Das Youth Culture Festival geht in die 16. Runde und wir legen euch wärmstens ans Herz, ihm einen Besuch abzustatten. Am 13. Juni lädt es dazu ein, im Kulturpark am Schlachthof zu tanzen, der Musik zu lauschen oder einfach eine gute Zeit zu haben – und das alles for free! Anders als die letzten Jahre, in denen Pop- und NNDW-Acts das Line Up ausgemacht haben, liegt der Fokus dieses Jahr auf Rock & Punk: ihr könnt euch auf die hamburger Band Die Störung, Silk aus Düsseldorf, Sex im Dunkeln aus Stuttgart und die Locals Snuckouts und Monogam freuen. Die Headlinerin des Festivals ist dieses Mal Mia Morgan, die letztes Jahr einen ordentlichen Genre-Switch hingelegt hat und mit ihrem neuen rockigen bis metal Sound perfekt aufs diesjährige Youth Culture passt.
Neben der Musik gibt es auch vegane Snacks & kalte Getränke und einige Infostände und Mitmach-Stationen. Der ganze Tag ist organisiert von einem Haufen junger Ehrenamtlicher, die alle ihre Ideen einfließen lassen, dem Festival damit einen ganz eigenen authentischen Charakter verleihen und einen liebevollen Safer Space kreieren. In erster Linie richtet sich das Youth Culture zwar an junge Menschen, aber es sind alle herzlich willkommen.
Wenn ihr also Lust habt, im Sonnenuntergang zu moshen, euch mit euren Friends auf eine Picknick-Decke chillen oder neue Menschen kennen zu lernen, die die gleiche Musik feiern wie ihr, tragt euch das Datum in den Kalender und schaut zwischen 15 und 22 Uhr vorbei!
Hierkönnt ihr euch noch selbst einen Eindruck vom Youth CultureFestival verschaffen. Und wenn ihr zwischen 14 und 27 Jahre alt seid und auch Lust habt, eine Veranstaltung zu organisieren, meldet euch beim Team und seid nächstes Jahr Teil der Festival-Crew!
Die Hälfte vom April ist bereits vorbei und damit auch das diesjährige Zermatt Unplugged Festival. Die Schweizer Idylle am Fuße des Matterhorns beherbergte dieses Jahr wieder zahlreiche Künstler:innen aus Pop, Folk und elektronischer Musik, die auf 17 Bühnen rund 120 Konzerte spielten.
Das Festival ging dieses Jahr in die 17. Runde, wobei eine meiner liebsten Bühnen aus den Vorjahren durch fehlendes Sponsoring gestrichen wurde, leider. Dafür ist ein anderer Liebling von mir noch da gewesen: der Riffelberg. Was schreit mehr Konzert als ein Skigebiet auf über 2500m überm Meeresspiegel? In knapp 30 Minuten ist man mit der Gornergratbahn von Zermatt auf den Riffelberg gefahren und kann Openair-Konzerte in der Sonne auf einem Liegestuhl mit Blick aufs Matterhorn genießen. Dort habe ich mir Tors und Vincent Lima anschauen dürfen und das waren auf jeden Fall zwei meiner Highlights der Woche.
Riffelberg
85 Franken well spent
Abgesehen davon ist unten in Zermatt natürlich jedes Jahr auch wahnsinnig viel los. Zutritt zu den meisten Bühnen gibt es mit dem Unplugged-Pass, der für die ganze Festivalwoche gültig ist. Den gibts für 85 Schweizer Franken, was ich mehr als gerechtfertigt finde für fünf Tage Konzerte! Daneben gibt es jeden Abend jeweils drei Konzerte von bekannteren Künstler:innen, die mit separaten Tickets zugänglich sind. Dieses Jahr waren das u.a. Tom Odell, Emilie Sandé, Herbert Grönemeyer, Rea Garvey, Mighty Oaks und Placebo. Hier waren die Mighty Oaks definitiv meine Favoriten der Woche.
Außerdem bietet das Festival noch zwei weitere Locations, die ebenfalls separate Tickets erfordern, dort zusätzlich aber noch ein Abendessen inkludiert ist. Ich selbst war nicht da, finde das jedoch ganz schöne Angebote, die auch immer sehr gut ankommen bei den Besucher:innen. Während die einen also beim Konzert dinieren, gibts für die anderen jede Menge kulinarischer Möglichkeiten im Taste Village, dem Herzstück des Festivals. Dort befindet sich ebenfalls eine Open-Air Bühne, die vor allem am Nachmittag und in den frühen Abendstunden bespielt wird. Hier habe ich mir z.B. Rhys Lewis, MUPANI, Matthew Mole, Sarah Julia und The Great Stoyan Duo angeschaut. Alle waren wirklich top und haben super Stimmung verbreitet. Das Lineup bestand (wie jedes Jahr) aus Künstler:innen, die neben Englisch und Deutsch auch Songs auf Französisch und Schweizerdeutsch zu präsentieren hatten, wodurch sich eine super spannende Mischung ergibt.
