie Manchester. Aber dafür war es ein super schönes Festivalfeeling mit echt tollen Leuten und Acts. Es war wie ein kleiner Bandurlaub. Und das British English hat uns auch wieder sehr in die Manchester-Zeit befördert.

    Franzi: Apropos Festivals: in dem Track Dizzy redet ihr von Coachella und der Thematik rund um Eskapismus und Flucht aus dem Alltag. Wart ihr selbst schonmal dizzy auf dem Coachella unterwegs? Und was bedeutet für euch Realitätsflucht?


    Soft Drug: Für uns ist unsere Band die größte Realitätsflucht. Es gibt wohl keine Droge, die so allumfassend das bietet, was Musik machen, schreiben, singen, auf Tour gehen und Konzerte geben mit uns macht. Wir brauchen eher zwischendurch Anker, um wieder in der Realität anzukommen, aber grundsätzlich würde uns das reichen, um in keinem klassischen Alltagsleben zu versinken. Wir waren zwar noch nicht dizzy auf dem Coachella, aber immerhin betrunken auf dem Melt! Festival. Das kommt doch schon fast ran 😉

    YouTube

    Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
    Mehr erfahren

    Video laden


    Franzi: Eure EP trägt den Namen Easy, ich kann mir trotzdem vorstellen, dass dabei trotzdem nicht immer alles so einfach abgelaufen ist. Wollt ihr uns ein bisschen mit hinter die Kulissen schauen lassen? Gab es irgendwelche besonderen Herausforderungen bei eurer Arbeit an der EP? Und was nehmt ihr vielleicht daraus für eure nächste Platte mit?


    Soft Drug: Die größte Herausforderung war, dass wir alles über den Haufen geworfen haben. Es gab nichts, wo wir einfach gesagt haben, dieser Part von unserer Band ist gut so. Das bleibt. Alles wurde mehrmals umgedreht, ausprobiert, wir waren auf der Suche nach einer komplett neuen Vision für uns. Und da sind wir zwischenzeitlich fast verrückt geworden, weil wir nicht mehr wussten, woran wir uns eigentlich halten sollen. Diese Fragen haben wir uns Schritt für Schritt beantwortet, haben uns aber auch oft im Kreis gedreht. Nach gefühlt zwei geschriebenen Alben (die Songanzahl könnte tatsächlich hinhauen), sind wir bei den letzten Versionen gelandet, die es jetzt auf die EP geschafft haben und mit denen wir richtig glücklich sind. Von hier an weiterzuarbeiten wird auf jeden Fall sehr viel Spaß machen und auch leichter bzw „easier“.

    Franzi: Auch wenn in jedem eurer Songs viel Liebe und Mühe steckt, habt ihr trotzdem einen heimlichen persönlichen Favoriten?


    Soft Drug: Wir mögen tatsächlich alle, wir haben eher gemerkt, dass ihre Funktion eine unterschiedliche ist. Man Up z.B. ist jetzt nicht der easy Summer Song, der mal so eben nebenbei läuft, dafür ist er eine richtige Wucht live und macht super Bock ihn zu performen. Bei Female waren wir vor allem glücklich wie er sich über die Jahre als Song entwickelt hat und sogar noch in den letzten Stufen des Mixing und Mastering gewachsen ist. Dadurch haben wir ihn nicht nur durch seine Message besonders ins Herz geschlossen.


    Franzi: Bei uns ist die letzte Frage keine Frage, sondern Platz für eure untold story. Habt ihr eine Anekdote, Geschichte, Fun Fact oder etwas anderes, was ihr gerne noch an dieser Stelle teilen möchtet?


    Soft Drug: Wir haben mit unserer früheren Band Glass Animals und Khruangbin supportet, von denen wir seither große Fans sind. Das war natürlich noch bevor sie so bekannt waren wie heute. Jetzt gibt es das niedrigschwellige Ziel, das mit Soft Drug einfach noch mal zu schaffen, haha. Mal schauen wie lange es dauert. 😉

    Klicken Sie auf den unteren Button, um den Inhalt von Spotify zu laden.

