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  • artists to watch 2026: Die spannendsten Künstler*innen

    artists to watch 2026: Die spannendsten Künstler*innen

    Wer uns schon ein paar Jahre verfolgt, weiß, dass wir nichts mehr lieben, als neue Musik zu entdecken. Besonders im Dezember, denn dort nutzen wir unsere kollektive untoldency-Brainpower, um uns Artists und Bands rauszupicken, die wir euch als Artists To Watch vorstellen wollen. Sie alle haben nächstes Jahr Großes vor, gehen auf Headline-Tour oder veröffentlichen ein mit Spannung erwartetes Album! Sie jetzt auf dem Schirm zu haben, könnte euch einige Pluspunkte in eurer Musik-Friends-Bubble einheimsen.

    Und jetzt zieht die Kuscheldecke fest an, wir steigen direkt ein: hier sind unsere Artists To Watch 2026:


    (Hier klicken, um parallel zu hören.)

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    Chloe Slate

    Eine unserer größten Entdeckungen dieses Jahr war Chloe Slater. Die 22-Jährige Britin hat uns aus dem Nichts überrascht und das mit so einer Wucht, dass wir sie euch mit viel Nachdruck empfehlen wollen. Ihre Songs klingen wie ein Protestschrei und das ist auch das, was uns am meisten catcht. Politisch und sozial aufgeladene Songs, die auch musikalisch diesen Drang nach Veränderung ausdrücken. Dabei hangelt sie sich zwischen Indie-Rock, Post-Punk und verträumten Bedroom Produktionen durch, als läge es in ihrer Natur. Mit ihren zwei EPs You Can’t Put A Price On Fun (2024) und Love Me Please (2025) können wir gar nicht erwarten, was da noch von der Manchesterin kommt. Eins ist sicher: Chloe Slater inspiriert nicht nur junge Menschen in Großbritannien, sondern auch uns. 

    Nina Carolina

    Fans von Holly Humberstone, Gracie Abrams und Olivia Dean sollten hier ihre Ohren spitzen. Denn hier wartet eine Newcomerin, die mit ihrer 2025 erschienenen Debüt-EP Outsider beweist, dass sie nicht lange warten will, um in dieser Liga mitzuspielen. Nina Caroline fasst die Sorgen, Ängste, Lebensentscheidungen und Herzschmerz der Zwanziger in Songs, die mit einer verdächtigen Ohrwurm-Potential-Rate von 100% nicht nur in unseren Playlisten hoch und runter laufen. Mal melancholisch, mal energiegeladen schreibt Nina Caroline Indie-Pop Songs, die internationaler klingen als ihre Reichweite gerade (noch) schließen lässt. Doch das wird sich 2026 ändern, da sind wir uns mehr als sicher. Die nächste EP soll schon geschrieben sein, ihr könnt euch also auf noch mehr freuen!

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    JACOTÉNE

    Wenn ihr die folgende Künstlerin noch nicht kennt, dann lasst euch mal auf ein kleines Kennenlernspiel ein. Spielt den meistgehörten Track in JACOTÉNES Diskographie an, schließt die Augen und tippt das Alter. Wenn ihr diese soulige Stimme hört, würdet ihr nicht denken, die Künstlerin aus Melbourne ist erst 19, oder? Wir waren schockiert. Die Zeit, in der wir 19 waren, liegt schon eine kleine Weile hinter uns, und wir haben längst aufgegeben uns zu vergleichen mit so manchen Künstler*innen und wie sie mit ihrem jungen Talent die ganze Welt erobern. JACOTÉNE könnte eine davon werden. Das erste Mal auf sich aufmerksam gemacht hat sie mit 16 mit Demo-Tracks, die auf Spotify die 2 Millionen Marke knacken. 2024 geht es dann richtig los und auch wir wurden dieses Jahr wie im Sturm von dieser unfassbar souligen und charakterstarken Stimme in den Bann gezogen. Uns ist klar: this woman is going places. Folgt ihr jetzt schon, wenn sie 2026 Songs veröffentlicht, die dann die ganze Welt hören wird. You heard it here first!

    Panda Lux

    Wir sind ehrlich, hier haben wir ein wenig geschummelt. Panda Lux haben wir schon als Artist To Watch 2022 gelistet, weil wir überzeugt waren, dass nach diesem Banger neue Musik nicht weit sein kann. Naja, wir haben ein wenig falsch gelegen. Es sollte noch ein paar Jahre mehr dauern bis aus den Schweizer Band ein neues Album rauspurzeln sollte. Aber wisst ihr was? Das Warten hat sich mehr als gelohnt und wir können mit gutem Gewissen und voller Stolz eine unserer Lieblingsbands nochmal empfehlen! Die Tiefe und Verschlungenheit der Texte kombiniert mit der Experimentierfreude von vier studierten Musikern haut uns einfach immer wieder um. Wir hatten schon die Möglichkeit in das Ende Januar 2026 kommende Album Herz reinzuhören und tun das seitdem ehrlich gesagt auf Dauerschleife, immer auch in großer Vorfreude auf die kommende Tour im Frühjahr. Das Album ist genau das, wonach es klingt: ein tiefer Einblick in das Herz von Panda Lux. Wir sind so froh, dass sie wieder zueinander und zu sich gefunden haben. Denn die deutschsprachige Indie-Welt braucht sie einfach. Und ihr auch. 

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    Mina Richman

    Eine längst überfällige Auflistung als Artist To Watch ist Mina Richman. Song für Song hat sich die deutsch-iranische Singer Songwriterin die letzten Jahre in unser Herz gestohlen. Mit ihrem Debütalbum Grown Up (2024) war dann endgültig klar: Mina Richman ist der Shit. Ehrlich, queer und selbstbestimmt fegt sie alle vom Stuhl, die sie in ihre Welt lassen. Ihr Sound ist von Einflüssen aus Soul, Folk, Reggae und HipHop – da ist also für wirklich alle was dabei. Auf „Grown Up“ beschäftigt sie sich mit dem Erwachsenwerden, kultureller Entwurzelung, vermeintlichen Schönheitsidealen und dem Suchen nach einem Platz in der Welt. 2025 ging es direkt weiter mit neuen Songs, die uns mindestens genauso packen, wenn nicht noch mehr. Im August 2026 soll dann das neue Album kommen, gefolgt von einer fetten Headline-Tour, die wir auch präsentieren dürfen. Falls Mina Richman bis jetzt also noch nicht auf eurem Zettel war, sollte sie das spätestens jetzt!

    SCHRAMM

    SCHRAMM ist jemand, der Songs und Zeilen schreibt wie “I died when you asked me to go out” oder “Komm, zünd mich an, ich bin dein Streichholzmann“ und uns damit völlig umhaut. Eine ungeschönte Ehrlichkeit verpackt in einem mal melancholisch-tanzbaren, mal deprimierend-energischen Post Punk. Mal auf Englisch, mal auf Deutsch, aber eigentlich ist all das auch egal. SCHRAMM findet für jedes klitzekleine Gefühl einen Sound, immer ein bisschen bitter-zynisch, und genau das ist es, was uns so catcht. Seine erste EP I made this for myself (I didn’t make this for you) hat der Wahl-Berliner 2022 veröffentlicht, die zweite How to fail at love EP kam 2024. In diesen Jahren hat sich schon eine kleine Fanbubble um den Künstler gebildet, denn wer sich einmal in seinem Sound verliert, will sich gar nicht mehr davon lösen. Das Gute ist, das müssen wir auch nicht! Im Gegenteil, es kommt 2026 noch mehr von SCHRAMM, weshalb wir das gerade als einen perfekten Zeitpunkt sehen, ihn euch ganz gezielt ans Herz zu legen. Seine neue EP something smelly funny erscheint am 06.02.2026. Und eine Tour gibt es auch! Wir geben euch alles an die Hand, was ihr braucht.

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    fiio

    fiio hat sich auf diese Liste mit einer großen Empfehlung aus unserer Redaktion geschlichen. Auch viele von euch haben den Wiener Indie-Rock-Musiker schon auf den Radar. Es scheint also, als sei es fast schon überfällig, ihn als Artist To Watch aufzunehmen. Sein drittes Album Athena. ist gerade einmal einen Monat alt und trotzdem können wir das Gefühl nicht abschütteln, als würde nächstes Jahr ein besonderes Jahr für fiio werden. Es kitzelt aber auch einfach besonders wenn Wiener Sprechgesang auf moderne Pop-Melodien trifft, oder? fiio gibt einen unverblümten Eindruck in das Chaos des modernen Lebens der Mitte Zwanziger, ein Coming-of-Age mit einem wahnsinnig catchigen Soundtrack. Wir sind begeistert, ihr seid begeistert, jetzt warten wir noch auf die Leute um uns herum und dann können wir sagen: wir kannten fiio schon, bevor ihn alle kannten.

    STRAHLEMANN

    Ähnlich ist es bei STRAHLEMANN. Auch diese Band hat riesengroße Fans in unserer Redaktion und ist auch schon seit einigen Jahren bei einigen von euch sehr beliebt. “Relativ idealistisch, ziemlich sozialkritisch, hauptsächlich selbstzentriert” – so steht es in der Beschreibung der Indie-Rock Band aus Münster. Was wir da noch hinzufügen würden: eine kleine Prise melancholisches Fernweh nach diffusen Momenten der tiefen Gefühle. Ihre Debüt-EP Die Sonne scheint nur für mich (2023) hat uns schon große Ohrwürmer gebracht und auch die folgende EP Tut gar nicht mehr so weh (2024) lässt uns unsere Gefühle rausschreien (und tanzen). Dieses Jahr kamen weitere fünf Songs, die sich in der  Komm, wir machen uns gemeinsam verletzlich-EP gesammelt haben und uns SO VIEL BOCK auf das kommende Album machen. Falls ihr das lest, es ist überfällig, STRAHLEMANN. Wir wollen mehr moderner Kuschelrock mit moralischem Rückgrat. 

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    Sampa The Great

    Neben Chloe Slater und JACOTÉNE haben wir mit Sampa The Great eine weitere sehr starke Empfehlung aus dem Ausland für euch. Zugegeben, Sampa The Great ist alles andere als eine Newcomerin – ihre Diskografie reicht zurück bis 2015. Die in Sambia geborene und in Botswana aufgewachsene Künstlerin macht einen unvorhersehbarer Mix aus abstrakten Hip-Hop Beats, afrikanischen Einflüssen, Jazz-Electronica und spirituellen Neo-Soul. Der Grund, warum wir sie mit in unsere Artists To Watch Liste aufnehmen, ist der nach einer zweijährigen Pause erschienene Song Can’t Hold Us feat. ihrer Schwester und R’n’B Künstlerin Mwanjé. Mit ihm hat sie ihren Sound neu erfunden, Nu Zamrock: eine kraftvolle Verschmelzung von der rohen Energie von Rock, Hip-Hop, Soul und sambischen Rhythmen. “Zamrock is my sound. It’s my voice. Being Zambian, being loud, being defiant — that’s what Zamrock is.” Und dieser Sound ist so stark, dass wir davon überzeugt sind, dass Sampa The Great 2926 ein mehr als vielversprechendes Jahr vor sich hat. Und wir dem alle gespannt folgen sollten.

    RAR

    Zu guter Letzt möchten wir euch RAR empfehlen. Eine absolute Nischen-Empfehlung, von der wir gar nicht genau sagen können, wie groß sie 2026 werden wird. Aber eins ist sicher: RAR solltet ihr auf eurem Radar haben. Vielleicht haben es ein paar von euch auch schon! Immerhin war Jonas Pentzek, der Kopf und Stimme hinter RAR, bis 2022 Teil der Post-Wave Band Fibel. Vielleicht ist euer Herz auch noch ein wenig angekratzt seit der offenen Pause der Band, und falls das so ist, könnte das hier eins der schönsten Pflaster sein, das die Musikbubble hergibt. Alte Synths, weißes Rauschen, tiefsinnige deutsche Texte – all das legt sich über eine Weite Range an BPMs und erschafft Musik, die sich in die tiefsten Poren unseres Körpers einschraubt. 

    Auch hier wird es eine Tour im Frühjahr 2026 geben! Und obwohl die aktuelle EP 1996 erst im September rauskam, hoffen wir, dass da noch viel unreleaste Musik wartet. Irgendwas Gutes muss nächstes Jahr passieren. 

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    Und damit sind artists to watch 2026 komplett! Chloe Slater, Nina Caroline, JACOTÉNE, Panda Lux, Mina Richman, SCHRAMM, fiio, STRAHLEMANN, Sampa The Great und RAR. Alle 10 solltet ihr auf dem auf dem Schirm haben, wenn eure Freund*innen nach neuem Musikinput fragen. 2026 wird ein gutes Jahr – wir manifestieren das jetzt einfach mal so. Musikalisch werden wir auf jeden Fall gut aufgefangen werden, egal, was passiert.

    Hier könnt ihr klicken, um zu den individuellen Jahresrückblicken unserer Redaktion zu kommen.

    Und hier geht’s nochmal zur artists to watch 2026-Playlist mit direkten Reinhör-Empfehlungen: 

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    Fotocredits:
    Chloe Slate: Hayley Thompson | Nina Caroline: Johanna Gußmaggk | Mina Richman: Jan Haller | JACOTÉNE: Darren McDonald | Panda Lux: Sina Meyer | SCHRAMM: Can Wagener | fiio: Fioni Versace | STRAHLEMANN: Sophia Arlena | Sampa The Great: Abu Dumbuya | RAR: Jimi Joel Eyrich

  • artists to watch 2025: Die spannendsten Künstler*innen

    artists to watch 2025: Die spannendsten Künstler*innen

    Gerade waren wir noch Festivals unterwegs und schwupps, gleich ist Weihnachten. Aber davor genießen wir natürlich erstmal die Adventzeit. Und vor allen Dingen, die Adventskalenderzeit! Es gibt auch dieses Jahr wieder special Weihnachtsformate, Livestream-Interviews und Jahresrückblicke, fette Verlosungspakete und natürlich auch: unsere artists to watch 2025!