Bühne im Taste Village
Früh da sein lohnt sich
Im Taste Village gibts ein Konzert zum Mittag, was meist überschaubar besucht ist, da viele in der Mittagshitze auch noch anderswo verweilen. (Ja, 12 Grad auf über 1000m Höhe sind auf jeden Fall krass warm.) Zum nächsten Konzert um 16:45 Uhr ist dort jedoch schon wahnsinnig viel los. Wenn man also einen Sitzplatz haben möchte, sollte man nicht allzu spät erscheinen. Auch bei den anderen Unplugged-Locations lohnt sich ein früher Gang zum Konzert. Viele Venues bieten meist nur Platz für rund 100 Gäste und man sollte sich im Vorfeld gut überlegen, wo man hin möchte. Spontanität ist hier ein bisschen unangebracht, vor allem zum Wochenende hin. Zwei Locations bieten außerdem einen Restaurantbetrieb, wo man höchstens noch einen Tisch reservieren kann, um einen garantierten Platz fürs Konzert zu bekommen.
All That Jazz
Wo man auch noch einen Tisch reservieren kann: im Jazz Club! Ronnie Scott’s in Anlehnung an den echten Londoner Kult Jazz Club wird extra zum Festival hergerichtet und befindet sich in einem der ältesten Hotels in Zermatt. Besonders gut besucht sind dort jedes Jahr die Jam Sessions am Mittwoch und Freitag, für die sich Künstler:innen des Festivals selbst anmelden können und dann einen Song covern, entweder mit dem Jazz Ensemble, alleine oder mit anderen Künstler:innen zusammen. Niemand weiß also, wer kommt oder was einen erwartet. Dieses Jahr war ich am Mittwoch dort, da man (anders als am Freitag) noch reelle Chancen hat, reinzukommen, da das Festival wie erwähnt zum Wochenende hin stärker besucht ist. Das Jazz Ensemble selbst war sehr cool, muss ich sagen, und sie haben sehr gute Stimmung verbreitet. Gejammt haben in der Mittwochsession Sorvina, Matthew Mole, Mnerva und die Künstler:innen der Mountain Academy.
Ronnie Scott’s Jazz Club zum Mittwochsjam
Setzt euch ans Lagerfeuer…
Die Mountain Academy ist ein Newcomerprogramm, genauer eine Art Coaching & Songwriting-Camp im Rahmen des Festivals. Das ist eigentlich ziemlich cool, weil man die Chance bekommt, unbekannte Musiker:innen zu erleben und diese die Möglichkeit haben, vor Publikum zu spielen. Am Campfire im Taste Village hat man jeden Tag die Möglichkeit, sich die Newcomer:innen anzuschauen. Meine Favoritin war Keza – eine Schweizerin mit afrikanischen Wurzeln, der es ganz viel Spaß gemacht hat, zuzuschauen, weil sie einfach so viel Leichtigkeit in ihrer Stimme hatte.
Manchmal gibt es am Campfire auch Pop-up Konzerte. Ich habe leider nichts gefilmt, aber dieses Jahr hat dort auch jemand ein Konzert gegeben, der nur selbstgebaute Instrumente benutzt hat. Er hat z.B. auf einem Skateboard gespielt oder auf einem Messerblock und gesungen hat er in einen Telefonhörer. Das war ziemlich witzig und beeindruckend zugleich. Also definitiv ein Wochenhighlight.
Tanzen ohne Ende
Dass das Festival sehr viel Abwechslung bietet, ist kein Geheimnis. Wer tagsüber lieber in den Bergen Skifahren möchte, kann in den späten Abendstunden noch auf seine Kosten kommen. Neben dem Unplugged-Pass gibt es für 30 Franken außerdem einen Nightpass, mit dem man das Zermatter Nachtleben unsicher kann. Das Festival bietet nach den Hauptkonzerten ab 22 Uhr mehrere Spots zum Tanzen an. Gut besucht waren die Vernissage und (das erste Mal dabei dieses Jahr) das Streetside, wo es auch noch bis morgens etwas warmes zu Essen gibt, für alle, die sich mal eine Pause vom Dancefloor gönnen möchten. Besonders empfehlen kann ich die Hotdogs in der Vernissage.
Daneben gibt es außerdem noch das Manud und meinen liebsten Hotspot: das Unique Hotel Post aka das Pöstli. Neben einer eigenen Hotelbar bot das Pöstli auf drei Floors allerlei Musik: Ob 90er/2000er oder der DJ von nebenan unten im Gewölbekeller – hier war für alle etwas dabei. Die Location hat jedenfalls einen besonderen Platz bei mir erlangt in den letzten Jahren. Ich muss zugeben, so ganz weiß ich auch nicht warum, aber das Pöstli hab ich ziemlich ins Herz geschlossen. Dazu ist auch das Hotelpersonal mega lieb und ich bin einfach sehr gern dort. Einen Besuch im Pöstli, sei es zu den Unplugged Konzerten oder zum Tanzen bis in die Nacht, kann ich allen empfehlen.
Zermatt = Herzig
Was ich an diesem Festival außerdem besonders liebe, ist die Atmosphäre. Das Zermatt Unplugged ist schwer vergleichbar mit anderen Festivals. Zum einen natürlich, weil es im April in der Schweiz stattfindet – logisch, da fällt Zelten schon mal aus. Zum anderen aber auch, weil das Publikum nicht die typischen Festivalgänger:innen sind. Vielleicht sind Ort und Zeit auch hier dieselben Gründe, weshalb das so ist. Es fällt jedenfalls auf, dass so gut wie alle Altersklassen dabei sind und das Publikum auch dieses Jahr sehr bunt gemischt war. Allgemein ist es sehr entspannt und man befindet sich durchaus in einer recht gelassenen Atmosphäre. Niemand drängelt, niemand pöbelt, niemand muss bei irgendwem in der ersten Reihe stehen.