    Inhalt laden

    Foto: Alessandra Fochesato

  • Maverick Sabre im Interview: »Real change never needed everyone«

    Maverick Sabre im Interview: »Real change never needed everyone«

    Bei manchen klingelt’s sofort, wenn sie den Namen Maverick Sabre hören. Anderen geht erst ein Licht auf, wenn Sie den Klang seiner Stimme hören, denn die ist wirklich unverwechselbar. Vor ein paar Wochen ist sein viertes Album „Dont Forget To Look Up“ erschienen und ich habe mit dem charismatischen Soul-Sänger gesprochen.

    Die Einleitung halte ich beabsichtigt kurz, denn in der halben Stunde, die ich zusammen mit Maverick hatte, hat sich so ein ausführliches und überaus interessantes Interview ergeben inklusive einem Abschweifen in ein paar brennende Existenzfragen. Lest selbst, es spricht für sich selbst.


    Maverick Sabre im Interview

    Evelin: Welcome, I’m happy this worked out! How are you?

    Maverick: I’m doing very well, thank you!

    Evelin: Congratulations on your album release! How has the response been so far since the record came out on Friday?

    Maverick: Yeah, it’s been beautiful. I think most musicians can vote for this. But once the music’s finally out there, it’s not really yours anymore and becomes everybody else’s. So it’s a nice space to let people live and breathe with a record and it’s been beautiful so far, people are connecting with it.

    Evelin: Are the reactions what you’ve expected or wished for? Or what did you want people to take away from this album?

    Maverick: Um, it’s hard to ever know what people will take away from songs. You might write a song, and for it to have a specific theme or a feeling. And then the audience takes away something completely different from it. So for me, it’s always just about: Are people connecting with it, and does it hit people’s hearts? And I think with this record it seems to be doing that. So, I’m happy.

    Evelin: The album centers around the broad theme of love. What facets of love are you touching on and why was it important for you to address those in particular?

    Maverick: I think for me with this record, it was just about being very honest about how I felt over the last 2-3 years. And every situation that I was writing about I was in or I was feeling. So I think if anything, this was maybe like an anti-lockdown album, not as an “anti lockdown”. It was everything else that was going on indoors, it wasn’t the world. Everything that was going on outside, in my head, my relationships. It was anti what was going on in the world. I would say it was just everything that was going on within.

    YouTube

    Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
    Mehr erfahren

    Video laden



    „It just took me away from everything“

    Evelin: In the past you have addressed a lot of societal as well as political issues. Now that you focused more internally on yourself: What is the difference in your writing process when you write about other people’s stories vs. your own internal ones?

    Maverick: I don’t know if there is a difference really. I think it just comes down to inspiration. And I think, for anyone who’s a creative or expresses themselves in some form of art, I think you just go with what strikes you first. Maybe the only difference is if I write about the world around me,I think I can figure out a way of presenting it. Like I pre-plan it a bit more. So I’ve got an idea of how I want my message to be in a song. Whereas when I write about myself, and what’s going on inside, it just kind of comes out and there’s no pre-plan. Whatever pure emotion comes out, comes out and that’s it.

    Evelin: Were there special moments during the process of „Don’t Forget To Look Up“ that still stick with you? I think you wrote and/or recorded the album in Jamaica, is that right, or at least partly?

    Maverick: No I didn’t. One of the tunes “Something Special” was written in Jamaica. Because it was initially going to be a four track EP, which because of the prolonged period over the last two years, I ended up continuing to write and it formed into an album. There was a period at the end of 2019, where I’d put my last album out. And then when I got to the end of the year, I hit a bit of a stomp creatively. I couldn’t write, there was nothing coming out.