    Wie es unsere Tradition will, setzen wir (Anna und Jule) uns Anfang Dezember gemeinsam in ein Google Doc und philosophieren über die kommenden großen Newcomer*innen 2025. Das meiste passiert aus einem Bauchgefühl heraus, denn wir sind keine Wahrsagerinnen und die Musikbranche ist unvorhersehbar. Aber unsere Tipps für 2024 waren gar nicht mal so schlecht! Paula Carolina und ENGIN sind euch dieses Jahr doch bestimmt an jeder Ecke entgegen gestolpert, und Blumengarten und Berq wurden beide gerade für eine 1Live-Krone als “bester Newcomer” nominiert, wobei Letzterer sogar gewonnen hat. Larasüß wird auch nächstes Jahr weiter Bühne für Bühne erobern, SERPENTIN hat diesen Sommer die Festival-Bühnen dominiert und Remote Bondage haben ihre Debüt-EP WIR KOMMEN IN DIE HÖLLE, ABER WENIGSTENS KOMMEN WIR released, die nur noch mehr Lust auf ihr bald (?) kommendes Debütalbum macht (und allein der Titel hat ein s/o verdient). Soft Loft und Ottolien haben sich noch weiter in unsere Herzen vergraben als vorher (auch hier kommt neue Musik!) und Apsilon hat ein Debütalbum veröffentlicht, das sich wirklich jede*r anhören sollte. 

    Und 2025? Wer wird sich nächstes Jahr erfolgsverdächtig in unsere Playlists, Festivals und Alltagsmomente schleichen? Wir haben uns auf 10 fantastische Artists geeinigt, die ihr unserem Bauchgefühl nach auf jeden Fall auf dem Schirm haben solltet (hier klicken, um parallel zu hören).


    SOFFIE
    01 SOFFIE, Chiara Noemi Müller, untoldency, artists to watch 2025, Newcomerin, Indie, Music, Blog, Musikmagazin

    Wer in diesem Jahr nicht SOFFIE über den Weg gelaufen ist, hat vermutlich auch den Wechsel der Jahreszeiten verpasst. Die Indie-Pop-Newcomerin hat mit Für immer Frühling eine Protesthymne geschaffen, die Anfang des Jahres viel bei den “Demos gegen Rechts” gespielt wurde – obwohl der Song eigentlich gar nicht politisch gemeint war. Prompt gab es dafür in diesem Jahr auch eine Nominierung für die 1Live-Krone als “Bester Alternative Song”. Mit ihren inhaltlich schweren, aber musikalisch federleichten Songs hat sich SOFFIE im Laufe des Jahres in die Herzen vieler Fans gespielt und ist Dauergast in der Wilde Herzenoder Deutscher Indie”-Playlist auf Spotify. Aber auch live konnte man sie dieses Jahr fast überall erleben, auf einem der vielen Festivals, als Support für u.a. Mark Forster, Lostboi Lino, Kaffkiez oder Von Wegen Lisbeth oder auf ihrer ersten Headliner-Tour, die 2025 weitergeht – vielleicht ja mit einem Debütalbum im Gepäck? Wir sind gespannt, was das nächste Jahr für SOFFIE bringt, sind aber sicher, dass es nur noch größer und schöner wird. Und in der Zwischenzeit legen wir euch die Für immer Frühling”-Version mit dem Münchner Rundfunkorchester und ihre PlaylistKein Staat, kein Patriarchatzum feministischen Kampftag ans Herz.


    Zartmann
    02 Zartmann, Luis Frederik, untoldency, artists to watch 2025, Newcomer, Indie, Music, Blog, Musikmagazin

    Zartmann ist “harter und gefährlicher Pop von Berlinerjunge”, so sagt es jedenfalls seine Spotify-Bio. In einem rekordverdächtigen Tempo hat er sich vom Underground-Geheimtipp zu einer großen Nummer gemausert und gehört inzwischen zur Gang rund um Apsilon, Kasi, Aaron, Drumla und Ski Aggu. Auf unserem Radar landete er zum ersten Mal 2021 mit seiner Single “2 Blocks”. Ein Jahr später folgte die 11 bis 2”-EP, die es in die Top 10 der Charts geschafft hat. Nach einem Bruch mit seinem Management und einem Vertrag, der es ihm bis April 2023 nicht erlaubte, neue Musik zu veröffentlichen, erschien 2024 seine dafür bin ich frei-EP. Die schaffte es genauso in die Charts wie der Song wie du manchmal fehlst” mit Ski Aggu und Dauner. Zartmann hat in diesem Jahr einen Haufen an Festivals und u.a. Support für 01099 gespielt. Seine eigene Tour 2024 war dann komplett ausverkauft und auch die Tickets für die 2025 geplante Tour sind bereits weg. Klingt ganz danach, dass hier jemand auf einem aufsteigenden Ast sitzt. Wir freuen uns jedenfalls, ihn beim weiteren Aufsteigen zu beobachten – ihr euch auch?


    Power Plush
    03 Power Plush, Fioni Versace, untoldency, artists to watch 2025, Newcomerin, Indie, Music, Blog, Musikmagazin

    Eigentlich ist es längst überfällig, Power Plush als artist to watch aufzuzählen. Nach ihrer Debüt-EP Vomiting Emotions aus dem Jahr 2021 und dem dann 2023 erschienenen Debütalbum Coping Fantasies (mit super süßem Cover) hat die Band auf Chemnitz inzwischen so gut wie jede Bühne des Landes bespielt, ob auf Festivals oder als Support für u.a. Kraftklub, Blond, Tocotronic oder Leoniden. Besonders dankbar sind wir aber für den hot maus summer, den sie uns gemeinsam mit Gigolo Tears beschert haben – wir waren wirklich nicht bereit. Und deshalb können wir es schon kaum erwarten, bis das neue Album Love Language am 25.04.2025 erscheinen wird. Übrigens gehen Power Plush damit dann auch im Herbst 2025 auf fette Headliner-Tour, für die wir ebenfalls jetzt schon die Tage zählen – Vorfreude ist doch schließlich die beste Freude. Der Weg für ein erfolgreiches Jahr 2025 ist also schon jetzt geebnet und wir können euch nur empfehlen, die Band dabei zu begleiten. Es wird sich lohnen, da sind wir uns ganz doll sicher.


    Biig Piig
    04 Biig Piig, Yana Van Nuffel, untoldency, artists to watch 2025, Newcomerin, Indie, Music, Blog, Musikmagazin

    Es gibt natürlich auch wahnsinnige spannende Künstler*innen aus dem Ausland, die wir mit in unsere artists to watch-Liste mitaufnehmen wollen – und müssen! Allen voran möchten wir euch Biig Piig an’s Herz legen. Die irische Neo-Soul-Sängerin dreht mit ihrem einzigartigen LoFi-Hip-Hop-Pop-Mix schon seit einigen Jahren ihre Kreise in unserer Redaktion und sicherlich auch bei einigen von euch. Mit 49 Millionen Streams könnte Sunnybereits Teil eurer Sommer-Playlisten sein (falls nicht, dann jetzt!) und auch “Feels Rightist ein Dauerbrenner mit über 61 Millionen Streams! Am 07.02.2025 ist es dann endlich soweit und ihr wirklich sehnlichst erwartetes Debütalbum “11:11” wird veröffentlicht. Wir sagen: wer Biig Piig jetzt noch nicht auf dem Zettel hat, sollte sie spätestens jetzt draufschreiben. Because this girl is going places.


    Hope Tala
    05 Hope Tala, Erica Devin Snyder, untoldency, artists to watch 2025, Newcomerin, Indie, Music, Blog, Musikmagazin

    “Her vocals are breathtakingly raw yet cautiously controlled, as if she can feel the weight of her words in her chest” – das hat das britische Bricks Magazine über Hope Talas Single I Can’t Even Cry“ geschrieben und wir können das mehr als unterschreiben. Die Westlonderin verbindet Elemente aus Soul, Bossa Nova und Pop zu ihrem eigenen unverwechselbaren Sound. Mal ruhig und melancholisch, mal hoffnungsvoll und locker schafft es Hope Tala ohne groß Nachzudenken in unsere artists to watch-Liste. Nach einem zweijährigen Hiatus steht die Newcomer*in vor ihrem langersehnten Debütalbum, das sie am 25.02.2025 in die Welt lässt. Wir sind wirklich von Grund auf begeistert und können es kaum erwarten, ihre Gedanken zum Erwachsenwerden, Herkunft, Gemeinschaft und allem zwischendrin zu hören. Erst im Juni hat sie für SZA eröffnet und spielt nächstes Jahr unter anderem auf dem Coachella – da steht also ganz schön was in der Pipeline bei Hope Tala. Genau jetzt ist der Zeitpunkt, hier mit dabei zu sein.


    Greentea Peng
    06 Greentea Peng, William Spooner, untoldency, artists to watch 2025, Newcomerin, Indie, Music, Blog, Musikmagazin

    Wenn ihr bisher Greentea Peng noch nicht kennt, dann ist ebenfalls genau jetzt der Zeitpunkt, die Sängerin aus East London mit auf eure Liste für 2025 zu nehmen. Auch hier gehen die Lyrics tief und auch musikalisch sind wir noch im Neo-Soul unterwegs – der ist aus der UK einfach der beste, was sollen wir machen. Mit einer spannenden Mischung aus R&B, Hip Hop und psychedlichen Klanglandschaften wird Greentea Peng 2025 die Szene aufmischen, weit über die UK hinaus. Den ersten Durchbruch hatte sie 2019 mit ihrer viralen COLORS-Show von Downers”, danach ist sie vor ihrer Vergangenheit und nach Mexiko geflohen, wollte das Singen aufgeben. Doch stattdessen fand sie dort den Spaß an der Musik und am Leben wieder, tourte mit einer Coverband, kam zurück nach London. Zum Glück! Am 21.03.2025 erscheint ihr kommendes zweites Album “TELL DEM IT’S SUNNY”. Es geht um Selbstfindung, Spiritualität, Heilung, Politik – all das, was uns im Leben beschäftigt. Falls ihr wie wir Fans von Jorja Smith, Joy Crookes oder Lauryn Hill seid, werdet ihr euch bei Greentea Peng sehr wohlfühlen. 


    frytz
    09 Frytz, Johannes Klingelhoefer, untoldency, artists to watch 2025, Newcomer, Indie, Music, Blog, Musikmagazin

    Nach diesem wahnsinnig vielversprechendes Ausflug in die UK, geht es wieder zurück nach Deutschland. Hier wird uns nächstes Jahr vor allem ein Künstler den Kopf verdrehen: frytz. In derselben Bubble wie Zartmann, Bruckner oder Dominik Hartz unterwegs, macht frytz einen entspannten Mix aus Indie-Rap und tanzbaren Beats, und hat uns 2024 in einem Turbospeed als vielversprechender Newcomer überzeugt. Seine ersten zwei EPs unter meiner Hautund Unter meiner Haut, pt. IIkamen dieses Jahr und machen wirklich sehr, sehr, sehr viel Lust auf mehr. Erst als Produzent in die Musikbranche gestartet, hat er sich, zum Glück!, dazu entschieden, aus dem Schatten ins Spotlight zu springen und selbst Musik zu veröffentlichen. Direkt schon als Support für ua. Rikas sehen wir hier sehr viel Potential, die ganz großen Bühnen schon ganz bald alleine zu erobern. Auch wenn das vielleicht noch einen kleinen Schnuff dauert, wird frytzs Reise bis dahin auf jeden Fall eine wahnsinnig spannende sein. Und jetzt schon dabei zu sein, macht doch am meisten Spaß. Oder nicht?


    PaulWetz
    07 PaulWetz, Philipp Gladsome, untoldency, artists to watch 2025, Newcomer, Indie, Music, Blog, Musikmagazin

    Schon seit vielen Jahren zieht PaulWetz die YouTube– und inzwischen vor allen Dingen TikTok-Welt in seinen Bann. Wir waren tatsächlich auch schon Fans von ihm, als er vor drei Jahren noch Staubsauger-Anleitungen vorgesungen hat. Dass er nicht erst seit gestern Musik macht, hat man auch da schon gemerkt. Seit 2022 veröffentlicht er nun auch Songs auf Deutsch, die ihm nochmal eine neue Gruppe an Fans, u.a. auch andere Musiker*innen, beschert hat. So sitzt er z.B. einfach gemeinsam mit Juli im Auto und covert “Geile Zeit” und hat außerdem eine Ode an den Bass geschrieben, die uns das ganze Jahr nicht aus dem Ohr gehen wollte. Wer PaulWetz auf seinen Social Media Accounts folgt, hat immer eine gute Zeit. Und diejenigen unter euch, die ihn als Support bei Nina Chuba oder Clueso live gesehen haben, ebenso. Nächstes Jahr geht es auf eigene Headliner-Tour und wir erwarten eigentlich irgendwie auch ein Debütalbum. Vielleicht geht da ja was? Wir bleiben auf jeden Fall dran und ihr solltet das auch tun.


    jolle
    08 jolle, Felix Krüger, untoldency, artists to watch 2025, Newcomerin, Indie, Music, Blog, Musikmagazin

    Bei wem auch auf jeden Fall was geht in 2025, ist jolle. Wir konnten Ende letzten Jahr schon beobachten, wie sich die Hamburgerin einen Weg an die Spitze der Poplandschaft bahnt, dann wurde es kurz still. Nach einem Labelwechsel entstand die “stunde null”: ihre aktuelle EP, mit der jolle im November 2024 neu startet und auch 2025 ganz sicher zu ihrem Jahr machen wird. Ein bisschen Pop, ein bisschen Indie, ein bisschen Rap-Ballade – bei der Hamburgerin trifft das Beste aus all diesen Genres zusammen. Mal mit einem Carlo5-Feature, mal mit Stanovsky – alle Songs von jolle reißen mit und bleiben ewig im Ohr. Dass all das, was wir bisher gehört haben, in diesem Achterbahn-Jahr entstanden ist, gibt uns mehr als große Hoffnungen auf alles, was sie nächstes Jahr für uns in petto hat. Zurückgewonnene Autonomität und der Drang auf allen Bühnen des Landes zu spielen sind hier genau die richtige Kombi. Wir haben Bock!


    Lara Hulo
    10 Lara Hulo, Julie Himmelstoss, untoldency, artists to watch 2025, Newcomerin, Indie, Music, Blog, Musikmagazin

    Unsere letzte artist to watch ist Lara Hulo. Seit 2022 veröffentlicht sie Musik und ist mit ihrem Song Side B*tch das erste Mal 2023 viral gegangen. Die in Schleswig geborene und in Berlin lebende Indie-Künstlerin erinnert mit ihrer einmalig kratzigen Stimme an Nina Hagen oder Hildegard Knef. In ihren Songs erzählt sie unverblümt und mit mehr als deutlichen Worten vom Leben als queere junge Frau und vom Suchen, Finden, Festhalten und Verlieren der queeren Liebe. Besonders ihr Song Für Änni hat uns in diesem Jahr sehr berührt. Aber eigentlich möchten wir für alle Songs ihrer im November 2024 erschienenen Debüt-EP Für Lara eine dicke Hörempfehlung aussprechen. Und alle diejenigen unter euch, die Lara Hulo in diesem Jahr bei einer ihrer vielen Festivalshows, als Support für LUNA und SOFFIE oder auch gerade auf ihrer eigenen Headliner-Tour gesehen haben, wissen, wovon wir reden. Wir sind uns sicher, dass das Jahr 2025 uns noch viele weitere große Momente mit ihr schenkt und können das kaum erwarten.