Apropos Menschen – ich möchte außerdem erwähnen, dass das Festivalteam aus so lieben Seelen besteht, die auch in stressigen Situationen nicht den Überblick verlieren. Ebenfalls die Securities sind super nett. Dazu möchte ich auch den Auf- und Abbau und die Liebe zum Detail hervorheben, da sich alle neben den Bühnen auch viel Mühe mit der Deko im Ort geben und alles immer sehr (wie die Schweizer:innen sagen würden) herzig ausschaut. Beim Festival wird viel mit Holzoptik gearbeitet und diese gibt dem ganzen eine gewisse heimelige und gemütliche Atmosphäre, die ich ganz, ganz toll finde.
Eingang/Ausgang Taste Village
Ich war dieses Jahr zum dritten Mal dort und es wird definitiv nicht mein letztes Mal gewesen sein. Wer auch dabei sein möchte, kann es sich gern schon Mal für nächstes Jahr in den Kalender schreiben – es lohnt sich!
Die Wartezeit bis April 2027 könnt ihr euch so lange mit der offiziellen Playlist der diesjährigen Unplugged Acts vertreiben:
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Das diesjährige c/o pop Festival in Köln lockt mit einem vielfältigen Programm aus Konzerten, Workshops und Rede-Panels. Im Kölner Stadtteil Ehrenfeld füllen sich vom 16.04 bis zum 19.04 die Straßen. Ein Tagesticket für das Musikfestival kostet 40 Euro, ein 3-Tage Ticket 110 Euro. Für die Convention, die über zwei Tage stattfindet, gibt es Tickets ab 49 Euro. Das diesjährige Eröffnungskonzert spiel Fuffifufzich am Mittwoch Abend.
Für Artists und Musikinteressierte
Durch die Mischung aus Festival und Convention bietet das c/o pop auch Künstler*Innen Angebote, um sich in der Musikwelt zurecht zu finden. Im Programm findet sich urbane, alternative und elektronische Popmusik. Artists wie lovehead, Levin Liam, Anda Morts und Forever Fresh (ein Ü70 DJ Kollektiv) kann man sich an diesen Tagen in Ehrenfeld anhören.
Hier eine kleine Auswahl des c/o pop Convention Programs: Ein besonderes Highlight wird der Talk „Mehr Punk wagen“ mit Timo Warkus, dem Intendanten des Schauspiels Köln Kay Voges und der Festival Direktorin Elke Kuhlen. Besonders spannend werden auch die Workshops zu Bandcamp und Sound On. Außerdem warten viele weitere Masterclasses und Sessions auf Euch!
Um einen kleinen Vorgeschmack zu bekommen gibt es auf dem c/o pop Youtube Kanal einen kleinen Film zum Festival aus 2023.
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Ihr wisst, wir lieben es Newcomer*innen zu entdecken und sie mit euch zu teilen. Eine Sache, die wir ebenso lieben, sind Newcomer*innen-Festivals oder einfacher gesagt: Die versteckten Schätze der Festivallandschaft zu finden. Glücklicherweise sind wir da wieder einmal fündig geworden. Dürfen wir euch vorstellen? Das Kinkerlitzchen Festival.
Das Kinkerlitzchen ist ein kleines, von Ehrenamtlichen liebevoll organisiertes Festival im Grünen, genau gesagt: In Metelen, nahe Münster. Süße Deko in den Bäumen, alles DIY und gemütlich gestaltet. Für die verwunschene Wald-Atmosphäre hält das Geländer einer alten Kornwassermühle her. Zwei Bühnen, eine Kirche und viel Grün sind der Festivalspielplatz.
Musikalisch gibt’s auf dem Kinkerlitzchen ein sorgfältig kuratiertes Line-Up von Pop bis Elektro, Indie bis Artpop mit besonderem Gespür für neue Sounds. Beim Blick auf das Line Up könnten dem ein oder anderen alte bekannte und neue untoldency-Lieblinge auffallen:
Dominik Hartz Paula Dalla Corte Hymen Paulinko Juno Lee Looking for Ella Bluai Julie Pavon Akryl
Was gibt’s sonst noch auf dem Kinkerlitzchen Festival? Auf dem Gelände verteilt findet man immer wieder Artistik und DIY-Stationen. Unsere persönliche Empfehlung: Verpasst bloß nicht die Live-Musik-Newsletter-Ausgabe von Zwischen Zwei und Vier.
Wann? Freitagabend, 8.8., und Samstag, 9.8. ab 14.30 Uhr Wo? Mühlentor 22 (Plagemanns Mühle), 48629 Metelen
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Die Liste an Festivals im Sommer ist mittlerweile fast unendlich lang. Zwischen den großen Namen wie Rock am Ring, Deichbrand oder dem Fusion gehen die kleineren Festivals schnell mal unter – dabei sind das genau die, die eigentlich mehr Aufmerksamkeit verdient hätten. Eins möchten wir euch heute vorstellen: Das Appletree Garden Festival.