    So I went to Jamaica, and I was meant to bring all my equipment with me. I was going to start a new project there. Anyway, I got to my friend’s house and I realized, by the time I got to the airport, I brought all my equipment, but no laptop. So I had nothing to connect anything to. So when I got to my friend’s house in Jamaica, she lived in the countryside. I found a guitar and I just started writing songs on it. I had no phone or laptop, none of that for about 10 days. It was beautiful. It was meant to be because it took me away from everything. And I wrote one of the songs out there, but that was part of the process that was kind of needed.

    Evelin: Do you need to get away from everything that’s happening at home from time to time to spark some creativity?

    Maverick: Yeah, I think what I’ve realized definitely over the last two years is that I need to force myself sometimes to just switch off. It’s the same for a lot of people, I think. Once you know, you can work off your laptop. And once you know you can work at home, the work never stops. My passion is both my work, my hobby, what pays the bills, but what I also have fun with so it’s all the same thing. I have to, well, let’s say I’m figuring out a better way of being able to switch off and go: “Right just stop for a minute, switch it off and let your mind be clear for a moment”. I think that’s healthier to come back in. And you’re more focused when you come back in.



    „Find as much peace in your life as you can“

    Evelin: Overall, I really enjoy the album, I love the vibe and that it is so vulnerable. It addresses heavy and sensitive topics in a sort of soft tone. I think my favorite song on the record is „Like This“. Because rap verses are so gripping, almost hypnotic. Can you tell me more about what the song is actually about?

    Maverick: I suppose that’s more like an inner confessional moment at that point. The rest of the record are quite vulnerable love songs, or reflections around love. I think we’ve all had moments where you feel like you’re on the edge mentally. Yeah, and I think that in the mix of everything is what that song really reflects. It’s a kind of inner conversation about feeling just on the edge.

    Evelin: You can tell that you are very emotionally aware of yourself and your surroundings. Does opening up about personal subjects natural to you? Or did you have to actively work towards becoming someone who’s that self-aware and put your own ego behind to achieve spiritual growth?

    Maverick: I think it’s both to be honest. I’ve always been a pretty open sensitive soul as. One side of that question I can’t really answer because I’ve got music in my life. Because of music, I’ve probably found my space where I can write and say whatever I want. And that then has come back into just me as an individual anyway. So if I didn’t have music, it’d be probably more of an interesting answer to who I’d be in what I would be and how I would be because I know I’d still be a sensitive soul.

    Or if I didn’t have music, would I have gone down the path of self reflection as much and being able to speak about what’s going on? Maybe not, I don’t know. So yeah, I find it very easy to speak about what’s going on in my head because I need to. If I didn’t write about it, I don’t know where I would be, to be honest. But then, as well, no matter how easy it is to speak about how you feel, I think we all need work. So I definitely still have to sit and go: “Could I have done that better? What am I learning from this? Let me not make that mistake again“.

    We carry things through life that can weigh heavier on us as we grow older, if we don’t get rid of them. And sometimes certain things are very hard to get rid of. So you have to consciously make an effort to work through them. I’ve tried to do that as much as I can and I continue to try and do that because you want to try and find as much peace in your life as you can. I think that’s the goal for most of us, right? It’s peace and whatever that means.

    YouTube

    Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
    Mehr erfahren

    Video laden



    „It’s definitely me being particular“

    Evelin: Good that music is already like doing some of the therapy work. What was one song that was the most fun creating and which one was a rather challenging one? 

    Maverick: I think probably the funnest tune to make was probably “Get Down” which is the last record on the album. I’ve got a beat tape, a producer project that I’ve had mid-lockdown at the end of 2020 and I haven’t put it out yet. It’s just a collection of beats. And there was a beat on it, an instrumental, almost felt like KAYTRANADA inspired 4-to-the-floor wonky, dance house tune. I played it to Zach Nahome who’s the producer of “Get Down” and we turned it into an organic funk record. It’s wonky and it’s still strange. And we got Nile Rodgers to play some guitar on it. That’s probably the funnest song on the record. It came together very easily, it feels very light hearted and fun. It just always gets me in the same movement when I put it on.