    Und damit sind artists to watch 2025 komplett! SOFFIE, Zartmann, Power Plush, Biig Piig, Hope Tala, Greentea Peng, fyrtz, PaulWetz, jolle und Lara Hulo. Unserer bescheidenen Meinung nach solltet ihr alle der 10 vorgenannten Artists auf dem Schirm haben, wenn eure Freund*innen nach neuem Musikinput fragen. Im Zweifel schaut einfach bei uns vorbei, wir informieren euch natürlich auch gerne. Viele von ihnen haben kommende Projekte und voraussichtlich alle werden auf Tour sein! Und ihr wisst, always support live music <3 

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    Fotocredits:
    SOFFIE: Chiara Noemi Müller | Zartmann: Luis Frederik | Power Plush: Fiona Versace | Biig Piig: Yana Van Nuffel | Hope Tala: Erica Devin Snyder | Greentea Peng: William Spooner | frytz: Johannes Klingelhöfer | PaulWetz: Philipp Gladsome | jolle: Felix Krüger | Lara Hulo: Julie Himmelstoss

  • artists to watch 2024: Die vielversprechendsten Künstler*innen

    Ist euer 2023 auch so an euch vorbeigeflogen? Eben gerade war noch Festival-Sommer, wir haben kurz geblinzelt und auf einmal ist das Jahr vorbei. Die von euch, die uns schon ein wenig begleiten, wissen, was das heißt: Die Adventskalenderzeit ist da! Es gibt special Weihnachtsformate, es gibt Live-Interviews und Jahresrückblicke, fette Verlosungspakete und es gibt auch 2023 wieder dieses Google Doc, in dem Anna und Jule über die Newcomer*innen-Landschaft da draußen philosophieren. Und in diesem befinden wir uns jetzt. Welcome to: artists to watch 2024!


    Zuerst ein kleiner Blick zurück: 2023 war musikalisch wahnsinnig viel los. Einen kleinen Einblick werdet ihr in den individuellen Jahresrückblicken der Redaktion finden, und ihr habt selbst sicherlich auch Künstler*innen und Bands, von denen ihr dieses Jahr gar nicht genug bekommen konntet. War eine von denen vielleicht Brockhoff? Oder Dilla? Vielleicht ENNIO oder TEMMIS? Denn die waren es, denen wir Ende 2022, also vor genau einem Jahr, als artists to watch 2023 den Durchbruch für 2023 versprochen hatten. Jetzt fragen wir uns: Wer wird es wohl 2024 werden? In wen werden sich nächstes Jahr so viel mehr von euch verlieben, weil sie auf allen Festivalbühnen rocken und sie diesen einen Song releasen, der euch monatelang nicht loslässt? Unsere Nase hat sich auf 10 Artists geeinigt, die wir euch hier vorstellen werden. Our guess is as good as any, aber es lohnt sich allemal, in alle reinzuhören – und wenn es nur auf Verdacht hin ist. (Hier klicken, um parallel zu hören.)


    Paula Carolina
    01 Paula Carolina, Eric Joel Nagel, untoldency, artists to watch 2024, Newcomerin, Indie, Music, Blog, Musikmagazin

    Wer es 2023 geschafft hat, an Paula Carolina vorbeizukommen, verdient auf eine seltsame Art unseren Respekt. Zwischen ihrem Artikel aus dem Jahr 2022, in dem sie bei uns über die Entstehung ihres Songs “Gerlindes Garten” geschrieben hat, und heute ist eine Menge passiert. Keine Festivalbühne war sicher vor ihr und ihrer Band, die Songs ihrer EP Heiß/Kalt haben es in so manche Jahresplaylists geschafft und zwischendrin hatte sie trotzdem noch Zeit, in Sessions z.B. für Startrampe 80er-Jahre-Bretter zu covern, die es mit unter auch in ihre Livesets geschafft haben, ein Feature mit OK KID aufzunehmen, der Indie-Welt den Kopf zu verdrehen, unzählige Support-Shows zu spielen und auf Headline-Tour zu gehen. Paula Carolina sitzt eindeutig auf dem wohl steilsten aufsteigenden Ast, den wir dieses Jahr gesehen haben. Mit einer bereits angekündigten zweiten Tourrutsche 2024 (und einem Debütalbum?) im Nacken und ihrer herrlich unvoreingenommenen und wilden Attitüde wird sie es im nächsten Jahr sicher schaffen, auch die letzten Musikfans von sich zu überzeugen. Wir sind es bereits, ihr wahrscheinlich auch, umso spannender wird es, diese junge Künstlerin dabei zu beobachten, wie sie immer weiter wächst. Ein bisschen, wie einst die Blumen in Gerlindes Garten…


    ENGIN
    02 Engin, Foto Yasmin-Sara Ergen, untoldency, artists to watch 2024, Newcomerin, Indie, Music, Blog, Musikmagazin

    Die Band, die wir euch für 2024 auf jeden Fall mitgeben wollen, ist ENGIN. Auf unserem Radar sind die Mannheimer seit knapp zwei Jahren, und gerade deshalb ist es für uns umso aufregender, sie jetzt klar und deutlich breaken zu sehen. Im Mai diesen Jahres haben sie ihr astreines Indie-Rock Debütalbum “NACHT” veröffentlicht und fast zeitgleich konnten sie beobachten, wie ihre Followerschaft von 7.000 auf mittlerweile über 119.000 gewachsen ist. Der Sprung war groß und doch organisch – denn der Punkt, den sie mit ihrer Musik treffen, hat nur darauf gewartet, endlich getroffen zu werden. ENGIN machen nämlich nicht nur deutschsprachigen Indie-Rock, sondern lassen ihre eigenen türkischen Wurzeln und Einflüsse mit reinspielen. Und das, was da rauskommt, das kann nur ganz groß werden! Anhand von wöchentlichen Cover auf Instagram und TikTok bringen sie uns die türkische Musikwelt näher und andersrum den deutschen Indie in die türkischen Communities – das ist genauso wholesome wie es sich anhört. Aktuell auf Support-Tour für Von Wegen Lisbeth kommen sie im Frühjahr 2024 mit einer eigenen Tour und neuer Musik im Gepäck. Wir garantieren euch, dass sie sich einmal durch unsere Bubble und somit auch durch eure Playlists und liebsten Festivals wirbeln werden. Seid ihr dafür bereit?


    Soft Loft 
    03 Soft Loft, Foto Jan Winiger, untoldency, artists to watch 2024, Newcomerin, Indie, Music, Blog, Musikmagazin

    Das Debütalbum der Band mit dem so schön über die Lippen gehenden Namen Soft Loft heißt “The Party And The Mess” und hätte es in Annas Top 10 Alben 2023-Liste geschafft, wäre es denn dieses Jahr schon erschienen. Der vorbemusterte Soundcloud-Link des Albums zeigt aber, dass sobald es im März 2024 erscheint, sich der Konjunktiv verabschiedet und das Album viele Top-Jahreslisten beeinflussen wird. Wieso? Weil wir einfach selten so ein überzeugendes Debüt gehört haben! Es erinnert stark an den sanften Indie-Pop von Daughter und dabei existiert die Band um Sängerin Jorina Stamm erst seit knapp zwei Jahren. Ihr habt sie dieses Jahr vielleicht schon auf ein oder zwei Festivals das erste Mal erleben können oder die Debüt-EP “In Case You Still Get Lonely und die ersten Singles des Albums in euren Playlisten. Falls nicht: Jetzt ist der Zeitpunkt! Auch wenn ihr euch erst im März in voller Länge davon überzeugen könnt, nehmt uns beim Wort, denn wir könnten verliebter nicht sein. Zwischen wunderschöner Herbstmelancholie und rosigen Sommermelodien machen sich Soft Loft in unseren Herzen breit und werden 2024 ganz sicher weiter wachsen.


    Ottolien
    04 Ottolien, Foto Christian Bardenhorst, untoldency, artists to watch 2024, Newcomerin, Indie, Music, Blog, Musikmagazin

    Ebenfalls (gar nicht mehr so) geheime Favoriten unserer Redaktion, und zwar seit ihrer Stunde Null, sind Ottolien, die ihr daher bei uns auch schon das ein oder andere Mal entdeckt haben könntet. Die beiden Brüder Leo und Jonas machen seit ihrer Kindheit gemeinsam Musik. Ehrliche Texte mit fast poetischen Anmutungen und ihr Sound durch den Mix aus Leos weicher Singer/Songwriter-Stimme und Jonas’ Rap-Parts, den man in deutschen Songs so eher selten findet, machen ihren Sound aus. Nach einigen Support-Shows und einem unfassbar guten Set beim KiezKultur Festival haben sie gerade ihre erste Headline-Tour zum im November erschienenen Debütalbum Wir tun uns so gut weh beendet und damit so richtig bewiesen, dass Ottolien ihren festen Platz in der deutschsprachigen Indie-Szene im Dauermietvertrag absolut verdient haben. Wir möchten an dieser Stelle besonders ausdrücklich darauf hinweisen, dass wir von der Weiterentwicklung der beiden, sowohl was ihren Sound als auch ihr musikalisches Standing angeht, extrem angetan sind. Wir sind deshalb auch der festen Überzeugung: Wer bei den Songs des Brüder-Duos nicht Gänsehaut bekommt, hört einfach nur nicht richtig zu!


    Apsilon 
    05 Apsilon, Foto Sina Lesnik, untoldency, artists to watch 2024, Newcomerin, Indie, Music, Blog, Musikmagazin

    2022 ist Apsilon mit seiner Debüt-EP „Gast“ und rund 3.000 Follower*innen auf Instagram in das Jahr gestartet. Zwei weitere EPs, „32 Zähne“ und „Blei“, und unzählige Singles später hat der Moabiter Rapper mit über 40k Instagram-Fans mehr als nur einen Fuß in die Deutsche Rapszene gesetzt. Zielstrebig klettert der Artist mit regelmäßigem Output die Erfolgsleiter höher. Dabei drückt er immer wieder auf erschütternden Beats den Finger in die politisch-gesellschaftlichen Wunden, die ganz besonders doll wehtun. Im letzten Jahr ist zudem die verletzliche Seite des Künstlers zunehmend hervorgetreten. Die Krönung ist die aktuelle Single “Baba”, die uns besonders in der Live-Umsetzung mit dem Rundfunk Tanzorchester Ehrenfeld ein paar salzige Tropfen über die Wangen rutschen lässt. Wir schließen uns dem Trend an: Vom Indie-Rapper wird sich Apsilon im nächsten Jahr zum Feuilleton-Liebling und anschließend zu einer festen Deutschrap-Größe entwickeln. You better watch out, Apsilon is comin’ to town!


    Remote Bondage 
    06 Remote Bondage, Foto Anna Gutmacher, untoldency, artists to watch 2024, Newcomerin, Indie, Music, Blog, Musikmagazin

    Wer Paula Carolina schon vor unserer Liste auf dem Radar hatte, kennt vielleicht auch Remote Bondage. Die Band, die es erst seit einem unglaublichen Jahr gibt, war als Support auf Paula Carolinas Tour mit dabei, hat u.a. das KiezKultur Festival und die Fusion aufgewirbelt, und ist mehr als ready, diese Live-Statistiken in 2024 massiv auszubauen. Denn wenn wir was wissen, dann ist es, dass feministischer Punk-Pop on the rise ist! Und das freut uns wahnsinnig, denn das heißt, dass wir nächstes Jahr zu Songs wie “Vulvarine” tanzen und Lines wie “Meine Clit ist kein Rubbellos, das hier ist kein Glückslos” laut durch die Clubs schreien werden. Wird auch Zeit, dass mit “schambehafteten” Themen und der Utopie des Patriarchats mal ordentlich abgerechnet wird. Remote Bondage werden genau das machen! Die Songs stehen in der Pipeline, die fünf Bandmitglieder (“drei Sängerinnen, eine Bassistin und ein reizender Drummer”) sind ready und wir sind es auch. Let’s smash the patriarchy, oder?


    SERPENTIN 

    Ebenfalls eine ganz heiße Kandidatin dafür, ihrer Karriere im Jahr 2024 die nächste Kirsche aufzusetzen, ist Serpentin. Mit Songs wie “Schrammen” oder “Herz geklaut”, die im November 2023 in ihrer zweiten EP Atta mündeten, hat sie uns in diesem Jahr den ein oder anderen langwierigen Ohrwurm beschert. Außerdem konnten wir sie auf den Festivalbühnen des Landes oder als Support von z.B. Mia Morgan live erleben – oder eben auf ihrer ersten eigenen Tour, die ihr Finale am 15.12.2023 in Hannover haben wird. Sie hat sich in 2023 noch tiefer in die Herzen ihrer Fans gespielt und dabei auch die abgeholt, die sie noch gar nicht auf dem Schirm hatten. Und das mit ihrem einzigartigen Sound und Texten, die sowas von straight aus ihrem Herzen kommen, dass es selbst für Außenstehende und -hörende manchmal wehtut. Wir sind gespannt, was das Jahr 2024 für Serpentin bereithält, sind uns aber sicher, hier einer kleinen süßen Raupe dabei zuzusehen, wie sie immer mehr zu einem bunten Schmetterling wird. 


    Blumengarten
    09 Blumengarten, Foto aussortiertarchiv, untoldency, artists to watch 2024, Newcomerin, Indie, Music, Blog, Musikmagazin

    Folgende Band hätte sicherlich letztes Jahr schon ihren Platz in unserem artists to watch-Format verdient, denn 2023 war definitiv ihr Durchbruch. Features mit Cro, Goldroger, Betterov und Paula Hartmann zeigen, das scheint die neue Lieblingsband eurer Lieblingsbands zu sein! Aber das ist auch kein Wunder, denn sobald die Stimme von Rayan Djima ertönt, ist es um alle geschehen, die ihr lauschen dürfen. Erst 2021 gegründet, sind Blumengarten nun auf ihrem Steilweg nach oben, spielen während wir das hier schreiben ihre erste große Headline-Tour und werden nächstes Jahr sicherlich eine große Festival-Tour ranhängen. Ebenfalls erst vor einigen Tagen erschienen ist ihr Debütalbum schönheit die in schmerzen liegtund auch das können wir stärkstens empfehlen. Produzent Sammy weiß genau, welcher Sound unsere für immer melancholische Indie-Pop Herzen regt, und Sänger Rayan wie er seine Worte genau dortrein stehlen lassen kann, wo’s wehtut. Und wenn im Schmerz wirklich die Schönheit liegt, dann wollen wir das auch 2024 spüren.