Gartenparty auf einer Apfelbaumwiese wird zum Festival
Was einst als Gartenparty unter Freund*innen auf einer Apfelbaumwiese gestartet ist, zieht heute internationale Headliner in das beschauliche Städtchen Diepholz in Niedersachsen. Doch die familiäre Atmosphäre hat das Appletree Garden Festival nicht verloren. Organisiert wird das Festivals nämlich von Ehrenamtlichen, die schon Monate vorher dafür sorgen, dass das Festivalwochenende unvergesslich wird. Im Schatten von Eichen und Apfelbäumen präsentiert das Appletree drei Tage voller Lieblingsmusik, Kultur und Leidenschaft – von ausgewählten Newcomer*innen, über gefeierte Acts der Indie-, Pop- und Elektro-Szene bis hin zu einem liebevoll gestalteten Rahmenprogramm aus Zirkus, Diskurs und Workshops.
Wenn man mit dem Zug in Diepholz ankommt, kann man das Festival eigentlich gar nicht verfehlen, denn man muss keine zehn Minuten zu Fuß gehen bis man auf dem Festivalgelände steht. Da die Besucher*innenzahl auf 5.500 beschränkt ist, ist hier auch alles schnell erreichbar. Großer Pluspunkt für einen heißen Sommer: Die vier verschiedenen Bühnen stehen im Wald auf kleinen Lichtungen und spenden so eine Menge Schatten. Es gibt eine Große Bühne, eine Waldbühne, den Spiegelpalais, das „Tiefe Holz“ und die „Oase“. Die letzten beiden sind verhältnismäßig klein, aber dafür mit besonders viel Liebe zum Detail gestaltet.
Die „Oase“ beherbergt DJ’s. Jetzt könnte man fast denken: Wo ist denn hier die Bühne? Denn das Gerüst sieht aus wie ein Sprungturm aus dem Freibad, dem ein gigantischer Diamant aufgesetzt wurde. Das DJ Booth ist genau darin versteckt und die Besucher*innen können im Sand der „Oase“ bei Freibad-Gefühlen tanzen.
Kein Appletree ohne das passende Accessoire
Auch sonst ist das Gelände liebevoll gestaltet: Überall hängen Lichterketten, Diskokugeln und Sitzmöglichkeiten wurden aus Holz selbst gebaut. Die Liebe zum Detail bringen aber auch die Festivalgäste selbst mit. Mittlerweile ist es schon fast Tradition, dass beim Tanzen vor der Bühne ein selbstgebasteltes Accessoire mitgebracht wird. Das könnte zum Beispiel ein Regenschirm sein, der durch Verzierungen aussieht, wie eine Qualle – oder ein Besenstiel, der zu einem Apfelbaum umfunktioniert wurde. Der Kreativität sind da keine Grenzen gesetzt.
Ansonsten wirken hier alle sehr entspannt. Das könnte auch daran liegen, dass ein Großteil der Besucher*innen nach dem Aufstehen morgens erstmal zum nahegelegenen Freibad wandert, um sich dort abzukühlen und etwas Ruhe zu finden. Aber auch im Freibad sind die Diepholzer natürlich auch die Festivalbesucher*innen eingestellt: Wenn der Bademeister morgens um 10 Uhr zur längsten Polonaise aufruft und „Pump up the jam“ aus den Lautsprechern dröhnt, dann ist das vermutlich nicht der Normalzustand in der nach eigenen Angaben 18.000 Einwohner-großen Stadt. Total egal, denn die längste Polonaise bekommt er natürlich trotzdem.
Line Up: Von deutschen Hit-Garanten bis französischer New Wave
Genug drum herum gequatscht: Wie sieht’s denn mit der Musik aus? Das diesjährige Line Up bestand aus run 70 musikalischen Acts, Workshops, Zirkus und Theater unter anderem mit: Wanda, Crystal Fighters, La Femme, Edwin Rosen, The Vaccines, Leoniden, Royel Otis, ÄTNA, Berq, Charlotte Adigéry & Bolis Pupul, Fatoni, Paula Carolina, Rachel Chinouriri, Derya Yildirim, Say Yes Dog, TRÄNEN, Futurebae und vielen mehr. Das persönliche Highlight ist natürlich total subjektiv, aber wir möchten euch trotzdem nicht unsere persönlichen Favoriten vorenthalten:
Für den Zuckerschock direkt zu Beginn des Festivals haben die Tiny Wolves gesorgt. Der Kinderchor hat mit Klassikern von Coldplay und Co. direkt mal die Messlatte an Emotionalität ganz hoch gesetzt. Weiter ging es mit starken deutschsprachigen Acts: Paula Carolina, Marie Curry, Kasi und Buntspecht haben direkt angeschlossen. Vor allem Paula Carolina und ihre Band haben uns mit ihrer Energie und ausgefallenen Dance Moves überzeugt.