    The toughest record to finish was probably “Time Away”, because I always have songs on each album that normally end up having about 40 different versions. And that was the one on this record. So I had a lot of different verses. Production sounded different at points and yeah there’s always one on a record for me anyway. I’ve got his track record of always having one song on an album ends up having about 50 versions and you’re not sure what one to go with. So that was the song I was probably toughest on that.

    Evelin: Why do you think it was the toughest to work on? Was it the subject matter or just you being particular.

    Maverick: It’s definitely me being particular that’s guaranteed. I just think sometimes there’s certain records on the album where there’s something special or a place in time or that the record just was what it was. I made it and it didn’t really change from the very first time I made it. Like the mix might have got a bit better or whatever. In essence those songs were what they were. And then “Time Away” just had many different versions. I think for me if I don’t nail exactly what it’s meant to sound like in that first second, it can go around and around and I start overthinking.



    A love for album covers

    Evelin: As a film-enthusiast yourself, you obviously have an eye for visuals. I was wondering what the idea behind the album cover was?

    Maverick: I can’t really take any credit for the cover. It’s a friend of mine called Rashid Babiker. He was the director for the video to “Slow Down” that I had with Jorja (Smith) on the last record and did a couple of visuals on the last record. He came to my flat, we took some really plain photos and then sent me the album cover a couple of days later. And when I saw the album cover, it then sparked me off to call the album “Don’t Forget To Look Up” and then it just tied the record together. It was more of his input.

    And I always love album covers. When I go into a record store, I try and pick out a record every now and then that I buy just for the album cover. I’ve never heard it. I go through sh** and if I see something I’m like: “That looks really interesting” and I buy it. So when he sent me that, it gave me that feeling that I thought: For the life of this record, for however long there’s a physical version or stream version of this record online, for people to be able to get that album, this cover will always drag me in.

    Evelin: You feature some powerful women on the record, which is amazing to see. Who are some other rising female artists that you’re loving right now?

    Maverick: Well the obvious: Demae, Sasha Keable. There’s a brilliant singer from North London called Raheaven. I’ve worked quite a lot with another Irish artist called Biig Piig. Jamilah Barry is another great singer from the UK. Lily Moore is another wicked singer. Yeah, there’s some great female vocalists at the moment in a wide variety of sounds as well. But they’re the first ones that come to the top.

    YouTube

    Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
    Mehr erfahren

    Video laden



    *** Achtung, hier geraten wir in eine sehr interessante philosophische Diskussion. Lohnt sich zu lesen, aber wer nicht mag, weiter unten geht’s wieder ganz normal weiter 😉

    Evelin: A more existential question because I’m quite curious about your answer. Looking at the current state of the world, how do you feel?

    Maverick: (laughs) It’s quite a broad question, it’s a difficult one. I think that answer has got to be split into two, because there’s two sides to it. We’re probably at a time in humanity’s history where we’re the closest connected that we’ve ever been. If you look at the positive side of it, right? The world has become the smallest it’s ever been, where news, opinions can travel immediately, whether that’s a positive or negative. A 16 year old now probably has more in common with other 16 year olds around the world, creatively, artistically and culturally, than there ever has been before. Because everyone’s listening to the same stuff.

    It’s all instant. It’s not like back in a day where we used to have to wait for four weeks for an American album to come out and go to the shop. Everything’s instantly connected. Culture, lifestyle, fashion, hopefully thoughts and way of thinking are all being shared very quickly. So in that, I think that potentially these and the next generations have the greatest possibility to gather together some momentum for change, right? Because if the world’s the smallest it’s ever been, potentially, then you can use that that the next generation can unify and go: “Right, we want a better world for the next generation, for ourselves or for our kids”. And I think there’s something quite powerful in that.