    Larasüß
    08 Larasüß, Larasüss, Foto Dascha Krieger, untoldency, artists to watch 2024, Newcomerin, Indie, Music, Blog, Musikmagazin

    Mit ebenfalls offenem Mund haben wir in diesem Jahr dem Kickstart von Larasüß zugeschaut. Erst vor etwas mehr als einem Jahr fing sie an, ihre selbstproduzierten Songs aus ihrem Zimmer heraus zu veröffentlichen und hat mit Songs wie „Geister“ vom Fleck weg für große Augen in der NNDW-Bubble gesorgt. Schon in diesem Jahr hat sie als so frische Newcomerin unfassbar viel live gespielt und ist Teil der von Modular ins Leben gerufenen FLINTA-Konzertreihe Bande, die wir sehr lieben und immer gerne unterstützen. Wir sind aber auch unfassbar stolz, dass Lara bis jetzt Teil unserer untoldency-Redaktion war, ihren Fokus 2024 aber noch mehr auf das Projekt Larasüß legen wird. Das ist für uns auf der einen Seite super traurig, aber auf der anderen Seite freuen wir uns natürlich auch, sie im nächsten Jahr voller Tatendrang und Liebe weiter zu supporten. Einige Live-Termine sind schon announced, da werden aber sicherlich noch mehr dazu kommen. Wir freuen uns dann schon, mit euch gemeinsam in der ersten Reihe zu tanzen. Und auf neue Musik können wir uns ganz bestimmt auch freuen. (P.S. Danke für die schöne Zeit, Lara. Wir haben dich sehr lieb!)


    Berq
    10 Berq, Foto Finn Dubbeld, untoldency, artists to watch 2024, Newcomerin, Indie, Music, Blog, Musikmagazin

    “berqmitq”, wie sein Insta-Handle lautet, bildet den Abschluss unserer Artists, die wir euch für 2024 empfehlen wollen, und ist dementsprechend auch eine perfekte Empfehlung on-the-go. Gerade mal 18 Jahre jung und frisch mit Abi im Gepäck, kam er aus dem Nichts, spielte Supportshows für Schmyt und Paula Hartmann und veröffentlichte Songs, die auch uns völlig baff vor so viel jungem Talent stehen lassen haben. Felix Dautzenberg, wie Berq mit vollem Namen heißt, beweist mal wieder, wie weit man kommen kann, wenn man an sich selbst und seine Musik festhält. Denn, ob man es glaubt oder nicht, fehlte ihm anfangs der Support seines Umfelds und er musste lange mit sich hadern, um auf seinen produzierten Songs selbst zu singen und das aufzunehmen. Als er einige Woche später dann seine erste und direkt viral gehende Single Echoveröffentlicht hat, war klar: das hier wird groß! Minimalistisch, emotional, ehrlich und mit einer Stimme, die für kribbelnde Gänsehaut sorgt, ist Berq für uns einer der Künstler*innen, die 2024 einen weiteren Kickstart ihrer Karriere erleben werden. Und wenn wir mit Ende 20 (*hust*) schon so davon überzeugt und inspiriert sind, dann können wir nur mutmaßen was für einen Hype das für die jungen Musikverliebten da draußen auslösen wird. 

    Das war’s, unsere artists to watch 2024 sind komplett! Wir freuen uns, wenn ihr sie alle mal auscheckt, euren Freund*innen weiterempfehlt, sie bei ihren Konzerten besucht und auf ihrem musikalischen Weg begleitet! In einem Jahr treffen wir uns dann wieder hier, in diesem Google Doc, und schauen mal, wie richtig wir lagen. Bis dahin, viel Spaß in 2024 mit Paula Carolina, ENGIN, Soft Loft, Ottolien, Apsilon, Remote Bondage, SERPENTIN, Larasüß, Blumengarten und Berq <3 

    Hier geht’s zur Playlist mit direkten Reinhör-Empfehlungen für alle Artists: 

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    Fotocredits:
    Paula Carolina: Eric Joel Nagel / ENGIN: Yasmin-Sara Ergen / Soft Loft: Jan Winiger / Ottolien: Christian Bardenhorst / Apsilon: Sina Lesnik / Remote Bondage: Anna Gutmacher / SERPENTIN: Paula Tauber / Larasüß: Dascha Krieger / Blumengarten : @aussortiertarchiv / Berq: Tim Dubbeld

  • artists to watch 2023: Die spannendsten Künstler*innen

    Es ist inzwischen schon das dritte Mal, dass wir (Jule und Anna) uns in einem geteilten Google Doc zusammensetzen, um über die Künstler*innen und Bands zu philosophieren, die die Musiklandschaft des nächsten Jahres verändern werden. Wenn wir uns so unsere artists to watch-Auswahl aus dem letzten Jahr angucken (Novaa, Schmyt, Paula Hartmann, Edwin Rosen, …) und die aus dem Jahr davor (Arlo Parks, Betterov, Mele, Anaïs, …) dann sind wir mit unserem Bauchgefühl doch ganz zufrieden. Manche haben uns mit neuer Musik zwar ein wenig länger warten lassen als erhofft (@ Betterov, looking at you here), andere könnten auch noch nochmal aufgenommen werden (@ Mele, bald reißt du alles ab). Sie sind alle ein absoluter Geheimtipp für eure privaten Playlisten und die eures Freundeskreises.

    2022 war auch wieder ein Jahr, in dem wir – obwohl so grauenvoll durchwachsen – viele neue Künstler*innen und Bands entdeckt und in unsere Herzen geschlossen haben. Und ihr habt in diesem Jahr hoffentlich auch viel neue Musik über uns finden können! Vor zwei Jahren, als wir dieses süße Magazin hier gegründet haben, war nämlich genau das unsere Prämisse: Wir wollten Musik teilen, die wir gut finden. Ob groß, ob klein, egal welches Genre, Hauptsache gut. Dass wir alles, was wir finden, inzwischen schon mit so vielen Leuten teilen dürfen, ist ein absolutes Privileg und wir werden immer noch ab und zu emotional darüber. Aber es ist bald Weihnachten, also können wir da schon nochmal Danke sagen! <3

    Doch genug rum-gefühls-duseliert, ihr seid hier! Genau wie all die brillanten Künstler*innen, die darauf warten, von uns und euch gehört zu werden. Und diese 10 Artists hier könnten 2023 einen großen Schritt in ihrer Karriere weiterkommen – jedenfalls haben wir das so im Gefühl und wünschen uns es sehr.

    (Hier klicken, um unsere artists to watch 2023 parallel zu hören.)


    Brockhoff
    Brockhoff, artists to watch 2023, untoldency, untold music, Indie, Pop, Rap, Hip Hop, Newcomer, Newcomerin, Blog, Magazin, Online

    Unser erster und somit auch diese Liste anführender musikalischer Geheimtipp für 2023 ist Brockhoff. Dabei ist Brockhoff nicht, wie das erste Google-Ergebnis anzeigt, der “größte lokale Gewerbemakler in Deutschland”, sondern empowernder Indie-Garagen-Rock der Hamburgerin Lina Brockhoff. Ihre Debüt-EP “Sharks” hat nicht nur uns aufblicken lassen, sondern hat sie wie in einem kleinen Wirbelsturm vom Tempelhofer Sounds bis hin zum Reeperbahn-Festival getragen. Überall war ihr Name zu hören – und das zu Recht! Wir haben sie für euch im Juni schon mal im Interview gehabt, in dem ihr auch mehr darüber erfahren könnt, wieso FLINTA* Präsenz auf Festivals und im ganzen Rock-Kosmos so wichtig ist. Brockhoff ist für uns auf jeden Fall ein safe bet, genau diesen Kosmos in Deutschland um so einiges zu erweitern. Nächstes Jahr geht sie auf ihre erste Tour, veröffentlicht noch mehr Musik und bringt neben Größen wie beadbadobee, Holly Humberstone oder Snail Mail endlich mehr Frauenpower im Indie-Rock-Game. 2022 war der Start, nächstes Jahr geht’s weiter. Wir können es kaum erwarten.


    Sharktank
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    Kommen wir zu einer unserer Herzenbands aus Österreich, die ihr wahrscheinlich (hoffentlich?) alle schon auf dem Schirm habt: Sharktank. Mit ihrem Debütalbum “Get It Done” haben sie sich 2021 in einer Nische etabliert, die auf die sehr coole Genre-Einordnung “HipHop meets Indie” hört – oder so ähnlich. Müssten wir es beschreiben, würden wir sagen: „Sharktank? Die hören sich an, als hätten sich zwei aufbrausende Liebesaffären ineinander verloren und ein Baby gezeugt, das mit Feel-Good-Vibes, leichtlebigen Indiegitarren und gesellschaftskritisch englischsprachigen Rap daherkommt“. Anhand der Beschreibung merkt ihr vielleicht: wir sind Fan. Aber wie auch nicht? Die musikalischen Hintergründe der Band bewegen sich in derselben Bubble wie Oehl, Leyya und Bilderbuch – die österreichische Elite des Newcomer-Indie-Pops sozusagen. Das Motto der Band: Musik machen, weil es Spaß macht. Und das hört man! Sharktanks Musik ist an den richtigen Momenten lässig, frei, geballt, komplex und dann wieder leicht, schön und einfach nur cool. Für 2023 ist ihr zweites Album angekündigt und das ist für uns ein großer Grund zu sagen: hört euch das an! Es könnte sich durchaus zu einem musikalischen Highlight des nächsten Jahres mausern. 


    TEMMIS
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    Es wäre ein kleiner Skandal, würden wir TEMMIS nicht mit in diese Liste aufnehmen. Die Newcomer-Band aus Tübingen, die mittlerweile Hamburg-based ist, ist der Beweis dafür, wie wahnsinnig cool deutsche Musik sein kann – vor allem, wenn sie fast mehr zufällig entstanden ist. Hier das Rezept: Post-Punk meets New-Wave meets tiefgehende-Ratlosigkeit-einer-Generation. Das und die richtige Prise “fuck it, wir versuchen das einfach mal” ergibt diese Wundertüte, die auf den Namen TEMMIS hört und sehr, sehr wahrscheinlich 2023 einmal alles komplett durchrütteln wird. Den Anfang haben sie dieses Jahr mit ihren EPs “Wenn du da bist” und “Klinge” gemacht, und wenn sogar Casper sie auf sein renommiertes Zurück Zu Hause-Festival in Bielefeld einlädt, dann hat er da schon den richtigen Riecher. Im Umfeld von Edwin Rosen, Flawless Issues und Max Rieger (Die Nerven) werden TEMMIS das Game der neuen neuen deutschen Welle maßgeblich beeinflussen – und eventuell werden wir sie dafür Anfang Januar in einem Interview mal zu ausquetschen! Stay tuned also.


    Dilla
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    Und wenn wir schon bei „stay tuned“ sind, richten wir unser Augenmerk direkt weiter zu Dilla. Seit 2021 veröffentlicht die in Berlin lebende Münchnerin ihre Songs und hat mit photosyntheseoder zuletzt mit dem futurebae-Feature Sektfrühstück für extrem gute Stimmung in unseren Ohren gesorgt und es mit „Avenue vor einigen Wochen auch auf das Cover unserer new untold releases-Playlist geschafft. Die Sängerin, Produzentin und Songwriterin trifft mit ihren Hyperpop-Techno-Beats einfach genau den musikalischen Gute-Laune-Punkt, der uns in den letzten Jahren gefehlt hat. Fleißige Festival-Besucher*innen konnten in diesem Jahr schon auf so einigen Bühnen des Landes mit Dilla feiern – und im März 2023 geht es für sie dann auf große Headliner-Tour. Ihre Songs leben von massiven Augenzwinkern (“klingt billig und ist auch einfach nicht so gut”, sagt ihre Spotify-Bio), ihre Lyrics sorgen gerne für Lacher und all das, obwohl sie in ihrer Musik durchaus die tiefgründigen Themen unserer Generation aufgreift. Klingt für uns nach einer nahezu perfekten Kombination und einem erfolgreichen Musikjahr 2023 für Dilla.


    ENNIO
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    Eine extrem steile Kurve legt derzeit auch ENNIO hin – Ende absolut nicht in Sicht. Seit gerade einmal knapp einem Jahr veröffentlicht der Münchner, der sich vorher als Emotional Club einen Namen gemacht hat, seine Musik und trotzdem kommt seine im März 2022 erschienene zweite Single Kippe schon auf unfassbare 5,6 Mio. Streams. Das ganze Jahr über hat er sich z.B. als Support für Provinz und MAJAN und verschiedensten Festivals in die Herzen seiner Fans gespielt und wurde völlig verdient nicht selten als einer der spannendsten Newcomer*innen aufgezählt. Am 02.12.2022 veröffentlichte er sein Debütalbum Nirvana und spätestens seitdem gibt es wirklich kein Halten mehr. Aktuell ist ENNIO mit diesem Album auf hochverlegter und trotzdem ausverkaufter Tour. Mit seiner Bandbreite an musikalischer Raffinesse und Vielfalt hat er bei allen Indie-Fans einen Nerv getroffen und bereichert unsere heißgeliebte Bubble, als wäre er einfach schon immer da gewesen. Sein Kalender für nächstes Jahr ist auch schon massig gefüllt, so dass ein Vorbeikommen an ihm quasi ausgeschlossen ist. Wenn 2023 also so weitergeht, wie 2022 endet, dann wird das für ENNIO ein krasses Jahr.