Mit voller Energie ging es auch an den folgenden Tagen weiter. Der Freitag war vollgepackt mit Garanten der guten Musik: Leoniden, La Femme, Ätna, Get Jealous. Die große Überraschung war Bukahara, denn die Band war bis zum Festival beginn nur ein „secret act“ – es wusste also keine*r, dass sich die Indie vierköpfige Indie-Band hinter diesem Label versteckt. Dabei hätte es wohl einen passenderen Act für den Slot geben können. Besonders gefreut haben wir uns aber auch auf Royel Otis. Die Newcomer aus Australien sind innerhalb eines Jahres mit ihrem Album „Sofa King“ durch die Decke gegangen. Vermutlich angestoßen durch den TikTok-Erfolg ihres Covers „Murder on The Dancefloor„. Auf der Festivalbühne konnten die Australier aber auch mit ihren gefühlvollen Balladen punkten.
Unser Geheimtipp (der für euch hoffentlich bald keiner mehr ist): Picture Parlour. Die female fronted Indie-Rockband aus Manchester bringt so eine Energie auf die Bühne, dass das Publikum gar nicht anders kann, als im Takt mitzuwippen und sich die Seele aus dem Leib zu grölen – genauso wie es Sängerin Katherine Parlour selbst vorgibt.
Zugegeben waren wir am Samstag schon etwas mitgenommen vom bisherigen Festivalwochenende, aber nach einer Runde Aqua Fitness im Freibad und der Lesung von Miriam Davoudvandi ging es unaufhaltsam weiter mit guter Musik. Zwischen türkisch-deutschen Indie Folk Sounds von Engin und klassischem Rap von Fatoni stich vor allem die britische Pop-Sängerin Rachel Chinouririmit geballter Portion Guter Laune auf der Bühne heraus – denn die war richtig ansteckend. Auch die passenden Dance Moves konnte die 25-Jährige uns präsentieren und hat den Bereich um die Bühne im Handumdrehen in eine Wohlfühloase verwandelt. Zum Abschluss hat NNDW-Liebling Edwin Rosen in mystischer Atmosphäre neue Songs präsentiert und seinen Fans versichert, dass er sich jetzt Zeit nimmt für neue Releases. Was für ein Versprechen zum Festivalabschluss!
Wer jetzt auf den Geschmack gekommen ist, der kann sich das Appletree Garden Festival für das nächste Jahr gleich mal im Kalender notieren: 31.07. – 02.08.2025. Sehen wir uns da? Bis dahin könnt ihr hier nochmal die Banger des diesjährigen Line Ups nachhören:
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Am 25.08.2024 feiert das JUNKYARD OPEN AIR in Dortmund das Ausläuten der Festival-Saison mit einem Tag voller guter Vibes, Spaß und einem Newcomer:innen-Line Up vom Feinsten:Lena&Linus, Zartmann und jolle gehören zu den angesagtesten deutschen Durchstarter*innen 2024 – die gemeinsame Bubble der Acts trifft sich perfekt bei Indie, Pop und Rap. Alle Infos zum Festival und den Ticketlink findet ihr hier.
Unkompliziert und gechillt steigt das kleine, feine Open Air im alternativen Kulturzentrum auf dem Gelände eines ehemaligen Schrottplatzes im Dortmunder Norden. Der urbane Ruhrgebietsflair sorgt dafür, dass die Stimmung entspannt, aber immer noch edgy und undergroundig bleibt – das JUNKYARD-Gelände hat die perfekte Größe für ein Geheim-Tipp-Prädikat und lädt ein zum Abhängen mit friends, der chosen family und guter Musik. Ein Tag Escape, Abfahrt und Musik von dreamy-emotional bis druckvollem Partyspass.
Lena&Linus, Zartmann und jolle sind die Newcomer, die man gesehen 2024 haben muss. Das Line Up vom JUNKYARD OPEN AIR ist die perfekte Gelegenheit für alte und neue Fans, die auf richtig gute neue deutsche Musik stehen: Authentisch und berührend, von zart bis heftig. Neben dem Live-Happening gibt es beim JUNKYARDOPEN AIR auch Streetart- und Upcycling-Projekte, etwa Dortmunds größtes „Graffiti-Mural“, die die Atmosphäre bereichern – alles am Start für einen richtig guten Tag.
LENA&LINUS
Mit den 2023 erschienenen EPs „Fühlst du dich allein?“ und „Sekundenschlaf“ gelang LENA&LINUS der Step in die nächste Liga. Ihr emotionalen Songs sprechen der Gen Z aus der Seele und machen sofort verliebt, ihre ehrliche Art wird enorm gefeiert. Ihre zweite Headliner-„Sekundenschlaf Tour 2024“ war so gut wie ausverkauft. Während sie auch schon regelmäßig Gäste auf großen Festivals sind (Deichbrand, Puls Open Air, Stadt ohne Meer, Das Ding, About You Pangea), ist hier die Gelegenheit, diesen starken Act nah und ungefiltert zu erleben. Live mit ihrer Band sind LENA&LINUS auf alle Fälle ein Feuerzeug- und Anlehn-Moment. Echtes Highlight!
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2024 ist sowas von sein Jahr: Sowohl sein eigenes Open Air Æden zum Release des Knallers „Rotkäppchen“ als auch seine Mini-Headlinertour „Einmal Hamburg und zurück 2024“ waren restlos ausverkauft. ZARTMANN legt hinter und auf der Bühne ein unglaubliches Tempo vor: Seine Shows sind Abriss mit Absage, es wird getanzt, gefeiert und im Moshpit an Endorphinen nicht gespart. Während er auch auf große Bühnen wie auf die vom Superbloom oder die vom Reeperbahn Festival eingeladen wird, geht er am heftigsten ab, wenn er sich direkt in die Menge katapultieren kann. Hier also die perfekte Gelegenheit!