    „Everything’s fake“

    Maverick: On the other side, there’s a couple of dangerous places we’re moving towards. Our interaction with technology, I don’t think, is balancing on the healthy side. I think as much as we could potentially be unified and connected through technology, we’re probably becoming more disconnected in one sense, where we’re not looking at each other anymore. We’re spending more of our time in this fake reality. How many people do you know that only put pictures of their faces up or their kids’ faces up with filters on it? So we’re constantly living in an augmented reality. Everything’s fake, from followers to perception of personas online. It’s all this strange, weird world, It’s not actually real. It’s just living for something else. I think that’s quite dangerous, because who controls that world? What narrative do you spin and how does that make us feel about ourselves?


    And then I think what’s just become more evident is that as a society, we’re still – no matter how connected or progressive we are, – we’re still driven by fear a lot. Whether it’s fear of the way we look or who we are, how we’re manipulated by companies to buy into stuff or what’s a perfect look, what’s a perfect style. And how easily manipulated we are by fear. I think it’s a concerning thing. When you add that up with corrupt politics, and technology that seems to only be for making money and advancement in technology and not the advancement of humanity. I think that’s a dangerous route to go down.

    So there’s that side, which is quite concerning. But then there’s the other side where I do feel something’s happening in society. It might not be everyone. But real change never needed everyone. At any point of real change or any point in history, it wasn’t because the masses changed together. It was because a small, consistent amount of people were like: “No, we need change”. From whatever revolutions there were to any real acts of change. It was never really a mass change at one time. So there’s positives there. 


    „We need to have understanding discussions“

    Evelin: Yeah, it’s scary. But then also, you can see that there’s hope in some parts. When it comes to gender identity, environmental issues and so on. You can now actually feel a bit of the change, hopefully.

    Maverick: Yeah. I think the one thing we’ve got to maintain in all of this, is conversation and discussion. And realize that there’s loads of discussions that are being brought up in the last couple of years that are being brought up all at one time. And that’s a lot for people to take in. So I think we’ve got to remember that we’re not always right, we’re gonna make mistakes, we have to allow people to be at different levels of understanding than we are.

    Have empathy, and understand that not everyone is going to be at the same page on certain things. And it’s better to have a discussion with someone than shut people down or cancel people, because I don’t think that gets us anywhere. And I think that even ends up playing into the hands of the corrupt. Because if we’re not unified, and we’re not having discussions, we’re easily manipulated. So I think, with any of these discussions – gender identity, with sexism, racism, corruption in politics, climate change, – we need to have very real and honest discussions. But we need to have understanding discussions and make sure we’re not banishing people to the side, because that’s only going to create more problems. We need some harsh discussion, but we do need immediate change.

    Sorry to keep rambling (laughs). I might be misquoting this. But someone said: “You need to be a romantic to be a revolutionary”. Not that I’m sat here calling myself a revolutionary, I’m saying to want real change. Or we might as well not think about it. I might as well just go buy McDonald’s every day. That’s a simple metaphor, but I might as well just not care. We can have ways of thinking in our minds that go: “Right, actually, as our individual selves together, collectively, we can implement change”. But I think you’ve got to have a romantic view of the world to think of any real revolutionary change.

    Evelin: Yeah, because otherwise you shut yourself down.

    Maverick: Yeah, and just give up. There’s loads of things to think about right now that make it feel pretty heavy, and pretty pessimistic. So that won’t get us anywhere.


    *** Hier geht’s wieder um die leichteren Dinge im Leben

    Evelin: What else is coming up for you after the release? Is there something you’re particularly looking forward to?

    Maverick: I’m looking forward to being back on the road and being back touring, because I think in everything we’ve just discussed, going back and seeing live music and being around people … there’s something natural in us as humans that makes us want to sing together, and dance together. I just think there’s something very pure in us that no matter how far we’ve advanced or gone with technology or whatever, being in a room with other people and singing, there’s this feeling that I know everyone who’s experienced it gets. And I think we need more of that. I think that’s part of a solution. 



    „There was a point where I fell out of love with the whole album“

    Evelin: You said numerous times that music is all about a message for you, about untold stories. As our magazine is called untoldency, we always ask for an untold story at the end of every interview.