    Hazlett
    Hazlett, artists to watch 2023, untoldency, untold music, Indie, Pop, Rap, Hip Hop, Newcomer, Newcomerin, Blog, Magazin, Online

    Ein weiterer Künstler, den wir euch für 2023 ans Herz legen wollen, ist Hazlett. Der in Stockholm lebende Australier dürfte euch als Teil des wunderbaren Line Ups der Acoustics Concerts 2022 bekannt sein – und vielleicht hat sich eine Person unserer Redaktion dabei so sehr in seine Musik verliebt, dass er laut Spotify Wrapped ihr beliebtester Künstler 2022 war. Seit 2019 veröffentlicht er seine eigene Musik, nachdem er vorher als Ghostwriter lieber anderen Artists das Spotlight überlassen hat. Hazlett verarbeitet in seinen Folkpop-Songs seine intimsten Gedanken, wunden Punkte und Schmerzen und glänzt dabei mit ungeschönter Ehrlichkeit. Und dabei verpackt er seine Gefühle und Erlebnisse in wunderschöner Poesie und Melancholie. Wir fühlen also mit allen, bei denen er und seine Stimme in Songs wie „Everybody Hates Me“ oder „My Skin“ (oder allen anderen) eine Million Emotionen hervorruft. In diesem Jahr hat er die Side A seines im nächsten Jahr erscheinenden Debütalbums veröffentlicht. Und bis dahin versuchen wir einfach, emotional etwas stabiler zu werden, um uns dann aber doch wieder von Hazlett mitreißen zu lassen.


    Willow Parlo
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    Und wenn ihr euch schon emotional mitreißen lasst, könnt ihr hiermit direkt weitermachen. Vier Songs auf einer EP hat die Hamburger Dream-Pop-Band Willow Parlo bisher veröffentlicht, alle in diesem Jahr, mit dem unsagbar wunderschön-verträumten „Silver Screensals Debütsingle. Und wir sind begeistert! Ein wenig verliebt. Und absolut überzeugt, dass was auch immer da nächstes Jahr kommen mag, wir möchten es sehen – und hören. Mit sehr viel Fingerspitzengefühl schaffen Willow Parlo akustische Melodien, die so kraftvoll nach vorne gehen, dass wir uns beim Zuhören fast ein wenig verlieren. Die self-titled Debüt-EP der Hamburger*innen ist nur ein Vorbote für eine vielversprechende Musikkarriere, die wir sehr gerne ab jetzt schon gespannt verfolgen. Es ist der zugegeben kleinste Geheimtipp auf dieser Liste, aber vielleicht gerade deswegen so besonders. 


    Blush Always
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    Wenn ihr aus Kiel kommt oder aber große Fans der Leoniden seid, dann dürfte euch Blush Always kein Fremdbegriff sein. Erst vor ein paar Monaten hat sie Support in der Columbiahalle in Berlin für die Band gespielt und alle waren – zu Recht – völlig begeistert. Indie-Rock hat Zukunft! Das haben wir so empfunden, als wir sie live in genau dieser großen Halle gesehen haben und als sie ihr Debütalbum “You Deserve Romance” für den 03.02.2023 (das ist ein schönes Datum) angekündigt hat. Die EP Postpone kam dieses Jahr schon raus und setzt auch ganz gut den Ton für die musikalische Einordnung. Geballte Hook-Kraft nach vorne wird mit persönlich berührenden Themen gebündelt, dann kommen da noch grungige Gitarren á la Snail Mail, Paramore oder Soccer Mommy dazu und schon hat man einen sehr soliden Newcomerinnen-Tipp aus Norddeutschland, bereit sich beständig und mit einem gewissen Überraschungsmoment sich in der Indie-Rock Szene zu etablieren. And we’re here for that.


    Zimmer90
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    Eine Band, die wir schon länger auf dem Schirm und bei der wir im Gefühl haben, dass sie 2023 einen noch größeren Sprung machen werden, ist Zimmer90. Seit 2018 veröffentlichen die drei Jungs aus Stuttgart gemeinsam Musik und haben dann 2021 mit ihrer Debüt-EP Fall Back das erste große Ausrufezeichen gesetzt. Ihr Mix aus Indie und Electro-Pop strotzt nur so vor Vielfältigkeit, hat aber trotzdem – vielleicht auch durch die unverkennbare Stimme des Sänger Joscha – einen unfassbaren Wiedererkennungswert. Wir hatten sie im Sommer 2021 auch schon mal im Interview, das könnt ihr euch an dieser Stelle gerne noch einmal durchlesen. Für Januar 2023 haben Zimmer90 ihre neue EP „Spaces“ angekündigt und nutzen die, um 2023 fett auf Tour zu gehen – 12 Städte im Frühjahr und dann nochmal 13 Städte im Herbst. Das klingt doch ganz danach, dass die Band sich ordentlich was vorgenommen hat. Und wir freuen uns tierisch, sie bei diesem wilden Ride begleiten zu können und sind uns sicher, dass die Sterne für Zimmer90 dafür ganz besonders gut stehen.


    Nils Keppel
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    Zu guter Letzt wollen wir einmal ganz im Speziellen den imaginären Hut vor all den erstaunlichen Acts ziehen, die wir dieses Jahr im Rahmen der neuen neuen deutschen Welle entdeckt haben. Wir haben mit unserer new wave universe-Playlist dem Ganzen dieses Jahr schon zwei Mal sehr ausführlich unsere tief sitzende Begeisterung ausgesprochen. Seitdem beobachten wir ununterbrochen fasziniert, wie sich diese Szene gerade aufbaut, verändert, wächst. Mit Nils Keppel haben wir am Ende unserer artists to watch 2023-Liste jemanden aus genau dieser Szene gepackt. Den aus der Pfalz stammenden Künstler durften wir schon auf dem KiezKultur-Festival in Hannover kennenlernen, und ganz im engen Umfeld von auch TEMMIS befindend können wir euch sagen: merkt euch diesen Namen. Meist bleibt so ein Mythos um Künstler*innen nicht lange erhalten (Nils gibt auch noch keine Interviews), deshalb genießt mit uns die ein wenig nervenaufreibende Spannung vor dem “break”. Denn ob ein berauschendes Feiern auf dunklen Beats oder ein melancholisches Nachdenken auf kollabierenden Synth-Klängen, all das und mehr gibt uns Nils Keppel schon jetzt. Und wir können kaum erwarten, was 2023 hält.


    Und damit haben wir sie! Unsere 10 artists to watch 2023: Brockhoff, Sharktank, TEMMIS, Dilla, ENNIO, Hazlett, Willow Parlo, Blush Always, Zimmer90 und Nils Keppel. Vielleicht wird 2023 genau ihr Jahr. So oder so lohnt es sich, sie für eure Musikempfehlungen und Playlisten im Auge zu behalten. Wir tun’s auf jeden Fall.

    Hier könnt ihr euch unsere artists to watch 2023 noch einmal gesammelt anhören, viel Spaß!

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    Fotocredits:
    Brockhoff: Charlotte Krusche / Sharktank: Hanna Fasching / TEMMIS: Marvin Schmidt / Dilla: Dilla PR / ENNIO: Basti Mowka / Hazlett: Olof Grind / Willow Parlo: Luna Ballmann / Blush Always: Hannes Meier / Zimmer90: Idoia Iriarte / Nils Keppel: Marina Monaco

  • artists to watch 2022: Die vielversprechendsten Künstler:innen

    artists to watch 2022: Die vielversprechendsten Künstler:innen

    Zwischen all den Jahresrückblicken von 2021 quetschen sich Anna und Jule kurz mal mit etwas Zukünftigem dazwischen und präsentieren euch die Künstler:innen, die ihrer bescheidenen Meinung nach 2022 zu ihrem Jahr machen werden. Letztes Jahr haben wir uns schon an einer Liste der 10 heißesten Musiker:innen versucht und retrospektiv haben wir da gar nicht so schlecht gelegen: Arlo Parks? 2x nominiert für einen Grammy – mit ihrem Debütalbum! Jeremias? 1Live Krone-Nominierung für “Beste:r Newcomer:in” und fette Konzerte, auf denen die Hälfte von euch doch auch war. Anaïs? Support auf der Provinz-Tour und versprechende Singles, die auf ein noch besseres 2022 erhoffen lassen. Trille, MELE, Luke Noa, MAJAN, WizTheMC – alle haben sich im Jahr 2021 extrem weiterentwickelt, tolle Songs veröffentlicht und, soweit es eben möglich war, viele Fans dazu gewonnen.

    Jetzt schauen wir also auf das Jahr 2022 und geben euch auch dafür die heißesten 10+1 Tipps an die Hand, wen man als artist to watch auf dem Schirm haben sollte (hier klicken, um parallel zu hören).


    2022 wird das Jahr von…


    Wet Leg
    Wet Leg, artists to watch 2022, untoldency, untold music, Indie, Pop, Rap, Hip Hop, Newcomer, Newcomerin, Blog, Magazin, Online

    Kennt ihr die Isle of Wight? Das ist ein kleiner Schnipsel von der englischen Insel, im Meer vor Hampshire. Von dort erobert ein ganz besonderes Möbelstück die ganze Welt: die “Chaise Lounge”. Mit nur dieser einen Single katapultiert sich Wet Leg über Nacht in die traurigen Herzen aufgekratzter Indieheads und auf die ganz große Bühne. Inzwischen ist klar: Rhian Teasdale und Hester Chambers, die beiden umwerfenden Frontfrauen, begeistern schlechtgelaute Post-Punk-Purist:innen und pogotanzende Popfans gleichermaßen. Nie war ein Schlafzimmerblick energiegeladener, ein Schulterzucken elektrisierender. Ohne auch nur ein einziges Album veröffentlicht zu haben, spielte Wet Leg sich 2020 in UK und Europa die Finger wund, jetzt folgt ihre erste US-Tour. Dass es live genauso gut funktioniert, beweist das gerade erschienene NPR Tiny Desk Concert! Kauft also schon mal ein Ticket für die Shows im Frühjahr, denn nächstes Jahr gehen die beiden wohl komplett durch die Decke!

    Hier noch ein Youtube Kommentar, für den letzten Stupser Überzeugung: „I’ve never experienced a new band I liked so much in the modern era. Like this is the first time I’ve got to watch every little clip of ever little thing a band does. It’s fun. I’m 141 years old. The last band I liked this much was The Strokes in 2001. Internet was like 7 pages then.“


    Novaa
    Novaa, artists to watch 2022, untoldency, untold music, Indie, Pop, Rap, Hip Hop, Newcomer, Newcomerin, Blog, Magazin, Online

    Wir haben uns 2021 so in Novaa verliebt, dass wir gar nicht anders können als sie hier mit an die Spitze zu setzen. Sie ist zwar lange keine Newcomerin mehr, dafür hat sie einfach schon viel gute Musik released, aber gerade beobachten wir eine Musikerin und Produzentin, die all ihre Erfahrung zu etwas Purem formt – und damit immer mehr Künstler:innen um sich herum inspiriert. Das hat 2021 mit ihrem dritten Album “She’s A Roseordentlich an Fahrt aufgenommen und ist mehr als überfällig, auf so vielen Plattformen wie möglich stattzufinden. Denn was Novaa macht, sind nicht nur wunderschöne Melodien in einen Klangteppich zu wickeln, der 1:1 unserer comfort zone entspricht. Ihre Texte sind ehrlich verletzlich und trotzdem berührend empowernd, dass Anna schon in der Review zu “This Ain’t Your Home” die Worte gefehlt haben. Nach dem (wirklich unfassbar guten) Album kam erst vor wenigen Wochen ihre Kollaborations-EP “MooN” mit Moglii raus und mit „You Can F With Meauch die erste Single ihres für 2022 angekündigten Albums. Als würde das also nicht ihr Jahr werden!

    Alles an Novaas Musik ist so atemberaubend ehrlich, nah und berührend, dass wir wirklich jede Person, die sie noch nicht kennt, dazu ermutigen wollen, sich das mal anzuhören. Sie könnte die deutsche Musiklandschaft mit ihrer empowernden und sensiben Art und Weise maßgeblich verändern. Ihr müsst sie nur lassen.


    Schmyt
    Schmyt, artists to watch 2022, untoldency, untold music, Indie, Pop, Rap, Hip Hop, Newcomer, Newcomerin, Blog, Magazin, Online

    Wir kommen hier auch absolut nicht daran vorbei, Schmyt mit Großbuchstaben und mindestens drei Ausrufezeichen (!!!) auf die Liste der artists to watch 2022 zu packen. Bei uns hat er schon öfter seinen verdienten s/o bekommen (hier im Interview und hier zur EPReview). Und ganz offensichtlich sind wir nicht die Einzigen, die von Anfang an den Hype um den ehemaligen Rakete-Sänger glaubten – die Colors Session zu seiner Single Ich wünschte, du wärst verloren beweist, dass er sich zu einem waschechten kurz-vorm-Durchbruch-Newcomer durchgekämpft hat. Und das in so kurzer Zeit und mit einer Pandemie im Nacken! Schmyt wirbelt die Deutschrap- und Indie-Szene gleichermaßen auf. Wir können nur daneben stehen und wie die echten Fangirls der ersten Stunde sagen: “Den kannte ich, da war er noch ganz unbekannt”. Und damit ihr da auch noch einsteigen könnt, bevor es 2022 richtig knallt (wir sind da zuversichtlich), legen wir ihn euch auch hier nochmal nahe – für den herzzerreißenden Liebeskummer zwischendurch.


    Stanovsky
    Stanovsky, artists to watch 2022, untoldency, untold music, Indie, Pop, Rap, Hip Hop, Newcomer, Newcomerin, Blog, Magazin, Online

    Auch mit Stanovsky tun wir euch einen echten Gefallen. Nach dem Projekt KAIND war er zunächst als Songwriter für Artists wie LEA, Prinz Pi oder Celine aktiv. Im April 2021 veröffentlichte er dann die Doppelsingle Dünnes Eis” / “Jogginghoseund startete damit gefühlt aus dem Nichts durch. Aber wer erst einmal in den Genuss seiner Musik, in der er Klavierakkorde mit elektronischen Sounds kombiniert und dieser mit seiner unvergleichbaren Stimme seinen absolut eigenen Stempel aufsetzt, gekommen ist, kommt davon nicht mehr so schnell los. Im Sommer stand er nicht nur als Support von Joris, Clueso und Lotte auf der Bühne, er hat auch einige Wochen in Portugal verbracht, um dort an neuer Musik arbeiten. Die Weichen für weitere wunderbare Songs, die Stanovsky uns 2022 präsentieren wird, sind also gestellt. Wir sind auf jeden Fall mega gespannt, was da auf uns zukommt, wissen aber eigentlich schon jetzt, dass wir nicht enttäuscht werden können.