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2022 machte jolle die ersten Steps im Musikbusiness und schon 2023 wurde sie vom preisgekrönten All-Female-Label 365XX gesignt. Ihr Rap-beeinflusster Pop-Sound lässt sich nicht von Genre-Grenzen einengen. Sie fängt die Zwischentöne menschlicher Emotionen perfekt ein und baut darum derbe urbane und tanzbare Clubtempo-Beats. Und alles extrem nahbar in den deutschsprachigen Texten. Mit „Diffus“ erschien ihre Debüt-EP Ende 2023, mit „Parisienne“ und „Laster(feat. Wurms)“ ließ jolle 2024 zwei weitere Singles folgen. Definitiv eines der heißesten Newcomer*innen-Themen!
https://youtu.be/pclQ9xPJBFo?si=bwg6oUd_e7M_Xosh
Wenn das mal nicht nach einem vielversprechenden Festivaltag klingt? Wenn ihr jetzt genauso viel Bock auf das JUNKYARD OPEN AIR habt (verstehen wir), dann fackelt doch einfach nicht lange und besorgt euch eure Tickets, so lange sie noch verfügbar sind. Die bekommt ihr ganz easy über den nachfolgenden Button:
Und haltet in den nächsten Wochen auch gerne eure Augen auf unserem Instagram-Profil offen, eventuell haben wir da für den/die eine/n oder andere/n noch eine SUPERCOOLE Überraschung geplant. Wenn es soweit ist, erfahrt ihr das natürlich auch hier.
Das Youth Culture Festival geht in die nächste Runde und wir sind dabei! Am 06.07.2024 findet ihr wieder ein sorgfältig kuratiertes Line Up in zentraler Lage Wiesbadens. Der Kulturpark am Schlachthof dient als süßes Plätzchen zum Tanzen, Verweilen und miteinander Quatschen. Das Festival wird von jungen Erwachsenen ehrenamtlich organisiert und durchgeführt und hat sich zum Ziel gesetzt, Jugendkultur zu fördern und zu feiern.
Fotocredit: Paula Tauber
Auch in diesem Jahr sind ein Paar unserer absoluten Lieblingsartists am Start. SERPENTIN, Urbannino und Leocardo DiNaprio werden garantiert für einen unvergesslichen Tag sorgen. Auch in die lokalen Artists des Line Ups lohnt es sich definitiv rein zu schnuppern. Alles von Rock und Pop Punk, über Elektropop, hinzu Dark- und New Wave ist vertreten. In den vergangenen Jahren durften hierfür bereits unter anderem Mia Morgan, Flawless Issues, Donkey Kid, Amilli und SALÒ nach Wiesbaden anreisen. Vor Ort wird es außerdem vegetarisches und veganes Essen geben, sowie interessante Stände zum Erkunden. Dazu kommt: Das Gelände ist unbeschränkt begehbar und somit für alle kostenlos! Anders als bei kommerziellen Veranstaltungen, steht der selbstgemachte, persönliche und kreative Aspekt mehr im Vordergrund.
Wenn ihr also Lust habt, tolle Livemusik ohne jeglichen Stress in einer angenehmen, familiären Atmosphäre zu erleben, seid ihr hier genau richtig. Packt euch eure Picknickdecken ein und ab geht’s nach Wiesbaden!
3 Tage an einen besonderen Ort voll mit Kunst, Kultur und Musik abtauchen und mit historischen Straßenbahnen von Bühne zu Bühne gelangen? – Auf dem SNNTG Festival könnt ihr genau das vom 26. bis zum 28. Juli in Hannover erleben.
Abtauchen im Funkloch und Wummerland
Das Gelände des Hannoverschen Straßenbahnmuseums in Wehmingen/Sehnde verwandelt sich am letzten Juliwochenende zum Festivalort mit Charme – ein liebevoll und kreativ gestaltetes Festivalgelände trifft auf ein vielfältiges kulturelles Programm.
Zwischen Wald und Industriehallen erwarten euch auf dem Festivalgelände verschiedene Bühnen mit Live-Musik, Lesungen, Workshops und Ausstellungen. Für alle, die neben Konzerten auch mal selbst kreativ werden möchten oder sich anderer Kunst widmen wollen, ist das SNNTG der perfekte Ort. Ein weiteres Highlight sind die alten, historischen Straßenbahnen, die die Besucher*innen auf dem Gelände zwischen den Bühnen hin- und herbringen.
Zusammen mit Kollektiven und Initiativen wird das Festival vom ehrenamtlich tätigen gemeinnützigen SNNTG e.V. veranstaltet, der dabei besonderen Wert auf ökologische und soziale Nachhaltigkeit mit einem diversen und vielschichtigen Programm, transparenten Ticketpreisen und einem Awareness-Konzept legt.