    Maverick: I don’t know if I have told this. I may have mentioned it, but there was a point where I wasn’t even gonna put the out the album. It was probably because doing this record was a bit different than any other records that I’ve done before because initially, it wasn’t going to be an album and then I was kind of in lockdown. So I wasn’t out playing shows. I wasn’t really playing them to my family. They are all my testers. I’m like: “What do you think it is?” It’s different ears and they as a collection dictate what I feel about records. Obviously, I’ve got the records that I really love. But there’s also this general consensus of certain records.

    So there was a point where I fell out of love with the whole album if I’m being honest. Because I’d heard it so much, I was just way too close to it. And I was like, I don’t know what I want to do with this. I don’t know if I want to do any of it with anything. Maybe I just need to step back from everything for a moment. So I went and I sat down with Dan Utters, who ended up finishing the album for me.

    He mixed it and added production on it. He’s someone that I’ve worked with since I’ve been 19. He’s worked on pretty much every album at some point. I just really trusted his ear and I brought this collection of songs to him. I was like: “I don’t know what else to do with these. I’m done, here. I need your ears”. And he was like: ”No, I really like this as a feeling. Here’s a couple of things I’d do to it”. And that was it. So yeah, there was a point where I completely fell out of love with this. That’s the untold story. It nearly never was now.

    YouTube

    Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
    Mehr erfahren

    Video laden


    Evelin: Well, I’m glad you fell in love with it again.

    Maverick: I did I did.

    Evelin: So that was everything. Thank you for talking. I hope that despite some things we discussed, our outlook will remain a bit more positive on the world. 

    Maverick: Thank you. It was a lovely interview. No, it is. You have to reflect on the reality of the situation, which sometimes can be dark or heavy. But you got two choices. It’s like, alright, the world is either burning and we leave it burn, or we keep some hope and go: “What can I do to implement some change that if I die tomorrow, at least we’ve left some bit of positivity”. And that’s all we can do, or else we just give up and then we never have this conversation again. We either go down that lane or we don’t.

    Evelin: That’s a good way to end the interview (both laugh). Thank you and have a good day.

    Maverick: You do too and take care. Bye bye!

    Hier gibt es das neueste Album „Don’t Forget To Look Up“ von Maverick Sabre zu hören!

    Klicken Sie auf den unteren Button, um den Inhalt von Spotify zu laden.

    Inhalt laden


    Fotocredits: Rashid Babiker, Mike Excell
  • Exklusive Videopremiere: Soft Drug und „Same“

    Exklusive Videopremiere: Soft Drug und „Same“

    Ich weiß nicht, wie es euch geht, aber bin leider komplett im Winterblues gefangen. Aber da kommen die drei Jungs von Soft Drug genau zum richtigen Zeitpunkt mit ihrer ersten Singleauskopplung „Same“ ihrer Debüt-EP um die Ecke und bringen ein paar kleinen Sonnenstrahlen in mein Kopfkino. Wenn ihr auch ein bisschen Westcoast-Feelings zum Träumen gebrauchen könnt, seid ihr hier gerade genau richtig. Und eins kann ich vorab verraten: die Melodie sitzt seit einer Woche ein meinem Kopf fest!

    YouTube

    Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
    Mehr erfahren

    Video laden

    Ich muss euch gestehen, als ich den Song das aller erste Mal angehört habe, hat es keine fünf Sekunden gedauert bis sich bei mir ganz große Frank Ocean-Lost-Vibes breit gemacht haben. Und das meine ich im aller positivsten Sinn überhaupt! Ich denke mal nicht, dass ich damit die einzige bin, der diese Assoziation in den Sinn kommt. Ich wünschte gerade, ich hätte mehr Ahnung von Instrumenten und Musikproduktion, damit ich euch irgendetwas über die Synthies erzählen kann. Leider muss ich da passen. Allerdings war meine erste Reaktion wortwörtlich: „Oha das hat ja doll Ohrwurmpotential„. Und tja, was soll ich sagen, die Melodie ist SOFORT in meinem Kopf hängen geblieben und hat es sich dort sehr bequem gemacht. Vor allem aber gibt sie mir so ein warmes, spätsommerliches, aber gleichzeitig auch ein melancholisches und sehnsüchtiges Gefühl.