    Paula Hartmann
    Paula Hartmann, artists to watch 2022, untoldency, untold music, Indie, Hip Hop, Rap, Pop, Newcomer, Newcomerin, Blog, Magazin, Online

    Wenn ihr genauso Newcomer:innen vernarrt seid wie wir, dann habt ihr bestimmt auch schon von Paula Hartmann gehört. Die eigentliche Schauspielerin hat Mitte diesen Jahres mit “Nie Verliebtund “Truman Show Bootdie ersten musikalischen Zeichen gesetzt – und wir sind völlig hin und weg. Also völlig. Sie klingt für uns wie eine geniale Mischung aus Haiyti und Lina Maly, weil sie einfach dieses einzigartige Feingefühl hat für sowohl raumfüllende Beats und sitzende Lines als auch für emotionale Texte und wunderschöne Melodien. Dazu noch ihre ganz besondere Stimme und diese perfekt Kombination beider Welten ist bereit für die große Musikwelt da draußen. Wir wissen noch nicht, was da nächstes Jahr genau auf uns zu kommt, aber was sicher ist: Wenn das nur so halb so gut wird wie das, was 2021 angestoßen wurde, dann könnte Paula Hartmann in eine ähnliche Hype-Richtung wie die rund um Schmyt gehen. Und das wollt ihr nicht verpassen, oder? Sehr gut, wir nämlich auch nicht.


    Edwin Rosen
    Edwin Rosen, artists to watch 2022, untoldency, untold music, Indie, Pop, Rap, Hip Hop, Newcomer, Newcomerin, Blog, Magazin, Online

    Wer in dieser Aufzählung auch auf keinen Fall fehlen darf, ist Edwin Rosen – der laut Laras Jahresrückblick mit „leichter//kälter“ schon im letzten Jahr mietfrei Plätze in ihren Playlists bekommen hat. Und wie ihr ging es vielen von uns. War alles rund um den jungen Stuttgarter am Anfang noch sehr geheimnisvoll, hat man ihn inzwischen schon auf einigen Bühnen des Landes erspähen können. Mit seinen poetischen Texten und experimentellen Sounds hat er sich so inzwischen auch (völlig zu Recht) eine beachtliche Fangemeinschaft erspielt. Im nächsten Jahr geht’s für ihn auf große Tour durch Deutschland, Österreich und die Schweiz. Doch so schön das auch erstmal klingen mag, die Tour ist leider bereits restlos ausverkauft. Wenn ihr aber doch die Chance bekommen solltet, Edwin Rosen live zu sehen (fingers crossed für einen machbaren Festivalsommer), dann nehmt sie unbedingt wahr. Es wird 2022 nämlich sicherlich nicht nur neue Musik für uns, sondern auch weitere große Schritt für seine musikalische Laufbahn geben. Sagt nicht, wir hätten euch nicht darauf vorbereitet.


    Panda Lux
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    Auch der nächste Act hier ist eigentlich nur reine Formsache. Panda Lux sind wirklich seit Jahren schon ein ewiger Newcomer-Brenner – da fehlt nur noch der kleine Stupser Glück und dann sollten die vier Schweizer in Bilderbuchs Fußstapfen treten und alle Clubs Deutschlands durchspielen. Musikalisch ist das ein absolutes hohes Level, auf dem die studierten Musiker sich bewegen. Und auch lyrisch ist das, was die vier da machen, Kunst auf jedem Level. Eigentlich hätte ihr letztes Album “Fun, Fun, Fun2020 die Jungs auf so viel mehr Radare bringen sollen (warum, hat Anna in ihrer Review schon einmal niedergeschrieben), aber Covid hat auch da einiges ausgebremst. Doch jetzt kam November 2021 mit “Blumen so ein neuer Knaller-Song raus, dass da auf jeden Fall mehr in der Pipeline liegen sollte. Und wenn das alles rauskommt, dann streamt das kaputt, damit unsere Quarterlife-Crisis endlich auch auf den großen Bühnen von Panda Lux besungen werden kann, direkt mit Ensemble.


    Pip Millett
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    Wir nehmen den internationalen Vibe aus der Schweiz mit und richten unseren Blick einmal nach England. Da hat sich Pip Millett nämlich einen Platz auf der „DSCVR Artists to Watch 2022„-Liste von vevo gesichert und wir können und wollen das auf ganzer Linie unterschreiben. Wenn es in Richtung Soul oder R’n’B geht, dann steht Pip Millett ganz oben auf der Agenda. Vor allem wenn er aus England kommt. Anna hat sie erst in diesem Jahr mit ihrem Song “Hard Lifeentdeckt und sich selten so schnell in eine ganze Diskografie verliebt wie hier. Ihre erste Single “Make Me Cry kam 2018 raus und ist ein souliger Song über Depressionen und hat direkt eine COLORS Session bekommen. Wenn Künstlerinnen wie Jorja Smith und Joy Crookes (zu Recht, wie Lucas in beiden Reviews auch schon festgehalten hat!) in euren Jahresrückblicken 2021 zu finden waren, dann solltet ihr dieser Musikerin hier auf jeden Fall auch ein Ohr leihen. Pip Millett kann eurer musikalisches 2022 eigentlich nur noch besser machen.


    Badmómzjay
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    Schon seit einigen Jahren kommt man nicht an Badmómzjay vorbei. Die 19-jährige hat noch vor ihrer Volljährigkeit ein eigenes Label gegründet und letzten Monat ihr Album Badmomz.” veröffentlicht, mit dem sie aufgrund ihrer musikalischen Finesse nicht nur eingefleischte Rap-Fans zufrieden gestellt hat. Mit ihrer Vielfältigkeit und mitreißenden Beats überzeugt sie auf so vielen Ebenen. Wir schauen gerade einer jungen Künstlerin dabei zu, wie sie mit großen Schritten ihren Weg ganz nach oben besteigt. Nicht umsonst betitelte hip-hip.de sie als eine der “spannendsten Nachwuchs- Rapperinnen der Szene”. Und trotz oder gerade wegen ihres Erfolges wird Badmómzjay auch nicht müde, auf Missstände in der Musikbranche (Stichwort hier: Ungleichbehandlung) aufmerksam zu machen und sich für LGBTQIA+ Community einzusetzen. Die Zeichen stehen also gut, dass 2022 sowohl musikalisch als auch menschlich ein mehr als erfolgreiches Jahr für sie wird.


    Mayberg
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    Kommen wir zu einem Künstler, bei dem wir uns ein bisschen ärgern, dass er nicht schon früher auf unserem Radar aufgetaucht ist – immerhin veröffentlicht er bereits seit 2020 regelmäßig Songs: Mayberg ist ein junger Singer-Songwriter aus Kassel (treue Leser:innen checken: das ist der Aufgabenbereich von Jule), der inzwischen aber in Leipzig lebt und sich, als das noch möglich war, durch viele Live-Auftritte, u.a. auch als Support für Provinz bei den Picknick-Konzerten, die Herzen seiner heutigen Fans erspielt hat. Die Vergleiche mit Henning May bzw. AnnenMayKantereit und Faber sind zwar nicht von der Hand zu weisen – aber wenn man sich erstmal mit seiner Musik auseinandersetzt, merkt man schnell, dass da so viele Eigenheiten drinstecken, die diese Vergleiche unnötig werden lassen. Aktuell arbeitet Mayberg an seiner ersten EP und wir hoffen, dass wir die 2022 zu hören bekommen. Wir sehen hier auf jeden Fall riesiges Potential für eine steile Karriere und einen extrem talentierten Künstler, von dem bald alle reden werden.


    Anoki
    Anoki, artists to watch 2022, untoldency, untold music, Indie, Pop, Rap, Hip Hop, Newcomer, Newcomerin, Blog, Magazin, Online

    Und zuletzt noch ein kleines und untypisches Add-on. Quasi unsere 10+1, weil wir ihn auch schon als artist to watch 2021 aufgelistet haben. Aber aufgrund seiner im April 2022 erscheinenden EP “Irgendwann wird alles leichter” müssen und wollen wir das unbedingt wiederholen: Anoki. Es gibt Menschen in unserer Redaktion (Jule), die musikalisch nichts auf den in Berlin lebenden Künstler kommen lassen. Und wer sich die zuletzt erschienenen EP-Vorboten Sie bauen eine Mall” und Is Ok schon angehört hat (falls nicht, gerne in unserer Playlist nachholen), wird dem sofort zustimmen. Was wir alle schon erahnen können: 2022 erwarten uns eingängige Beats, krasse Melodien und Songs, die aufgrund ihrer berührenden Texte und Geschichten einfach direkt unter die Haut gehen werden. Dazu aber zu gegebener Zeit mehr. Behaltet Anoki daher also bitte auf jeden Fall auch nächstes Jahr im Auge – ihr werdet es nicht bereuen, großes untoldency-Ehrenwort.


    Weil aber Worte nur Worte sind und nur die Musik selbst so richtig überzeugen kann, ist hier die Playlist zu all den vielversprechenden Künstler:innen: (Ja, da haben wir, kitschig wie wir sind, uns selbst aus letztem Jahr zitiert, aber it’s true).

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    Fotocredits:
    Frances Beach / Dork – Alexandra Maria – Lea Bräuer – Max Hartmann – Claudia Schröder – Vivien Staff – Anja Furrer – Jake Millers – Universal Music – Rafael Michel – Charlotte Hanner

  • artists to watch 2021: Die heißesten Künstler:innen

    artists to watch 2021: Die heißesten Künstler:innen

    Ein ereignisreiches Jahr 2020 geht zu Ende und in unseren Rückblicken haben wir es schon Revue passieren lassen. Doch anstatt in Erinnerungen zu schwelgen, wollen wir lieber in die Zukunft blicken. Genauer: In die Zukunft von 12 fantastischen Künstler:innen, die unserer bescheidenen Meinung nach 2021 richtig aufgehen werden – und deshalb unbedingt auf euren Radar sollten. Artists to watch – you heard it here first.


    2021 wird das Jahr von…


    Arlo Parks
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    Wenn wir eine Prognose für nächstes Jahr geben müssten, dann würden wir alles auf Arlo Parks setzen. Die erst 20 Jahre alte Londonerin wird vermehrt schon als heißester Newcomer gehandelt und wir schließen uns dem vollkommen an. Kein vermeintlicher Mainstream-Hype, sondern ehrliche berührende Musik, die eine einzigartige Spanne zwischen R’n’B-Vibes und cozy Dream-Indie-Klängen schafft. Einmal hören und verlieben.

    Doch wer ist sie eigentlich? „Arlo Parks is the favourite artist of your favourite artist. She’s going to be the biggest star in the world one day.” – diese Worte sind geliehen von Anna Fliege, aber so zutreffend wahr, dass wir sie zitieren mussten.


    In her words she spent most of school feeling like
    that black kid who couldn’t dance for shit, listening to too much emo music
    and crushing on some girl in her Spanish class.

    Arlos Texte sind voller ehrlicher und persönlicher Geständnisse, an die sich ihre verträumte Musik anpasst. Sie schafft einzigartige Soundwelten, in denen man sich nur verlieren kann. In England schon voll etabliert, wurde sie letztes Jahr als BBC Introducing Artist Of The Year gekürt. Wenn man ihre Songs hört, weiß man auch, warum. Der Sprung auf die große Bühne ist deshalb nicht weit – unsere Prognose: 2021 ist es so weit. Debütalbum: Collapsed In Sunbeams am 29.01.2021.


    Jeremias 
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    Ihr kennt sie alle und deshalb sind wir uns bei der nächsten Prognose auch alle einig: JEREMIAS werden nächstes Jahr ganz Deutschland erobern. Dieses Jahr haben sie sich mit einer EP und weiteren Single-Auskopplungen schon auf den großen Indie-Radar in Deutschland geschlichen. Was dieses Jahr Provinz war, sind nächstes Jahr JEREMIAS.

    Mit Liedern wie schon okay oder hdl spielen sie sich in immer mehr Herzen – und bleiben. Wer sie jetzt schon feiert, weiß, dass da ganz viel Potential für mehr drinsteckt. Die poppigen Indie-Riffs, Jeremias‘ erkennbare Stimme und das Gefühl für die richtigen Melodien – all das kombiniert macht den Sound von JEREMIAS, den man, einmal gehört, nicht mehr los wird.

    Wenn Konzerte nächstes Jahr stattfinden (fingers crossed), werden die Jungs ganz schnell ganz groß. Nervt eure Freunde jetzt schon mit ihnen, denn nächstes Jahr wird’s nur noch besser. Neue Musik in Arbeit.


    anaïs

    Aus der Bubble der Jeremias-Jungs entsprang in diesem Jahr anaïs. Im Juli 2020 veröffentlichte die erst 20-jährige ihre erste Single, die melancholische Pop-Ballade My World So Blue und hat damit so viel Zuspruch bekommen, wie ihn nur wenig Newcomer:innen bekommen. Die Hannoveranerin mit belgischen Wurzeln ist trilingual aufgewachsen und verwöhnt uns regelmäßig auf ihrem Instagram-Kanal mit Songs in englischer, deutscher und französischer Sprache.

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    Die Zerbrechlichkeit in ihrer Stimme ist wirklich einzigartig und mitreißend. Natürlich völlig zweit- oder sogar drittrangig, aber wenn man zu der akustischen Melancholie auch das bildhübsche Antlitz von anaïs erblickt, dann ist man ganz schnell verzaubert. Kurz vor Weihnachten hat sie ihre zweite Single Yellow Hearts, ein Feature mit Dillistone veröffentlicht, mit der sie eine weitere Facette von sich gezeigt hat. Es bleibt also spannend, in welche Richtung sich ihr Sound so entwickeln wird. Ihr stehen aktuell auf jeden Fall alle Türen offen.

    Wenn anaïs am Ball bleibt und uns 2021 vielleicht sogar mit einer EP beschenkt, dann dürfte ihr aus unserer Sicht eine steile Karriere sicher sein. Wir bleiben auf jeden Fall dran.


    Trille

    Genauso, wie wir das ganze Jahr über an Trille drangeblieben sind. Er ist studierter Musikwissenschaftler, Tonmeister und hat zudem auch noch einen Master in Popular Music. Und nachdem wir uns gefragt haben, wie und wann der 29-jährige das geschafft hat, erklärt genau das doch die Qualität seiner Musik. Irgendwie Indie, irgendwie Trap, irgendwie Pop und irgendwie Rap. Aber immer große Emotionen, sowohl stimmlich als auch textlich. Nicht selten haben wir gelesen, dass Hörer:innen weinen, wenn sie seine Songs hören.

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    Nachdem niemand geringeres als Fynn Kliemann seinen Song Phase gesampelt hat, sind glücklicherweise noch viel mehr Menschen auf ihn aufmerksam geworden. Im Herbst erschien nach mehreren Singles dann die Phase EP – sein Jahr 2020 war daher schon ziemlich erfolgreich. Aber da schlummert noch so viel mehr in Trille, das dringend raus in die Welt und rein in unser Ohr muss.