Wolltet ihr auch schon immer mal mit dem Fahrrad zum Festival anreisen aber das Gepäck stand euch im Weg? Das SNNTGFestival bietet euch eine Anreise per Fahrradtour. Gemeinsam mit anderen Festivalbesucher*innen und viel guter Musik radelt ihr zusammen zum Gelände. Euer Gepäck wird mit Hilfe eines Shuttles direkt zum Campingplatz gebracht. Klingt gut, oder?
Das LINE-UP
Freuen könnt ihr euch auf ein abwechslungsreiches Programm aus Hip-Hop, Indie, Pop, New Wave, Neue Deutsche Welle, Soul, Jazz, Afrobeat, experimenteller und elektronischer Musik von House, Techno, Arabic bis Disco. Dabei ist mindestens 50% des Programms durch FLINTA*-Personen sowie BIPoC-Personen vertreten.
Teil des Line-Ups sind Künstler*innen wie AGY3NA, Aka Kelzz, Annca,Cashmiri, Ciao3lla, Emily Rose, Feiertag, HIHEME, Import Export, Julie Pavon, KASCHMIR, LIN, LOKI, Luzine, Orientalisman, REMOTE BONDAGE, Teeya Lamée, The Komets, TTEO oder WEIL. Weitere Acts folgen.
TICKETS (+ Verlosung)
Neben Wochenend-Tickets (mit & ohne Camping) und Tagestickets, werden auch „Soli-Tickets“ angeboten, die Personen unabhängig von ihrer finanziellen Situation die Möglichkeit bieten an Kultur teilzuhaben und das SNNTGFestival zu besuchen. Wie das funktioniert, könnt ihr hier nachlesen.
Zudem freuen wir uns 1×2 Tickets für das SNNTG Festival an euch zu verlosen. Zum Gewinnspiel geht’s hier lang. Die Teilnahmebedingungen findet ihr hier.
Im vergangenen Monat waren wir auf dem Reeperbahn Festival unterwegs, das dieses Jahr zum 17. Mal stattgefunden hat. Vier Tage lang bietet das größte Clubfestival in Europa neben zahlreichen Konzerten auch Workshops und Vorträge an, die sich rund um die Popkultur drehen. Das Festival dient jedes Jahr als ein Ort des Zusammenkommens von Künstler*innen, Musik- und Kulturinteressierten sowie Fachbesucher*innen aus der ganzen Welt. Diskussionsrunden zu aktuellen Entwicklungen in der Musikwirtschaft sind ebenso im Programm. Das Reeperbahn Festival lohnt sich für alle, die Bock auf Livemusik haben und neue Acts entdecken wollen.
Auftakt mit BILBAO und Beachpeople
Musikalisch hat das Reeperbahn Festival für uns am Mittwoch mit der Band BILBAO im Spiegelzelt der Festival Village gestartet. Die Indie-Pop Band aus Hamburg lieferten einen energievollen Start in das Programm. Für die Jungs dürfte der Auftritt wohl etwas ganz besonderes gewesen sein, denn die Idee für die Gründung von BILBAO kam auf dem Reeperbahn Festival 2019. Passender als ihr tanzbarer Spätsommer-Indie-Pop hätte der Anfang nicht sein können.
Ganz anders ging es mit Beachpeople weiter. Bei gemütlicher Atmosphäre in den roten Samtsesseln des Imperial Theaters konnten wir dort sanften melancholischen Träumereien lauschen. Zwischen der enormen Lebhaftigkeit des Festivals konnte man sich dort der Musik völlig hingeben und vergaß jegliches Zeitgefühl.
Kaftklub legen die Reeperbahn lahm
Die Stimmung auf dem Reeperbahn Festival war krass. Wie könnte man das toppen? Eine Frage, die leicht zu beantworten ist. Auf dem Spielbudenplatz lief die Bavarian Export Session mit Elena Steri. Ein kurzer Blick über den Zaun und man sah, wie die komplette Reeperbahn abgesperrt wurde und eine Bühne mitten auf der Straße stand. Menschenmassen strömten auf die Bühne zu und es war kein Ende in Sicht. Was das bedeutet, merkte man ungefähr 30 Sekunden nachdem Elena Steri ihr Set auf der Bühne beim Spielbudenplatz beendet hatte.
Ein paar Meter weiter setzen Gitarren ein und Menschen jubelten. Und dann war Kraftklub da! Die Stimmung war nicht zu toppen. Einen Tag nach Album-Release sind alle im Kraftklub Fieber. Als dann auch noch Special Guest Casper auf die Bühne kommt, weiß man, dass dieser Gig zum Festival-Highlight werden könnte. Zum Schluss sprang noch Bill Kaulitz bei „Fahr mit mir (4×4)“ auf die Bühne.
Moshpit mit Paula Hartmann
Erwartungsvoll machten wir uns auf den Weg zu Paula Hartmann. Beim Uebel & Gefährlich angekommen, sahen wir schon viele andere in der Halle stehen. Die Vorfreude war natürlich nicht unbegründet! Friso kam als erster auf die Bühne. Ein Moshpit nach dem anderen spielte sich in der Mitte ab und Paulas melancholische Texte sangen alle mit, während zu den Beats getanzt wurde. Gegen Ende ihres Sets stimmte sie noch ihre Version von „Another Love“ von Tom Odell an. Stolz erzählte sie, dass sie am Tag vorher in Hamburg auf einem Konzert von ihm war. Genauso schön war es, als auch bei diesem Track alle mitsangen. Nach dem Konzert waren wir verschwitzt, aber vor allem glücklich und voller Euphorie.