    Eine Prise 2000er R’n’B

    Dass die Jungs von Soft Drug vielleicht selbst auch ganz gerne Frank Ocean hören, konnte ich nach einer kurzen Recherche (= das Instagram Profil der Band stalken) ohne großen Aufwand rausfinden. Diese kleine Hommage an das Album „blond“ von besagtem Künstler fand ich dabei besonders lieb. Ich bin generell immer großer Fan davon, wenn Musiker*innen teilen, welche Musik und welche Einflüsse sie selbst inspirieren und prägen.  

    Noch mehr Einflüsse aus Pop und R’n’B der 90er und 2000er inklusive Westcoast-Vibes bekommt man beim Ansehen des Musikvideos zu „Same“. Ich erzähle euch auch gleich mehrere Gründe, wieso ich nicht nur das Lied sehr gut finde, sondern auch, warum das dazugehörige Video genau das ist, was sich bei diesem Song in meinem Kopfkino abspielt.

    Erstens: die 90er Ästhetik mit dem 4:3 Bildformat und diesen analogen Touch. Wer schon mal einen anderen Text von mir gelesen hat weiß vielleicht, dass ich das persönlich einfach super nice finde. Da schwingt immer so viel Nostalgie mit, was ich liebe.

    Zweitens: der Westcoast Vibe. Wenn ich die Szenen von Brücken voller Graffiti, von Maschendrahtzäunen umgebenen Baseballplätzen und betonierten Hinterhöfen sehe und dann noch die pure Sonne dazu kommt, muss man doch einfach an irgendeine Stadt in Kalifornien denken, oder nicht?

    Drittens: die Farbgebung im Video. Warm, starke Kontraste und harte Schatten und alles in einem gelblichen Ton angehaucht. Genau das meinte ich am Anfang mit warmen, spätsommerlichen, aber auch melancholischen und sehnsüchtigen Gefühlen, die der Song mir beim Anhören gibt. Und jetzt stellt euch mal vor, ihr würdet an einem Nachmittag in der Sonne allein durch die Stadt laufen mit diesem Track auf den Ohren, ich find das geht so gut zusammen. Nicht umsonst wird über die Band gesagt, sie bringen einen Hauch von L.A. in den Melting Pot Berlin, und das versteh ich komplett.

    Und wie ich mit meinen ausgezeichneten Stalking Skills rausfinden konnte, haben Soft Drug sowohl das Video in eigen Regie gefilmt als auch geschnitten. Ich finde, dass sollte zumindest kurz erwähnt werden, weil ich mir vorstellen kann wie viel Liebe und Arbeit in Song und Video reingeflossen sind.


    Von Verarbeitung und Veränderung

    Apropos Melancholie und Sehnsucht: Welches Thema passt zu diesen beiden Worten besser als eine gescheiterte Liebe? Und genau dieser Schmerz wird in „Same“ behandelt und endet mit der Einsicht, dass es nie wieder dasselbe sein wird.


    since you’re in love with a girl
    I can’t tell pleasure from hurt
    but all I know for sure is nothing’s ever gonna be the same


    Alles in Allem also ein sehr rundes Ding, wie ich finde. Und bis sich die Erde ein bisschen weiter um die Sonne gedreht hat, dass auch die me­te­o­ro­lo­gischen Begebenheiten zu dem Track passen, lieg ich hier auf meinem Sofa und stimme mich mit diesem Song schon mal auf das Sommer Gefühl für dieses Jahr ein. Außerdem kann ich es kaum abwarten, wenn im Frühsommer die erste Soft Drug EP erscheint!

    Klicken Sie auf den unteren Button, um den Inhalt von Spotify zu laden.

    Inhalt laden


    Fotocredit: Anna Tiessen