    Wir sind auf jeden Fall große Fans von ihm und hoffen für das Jahr 2021 ganz doll auf ein Debütalbum oder eine neue EP, hauptsache voll von 808s, Vocoder- und Autotune-Sounds. Sollten unsere Hoffnungen in Erfüllung gehen, dann steht Trille mit Sicherheit ein großartiges Jahr bevor.


    Anoki

    Wo wir doch gerade bei Trille und seiner Phase EP waren.. Der folgende Künstler ist auf eben jener EP mit einem Feature vertreten: Anoki. In Utrecht geboren und in Schweinfurt aufgewachsen, landete er nach mehreren Zwischenstopps letztlich in Berlin. In seiner Jugend von Indie und Punk umgeben, macht er inzwischen urbanen HipHop, der seine früheren Einflüsse aber nicht verschweigt.

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    Jule ist auf Anoki aufmerksam geworden, als dieser aus vorgenanntem Grund bei Trille’s Release-Konzert im Oktober aufgetreten ist – und er hat sie schon in der ersten Sekunde voll von sich überzeugt. Drei Songs gibt es aktuell von ihm auszuchecken, die allesamt ziemlich geil sind (Profitipp: Winter in Berlin anhören). Er liefert ohrwurmlastige Texte und catchige Beats, gepaart mit einem krassen Flow. Und all diese Attribute begründen unseren Wunsch nach mehr Spotlight für ihn.

    Wir wissen nicht genau, was Anoki für das nächste Jahr geplant hat, aber wir halten sowohl Augen als auch Ohren offen. Egal mit was er uns dann 2021 versorgt, wir sind uns ziemlich sicher, dass es ein weiterer großer Schritt in Richtung unsäglicher Berühmtheit sein wird.



    Pessimist
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    Weiter geht’s mit Pessimist, einem Künstler aus Saarbrücken, der schon seit 2019 regelmäßig Songs veröffentlicht – aber trotzdem noch immer irgendwie unter dem Radar läuft. Seine Songs bespielen super viele Genres. Sie pendeln von schmusigem Pop in ballernde Gitarrenriffs und weiter zu funkigen Synthie-Beats, die durch seinen Gesang allesamt einen Rapflow bekommen. Es geht genauso um good times wie um bad times, alles in sehr persönlichen Texte verpackt.

    Der Grund, weshalb wir ihn in dieser Liste aufzählen, ist, wenn man sich seine Diskografie mal komplett reinzieht, ziemlich obvious: Pessimist wird einfach von Song zu Song besser. Punkt. Die Songs klingen ausproduzierter, klarer und haben für sich genommen inzwischen eine richtig straighte Linie. Es ist super spannend, Künstler:innen bei ihren Entwicklungen zuzuschauen und bei ihm macht es uns besonders viel Freude.

    Nach fast zwei Jahren kontinuierlichem Releasen darf es nun also ruhig mal soweit sein, dass Pessimist die Aufmerksamkeit bekommt, die er sich verdient hat. Und wenn er 2021 so weitermacht, wie er 2020 aufgehört hat, dann stehen die Chancen wirklich gut.


    MELE
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    Girlcrush-Alarm! Auch ein heißer Tipp fürs nächste Jahr ist MELE. Die 25-jährige, die in Osnabrück am Institut für Musik studiert, dürfte vielen bereits bekannt sein. Mit Songs wie deine cousine oder Rosalie hat sie sicherlich auch schon einen Platz in eurer Playlist gefunden. Falls nicht: dringend ändern. Sie macht unverblümte Popmusik und nimmt in ihren Songs kein bis wirklich gar kein Blatt vor den Mund.

    Wenn man ihre Musik hört, hat man einfach eine gute Zeit. Besonders gut wird die dann, wenn man MELE mit ihrer Band live spielen hört – war in diesem Jahr ja leider eher selten möglich. Aber auch abseits der Musik ist sie die Art von Mensch, die man einfach liebhaben muss. Sie ist witzig, herzlich und einfach nur sweet.

    Im Zuge unseres Adventskalenders hat sie uns im Livestream-Interview verraten, dass für das nächste Jahr eine EP geplant ist. Wir haben hohe Erwartungen aber wissen, dass die easy erfüllt werden. Und wenn dann Livespielen auch wieder möglich ist (fingers are still crossed), könnte 2021 wirklich MELEs Jahr werden.


    WizTheMC
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    WizTheMC ist auch einer unserer absoluten Newcomer-Tipps, den ihr nicht verpassen wollt. Der in Südafrika geborene und in Lüneburg aufgewachsene Rapper ist auf der Schwelle zum Durchbruch und das interessanterweise nicht unbedingt in Deutschland. Mit 17 ist er nach Kanada gegangen, mit nur einem Mikro, Laptop und Keyboard im musikalischen Gepäck. Inzwischen ist er 21 Jahre alt und kurz davor, Nordamerika zu erobern. 

    Und auch die Genre-Schublade „Rap“ scheint er immer mehr aufzubrechen. Er hat dieses Jahr zwei EPs rausgebracht, die auch immer mehr von energetischen Indie-Pop Elementen aufgemischt werden. Mit dem Ziel, sich immer weiterzuentwickeln, macht WizTheMC genau das:

    “Ich arbeite gerade an neuer Mukke und habe alleine musikalisch krasse Pläne für das nächste Jahr. Ich bin gespannt darauf, meine Musikevolution mit der Welt zu teilen.”

    WizTheMC hat als er angefangen hat, Musik zu machen, sich selbst einen 10-Jahresplan zu seinen Träumen aufgestellt. Nach 5 Jahren ist er jetzt schon bald da. Ihn jetzt schon auf dem Schirm zu haben, lohnt sich.


    MAJAN
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    Ebenfalls krasse musikalische Pläne für nächstes Jahr hat MAJAN. Als Bester Newcomer Act bei der 1Live-Krone nominiert, dürfte er auch schon das ein oder andere Mal über euer 2020 gehuscht sein. Letztes Jahr hat er schon angekündigt, dass er gerade ein bisschen mehr Wind aufnimmt und noch viel zu erwarten ist. Ein Song, der 2019 in absoluter Endlosschleife lief: Tag Ein Tag Aus.

    2020 vor allem als großer Feature-Gast unterwegs, hat er Beats von BLVTH seine Stimme geliehen, zusammen mit Ahzumjot gearbeitet und zuletzt auch eine Single mit LEA gedroppt. Wenn das keine Ansage nach oben ist, wissen wir auch nicht. Für jeden, der sich in der deutschen Indie-Rap Szene wohlfühlt, könnte MAJAN jedenfalls der nächste große Hit sein. Laut Spotify was für Fans von badchieff, Kelvyn Colt, Tua, Bruckner und JEREMIAS.

    Nächstes Jahr sollte auf jeden Fall auch das Jahr von MAJAN werden. Wir sind unfassbar gespannt, was da noch alles kommt. Auf endlich wieder guten Deutschrap abseits von Capital und Co. oder?


    Betterov

    Wir wären super inkonsequent, wenn wir Betterov in unserer watch out 2021-Liste nicht erwähnen würden, oder? Der 26-jährige ist ausgebildeter Schauspieler und hat Ende 2019 angefangen, regelmäßig Musik zu veröffentlichen – die von Tim Tautorat produziert wird, der u.a. auch mit Faber oder AnnenMayKantereit zusammenarbeitet.

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    Er hat mit seinen Songs geschafft, einen perfekten Bogen zwischen Lethargie und Herzschmerz zu spannen, ohne kitschig oder ermüdend zu wirken. Sein Sound lebt von peitschenden Gitarrenriffs, wummernden Drums, aber vor allen Dingen von seiner tiefen, unverwechselbaren Stimme. Im März erschien seine EP Viertel vor Irgendwas, die (zu Recht) großen Anklang fand. Aber sich darauf auszuruhen kam für Betterov nicht in Frage – inzwischen hat er bereits zwei weitere Singles veröffentlicht.

    Auf Instagram war zu sehen, dass er vor dem Lockdown wieder im Studio war. Vielleicht erwartet uns 2021 also eine weitere EP oder sogar ein Album von Betterov? Wir wünschen uns das jedenfalls. Und wenn das so ist und er so weitermacht, wie er angefangen hat, dann wird auch er richtig große Erfolge feiern.


    Steiner & Madlaina

    Zugegeben, Nora Steiner und Madlaina Pollina aus Zürich, die zusammen das Duo Steiner & Madlaina bilden, sind alles andere als Newcomerinnen. Ihre Diskografie reicht schließlich bis in das Jahr 2015 zurück. Während die ersten EPs Ready to Climb und Speak noch hauptsächlich auf Englisch gesungen wurden, haben sie mit ihrem 2018 erschienenen Album Cheers das Augenmerk auf deutsche Texte gelegt, den Song Herz vorus id Wand singen sie sogar auf Schwyzerdütsch.

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    In den vergangenen Jahren haben die beiden sämtliche Bühnen der Lande bespielt – eigene Touren und Auftritte auf diversen Festivals, wie dem Deichbrand, Kosmonaut oder auch Lollapalooza. Für Kenner sind Steiner & Madlaina also längst etabliert. Ihr Sound bewegte sich zuletzt in der folkigen Popmusik. Und da kommen wir auch schon zu dem Grund, warum wir Nora und Madlaina hier aufzählen: Die in den letzten Wochen erschienenen Singles lassen erahnen, dass sich der Sound der beiden abermals weiterentwickelt hat.

    Am 29.01.2021 erscheint dann endlich ihr neues Album Wünsch mir Glück und wir sind unfassbar gespannt, was uns darauf erwartet. Wir prognostizieren, dass dieses Album und das Jahr 2021 der Beginn einer neuen Steiner & Madlaina-Ära ist.



    Luke Noa
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    Den Abschluss unserer 2021 Prognosen bildet Luke Noa. Wer ihn jetzt noch nicht kennt, wird ihn nächstes Jahr auf jeden Fall kennen lernen, da führt wenig dran vorbei. Erst vor Kurzem hat er seine Single Roccastrada veröffentlicht, die ihn auch auf unseren Radar gebracht hat. Was sich nach astreinem britischen Indie-Rock anhört, kommt aus Süddeutschland und mischt einfach so die ganze Szene einmal ordentlich auf. 

    Luke Noa macht nicht nur mit diesem Song große Ansagen. Auch mit der Ankündigung seines Supports bei der Fil Bo Riva Tour nächstes Jahr steht fest: Wir beobachten gerade einen Senkrechtstart in unsere geliebte Indie-Szene. Mit einer rauchig-verträumten Stimme lässt er bald alle Herzen weich werden und wir müssen sagen, wir sind dem schon vollkommen verfallen.

    Luke Noa – definitiv einer der heißesten Newcomer des englischsprachigen Indies aus Deutschland. Wer jetzt nicht dabei ist, wird’s bereuen.


    Das war’s also – unsere artists to watch 2021. Von ganz groß bis klein, von bereits geliebten Künstler:innen zu noch ungeschliffenen Diamanten. In allen sehen wir das Potential, 2021 zu ihrem Jahr zu machen und Wellen von neuen Fans anzuziehen. Weil aber Worte nur Worte sind und nur die Musik selbst so richtig überzeugen kann, ist hier die Playlist zu den Prognosen.

    Watch out artists 2021 prognostiziert von eurem neuen Musikmagazin des Vertrauens – untoldency.

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    Fotocredits: BROCK / Lucio Vignolo / Lou / Haley / Anoki / MIKARI / Luisa Kummerfeld / Mica Daniels / MAJAN / Massimiliano Corteselli / Tim Wettstein / Bernhard Schinn

  • Faravaz im Interview: »Through music, I fight for freedom, justice, and the right to exist as we are.«

    Faravaz im Interview: »Through music, I fight for freedom, justice, and the right to exist as we are.«

    Faravaz‘ musikalische Reise begann im Iran, wo Sologesang für Frauen verboten war und sie rechtlich gesehen nur als Backgroundsängerin auftreten durfte. „Jedes Mal, wenn ich zu einem Konzert ging, habe ich geweint“, erinnert sie sich. Sie wurde als Untergrundsängerin aktiv, nutzte Social Media, um ihre Musik zu verbreiten. Das führte zu ihrer Verhaftung und sie war gezwungen, ins Exil zu fliehen. In Berlin startete sie ihre Karriere neu, und ist nun kurz vor der Veröffentlichung ihres Debütalbums! Mit kraftvollen, provokanten Texten in Englisch und einer einzigartigen Mischung aus alternativer Popmusik und orientalischen Elementen gibt sie ihrer Geschichte und ihrem Aktivismus eine Stimme. Wir haben mit ihr über all das im Interview gesprochen.

    Faravaz im Interview

    Anna: Hey Faravaz, I hope you’re good! Since not everyone will know you, do you want to introduce yourself in a few sentences?

    
Hi! I’m Faravaz, an Iranian singer, composer, and activist currently living in exile in Berlin. My journey began in Tehran, where making music as a woman was nearly impossible. But I’ve never been able to stay silent – my voice is my weapon, and through music, I fight for freedom, justice, and the right to simply exist as we are.

    You are now releasing your very first debut album but your path to it has been the opposite of an easy one. Before we get into that though, how did you find your love for music? What is it in music that touches your soul and makes you not want to do anything else?

    In school singing for other students and in the car for my parents and sister when we were on the road. They loved me singing and that’s how I learned that I have a voice for singing.
    Music was always my escape. Even as a little girl, when I wasn’t allowed to sing in public, I would hum melodies to myself, imagining a world where I could be heard. Music doesn’t just express my emotions – it becomes them. It’s my way of surviving pain, celebrating resilience, and connecting with something deeper than words.

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    „I had no choice but to go into exile.“

    Growing up as a woman in Iran, you being were heavily restricted from making music and singing on stage – unless you performed as a background singer. How did you deal with that struggle?

    
It was heartbreaking. Being told that your voice is a threat just because you’re a woman – it stays with you. But I never gave in to silence. I performed underground, behind closed doors, wherever I could. And I always knew: one day, I would sing freely. It always made me cry watching my male friends on stage singing in Iran!
    And I never could understand what is the difference between our voices. But also was hard to see that most of the men in my country didn’t really stand for us female singers. We were their friends, fan and colleagues…

    Were you scared for rebelling the restrictions by going into the underground? How did your family and friends react?

    Of course I was scared. Every performance felt like a risk. But I couldn’t live in fear forever. My family was torn – some were terrified for me, others proud. But they all knew: music is who I am.