Malerischer Indie-Rock mit M.Byrd und Luke Noa
Die St. Pauli-Kirche in Hamburg vermutet man erstmal nicht als Location für ein Musikfestival. Steht man aber im Gang neben den Kirchenbänken und schaut auf die Bühne, entwickelt sich ein unglaublicher Charme. Die beiden Künstler M.Byrd und Luke Noa haben dort im Rahmen des Festivals ein Konzert gegeben und mit ihrer Musik eine ganz besondere Atmosphäre kreiert. Das Zusammenspiel von Klang und Kulisse verlieh dem Clubkonzerte-Alltag eine schöne Abwechslung.
Die Kulisse war perfekt für den träumerischen Indie-Rock Sound von M.Byrd. Auch Luke Noa hat auf der Humming Records Labelnight im Drafthouse eine wahnsinnig gute Show mit Full-Band Line Up hingelegt. Seinen aktuellen Song „21“ hat er am Ende mit Sängerin Lina von Brockhoff performt – das war magisch.
Tränen bei der Betterov & Friends Session im Michel
Magisch ist auch das perfekte Wort für das Betterov & Friends Konzert im Michel. So besonders wie das Setting in der beeindruckenden Kirche, war auch die Setlist. Betterov betrat die Bühne, hinter ihm die Streicher, dirigiert von Tim Tautorat. Wir hörten Songs des neuen Albums und „Viertel vor Irgendwas“-Tracks, die sich warm und bekannt anfühlten. Im Verlauf des Konzerts kamen die Special Guests auf die Bühne. Novaa, Paula Hartmann, FIL BO RIVA und Olli Schulz performten jeweils einen Betterov-Track und einen eigenen Song im Duett. Irgendwann hatten wir aufgehört die Gänsehaut-Momente zu zählen – es waren sehr viele! Vor allem das Duett von Betterov und Paula Hartmann mit „Nie Verliebt“ war wunderschön. Zweistimmig sangen die beiden den letzten Chorus, dann setzen die Live-Streicher mit dem Outro ein. Der Klang der Kirche hat der*m einen oder anderen glitzernde Tränen über die Wangen geschickt.
Das offizielle Aftermovie vom Reeperbahn Festival 2022
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Schon vor ein paar Wochen haben wir Euch das Sziget Festival 2022 in Budapest vorgestellt. Kurz zusammengefasst: Ein unschlagbares Line Up aus internationalen Mega-Stars und etablierten Indie-Pop Größen, eine entspannte Atmosphäre und ein ausgelassenes Publikum voller Menschen, die ihre Leidenschaft für unfassbar gute Musik teilen. Dazu gibt es ein umfangreiches Rahmenprogramm von Kunstbeiträgen bis hin zu Yoga am Strand. Genaueres gibt es für Euch noch einmal hier nachzulesen. Wen das alles noch nicht überzeugt (seien wir ehrlich, es gäbe sicher niemanden, der an dieser Stelle noch nicht überzeugt ist), für den haben wir noch ein Ass im Ärmel.
Ein besonderer Ort des Sziget
Wer sich unseren vorangegangenen Artikel zum Festival noch einmal vor Augen führt und das Line Up Revue passieren lässt, mag sich fragen: Gehen die ganzen Newcomer*innen zwischen den wirklich großen Nummern nicht unter? Eine klare, ehrliche Antwort darauf ist: Nein! Eigens für ausgewählte und sehr vielversprechende Newcomer*innen gibt es die ibis x ALL Europe Stage. Genauso große Nummern eben.
Bei der Bühne geht es ausschließlich um die besten internationalen Nachwuchsbands und neuesten Sensationen ungeachtet der Genres uns Styles. Auf dieser Bühne wird somit zusätzlich ein farbenfrohes, aufregendes Programm geboten. The Island Of Freedom schreibt selbst dazu: „Hier findet ihr die härtesten Rockbands, gefolgt von umwerfenden elektronischen Sets und aufregenden neuen Talenten aus allen erdenklichen Genres. Werde Teil dieses einwöchigen Musikerlebnisses und lerne die Stars der Zukunft kennen.“
Ja wer denn nun?
Mit jenen Stars der Zukunft sind beispielsweise Alina Pash (Ukraine), SYML (USA), Nova Twins (UK) oder French79 (Frankreich) gemeint. Aber auch die beiden Deutschen Acts Shelter Boy und Pabst werden auf dieser Bühne mit dem Publikum dieses Festival feiern. Das soll trotzdem noch nicht alles gewesen sein, denn insgesamt umfasst das Line Up der Ibis x ALL Europe Stage 29 Newcomer*innen. Für uns also genau das Richtige.
Einmal mehr zeigt das Sziget 2022, dass für jeden was dabei ist und sich die Reise nach Budapest wirklich lohnt! Wer mehr über diese und alle anderen Bühnen wissen möchte, wird hier definitiv fündig. Um die Festivalsaison also nun komplett zu machen, bleibt nur noch eins übrig: Plündert Eure Sparschweine, durchforstet auch die Ritzen Eurer Sofas, legt alles zusammen und kauft dieses Ticket! Es ist es wert.
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