    What happened then?

    Eventually, the fear caught up with me. I was arrested, interrogated, threatened and sentenced to one year of prison because of only singing. I knew I couldn’t stay if I wanted to keep creating, so i had to decide between going to prison or living in exile. So I left Iran. I had no choice but to go into exile.

    „It fuels my fire.“

    You’re living in exile in Berlin for a couple of years now. How did the city welcome you? What are the things you miss most about Teheran?

    
Berlin gave me space to breathe and create again. And to be me, more than ever in my life.
    I found my best friends in Berlin. I am loved and supported here. It’s a city full of contrast and courage. But I miss Tehran’s warmth, the smell of my mother’s cooking, the chaos of the bazaars, the mountains, my people and of course speaking Farsi.

    You continued to make music here, already releasing a couple of songs the last years. One of them is Ey Iran. What are the things you’re telling your home country in that song? Does it make you more angry or more sad?

    Ey Iran is my love letter and my cry. It’s filled with grief – for what we’ve lost – and rage, for what we continue to endure. It makes me sad, yes, but mostly it fuels my fire. I sing it with hope that one day we can return to a free Iran.

    Another song is Enemy Of God, where you sing “If god gave a man all the power | Then why you killing women like a coward | Condemn us to death from your tower”. How would you describe your relationship to religion?

    My relationship to religion is not good. I grew up surrounded by faith used as a tool for oppression. I believe religion always been weaponized against human specially women, flinta and queer people, and I also believe patriarchy needs religion to create more borders, taboos, hate and war! This song was dedicated by me to all the political prisoners who stands for humanity and dignity all around the world.

    Faravaz, Azadi, SO36, Iran, Exile, untoldency, untoldency proudly presents, Iranian Freedom Woman
    „Azadi is my story: pain, resistence, rebirth.“

    You also continue to be very passionate about human rights, especially for women and queer communities in the Middle East. As the founder of the non-profit organisation The Right to Sing e.V., you fight to make marginalised groups heard. What can you tell us about that?

    The Right to Sing is more than an organisation – it’s a movement. We work to give voice to those forced into silence. Whether you’re a woman, queer, exiled, or censored, your voice matters. We create platforms, offer workshops, and build communities that reclaim the right to be loud. Also sponsoring Iranian and Afghan female singers who are still living in Iran and Afghanistan.

    On May 11th you will finally release your debut album Azadi (Freedom in Farsi) – how excited are you for the release? What are the things that were the most fun but also challenging when making it?

    ’m beyond excited—it still doesn’t feel real. Azadi is my story: pain, resistance, rebirth. The fun part was collaborating with other artists who felt the same fire. The hard part? Revisiting my traumas to turn them into sound. But that’s also what made it healing.

    This isn’t just a concert – it’s a celebration of survival.“

    On the same day, May 11th, you will perform the release concert in SO36 – it will be a beyond special moment for you, I’m sure. You’re also premiering your documentary The Orange Garden, a film that captures your imprisonment, exile and resilience. What would you tell people, who haven’t got a ticket yet – what will make this evening so special that they should come?

    Faravaz, Azadi, SO36, Iran, Exile, untoldency, untoldency proudly presents, Iranian Freedom Woman

    
You come to my concert to celebrate my residence, a women who is singing at her first solo concert after 35 years!
    I have fight with my love to see this moment.
    This isn’t just a concert – it’s a celebration of survival. It’s a night where every note carries a story of defiance. The documentary is deeply personal, and I’ve never shared this much before. If you want to witness the truth behind the headlines, and feel the power of freedom in music – come. Be part of it.

    For our last question we always ask for an untold story – is there something you haven’t told in an interview before and want to get off your chest now? Could be literally anything.

    Honestly I am truly scared and stressed when I am thinking about my future and my music career in exile!
    To be weird, loud and straight to the point! Already being a refugee, woman, fat and a person in colour make it hard to have peace and safety. And my music and character might make it even more scary…
    But that’s my goal in my life. To live and be myself as it’s possible.

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    Fotocredit: Beyond Binary

  • untoldency proudly presents: BINA. am 15.04.2025 in Berlin

    untoldency proudly presents: BINA. am 15.04.2025 in Berlin

    Fans von Jorja Smith, Greentea Peng oder Cleo Sol dürfen wir heute eine weitere Empfehlung für großartigen britischen R’n’B und Neosoul vorstellen und wir freuen uns riesig. Denn wir haben BINA. schon eine Weile auf dem Radar, seitdem uns Blackjack (2022) mal zufällig im Playlist-Radio begegnet ist. Danach haben wir uns ein wenig durch die Biografie der West-Londerin gehört und direkt dieses Kribbeln in den Fingerspitzen gefühlt, dass das mal ganz groß werden wird. Umso mehr freuen wir uns jetzt, BINA. auf ihrem ersten Berlin Headline-Konzert zu präsentieren!

    „One day when you’re famous, please come back and save us“

    Seit ihrer Debüt-EP Humble Abode, die sie 2020 komplett in ihrem Schlafzimmer aufgenommen und abgemischt hat, schaut die Londoner R’nB Szene BINA. beim Wachsen zu. Auf ihrem Debütalbum Chaos Is Her Name (2024) verschmilzen alternativer Neo-Soul- und Indie zu einem erwachseneren Sound, der von tiefer Identitätsfindung erzählt.

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    Diesen Sound bringt BINA. am 15.04.2025 auch ins Monarch Berlin!

    Und weil wir die Freude haben, das Konzert präsentieren zu dürfen, freuen wir uns auch auf unserem Insta-Kanal 1×2 Tickets verlosen zu dürfen! Schaut einfach mal vorbei.

    Und bis dahin nehmt dieses großartige Album in eure Playlisten auf und habt ein Auge auf BINA. – denn da kommt ganz sicher noch mehr.

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  • untoldency proudly presents: ENGIN am 04.04.2025 in Berlin

    untoldency proudly presents: ENGIN am 04.04.2025 in Berlin

    Habt ihr ENGIN vermisst? Wir sehr. Die Band aus Mannheim, die wir euch schon als Artists To Watch 2024 ans Herz gelegt haben, beweisen nachwievor, dass sie ganz genau wissen, welche Knöpfe sie im deutschsprachigen Indie drücken müssen, um alles abzureißen. Es ist ihre ganz eigene Mischung aus psychedelischen Pop mit anatolischem Rock, die genau das tut. Zu ihrem letztem Album Mesafeler hatten wir sie im Interview und haben darüber gesprochen, warum es so wichtig ist, türkische Musik der 60er und 70er in die Moderne zu bringen und was auch sie daran so fasziniert. Das ist nicht mal ein Jahr her, und schon stehen sie mit neuer Musik in den Startlöchern, diese Magie auf alle Bühnen Deutschlands zu bringen – unter anderem auch ins Gretchen Berlin!

    Holt euch leckeren Şeker!

    Şeker, so heißt ENGINs Tour und ihr kommendes neues Album, bedeutet „Zucker“ auf deutsch und ist genau das, was euch live erwartet, wenn ihr diese drei Cuties live zu sehen bekommt. Es ist nunmal wie ein reiner Zuckerrausch, wenn diese Musik jede Nervenbahn eures Körpers erobert.

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    Wenn ihr bis jetzt noch nicht die Möglichkeit hattet, ENGIN live zu sehen, tut euch selbst einen riesen großen Gefallen:

    Wir verlosen für den 04.04.2025 im Gretchen Berlin 1×2 Tickets – schaut einfach mal hier vorbei.

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  • Victor Solf im Interview: »Willing to be a musician is not an easy task.«

    Victor Solf im Interview: »Willing to be a musician is not an easy task.«

    Kennt ihr noch Her? Das Duo hat mit Songs wie Five Minutes (2018) auch heute noch einen Platz in unseren Playlisten. Wenn ihr sie auch in euren Playlisten findet, wisst ihr, wie viel Potential leider verloren ging, als einer der zwei talentierten Franzosen vor einigen Jahren an Krebs verstarb. Die tragische Wendung hat seinen Bandkollegen Victor Solf bis in die Knochen erschüttert, doch nicht davon abgehalten, weiter Musik zu machen. Im Gegenteil: die Songs und Alben von Victor sind ehrlicher und berührender denje. In seinem neuen Album Tout peut durer singt er nun das erste Mal in seiner Muttersprache und lässt damit jegliche Schutzmauer hinter sich. Positiv und hoffnungsvoll getränkt ist Tout peut durer ein Album zwischen zeitlosen Soul und progressiven R’n’B. Wir haben mit ihm über alles rund um sein neues Album und seinen Weg dorthin gesprochen.

    Victor Solf im Interview

    Anna: Hey Victor! Last Friday you released your new album Tout peut durer. How do you feel starting 2025 off with such an important release? What are the feelings and thoughts in your mind right now?

    Victor: Releasing this album in January definitely feels like a fresh start. A symbolic way of allowing myself to turn a new page in my musical career and gently letting the past behind. I have probably never been as proud of an album as I am of this one. It is my fourth album release within the past ten years, but the first two albums were released as part of a band and two of them now as a solo artist. Except that this one if in French which makes a big difference to me. I feel very happy and honoured to be able to continue my musical journey.

    Anna: You’ve been making music for so long, it’s a great joy to have followed you through the years ever since Her. If you would have to describe the route through your last 10 years, how would you say your relationship to music has changed?

    Victor: Thanks for following the process 🙂

    Willing to be a musician is not an easy task. You must be confident enough to believe you can create your own music, then be bold enough to try to make a living out of it. In 10 years the most drastic change for me has been going through a collaborative process within a band to releasing music under my real name as a solo artist. It was never a choice I wanted to make but life lead me here. It has taught me to believe in myself and in what I can achieve on my own as a musician. Everything that I have learnt throughout the past 10 years lead me to this album and I believe it is my best craft so far. What I am sure of is that, no matter the obstacles and tragic events in my life, I will never be able to quit music.

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    „I can’t hide behind cool vibes anymore.“

    Anna: Finding yourself as an artist is hard, especially if you’re redefining yourself. How has music help you navigate through life? How did you first fell in love with music and knew you want to do this for a long part of your life?

    Victor: I was in high school when I started a band with my classmates. Surprisingly enough we started touring and playing big festivals by the time I turned 19. At first it was concerts that made me realize I wanted to do this for the rest of my life. I always felt like outcast and this type of life suited me well. All our band mates quitted the band when they realized they couldn’t make a proper living out of it. Simon and I pursued because we considered that no matter the outcome and success, we would continue making music together. That’s exactly when it blew up for us with Her, when we were not expecting anything anymore. Since then, it never occurred to me that I would do something else. I play piano and compose music every single day in my living room.

    Anna: On Tout peut durer you break down a lot of things – musically but also lyrically. What is the main message behind the album? What are the topics that you captured in your songs?

    Victor: It is my most intimate album lyrically because it is in French. In my mother tongue I couldn’t hide anymore behind cool vibes or big themes. First of all, I am 34 now and have experienced life, love, death, parenthood and all that blends into my music. My main topic is hope and positivity. I would like people to relate to what I say even though it is very personal.

    „Music is a love language.“

    Anna: Can you take us in the production process of songs? Which songs challenged you, how did they become what they are now and are you proud of how everything turned out?

    Victor: I am very proud of how it turned out.

    I composed all the music and toplines in my home studio for quite some time. Then I met with Vincha who wrote most of the lyrics with me. Once I had strong acoustic versions piano/vocal and production directions that I loved, we built a team of 10 musicians with my A&R Sylvain Taillet. Considering my background of beings in bands, I can’t help but cherishing making music with other people. Music a love language, it is about sharing. I was lucky enough to be able to make music in such a pure traditional way while adding some modern production to it. That’s how I love making an album.

    Anna: Singing in French, you made a huge change to your music that was mainly in English. I feel like even though I might not understand everything now, it is yet way more personal than your previous album. How did you approach writing songs for the first time in your mother language?  

    Victor: It was intimidating. I knew it was going to be a challenge both in the way I would sing and in the topics I would approach. The first song I wrote with the help of Barbara Pravi was about my dad. Once we recorded a rough demo, I remember walking down the streets of Paris for two hours just crying. French has been a catharsis move for me.

    „My self-expression is notes and music.“

    Anna: What did change for you when you started making music in French? And what stayed the same, maybe even surprisingly?

    Victor: What stayed the same is my musicality. I try to make music in the pure English/American Pop way but in French, to be more precise my challenge was to make a soul record in French which is not an easy task. I tried and I hope I succeeded.

    Anna: What song has been the most difficult to write on this album and why?

    Victor: Le Meilleur de Toi was the longest process. The lyrics first talked about the movie “Eternal Sunshine of the Spotless Mind”, about losing someone, the absence. After weeks of back and forth with Vincha, he is the one who told me I was actually talking about Simon, my former band mate who passed away from cancer at 27 yo. I wanted to make a personal song about loss but that anyone could identify to. Musically it was also the first demo of the album. I had 30 seconds that my manager and I loved, we felt it was special. It was also the last tweaks we made on the album until the very end of the recording.

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    Anna: How does songwriting help you with dealing with things you can’t control?

    Victor: When I am at my piano, I’m literally “in the zone”. I could stay there for hours just composing music. It has helped me a lot without a doubt. It’s how I truly express myself. It’s also why I always needed help with the lyrics. My self-expression is notes and music, not necessarily words.

    Anna: What was the most fun song to write on Tout peut durer?

    Victor: Plus Jamais Rentrer as it’s about parental burnout and just willing to go out for one night as we used to before we had kids.

    „Make yourself heard!“

    Anna: You will kick off your Release Headline Tour in France in February – what are you most excited about getting back on stage? And will there be any shows in Germany? Asking for a friend (me) and everyone else.

    Victor: I can’t wait to sing my songs live and to meet with my public again. I love them so much and I thank them for following me throughout my journey even though I made quite a few radical shifts. I’m afraid no gigs are booked in Germany as of now but if there are enough fans out there, make yourselves heard 🙂

    Anna: For our last question we always ask for an untold story – it’s your space to share whatever you like. A random anecdote, a deep meaning behind a song or just something you want to get off your chest.

    Victor: It has never been this hard to be an artist nowadays. There is little to no economy for most of us so if you love music and artists please support them by going to gigs and buying albums. It is a political act in 2025! Thank you for all the love and support.

    Um in die wunderschöne und vielfältige Welt einzutauchen, die Victor Solf mit seinem neuen Album Tout peut durer geschaffen hat, einfach hier auf Play klicken:

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    Fotocredit: Estévez + Belloso